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"Kriegsbedingt zerstört – wissenschaftlich rekonstruiert. Die Prussia–Sammlung aus dem Königsberger Schloss"

Die traditionelle Jahresvorlesung des Leibniz-Instituts für Geschichte und
Kultur des östlichen Europa (GWZO) in Leipzig nimmt sich in diesem Jahr
des Schicksals der Sammlungen des Prussia-Museums im Königsberger Schloss
an. Das Museum beherbergte einst die bedeutendsten Zeugnisse der Vor- und
Frühgeschichte Ostpreußens.

Der Verlust an kulturellem Erbe im Zuge des 2. Weltkriegs ist kaum zu
ermessen. Er erfasste alle Bereiche gesellschaftlichen Lebens, darunter
auch Museen und Archive. Ein besonders eindrückliches Beispiel vermittelt
das ehemalige Prussia-Museum in Königsberg, das 1944/45 weitgehend
zerstört wurde. Damit gingen auch seine archäologischen Sammlungen und
Archive unter, die nur in Teilen in Richtung Westen verlagert worden
waren. Diese gelangten zunächst über Umwege in den Keller der Akademie der
Wissenschaften der DDR in Berlin, um dann in den frühen 1990er Jahren
wieder offiziell und uneingeschränkt der Fachöffentlichkeit zur Verfügung
zu stehen. Der Vortrag beschreibt das dramatische Schicksal der
Königsberger Sammlung und gibt zugleich einen Einblick in die aktuellen
Arbeiten an ihrer Rekonstruktion in internationaler Kooperation, die auch
mit neuen archäologischen Feldforschungen verbunden sind.

Festredner des Abends ist Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim. Nach
Promotion und Habilitation an der Philipps-Universität Marburg war er
Mitarbeiter im Illerup-Projekt des Moesgård Forhistorisk Museum im
dänischen Århus. Seine Forschungen zu den Heeresausrüstungsopfern
Südskandinaviens und zur Römischen Kaiserzeit im nördlichen und östlichen
Europa sind inhaltlich und methodisch wegweisend. Er ist seit 2009
Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen,
bereits seit 1999 Direktor des Archäologischen Landesmuseums Schloss
Gottorf und Professor für Ur- und Frühgeschichte an der Christian-
Albrechts-Universität zu Kiel. Seit 2008 leitet er darüber hinaus das von
ihm gegründete Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie (ZBSA)
in Schleswig; von 2004 bis 2018 war er Direktor des Archäologischen
Landesamtes Schleswig-Holstein. 2017 wurde er von der dänischen Königin
Margrethe II. zum Ritter des Dannebrogordens ernannt. | https://schloss-
gottorf.de/

Zur jährlichen Oskar-Halecki-Vorlesung lädt das GWZO führende
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, aber auch Persönlichkeiten des
öffentlichen Lebens aus dem In- und Ausland ein, die zu einem mit der
Untersuchungsregion und dem Forschungsspektrum des Instituts verbundenen
aktuellen Thema referieren. Die Festvorträge werden anschließend
publiziert und im Open Access der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt,
um eine breite Rezeption und fortdauernde Diskussion anzustoßen.
Prominente Referenten waren etwa der ehemalige Bundesaußenminister Hans-
Dietrich Genscher, der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Hermann Parzinger und der führende Repräsentant der Solidarność-Bewegung
in Polen Karol Modzelewski. Im Jahr 2020 musste die GWZO-Jahresvorlesung
pandemiebedingt erstmals abgesagt werden, das geplante Programm wird nun
nachgeholt.

Das Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO)
in Leipzig erforscht in vergleichender Perspektive die historischen und
kulturellen Gegebenheiten im Raum zwischen Ostsee, Schwarzem Meer und
Adria vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart. Die am Institut tätigen
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler repräsentieren verschiedene
Disziplinen der Geisteswissenschaften, darunter Archäologie, Geschichte,
Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft. In seiner Forschungsarbeit
stützt sich das GWZO auf ein dichtes Netz an Kooperationsbeziehungen mit
Wissenschaftseinrichtungen in Europa und Übersee. | https://www.leibniz-
gwzo.de

Jahresvorlesung des GWZO/ Oskar-Halecki-Vorlesung 2021

“Kriegsbedingt zerstört – wissenschaftlich rekonstruiert. Die
Prussia–Sammlung aus dem Königsberger Schloss”
Prof. Dr. Claus von Carnap-Bornheim
(Leitender Direktor der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen
Schloss Gottorf)
Dienstag, 2. November 2021, 18 Uhr c.t.
Ort: Salles de Pologne, Hainstraße 16/18, 04109 Leipzig

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Grüne Elastomere: Fraunhofer LBF entwickelt neue Rezepturen mit natürlichen Inhaltsstoffen

Elastomere sind unentbehrliche und höchst innovative Werkstoffe. Durch
gezielte Compoundierung mit auserwählten Rohstoffen vollbringen sie
Höchstleistungen in zahlreichen Anwendungen der Mobilität, des
Maschinenbaus und vielen anderen Bereichen des täglichen Lebens. In
Zusammenhang mit der steigenden Verantwortung hinsichtlich
Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit ist es auch im Bereich der
Elastomere sinnvoll, deren Bestandteile aus nachwachsenden Rohstoffen
herzustellen. Dabei müssen die Eigenschaften der Produkte zuverlässig
erhalten bleiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer
LBF entwickeln neue Rezepturen damit Kautschuke, Füllstoffe und Vernetzer
»grüner« werden.

Das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit
LBF hat sich als Forschungsschwerpunkt auf die Herstellung neuartiger
Additive aus nachwachsenden Rohstoffen spezialisiert, die sowohl für
Elastomere als auch für Thermoplaste geeignet sind. Darüber hinaus
entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Darmstädter
Forschungsinstituts Polymere und Elastomere aus nachwachsenden Monomeren
sowie Vernetzer und Füllstoffe aus nachwachsenden Ressourcen. Damit lassen
sich Elastomer-Rezepturen bei gleichbleibenden Eigenschaftsprofilen
kosteneffizienter und »grüner« gestalten als herkömmliche
Elastomermischungen. Ziel dabei ist es, durch den Einsatz alternative
Ressourcen die Eigenschaften der Elastomere zu erhalten.

Potenzial von „grünen“ Elastomeren

Damit die Bestandteile der Elastomer-Produkte zukünftig umweltfreundlicher
werden, forcieren die Experten am Fraunhofer LBF ihre
Forschungsaktivitäten hinsichtlich der Entwicklung biobasierter
Elastomere, Additive und Füllstoffe und unterstützen so die
umweltschonende Produktentwicklung der chemischen und
kautschukverarbeitenden Industrie. Die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler untersuchen vorhandene, kundenspezifische Rezepturen,
entschlüsseln deren einzelne Bestandteile und bilden diese mit grünen
Komponenten nach. Auf diese Weise ersetzen sie beispielsweise
Standardfüllstoffe, wie Ruß aus Erdöl, umweltschonender durch Ruß aus
alten Reifen oder Asche von Reisschalen. Stoffe, die am Ende der
Wertschöpfungskette stehen finden so neue Verwendung. Traditionelle
Weichmacher werden durch Naturstoffe wie Butter oder Ölen ausgetauscht.
»Eine unserer Hauptkompetenzen liegt darin, Elastomere aus Bio-Rohstoffen
zu fertigen«, so Dr. Ali Golriz, der die Elastomertechnologie im
Fraunhofer LBF leitet, »unser Team ist spezialisiert auf nachhaltige
Formulierung und smarte Prozesssteuerung entlang allen Schritten der
Wertschöpfungskette«.

Hersteller von Elastomeren erhalten auf diese Weise neue Rezepturen, zum
Beispiel für Dichtungselemente, wo ein großer Teil der üblichen
Bestandteile durch natürliches Ausgangsmaterial ersetzt werden kann. Mit
den alternativen Elastomermischungen handeln Unternehmen proaktiv, sichern
sich Wettbewerbsvorteile aufgrund „grüner“ Produkte und minimieren ihr
Risiko, da im Falle etwaiger Verbote von umweltbelastenden Inhaltsstoffen
unverzüglich mit den neuen Rezepturen weiter produziert werden kann.

Praxisbezogener Austausch mit Experten

Im Rahmen eines Online-Seminars »Green Elastomer Compounds - quo vadis:
Die Zukunft der Elastomere« am 25. November 2021 informieren die
Fraunhofer-Forscher gemeinsam mit Industriepartnern in Praxis- und
Fachvorträgen über die Potenziale nachhaltiger Elastomercompounds. Das
Seminar richtet sich an Interessierte aus der chemischen Industrie, der
kautschukverarbeitenden Industrie. Hersteller von Elastomeren und an
Kunden und Partner der Kautschukindustrie (OEM, Automobilindustrie, Bau,
Maschinenbau etc.). Das Seminar ist kostenfrei.

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Strahlenschutz-Kompetenz in der Lausitz

Bundesamt für Strahlenschutz eröffnet den Standort Cottbus

Das neue Kompetenzzentrum Elektromagnetische Felder (KEMF) bezieht am 28.
Oktober 2021 offiziell seinen Standort in Cottbus im Beisein von
Vertreter*innen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und
nukleare Sicherheit (BMU) und der Landesregierung Brandenburg.

Strahlenschutz im Alltag mit Wissenschaft und Kommunikation
zusammenzubringen, ist die Aufgabe der Einrichtung, die dem Bundesamt für
Strahlenschutz (BfS) untersteht. Naturwissenschaftler*innen,
Sozialwissenschaftler*innen und Kommunikationsexpert*innen verschiedener
wissenschaftlicher Fachrichtungen erforschen dort mögliche Auswirkungen
elektromagnetischer Felder.

Zugleich ist das Kompetenzzentrum eine wichtige Anlaufstelle für die
Öffentlichkeit. Es soll gezielt und fachlich fundiert über
elektromagnetische Strahlung aufklären. Angesichts großer
gesellschaftlicher Herausforderungen wie der Energiewende und der
Digitalisierung ist das von besonderer Bedeutung. Gegründet wurde das KEMF
bereits am 5. Februar 2020.

Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Inge Paulini:
„Elektromagnetische Felder entstehen beim mobilen Telefonieren, der Arbeit
am Bildschirm, vielen weiteren digitalen Technologien, aber auch beim
Fahren im Elektroauto und an Stromleitungen. Der Bedarf der Bevölkerung an
verlässlichen Informationen zu elektromagnetischen Feldern ist groß. Dass
das Bundesamt für Strahlenschutz in Cottbus nun einen Standort hat, der
die Expertise für Forschung und Kommunikation in diesem Bereich bündelt,
unterstreicht die Bedeutung von Strahlenforschung als Zukunftsforschung.“

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium: „Im Bereich
Umwelt- und Gesundheitsschutz ist die Politik in besonderer Weise auf
wissenschaftliche Erkenntnisse angewiesen. Mit dem jetzt eröffneten
Kompetenzzentrum werden wir hier auch weiterhin
an der Spitze bleiben. Mir ist besonders wichtig, dass wir nicht nur die
wissenschaftlichen Erkenntnisse voranbringen, sondern auch die Vermittlung
an die Öffentlichkeit zum Schwerpunkt machen.“

Neuer Stellenwert für Wissenschafts- und Risikokommunikation
Nach derzeitigem Kenntnisstand der Wissenschaft sind bei Einhaltung der
geltenden Grenzwerte keine gesundheitsschädigenden Auswirkungen durch
elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder zu erwarten.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BfS arbeiten im Kompetenzzentrum
Elektromagnetische Felder daran, die verbliebenen wissenschaftlichen
Unsicherheiten immer weiter zu reduzieren und vorausschauend die
Entwicklung neuer, insbesondere auch digitaler, Technologien zu begleiten.

Der Standort Cottbus befindet sich in der Lausitz, einer traditionellen
Energieregion, die sich derzeit stark verändert und in Richtung
erneuerbarer Energien neu ausrichtet. Die Erforschung neuer Technologien
spielt dabei eine wichtige Rolle. Hier bringen sich das KEMF und das BfS
mit anderen regionalen Stakeholdern und wissenschaftlichen Institutionen
vor Ort, wie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-
Senftenberg (BTU), ein.

Dazu Jochen Flasbarth: „Es ist kein Zufall, dass das Kompetenzzentrum in
Cottbus angesiedelt wird. Ich habe mich dafür eingesetzt, dass in den
Regionen, die vom Strukturwandel betroffen sind, Neues aufgebaut wird.
Dazu werden die Behörden in unserem Geschäftsbereich beitragen. Das KEMF
in der Lausitz ist hier nur ein Beispiel, und ich bin mir sicher: Mitten
in diese Energieregion wird es bestens hineinpassen und mit weiteren
Akteuren in der Region gut zusammenarbeiten.“

Informationen für Öffentlichkeit und Kommunen
Die Gründung des KEMF geht auf Beschlüsse der Bundesregierung zurück,
sowohl den Stromnetz- als auch den Mobilfunkausbau durch intensivierte
Forschung und Kommunikation auch im Bereich Strahlenschutz begleiten zu
lassen. Die Ansiedlung in Cottbus soll dazu beitragen, die Neuausrichtung
der Energieregion Lausitz zu stärken.

Die Aufgaben der neuen Anlaufstelle umfassen zum einen die Bewertung der
Risiken neuer Technologien und die Entwicklung von Mess- und
Schutzkonzepten auf der Grundlage aktueller Forschung und zum anderen die
Kommunikation dazu. Ein Beispiel ist etwa die sogenannte Bürgermeister
*innen-Sprechstunde, die als Digitalformat Kommunalvertreter*innen und
Entscheidungsträger*innen aus dem ganzen Bundesgebiet offensteht. Die
Expert*innen des KEMF nehmen außerdem an Bürgerveranstaltungen zum
Stromnetzausbau oder zum Mobilfunk teil, auch im Rahmen der
Dialoginitiative der Bundesregierung „Deutschland spricht über 5G“.

Weitere Schwerpunkte der Kommunikation liegen auf Social Media und Online-
Dialogformaten. „Mit Blick auf Fehl- und Desinformationen im Bereich der
Online-Medien ist eine proaktive Risiko- und Wissenschaftskommunikation
für diese Zukunftsthemen entscheidend. Das KEMF wird deshalb die
Möglichkeiten der Digitalisierung kreativ nutzen, um die
Risikokommunikation in diesem Bereich weiterzuentwickeln“, sagt die
Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Inge Paulini.

Bundesamt für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bewerten
Strahlenrisiken, überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv
im radiologischen Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr,
darunter im medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette
Strahlung und strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und
Energiewende sind weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische
Bundesoberbehörde betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und
internationalen Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter
www.bfs.de.

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Photovoltaik-Ausbau in Gefahr: Wirtschaftlichkeit muss gesteigert werden

Photovoltaik-Dachanlagen bis 100 Kilowattpeak können aktuell nur mit
Eigenverbrauch wirtschaftlich betrieben werden. Wird der gesamte erzeugte
Strom ins Netz eingespeist, lohnt sich also die Investition in Solarzellen
nicht. Um einen finanziellen Anreiz für den Bau von Solaranlagen auf
Dächern ohne Eigenverbrauchsmöglichkeit zu bieten, müsste der
Vergütungssatz um etwa fünf Cent pro Kilowattstunde höher liegen. Zu
diesem Ergebnis kommt eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag des
Umweltbundesamtes.

Vergütung sinkt schnell, Kosten aber nur langsam
In den vergangenen Jahren ist die Einspeisevergütung von Solarstrom pro
Jahr um 15 Prozent gesunken. Die Kosten für den Aufbau und Betrieb von
Photovoltaik-Anlagen sind zwar ebenfalls geringer geworden, allerdings nur
um etwa zwei Prozent pro Jahr. Entwickeln sich Einspeisevergütung und
Anlagekosten künftig so weiter, wäre im kommenden Jahr der Betrieb von
Dachanlagen nicht mehr rentabel – auch wenn Eigenverbrauch genutzt werden
kann.

Dachflächen werden nicht komplett genutzt
Die Vergütungssituation führte auch schon in den vergangenen Jahren dazu,
dass private Dachanlagen nicht mit dem Ziel geplant wurden, die Dachfläche
optimal auszunutzen. Stattdessen wurde die Größe oft so bemessen, dass ein
möglichst hoher Anteil für den eigenen Strombedarf genutzt werden kann.
Das trägt dazu bei, dass die vorhandenen Dachflächen nicht komplett
ausgenutzt werden und kleinere Anlagen, mit im Verhältnis höheren Kosten,
realisiert werden.

Erneuerbare-Energien-Gesetz überarbeiten
Damit der Ausbau der Photovoltaik dazu beitragen kann, dass Deutschland
bis 2045 klimaneutral wird, muss das Erneuerbare-Energien-Gesetz
entsprechend überarbeitet werden. Der Fokus sollte nicht weiter auf der
Kostenbegrenzung liegen, sondern auf der Förderung des aus
Klimaschutzsicht notwendigen Ausbaus der Photovoltaik, so die
Wissenschaftler im Policy Brief zur Studie. Das wichtigste hierbei ist,
dass die Ziele für den Zubau deutlich vergrößert werden. Und für einen
großen Zubaubereich dürfen die Vergütungssätze nur moderat gemindert
werden, entsprechend dem Kostenrückgang der Photovoltaik-Anlagen.

Policy Brief „Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Dachanlagen in Gefahr“
des Öko-Instituts (https://www.oeko.de/fileadmin/oekodoc/Policy-
Brief_Oeko-Institut_Photovoltaik-Wirtschaftlichkeit.pdf)

Studie „Wirtschaftlichkeit von Photovoltaik-Dachanlagen: Eine
differenzierte Betrachtung von Volleinspeise- und Eigenverbrauchsanlagen“
des Öko-Instituts (https://www.oeko.de/publikationen/p-details
/wirtschaftlichkeit-von-photovoltaik-dachanlagen)

Studie „Untersuchung von Instrumenten und Maßnahmen zur Erschließung des
aus Klimaschutzsicht zusätzlich erforderlichen Erneuerbaren-Energien-
Ausbaus“ des Öko-Instituts (https://www.oeko.de/publikationen/p-details
/untersuchung-von-instrumenten-und-massnahmen-zur-erschliessung-des-aus-
klimaschutzsicht-zusaetzlich-erforderlichen-erneuerbaren-energien-ausbaus
)

Studie „Förderprogramm für Bürgerenergiegesellschaften in der
Vorentwicklungsphase“ des Öko-Instituts
(https://www.oeko.de/publikationen/p-details/foerderprogramm-fuer-
buergerenergiegesellschaften-in-der-vorentwicklungsphase
)

Das Öko-Institut ist eines der europaweit führenden, unabhängigen
Forschungs- und Beratungsinstitute für eine nachhaltige Zukunft. Seit der
Gründung im Jahr 1977 erarbeitet das Institut Grundlagen und Strategien,
wie die Vision einer nachhaltigen Entwicklung global, national und lokal
umgesetzt werden kann. Das Institut ist an den Standorten Freiburg,
Darmstadt und Berlin vertreten.
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