+++ Spiele-App „Katze Q – ein Quanten-Adventure“ weltweit veröffentlicht
+++ Ur-Enkelin und Enkel des Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger
übernehmen Schirmherrschaft +++ Handyspiel zum Start zweifach für den
Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI 2021 nominiert +++
Dresden & Würzburg/Deutschland, Victoria/Kanada, 13.10.2021. Die Reise in
die total verrückte Quantenwelt beginnt! Gemeinsam mit der süßen, halb
toten Katze Q und Anna, der Ur-Enkelin des Nobelpreisträgers Erwin
Schrödinger, lässt „Katze Q – ein Quanten-Adventure“ junge Spielerinnen
und Spieler eintauchen in die rätselhaften Geheimnisse der Teilchen,
Donuts, Zufälle und Verschränkungen. Das Spiel für Handy und Tablet wurde
vom preisgekrönten App-Designer Philipp Stollenmayer gemeinsam mit dem
Exzellenzcluster ct.qmat – Komplexität und Topologie in Quantenmaterialien
der Universitäten Würzburg und Dresden entwickelt. Es soll Kinder und
Jugendliche ab elf Jahren für Physik begeistern und wurde von einer
Fachjury bereits für den Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI 2021 in den
Kategorien „Bildung“ und „App“ nominiert. Das Mobile Game ist ab Mittwoch,
den 13.10.2021, weltweit in App- & Play-Store verfügbar, kostenlos, ohne
Werbung und ohne In-App-Käufe.
Spielerisch die Quantenphysik enträtseln
Im Mittelpunkt der Spiele-App stehen mehr als 20 spannende Rätsel, die auf
wissenschaftlichen Fakten aus der Quantenphysik beruhen. Wer erfahren
möchte, was hinter den Rätseln steckt, kann populär aufbereitetes
Hintergrundwissen aus der „Kittypedia“ abrufen. Die Artikel werden
freigeschaltet, sobald ein Rätsel gelöst wurde.
„Leichtfüßig holt die App unser oft schwer verständliches
Forschungsgebiet, die Quantenphysik, in den Alltag der Kinder. Das finde
ich besonders sympathisch, weil unsere Realität tatsächlich voll ist mit
quantenphysikalischen Phänomenen. Die spielen sich aber in einem so
kleinen Maßstab ab, dass wir sie nicht wahrnehmen können. Im Spiel lassen
sie sich aber erleben“, betont Prof. Matthias Vojta, Professor für
Theoretische Festkörperphysik an der Technischen Universität (TU) Dresden
und Dresdner Sprecher der Forschungsallianz ct.qmat.
„Unser Forschungsgebiet ist sehr international, die Wissenschaftlerinnen
und Wissenschaftler des Exzellenzclusters zum Beispiel kommen aus 33
Ländern und von vier Kontinenten. Deshalb war es uns wichtig, die App für
Kinder und Jugendliche weltweit und auch in englischer Sprache zu
veröffentlichen. Vielleicht sind unter den begeisterten jungen
Spielerinnen und Spielern unsere Physikerinnen und Physiker von morgen“,
ergänzt der Würzburger Clustersprecher Prof. Ralph Claessen, Professor für
Experimentelle Physik an der Julius-Maximilians-Universität (JMU)
Würzburg.
Ganz in Familie: Schrödingers Ur-Enkelin und Enkel übernehmen
Schirmherrschaft
Das Vorbild für die Katze Q ist ein populäres Gedankenexperiment der
Quantenmechanik des Nobelpreisträgers Erwin Schrödinger (1887 – 1961), das
als Schrödingers Katze bekannt wurde. Mit dem Tier in der Kiste, das
lebendig und tot zugleich ist, schuf er 1935 ein anschauliches Beispiel
für einen Grundsatz der Quantenmechanik: Objekte können sich zur gleichen
Zeit in unterschiedlichen Zuständen befinden, die sich eigentlich
gegenseitig ausschließen – „Überlagerung“ genannt. Im Spiel steht Anna als
Ur-Enkelin des weltbekannten Physikers den jungen Spielerinnen und
Spielern zur Seite, um Katze Q aus der verrückten Quantenwelt zu befreien.
Über spielinterne Nachrichten auf einem in die Handlung integrierten Handy
tritt Anna mit den Spielenden in Verbindung.
Der Name „Anna“ ist dabei kein Zufall: Die echte Ur-Enkelin Schrödingers,
Anna Braunizer, hat dem Spiel ihren Vornamen „ausgeliehen“. Außerdem hat
sie gemeinsam mit ihrem Vater Leonhard die Schirmherrschaft übernommen.
„Als ich die App zum ersten Mal gespielt habe, fand ich es faszinierend,
Chat-Nachrichten von mir selbst zu bekommen“, sagt Namenspatronin Anna
Braunizer augenzwinkernd. „Ich glaube, dass ich mit 13 ganz ähnlich war
wie die Anna im Spiel, obwohl sie eine fiktive Figur ist. Wenn ich eine
Kiste mit einem ‚Q‘ auf dem Dachboden gefunden hätte, wäre ich auf der
einen Seite superneugierig gewesen, andererseits sehr vorsichtig.
Vielleicht hätte ich sie auch einem etwas mutigeren Mädchen oder Jungen
vor die Tür gestellt, beobachtet, was passiert, und eine SMS geschickt, um
zu wissen, was los ist.“
Ihr Vater Leonhard Braunizer, Enkel Erwin Schrödingers und ebenfalls
Schirmherr, ergänzt: „Wir waren von der ersten Sekunde an begeistert von
der Idee und von dieser App. Vor allem, weil sie ein ganz wichtiges
Anliegen meines Großvaters Erwin Schrödinger umsetzt: den Menschen sein
Spezialgebiet Quantenphysik zu vermitteln. Nicht zuletzt steckte diese
Idee hinter seinem Gedankenexperiment. Mit Schrödingers Katze wollte er
veranschaulichen, was die Quantenphysik im Kern ausmacht. Die App Katze Q
greift einen großen Wunsch von Schrödinger auf. Ich bin sicher, dass er es
geliebt hätte.“
Nominierungen für Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI
Die Spiele-App „Katze Q – ein Quanten-Adventure“ wurde von der TOMMI-
Fachjury für den Deutschen Kindersoftwarepreis TOMMI 2021 nominiert – in
den Kategorien „Bildung“ und „App“. In der Begründung heißt es: „Kinder
lernen spielerisch sich mit Physik auseinanderzusetzen. Fördert Interesse
und Neugierde an MINT-Fächern.“
Die TOMMI-Verleihung findet am 24.10.2021, 20:00 Uhr, in der Livesendung
des KIKA-Medienmagazins „Team Timster“ des deutschen Kinder-Fernsehkanals
KIKA statt. Auch zu sehen unter kika.de.
Das Handyspiel wurde vom preisgekrönten App-Designer Philipp Stollenmayer
geschaffen. Für das Würzburg-Dresdner Exzellenzcluster ct.qmat hat er mit
„Katze Q“ seine erste Auftragsarbeit realisiert. Ansonsten entwickelt er
seine Spiele in Eigenregie und hat bereits alle wichtigen Preise im Game-
Design gewonnen – zuletzt den Apple Design Award 2020.
„Katze Q ist ein echtes Herzensprojekt. Nur aus diesem Grund habe ich den
Auftrag überhaupt angenommen – zum ersten Mal übrigens. Die Zusammenarbeit
war extrem spannend und toll! Deshalb fühlt es sich für mich gar nicht an
wie das Ergebnis einer Auftragsarbeit, sondern wie mein eigenes kleines
Kätzchen“, erklärt Stollenmayer.
„Wir sind stolz und dankbar, dass Philipp unsere App entwickelt hat. Von
Konzept bis Veröffentlichung ist rund ein Jahr vergangen und wir sind uns
durch die vielen digitalen Treffen sehr ans Herz gewachsen. Seinen Spaß an
der verrückten Quantenwelt merkt man dem Ergebnis an. Hut ab vor seinem
Wissensdurst und dem Mut, die Physik und unsere Wissenschaft zu ergründen.
Daraus ist eine sehr lebendige Spielwelt entstanden – ein Kunstwerk“,
betonen die beiden Clustersprecher Prof. Vojta (Dresden) und Prof.
Claessen (Würzburg). „Philipp wäre ein toller Physik-Student!“
Bonus-App beantwortet Fragen
Wer ein bestimmtes Rätsel löst, erspielt sich eine Bonus-App, über die
eine Frage an die Forscherinnen und Forscher gestellt werden kann. „Wir
werden alle Fragen per YouTube-Videos beantworten“, verspricht Claessen.
Passend zum Wissenschaftsjahr 2022, das unter dem Motto „Nachgefragt“
steht, rücken damit die Fragen der Spielerinnen und Spieler ins Zentrum.
Monatlich beantwortet Wissenschaftsnachwuchs – Doktorandinnen, Doktoranden
oder Postdocs – die einlaufenden Fragen in einem YouTube-Video. „Es gibt
keine dummen Fragen, nur komische Antworten. Dieses Motto zählt in der
Wissenschaft genauso wie im echten Leben. Wir sind sehr gespannt, welche
Fragen sich aus unserer Spiele-App Katze Q ergeben“, sagt Vojta.