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Naturbasierter Klimaschutz und Biodiversitätspolitik müssen Leitlinien der Bundespolitik werden

Anlässlich der 15. Weltbiodiversitätskonferenz (COP15) in Kunming, China,
und rechtzeitig vor Beginn der Koalitionsverhandlungen in Deutschland legt
das Wissensnetzwerk SDSN Germany ein „Orientierungspapier“ zu Fragen des
Natur- und Biodiversitätsschutzes in Deutschland vor. Die
Handlungsempfehlungen für die neue Bundesregierung wurden von namhaften
wissenschaftlichen Expert*innen verfasst. Sie beziehen sich auf Ökosysteme
wie Wälder, Moore und Meere sowie auf Fragen der Finanzierung und
Organisation von Naturschutz. Die Autor*innen zeigen auf, wo der größte
Handlungsbedarf besteht und wie die massiven Umsetzungslücken zu schließen
sind.
Zu den Kernforderungen des Papiers von SDSN Germany gehört, Natur- und
Klimaschutz als gemeinsames Leitbild allen politischen Handelns zu machen.
Die Potenziale der Natur, Treibhausgase zu absorbieren, müssen dringend
erhalten und ausgebaut werden. Darüber hinaus soll die nächste
Bundesregierung eine gesetzliche Grundlage für den Biodiversitätsschutz
schaffen und die massiven finanziellen und personellen Lücken beim
Naturschutz schließen. Unter den Handlungsempfehlungen finden sich auch
eine Grundgesetzänderung zur gemeinsamen Erfüllung deutscher, europäischer
und internationaler Naturschutzziele durch Bund und Länder; die
verpflichtende ökosystemgerechte Waldbewirtschaftung; und eine nationale
Moorschutzstrategie mit ambitionierten Zielsetzungen.
Die Geschäftsführerin von SDSN Germany, Dr. Sabrina Schulz, unterstreicht:
„Klimaschutz ist ohne Schutz der biologischen Vielfalt nicht denkbar.
Deshalb muss die Weltnaturschutzkonferenz in Kunming ein Jahrzehnt für die
Wiederherstellung der biologischen Vielfalt einleiten. Auch deshalb müssen
30 Prozent der Ökosysteme weltweit, sowohl an Land als auch in den Meeren,
unter effektiven Schutz gestellt werden. Auch in Deutschland ist
Klimaschutz ohne gesunde Ökosysteme nicht denkbar. Deswegen muss auch die
neue Bundesregierung eine Dekade der Renaturierung einleiten und
vorhandene Förderinstrumente entsprechend neu ausrichten.“

Über das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) Germany)
Das vom Bundesumweltministerium finanzierte Sustainable Development
Solutions Network (SDSN) Germany fördert das Engagement für nachhaltige
Entwicklung in Deutschland, auf europäischer und internationaler Ebene. Es
führt Erkenntnisse von führenden deutschen wissenschaftlichen
Organisationen, aus der Zivilgesellschaft (science-society-policy-
interface) sowie der Wirtschaft zusammen und entwickelt Lösungsansätze für
die effektive Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
(Sustainable Development Goals, SDGs) und des Pariser Klimaabkommens. Ziel
ist eine unabhängige, wissensbasierte Politikberatung, die alle
Dimensionen der Nachhaltigkeit abdeckt.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Dr. Sabrina Schulz, Geschäftsführende Direktorin SDSN Germany
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Mob.: 01578/6867370

Originalpublikation:
https://www.die-gdi.de/fileadmin/user_upload/pdfs/projekt/SDSNGermany-
Projekte/20211015_Pressemitteilung_Biodiversitaet.pdf

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Neue S2k-Leitlinie 025-036 "Bewegungsförderung und Bewegungstherapie in der pädiatrischen Onkologie" ist online

Die Leitlinie "Bewegungsförderung und Bewegungstherapie in der
pädiatrischen Onkologie" legt die Relevanz, die Machbarkeit und die
konkrete Umsetzung von allgemeiner Bewegungsförderung und spezifischer
Bewegungstherapie für Kinder und Jugendliche in allen Phasen einer
onkologischen Therapie dar. Der Schwerpunkt liegt auf dem
Versorgungssektor der Akutkliniken.

Die Leitlinie richtet sich insbesondere an alle Behandler*innen im
interdisziplinären Team, an Entscheidungsträger*innen in Kliniken und
Krankenkassen sowie Betroffene selbst. Sie beschreibt in ihren 11
Empfehlungen zunächst die Rahmenbedingungen, die zur Durchführung der
Bewegungsförderung und Bewegungstherapie in der pädiatrischen Onkologie
empfohlen werden. Weitere Empfehlungen beziehen sich auf die Relevanz der
Implementierung von Bewegungsförderung und Bewegungstherapie,
thematisieren die inhaltliche Gestaltung von Bewegungsangeboten und den
Umgang mit Bewegungsbarrieren, beschreiben relative Kontraindikationen und
den Einsatz spezieller Trainingsbelastungen bei therapiebedingten Spät-
und Langzeitfolgen.

Die Leitlinie ist unter
https://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/025-036.html einzusehen.

Die Beteiligte Fachgesellschaften sind: Arbeitsgemeinschaft Supportive
Maßnahmen der Onkologie in der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. (AGSMO),
Arbeitsgemeinschaft Internistische Onkologie in der Deutschen
Krebsgesellschaft e. V. (AIO), Deutsche Gesellschaft für Kinder- und
Jugendmedizin e.V. (DGKJ), Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und
Unfallchirurgie (DGOU), Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und
Jugendmedizin e.V. (DGSPJ), Deutsche Vereinigung für Sportwissenschaft
e.V. (dvs), Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V.
(DVGS), Gesellschaft für Neuropädiatrie (GNP), Gesellschaft für
Pädiatrische Sportmedizin (GPS), Psychosoziale Arbeitsgemeinschaft in der
Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (PSAPOH)

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Start der Veranstaltungsreihe „Крах [krach] 1991. Der Zerfall der Sowjetunion und seine Folgen“

Was jahrzehntelang undenkbar schien, wurde vor 30 Jahren Realität: das
Ende der UdSSR. Was waren die Ursachen? Was die Konsequenzen? Solchen
Fragen geht die Veranstaltungsreihe „Крах [krach] 1991. Der Zerfall der
Sowjetunion und seine Folgen“ nach. Zum Auftakt gibt es am Sonntag, 24.
Oktober, ein Gespräch mit dem Schriftsteller Wladimir Kaminer und der
Historikerin Juliane Fürst. Es folgen eine Fotoausstellung,
Filmvorführungen und Diskussionsrunden. Die Reihe ist in Berlin, Bremen,
Regensburg und online besuchbar. Veranstalter sind vier renommierte
Einrichtungen aus den Bereichen europäische Zeitgeschichte und
Osteuropaforschung.

Gemeinsame Pressemitteilung von Leibniz-Institut für Ost- und
Südosteuropaforschung, Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde,
Forschungsstelle Osteuropa und Leibniz-Zentrum für Zeithistorische
Forschung Potsdam

Berlin/Bremen/Potsdam/Regensburg. Vor 30 Jahren verschwand die Sowjetunion
beinahe über Nacht von der Landkarte. Die Reihe „Крах [krach] 1991“
(„Крах“ ist russisch und bedeutet „Zusammenbruch“) nimmt dieses
welthistorische Ereignis aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick:
Renommierte Historiker*innen und frühere UdSSR-Korrespondent*innen
diskutieren, wie die Geschehnisse 1991 das Denken über die Geschichte der
Region beeinflusst haben. Eine virtuelle Ausstellung privater Fotografien
vermittelt Eindrücke der Umbruchszeit. Ergänzend gibt es die Vorführung
des Films „Taxi Blues“ (UdSSR, 1990), der in Cannes die Goldene Palme
gewann, sowie eine Präsentation der Graphic Novel „Soviet Daughter“ über
ein außergewöhnliches Leben, das eng mit der sowjetischen Geschichte
verknüpft ist. Den Auftakt macht ein Gespräch über die sowjetische Jugend
und Subkulturen mit dem Schriftsteller Wladimir Kaminer und der
Historikerin Juliane Fürst.

Die Reihe findet in der Zeit vom 24. Oktober bis 16. Dezember 2021 statt.
Sie richtet sich an eine breite Öffentlichkeit. Die Veranstaltungen in
Berlin, Bremen und Regensburg sind – mit Ausnahme der Filmvorführungen –
kostenlos besuchbar und auch online zugänglich. Veranstalter sind die
Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (Berlin), die Forschungsstelle
Osteuropa (Bremen), das Leibniz-Institut für Ost- und
Südosteuropaforschung (Regensburg) und das Leibniz-Zentrum für
Zeithistorische Forschung (Potsdam).

Alle Informationen und Zugangsdaten unter: www.Krach-1991.de

Die Veranstaltungen im Einzelnen:

• 24.10.2021, 12 Uhr: „Ist es leicht, jung zu sein?“ Ein Gespräch mit
Wladimir Kaminer und Juliane Fürst über die sowjetische Jugend, die
Perestroika und das Ende der Sowjetunion. Hansa-Bibliothek, Berlin, und
online.

• 2.11.2021, 18:15 Uhr: „Soviet Daughter – A Graphic Revolution“.
Buchpräsentation mit Julia Alekseyeva (Veranstaltungssprache: Englisch).
Online.

• 11.11.2021, 18 Uhr: „Live und direkt – Nachrichten aus dem Untergang.
Ehemalige UdSSR-Korrespondent*innen erinnern sich“. Mit: Elfie Siegl (RIAS
Berlin), Katja Gloger (Stern), Uwe Peter (Tribüne, Ost-Berlin). Online.

• 1.12.2021, 18 Uhr: „Das Ende der Sowjetunion und der Neubeginn der
Geschichte. Historiker*innen als Zeitzeug*innen“. Mit: Bianka Pietrow-
Ennker (Konstanz), Karl Schlögel (Berlin), Gerhard Simon (Köln), Irina
Scherbakowa (Moskau). Online.

• 6.12.2021, 18 Uhr: Film „Taxi Blues“ (OmU), Einführung: Elias Angele
(Bremen). Kino „City 46“ (Bremen).

• 8.12.2021, 19 Uhr: Film „Taxi Blues“ (OmU), Einführung: Katharina Kucher
(Regensburg). Ostentorkino (Regensburg).

• 16.12.2021, 18 Uhr: „Dreißig Jahre später“: Vernissage der virtuellen
Fotoausstellung mit privaten Bilderinnerungen an das Ende der Sowjetunion.
Einführung: Christine Bartlitz (Potsdam). Online.

Medienpartner der Reihe ist die Plattform dekoder.org. Zu den weiteren
Kooperationspartnern gehören das FilmFestival Cottbus, EuropaPunktBremen
und die Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien, Regensburg.

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ehs in Zuwendungsprogramm für „Community Health Nursing“-Studierende aufgenommen

Zum Wintersemester 2021/2022 wurde die Evangelische Hochschule Dresden
(ehs) in das Zuwendungsprogramm für Studierende im Community Health
Nursing-Masterprogramm der Robert Bosch Stiftung aufgenommen. Damit können
sich Studierende dieses Studienganges um Zuwendungen in Höhe von bis zu
4.000 € für Veranstaltungsteilnahmen, die Anschaffung von Literatur oder
zusätzlich entstehende Mehraufwendungen für die Pflege von Angehörigen
oder Kinderbetreuung bewerben.

Community Health Nursing (CHN) kann mit „Gemeindegesundheitspflege“ oder
„Stadtteilgesundheitspflege“ übersetzt werden und bedeutet die Erweiterung
des pflegerischen Handlungsfeldes in die Primärversorgung. Community
Health Nurses sind in Kommunen die ersten Ansprechpartner_innen für alle
krankheits- und gesundheitsbezogenen Fragen.
Mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung fördert die Agnes-Karll-
Gesellschaft im Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) seit 2017
drei Hochschulen in Deutschland mit dem Community Health Nursing-Projekt.
Aufgabe der Hochschulen war in den ersten beiden Projektphasen die
Entwicklung und Akkreditierung von Master-Studiengängen zu Community
Health Nursing mit hochschulspezifischen Schwerpunkten.
Neben der Katholischen Stiftungshochschule München und der Universität
Witten/Herdecke wird nun die Evangelische Hochschule Dresden im Programm
gefördert. In der jetzt beginnenden dritten Projektphase erhalten
Pflegefachpersonen die Möglichkeit, sich zu Community Health Nurses zu
qualifizieren. Sie können das Masterstudium an den geförderten Hochschulen
aufnehmen und sich für das Zuwendungsprogramm bewerben. Dieses unterstützt
die Aufnahme des Studiums bzw. studienfachliche Aktivitäten wie
beispielsweise Praktika, Studienreisen und Hospitationen im In- und
Ausland.
An der ehs startet der Studiengang „Community Health Nursing“ im
Sommersemester 2022 bereits zum dritten Mal. Das Studienangebot führt zum
Abschluss eines Masters of Science in der Pflege. Im Mittelpunkt steht die
häusliche oder ambulante Pflege - aber im Sinne einer erweiterten und
vertieften Pflegepraxis (Advanced Nursing Practice), bei der Pflegende
weitaus mehr Verantwortung übernehmen, als dies bislang in Deutschland
üblich ist.
Neben der traditionellen pflegerischen Begleitung steht insbesondere die
Begleitung und das Krankheitsmanagement von Menschen mit chronischen
Erkrankungen im Mittelpunkt, ebenso wie die Prävention und die
Gesundheitsförderung. Hinzu kommen Aspekte der Gemeinwesenarbeit:
Community Health Nurses arbeiten „gemeindeorientiert“, beschäftigen sich
daher auch mit gesundheitlichen Versorgungsstrukturen in kleineren, oft
ländlichen Gemeinden oder in bestimmten Stadtteilen größerer Städte. Sie
widmen sich dem einzelnen kranken oder pflegebedürftigen Menschen und
beziehen dabei auch die Familien mit ein.

Interessierte können sich noch bis zum 1. Dezember 2021 um einen
Studienplatz an der ehs bewerben.

Weitere Informationen zum Studiengang finden Sie unter:
https://www.ehs-dresden.de

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