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Fachtag: Ermächtigende Beziehungen - Gute Beziehungen im Alter gestalten

Am 19.11.2021 findet der gemeinsame Fachtag der Stadt Freiburg,
der Waisenhausstiftung Freiburg, der Evangelischen Hochschule
und der Katholischen Hochschule Freiburg statt.

Die Frage nach der Gestaltung guter Beziehungen im Alter steht im
Mittelpunkt des
Fachtages am 19.11.2021 an der Katholischen Hochschule Freiburg. Gerade
die letzten zwei Jahre haben die Bedeutung sozialer Beziehungen
insbesondere für die Lebensqualität und das Wohlbefinden älterer Menschen
aufgezeigt. In Fachvorträgen und Workshops beleuchtet der Fachtag
unterschiedliche Facetten sozialer Beziehungen im Alter. Dabei geht es
sowohl um soziale Beziehungen in Quartieren, Möglichkeiten digitaler
Beziehungen älterer Menschen, um das Phänomen der Pflege auf Distanz,
sowie um Scham in Pflegebeziehungen. Insbesondere mit Akteuren der Praxis
soll diskutiert werden, wie aus diesen Beziehungen ermächtigende
Beziehungen gestaltet werden können.

Der Fachtag wird von Ulrich von Kirchbach, Erster Bürgermeister und
Prof.in Dr.
Stephanie Bohlen, Rektorin der Katholischen Hochschule Freiburg eröffnet.
Er wird gemeinsam veranstaltet von der Stadt Freiburg, der
Stiftungsverwaltung Freiburg sowie der Evangelischen und Katholischen
Hochschule. Die vier Veranstalter führen zweimal jährlich einen Fachtag
gemeinsam durch, der im Wechsel an den beiden
Hochschulen stattfindet.
Die Teilnahme am Fachtag ist kostenlos. Anmeldungen können per mail an
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. gerichtet werden.

Programm:
9:30 Uhr – Begrüßung mit Grußworten von
Prof.in Dr. Stephanie Bohlen, Rektorin der Katholischen Hochschule
Freiburg
Erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach

9:45 - 12:00 Uhr – Impulsvorträge:
Quartiere und Pflegeheime – Stärkung der Kontinuität von Beziehungen
Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, Prof.in Dr. Nadine Konopik, KH Freiburg
Unerhörte Scham in der Pflege – Pflegende in ihren Beziehungen zu Klienten
unterstützen
Prof. in Dr. Ursula Immenschuh, KH Freiburg
Digitale Beziehungen – Wie ältere Menschen in der virtuellen Welt Kontakte
pflegen
Prof. Dr. Michael Doh, KH Freiburg
Distance Caregiving – Chancen und Herausforderungen der Pflege auf Distanz
für Kommunikation, Beziehungen und die Gestaltung häuslicher
Pflegesettings
Prof.in Dr. Stefanie Engler, EH Freiburg

12:00 Uhr – Mittagspause

13:00 - 14:30 Uhr – Workshops (parallele Blöcke)
WS1: Pflege und Quartier -  Prof.in Dr. Ines Himmelsbach, Prof.in Dr.
Nadine Konopik, KH Freiburg
WS2: Pflegekräfte und Scham - Prof.in Dr. Ursula Immenschuh, KH Freiburg
WS3: Digitale Transformation und Beziehungen - Prof. Dr. Michael Doh, KH
Freiburg
WS4: Distance Caregiving - Prof.in Dr. Stefanie Engler, EH Freiburg
14:30 Uhr – Pause

15:00 Uhr – Podiumsgespräch: Beziehungen ermächtigen!
Podiumsteilnehmer*innen: Frau Anja Schwab, Seniorenbüro Stadt Freiburg;
Frau Martina Racki-Flieger, Stiftungsverwaltung Freiburg; Prof. Dr. Nadine
Konopik, KH Freiburg, Prof. Dr. Ursula Immenschuh, KH Freiburg, Prof. Dr.
Stefanie Engler, EH Freiburg

15:30 Uhr – Ende der Veranstaltung

Ort
Nach zwei Jahren kann der Fachtag wieder in Präsenz stattfinden.
Katholische Hochschule Freiburg, Campus I, Karlstraße 63, 79104 Freiburg,
Gebäude 1, Aula 1000

Hygienebestimmungen
-       3G-Kontrolle
-       Vor Ort sind die aktuellen Hygienemaßnahmen und der Mindestabstand
einzuhalten und es gilt Maskenpflicht (medizinische oder FFP2 Maske)

Katholische Hochschule Freiburg
Die Katholische Hochschule Freiburg ist Baden-Württembergs größte
Hochschule im
Bereich Sozial- und Gesundheitswesen. An der staatlich anerkannten
Hochschule studieren derzeit rund 2.000 Studierende in Studiengängen des
Sozial- und Gesundheitswesens sowie der Pastoral und des Managements. Der
Hochschule sind das Institut für Angewandte Forschung (IAF) sowie das
Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung (IWW) angegliedert. www.kh-
freiburg.de

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„Bleibt fit, macht mit!“ – Mit Bewegungshaltestellen neue Angebote für Kinder vor Ort schaffen

Neue, niedrigschwellige Bewegungsangebote für Kinder vor Ort schaffen –
das ist Ziel der Aktion „Bewegungshaltestellen“, die der Deutsche Turner-
Bund (DTB) und die Deutsche Turnerjugend (DTJ) gemeinsam mit der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt gestartet
haben. Die Aktion ermöglicht Turn- und Sportvereinen, in ihrem jeweiligen
Ort ein Bewegungsangebot für Kinder zu schaffen, das ohne großen Aufwand
umsetzbar ist. Unter dem Motto „Bleibt fit, macht mit!“ sollen nicht nur
die motorische Entwicklung, sondern auch die sozialen Kompetenzen von
Kindern gefördert werden.

Neue, niedrigschwellige Bewegungsangebote für Kinder vor Ort schaffen –
das ist Ziel der Aktion „Bewegungshaltestellen“, die der Deutsche Turner-
Bund (DTB) und die Deutsche Turnerjugend (DTJ) gemeinsam mit der
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) jetzt gestartet
haben. Die Aktion ermöglicht Turn- und Sportvereinen, in ihrem jeweiligen
Ort ein Bewegungsangebot für Kinder zu schaffen, das ohne großen Aufwand
umsetzbar ist. Unter dem Motto „Bleibt fit, macht mit!“ sollen nicht nur
die motorische Entwicklung, sondern auch die sozialen Kompetenzen von
Kindern gefördert werden.

Julia Schneider, Vorsitzende der Deutschen Turnerjugend: „Bewegung, als
eines der Grundbedürfnisse von Kindern, ist wichtig für ein ganzheitlich
und gesundes Aufwachsen. Sport und Bewegung sind somit die Grundlage für
weiterführende Fähigkeiten. Wie für das Erlernen von Mathematik oder
Fremdsprachen gibt es auch für das Erwerben von motorischen Fähigkeiten
ein optimales Lernalter. Vor allem Kinder haben in der Zeit der Corona-
Pandemie einen großen Teil dieser Phase für das Bewegungslernen verpasst.
Um dies auch nur annähernd aufzuholen, bedarf es zusätzlicher Programme
und mehr angeleitete Angebote in den Turnvereinen.“

Dr. Alfons Hölzl, Präsident des Deutschen Turner-Bundes: „Jedes Kind hat
gemäß UN-Kinderrechtskonvention nicht nur ein Recht auf Gleichheit,
Bildung und Schutz vor Gewalt, sondern auch auf Gesundheit, Spiel und
Freizeit. Die Bewegungshaltestellen sollen einen niederschwelligen
Einstieg darstellen, um mit einfachen Mitteln vielerorts Bewegungsangebote
für alle Kinder zu schaffen. Sie stellen eine von vielen notwendigen
Maßnahmen zur Re-Aktivierung von Kindern für das Kinderturnen dar.“

Prof. Dr. Martin Dietrich, Kommissarischer Direktor der Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung: „Für ein gesundes Aufwachsen von Kindern ist
die körperliche Fitness genauso wichtig wie die Förderung von
Lebenskompetenzen. Wenn Kinder in ihrer Freizeit sportlich aktiv sind,
können sie ihre eigenen Fähigkeiten testen, Neues wagen, einander helfen
und auf diese Weise Vertrauen und Anerkennung erfahren. Motorische und
körperliche Fitness sowie soziales Miteinander machen Kinder stark und
fördern die Persönlichkeitsentwicklung. Das schützt sie vor späteren
Gefährdungen durch Suchtmittel wie Tabak und Alkohol.“

Anmelden und Bewegungshaltestellen anbieten
DTB-Vereine, die sich an der Aktion beteiligen möchten, können sich unter
http://www.dtb.de/bewegungshaltestellen/anmeldung anmelden.
Die Bewegungshaltestellen laden zum sofortigen Mitmachen ein – unabhängig
von Kinderturnstunden, Material und Räumlichkeiten. Insgesamt gibt es zehn
Haltestellen, hinter denen sich je eine Bewegungsaufgabe verbirgt.
Angemeldete Vereine erhalten kostenlos zehn Schilder mit QR-Codes, die sie
vor Ort an geeigneten Stellen anbringen können. Der QR-Code führt direkt
zur Bewegungsaufgabe auf der Website kinderturnen.de. Auch
Nationalturnerin Sarah Voss – gleichzeitig Botschafterin der BZgA-
Mitmachinitiative „Kinder stark machen“ – ist mit zwei Clips aus der BZgA-
Videoreihe „Bewegungs-ABC“ bei den Bewegungshaltestellen vertreten.
Im Downloadbereich finden angemeldete Vereine außerdem eine Checkliste zu
Rechts- und Versicherungsfragen sowie Anleitungen zum Erstellen einer
Haltestellenroute.

Weitere Informationen zur Aktion: http://www.dtb.de/bewegungshaltestellen

Informationen zum Mitmach-Angebot der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung: http://www.kinderstarkmachen.de

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Wissenschaft zum Anfassen

Für die Energiewende im städtischen Raum setzt das Forschungsprojekt
MieterstromPlus! auf Dachflächen. Am 30. Oktober 2021 zu sehen auf der
Wissenschaftsmesse „Tabula rasa“ in der Urania Berlin.

Um die Energiewende im urbanen Raum voranzubringen, bietet sich die
Nutzung der Dachflächen von Mietshäusern zur Erzeugung von Solarenergie
an. Der umweltfreundlich erzeugte Mieterstrom wird Mieterinnen und Mietern
zu einem Preis angeboten, der mindestens zehn Prozent unter dem
ortsüblichen Grundversorgungstarif liegt.

Wissenschaftler*innen der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR
Berlin) und der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin)
haben in Zusammenarbeit mit Praxispartnern im Rahmen des
Forschungsprojekts „MieterstromPlus!“ neue Geschäftsmodelle und
Marketingstrategien entwickelt, Kombinationen von Zusatzdienstleistungen
zusammengestellt, um Solarstrom von eigenen Dächern für Abnehmerinnen und
Abnehmern attraktiv zu machen.

Vorgestellt wird das Ganze am 30. Oktober 2021 ab 14 Uhr auf der
Wissenschaftsmesse „Tabula rasa – Wissenschaft zum Anfassen“ in der Urania
Berlin. Der Eintritt ist frei.

„MieterstromPlus!“ gehört zu den 25 innovativsten und außergewöhnlichsten
Projekten, die eine Jury unter den zahlreichen Vorschlägen von Berliner
Nachwuchswissenschaftler*innen für die Ausstellung anlässlich der Kampagne
Wissensstadt Berlin 2021 und zum Auftakt der Berlin Science Week
ausgewählt hat. Das Institut für angewandte Forschung Berlin (IFAF)
fördert das Forschungsprojekt.

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin

Die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin ist mit über 11 500
Studierenden eine der großen Hochschulen für angewandte Wissenschaften –
mit ausgeprägtem Praxisbezug, intensiver und vielfältiger Forschung, hohen
Qualitätsstandards sowie einer starken internationalen Ausrichtung. Das
Studiengangsportfolio umfasst Wirtschafts-, Verwaltungs-, Rechts- und
Sicherheitsmanagement sowie Ingenieurwissenschaften in über 60
Studiengängen auf Bachelor-, Master- und MBA-Ebene. Die HWR Berlin
unterhält 195 aktive Partnerschaften mit Universitäten auf allen
Kontinenten und ist Mitglied im Hochschulverbund „UAS7 – Alliance for
Excellence“. Als eine von Deutschlands führenden Hochschulen bei der
internationalen Ausrichtung von BWL-Bachelorstudiengängen und im Dualen
Studium belegt die HWR Berlin Spitzenplätze in deutschlandweiten Rankings
und nimmt auch im Masterbereich vordere Plätze ein. Die HWR Berlin ist
einer der bedeutendsten und erfolgreichen Hochschulanbieter im
akademischen Weiterbildungsbereich und Gründungshochschule. Die HWR Berlin
unterstützt die Initiative der Hochschulrektorenkonferenz „Weltoffene
Hochschulen – Gegen Fremdenfeindlichkeit“.

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COP26 muss Ambitionssteigerung fördern und Umsetzung von Paris vorantreiben

Die Erwartungen des Wuppertal Instituts an die Klimakonferenz in Glasgow

Vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 findet in Glasgow die 26. UN-
Klimakonferenz statt. Bei diesen Verhandlungen, die aufgrund der Corona-
Pandemie um ein Jahr verschoben werden mussten, wird ein Schwerpunkt sein,
das detaillierte Regelwerk zum Pariser Klimaabkommen zu vervollständigen.
Dabei sollen unter anderem Vorgaben für die Nutzung marktbasierter
Instrumente verabschiedet werden. Zugleich stellt die Konferenz eine
wichtige Gelegenheit für die Vertragsstaaten dar, die Ambitionen ihrer
Klimaschutz-Bemühungen zu verstärken. Das Wuppertal Institut beobachtet
seit Beginn des UN-Klimaprozesses die laufenden Verhandlungen und
analysiert kontinuierlich deren Ergebnisse. Während verschiedener
Sideevents stellt es seine Forschung vor und diskutiert konkrete Wege für
die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

Wuppertal, 27. Oktober 2021: Unter dem Vorsitz Großbritanniens wird die
26. Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, kurz COP) der
Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework
Convention on Climate Change, UNFCCC) im schottischen Glasgow abgehalten.
Die diesjährige Klimakonferenz findet unter herausfordernden Bedingungen
statt: Nachdem die Konferenz Pandemie-bedingt um ein Jahr verschoben
werden musste, sind die Erwartungen hoch, dass sie konkrete Beschlüsse und
auch nachgebesserte Klimaschutzziele der Staaten hervorbringt. Im Lauf des
Jahres hat eine weltweite Serie von Extremwetterereignissen einmal mehr
die Dringlichkeit des Handelns unterstrichen. Zugleich stellt die
Durchführung der Klimakonferenz in Zeiten der Pandemie auch eine
organisatorische Herausforderung dar. So muss der gesundheitlichen
Sicherheit der rund 25.000 Teilnehmenden Sorge getragen werden ohne
hierdurch Vertreterinnen und Vertreter einzelner Staaten oder auch
zivilgesellschaftliche Akteure von der Teilnahme auszuschließen. Denn die
jährlich stattfindenden Klimakonferenzen sind eine wichtige Gelegenheit,
die Dringlichkeit klimapolitischen Handelns zu betonen und die Umsetzung
des Übereinkommens von Paris voranzutreiben.

Steigerung der Ambition im Klimaschutz

Mit Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens hat sich die internationale
Gemeinschaft 2015 zum Ziel gesetzt, den Anstieg der globalen
Durchschnittstemperatur seit Beginn der Industrialisierung auf deutlich
unter 2 Grad Celsius zu begrenzen und will die Erwärmung sogar auf unter
1,5 Grad Celsius begrenzen. Allerdings reichen die bisher gemachten
Zusagen der Vertragsstaaten, die nationalen festgelegten Beiträge
(Nationally Determined Contributions, NDCs) – nicht aus, um die 1,5-Grad-
Obergrenze einzuhalten – wenngleich einige Staaten bereits neue oder
überarbeitete Beiträge vorgelegt haben. Es bleibt abzuwarten, ob weitere
nachgebesserte NDCs während der Klimakonferenz eingereicht werden. Neben
nachgebesserten NDCs sollten jene Länder, die dies noch nicht getan haben,
ihre Langfriststrategien für eine emissionsarme Entwicklung vorlegen. Von
den Industriestaaten werden zudem weitergehende Zusagen für die
Bereitstellung von Finanzmitteln erwartet, auf die insbesondere die
ärmsten Länder bei der Verstärkung ihrer Klimaschutzanstrengungen
angewiesen sind.

„Von Glasgow muss ein klares Signal für eine Steigerung der Ambitionen
ausgehen und die Dekade der Umsetzung eingeleitet werden“, betont Prof.
Dr.-Ing. Manfred Fischedick, wissenschaftlicher Geschäftsführer des
Wuppertal Instituts, und ergänzt: „Die Staaten müssen jetzt ihre
Klimaschutzziele in Einklang mit der 1,5-Grad-Obergrenze bringen und die
bestehende Ambitionslücke bis 2030 schließen. Das Übereinkommen von Paris
macht Anpassungen möglich: Die Vertragsstaaten können jederzeit
nachgebesserte NDCs an die UNFCCC übermitteln. Zugleich muss die Umsetzung
der bereits beschlossenen Minderungspläne beschleunigt werden. Nur so
bleibt die Einhaltung der 1,5-Grad-Obergrenze noch in Reichweite.“

Lücken im Regelwerk von Paris

Ein Schwerpunkt der Verhandlungen in Glasgow wird sein, das detaillierte
Regelwerk zum Pariser Abkommen zu vervollständigen. Regeln zu den meisten
Aspekten des Abkommens konnten bereits auf der Klimakonferenz im
polnischen Katowice im Jahr 2018 verabschiedet werden. Offen geblieben ist
allerdings die Ausgestaltung der Kooperationsmechanismen unter Artikel 6
des Abkommens. Diese Mechanismen sollen es den Staaten erlauben, bei der
Umsetzung ihrer Beiträge zusammenzuarbeiten und Emissionsminderungen zu
transferieren. Auch ein einheitlicher Zeitrahmen für die nationalen
Klimaschutzbeiträge sowie Details, wie die Staaten, über deren Umsetzung
innerhalb des neuen Transparenzrahmens berichten sollen, müssen noch
vereinbart werden. Auf der letzten Klimakonferenz in Madrid im Jahr 2019
gelang es den Vertragsstaaten nicht, hier klare Regeln zu verabschieden.
Da diese Vorgaben für die vollständige Umsetzung des Abkommens jedoch von
großer Bedeutung sind, wird das Schließen dieser Lücken im Mittelpunkt der
Verhandlungen von Glasgow stehen.

„Die Regeln der unter Artikel 6 des Pariser Abkommens angelegten
Kooperationsmechanismen sind von entscheidender Bedeutung“, betont
Wolfgang Obergassel, Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale
Klimapolitik am Wuppertal Institut. „Die Vorgaben für Artikel 6 müssen
sicherstellen, dass die Nutzung der Kooperationsmechanismen tatsächlich zu
zusätzlichem Klimaschutz führt und zu einer Ambitionssteigerung beitragen
kann“, sagt Obergassel. Eine reine Verschiebung von Minderungen von einem
Land in ein anderes sei nicht ausreichend. Und auch mögliche
Schlupflöcher, die die Umwelt-Integrität des Übereinkommens von Paris
untergraben könnten, müssten geschlossen werden: „Die Doppelzählung von
Emissionsminderungen muss vermieden werden. Durch Festlegung robuster
Regeln kann verhindert werden, dass ein und dieselbe Minderung mehrmals
angerechnet wird – einmal durch den Staat, in dem die konkreten
Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden, und einmal durch den ausländischen
Investor. Auch muss sichergestellt werden, dass nur Maßnahmen gefördert
werden, die einen zusätzlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und darüber
hinaus positive ökologische und soziale Nachhaltigkeitsbeiträge liefern”,
ergänzt der Wissenschaftler.

Das Wuppertal Institut setzt mit Sideevents wichtige Impulse

Das Wuppertal Institut führt auf der COP26 eine Reihe von Sideevents
durch, um seine Forschungsarbeiten vorzustellen und Diskussionen mit
Delegierten und Praxispartnern anzuregen. Die Sideevents reflektieren
Themen, die in Glasgow verhandelt werden, wie die Ausgestaltung der Regeln
zu den marktbasierten Instrumenten unter Artikel 6. Daneben steht im Fokus
der Diskussionen, wie Klimaschutzmaßnahmen sozial gerecht ausgestaltet
werden können und wie der Übergang in eine kohlenstofffreie Wirtschaft
unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten gelingen kann.

Analyse der Konferenz-Ergebnisse

Das Wuppertal Institut veröffentlicht kurz nach Abschluss der Konferenz
eine erste Bewertung der Ergebnisse. Ein ausführlicher Analysebericht
folgt Anfang 2022. Weitere Informationen zur COP26 und den Sideevents sind
in den nachfolgenden Links zu finden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Wolfgang Obergassel, Co-Leiter des Forschungsbereichs Internationale
Klimapolitik: https://wupperinst.org/c/wi/c/s/cd/93

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