Zum Hauptinhalt springen

„Hast Du es schon mal mit Joggen versucht?" – Depressionen verstehen, ernstnehmen, behandeln

Am 18. November 2021 findet das 83. ZEIT Forum Wissenschaft in der Berlin-
Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. Beginn der
Veranstaltung ist um 19 Uhr.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa acht Prozent der Menschen an einer
Depression. Damit ist fast jede vierte Frau und jeder achte Mann im Laufe
des Lebens betroffen.
Prominente Personen thematisieren den gesellschaftlichen Druck unter dem
sie stehen und die Depressionen, die aus diesem folgen können. Fangen wir
als Gesellschaft an, offener mit dem Thema umzugehen? Das wäre ein
wichtiger Schritt, denn die Stigmatisierung von Erkrankten ist ein Grund,
dass sich Betroffene keine Hilfe suchen.
In Deutschland herrscht zudem ein Mangel an Therapeut*innen,
Arbeitgeber*innen sind nicht ausreichend informiert und auch
Familienangehörige fühlen sich oft mit der Diagnose überfordert. Für
Betroffene ist dieses fehlende Verständnis und die Schwierigkeit, einen
Therapieplatz zu finden, eine große zusätzliche Belastung.

Beim nächsten ZEIT Forum Wissenschaft werden wir diese Krankheit in den
Blick nehmen und erfahren, wie der aktuelle Forschungsstand bei
Depressionen ist. Welche Erkenntnisse in der Biologie gibt es, die in die
Therapieansätze einfließen? Warum steigt die Zahl der Diagnosen und auch
die Dosen an verschriebenen Antidepressiva? Werden mehr Menschen krank
oder wird es nur häufiger entdeckt? Was sind die Ursachen dieser
Erkrankung? Und: Müssen wir uns als Gesellschaft ändern, um Erkrankten
besser zu helfen?

Martin Mair, Wissenschaftsredakteur, Deutschlandfunk und Andreas Sentker,
Geschäftsführender Redakteur und Leiter Ressort Wissen, DIE ZEIT, sprechen
mit diesen Expert*innen:

*** Zoë Beck, Schriftstellerin und Dialogregisseurin ***

*** Thorsten Padberg, Verhaltenstherapeut in Berlin und Dozent für
Verhaltenstherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin sowie
Buchautor ***

***Prof. Dr. Babette Renneberg, Professorin für Klinische Psychologie und
Psychotherapie und Leitung der Hochschulambulanz für Psychotherapie, Freie
Universität Berlin sowie Präsidentin der European Society for the Study of
Personality Disorders (ESSPD) ***

Der Deutschlandfunk überträgt die Veranstaltung live in „Dokumente &
Debatten“ im Digitalradio DAB+ und über Satellit auf DVB-S ZDF-Vision,
sowie im Livestream unter www.deutschlandradio.de. Eine Zusammenfassung
sendet der Deutschlandfunk am 26. November 2021 um 19:15 Uhr in der
Sendung „Auf den Punkt“.

Die Veranstaltungsreihe ZEIT Forum Wissenschaft wird veranstaltet von der
Wochenzeitung DIE ZEIT und der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius in
Kooperation mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
und dem Deutschlandfunk. Die Reihe widmet sich aktuellen, bedeutenden
Themen aus den Bereichen Wissenschaft, Forschung und Gesellschaft.

Anmeldung über Eventbrite oder auf www.zeitforumwissenschaft.de.

Aufgrund der aktuell steigenden Inzidenzen haben die Veranstalter*innen
sich entschieden, die Zahl der Teilnehmenden vor Ort auf 100 Gäste zu
begrenzen. Der Einlass unterliegt der „2G-Regel“.

  • Aufrufe: 21

Geowissenschaftliche Potenziale als Bausteine zukünftiger Klimapolitik

Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo) unterstützt den Appell des
Bürgerrates Klima, das 1,5 Grad Ziel durch aktive Umsetzung von Maßnahmen
erreichbar zu machen. Auch in den Geowissenschaften gibt es
erfolgsversprechende Lösungskonzepte für die Bewältigung der Energiewende.

Der Dachverband der Geowissenschaften (DVGeo) unterstützt den Appell des
Bürgerrates Klima, das 1,5 Grad Ziel durch aktive Umsetzung von Maßnahmen
erreichbar zu machen. Der Appell bezieht sich dabei auf die vom Bürgerrat
erarbeiteten Empfehlungen für die zukünftige Klimapolitik.

Dazu kommentiert Dr. Christian Bücker, Präsident des DVGeo „Auch aus den
Geowissenschaften können Lösungen für die Klimapolitik kommen: saisonale
(Untergrund-) Wärmespeicher und die Nutzung geologischer Energiespeicher
für verschiedene erneuerbare Energien können die Versorgung stabilisieren,
indem sie Überschüsse kurz- oder langfristig zwischenspeichern und dann
wieder freigeben.“

Die Geothermie, also die Nutzung von Erdwärme, kann ebenfalls zu Strom-
und Wärmewende beitragen. Mit Erdwärme aus Tiefengeothermie werden
Wärmenetze gespeist und ganze Stadtviertel mit Heizwärme versorgt. Bei
ausreichend hohem Temperaturniveau kann auch Strom erzeugt werden. Dabei
ist Geothermie unabhängig von Wettereinflüssen, ganzjährig und langfristig
verfügbar, also ein stabiler Partner im zukünftigen Wärmemix, vor allem in
Ballungsgebieten.

Vor diesem Hintergrund wertet der DVGeo die Antworten der jetzt in
Koalitionsverhandlungen stehenden Parteien auf die Wahlprüfsteine als
erfreulich: SPD, GRÜNE und FDP stehen Techniken zur Nutzung
geowissenschaftlicher Potenziale offen gegenüber.

Am 11. November veranstaltet der DVGeo das Online-Symposium „Lösungen aus
den Geowissenschaften für die Energiewende“, Anmeldungen dazu sind noch
möglich unter <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> . Weitere Informationen dazu finden Sie
unter https://www.dvgeo.org/

  • Aufrufe: 14

Zum Anstieg der Corona-Zahlen

Exponentielles Wachstum und seine Folgen besser kommunizieren –
Politikwissenschaftler Dr. Sebastian Jäckle steht für Interviews zur
Verfügung

Die Corona-Pandemie tritt insbesondere dann in kritische Phasen, wenn die
Infektionszahlen exponentiell ansteigen – wenn sich also in gleichen
Zeitschritten die Zahlen immer um denselben Faktor vervielfachen. Wie
wichtig für die Pandemie-Eindämmung das Verständnis zu exponentiellem
Wachstum und seinen Folgen in der breiten Bevölkerung ist – dazu hat der
Politikwissenschaftler Dr. Sebastian Jäckle von der Universität Freiburg
kürzlich geforscht.

„Unsere Studie bestätigt, dass die meisten Menschen das exponentielle
Wachstum und seine Folgen unterschätzen“, so Jäckle. „Zugleich konnten wir
zeigen, dass einfache Aufklärungsmaßnahmen das Verständnis dieser
Wachstumsprozesse schnell stärken können und damit auch die Akzeptanz von
viruseindämmenden Maßnahmen wachsen lassen. Dies ist in der Kommunikation
von Politik und Medien bislang allerdings oft zu kurz gekommen – gerade in
kritischen Phasen.“

Zudem hat Sebastian Jäckle über das Politikpanel Deutschland mehrere
Online-Befragungen zur Corona-Krise durchgeführt und analysiert. Aspekte
waren hier unter anderem: Belastungen und Ängste infolge der Pandemie,
Bewertung staatlicher Maßnahmen sowie Vertrauen in Medien bei Corona-
Berichterstattung.

Sebastian Jäckle steht derzeit zum Thema Anstieg der Corona-Fälle für
Interviews und Mediengespräche zur Verfügung.

Studie zum exponentiellen Wachstum:
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/spsr.12479

Mehr zum Politikpanel: https://www.politikpanel.uni-freiburg.de/

  • Aufrufe: 12

Von Sufismus, LGBTQ in der muslimischen Seelsorge und islamischen Bestattungen

Akademie für Islam in Wissenschaft und Gesellschaft hat sechs
Forschungsfellowships für wegweisende Islamforschung vergeben

Sechs Wissenschaftler_innen aus dem In- und Ausland haben jetzt ihr
Forschungsfellowship an der Akademie für Islam in Wissenschaft und
Gesellschaft (AIWG) der Goethe-Universität angetreten. Die erstmals
ausgewählten AIWG-Forschungsfellows sind in den islamisch-theologischen
Studien oder benachbarten Disziplinen verortet.

In den kommenden sechs Monaten können sich die Forschungsfellows ganz auf
ihr Vorhaben konzentrieren und sich mit eigenen Forschungsfragen auch in
bestehende Projekte der Akademie einbringen. Dabei forschen sie,
angebunden an die Goethe- Universität als Gastwissenschaftler_innen, zu
ihren eigenen Projekten.

„Wir freuen uns, mit den neuen Fellows ausgewiesene Expertinnen und
Experten auf verschiedensten Gebieten der Islamforschung zu unterstützen.
Durch die Anbindung an die AIWG werden sich wichtige neue Impulse für die
islamisch-theologischen Studien in Deutschland ergeben“, so Dr. Jan Felix
Engelhardt, Geschäftsführer an der AIWG.

Das Themenspektrum der Fellows umfasst vielfältige aktuelle
wissenschaftliche und gesellschaftliche Diskurse. Dazu gehört
praxisorientierte Forschung, etwa zum Thema „Islamisches Bestattungswesen
in Deutschland“ von Prof. Dr. Thomas Lemmen (Köln), „LGBTQ in der
muslimischen Seelsorge“ von Dr. Ali Ghandour (Universität Münster) und
„The politics of pedagogy: Islam and the ‘West’“ von Prof. Dr. Alison
Scott-Baumann (SOAS University of London). Wie sich Diskurse zu Islam und
Judentum in Deutschland zueinander verhalten, untersucht Dr. Elisabeth
Becker Topkara (Universität Heidelberg) mit ihrem Vorhaben „Abrahamic
Strangers: German Jewish and German Muslim Intellectuals in Conversation“,
während Dr. Mansooreh Khalilizand (Universität Münster) mit ihrem Projekt
zum Gottesbegriff beim schiitischen Philosophen Ṣadr al-Dīn Šīrāzī an
bereits bestehende Forschungen anknüpft und diese erweitern und vertiefen
will. Einem bisher wenig beachteten Themenfeld widmet sich wiederum Dr.
Sarah Kuehn (Universität Wien) mit ihrem Projekt „On Art, Aesthetics, and
Islamic Mysticism in German-speaking Countries: A Contemporary
Perspective“.

Eine ausführliche Projektbeschreibung aller AIWG-Forschungsfellows finden
Sie unter: https://aiwg.de/forschungsfellows/

Die wissenschaftlichen Ergebnisse aus den AIWG-Forschungsfellowships
werden der Forschungsgemeinschaft und der interessierten Öffentlichkeit im
kommenden Jahr durch verschiedene Formate zugänglich gemacht.

Über die AIWG
Die AIWG ist eine universitäre Plattform für Forschung und Transfer in
islamisch-theologischen Fach- und Gesellschaftsfragen. Sie ermöglicht
überregionale Kooperationen und Austausch zwischen Wissenschaftler_innen
der islamisch-theologischen Studien und benachbarter Fächer sowie
Akteur_innen aus der muslimischen Zivilgesellschaft und weiteren
gesellschaftlichen Bereichen. Die AIWG wird gefördert vom
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und durch die Stiftung
Mercator.

Über das AIWG-Forschungsfellowship
Das AIWG-Forschungsfellowship richtet sich an Postdocs und Professor_innen
aus den islamisch-theologischen Studien und relevanten Nachbardisziplinen
aus dem In- und Ausland, die sich intensiv einer spezifischen
Forschungsfrage zum Islam in Wissenschaft und Gesellschaft widmen möchten.
Die AIWG unterstützt mit dem Forschungsfellowship Projekte, die eine
besondere Relevanz für die Themen und Handlungsfelder der Akademie haben.
Fellowships können zur thematischen Breite der islamisch-theologischen
Studien sowie ihrer Anwendungs- und Transferbereiche vergeben werden.

  • Aufrufe: 14