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Neue kluge Köpfe für eine gute Pflege

Erste Kohorte startet in ihr Bachelor-Studium „Pflege“ am Studienort
Bamberg.

Es sind Themen, wie: demographischer Wandel, technologischer und
medizinischer Fortschritt sowie der zunehmende Versorgungsbedarf, die seit
Jahren öffentlich diskutiert werden. Unsere Gesellschaft wird immer älter
und die Multimorbidität nimmt zu. Dies stellt gerade die Pflege – ganz
gleich ob die Gesundheits-, Kranken- oder Altenpflege – vor eine Vielzahl
an unterschiedlichste Herausforderungen. Aus diesem Grund sind akademisch
gut ausgebildete Pflegefachkräfte im wachsenden Gesundheitsmarkt gefragter
denn je.

„Eine gute Versorgung pflegebedürftiger Menschen benötigt gut
ausgebildetes Personal aller Qualifizierungsniveaus“, weiß Prof. Dr.
Matthias Drossel, Professor für Medizinpädagogik an der SRH Hochschule für
Gesundheit. Die ersten Studierenden sind nun im Wintersemester 2021/2022
in ihr Studium der Pflege, B. Sc., am Studienort Bamberg gestartet, um
sich selbst akademisch weiterzuqualifizieren und die Pflege am
Gesundheitsstandort Deutschland positiv gestalten zu können.

Nahezu 30 Studierende, die bereits in der Pflege tätig sind und sich auf
akademischem Niveau für die immer komplexer werdenden Aufgaben
weiterqualifizieren möchten, haben sich für den innovativen
Bachelorstudiengang Pflege an der SRH Hochschule für Gesundheit
entschieden. Dieser richtet sich, als praxisintegrierender
Bachelorstudiengang, speziell an ausgebildete Pflegende, die ihr Wissen
vertiefen und sich auf wissenschaftlichem Niveau weiterqualifizieren
wollen.

Innovatives Studienmodell

Bei dem Bachelor-Studiengang Pflege handelt es sich um einen
praxisintegrierenden Vollzeitstudiengang in Blockform. Dieser umfasst 6
Semester. Interessierte können sich für ihr Studium am Studienort Bamberg
als auch am Campus Gera jährlich zum Sommer- und Wintersemester bewerben.
Der Studiengang wird in Kooperation mit den Bamberger Akademien sowie der
SRH Mobile University durchgeführt. Das Studienmodell "Vollzeit in
Blockform" ermöglicht die Vereinbarkeit von Beruf, Studium und Familie, da
die Lehre an 5 Tagen im Monat stattfindet. Da sich der Studiengang an
bereits berufstätige Pflegefachkräfte und Auszubildende richtet, kann
sogar ein Einstieg ins 3. Fachsemester (unter Berücksichtigung der
jeweiligen Zulassungsvoraussetzung) erfolgen. Wie auch alle anderen
Studiengänge der SRH Gesundheitshochschule werden Studierende
kompetenzorientiert nach dem patentierten CORE-Prinzip ausgebildet. Einige
der vielfältigen Schwerpunkte des Studiums liegen unter anderem im
Rehabilitativen Pflegehandeln sowie Handeln im ambulanten Pflegebereich in
interprofessionellen Teams oder auch in der Unterstützung in der Bewegung
und Selbstversorgung.

Studiengangsleiterin Prof. Dr. Eileen Goller und ihr Team freuen sich über
den erfolgreichen Start des Studiengang.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
https://www.srh-gesundheitshochschule.de/unsere-hochschule/hochschulteam
/eileen-goller/

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Corona-Bilanz: Wunsch nach sozialen Kontakten

Bayernweite Studie zur Hochschullehre während COVID-19

Die Studie „Corona-Bilanz. Studieren. Lehren. Prüfen. Verändern.“ zieht
ein Resümee des vergangenen Sommersemesters in der Corona-Pandemie. Dazu
wurden Studierende und Lehrende an bayerischen Hochschulen für angewandte
Wissenschaften befragt. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass der
Wunsch nach persönlicher Begegnung ausgesprochen hoch ist. Zudem schafft
die Studie einen Ausblick auf die Zukunft der digitalen Lehre und das
Zusammenspiel mit dem praxisorientierten Studium.

Seit über eineinhalb Jahren hält die COVID-19 Pandemie deutsche
Bildungsinstitute in Atem. An den Hochschulen für angewandte
Wissenschaften (HAW), die den Studierenden ein hohes Maß an Praxisbezug
ermöglichen, wirkten sich die Pandemiemonate besonders auf die Lehre aus.
Dennoch nutzte die TH Nürnberg zusammen mit weiteren bayerischen HAW diese
Zeit zur Weiterentwicklung und um neue Erkenntnisse zu gewinnen.
Die jetzt erschienene Studie „Corona-Bilanz. Studieren. Lehren. Prüfen.
Verändern.“ unter Leitung von Prof. Dr. Christina Zitzmann,
Vizepräsidentin für Bildung an der TH Nürnberg, Prof. Dr. Klaus Kreulich,
Vizepräsident der Hochschule München und Dr. Benjamin Zinger vom
Forschungs- und Innovationslabor Digitale Lehre ermöglicht einerseits
Einblicke in den Studienalltag des vergangenen Sommersemesters sowie
andererseits in eine veränderte, weiterentwickelte und erstarkte
Hochschullandschaft in Bayern. „Die Studie schafft für uns einen
bedeutenden Ausblick in die Zukunft der Lehre an den Hochschulen für
angewandte Wissenschaften in Bayern. Wir freuen uns sehr, einen
wesentlichen Beitrag zu dieser Untersuchung geleistet zu haben“, sagt
Prof. Dr. Christina Zitzmann.
Die Studie zeigt beispielsweise, dass die positive Einstellung zur
digitalen Lehre trotz großer Belastungen weiterhin vorhanden ist. Die
Hälfte der Studierenden ist Blended-Learning-Veranstaltungen gegenüber
offen, unter den Lehrenden sind es sogar 83 Prozent. Dennoch ist der
Wunsch nach sozialen Kontakten sehr hoch, Hochschulen seien laut Zitzmann
„Katalysatoren für soziale Einbindung“. Die Zukunft des Studierens könnte
demnach in einer Kombination der Vorteile aus digitaler und Präsenzlehre
bestehen. In jedem Fall müsse jedoch die Qualität der Lehre im Vordergrund
der Bestrebungen stehen.
Anlässlich der offiziellen Überreichung der Studie lud Bernd Sibler,
Bayerischer Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, die
Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten für Bildung aller bayerischen HAW
in das Ministerium ein. Zudem fand eine Präsentation der Studienergebnisse
im Wissenschaftsausschuss im bayerischen Landtag statt. „Mit viel
Flexibilität, bahnbrechender Innovationskraft und hohem
Verantwortungsbewusstsein haben unsere Hochschulen die Ausnahmesituation
der Corona-Pandemie in den vergangenen drei Semestern gemeistert“, sagte
Bernd Sibler,
Rund 12.000 Studierende und über 2.000 Lehrende hatten an der Untersuchung
teilgenommen und zum Beispiel Fragen zu ihrer Zufriedenheit mit der
digitalen Lehre beantwortet. Hierbei unterscheidet die Studie zwischen den
Erfahrungen der Studierenden und der Lehrenden. Zudem liefert die
Untersuchung Aufschlüsse in Bezug auf den veränderten Prüfungsbetrieb und
dessen Akzeptanz bei den Betroffenen. Ein Zukunftsausblick sowie
Einschätzungen von Vizepräsidentinnen und Vizepräsidenten und von E
-Learning-Expertinnen und -Experten an den bayerischen HAW hinsichtlich
der längerfristigen Auswirkungen runden die Untersuchungsergebnisse ab.

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Weitergabe von Religion und Ritual in der Antike

Im Wintersemester 2021/22 wird mit der Klassischen Archäologin PD Dr.
Susanne Moraw von der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Rahmen der
„Gastprofessur für transnationale Forschung“ des Jakob-Fugger-Zentrums
eine international ausgewiesene Forscherin nach Augsburg kommen. Sie wird
gemeinsam mit der Augsburger Archäologin Prof. Dr. Natascha Sojc, die sich
als Research Fellow des Zentrums für ein Semester auf ihre Forschung
konzentrieren kann, an einem Projekt zur intergenerationellen Weitergabe
von Religion und Ritual in der Antike zu arbeiten.

Im Mittelpunkt der gemeinsamen Arbeit steht die intergenerationelle
Tradierung von religiösem Wissen im Altertum. Archäologische Erkenntnisse
zur familiären aber auch zur räumlichen wie zeitlichen Organisation
antiker Religion sollen aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet werden.
Insbesondere Fragen zur religiösen Sozialisation von Nicht-Erwachsenen und
zu den unterschiedlichen Anteilen einzelner Generationen an religiösen
Prozessen als ritual shares versprechen neue und aufschlussreiche
Erkenntnisse zu liefern.

Abschließend soll auf einer gemeinsam veranstalteten internationalen
Tagung Religion als soziale Differenzkategorie im Rahmen der
Intersektionalitätsforschung beleuchtet und im Kontext paganer,
christlicher und jüdischer antiker Kultur diskutiert werden.

Von den projektbezogenen Gastprofessuren am Jakob-Fugger-Zentrum
profitieren auch die Augsburger Studierenden: Frau PD Dr. Moraw wird zwei
Hauptseminare zu den Themen „Das römische Militär: Krieg, Familienleben
und Religiosität“ und „Frauen und Mädchen im griechischen Kult“ sowie ein
Proseminar zum Thema „Kindheit im römischen Reich“ unterrichten und sich
zudem am „Archäologischen Kolloquium“ beteiligen.

Gastprofessuren und Fellowships: Forschungsförderung am Jakob-Fugger-
Zentrum

Mit der „projektbezogenen Gastprofessur für transnationale Forschung“, für
die das Jakob-Fugger-Zentrum im Sommersemester 2017 erstmals Mittel
bereitgestellt hat, können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus
dem In- und Ausland für bis zu sechs Monate zu gemeinsamen Arbeiten an
einem Forschungsprojekt oder Förderantrag nach Augsburg eingeladen werden.
Antrags- und einladungsberechtigt sind die ordentlichen Mitglieder des
Jakob-Fugger-Zentrums.

Die bewährte Förderlinie „Research Fellowship“ bietet den Mitgliedern des
Zentrums die Möglichkeit, die Lehrverpflichtung für ein Semester zu
reduzieren, um ein innovatives Forschungsvorhaben weiterzuentwickeln und
einen Antrag auf Forschungsförderung auszuarbeiten. Während eines
Fellowships steht das Jakob-Fugger-Zentrum den Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern beratend und unterstützend zur Seite, es sorgt für
administrative Entlastung und ermöglicht so die konzentrierte Ausarbeitung
eines Projektes.

Das Jakob-Fugger-Zentrum der Universität Augsburg

Als Forschungskolleg für Transnationale Studien fördert das Jakob-Fugger-
Zentrum der Universität Augsburg seit 2012 die interdisziplinäre und
internationale geistes-, kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung an
der Universität Augsburg. Es stößt innovative Forschungsvorhaben an, sorgt
für internationale und fächerübergreifende wissenschaftliche Vernetzung
und macht die Ergebnisse der geförderten Projekte einer breiten
Öffentlichkeit zugänglich. Auf diesem Weg will das JFZ die Position der
Augsburger Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften nachhaltig festigen
und stärken.

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„Angepasste Agroforstsysteme“: Hochschule Rhein-Waal unterstützt regionale Landwirtschaft bei Zukunftsherausforderungen

„Angepasste Agroforstsysteme“ – ein sperriger Begriff, hinter dem sich
nicht weniger als die Zukunft der Landwirtschaft verbirgt. Die
traditionelle Landwirtschaft und der herkömmliche Ackerbau stehen vor
großen Herausforderungen: Nicht nur die Folgen des Klimawandels mit seinen
extremer werdenden Wetterbedingungen macht den Landwirt*innen zu schaffen;
auch die gesellschaftlichen Bedingungen, wie etwa staatliche Subventionen
und gesellschaftliche Erwartungen an die Landwirtschaft, ändern sich.

Mit ihrem Forschungsschwerpunkt „Nachhaltige Ernährungssysteme“ hat sich
die Hochschule Rhein-Waal auf die Fahnen geschrieben, an der Entwicklung
von Lösungen für diese Herausforderungen mitzuwirken. Nicht nur
theoretisch aus dem Lehnstuhl heraus, sondern vor allem in Zusammenarbeit
mit regionalen Akteur*innen. Zahlreiche Kooperationen und
Forschungsprojekte beschäftigen sich in den nächsten Jahren deshalb mit
Themen wie den oben genannten „Agroforstsystemen“, also der Verzahnung von
traditionellem Ackerbau und Gehölzen in Verbindung mit Tierhaltung.

Dr. Florian Wichern, Professor für Bodenkunde und Pflanzenernährung,
betreut einige solcher Projekte am Niederrhein bei der Konzeptionierung
und den begleitenden wissenschaftlichen Untersuchungen. In diesem Kontext
wird auch ein kleines Reallabor auf einer Streuobstwiese, auf der Schafe
und Ziegen weiden, aufgebaut und mit einer Wetterstation ausgestattet. Das
geplante Highlight für Tierfans: eine Eulenwebcam, um die ökologische
Relevanz der Agroforstsysteme aufzuzeigen. Professor Wichern geht es bei
Projekten wie diesen darum, einerseits von existierenden Systemen zu
lernen und andererseits daraus Erkenntnisse abzuleiten, um sie
weiterzuentwickeln: „Während in den Tropen und Subtropen in den letzten
Jahrzehnten intensiv an agroforstlichen Systemen geforscht wurde, gibt es
in Europa und Deutschland einen großen Nachholbedarf. Als international
bestens vernetzte Hochschule können wir bei der Anpassung der vorhandenen
Technologien an die Bedingungen der gemäßigten Breiten eine aktive Rolle
spielen“, so Wichern.

Auch der ökologische Landwirtschaftsbetrieb Berkhöfel profitiert von der
Zusammenarbeit mit der Hochschule. Dort werden im Herbst auf zehn Hektar
Fläche neue Hecken und Baumreihen gepflanzt. Dabei ziehen sich Reihen
verschiedener Obst- und Nussarten, kombiniert durch weitere Gehölze durch
die Ackerfläche. Dies soll die Biodiversität erhöhen, die Ackerkulturen
vor extremen Wetterereignissen schützen und das Einkommen der
Landwirt*innen diversifizieren. Besonders spannend für die Forschung sind
auch die vorhandenen 50 Hektar Streuobstwiese des Hofes. „Dass sich solche
Systeme förderlich auf den Boden auswirken, das Einkommen der Betriebe
diversifizieren und zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen und
Tieren sind, ist weithin bekannt. Wir wollen mit unseren Versuchsflächen
und durch die Begleitung bei der Umstellung der Betriebe diese Effekte für
konkrete Agroforstsysteme unter hiesigen Bedingungen bestimmen und damit
die positiven sozialen und ökologischen Leistungen der Landwirtschaft
quantifizieren helfen“, so Prof. Dr. Dietrich Darr, Sprecher des
Forschungsschwerpunktes.

Kontakt für Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe

An einer Kooperation mit der Hochschule interessierte Unternehmen können
sich per E-Mail melden an: FoodSystems@hochschule-rhein-waal.de.

Forschungsschwerpunkt (FSP) „Nachhaltige Ernährungssysteme“:

Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung,
Verwertung von Abfallstoffen, innovative Produktionssysteme wie „essbare
Wälder", Lebensmittel aus dem 3D-Drucker usw. – die „Palette“ des HSRW-
Forschungsschwerpunkts (FSP) „Nachhaltige Ernährungssysteme“ ist
vielfältig. Im FSP werden laufende Forschungsarbeiten und die Expertise
zahlreicher Wissenschaftler*innen der Hochschule auf dem Gebiet der
nachhaltigen Naturressourcenbewirtschaftung, Ernährung, Gesundheit und
Bioökonomie zusammengeführt, um zukunftsweisende Forschungsthemen
strategisch weiterzuentwickeln und nach außen sichtbar zu machen.

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