Zum Hauptinhalt springen

Genomische Technologien zum Schutz der Arten

Naturschutzgenetiker Gernot Segelbacher veröffentlicht mit dem
internationalen Netzwerk G-BIKE ein Empfehlungspapier für
Entscheidungsträger*innen

Wie können genomische Technologien helfen, Biodiversität zu schützen:
Unter Leitung des Freiburger Naturschutzgenetikers Prof. Dr. Gernot
Segelbacher hat das internationale Netzwerk G-BIKE heute, 11. November
2021, ein Empfehlungspapier für Entscheidungsträger*innen veröffentlicht.
Das Papier untersucht neuste Technologien und zeigt auf, wie und unter
welchen Umständen Sie eingesetzt werden können, um das Aussterben
bedrohter Arten zu verhindern. Es ist unter Beteiligung von 17 Forschenden
und Praktiker*innen aus 14 Ländern entstanden.

„Es ist faszinierend zu sehen, dass die genomischen Werkzeuge immer
fortschrittlicher werden“, sagt Segelbacher. „Allerdings sind sie
wahrscheinlich für viele akute Artenschutzprobleme noch nicht ohne
Weiteres anwendbar – für die Bewältigung der Umsetzungsherausforderungen
ist die Forschung weiterhin gefragt.“

Gernot Segelbacher steht zum Thema für Interviews und Mediengespräche zur
Verfügung.

Empfehlungspapier des Netzwerkes G-BIKE: https://g-bikegenetics.eu/en/news
/new-paper-reveals-research-gaps-for-next-generation-conservation-
technologies-to-reduce-biodiversity-loss


Mehr zu Gernot Segelbacher: https://www.wildlife.uni-
freiburg.de/de/mitarbeiterinnen/segelbacher

  • Aufrufe: 15

Wissen, wie’s weiter geht! – Informationstage online an der HAW Hamburg

Am Montag, den 15. und Dienstag, den 16. November lädt die HAW Hamburg
alle Studieninteressierten ein, sich über das Studienangebot an der
Hochschule online zu informieren. Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern und
alle anderen Interessierten können sich digital einen umfassenden Eindruck
von den Studienmöglichkeiten an der HAW Hamburg verschaffen.

Erneuerbare Energien, innovative Mobilitätskonzepte, vernetze Logistik,
Wirtschaftskonzepte mit Bezug zu den UN-Nachhaltigkeitszielen, aktuelle
Medien- und Kommunikationstrends, ganzheitliche Ansätze von Ernährung und
Gesundheit, Pflege der Zukunft, fachübergreifende Projekte in der
Digitalisierung und internationale Perspektiven: Am 15. und 16. November
2021 haben Interessierte die Chance, sich online über die vielseitigen und
international ausgerichteten Studienmöglichkeiten an der HAW Hamburg zu
informieren. Ein klar strukturiertes, praxisnahes wie kompetenzorientierte
Studium an der HAW Hamburg bietet die besten Chancen für einen guten Start
in ein erfolgreiches Berufsleben.

„Auch in diesem Jahr finden die Hochschultage, an denen allen
Interessierten – Schüler*innen, Lehrer*innen, Eltern – einen Einblick in
das Studium an der HAW Hamburg bekommen können, digital statt. Wir hätten
uns sehr über persönliche Begegnungen auf dem Campus gefreut, aber so
haben Teilnehmende aus dem gesamten Bundesgebiet die Chance, dabei zu
sein“, sagt die Organisatorin der Hochschultage, Susanne Nöbbe, Leiterin
des SchulCampus an der HAW Hamburg.

Die Hochschultage richten sich an Schüler*innen ab Klasse 10 und ihre
Lehrkräfte sowie an andere Studieninteressierte. Eltern sind ebenfalls
willkommen. Alle Angebote sind offen wählbar, eine Anmeldung ist nicht
erforderlich. Die Links werden am Veranstaltungstag morgens
freigeschaltet.

WO UND WANN?

Montag, den 15.11.2021, 9.00-18.00 Uhr, Campus Berliner Tor und
Armgartstraße, Kunst- und Mediencampus Finkenau
Dienstag, den 16.11.2021, 9.00-18.00 Uhr, Campus Bergedorf

Alle Angebote sind offen wählbar, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Die Links werden am Veranstaltungstag morgens freigeschaltet.

PROGRAMM AM MONTAG, DEN 15.11.2021

Es können die Standorte Campus Berliner Tor, der Kunst- und Mediencampus
Hamburg und der Campus Armgartstraße virtuell besucht werden. Studiengänge
werden online vorgestellt, Studieninteressierte können online einen Blick
in Labore und Ateliers werfen und mit Studierenden und Professor*innen
chatten: www.haw-hamburg.de/hochschultage/programm-montag-1511/

PROGRAMM AM DIENSTAG, DEN 16.11.2021

Der Standort Bergedorf kann virtuell besucht werden. Studiengänge werden
online vorgestellt, online ein Blick in Labore geworfen und mit
Studierenden und Professor*innen  gechattet werde: www.haw-
hamburg.de/hochschultage/programm-dienstag-1611/

ZUR HAW HAMBURG

Mit rund 17.100 Studierenden ist die HAW Hamburg die zweitgrößte
Hochschule in der Hansestadt und die größte praxisorientierte Hochschule
im Norden Deutschlands. Die besondere Praxisnähe der Ausbildung, die über
70 reformierten Studiengänge (alle mit akkreditiertem Bachelor- und/oder
Masterabschluss, auch in dualer Form) bieten den Absolvent*innen
ausgezeichnete Berufschancen. Die HAW Hamburg ist eine international
ausgerichtete Hochschule mit mehr als 200 Kooperationen weltweit.

  • Aufrufe: 28

STIKO-Empfehlung zu Covid-19-Impfung: Kann ein mRNA-Wirkstoff das Herz schädigen?

Myokarditis tritt bei Unter-30-Jährigen häufiger nach Coronaimpfung mit
mRNA-Impfstoff Spikevax (Moderna) auf. Herzstiftungs-Experte ordnet
Risiken durch Myokarditis im Nachgang von Covid-19-Impfungen ein.

Dass es im zeitlichen Zusammenhang einer Coronaimpfung mit den mRNA-
Impfstoffen Comirnaty (Biontech) oder Spikevax (Moderna) sehr selten zu
Entzündungen am Herzmuskel (Myokarditis), teilweise auch am Herzbeutel
(Perikarditis), kommen kann, die in der Regel mild verlaufen, ist bekannt.
Laut Sicherheitsbericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) vom Oktober 2021
(1) treten die Fälle in Übereinstimmung mit anderen, internationalen Daten
(vor allem aus Israel und den USA) überwiegend bei männlichen Jugendlichen
und jungen Erwachsenen bis 29 Jahren auf – meist innerhalb von 14 Tagen
und häufiger nach der zweiten Dosis einer mRNA-Covid-19-Impfung. „Diese
sehr seltenen und in der Regel mild verlaufenden Fälle einer Myokarditis
oder Perikarditis – wir sprechen hier von knapp fünf Fällen bezogen auf
100.000 Impfungen – verheilen in nahezu allen Fällen aus und dürfen
keineswegs Grund dafür sein, sich gegen eine Covid-19-Impfung zu
entscheiden – zumal die Option besteht, auf den mRNA-Impfstoff Comirnaty
auszuweichen“, betont Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. „Wer sich nicht gegen
Covid-19 impfen lässt, geht ein weit höheres Risiko durch die Gefahren
eines schweren Covid-19-Krankheitsverlaufs wie Organschäden oder gar Tod
ein. Dies gilt besonders für chronisch kranke Menschen und Ältere“, warnt
der Kardiologe und Ärztliche Direktor des Agaplesion Bethanien-
Krankenhauses Frankfurt am Main. „Gleichwohl sollten Patienten sowie Ärzte
und medizinisches Fachpersonal nach einer Covid-19-Impfung auf bestimmte
Zeichen einer Myokarditis und Perikarditis achten.“ Anzeichen sind
insbesondere Atemnot/Kurzatmigkeit, ein starker Herzschlag, der
unregelmäßig sein kann, sogenannte Palpitationen, und Schmerzen in der
Brust (vor allem bei der Perikarditis), unerklärliche Müdigkeit,
Abgeschlagenheit und körperliche Schwäche. Weitere Infos unter
www.herzstiftung.de/corona-impfung-myokarditis

STIKO-Empfehlung: Für Unter-30-Jährige nur noch Comirnaty
(Biontech)-Impfstoff
Dass nun bei Unter-30-Jährigen ausschließlich nur noch der mRNA-Impfstoff
von Biontech zu verwenden ist, dazu rät die ständige Impfkommission
(STIKO) in einer aktuellen Empfehlung im November 2021 (2). Die
Impfbehörde beruft sich dabei auf eine Auswertung von Daten durch das PEI,
wonach bei jungen Menschen – Jungen wie auch Mädchen – nach Impfungen mit
der mRNA-Vakzine Spikevax (Moderna) häufiger Herzmuskelentzündungen
beobachtet wurden als nach Verimpfung der Biontech-Vakzine (Comirnaty).
Die Empfehlung gilt sowohl für die Grundimmunisierung als auch für
Auffrischimpfungen bei Unter-30-Jährigen. Für Menschen über 30 Jahre gilt
diese neue Empfehlung nicht. Die STIKO betont zugleich, dass der akute
Verlauf einer Herzmuskel- beziehungsweise Herzbeutelentzündung nach einer
Covid-19-Impfung nach bisher vorliegenden Sicherheitsberichten überwiegend
mild sei.

Wie wird das Risiko eingeschätzt?
Von mehr als 92 Millionen Impfdosen Comirnaty (Biontech) und Spikevax
(Moderna), die nach Angaben des PEI bis einschließlich 30.09.2021 in
Deutschland verimpft wurden, sind im Rahmen einer Spontanberichterfassung
bis zu diesem Zeitpunkt insgesamt 1.243 Verdachtsmeldungen einer
Myo-/Perikarditis – unabhängig vom ursächlichen Zusammenhang mit der
jeweiligen Impfung – berichtet worden (1). Die Melderate bei Jungen im
Alter von 12 bis 17 Jahren sowie jungen Männern unter 30 Jahren war dabei
nach PEI-Angaben am höchsten. Die Melderate einer Myo-/Perikarditis bei
Covid-19-Impfungen beträgt danach bei Unter-30-Jährigen für den Biontech-
Impfstoff etwa fünf Fälle pro 100.000 Impfungen und für den Moderna-
Impfstoff etwa elf Fälle pro 100.000. Die Spontandaten aus Deutschland
weisen darauf hin, dass das Risiko nach Spikevax bei jungen Männern – und
auch, wenngleich auch weniger ausgeprägt, bei Frauen – höher als nach
Comirnaty sein könnte, schreibt dazu das PEI in seinem aktuellen
Sicherheitsbericht Ende Oktober.

Wie ist die Studienlage?
Eine genaue Häufigkeit einer Myokarditis und/oder Perikarditis nach mRNA-
Covid-19-Impfung kann nach wie vor nicht sicher ermittelt werden, da
epidemiologische (bevölkerungsbezogene) Studien fehlen. Allerdings deuten
alle Daten darauf hin, dass eine Myokarditis nach mRNA-Impfstoffen
insgesamt sehr selten ist. Zudem wurden 95 % der Fälle als mild
beschrieben. Weitere Infos zur aktuellen Studienlage bietet die
Herzstiftung unter www.herzstiftung.de/corona-impfung-myokarditis
Bis zum 30.09.2021 wurden laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)
107.888.714 Impfungen durchgeführt, davon 82.341.579 Impfungen mit
Comirnaty, 9.668.138 Impfungen mit Spikevax (Moderna), 12.692.700
Impfungen mit Vaxzevria (AstraZeneca) und 3.186.297 Impfungen mit dem
Covid-19-Vakzin Janssen (Johnson&Johnson).

Weiterführende Links zum Thema:
www.herzstiftung.de/corona-impfung-myokarditis
www.herzstiftung.de/corona-impfung

Quellen:

(1) PEI-Sicherheitsbericht vom 26.10.2021:
https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27-12-20-bis-30-09-21.pdf

(2) STIKO-Empfehlung zu Comirnaty bei Unter-30-Jährigen, Pressemitteilung
10.11.2021;
https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2021-11-10.html

Simone A et al., Acute Myocarditis Following COVID-19 mRNA Vaccination in
Adults Aged 18 Years or Older JAMA Intern Med. Published online October 4,
2021. doi:10.1001/jamainternmed.2021.5511

  • Aufrufe: 28

Weizenbaum-Institut launcht Open-Access-Fachzeitschrift

Neues Weizenbaum Journal widmet sich der interdisziplinären
Digitalisierungsforschung und schließt damit Lücke in der
Publikationslandschaft

Das neue, interdisziplinäre Feld der Digitalisierungsforschung – das
Spektrum reicht von der Rechtswissenschaft über sozialwissenschaftliche
Fächer wie Soziologie, Politik- und Kommunikationswissenschaft sowie
Psychologie bis hin zur Informatik und Designforschung – hat eine neue
Fachzeitschrift: Das Weizenbaum Journal of the Digital Society (WJDS).
Herausgegeben vom Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft
bietet das Open-Access-Journal nationalen wie auch internationalen
Wissenschaftler:innen ein Forum für Beiträge zur interdisziplinären
Forschung über die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft.
Die erste Ausgabe mit insgesamt vier Beiträgen ist am 11. November 2021
online gegangen.

Die Digitalisierung der Gesellschaft hat viele Facetten: Sie umfasst unter
anderem Veränderungen der Arbeitswelt, neue Formen des Lernens, den
Strukturwandel der Öffentlichkeit und seine Konsequenzen für Demokratien
sowie Herausforderungen für das Rechtssystem. Angesichts dieser
vielfältigen Entwicklungen, die oft mit tiefgreifenden gesellschaftlichen
Veränderungen einhergehen, versammelt das WJDS interdisziplinäre
Forschungsbeiträge zu Fragen der Gestaltung der Digitalisierung und des
selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Umgangs mit digitalen
Technologien. Indem es verschiedene Disziplinen zusammenführt und ein
möglichst breites Spektrum an Erkenntnissen abbildet, schließt das Journal
eine bisher bestehende Lücke in der internationalen Publikationslandschaft
zur Digitalisierungsforschung.

„Existierende Zeitschriften mit verwandtem Themencharakter haben einen
engeren disziplinären Fokus und bieten Open Access zumeist nur mit
Publikationsgebühr an“, so Prof. Dr. Martin Emmer, Mitglied des
Herausgebergremiums. „Forschung an der Schnittstelle mehrerer Disziplinen
trägt zu einem tieferen Verständnis über die Prozesse der Digitalisierung
und ihre gesellschaftlichen Folgen bei. Deshalb möchten wir in unserem
Journal sowohl Ergebnisse interdisziplinärer Projekte präsentieren als
auch die programmatische Diskussion über Interdisziplinarität
vorantreiben.“

Die erste Ausgabe umfasst Beiträge zu aktuellen und gesellschaftlich
relevanten Debatten der Digitalisierungsforschung, in denen
wissenschaftliche Disziplinen und Methoden auf innovative Weise
miteinander verknüpft werden. Eugenia Mitchelstein, Camila Giuliano und
Pablo Boczkowski greifen auf Methoden der Kommunikations- und
Politikwissenschaft zurück, um Unterschiede in der politischen
Meinungsäußerung in sozialen Medien aufzudecken. Der Beitrag von Eva
Kocher verbindet juristische und soziologische Ansätze und nutzt die
Organisationsforschung, um die Regulierung von Plattformarbeit
weiterzuentwickeln. Sandra Fredman, Darcy du Toit, Mark Graham, Aradhana
Cherupara Vadekkethil, Gautam Bhatia und Alessio Bertolini greifen auf
rechtliche und sozialwissenschaftliche Perspektiven zurück und schlagen
einen internationalen Regulierungsrahmen für die Plattformarbeit vor.
Inspiriert von der Kommunikations- und Sozialforschung entwickeln Thomas
Friemel, Tobias Frey und Alexander Seifert in ihrem Beitrag ein
Mehrebenenmodell der digitalen Ungleichheit, um die Internetnutzung von
älteren Erwachsenen zu erklären.

Das WJDS erscheint mehrmals jährlich in englischer Sprache. Die Beiträge
unterlaufen ein Peer-Review-Verfahren und werden Open Access unter der
Lizenz CC BY 4.0 veröffentlicht. Neben Prof. Dr. Martin Emmer sind die
Weizenbaum-Wissenschaftler:innen Prof. Dr. Hanna Krasnova, Prof. Dr.
Martin Krzywdzinski, Prof. Dr. Axel Metzger, Dr. Sonja Schimmler und Dr.
Lena Ulbricht Teil des Herausgebergremiums.

  • Aufrufe: 23