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Neuer Masterstudiengang Educational Technology

Web Based Trainings, Onlinekurse, agiles Lernen – schon vor Corona haben
moderne digitale Lernumgebungen und -methoden Einzug in Schulen,
Hochschulen und Unternehmen gehalten. Gerade zur Individualisierung und
Flexibilisierung des Lernens kommt dem Einsatz von Bildungstechnologien in
vielen Bereichen wachsende Bedeutung zu. Das bedeutet auch: Der
Zukunftsmarkt „Educational Technology“ braucht gut ausgebildete
AbsolventInnen, die sich in der Schnittmenge von Didaktik, Medientechnik,
digital gestützter Lehre und Software zur Lernmedienproduktion
hervorragend auskennen.

Die OTH Amberg-Weiden reagiert auf diese Anforderungen des Arbeitsmarkts
mit der Einführung des Masterstudiengangs Educational Technology. „Der
Studiengang schließt mit einem Master of Engineering ab und ist
entsprechend anwendungsorientiert konzipiert. Dabei sind Studierende mit
einem Bachelorabschuss ganz verschiedener Fachrichtungen herzlich
willkommen, etwa aus den Studienfeldern Medien und Kommunikation,
Ingenieurwissenschaften oder Pädagogik. Wesentlich ist das Interesse an
einer Vertiefung in den Bereichen Didaktik, Medientechnik und
Lernmedienproduktion,“ so Prof. Dr. Mike Altieri, Studiengangsleiter
Educational Technology. Die Anwendungsorientierung drückt sich auch aus in
der geplanten Professur „Bildungstechnologien in Unternehmen“, die neben
der Professur „Mediendidaktik“ die Profilbildung des Studiengangs weiter
vorantreiben soll.
Parallel zum Studienfeld der digitalen Pädagogik wird auch die digitale
Infrastruktur der Hochschule weiter ausgebaut: Ein Digitales
Klassenzimmer, ein Kompetenzzentrum für digitale Lehre, ein mobiler PC-
Raum der Zukunft und Hörsäle für hybriden Unterricht und Distanzlernen
machen modernes Lehren und Lernen möglich – ein ideales Umfeld auch für
Studierende des Studiengangs Educational Technology, der im Wintersemester
2021/22 startet.
Eine Bewerbung ist ab sofort über das Bewerbungsportal auf der Homepage
der OTH Amberg-Weiden möglich. Informationen zum Studiengang finden sich
unter https://www.oth-aw.de/edu

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AMD-Studierende setzen Kooperationsprojekte zum Thema Mode und Digitalisierung zur Frankfurt Fashion Week um

Mit Tradeshows, Konferenzen, Runways und Events findet die Fashion Week
vom 5. bis 9. Juli 2021 erstmalig in Frankfurt statt, pandemiebedingt
digital. Die AMD Akademie Mode & Design ist offizieller Lizenzpartner der
Frankfurt Fashion Week. Zeitgleich präsentieren Wiesbadener AMD-
Studierende ihre Mode-Projekte, die sie in Kooperation mit der Stadt
Wiesbaden, der Stadt Frankfurt und dem Service für Entwicklungsinitiativen
Engagement Global umgesetzt haben.

Als offizieller Lizenzpartner ist die AMD auf der Website der Frankfurt
Fashion Week (https://frankfurt.fashion/de/studio) unter der Kategorie
„Game Changers“ mit einem Trailer-Video zu AMD STAGE (www.amdstage.de)
vertreten. AMD STAGE ist die digitale Bühne der Best Graduates aus den
Bereichen Mode, Medien, Management und Design. Hier präsentieren die Top-
Absolventinnen und -Absolventen aller Standorte öffentlich ihre
Abschlussarbeiten.

Anlässlich der Frankfurt Fashion Week haben die Wiesbadener Mode Design
(B.A.)-Studierenden der AMD, dem Fachbereich Design der Hochschule
Fresenius, drei Projekte mit Kooperationspartnern im Raum Hessen auf die
Beine gestellt. Dafür arbeiteten sie Hand in Hand mit Kommilitoninnen und
Kommilitonen aus dem Media Cluster im Fachbereich Wirtschaft & Medien.
„Mode verbindet. Wir leben in einer Zeit, in der wir dank
voranschreitender Digitalisierung sehr flexibel sind. Innerhalb der
Projekte fanden wir es daher sehr spannend, Wege zu finden, das Thema Mode
als gemeinsames Element sowohl für Frankfurt am Main als auch für
Wiesbaden in vielfältiger Weise aufzugreifen und sowohl physisch, digital
als auch crossmedial zu spielen“, so Prof. Ilona Kötter, Studiendekanin
Mode Design (B.A.) am Standort Wiesbaden.

So entwarfen die Studierenden in Kooperation mit der Stadt Frankfurt
kreative Plakatdesigns zum Thema Mode, inspiriert von je einer der 17
Frankfurter Partnerstädte. Für eine Dauer von zehn Tagen (noch bis zum 7.
Juli) wurden zwölf Litfaßsäulen in der Frankfurter Innenstadt mit drei
ausgewählten Plakatmotiven beklebt. „Scan for Digital Fashion“, so der
Name des Projektes, soll Mode digital erlebbar machen. Mittels QR-Codes,
die auf den Plakaten abgebildet sind, kann sich der Nutzer auf eine
virtuelle Reise durch die Fashion-Welt begeben. „Das Besondere an der
virtuellen Welt ist, dass den Jungdesignerinnen und -designern bei der
Umsetzung ihrer Inspirationen keine physikalischen Grenzen gesetzt sind“,
so Kötter. Die Plakatmotive mit QR-Codes sind außerdem auf der Website der
Frankfurt Fashion Week abgebildet sowie über die App Mode AR Scan for
Digital Fashion (https://s4df.de/) abrufbar.

Am 7. Juli um 19:30 Uhr geht es digital weiter. In Zusammenarbeit mit
Engagement Global findet ein Fashion- Quiz statt, bei dem das Thema
Nachhaltigkeit in den Fokus gerückt werden soll. Nach Anmeldung über www
.engagement-global.de/veranstaltungen können die Teilnehmenden in Teams
live ihr Wissen über die Textilbranche auf die Probe stellen. Für
besondere Pausen-Highlights sorgen die AMD-Studierenden mit zwei in
Eigenregie produzierten Videos. Im Gespräch mit Vertreterinnen und
Vertretern des Grünen Knopf – dem ersten staatlichen Siegel für
nachhaltige Mode – möchten sie Licht ins Dunkel des Siegel-Dschungels
bringen.

Unter dem Titel „Fashion made in Wiesbaden“ werden in Kooperation mit der
Stadt Wiesbaden vom 3. bis zum 17. Juli in den Schaufenstern einiger
Geschäfte auf der Wilhelmstraße, der edlen Einkaufsstraße der hessischen
Landeshauptstadt, sowie im Kurhaus Arbeiten der Mode-Design-Studierenden
präsentiert und damit der physische Aspekt der Projektreihe erneut
aufgegriffen. Die dafür ausgewählten Looks entstanden im Rahmen einer
vergangenen Kooperation zu den Themen „Bequem-Unbequem“ und „Pendeln
zwischen den Welten“. Darüber hinaus werden die Entwürfe in einem Kurzfilm
des Wiesbadener Regisseurs Sven Fleck gezeigt, der auf dem Youtube-Kanal
der Stadt Wiesbaden und auf www.wiesbaden.de/wimachtmode veröffentlicht
wird.

Seit 2019 hat sich Wiesbaden als fünfter Standort der AMD etabliert. Hier
werden die Bachelor-Studiengänge Mode Design (B.A.) und Mode &
Designmanagement (B.A.) sowie die Master-Studiengänge Fashion and Product
Management (M.A.) und Fashion and Retail Management (M.A.) angeboten. 2020
wurde in Wiesbaden außerdem das fachbereichsübergreifende Pioneer Lab der
Hochschule Fresenius errichtet, das Studierende mit Förderprogrammen sowie
Co-Working Spaces, Meetingräumlichkeiten, Workshop-Locations und
Eventflächen auf ihrem Weg in die Gründung begleitet.

Pressekontakt:
AMD Akademie Mode & Design
Michelle Hamacher
Fon +49 151 52846422
Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über die AMD Akademie Mode & Design
Die AMD Akademie Mode & Design entwickelt Bildungsprogramme für die
Kreativwirtschaft. Seit über 30 Jahren bietet sie akkreditierte Bachelor-
und Masterstudiengänge sowie anerkannte Aus- und Weiterbildungen an und
qualifiziert für die Bereiche Mode, Design, Kommunikation und Management.
Über 2.200 Studierende werden aktuell an den Standorten Hamburg,
Düsseldorf, Wiesbaden, München und Berlin ausgebildet. Die AMD begründet
den Fachbereich Design der Hochschule Fresenius – eine der größten und
ältesten privaten Hochschulen Deutschlands. www.amdnet.de

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Informationsbedürfnis in Krisensituationen: Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-Pandemie

Dr. Sylvia Jaki ist Expertin für Wissenschaftskommunikation und Medienlinguistik. Prof. Dr. Thomas Mandl untersucht, wie Menschen ihre Informationsumwelt gestalten. Beide forschen an der Universität Hildesheim.  Foto: Daniel Kunzfeld, Isa Lange  Bildkombo: Isa Lange, Kunzfeld
Dr. Sylvia Jaki ist Expertin für Wissenschaftskommunikation und Medienlinguistik. Prof. Dr. Thomas Mandl untersucht, wie Menschen ihre Informationsumwelt gestalten. Beide forschen an der Universität Hildesheim. Foto: Daniel Kunzfeld, Isa Lange Bildkombo: Isa Lange, Kunzfeld

In Krisensituationen wie der COVID-19-Pandemie steigt das
Informationsbedürfnis der Bevölkerung. Ein Forschungsteam der Universität
Hildesheim lädt am 2. Juli 2021 zur interdisziplinären Konferenz
„Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-
Pandemie“ ein. Eine gute Wissenschaftskommunikation sei in Krisenzeiten
essenziell, sagt die Hildesheimer Medienlinguistin Dr. Sylvia Jaki.
Wissenschaftskommunikation könne zu einem rationalen und demokratischen
Diskurs einen sehr wichtigen Beitrag leisten.

In Krisensituationen wie der COVID-19-Pandemie steigt das
Informationsbedürfnis der Bevölkerung und damit gleichzeitig der Bedarf an
qualitativ hochwertigen Informationsquellen. Dies zeigt eine Studie zum
Informationsverhalten während der Corona-Pandemie eines Forschungsteams um
den Informationswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Mandl von der Universität
Hildesheim.

In der Krise werde aber auch deutlich, „dass Falschinformationen und
Verschwörungstheorien eine enorme Verbreitung finden, was einer Akzeptanz
der gegen die Verbreitung des Virus getroffenen Maßnahmen deutlich
entgegenwirkt und die Gesellschaft weiter polarisiert“, sagt Dr. Sylvia
Jaki, Medienlinguistin an der Universität Hildesheim.

Eine gute Wissenschaftskommunikation sei in solchen Krisenzeiten
essenziell, wenngleich das Problem der Fake Facts dadurch nicht
vollständig verhindert werden könne, so Jaki. „Wissenschaftskommunikation
kann jedoch zu einem rationalen und demokratischen Diskurs einen sehr
wichtigen Beitrag leisten.“

// Tagung am Freitag, 2. Juli 2021: „Interdisziplinäre Forschungszugänge
zu Wissenschaftskommunikation und Informationsverhalten in der Corona-
Pandemie“ //

Im Rahmen der interdisziplinären Konferenz „Wissenschaftskommunikation und
Informationsverhalten in der Corona-Pandemie“ der Universität Hildesheim
diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Freitag, 2. Juli
2021, über die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation und über das
Informationsverhalten in der Corona-Pandemie.

Die Tagung beginnt um 09:30 Uhr. In zehn Kurzvorträgen (jeweils 30
Minuten) sprechen Forschungsteams unter anderem über den Umgang mit Medien
in der Corona-Pandemie (Psychologin Dr. Petra Sandhagen, Universität
Hildesheim), über die Verbreitung von COVID-19-Fehlinformationen in
sozialen Medien (Informatiker Prof. Dr. Tim A. Majchrzak, Universitetet i
Agder) und die Dynamik von Hasskommentaren zu Covid-19 in den deutschen
Medien (Computerlinguistin Lidiia Melnyk, Friedrich-Schiller-Universität
Jena).

Der Informationswissenschaftler Stefan Dreisiebner von der Karl-Franzens-
Universität Graz sowie Sophie März und Prof. Dr. Thomas Mandl von der
Universität Hildesheim erläutern das Informationsverhalten während Krisen
und geben Einblicke in eine Studie zur Mediennutzung, Zufriedenheit mit
der Informationsversorgung und zum Umgang mit Fake News während der
COVID-19-Pandemie im deutschsprachigen Raum.

Eine Typologie des Informationsverhaltens der Deutschen in der Corona-
Pandemie unter Berücksichtigung von Themenverdrossenheit und
Informationsvermeidung stellt die Kommunikationswissenschaftlerin Janine
Brill von der Universität Erfurt vor.

Die Konferenz trägt dazu bei, die Bedeutung von Wissenschaft und
wissenschaftlicher Kommunikation in einer pluralistischen Gesellschaft
angesichts der Dramatik der Pandemie zu reflektieren, so Professor Mandl.

Ziel der Konferenz ist es, den Forschungsstand zu
Wissenschaftsvermittlung, Berichterstattung und Informationsverhalten in
Zeiten der Corona-Pandemie aus interdisziplinärer Sicht zusammenzutragen
und zu diskutieren. Eine wichtige Rolle dabei soll die Frage spielen,
inwiefern wir aus den Erkenntnissen der aktuellen Forschung Gütekriterien
für eine qualitativ hochwertige und effektive Wissenschaftskommunikation
beziehungsweise Informationsvermittlung ableiten können, erläutert die
Medienlinguistin Dr. Sylvia Jaki.

„Wir möchten mit der Tagung auch den Dialog mit der Bevölkerung zum Thema
Wissenschaftskommunikation fördern“, sagt Prof. Dr. Thomas Mandl.
Interessierte Bürger*innen sind herzlich zur Konferenz eingeladen. Die
Tagung findet vollständig online statt. Eine Teilnahme an der Online-
Konferenz ist kostenfrei möglich.

Programm und Anmeldung zur Konferenz:
https://www.uni-
hildesheim.de/fb3/institute/iwist/forschung/forschungsprojekte/aktuelle-
forschungsprojekte/interdisziplinaere-forschungszugaenge-zu-

wissenschaftskommunikation-und-informationsverhalten-in-der-corona-
pandemie-infocop/#c129213

// Wissenschaftsvermittlung in der Informationskrise //

Die Tagung ist Teil des vom Niedersächsischen Ministeriums für
Wissenschaft und Kultur geförderten Projekts „Wissenschaftsvermittlung in
der Informationskrise um die COVID-19-Pandemie“ (WinCO).

Das Hildesheimer Forschungsteam befasst sich unter anderem mit der Frage,
wie die Digitalisierung die Wissenschaftskommunikation verändert. Ein
weiterer wichtiger Aspekt ist, wie in der Experten-Laien-Kommunikation mit
der Neutralität der Wissenschaft umgegangen wird, die als ethisches Grund-
und Leitprinzip gilt. „Häufig werden konkrete Handlungsempfehlungen
gefordert, die mit den innerwissenschaftlichen Gepflogenheiten im
Spannungsverhältnis stehen. Auch wurden die widersprüchlichen oder
vorsichtigen Aussagen verschiedener Virolog*innen kritisiert und als
Mangel an Kompetenz wahrgenommen, wenngleich der wissenschaftliche Diskurs
von unterschiedlichen Ergebnissen lebt und zu vorsichtigen
Interpretationen neigt“, so Jaki.

// Wie werden Wissenschaftsformate gestaltet und welche Reaktionen folgen
darauf in sozialen Medien? //

In einem weiteren Forschungsprojekt „Information Behavior and Media
Discourse during the Corona Crisis: An Interdisciplinary Analysis“ befasst
sich das Hildesheimer Forschungsteam mit dem Informationsverhalten und der
Wissenschaftskommunikation in Zeiten von COVID-19. Die VolkswagenStiftung
fördert das Forschungsprojekt.

„In diesem Projekt analysieren wir die Gestaltung von
Wissenschaftsformaten und die Reaktion darauf in sozialen Medien. Wir
überprüfen, welche Formate und Strategien der Vermittlung gut ankommen und
welche Wirkungen und Reaktionen sie auslösen“, erläutert Dr. Sylvia Jaki.

Zudem ordnet das Hildesheimer Forschungsteam die Situation der
Informationsversorgung in Deutschland stärker im Vergleich mit dem
internationalen Kontext ein. „Besonders interessiert uns zum Beispiel ein
Vergleich zum stark von COVID-19 betroffenen Brasilien, weswegen wir im
Projekt auch mit einem brasilianischen Partner kooperieren“, so Jaki.

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Food-Innovation-Wettbewerb TROPHELIA Deutschland 2021: Fünf Studentinnen der TU Berlin gewinnen mit "Tresties"

Bereits in drei Geschmacksrichtungen gibt es die köstlichen
Bereits in drei Geschmacksrichtungen gibt es die köstlichen "Tresties": Kakao-Mandelkaramell, Kokos-Rote-Bete und Nougat-Zimtapfel. © Team "Tresties" / TU Berlin

Mit der Produktidee "Tresties" gewinnt ein fünfköpfiges Team von
Studentinnen der Technischen Universität Berlin den diesjährigen
TROPHELIA-Wettbewerb. Der Ideenwettbewerb richtet sich an Studentinnen und
Studenten der Lebensmittelwissenschaften und wurde zum zwölften Mal durch
den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) ausgerichtet.

Als eine "bessere Praline" bezeichnet das Erfinderinnen-Team seine
"Tresties". Denn sie stillen nicht nur den Appetit nach Süßem, sondern
versorgen "Tresties"-Fans auch mit wertvollen Inhaltsstoffen. Zugleich
wird ungenutzter Trester ideal verwendet: Pflanzenfasern aus Obsttrester,
die bei der Herstellung von Säften und Konfitüren anfallen, dienen als
Grundrohstoff für die Hülle der "Tresties". Damit wird auch die cremige
Füllung auf Nussbutterbasis vor äußeren Einflüssen und Verderb geschützt.
Die Rezeptur ist vegan und glutenfrei, der eingesetzte Trester enthält
zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, darunter Ballaststoffe, essentielle
Fettsäuren sowie Vitamine.

Allein in Deutschland fallen jährlich ca. 900.000 Tonnen an Obstrester aus
der Fruchtsaftherstellung an; der Großteil des Tresters wird bislang in
der Dünger- oder Futtermittelherstellung verwertet. Das wollen die
Erfinderinnen der TU Berlin ändern! Romina Hennig, Vivien Höhne, Silke
Sorge, Alida Stevens und Ruweida Youssef werden Deutschland mit "Tresties"
beim europäischen ECOTROPHELIA-Wettbewerb vertreten, der vom 10.-11.
Oktober in Köln stattfinden wird. Bei der Entwicklung und Umsetzung der
Idee wurden die Erfinderinnen unterstützt durch Prof. Dr. Cornelia Rauh.

Platz 2 erreicht ein Team der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe
mit seiner "Bratwurst-Pro", bei der durch den Einsatz pflanzlicher
Proteine der Fleischanteil gegenüber herkömmlichen Produkten um 50 %
verringert ist: Damit können Fleischfans ihren CO2-Fußabdruck senken, ohne
auf Fleisch zu verzichten.
Über Platz 3 für seine "Retter-Kräcker" freut sich das Team der
Universität Hohenheim, die nährstoffreiches Kürbiskern- und
Sonnenblumenmehl aus der Ölproduktion sowie Apfelfaser aus der
Fruchtsaftsaftherstellung in einem Snackprodukt gekürt haben, das bereits
auf dem Markt ist.
Der Sonderpreis für die innovativste Produktidee geht 2021 an das Team der
Technischen Universität Dresden: Sie nutzen Presskuchen aus der
Ölherstellung von Sonnenblumen- und Leinöl in "Flaxsun", der rein
pflanzlichen und nachhaltigen Alternative zu herkömmlichem Joghurt.

Drei weitere Teams hatten ihre innovativen Produktideen der sechsköpfigen
TROPHELIA-Jury vorgestellt: der würzige Riegel "dipBAR" mit Insektenanteil
(Karlsruher Institut für Technologie), die Saucenpralinen "Saucy" aus
gerettetem Gemüse (Hochschule Bremerhaven) sowie die Biertreber-Chips
"TreGo" (Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe).

Bei der zwölften Runde von TROPHELIA Deutschland hatten sich 13
Studierenden-Teams von Hochschulen in ganz Deutschland beworben, um ihre
Ideen für innovative Lebensmittelprodukte mit einem ökologischen Benefit
vorzustellen. Sieben Favoriten-Teams wurden für das Finale ausgewählt, das
am 22. Juni 2021 erstmalig als digitales Format stattfand: Nach der Ideen-
Präsentation durch die sieben Teams durch einen Video-Beitrag sowie den
Versand von Verkostungsmustern an alle Jury-Mitglieder im Vorfeld konnten
die Teams am Vormittag des 22. Juni Fragen von der Jury via Zoom
beantworten. Abschließend nahm die Jury mittags ihre Bewertung nach
Punkten in verschiedenen Kategorien vor. An der virtuellen öffentlichen
Preisverleihung am Nachmittag nahmen über 80 Interessierte teil.

"Alle Teams haben unsere gesamte Jury sehr beeindruckt – sie haben nicht
nur hervorragende Produkte präsentiert, sondern in aller Kürze auch
Enormes auf die Beine gestellt, um das Finale in virtueller Form zu
ermöglichen!" betonte Dr. Georg Böcker, Sprecher der TROPHELIA-Jury 2021,
bei der Preisverleihung via Zoom. Er ergänzt: "Wir drücken nun unserem
"Tresties"-Team die Daumen, dass sie auch beim europäischen Wettbewerb
ECOTROPHELIA eine Platzierung erreichen!"

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