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Bundesregierung muss Außenwirtschaftspolitik an veränderter Weltlage ausrichten

Die künftige Bundesregierung sollte die Außenwirtschaftspolitik
strategisch neu ausrichten. Die bisherige Leitlinie, wirtschaftliche und
sicherheitspolitische Ziele möglichst getrennt zu adressieren, ist
angesichts der veränderten geoökonomischen Lage nicht mehr haltbar. Das
ist eine der Kernaussagen eines Gutachtens von Ökonominnen und Ökonomen
mehrerer Forschungsinstitute für das Auswärtige Amt. Priorität in einer
neuen Strategie sollten unter anderem der Auf- und Ausbau bilateraler
strategischer Partnerschaften haben, darunter ein Investitions- und
Handelsabkommen mit den USA.

„In den vergangenen Jahren wuchs durch die Globalisierung die Vernetzung,
aber damit wuchsen auch die Abhängigkeiten. Gleichzeitig kam es mit dem
Aufstieg Chinas zu einer internationalen machtpolitischen Verschiebung.
Außenwirtschaftspolitische Instrumente werden immer häufiger verwendet, um
verschiedenste außenpolitische Ziele zu erreichen. Vor diesem Hintergrund
müssen Deutschland und die EU die eigene Verwundbarkeit bewerten und
offensive und defensive Strategien für ihre Außenwirtschaftsbeziehungen
entwickeln“, sagte Katrin Kamin, Forscherin am Kieler Institut für
Weltwirtschaft und federführende Autorin anlässlich der Veröffentlichung
der Studie für das Auswärtige Amt. („Instruments of a Strategic Foreign
Economic Policy“/https://www.ifw-kiel.de/de/experten/ifw/katrin-kamin
/instruments-of-a-strategic-foreign-economic-policy-16764/
). Weitere
Hauptautoren sind Gabriel Felbermayr (WIFO, Wien), Marcel Fratzscher (DIW
Berlin) und Guntram Wolff (Bruegel, Brüssel).

Die Offenheit der deutschen Volkswirtschaft sei eine zentrale Basis des
Wohlstands in der Bundesrepublik, so die Autorinnen und Autoren. Dies
mache das Land aber auch angreifbar. Deshalb müsse Deutschland eine
besonders aktive Rolle einnehmen, um die eigenen internationalen
ökonomischen und politischen Beziehungen und jene der EU zu gestalten.
Eine Entkoppelung oder den Abbau von internationalen
Wirtschaftsbeziehungen gelte es dabei zu verhindern.

Internationale Abkommen, wie etwa im Rahmen der Welthandelsorganisation
WTO, blieben eine wichtige Basis für die Regelung der
Außenwirtschaftsbeziehungen. Daneben müssten aber auch defensive
Instrumente der EU geschärft werden, um eigene Interessen zu verteidigen
oder durchzusetzen. Dazu gehörten etwa die Überwachung und sofern nötig
das Ausbremsen ausländischer Investitionen in Deutschland und der EU sowie
weitere Sanktionsinstrumente. Schon das Vorhandensein solcher Instrumente
könne disziplinierend wirken, ohne dass sie zum Einsatz kommen müssten,
heben die Autorinnen und Autoren der Studie hervor. Die Herausforderung
sei, defensive Instrumente zu entwickeln, sie aber zurückhaltend
einzusetzen, um nicht Protektionismus zu fördern.

Daneben empfiehlt die Studie, eine Reihe offensiver Instrumente, die vor
allem darauf fußen, den Zugang zum EU-Binnenmarkt als Hebel für eine
strategische Außenwirtschaftspolitik zu nutzen. Zu den genannten Punkten
gehören:

– der Ausbau und die Vertiefung des Binnenmarkts – vor allem im Bereich
der Dienstleistungen, das Vorantreiben einer Banken- und
Kapitalmarktunion, die Stärkung des Euro als internationaler Leitwährung,
auch in Form eines digitalen Euro
– die Stärkung des von einem erfolgreichen und stabilen Binnenmarkt
abhängigen „Brüssel-Effekts“, durch welchen die EU internationale
Standards setzen kann
– der Erhalt und Ausbau strategischer Partnerschaften mit wichtigen
Handelspartnern, allen voran ein Investitions- und Handelsabkommen mit den
USA und ein Abkommen mit Indien
– das Schaffen eines stabilen Regulierungsrahmens für den Handel mit EU-
Nachbarländern wie Großbritannien, der Schweiz und der Türkei durch Aufbau
einer Zollunion mit Mitspracherechten aller Beteiligten
– die Wahl eines Negativlistenansatzes für Lieferanten aus Drittstaaten,
die Nachhaltigkeitsstandards verletzten, statt eines Lieferkettengesetzes
mit aufwändigen Nachweispflichten
– der Aufbau eines Grenzausgleichsmechanismus für CO2-Abgaben –
idealerweise kombiniert mit der Bildung eines offenen Klimaclubs von
Ländern mit gemeinsamen Klimaschutzstandards
– Stärkung des Binnenmarktes für Digitalangebote und Steigerung der
Attraktivität für Venture- Capital-Geber.

„Ein starker und erfolgreicher Binnenmarkt gibt der EU in vielen Belangen
einen wirkungsvollen Hebel, durch Verweigerung des Zugangs die Interessen
Deutschlands und der EU international durchzusetzen. Deshalb gilt: Je
größer, tiefer und dynamischer dieser Markt beschaffen ist, ums so besser
stehen die Chancen, dass die EU und ihre Mitglieder die globale
ökonomische und politische Ordnung nach ihren Interessen mitgestalten
können“, sagte Katrin Kamin vom IfW Kiel.

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Zoonosen-Monitoring weist gesundheitsgefährdende STEC-Bakterien nach

Grundregeln der Küchenhygiene sollten dringend eingehalten werden

Im Rahmen des Zoonosen-Monitorings 2020 wurden in 13,2 % der untersuchten
Proben von frischem Lammfleisch Shiga-Toxin bildende E. coli (STEC)
nachgewiesen. Diese Bakterien können beim Menschen akute Darmentzündungen
hervorrufen, die zum Teil einen schweren Verlauf nehmen. Insbesondere
empfindliche Verbrauchergruppen wie Kleinkinder, ältere und
immungeschwächte Menschen sowie Schwangere sollten Lammfleisch deshalb nur
ausreichend durchgegart verzehren, wie das Bundesamt für Verbraucherschutz
und Lebensmittelsicherheit (BVL) in Berlin mitteilte.

„Eine Infektion mit STEC-Bakterien ist nicht zu unterschätzen“, sagte BVL-
Präsident Friedel Cramer. „Insbesondere bei Kindern kann sie zur
Ausbildung eines hämolytisch-urämischen Syndroms (HUS) führen, das oftmals
mit einem akuten Nierenversagen einhergeht.“ Die Grundregeln der
Küchenhygiene, wie die Verwendungen von unterschiedlichen Schneidebrettern
für rohes Fleisch und Salat, sollten daher unbedingt eingehalten werden.

Beim Zoonosen-Monitoring wurden STEC-Bakterien ebenfalls in 9,1 % der
Proben von Weizenmehl aus Mühlenbetrieben nachgewiesen. Verbraucherinnen
und Verbraucher können diesem Risiko begegnen, indem sie beispielsweise
Teig nicht roh, sondern nur nach vollständiger Durcherhitzung verzehren.

STEC-Bakterien kommen vor allem im Darm von Wiederkäuern vor und werden
über den Kot ausgeschieden. Sie können während der Schlachtung auf das
Fleisch übertragen werden. Durch die Ausscheidungen von Wildwiederkäuern
auf dem Feld, verunreinigtes Bewässerungswasser und organische Düngung
können auch pflanzliche Lebensmittel mit STEC kontaminiert werden. Im
Rahmen des Zoonosen-Monitorings wurden STEC-Bakterien in den vergangenen
Jahren z. B. in 29,8 % der Proben von Wildwiederkäuerfleisch (Zoonosen-
Monitoring 2017) und in 4,4 % der Proben von Rindfleisch (Zoonosen-
Monitoring 2019) nachgewiesen.

Hintergrund

Im Zoonosen-Monitoring werden Daten über das Auftreten von Erregern in
Tieren, Schlachtkörpern und Lebensmitteln erfasst, die auch beim Menschen
Krankheiten auslösen können. Für das Zoonosen-Monitoring 2020 haben die
Überwachungsbehörden der Bundesländer insgesamt 6.807 Proben auf allen
Ebenen der Lebensmittelkette genommen und untersucht.

Der vollständige Bericht zum Zoonosen-Monitoring 2020 ist online abrufbar
unter:
http://www.bvl.bund.de/ZoonosenMonitoring

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Leibniz-IZW gründet wissenschaftliche Kommunikations- und Crowdfunding- Plattform „KeepNatureAlive.de“ aus

Für eine maximale Wirksamkeit seiner Forschungsergebnisse zur Bewältigung
der globalen Biodiversitätskrise setzt das Leibniz-Institut für Zoo- und
Wildtierforschung (Leibniz-IZW) auf einen engen Austausch mit der
Gesellschaft und nutzt dafür auch innovative, multimedial Instrumente. Die
neu aus dem Leibniz-IZW ausgegründete Plattform „Keep Nature Alive“
(www.keepnaturealive.de) setzt diesen Weg konsequent fort: „Keep Nature
Alive“ verbindet digitale Kommunikation und Crowdfunding und zielt auf
diese Weise darauf ab, lebendige und engagierte Communities für Projekte
an der Schnittstelle von Forschung und Umweltschutz zu etablieren.

Zudem soll die Plattform kommunikationswissenschaftlich begleitet werden –
als erste ihrer Art.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek setzt sich schon lange für eine
zukunftsgerichtete Wissenschaftskommunikation ein, die eine Positionierung
der Wissenschaft in der Mitte der Gesellschaft zum Ziel hat. Die vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) umzusetzende Strategie
zur Wissenschaftskommunikation (formuliert in einem Grundsatzpapier von
2019*) betont die hohe gesellschaftliche Relevanz der
Wissenschaftskommunikation und benennt Dialogorientierung,
Allgemeinverständlichkeit sowie Vertrauensbildung in die Wissenschaft als
bedeutende Parameter für dessen Qualität. Um diese Art von
Wissensaustausch an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft zu
ermöglichen und zu fördern, sieht sich auch das Leibniz-IZW in der
Pflicht, vielfältige und effiziente Instrumente zu entwickeln.
Insbesondere digitale Tools zur Plattform-Kommunikation sind dazu
geeignet, niederschwellige und reichweitenstarke Kommunikation mit hohem
Interaktionsgrad anzuregen.

Mit der Ausgründung von „Keep Nature Alive“ trägt das Leibniz-IZW diesen
Zielen Rechnung. Die Plattform unterstützt nationale und internationale
Projekte, die sich dafür einsetzen, den Verlust der biologischen Vielfalt
zu stoppen, und die negativen Auswirkungen des Menschen auf Natur und
Klima zu reduzieren. Dabei arbeitet die Plattform in enger Kooperation mit
dem Leibniz-IZW und weiteren Forschungseinrichtungen und Institutionen
zusammen. Zugleich wird auf der Plattform eine Gemeinschaft von
Interessierten und Unterstützer:innen aufgebaut, die direkt mit den
Initiator:innen der geförderten Projekten in kommunikativen Austausch
treten können. Mithilfe der Plattform lernen Untersützer:innen aus erster
Hand etwas über die Arbeit von Naturschutzforschung und deren positive
Auswirkungen auf die Artenvielfalt. Die Plattform hält Nutzer:innen über
die unterstützten Projekte auf dem Laufenden, organisiert Online-Treffen
mit Projektwissenschaftler:innen und ermöglicht zukünftig eventuell
Aufenthalte und Vor-Ort-Termine bei den Projekten. Dies gibt den
Nutzer:innen wertvolle Einblicke in die Arbeit der Projekte und bringt
Wissenschaft und Gesellschaft in engen Austausch.

Keep Nature Alive ist die erste Kommunikations- und Crowdfunding-
Plattform, die kommunikationswissenschaftlich begleitet werden soll. Um
zukünftig Erkenntnisse über die Kommunikation mit verschiedenen Adressaten
zu gewinnen und ausgewählte Kommunikationsinstrumente für
Wissenschaftler:innen zu verbessern, soll u.a. eine internationale
Kommunikations- und Crowdfunding-Kampagne zum BMBF-geförderten BioRescue-
Projekt (www.biorescue.org) für die sozialen Medien entwickelt und
kommunikationswissenschaftlich begleitet werden. BioRescue ist ein
Artenschutzforschungsprojekt zum Erhalt des Nördlichen Breitmaulnashorns.
Die geplante Kampagne wird eine Weiterentwicklung der 2014 stattgefundenen
„Ice Bucket Challenge“ sein. Diese sehr erfolgreiche amerikanische
Kampagne machte weltweit auf die Nervenkrankheit Amyotrophe
Lateralsklerose (ALS) aufmerksam und warb wesentliche Drittmittel für die
Forschung ein. Ziel der Begleitforschung von Keep Nature Alive wird es
sein, Charakteristika von Nutzergruppen und Nutzerverhalten aus
verschiedenen Ländern sowie Kommunikationswege und Funktionsprozesse von
viralen Kampagnen zu untersuchen.

„Durch meine 20-jährige Kommunikationstätigkeit in der
Naturschutzforschung am Leibniz-IZW habe ich tiefe Einblicke in aktuelle
und zukünftige Herausforderungen für den Erhalt von Biodiversität
gewonnen. Während dieser Zeit habe ich aus erster Hand erfahren, wie
wichtig es ist, erlangtes, evidenzbasiertes Wissen fachgerecht zu
vermitteln. Dadurch können Forschungsergebnisse maximal wirksam werden und
zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen nachhaltig beitragen.
Darüber hinaus habe ich auch den hohen Bedarf an Forschungsgeldern
gesehen, den Naturforschungsprojekte zusätzlich zu staatlichen
Förderstrukturen benötigen. Daher kann unsere neue Kommunikations- und
Crowdfunding-Plattform „Keep Nature Alive“ hier einen wesentlichen Beitrag
zur Schaffung von neuen Synergien leisten“, erklärt Steven Seet, Gründer
der Plattform und Leiter der Wissenschaftskommunikation am Leibniz-IZW.

„Nur was man kennt und zu schätzen weiß, schützt man. Aus diesem Grund
haben wir „Keep Nature Alive“ so konzipiert, dass es mehr ist als eine
Naturschutzkasse oder eine Mautstation für unseren Planeten – unser Ziel
ist es, durch Kommunikation und vielseitige Interaktionen zu informieren,
zu engagieren und zu motivieren. Wenn wir das Bewusstsein für die
aktuellen Umweltherausforderungen schärfen, Wissen über mögliche Lösungen
verbreiten und Unterstützer:innen mit Wissenschaftler:innen und
Naturschützer:innen in Kontakt bringen, können wir unsere Welt zum
Besseren verändern”, sagt Jan Zwilling, Mitbegründer von Keep Nature
Alive.

*https://www.bmbf.de/SharedDocs/Publikationen/de/bmbf/pdf/grundsatzpapier-
des-bundesministeriums-fuer-bildung-und-forschung-zur-

wissenschaftskommunikation.pdf

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Arthur Burkhardt-Stiftung im Stifterverband zeichnet Klimaökonom Ottmar Edenhofer und Biophysiker Wolfgang M. Heckl aus

Der Arthur Burkhardt-Preis 2021 geht an Ottmar Edenhofer, Direktor des
Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) sowie Leiter des Mercator
Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Zudem
erhält Wolfgang M. Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums und
Inhaber des Oskar-von-Miller-Lehrstuhls für Wissenschaftskommunikation an
der Technischen Universität München, den Arthur Burkhardt-Preis 2020.
Dieser konnte im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie nicht
vergeben werden. Beiden Preisträgern wird die mit jeweils 10.000 Euro
dotierte Auszeichnung am 16. November in München übergeben.

Mit Ottmar Edenhofer wird ein herausragender Ökonom ausgezeichnet, der
Strategien zur Bewältigung des Klimawandels, eine der fundamentalsten
Herausforderungen unserer Zeit, erforscht. Edenhofer beschäftigt sich etwa
mit den Voraussetzungen und Kosten des Umbaus des Energiesystems und gilt
als Vorreiter und Experte auf dem Gebiet der CO2-Bepreisung. Weitere
Gegenstände seiner Forschung sind Fragen des Wirtschaftswachstums sowie
der Wohlfahrts- und Ungleichheitstheorie. Neben seinen Funktionen am PIK
und MCC ist Edenhofer zudem Professor für die Ökonomie des Klimawandels an
der Technischen Universität Berlin.

Die Arthur Burkhardt-Stiftung ehrt den Preisträger für seine
wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der ökonomischen Auswirkungen
des Klimawandels und der Klimapolitik. Als Laudatorin wird Carolin Emcke,
Autorin und Publizistin, Edenhofer am 16. November 2021 im Rahmen einer
festlichen Veranstaltung in München würdigen. Emcke erhielt 2016 den
Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

Wolfgang M. Heckl gilt als herausragender Biophysiker mit den
Arbeitsschwerpunkten Nanowissenschaften und Rastersondenmikroskopie. Die
Kommunikation von Wissenschaft in der Öffentlichkeit ist dem
Generaldirektor des Deutschen Museums eine Herzensangelegenheit; an
Diskussionen und Vorträgen zu dem Thema beteiligt er sich regelmäßig.
Heckl ist Autor und Co-Autor von rund 200 Veröffentlichungen und wurde mit
seinem Buch „Die Kultur der Reparatur“ zu einem der geistigen Väter der
Repair-Bewegung, die sich dafür einsetzt, Kaputtes zu reparieren anstatt
es wegzuwerfen.

Der Preisträger wird für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem
Gebiet der Nanotechnologie, seine Beiträge zur Kommunikation
wissenschaftlicher Erkenntnisse an die Öffentlichkeit und für die
Entwicklung des Konzepts zur Neuaufstellung des Deutschen Museums geehrt.
Er erhält die Auszeichnung ebenfalls am 16. November in München. Die
Laudatio auf den Preisträger hält Ulrich Walter, Inhaber des Lehrstuhls
für Raumfahrttechnik an der Technischen Universität München.

Über die Arthur Burkhardt-Stiftung
Die Arthur Burkhardt-Stiftung wurde 1983 von Arthur Burkhardt als
treuhänderische Stiftung im Stifterverband gegründet. Nach dem Willen des
1990 verstorbenen Stifters und Vorsitzenden der Württembergischen
Metallwarenfabrik (WMF) soll die Stiftung „eine Brücke schlagen zwischen
dem auf Natur, Technik und Medizin gerichteten Denken und jenem, das auf
die Lebensbedingungen des Menschen in unserer Gesellschaft abstellt.“

Über den Arthur Burkhardt-Preis
Aus diesem Grund vergibt die Stiftung jedes Jahr den mit 10.000 Euro
dotierten Arthur Burkhardt-Preis an namhafte Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler, die sich im Bereich der Geistes- und Naturwissenschaften
insbesondere durch interdisziplinäre Forschung hervorgetan haben. Zu den
bisherigen Preisträgern zählen exzellente Naturwissenschaftler wie Ernst-
Ludwig Winnacker, Biochemiker und ehemaliger Präsident der Deutschen
Forschungsgemeinschaft, oder Harald zur Hausen, Virologe und Träger des
Medizinnobelpreises, sowie führende Geisteswissenschaftler wie Jürgen
Mittelstraß, Philosoph und ehemaliger Präsident der Academia Europaea,
oder Udo Di Fabio, Rechtswissenschaftler und ehemaliger Richter am
Bundesverfassungsgericht.

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