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Vorträge zu KI und internationaler Politik auf www.aia-nrw.org veröffentlicht

Von geopolitischen bis hin zu ethischen Fragestellungen – die
internationale Politik ist von den Entwicklungen der Künstlichen
Intelligenz (KI) in vielerlei Hinsicht herausgefordert. Vorträge von
Ulrike Franke, Kristian Kersting, Aimee van Wynsberghe und anderen machten
dies bei der Summer Academy „Artificial Intelligence and International
Politics“ deutlich. Jetzt sind die Vorträge als Video- und
Audiomitschnitte auf der Website der Academy of International Affairs NRW,
www.aia-nrw.org, veröffentlicht worden.

Maximilian Mayer (Bonn), Ulrike Franke (Brüssel), Kristian Kersting
(Darmstadt), Rogier Creemers (Leiden), Christopher Coker (London), Aimee
van Wynsberghe (Bonn) und Petra Molnar (Athen) – sie alle trugen bei der
ersten Veranstaltung der Akademie Ende August vor. Unter dem Titel „AI and
the Complexity of Global Technology Politics“ machte Maximilian Mayer
deutlich, wie sehr für die Regierungen von China und den USA der
Wettbewerb um die beherrschende Stellung im Feld der Künstlichen
Intelligenz schon lange Teil der politischen Prioritätensetzung ist.
„Künstliche Intelligenz beeinflusst globale Politik, die Machtbalance in
der Welt und die Neuordnung der internationalen Politik – doch wird die
geopolitische Dimension von KI in Europa bislang weitgehend ignoriert“,
sagte Ulrike Franke.

Auf die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz wies Kristian Kersting
in seinem Beitrag „The Third Wave of Artificial Intelligence“ hin. Unsere
Zukunft wird von einer immer engeren Zusammenarbeit von Mensch und
Maschine geprägt sein: KI ist geeignet unsere Intelligenz zu verstärken,
doch dazu braucht es interdisziplinäre Ansätze – „AI is a team sport“.
Rogier Creemers, dessen Vortrag „China’s Data Strategy and Its
International Impact“ gewidmet war, betonte, dass auch das Cyberspace ein
Raum sei, den Nationalstaaten politisch regulieren, in dem es Grenzen gebe
und Staaten ihre Souveränität ausübten. China setze klar auf ein Modell
der nationalen Souveränität über Daten. Die Leitfrage des Vortrages von
Christopher Coker war: Ändert KI die Natur des Krieges – und nicht bloß
seinen Charakter, wie dies die Einführung anderer Technologien vielfach
bewirkte?

Mit der ethischen Dimension von KI beschäftigte sich Aimee van Wynsberghe.
Zu den Fragen der Anwendung treten die der Nebenfolgen der
Produktionsbedingungen hinzu: Wie hoch ist der CO2-Abdruck eines
Algorithmus? Welcher Energieverbrauch geht mit der Anwendung von KI
einher? Petra Molnars These in „Bots at the Gate: Migration Management and
Technological Experiments“ betrifft einen anderen Fall der Anwendung. Sie
sieht Flüchtlingslager und Grenzregime als technologische
Experimentierräume, in denen an marginalisierten und politisch
ohnmächtigen Gruppen Technologien erprobt werden, die auch für den
gesamtgesellschaftlichen Einsatz relevant werden können.

Die Summer Academy „Artificial Intelligence and International Politics“
war die erste Veranstaltung der Academy of International Affairs NRW. Sie
fand vom 23. bis 26.08.2021 unter Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftlern sowie Diplomatinnen und Diplomaten auf dem Petersberg bei
Bonn statt. Die Academy of International Affairs NRW ist eine unabhängige
wissenschaftliche Einrichtung mit Sitz in Bonn. Sie wird vom Land
Nordrhein-Westfalen getragen. Die Akademie befindet sich in der
Aufbauphase und bereitet aktuell ihr erstes Fellowprogramm vor. Ihre
Website, www.aia-nrw.org, ist gerade online gegangen.

Direkt zu den Vorträgen: www.aia-nrw.org/de/ai-lectures

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Geisenheimer Forschungsforum 2021

Über 40 Poster und 36 Vorträge, zukunftsweisende Projekte und Nährboden
für neue Ideen

Zwei Tage – vom 30. September bis 01. Oktober 2021 – entwickelte sich die
Aula der Hochschule Geisenheim zu einer Ideenschmiede. Themenspezifisch
aufgeteilt nach den fünf Forschungsschwerpunkten der Hochschule Geisenheim
referierten die vortragenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über
ihre Projekte und jeweils im Anschluss boten Diskussionsrunden im Plenum
die Möglichkeit, erste Überlegungen für weitere Zukunftsvisionen und
vertiefende Zusammenarbeit anzustellen.

Die Veranstaltung fand im hybriden Format statt, sodass alle
interessierten Hochschulangehörigen dabei sein konnten. „Es haben sich
zarte Pflänzchen bzw. Keimlinge gebildet, nun gilt es diese weiter zu
pflegen und viele neue Projekte daraus zu ernten“, freute sich die
Initiatorin der Veranstaltung und Vizepräsidentin für Forschung der
Hochschule Geisenheim, Prof. Dr. Annette Reineke.

Am Ende des ersten Tages fand außerdem eine Poster-Präsentation durch die
Geisenheimer Doktorandinnen und Doktoranden im Foyer des Campusgebäudes
statt, welche mit über 40 ausgestellten Postern einen spannenden Einblick
in aktuelle Projekte gab. Ebenso hatten rund 100 Schülerinnen und Schüler
der beiden Geisenheimer Gymnasien, St. Ursula- und Rheingauschule, die
Gelegenheit, durch die Präsentation ausgewählter Poster der Promovierenden
in die Hochschulforschung reinzuschnuppern.

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each LOVE

Psychologische Praxisforschung aus Flensburg entwickelt zeitgemäße
Sexualkunde

Sind Sexualpraktiken aus Pornos beim ersten Mal angebracht? Wie verändern
Pornos die Beziehung zum eigenen Körper? Wie fühlen sich Mädchen, wenn sie
ihre Periode haben? Wie spricht man eine Transperson korrekt an? Diese Art
von Fragen bewegen Heranwachsende, und zwar immer früher. Aber während
sich das Sprechen über und das Ausleben von Sexualität kontinuierlich im
Rahmen des gesellschaftlichen Wandels verändert, ist der
Sexualkundeunterricht an Schulen im Wesentlichen der Alte geblieben. Der
Fokus liegt meist auf Themen wie Hygiene, Verhütung und körperliche
Funktionen, Emotionen und gesellschaftliche Entwicklungen kommen nicht
vor, die Materialien wirken oft antiquiert.

Viele Lehrkräfte fühlen sich mit der Aufgabe einer adäquaten und
zeitgemäßen Aufklärung entsprechend allein gelassen unzureichend
vorbereitet und darüber hinaus in einer politisch-diskursiv
risikobehafteten Position, bei der sie das Gefühl haben, „es“ nur falsch
machen zu können. Gleichzeitig haben Lehrkräfte den ausdrücklichen Wunsch,
einen positiven Einfluss auf die Heranwachsende auszuüben und
unterstützend zu wirken. Unklar bleibt bislang allerdings die Frage:
“Wie?”

Das Wissenstransferprojekt Teach LOVE entwickelt Antworten auf diese
Frage. Es adressiert zum einen den konkreten Weiterbildungsbedarfen von
Lehrkräften und Lehramtsstudierenden für einen zeitgemäßen
Sexualkundeunterricht, der auch aktuelle Diskurse über Sexualität,
sexuelle und fluide Identität, Medien- & Pornokonsum, digitale
Datingpraktiken und sich wandelnde Beziehungs- und Familienkonstellationen
aufgreift. Zum anderen möchte das Projekt ausdrücklich mittels eines
aufgeklärten Schulklimas einen Beitrag zu Prävention von sexualisierter
Gewalt leisten.

Unter der Leitung von Johanna Degen & Andrea Kleeberg-Niepage von der
Abteilung Psychologie der Europa-Universität Flensburg werden zusammen mit
Lehramtsstudierenden die Perspektiven von Heranwachsenden, Lehrkräften,
Lehramtsstudierenden und Eltern auf Erfahrungen mit Sexualkunde und
Bedarfe analysiert. Entlang dieser konkreten Bedarfe hat ein Team aus
WissenschaftlerInnen sowie systemischen und Paar-TherapeutInnen
bedarfsorientierte Weiterbildungen zum Thema Sexualkunde erarbeitet, die
in Kooperation mit der Weiterbildungseinrichtung EULE ab Herbst 2021 als
Pilotkurs erstmals angeboten werden.

Unter dem Motto: "Weiterbildung mit Herz und Expertise" entsteht hier eine
psychologisch fundierte, evidenzbasierte und umfassende Weiterbildung zur
Sexualkunde und Aufklärung.

Die modernen Online-Kurse bieten videobasierte Inputs der Lehrenden,
aktuelle Studien und Beispiele sowie Möglichkeiten für Selbstreflexion und
Selbsterfahrung. Das Ziel ist, Lehrkräfte mit den Fähigkeiten und dem
Selbstbewusstsein auszustatten, dass sie benötigen, um Jugendliche
psychisch und physisch gesund durch die der Entdeckung ihrer Sexualität zu
navigieren.

Ab 18.10 2021 werden in Zusammenarbeit mit der EULE an der Europa
Universität mit Lehrkräften aus der Schulpraxis und Lehramtsstudierenden
im Master die ersten Kurse durchgeführt und evaluiert. 2022 sollen die
Kurse dann deutschlandweit geöffnet werden.

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Werkzeugbau des Jahres 2021: Elf Finalisten im Wettbewerb um den Branchenpreis »Excellence in Production«

Seit 18 Jahren präsentieren das Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen
und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT die besten
Werkzeug- und Formenbaubetriebe. Auch in diesem Jahr beteiligten sich
trotz anhaltend schwieriger Situation in der Branche 265 Unternehmen am
Wettbewerb. 13 von ihnen wurden von einem Expertenteam der beiden
Institute vor Ort gründlich unter die Lupe genommen und elf durch eine
unabhängige Jury als Finalisten nominiert.

Die Preisverleihung zum »Werkzeugbau des Jahres 2021« findet am 3.
November 2021 wieder im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Nachdem
im vergangenen Jahr pandemiebedingt nur eine digitale Veranstaltung
möglich war, kann die feierliche Abendveranstaltung im November nun wieder
in Aachen ausgerichtet werden. Auch das 20. Internationale Kolloquium
»Werkzeugbau mit Zukunft« wird am 4. November 2021 nach einem Jahr Pause
wieder wie gewohnt als Präsenzveranstaltung stattfinden.

Eine Jury aus Wissenschaft, Bundespolitik, Verbänden und Industrie
zeichnet während der Preisverleihung sowohl den Gesamtsieger als auch die
Besten innerhalb verschiedener Kategorien mit einem wertvollen Pokal und
Urkunden aus. Dem erstplatzierten Unternehmen werden der begehrte Pokal
und die dazugehörige Urkunde durch den Vorjahressieger, die HARTING
Applied Technologies GmbH, übergeben.

Die Finalisten zählen schon jetzt zu den besten Werkzeug- und
Formenbaubetrieben im deutschsprachigen Raum. Sie haben sich in einem hart
umkämpften Wettbewerbsumfeld auch in unsicheren Zeiten gegen das restliche
Teilnehmerfeld durchsetzen können. Aus diesem Grund zählten in diesem Jahr
neben der technologischen Leistungsfähigkeit und der organisatorischen
Exzellenz entlang der Wertschöpfungskette auch eine robuste und
zukunftsfähige Unternehmensausrichtung zu den Bewertungskriterien der
Jury. Zukünftig wird auch das Thema Nachhaltigkeit im Werkzeugbau an
Bedeutung gewinnen und in die Bewertungskriterien des Wettbewerbs
aufgenommen.

Zweistufiges Verfahren ermittelt den besten Werkzeugbau im
deutschsprachigen Raum

Nach der Anmeldung unter www.excellence-in-production.de konnten
Unternehmen zunächst den ersten Teil des Fragebogens ausfüllen. Dafür war
bis zum 1. März 2021 eine Auswahl an 30 zentralen Fragen zu beantworten,
die sogleich ausgewertet wurden. In der zweiten Fragebogenphase mit
vertiefenden Fragen mussten die Unternehmen bis zum 1. Mai den Fragebogen
vervollständigen, um sich für das Finale zu qualifizieren. Das
Expertenteam der beiden Aachener Institute besuchte nach der Auswertung
der Fragebögen die dreizehn bestplatzierten Unternehmen vor Ort und konnte
sich dabei persönlich von deren Leistungsfähigkeit überzeugen. Am 10.
September 2021 nominierte die Jury nun elf von ihnen für das Finale, aus
dem schließlich der Gesamtsieger hervorgehen wird.

Auch der diesjährige Wettbewerb wird wieder von den Gründungsmitgliedern,
dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V., den VDI nachrichten,
der WBA Aachener Werkzeugbau Akademie GmbH und der werkzeug&formenbau
unterstützt. Als weitere Partner unterstützen zudem die Fachmesse
formnext, das Fachmagazin FORM+Werkzeug, die Hasco Hasenclever GmbH + Co.
KG, das Kunststoffcluster Österreich sowie der Schweizer Verband Swissmem.

Am Tag nach der Preisverleihung findet in Aachen das Kolloquium
»Werkzeugbau mit Zukunft« statt. Das mittlerweile 20. Internationale
Kolloquium gilt als zentraler Branchentreffpunkt und bietet den
Teilnehmenden praktische Handlungsempfehlungen zur Stärkung ihrer
Standorte in Europa. Unter dem Motto »Werkzeugbau am Wendepunkt« werden in
diesem Jahr in Aachen Impulse aus Industrie und Wissenschaft für die
zukünftige Entwicklung der Branche Werkzeugbau zusammengetragen.

Für die beide Veranstaltungen können sich Interessenten hier registrieren:
https://s.fhg.de/werkzeugbau-mit-zukunft-2021

Übersicht der Finalisten nach Kategorie in alphabetischer Reihenfolge

Kategorie »Interner Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitenden«

- Boida Kunststofftechnik GmbH, Langgöns
- Schürholz GmbH & Co. KG Stanztechnik, Plettenberg
- Schunk Sintermetalltechnik GmbH, Heuchelheim

Kategorie »Interner Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitenden«

- Otto Dunkel GmbH, Mühldorf am Inn
- Robert Bosch Spol. s.r.o., Budweis (Tschechien)
- ZF Friedrichshafen AG, Schweinfurt

Kategorie »Externer Werkzeugbau unter 50 Mitarbeitenden«

- BBG GmbH & Co. KG, Mindelheim
- Primaform AG, Thun (Schweiz)
- W. Fassnacht Werkzeug- und Formenbau, Bobingen

Kategorie »Externer Werkzeugbau ab 50 Mitarbeitenden«

- EMO – Orodjarna d.o.o., Celje (Slowenien)
- Color Metal GmbH, Heitersheim

Das Programm und weitere Informationen zur Preisverleihung finden Sie
unter
https://www.excellence-in-production.de

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