KIT: Krisenkommunikation: glaubwürdig und verständlich informieren
Die Corona-Pandemie zeigt aktuell, wie wichtig zuverlässige und allgemein
verständliche Information ist. Mit multimodalen Formen der Risiko- und
Krisenkommunikation befasst sich das nun gestartete Verbundvorhaben
MIRKKOMM. Expertinnen und Experten für Wissenschaftskommunikation am
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersuchen in einem
Teilprojekt, wie multimodale Kriseninformationen rezipiert werden und
welche kognitiven und affektiven Wirkungen sie haben, und erhalten dafür
vom Bundesforschungsministerium eine Förderung von rund 418 000 Euro.
Die Corona-Pandemie zeigt aktuell, wie wichtig zuverlässige und allgemein
verständliche Information ist. Mit multimodalen Formen der Risiko- und
Krisenkommunikation befasst sich das nun gestartete Verbundvorhaben
MIRKKOMM. Expertinnen und Experten für Wissenschaftskommunikation am
Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersuchen in einem
Teilprojekt, wie multimodale Kriseninformationen rezipiert werden und
welche kognitiven und affektiven Wirkungen sie haben, und erhalten dafür
vom Bundesforschungsministerium eine Förderung von rund 418 000 Euro.
Diese Presseinformation finden Sie mit Foto zum Download unter:
https://www.kit.edu/kit/pi_202
verstandlich-informieren.php
Wie wollen Bürgerinnen und Bürger in Krisenzeiten von Behörden und Medien
informiert werden? Wie gut erreichen Botschaften von
Gesundheitseinrichtungen die Öffentlichkeit? Wie lassen sich Informationen
allgemein verständlich und glaubwürdig aufbereiten und wirksam verbreiten?
Fragen wie diese haben in der Corona-Pandemie zusätzlich an Aktualität und
Brisanz gewonnen. Mit ihnen befasst sich das neue Verbundvorhaben
„MIRKKOMM – Multimodalität in der Risiko- und Krisenkommunikation“. Die
Besonderheit des Projekts besteht darin, dass es multimodale Formen der
Kommunikation erforscht, das heißt Kommunikation auf verschiedenen Kanälen
wie Dashboards, Broschüren, neuartigen Videoformaten und Visualisierungen.
Das Department für Wissenschaftskommunikation am Institut für
Technikzukünfte (ITZ) des KIT ist an MIRKKOMM beteiligt und beschäftigt
sich mit der Rezeption, das heißt der Aufnahme solcher multimodaler
Informationen.
Laborstudie und Online-Umfrage
„Wir steuern eine umfangreiche Laborstudie mit Blickaufzeichnungen und
Wissenstests sowie eine Online-Umfrage zur Bewertung und Akzeptanz
multimodaler Kommunikationsangebote bei“, erklärt Professor Hans-Jürgen
Bucher, der aufgrund der Projekteinwerbung vom KIT zum Distinguished
Research Fellow ernannt wurde und das Teilprojekt am Department für
Wissenschaftskommunikation zusammen mit Professorin Annette Leßmöllmann
leitet. „In Krisen haben sowohl Behörden als auch Bürgerinnen und Bürger
Handlungsentscheidungen bei häufig unsicherer und teils auch kontroverser
Informationslage zu treffen“, erläutert Leßmöllmann. „Daher gilt es
herauszufinden, welche Kommunikationsangebote Glaubwürdigkeit vermitteln
und Vertrauen aufbauen.“ Im Einzelnen untersuchen die Karlsruher
Forschenden, wie Bürgerinnen und Bürger einerseits und
Behördenmitarbeiterinnen und -mitarbeiter andererseits multimodale
Kriseninformationen rezipieren und welche kognitiven und affektiven
Effekte die Informationen auf sie haben, das heißt, nach welchen Kriterien
sie die Informationen bewerten, wie diese ihre Risikowahrnehmung
beeinflussen und welche Handlungsanforderungen sie daraus ableiten. Diese
Untersuchungen sollen dazu beitragen, adressatengerechte Angebote zu
entwickeln und Defizite in der Behördenkommunikation zu beheben. Das
Projektteam am KIT kann dabei auf breite Erfahrungen aus früheren
Forschungsarbeiten zur Wissenschaftskommunikation zurückgreifen.
Kooperation von Forschung und Praxis
Insgesamt umfasst das interdisziplinär angelegte Projekt MIRKKOMM acht
Teilprojekte. Beteiligt sind Forschende aus Medien- und
Kommunikationswissenschaft, Politik- und Rechtswissenschaft, Psychologie
und Informatik. Das Verbundvorhaben ist am 1. Oktober 2021 gestartet und
auf drei Jahre angelegt. Im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile
Sicherheit“ fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
das Projekt mit insgesamt rund zwei Millionen Euro, davon entfallen rund
418 000 Euro auf das Teilprojekt am KIT. Koordiniert wird MIRKKOMM vom
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), einer unabhängigen
wissenschaftlichen Einrichtung, welche die Bundesregierung berät. Neben
dem BfR und dem KIT wirken die Technische Universität Ilmenau, die SRH
Berlin University of Applied Sciences, die Europa-Universität Viadrina in
Frankfurt an der Oder und als Praxispartner die mecom – Medien-
Communikations-Gesellschaft mbH, eine Tochtergesellschaft der Deutschen
Presse-Agentur (dpa), an dem Verbundvorhaben mit. Forscherinnen und
Forscher aus den USA, den Niederlanden, Australien und Deutschland sowie
Institutionen wie das Robert Koch-Institut, die Bundeszentrale für
politische Bildung und die dpa unterstützen MIRKKOMM. (or)
Weitere Informationen: https://www.wmk.itz.kit.edu
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