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11. Brandenburger Sensornetztag am IHP

Wasser, eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen auf der Erde, wird das
Thema des 11. Brandenburger Sensornetztages sein. Am 25. November 2021
werden in verschiedenen Vorträgen sowie Diskussionsrunden Lösungsansätze
zum nachhaltigen Wassermanagement aus aktuellen Forschungsarbeiten und
zukunftsorientierten Technologien präsentiert. Die Veranstaltung richtet
sich an regionale Firmen, Kommunen, Wirtschaftseinrichtungen und
Forschende. Interessierte können sich ab sofort online registrieren.

Das diesjährige Thema „Smarte Lösungen für ein nachhaltiges
Wassermanagement“ besteht aus diversen Teilaspekten. Von der
Qualitätsprüfung des sauberen Trinkwassers über eine gesicherte und für
Cyberangriffe resiliente Wasserversorgung, zur effizienten
Regenwassernutzung, zur der Vermeidung übertrockneter und
waldbrandgefährdeter Böden, zum Hochwasserschutz durch Überschwämmungs-
und Starkregensimulationen bis zur effizienten Abwasserreinigung reicht
die Spannweite.

In vielen Bereichen ist der Einsatz von Sensoren vorangeschritten. Sie
sammeln Daten, überwachen Prozesse und regulieren die Ressource Wasser. In
anderen Bereich fehlen Sensoren und Sensordaten und bergen dadurch
ungenutztes Potential in den obigen Beispielen. Durch den Klimawandel
verschärfen sich die gesellschaftlichen Probleme aufgrund von
Wasserknappheit und Naturkatastrophen. „Das IHP ist erfreut, erneut
Gastgeber dieses regionalen Austausches zu sein“, sagt Prof. Dr. Peter
Langendörfer, IHP-Abteilungsleiter „Drahtlose Systeme“. „Insbesondere in
Zeiten des Klimawandels hat das Thema Wasser eine ganz besondere
Bedeutung, der wir mit diesem Sensornetztag Rechnung tragen wollen.“

Der Sensornetztag wird die Teilnehmenden sensibilisieren, aktuelle
Probleme und mögliche Lösungsansätze aufzeigen und Raum für Vernetzung
bieten. Das IHP wird bei der Organisation von der Wirtschaftsförderung
Land Brandenburg GmbH (WFBB), der IHK Ostbrandenburg, dem ICOB und der
Stadt Frankfurt (Oder)  unterstützt. Zur Eröffnung um 13:45 Uhr wird der
Bürgermeister der Stadt Frankfurt (Oder), Claus Junghanns, erwartet.

Die Anmeldung zur Veranstaltung ist über das Online-Formular auf www.ihp-
microelectronics.com/snt2021 vorzunehmen. Für die Präsenzteilnahme stehen
im IHP 30 Plätze zur Verfügung, der Zutritt ist unter Einhaltung der 3G-
Regel möglich. Kostenlose Schnelltests sind am Empfang des IHP zur
selbstständigen Durchführung verfügbar.

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Traditionen im Wandel von der Antike bis heute

Öffentliche Ringvorlesung „Tradition(en)“ eröffnet Themenjahr des
Exzellenzclusters –Themen von altägyptischen Göttern über Tradition und
Innovation in der arabischen Literatur bis zur Weitergabe religiöser
Traditionen in Familien heute – Vorträge aus Philosophie, Theologie,
Rechtswissenschaft und Soziologie, Ägyptologie, Arabistik und Romanistik –
Teilnahme vor Ort oder per Zoom

Zum Auftakt des neuen Themenjahres „Tradition(en)“ am Exzellenzcluster
„Religion und Politik“ beleuchtet eine gleichnamige Ringvorlesung die
Entstehung, Überlieferung und den Wandel von Traditionen in Religionen,
Recht und Literatur. „In sieben Vorträgen entsteht ein Panorama von der
Antike bis in die Gegenwart, das am Beispiel verschiedener Traditionen die
Bedeutung von Überlieferungsprozessen zeigt und das Zusammenwirken
unterschiedlicher Akteure bei Tradierungsprozessen untersucht“, erläutern
die Judaistin Prof. Dr. Regina Grundmann und der katholische Theologe
Prof. Dr. Michael Seewald. Die Reihe beginnt am Dienstag, 2. November, mit
einem Vortrag des Rechtshistorikers Prof. Dr. Nils Jansen, der auch der
Sprecher des Exzellenzclusters ist. Nils Jansen spricht zum Thema „Das
Recht und seine Vernunft. Aus der Geschichte universeller Gerechtigkeit“.
Interessierte können vor Ort mit 3G-Nachweis oder nach Anmeldung per Zoom
teilnehmen.

Die thematische Bandbreite der Vorträge reicht vom altägyptischen Gott
Amun bis zur Weitergabe religiöser Traditionen in Familien heute.
„Traditionen werden in Debatten um Gleichberechtigung, Identität oder
Religion oft als statisch dargestellt, sind bei genauer wissenschaftlicher
Betrachtung aber ständigem Wandel ausgesetzt. Sie wurden und werden, je
nach den Interessen ihrer Trägergruppe, verändert, neu interpretiert,
umgeformt, verschwiegen, verschleiert oder gar erfunden“, erläutern Regina
Grundmann und Michael Seewald. Die Vortragsabende der Ringvorlesung
beleuchten dieses Phänomen aus vielfältigen Perspektiven, etwa mit Blick
auf das Verhältnis von Tradition und Innovation in der arabischen
Literaturwissenschaft, von Tradition und Avantgarde in der französischen
Literatur, von Tradition und Legitimation am Beispiel liturgischer Fragen
oder von Tradition und Erkenntnis in der Philosophie.

Zu Wort kommen Mitglieder des Exzellenzclusters und der Universität
Münster aus der Katholischen Theologie, der Philosophie, der Ägyptologie,
der Arabistik, den Rechtswissenschaften, der Romanischen Philologie und
der Soziologie. „Bei der wissenschaftlichen Beschäftigung mit
Tradition(en) lassen sich mindestens drei Aspekte unterscheiden: erstens
der Vorgang der Weitergabe oder der Akt der Überlieferung (‚Tradition‘),
zweitens die Sachgehalte oder die Praktiken des Überlieferten
(‚Traditionen‘) und drittens die Akteure oder die Trägergruppen der
Überlieferung (‚Tradenten‘ und Rezipienten sowie ihr Verhältnis
untereinander)“, so Regina Grundmann und Michael Seewald. Die
Ringvorlesung „Tradition(en)“ befasst sich mit Fallbeispielen aus
verschiedenen Epochen, die die genannten drei Aspekte in unterschiedlicher
Weise beleuchten.

Zweites Themenjahr „Tradition(en)“

Das zweite Themenjahr des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ trägt
den Titel „Tradition(en)“. Im Jahresprogramm 2021/22, das viele
Veranstaltungen und Medienformate umfasst, erörtern Cluster-Mitglieder mit
Gästen aus Wissenschaft und Kunst die Entstehung und den Wandel von
Traditionen sowie den Prozess der Überlieferung, seiner Konzeptualisierung
in verschiedenen Disziplinen und seiner Bedeutung zum Verständnis von
Religionen. Gefragt wird auch, inwiefern Kritik, Umschrift und
Neuaneignung von Traditionen die Innovation im religiösen Feld befördern.

Das Jahresprogramm geht weiter mit der Gesprächsreihe „Tradition(en):
interdisziplinär und transepochal“, in der im Sommersemester 2022
Forschende der Philosophie, Soziologie, Evangelischen Theologie sowie der
Rechts- und Geschichtswissenschaften miteinander ins Gespräch treten. Die
Ergebnisse eines internationalen Forschungsvorhabens zur Weitergabe
religiöser Traditionen in Familien Europas und Kanadas, gefördert von der
John Templeton Foundation, werden im Kontext des Themenjahres öffentlich
vorgestellt. Erwartet werden Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk
und die Arabistin Prof. Dr. Sarah Stroumsa von der Hebrew University in
Jerusalem als Hans-Blumenberg-Gastprofessorin. (sca/vvm)

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100 Jahre Stern-Gerlach-Experiment

Ein Physikkonkret der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) erinnert
an eines der bedeutendsten Experimente der Quantenphysik.

Bad Honnef, 27. Oktober 2021 – Kaum ein Physikexperiment der vergangenen
200 Jahre hat einen so großen Einfluss auf die Wissenschaften gehabt, wie
das Stern-Gerlach-Experiment.

Mit der von Otto Stern entwickelten Molekularstrahlmethode gelang es ihm
und Walther Gerlach 1922 ein Messgerät zu bauen, mit dem sie das Innere
von Atomen und später mit einer verbesserten Version sogar deren Kerne
untersuchen und zeigen konnten, dass sich die Bausteine der Atome nicht
nach den Gesetzen der klassischen Physik verhalten. Diese Entdeckung wurde
1943 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet. In der Folge fußten um die
45 weitere Nobelpreise für Physik oder Chemie auf diesen Erkenntnissen –
darunter Nobelpreise für das Kernspinresonanzverfahren, für die
Entwicklung des Lasers sowie für die Atomuhr, die heute alles etablierte
Techniken sind und die Grundlage aller Präzisionsmessungen bilden.

Dieser Errungenschaft ist das aktuelle Physikkonkret der Deutschen
Physikalischen Gesellschaft (DPG) gewidmet. Es ist der Auftakt zu
entsprechend würdigen Feierlichkeiten der DPG im nächsten Jahr zum
Gedenken an dieses bahnbrechende Experiment.

--
Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis
in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit rund
55.000 Mitgliedern auch mitgliederstärkste physikalische Fachgesellschaft
der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen
Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und
Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen
Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen.
Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen
Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am
Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website:
https://www.dpg-physik.de

Originalpublikation:
https://www.dpg-
physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/physikkonkret/pix/59
-2021_pk_stern-gerlach.pdf

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Festliche Eröffnung des Buber-Rosenzweig-Instituts an der Goethe- Universität

Die israelische Historikerin Yfaat Weiss hält die diesjährige Martin-
Buber-Vorlesung für jüdische Geistesgeschichte und Philosophie

Die Erforschung des Judentums in Moderne und Gegenwart steht im Fokus des
neu gegründeten Buber-Rosenzweig-Instituts an der Goethe-Universität. Mit
einer Festveranstaltung und einem Vortrag wird das Institut am morgigen
Donnerstag eröffnet.

Mit einem Vortrag der Historikerin Yfaat Weiss und einer Festveranstaltung
wird das neu gegründete Buber-Rosenzweig-Institut für jüdische
Geistesgeschichte der Moderne und Gegenwart
am Donnerstag, 28. Oktober 2021, um 20 Uhr
im Casino-Festsaal am Campus Westend
eröffnet. Das Institut, das sich der Erforschung des Judentums in Moderne
und Gegenwart widmen wird, fasst zahlreiche und in großem Umfang
drittmittelgeförderte Projekte zusammen und trägt so weiter zur
Verstetigung dieses Forschungsbereichs an der Goethe-Universität bei. Es
trägt die Namen zweier jüdischer Intellektueller des 20. Jahrhunderts,
Martin Buber und Franz Rosenzweig, beide bedeutende Persönlichkeiten der
Frankfurter Universität in den 1920er und 1930er Jahren und der „jüdischen
Renaissance“ in der Weimarer Republik, beide federführend am Frankfurter
Freien Jüdischen Lehrhaus beteiligt und miteinander im intensiven Gespräch
über ihr gemeinsames Projekt der „Verdeutschung“ der Hebräischen Bibel.
Das von Prof. Dr. Christian Wiese geleitete Institut ist ursprünglich
hervorgegangen aus einer von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
gestifteten Gastprofessur für jüdische Religionsphilosophie, die Martin
Buber gewidmet war und die durch den Stelleninhaber Prof. Christian Wiese
kontinuierlich ausgebaut worden ist.
Den Festvortrag bei der Eröffnungsfeier, die Martin-Buber-Vorlesung für
jüdische Geistesgeschichte und Philosophie 2021, hält die Historikerin
Prof. Dr. Yfaat Weiss, Direktorin des Leibniz-Instituts für jüdische
Geschichte und Kultur in Leipzig und Professorin für jüdische Geschichte
an der Hebräischen Universität Jerusalem. Weiss spricht zum Thema
„Exiliert und belagert: Jerusalemer Gelehrte 1948“ und wird dabei auf die
Debatten eingehen, die Intellektuelle der Hebräischen Universität
Jerusalem nach dem Ende der Naziherrschaft führten. Viele von ihnen waren
vor dem Zweiten Weltkrieg aus Mitteleuropa nach Palästina emigriert. Bei
den Debatten spielten auch der israelisch-arabische Krieg von 1948 sowie
die Neuordnung Europas und der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg eine
wichtige Rolle.
Die Veranstaltung, bei der auch Grußworte von Wissenschaftsministerin
Angela Dorn, Unipräsident Prof. Enrico Schlei¬ff, Dekan Prof. David
Käbisch, Prof. Doron Kiesel vom Zentralrat der Juden in Deutschland, Prof.
Kerstin Schoor von der Europa-Universität Viadrina Frankfurt/Oder und
Prof. Benjamin Pollock von der Hebräischen Universität Jerusalem zu hören
sein werden, wird auch live übertragen auf dem YouTube-Kanal der Martin-
Buber-Professur: https://www.youtube.com/watch?v=2iOtwocPVwk

Im Anhang finden Sie das ausführliche Programm. Der Abend wird musikalisch
begleitet von Roman Kuperschmidt und Ensemble. Im Anschluss an den Vortrag
findet ein Empfang statt.

Medienvertreter können sich noch bei PD Dr. Stefan Vogt, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
frankfurt.de. Für den Besuch gilt die 2G-Regel.
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