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Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator: Alexander Graf Lambsdorff lehrt an der UDE

Er gehört zu den prominenten Köpfen der FDP: Alexander Graf Lambsdorff
sitzt seit 2017 für die Liberalen im Bundestag, zuvor war er 13 Jahre EU-
Parlamentarier. Der Experte für internationale Politik gibt im aktuellen
Wintersemester sein Wissen an der Universität Duisburg-Essen (UDE) weiter.
Graf Lambsdorff ist „Gastprofessor für Politikmanagement der Stiftung
Mercator“ an der NRW School of Governance. Er hält ein Seminar für
Masterstudierende – und auch eine öffentliche Vorlesung. Der Termin für
diese wird rechtzeitig bekanntgegeben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir Alexander Graf Lambsdorff gewinnen
konnten“, sagt Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte, Direktor der NRW School of
Governance. „Als aktiver Politiker bietet er unseren Studierenden und uns
Forschenden einen unmittelbaren Zugang zu Werkstattberichten aus der
derzeitigen Phase der Koalitionsbildung. Aufgrund seiner Ausbildung vermag
er diese auch politikwissenschaftlich einzuordnen.“

Graf Lambsdorff hält ein Seminar zum „Agenda Setting und
Gestaltungswissen: Mehrheitssuche und Mitsteuerung in der deutschen und
der internationalen Politik“. Dabei geht es anhand von Fallbeispielen um
zentrale Fragen: Wie findet und organisiert man Mehrheiten für politische
Problemlösungen? Welche Stile, Praktiken, Instrumente politischer Führung
sind dafür erforderlich?

Überzeugter Europäer

Alexander Graf Lambsdorff (*1966 in Köln) ist studierter Historiker und
gelernter Diplomat. Er arbeitete u.a. im Bundestag als Büroleiter von Dr.
Klaus Kinkel, in der Deutschen Botschaft in Washington sowie im
Auswärtigen Amt. Schon früh trat er in die FDP ein. Seit 2001 gehört er
dem Bundesvorstand seiner Partei an. Von 2004 bis 2017 war er
Europaabgeordneter und ab 2014 auch Vizepräsident des Europäischen
Parlaments. Seit Herbst 2017 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages und
stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion. Seine Themen sind
insbesondere die Außen-, Sicherheits-, Europa- und Entwicklungspolitik.

Zur Gastprofessur für Politikmanagement der Stiftung Mercator
Die NRW School of Governance wird seit 2006 von der Stiftung Mercator
unterstützt. Dazu zählen verschiedene Veranstaltungsformate und die
Gastprofessur, die seit 14 Jahren verliehen wird. Vor Alexander Graf
Lambsdorff gaben unter anderem schon Andrea Nahles, Gregor Gysi, Rita
Süssmuth und Christian Wulff den Studierenden einen exklusiven Einblick in
ihre Arbeit.

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Jetzt bewerben: Zeppelin Universität startet Bachelorstudiengänge auch im Januar

Als eine der wenigen deutschen Universitäten startet die Zeppelin
Universität (ZU) in Friedrichshafen am Bodensee ihre Bachelorstudiengänge
auch im Januar. Bewerbungsschluss für alle Studieninteressierten ist der
14. November.

Viele Abiturientinnen und Abiturienten haben im vergangenen Sommer wegen
der Unsicherheit über die Art und Weise des (Präsenz-)Studienbetriebs ab
Herbst ihren Wunsch und ihre Absicht auf Aufnahme eines Studiums erst
einmal aufgeschoben. Angesichts eines weitgehend normalisierten
Studienbetriebs an der ZU sind deshalb mit dem Studienstart im Januar
kommenden Jahres insbesondere diejenigen angesprochen, die nun nicht mehr
Zeit ins Land gehen lassen und bis zum Herbst nächsten Jahres warten
wollen.

Außerdem bietet dieser Termin denjenigen, die nicht direkt nach dem Abitur
von der Schulbank in den Seminarraum gewechselt sind, sondern erst einmal
eigene Erfahrungen sammeln wollten, die Möglichkeit eines zeitnahen
Studienbeginns. Das Angebot richtet sich darüber hinaus an bereits
Studierende, denen der aktuelle Studienplatz nicht behagt.

Das Frühjahrssemester in den managementorientierten Bachelorstudiengängen
in Wirtschaftswissenschaften, Kultur- und Kommunikationswissenschaften,
Politik-, Verwaltungswissenschaft und Internationale Beziehungen sowie in
Soziologie, Politik und Ökonomie beginnt am 29. Januar 2021.

Die ZU bietet zudem besondere Stipendien für Studienwechsler und
-abbrecher an.

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Hochschule Anhalt startet interdisziplinäres Solarparkprojekt mit Unternehmenspartnern

Passen Naturschutz und regenerative Energien zusammen? Ein neues
Forschungsprojekt „Biodiversität im Solarpark - Innovative Konzepte und
Aufbau von Demonstratoren zur besseren Vereinbarkeit von Photovoltaik-
Freiflächenanlagen, Naturschutz und Landwirtschaft“ an der Hochschule
Anhalt soll das zeigen. Ziel des Projektes ist es, die Erzeugung
regenerativer Energie in Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit dem
Naturschutz zu verbinden und dabei auch ökonomische Belange nicht
auszuklammern.

Das Projekt wird von Dr. Sabine Tischew, Professorin für
Landschaftsökologie an der Hochschule Anhalt - unter Mitwirkung des
Fachbereichs Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen -
geleitet. Das Vorhaben umfasst drei Kernpunkte. Es verknüpft eine
effektivere Förderung der Biodiversität in den Solaranlagen
interdisziplinär mit energiewirtschaftlichen Optimierungen. So werden zum
einen für sechs Modell-Solarparks in Sachsen-Anhalt, Sachsen und
Brandenburg gebietsheimische, blütenreiche und insektenfördernde
Wildpflanzenmischungen entwickelt und verschiedene Pflege- und
Nutzungsmodelle getestet. Zweitens werden die Auswirkungen verschiedener
Aufständerungen und Modulreihenabstände sowie die Auswirkungen
verschiedener Pflanzenbestände auf den Energieertrag analysiert. Als
dritter Projektpunkt wird die Landwirtschaft bewusst in neue
Wertschöpfungsmodelle integriert. Um diese Aspekte zu untersuchen sowie
Solarmodule erfolgreich in den Feldfruchtanbau zu integrieren und mit
Wildpflanzenstreifen zu kombinieren, wird am Standort Bernburg eine
Testanlage errichtet.

Für Photovoltaik-Anlagenplaner und Betreiber steht im Ergebnis des
Projektes ein frei zugängliches webbasiertes Planungstool zur Verfügung,
mit dessen Hilfe biodiversitätsfördernde Anlagenkonzepte zusammengestellt
werden können. Die fünf beteiligten Unternehmenspartner, namentlich die
Energieunternehmen EVH, enviaTHERM und TOTAL SE, der Photovoltaik-
Modulhersteller Sunset Energietechnik sowie der Photovoltaik-
Anlagenentwickler Next2Sun, zeigten bereits in der Planungsphase großes
Interesse für ein erfolgreiches ökologisches und ökonomisches
Gesamtkonzept für Solarparks.

Das kooperative Projekt wird gefördert durch das BMBF im Programm FH-
Kooperativ.

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Das digitale Arbeiten von Morgen erproben – Das Projekt „ALLE im digitalen Wandel“ zieht Bilanz

Nicht erst seit Corona ist klar, dass digitales Arbeiten für
Organisationen ein wichtiger Baustein ihrer nachhaltigen Zukunftsplanungen
ist. Aber wie kann ein solches Arbeiten organisiert werden, welche
Kompetenzen werden dazu benötigt, wie kommuniziert man diese Veränderungen
im Unternehmen und was haben Resilienz und Neugier damit zu tun? Diesen
Fragen ging das Projekt „ALLE im digitalen Wandel“ der Hochschule
Darmstadt (h_da) gemeinsam im Verbund mit sechs Partnerunternehmen und
-Institutionen nach und erprobte drei Jahre lang digitale Arbeits- und
Lernformen. Das Projekt endet zum 31.12.2021. Am 02.11 zogen die
Partnerinnen und Partner im Rahmen einer Abschlussveranstaltung Bilanz.

Das Projekt bildet einen von 17 staatlich geförderten Experimentierräumen
des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) in Zusammenarbeit
mit der Initiative Neue Qualität der Arbeit. Neben der Hochschule
Darmstadt haben in diesem Rahmen Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie die
Unternehmen Merck, Vitronic Bildverarbeitungssysteme, Fink & Fuchs,
schenck.de und KunzlerStrom zusammengearbeitet.

„Das Außergewöhnliche an diesem Projekt ist, dass wir in einer geschützten
Atmosphäre gemeinsam Dinge ausprobieren konnten und mit Tools, Methoden
und neuen Ideen experimentiert haben und das über Organisationsgrenzen
hinweg“ sagt Professor Werner Stork, Projektleiter von „ALLE im digitalen
Wandel“. Dabei fand zum Beispiel ein „Neugier-Tag“ bei der Merck KGaA in
Darmstadt statt. Dort konnten sich die Partnerinnen und Partner gemeinsam
mit einem Neugier-Experten über Strategien unterhalten, wie sie bei ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Neugier fördern können. Denn Neugier
hängt mit Innovationskraft zusammen, die für Unternehmen ein
entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Im Projekt wurde weiterhin ein
„Resilienz-Check“ entwickelt, mit dessen Hilfe Organisationen ihre eigene
Resilienz besser einschätzen und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen
können, um diese zu fördern. Unter „Resilienz“ wird die
Widerstandsfähigkeit in einer Organisation verstanden. „Es hat sich
nämlich gezeigt, dass resiliente und neugierige Unternehmen Veränderungs-
und Transformationsprozesse besser meistern“, ergänzt Werner Stork.

Eng verbunden ist diese Fähigkeit unter anderem mit dem Lernen, das gerade
in Zeiten von digitalen Infrastrukturen eine große Rolle spielt. Dabei
beschäftigten sich die Projektbeteiligten insbesondere mit dem informellen
und selbstgesteuerten Lernen, das außerhalb von organisierten
Weiterbildungen stattfindet. In diesem Rahmen probierten die Beteiligten
organisationsübergreifend Lernformate wie Working Out Loud aus. Dabei
schließen sich Beschäftigte abteilungsübergreifend zu kleinen virtuellen
Lerngruppen zusammen und ihre Mitglieder formulieren jeweils eigene
Lernziele. Das Format gibt diesem Prozess einen Rahmen und der Arbeitgeber
ermöglicht solches selbst verantwortetes Lernen üblicherweise in der
Arbeitszeit. Das Ergebnis: Eine sehr hohe Lernmotivation und die
Beschäftigten haben sich Themen erschlossen, die ihnen wirklich in der
Arbeit weiterhelfen.

Klar ist, dass Unternehmen sich in ständigen Veränderungen befinden -
durch die Digitalisierung sind diese jedoch intensiver und beschleunigt.
„Die Kommunikation in den Betrieben ist deshalb ein Schlüssel zum Erfolg -
und dabei geht es nicht nur darum, Beschäftigte über Veränderungen zu
informieren, sondern im besten Fall Kommunikationsmöglichkeiten zu
schaffen, dass sie gemeinsam die Entwicklung ihrer Arbeitsumgebung und
-abläufe gestalten” sagt Thomas Pleil, Professor für Public Relations, der
das Projekt gemeinsam mit Werner Stork und Pia Sue Helferich leitet.
Entstanden sind im Projekt unter anderem auch neue Formate für
Besprechungen oder Innovationsräume in den Betrieben, die Workshops mit
agilen Methoden erlauben.

Damit auch Organisationen über den Projektkontext hinaus von den
Ergebnissen profitieren können, entstehen zum Abschluss von „ALLE im
digitalen Wandel“ sogenannte PlayBooks. Diese beinhalten Szenarien und
Methoden zu den einzelnen Themen: „Dabei legen wir besonderen Wert auf den
niederschwelligen Zugang - wir möchten, dass Unternehmen Spaß dabei haben,
die Methoden, mit denen wir uns beschäftigt haben, auszuprobieren“, ordnet
Pia Sue Helferich ein. Die Playbooks werden zu Beginn 2022 verfügbar sein.

Am 02.11. ließen die Projektpartbeteiligten die gemeinsame Projektzeit in
einem Abschlussevent Revue passieren und sprachen über zukünftige
Kooperationsmöglichkeiten. Denn eins steht fest: Das aufgebaute Netzwerk
möchte in jedem Fall weiter gemeinsam experimentieren.

Über das Projekt:
Das Projekt „Alle im digitalen Wandel“ wird gefördert vom
Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und ist ein
Verbundprojekt. Beteiligt sind neben der Hochschule Darmstadt die
Kommunikationsagentur Fink & Fuchs AG, der Kreisausschuss des Landkreises
Darmstadt-Dieburg, die Kunzler Service GmbH, die Merck KGaA, die
Schenck.de AG und die VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme
GmbH. Weitere Informationen sind auf der Website des Projekts zu finden:
https://alle-im-digitalen-wandel.de/home/

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