Zum Hauptinhalt springen

Hochschule für Philosophie feiert Jubiläum: Akademische Feier zu 50 Jahren in der Münchner Kaulbachstraße

Die Hochschule für Philosophie München (HFPH) feiert
dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen in der Münchner Kaulbachstraße. Zu
diesem Jubiläum wird am 18. November 2021, ab 17:30 Uhr, die Akademische
Feier 2021 mit einem Grußwort von Staatsminister Dr. Florian Herrmann,
Leiter der Bayerischen Staatskanzlei, veranstaltet. Den Festvortrag wird
der HFPH-Alumnus Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor des Mercator
Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) sowie
Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung
(PIK), halten. Thema: „Wirtschaftswachstum, Klimapolitik und Gerechtigkeit
– Anmerkungen zur Zukunft des Kapitalismus“.

Ein Blick auf Vergangenheit und Zukunft der HFPH
Prof. Dr. Dr. Johannes Wallacher, Präsident der HFPH: „Handeln lehrt die
Philosophie, nicht reden. Prof. Edenhofer ist ein eindrucksvoller
Repräsentant für zahlreiche Alumni und Alumnae unserer Hochschule, die Tag
für Tag nach diesem Leitspruch handeln und zeigen, wie die Philosophie in
der Gestaltung einer menschenwürdigen Zukunft für alle praktisch wirksam
werden kann. Ich freue mich, im Rahmen der hybriden Feier sowohl auf
bemerkenswerte Persönlichkeiten zurück zu blicken, die die Hochschule in
den letzten 50 Jahren hervorgebracht hat, als auch die Zukunft der HFPH zu
vermessen. Kritisches Denken, interdisziplinäres Verstehen und
Persönlichkeitsentwicklung in der Bildungstradition des Jesuitenordens zu
fördern und unseren Studierenden damit das Rüstzeug zu bieten,
Orientierung für sich und die komplexen Herausforderungen unserer Zeit zu
finden, wird auch weiterhin unser Anspruch sein.“

Sie sind eingeladen, die Akademische Feier 2021, am 18.11.2021, ab 17:30
Uhr via Livestream zu verfolgen: www.hfph.de/stream

Ein Abriss der Geschichte der HFPH
Eröffnung 1925
Im Jahr 1917 wurde das sogenannte Jesuitengesetz, das in den Zeiten des
Kulturkampfes zum Verbot von Niederlassungen des Jesuitenordens im
Deutschen Kaiserreich geführt hatte, aufgehoben und der Jesuitenorden
konnte nach Deutschland zurückkehren. Schon acht Jahre später, im Jahr
1925, wurde das Berchmanskolleg in Pullach bei München durch den damaligen
Provinzial Augustin Bea SJ eröffnet. Dessen Überzeugung war es, „vor allem
ein wissenschaftliches Zentrum [zu] schaffen, damit die Provinz einen
beständigen Anreiz habe, wissenschaftlich hervorragende Leute auszubilden
und auszusenden.“ (Schule des Denkens, 14)

Umzug nach München 1971
Als im Verlauf der 1960er-Jahre die Zahl junger Jesuiten stetig abnahm,
stellte sich die Frage nach der Schließung des Berchmanskollegs oder einer
grundlegenden Neuausrichtung. In einem Brief vom 28. November 1967
schreibt Kardinal Augustin Bea SJ an Prof. Dr. Josef de Vries SJ, der Wert
der Hochschule bestehe „immer in der Tätigkeit nach außen und dem
Einwirken auf die gesamtwissenschaftliche Anschauung unserer Gebildeten“
(Schule des Denkens 30), selbst wenn die Zahl der Jesuiten in Ausbildung
weiter zurückginge.
1971 wurde die Hochschule für Philosophie München, Philosophische Fakultät
SJ, als Nachfolgerin des Berchmanskollegs in der Münchner Kaulbachstraße
feierlich eröffnet. Die Hochschule öffnete sich für alle Interessierten,
unabhängig von Weltanschauung, Geschlecht oder Konfession. Alle
Studiengänge sind seitdem staatlich anerkannt.

Erweiterung 1993
Schon kurz nach der Verlegung der Hochschule von Pullach in die Münchner
Maxvorstadt konnte der Gründungsrektor Prof. Dr. Albert Keller SJ von
einem „gelungenen Wagnis“ (Schule des Denkens, 34) sprechen. Aufgrund des
steigenden Zuspruchs musste die Hochschule 1993 um einen Neubau ergänzt
werden, der zusätzliche Seminar- und Büroräume sowie eine große Aula
umfasste. Geprägt wurde die Hochschule von vielen Professor*innen,
Mitarbeiter*innen sowie natürlich den Student*innen, die gemeinsam auf dem
Campus in der Kaulbachstraße eine echte „Schule des Denkens“ geschaffen
haben.
Augustin Beas Vision von einem Ort umfassender Charakterbildung wurde über
die kommenden Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt. Heute wendet
sich die HFPH mit der Vision einer ganzheitlichen und grundlegenden
Ausbildung zum eigenständigen Denken nicht nur an Philosophie-Studierende
im engeren Sinne, sondern ist auch mit ihren Angeboten für Studierende
anderer Fachrichtungen und Schüler*innen sowie in der Weiterbildung zum
lebenslangen Lernen erfolgreich.

Formation Center München
Die Hochschule fungiert auch als internationaler Studienort für Jesuiten
im Philosophiestudium, die sich in ihrem Ordensleben in der Phase zwischen
den ersten und zweiten Gelübden befinden. Diese sogenannten Scholastiker
bilden einen kleinen, aber wichtigen Teil der Studierendenschaft. Sie
leben in der Ausbildungskommunität „Aloisius Gonzaga“ und studieren an der
HFPH Philosophie.

  • Aufrufe: 13

Fünf Minuten Stadtforschung – ILS startet Video-Podcast

„5 Minuten Stadtforschung“ ist der Titel des neuen ILS-Video-Podcasts und
der Name ist Programm: Das neue Format ist kurz und knapp. In maximal fünf
Minuten erläutern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Instituts
für Landes- und Stadtentwicklungsforschung (ILS) ein Forschungsthema.
Inhaltlich orientiert sich der Video-Podcast dabei an aktuellen
Forschungsthemen und -projekten des Instituts.

„Wir erweitern mit den Videos unser digitales Angebot und möchten unsere
Forschung so möglichst anschaulich und verständlich machen. Das Format
richtet sich an Interessierte aus der Praxis, aber auch an die breite
Öffentlichkeit“, so Theresa von Bischopink, Leiterin des Bereichs Transfer
und Transformation.

In den kommenden Monaten werden Forschungsergebnisse, webbasierte
Anwendungen, wissenschaftliche Publikationen und Kommentare zu aktuellen
Themen aus Politik und Wissenschaft im Video-Podcast veröffentlicht. Den
Anfang macht Dr. Michael Kolocek mit einem Beitrag zur Diskussion um die
Bodenreform und die Abschöpfung aller planungsbedingten Wertsteigerungen.
„5 Minuten Stadtforschung“ erscheint ab sofort einmal im Monat.

Die erste Folge des ILS-Video-Podcasts finden Sie hier:
www.ils-forschung.de/5MinutenStadtforschung

  • Aufrufe: 17

Formnext 2021: Fraunhofer IPT, FH Aachen und Präwest stellen neues Wasserstoff-Brennkammer-Design im 3D-Druck her

Wasserstoff wird zu einem immer wichtigeren Energieträger gegen den
Klimawandel. Die Wasserstoffverbrennung setzt zwar kein Kohlendioxid frei,
doch was kaum jemand weiß: Es entstehen mehr Stickoxide (NOx) als bei der
Verbrennung fossiler Brennstoffe. In einem gemeinsamen Forschungsprojekt
haben die FH Aachen, das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie
IPT und die Präwest Präzisionswerkstätten GmbH & Co. KG mit einem
additiven Fertigungsverfahren eine Wasserstoff-Brennkammer in neuem Design
hergestellt, das den Ausstoß von Stickoxiden deutlich senken kann. Diesen
Prototypen stellen die Partner nun auf der Formnext vor, der Fachmesse für
additive Fertigung und industriellen 3D-Druck.

Das Design der Wasserstoff-Brennkammer, die die Partner auf der Messe
zeigen, unterstützt das MicroMix-Brennverfahren (MMX), entwickelt von
Prof. Dr. Harald Funke am Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik der FH
Aachen, das im Oktober mit dem Forschungspreis 2021 der FH Aachen
ausgezeichnet wurde. Dieses Verfahren setzt im Vergleich zu herkömmlichen
Verbrennungsprozessen mit einigen großen Flammen auf eine Vielzahl
kleinerer Flammen. Die MMX-Brennkammer ist so konzipiert, dass das Gas
sich optimal mit der zugeführten Luft vermischt und mit geringerer NOx-
Bildung verbrennt. Ein weiterer Vorteil der kleinen Flammen in der Kammer
ist die höhere Sicherheit gegen Flammenrückschlag, sodass solche
Brennkammern in entsprechender Skalierung nicht nur für stationäre
Gasturbinen sondern auch für Anwendungen in der Luftfahrt geeignet sind.

Die Fertigung von MMX-Brennkammern ist jedoch technisch sehr
anspruchsvoll, denn die Fertigungstoleranzen sind gering: Der Betrieb
einer solchen Brennkammer mit dem flüchtigen Wasserstoffgas erfordert es,
dass das System dauerhaft dicht bleibt. Außerdem müssen alle
Funktionselemente im Inneren der Kammer, wie etwa die Luftleitbleche,
präzise zueinander ausgerichtet sein, um das gewünschte Strömungsverhalten
der zu- und abgeführten Gase zu gewährleisten. Eine Fertigung allein durch
subtraktive Fertigungsverfahren wie Fräsen und Bohren würde solche
Bauteile jedoch sehr kostspielig machen. Daher wählten die Projektpartner
ein additives Verfahren zum Aufbau ihres Prototypen: Laser Powder Bed
Fusion (LPBF).

LPBF: Metallischer 3D-Druck für komplexe Bauteile

LPBF ist ein bekanntes additives Fertigungsverfahren, mit dem die
Brennkammer aus einem Metallpulver aufgebaut werden kann. Dabei wird durch
einen Mikroschweißprozess in einem Pulverbett die Querschnittfläche des
Bauteils schichtweise aufgeschmolzen. Durch extrem dünne Schichtstärken
gelingt es, die komplexe Bauteilgeometrie in einer hohen Auflösung
herzustellen, in der viele Funktionselemente im Inneren der Brennkammer
bereits angelegt sind. Das reduziert den Aufwand zur Nachbearbeitung
deutlich.

Nach der additiven Fertigung der Brennkammer und dem Abtrennen der
Plattform, auf der sie aufgebaut wurde, sind nur noch wenige subtraktive
Nachbearbeitungsschritte durch Fräsen und Bohren erforderlich: So werden
etwa die filigranen, beweglichen Luftleitbleche in einem Fräsprozess
hergestellt und die Bohrungen für den Wasserstoffaustritt nachträglich
hinzugefügt. In der Kombination der einzelnen Fertigungsschritte gelingt
es den drei Partnern, die Schwächen der bisher bestehenden Verfahren zu
kompensieren und die Einzelprozesse zu einer synergetischen Prozesskette
zu verbinden.

Additiver Aufbau der MMX-Brennkammer verspricht bis zu 90 Prozent
Kosteneinsparung in der Fertigung

Das MMX-Konzept hat sich im Testbetrieb bereits bewährt. Auf der Grundlage
von Simulationen prognostizieren die Aachener Forscher zudem, dass der
Einsatz von LPBF den Zeitaufwand der Montage deutlich verringern und die
Kosten einer solchen Brennkammer bis zu 90 Prozent reduzieren kann. Neben
den ökologischen und ökonomischen Vorteilen, die die neue
Brennkammertechnologie ohnehin bietet, werden durch das LPBF-Verfahren
auch die Fertigungsprozesse nachhaltiger und erfordern einen geringeren
Ressourceneinsatz als die konventionelle Herstellung aus
Einzelkomponenten, die aufwändig und unter vergleichsweise hohem
Materialverbrauch zusammengefügt werden müssen.

Einen ersten funktionsfähigen Prototypen der MMX-Brennkammer sowie
verschiedene weitere Bauteile, die mit dem LPBF-Verfahren und durch
»Express Wire Coil Cladding«, ein Verfahren des drahtbasierten
Laserauftragschweißens hergestellt wurden, zeigt das Fraunhofer IPT vom
16. bis 19. November auf der Formnext in Frankfurt am Gemeinschaftsstand
der Fraunhofer-Gesellschaft in Halle 12, Stand D41.

Projektpartner

- Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, Aachen
- FH Aachen – University of Applied Sciences, Aachen
- Präwest Präzisionswerkstätten Dr.-Ing. Heinz-Rudolf Jung GmbH & Co. KG,
Bremen

  • Aufrufe: 19

Neue Studienorte, Kompetenzen und Nachhaltigkeit – Abschlussfeier der SRH Hochschule in NRW

Am Samstag feierte die SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit
rund 400 Gästen die Graduierung der Bachelor- und Masterabsolventinnen und
-absolventen des Jahres 2021 im Festsaal des Maximilianparks Hamm. Die
aufgrund der besonderen Lage getroffenen zahlreichen
Sicherheitsvorkehrungen führten zwar zu einer kleinen Startverzögerung,
hatten ansonsten aber keine Auswirkungen auf die gute Stimmung und den
positiven Verlauf der Veranstaltung.

Rektor Prof. Dr. Lars Meierling ging im Rahmen seiner Begrüßung vor allem
auf die Kompetenz-orientierung der Hochschule mit dem in Nordrhein-
Westfalen einzigartigen CORE-Prinzip ein. „Wissen ist heute weniger denn
je exklusiv. Jeder kann mit seinem Handy überall und jederzeit Wissen und
Informationen abrufen. Daher geht es uns in erster Linie darum, neben den
Fachkompetenzen, die im Arbeitsleben benötigten Methoden-, Sozial- und
Selbstkompetenzen zu vermitteln“, so Meierling.

Oberbürgermeister Marc Herter wies im Rahmen seiner Gratulation auf die
gelungene Internationalisierung und die Bedeutung der SRH für Hamm hin.

Im Rahmen der Feier wurden traditionell die besten Absolventinnen und
Absolventen geehrt: Virginia Rand (Betriebswirtschaftslehre B.Sc.) wurde
als beste Absolventin des Abschlusses „Bachelor of Science“ geehrt, Anima
de Meo (Soziale Arbeit B.A.) ist beste Absolventin des Abschlusses
„Bachelor of Arts“ und Melissa Mannott (Supply Chain Management M.Sc.)
erhielt ihre „Best-Graduate“-Trophäe für den besten Abschluss als „Master
of Science“.

Die Hochschule hat sich insgesamt in den vergangenen Jahren sehr positiv
entwickelt. So wird die Hochschule nach dem vor zwei Jahren eröffneten und
mittlerweile etablierten SRH Campus im Rheinland nun einen weiteren Campus
in Münster eröffnen, der im April 2022 mit seinen Studienprogrammen an den
Start gehen wird. „Mit der positiven Entwicklung und dem Wachstum der
Hochschule machen wir die folgerichtigen Schritte, um auf die Nachfrage
nach qualitativ hochwertigen Studienangeboten an attraktiven Standorten zu
reagieren“, so Meierling. Zudem rücke das Thema der Nachhaltigkeit weiter
in den Fokus der strategischen Ausrichtung. „Wir haben als eine von
wenigen Hochschulen in Deutschland den Status „klimapositiv“ erreicht“, so
Meierling. „Neben dem Engagement für entsprechende Klimaprojekte im Rahmen
der Zertifizierung ist es für uns wichtig, in diesem Zusammenhang konkrete
Projekte an der Hochschule umzusetzen.  Auch konzipieren wir aktuell einen
Studiengang zum Thema Nachhaltigkeit und Transformation, der schon in
Kürze an den Start gehen soll.“

  • Aufrufe: 17