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Rundgang 2024 an der Kunsthochschule für Medien Köln: Vom Heumarkt 14 bis zum Filzengraben 2, 3. bis 7. Juli 2024

Ausstellungen, Filmprogramme, Lesungen, Performances und Konzerte
Mit Diplomarbeiten, Studienberatung, Führungen sowie Angeboten für Kinder
und Jugendliche

Begrüßung durch die Prorektorin Solveig Klaßen und Eröffnung mit den
Performances "Herzen Blau" von Jojo Sélavy und "Prof. Cheng" von Heike
Geltsch und Helin Sezen Korkmaz
Mittwoch, 3. Juli, 18 Uhr, Aula, Filzengraben 2, 50676 Köln

Ausstellung, Lesungen, Performances, Konzerte
Filmprogramm in der Aula
Donnerstag – Sonntag, 4. bis 7. Juli, 14 bis 20 Uhr, Filzengraben 2, 50676
Köln

Filmprogramm im Filmforum im Museum Ludwig
Freitag und Samstag, 20 Uhr, Bischofsgartenstr. 1, 50667 Köln

Die Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) lädt ein zum Rundgang 2024. Die
traditionelle Jahres-Show mit einem umfangreichem Ausstellungs- und
Filmprogramm, mit Konzerten, Performances und Lesungen präsentiert Werke
von Studierenden und Diplomand*innen des Studiengangs Mediale Künste.
Dabei wird zum ersten Mal das neue KHM-Hauptgebäude am Heumarkt 14 mit
seinem neuen Ausstellungraum und zwei Ateliers im Erdgeschoss bzw.
Hochparterre einbezogen.
Eröffnet wird der Rundgang 2024 am Mittwoch, den 3. Juli (18 Uhr, Aula der
KHM) mit einer Begrüßung der Prorektorin Solveig Klaßen und mit den beiden
Performances "Herzen Blau" von Jojo Sélavy und "Prof. Cheng" von Heike
Geltsch und Helin Sezen Korkmaz. Das Programm ist von da an bis Sonntag,
den 7. Juli, für alle ohne Eintritt offen.

Das Ausstellungsprogramm mit über 100 Werken von Studierenden, darunter
mit rund 25 Diplomand*innen, erstreckt sich über verschiedene Gebäude der
KHM entlang des Filzengrabens und bis hin zum neuen Hauptgebäude am
Heumarkt 14. Gezeigt werden in Ausstellungsräumen, Studios, Ateliers und
Seminarräumen sowie im benachbarten MATJÖ in der Mathiasstraße unter
anderem Mixed-Media-Installationen, Sound Art, Videokunst, Virtual
Reality, Fotografie, Animationen und Experimentalfilme. Dieses
Dauerprogramm wird täglich von Performances, Lesungen mit literarischen
Texten und Hofkonzerten begleitet.
Das Multispecies Studio bietet einen gemeinschaftlichen Raum zur
Diskussion von Ideen und Projekten, die die Perspektive von nicht
menschlichen Tieren, Pflanzen, Pilzen, Bakterien oder Künstlichen
Intelligenzen berücksichtigen.
Im [ ] ground-zero der Experimentellen Informatik stehen studentische
Praktiken im Zentrum, die Netzwerke, Robotik und Kybernetik, operative
Bilder, Philosophie und Materialität in der künstlichen Intelligenz
umfassen und in Frage stellen.
Und Atelier 2 lädt ein in einen Garten der Möglichkeiten, den „Garden of
possibilities“ – einer halb choreographierten, halb improvisierten Reihe
sozialer Experimente, die den Ausgangspunkt für eine längerfristige
Auseinandersetzung mit dem Seminarthema “(En)acting Together: Queering
Collectively” bilden.

Das Filmprogramm präsentiert insgesamt 38 Filme von Studierenden, die in
den letzten 12 Monaten entstanden sind. Es sind Spiel- und
Dokumentarfilme, Animationen, Musikvideos und Experimentalfilme in
unterschiedlichen Längen. Sie werden gemischt in zehn Programmblöcken in
der Aula der KHM (Donnerstag bis Sonntag, um 14, 16 und 18 Uhr) und im
Filmforum im Museum Ludwig (Freitag und Samstag, jeweils 20 Uhr) gezeigt.
Die Filmemacher*innen sind anwesend und geben nach der Vorführung ihrer
Filme Einblick in die Konzeption und Realisierung ihrer Filme.

Für Studieninteressierte bietet das Studienbüro donnerstags und samstags
eine Studienberatung am Infopoint an. Ab Donnerstag startet täglich eine
einstündige Führung mit dem Kanzler, dem Rektor oder den Prorektor*innen
der KHM im Filzengraben 2. Und erstmals gibt es für die jüngsten
Besucher*innen des Rundgangs (ab 6 Jahre) am Wochenende (6./7. Juli) ein
Filmprogramm in der Aula und zwei Workshops, die in Zusammenarbeit mit dem
Filmhaus Köln entstanden sind.

Im Kölner Stadtraum kann außerdem ab sofort ein AR-Plakat zum Rundgang
entdeckt werden – auf Plakatwänden, in Cafés, Museen und in kleinen Läden.
Ausgehend vom diesjährigen Entwurf des Rundgang-Plakats haben Studierende
aus dem Animationsstudio der KHM kurze Filmsequenzen entwickelt, animiert
und als Augmented Reality-Projekt mit dem Titel „Farbenrausch“ für
Smartphones programmiert. Auf dem Plakat befindet sich ein QR-Code, mit
dem Smartphone- Nutzer*innen zur Anleitung gelangen.

Originalpublikation:
https://www.khm.de/rundgang2024/

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Rheuma - eine unterschätzte Krankheit vieler Kinder und Jugendlichen

Die Stiftung Kindergesundheit informiert über ein Leiden, das oft nur
schwer zu erkennen ist, aber immer besser behandelt werden kann

Viele Menschen glauben, Rheuma sei eine typische Krankheit
schmerzgeplagter alter Frauen und Männer. Das stimmt so aber nicht: In
Deutschland leiden neben den rund zwei Millionen erwachsenen Rheumatikern
etwa 40.000 Kinder und Jugendliche an einer rheumatischen Erkrankung, d.h.
einer Entzündung von Gelenken und Organen. Rheuma tritt bei Kindern etwa
genauso häufig auf wie Diabetes oder Krebs und zählt damit zu den
häufigsten chronischen Leiden im Kindesalter, berichtet die in München
beheimatete Stiftung Kindergesundheit in einer aktuellen Stellungnahme.

„Es ist zu wenig bekannt, dass Rheuma-Erkrankungen in allen Altersgruppen
auftreten können. Besonders Kleinkinder, Schulkinder und Jugendliche sind
von ganz verschiedenen Erkrankungen betroffen, die nicht gleich als
entzündlich-rheumatisch erkannt werden“, berichtet Kinder- und
Jugendärztin Priv.-Doz. Dr. Annette Jansson, Leiterin der Rheumatologie
des Dr. von Haunerschen Kinderspitals und des Fachbereiches Rheumatologie
im integrierten Sozialpädiatrischen Zentrum der Universität München.
„Besonders dann, wenn keine Gelenkentzündungen vorhanden sind, denkt man
nicht auf Anhieb an Rheuma. Viele Mädchen und Jungen mit Rheuma-
Erkrankungen haben deshalb einen zu langen Leidensweg, bis die richtige
Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet wird“.

Bei Kindern besteht nicht jede rheumatische Erkrankung lebenslänglich, in
manchen Fällen heilt sie spontan aus, ohne Folgeschäden zu hinterlassen,
sagt PD Dr. Annette Jansson. Dennoch ist sie für die kleinen Patienten und
ihre Familien sehr belastend. Durch gezielte Therapien lassen sich jedoch
die Symptome oft gut behandeln, betont die Spezialistin der Münchner
Universitätskinderklinik.

Kinderrheuma hat viele Gesichter

„Rheuma“ ist der Oberbegriff für mehr als 400 bekannte unterschiedliche
Erkrankungen aufgrund von Entzündungen, die nicht durch Infektionen
verursacht werden. Neben dem bekannten Gelenkrheuma werden auch
Erkrankungen mit Entzündungen anderer Organe oder Systeme zu den
rheumatischen Erkrankungen gezählt. Sie können in jedem Alter auftreten.

Gelenkrheuma gehört zu den Autoimmunerkrankungen, bei denen das
Immunsystem den eigenen Körper – in dem Fall die Gelenke - angreift und
Entzündungen verursacht. Allerdings kann es auch im Rahmen von Infekten
oder aufgrund anderer Ursachen zu Gelenkentzündungen kommen, die entweder
spontan heilen oder mit Medikamenten heilbar sind. Sie machen 80 bis 90
Prozent aller Gelenkentzündungen aus und verlaufen häufig mild. Bei den
übrigen 10 bis 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen entwickeln sich
jedoch chronische Gelenkentzündungen. Bei diesen Kindern verläuft die
Erkrankung oft schubweise. Es können auch Knochen, Muskeln und sogar die
Augen betroffen sein. Diese Kinder benötigen eine spezielle Rheuma-
Therapie.

Mädchen häufiger betroffen als Jungen

„Die bei Weitem häufigste Form der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen
im Kindesalter ist die ‚juvenile idiopathische Arthritis‘ JIA, also die
chronische Gelenkentzündung“, erläutert Kinderrheumatologin PD Dr. Annette
Jansson. Als Arthritis werden entzündliche Erkrankungen der Gelenke
bezeichnet, „idiopathisch“ nennt die Medizin Krankheiten, deren Ursachen
nicht genau geklärt sind.

„Die Erkrankung beginnt oft im Vorschulalter. Von ihr sind Mädchen
häufiger betroffen als Jungen. Als erstes befällt die Entzündung meist die
Knie- oder Sprunggelenke, es können aber auch einzelne Finger- oder
Zehengelenke betroffen sein“.

Eine seltenere, aber durch wiederkehrende Fieberschübe ebenfalls sehr
belastende rheumatische Krankheit ist das sogenannte „Still-Syndrom“. Sie
betrifft den ganzen Körper, manchmal auch ganz ohne Gelenkentzündung. Der
Organismus des Kindes reagiert mit ähnlichen Symptomen wie bei den
ansteckenden Kinderkrankheiten: Das Kind fiebert oft über zwei Wochen und
auf seiner Haut zeigt sich ein Ausschlag mit lachsfarbigen Flecken.
Weitere mögliche Symptome sind Lymphknotenschwellungen, eine
Herzbeutelentzündung, vergrößerte Leber und Milz und eine Störung der
Blutbildung im Knochenmark.

Keine Lust auf Laufen und Bewegung

Anders als bei Erwachsenen äußert sich Gelenkrheuma bei Kindern oft nicht
gleich mit Schmerzen, sondern durch Einschränkungen der Bewegungsfähigkeit
und durch Schonhaltungen.

Der chronische Entzündungsprozess im Bindegewebe führt dann aber auch bei
Kindern und Jugendlichen zu Gelenkbeschwerden mit Schmerzen und
Schwellungen, zu Problemen, die das Kind und die gesamte Familieüber
Monate bis Jahre oder sogar Jahrzehnte belasten können. Heute weiß man,
dass Bewegung und Sport auch für Kinder mit Gelenkrheuma gut und wichtig
sind. Aus diesem Grund zielt die Behandlung darauf ab, dies möglichst
uneingeschränkt  zu ermöglichen.

Die ganze Familie leidet mit

Die Diagnose „rheumatische Erkrankung“ verändert abrupt das Leben der
Betroffenen und ihrer Familien. Priv-Doz. Dr. Annette Jansson berichtet:
„Es ist für die Familie und das Umfeld schwer zu verstehen, dass manche
Kinder mit Gelenkrheuma wegen der typischen Morgensteifigkeit Mühe haben,
einen sehr zeitig beginnenden Schulunterricht zu besuchen. Dass sie einen
langen Schulweg oft nicht ohne Hilfsmittel bewältigen können. Dass sie
nicht mehr Treppen steigen können. Dass sie keinen gelenkbelastenden
Schulsport absolvieren können, auch wenn die Funktionen ihrer Gelenke
scheinbar unbeeinträchtigt sind“.

Als besonders gravierend erweisen sich die Behinderungen der
Bewegungsfähigkeiten. Die davon betroffenen Kinder sind auf die Hilfe der
Familie angewiesen: Sie muss oft eine Vielzahl von Fahrten organisieren –
zu Arztvorstellungen, physiotherapeutischen Behandlungen und zu
Ergotherapien, zum Heilschwimmen und zum täglichen Besuch von Kita oder
Schule. Sind beide Eltern berufstätig, dann lassen sich diese Aufgaben
kaum bewältigen. In der Regel ist es die Mutter, die diese Pflichten
erfüllen muss, zu Lasten der übrigen Familienmitglieder und damit auch der
Geschwister.

Behandlung in spezialisierten Zentren

Wegen anhaltender oder erneut auftretender Beschwerden benötigen
rheumakranke Kinder mitunter auch stationäre Therapien in spezialisierten
Zentren. Dort muss eine komplexe Behandlung durchgeführt werden. Dabei
wird unter anderem mit einer intensiven Krankengymnastik versucht, die
bereits entstandenen Fehlhaltungen und Fehlstellungen zu lösen und die
Beweglichkeit des erkrankten Kindes zu verbessern. Priv.-Doz. Dr. Annette
Jansson: „Immer häufiger beobachten wir, dass Kinder und vor allem
Jugendliche unter Schmerz-Syndromen leiden, die sie – ohne dass organische
Ursachen gefunden werden können – erheblich an ihrer sozialen Teilhabe und
Entwicklung hindern. Hierfür gibt es mittlerweile Zentren, die multimodale
Therapie-Konzepte anbieten“.

Im Vergleich zu älteren Rheumatikern haben Kinder mit Rheuma heute
deutlich bessere Heilungschancen, betont die Stiftung Kindergesundheit. Es
sei jedoch entscheidend, dass das Kinderrheuma frühzeitig erkannt und
angemessen behandelt wird. Bei fast der Hälfte der Patienten heilt
Kinderrheuma bis zum Erwachsenenalter aus.

Hier finden Sie weitere Informationen :

- www.rheuma-liga.de (Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.)
- https://dgrh.de/Patienten.html (Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
und Klinische Immunologie e.V.)
- www.gkjr.de/fur-patienten-und-eltern/krankheitsbilder/ (Gesellschaft
für Kinder- und Jugendrheumatologie)
- www.kinderrheuma.com/kinder-jugendrheuma/medizinische-aspekte/
(Bundesverband Kinderrheuma e.V.)
- www.kinder-rheumastiftung.de/kinderrheuma-2/ (Deutsche Kinderrheuma-
Stiftung)
- www.jungundrheuma.nrw (Deutsche Rheuma-Liga Nordrhein-Westfalen e.V)

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Hallo Baby! Stanley-Daniel ist 2024 das 1.000. Baby am Uniklinikum

Ende Juni ist das 1000. Kind, das erste Jubiläumsbaby des Jahres, im
Dresdner Uniklinikum zur Welt gekommen. // Eltern vertrauen auf die große
Expertise des Teams im Kreißsaal sowie die vielfältigen Vorsorgeangebote.
// Neues Angebot der Salutophysiologiesprechstunde bietet ganzheitliche
Beratung in der Schwangerschaft.

Hallo Stanley-Daniel! Der Junge erfreut nicht nur seine Eltern Sandra und
Daniel, sondern auch das Team im Kreißsaal des Universitätsklinikums Carl
Gustav Carus Dresden. Stanley-Daniel ist das 1.000. Baby in diesem Jahr,
das in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe geboren wurde. Er
(3580 Gramm, 49 Zentimeter) kam am 21. Juni 2024, 03:24 Uhr zur Welt. Bei
den bis dahin 963 registrierten Geburten wurden 530 Jungen und 470 Mädchen
geboren. Darunter sind 38 Zwillingsgeburten. „Wir spüren ein großes
Vertrauen werdender Eltern in unsere Arbeit. Dabei stehen das Wohl der
werdenden Mütter und ihrer Kinder immer im Mittelpunkt. Schon frühzeitig
begleiten wir die Frauen in der Schwangerschaft und gehen dabei auch auf
physische und psychische Herausforderungen ein“, sagt Prof. Pauline
Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Mit
der Salutophysiologiesprechstunde haben die Hebammen jetzt ein neues
Angebot etabliert, das auf eine ganzheitliche Betreuung der Frauen schon
früh in der Schwangerschaft setzt.

Erneut hat das Team aus Hebammen, Ärztinnen und Ärzten sowie den
Pflegekräften am Universitätsklinikum Dresden das 1.000 Baby des Jahres im
Juni begrüßen dürfen. Bis zum 21. Juni wurden 963 Geburten registriert und
kamen 470 Mädchen und 530 Jungen zur Welt. Darunter sind 38
Zwillingspärchen Der Februar und der Mai sind bislang die
geburtenstärksten Monate in diesem Jahr. Im Mai kamen 168 Kinder zur Welt.
Im Februar waren es mit 181 sogar noch mehr. „Die anhaltend hohen
Geburtenzahlen sind Beleg für das Vertrauen, das uns werdende Eltern
schenken. Es ist unser großes Anliegen, jede Schwangerschaft individuell
zu begleiten. Dafür bieten wir neben der Beratung für Risiko- und
Mehrlingsschwangerschaften auch umfassende Beratungsangebote und
-sprechstunden an“, sagt Klinikdirektorin Prof. Pauline Wimberger.

Das neueste Angebot im Portfolio ist die Salutophysiologiesprechstunde.
Dafür haben sich zunächst zwei der 45 Hebammen im Team weiterbilden
lassen. Dabei geht es um eine ganzheitliche Begleitung und Betreuung der
Frauen während der Schwangerschaft und im Wochenbett. „Wir unterstützen
die physiologischen Anpassungsvorgänge, die jede Frau anders und
individuell während der Schwangerschaft erlebt“, sagt Hebamme Romy
Burckhardt. Durch gezieltes Fragen in einem ausgiebigen Gespräch werden
unter anderem körperliche Beschwerden wie Rückenschmerz, Schmerzen im
Becken, am Ischias, extremes Sodbrennen oder Atembeschwerden besprochen.
Inhalt sind weiterhin Schlafprobleme, Schwitzverhalten oder Stress durch
herausfordernde Konstellationen in der Familie. Es geht aber auch um
empfundenen mentalen Stress oder Ängste vor der Geburt. „Beschwerden
treten immer wieder in der Schwangerschaft auf. In unserer Sprechstunde
unterstützen wir Frauen, bei denen diese stärker ausgeprägt ist. Wir
vermitteln ein Verständnis dafür, was noch normal ist und was nicht“, sagt
Hebamme Juliane Schuster. Dabei steht die Frage nach dem körperlichen
Wohlergehen und dem individuellen Befinden im Mittelpunkt.

Das Ergebnis der Beratung sind Unterstützungsleistungen, die individuell
abgestimmt werden. Dafür steht den beiden Hebammen eine breite Palette zur
Verfügung – unter anderem verschiedene Massagen, Triggerpunkt-Technik,
Energiearbeit, Körperreisen und Ankersetzen, Visualisierungen sowie das
Vermitteln von weiteren Beratungsangeboten auch mit dem Partner zusammen.
„Wir wollen den Frauen zeigen, welche Ressourcen sie brauchen, um die
Herausforderungen zu bewältigen. Dabei kommt es auch darauf an, dass sie
Lösungen aus eigener Kraft herausfinden. Hier sind auch die Familie, der
Partner oder Physiotherapeutinnen und -therapeuten gefragt“, sagt die
leitende Hebamme Sandra Rings. Besondere Bedürfnisse und die individuelle
Situation der Frauen sind als Vermerk später auch dem Team im Kreißsaal
bei der Geburt bekannt – so ist auch hier ein individuelles Eingehen
möglich.

„Mit diesem Angebot unterstreichen wir die Wichtigkeit des mentalen
Wohlergehens der Frauen in der Schwangerschaft. Wir geben die Möglichkeit,
sehr sensibel, individuell und vor allem mit ausreichend Zeit darauf
einzugehen. Wenn es den Frauen körperlich wie mental gut geht, entwickelt
sich auch das Kind gut“, sagt Prof. Cahit Birdir. Der leitende Oberarzt
verantwortet nicht nur den Kreißsaal, sondern auch die
Intensivschwangerenberatung der Dresdner Uni-Frauenklinik. In diesem
Rahmen erhalten werdende Mütter bereits ab der Frühschwangerschaft eine
umfassende Betreuung mit allen verfügbaren Diagnose- und
Therapieverfahren. Das Team steht dabei insbesondere Müttern mit
Risikoschwangerschaften zur Seite, die so von einer kontinuierlichen
Versorgung bis zur Geburt profitieren. Dabei kümmern sich die
Medizinerinnen und Mediziner nicht nur um die Mütter in der
Schwangerschaft, sondern versorgen auch zu früh oder krank geborene Babys.

„Mit diesem Beratungs- und Betreuungsangebot binden wir unsere Hebammen
noch umfassender als bisher ein. Wir sind sehr stolz auf das Team und die
tolle Arbeit, die sie leisten“, sagt Prof. Pauline Wimberger. „Das Wohl
der Eltern und eine Wohlfühlatmosphäre mit Rundumbetreuung sind
Herzensanliegen.“

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Studierende der TH Bingen bieten Führungen an

m Rahmen des EMPOWER-Projekts „Walks & Talks“ bieten Studierende der
Technischen Hochschule Bingen zwei Führungen in Bingen und Büdesheim an.

Studierende der Technischen Hochschule Bingen haben im Modul
„Stadtökologie“ zwei „Walks & Talks“-Führungen entwickelt. In der
Stadtökologie werden Städte als Ökosysteme untersucht. Dabei werden
beispielsweise die spezifisch in Städten vorkommenden Lebensräume
betrachtet und Konzepte zur Grünplanung und Stadtgestaltung entwickelt.
Die erste Führung findet in Bingen, die zweite am Campus der TH Bingen in
Büdesheim statt.

An jeweils sieben bis acht Stationen gehen die Studierenden auf
verschiedene Themen ein. Die Führung in Bingen behandelt essbare Kräuter
und Heilpflanzen, Wärme sehen (Wärmebildkamera), „Krautschau“,
Fassadengrün, Funktion von Stadtbäumen, naturnahe Grabgestaltung sowie den
Rhein und das Rheinufer. Am Campus erfahren die Teilnehmenden mehr zu
Bäumen, Dachgrün, den Projekten „phänologischer Garten“, „Krautschau“,
„essbarer Campus“ und sprechen über Lichtverschmutzung und ihre
Auswirkungen.

•       Führung in Bingen am Montag, den 08.07.2024 um 14:40 Uhr,
Treffpunkt: Eingang Waldfriedhof Bingen, Ende: Park am Mäuseturm, Dauer
ca. 2,5 Std.
•       Führung am Campus in Büdesheim am Freitag, den 12.07.2024 um 14:30
Uhr,
Treffpunkt: großer Hauptparkplatz, Dauer ca. 1,5 Std.

Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Im Vorfeld können sich Interessierte die kostenlose App „Flora Incognita“
zur Pflanzenbestimmung herunterladen. Bitte achten Sie auf wettergerechte
Kleidung wie Kopfbedeckung oder Sonnencreme und bringen Sie ausreichend
Getränke mit. Bei Gewitter kann die Führung nicht stattfinden.

Für weitere Informationen oder Fragen steht Andrea Lösch telefonisch unter
+49 6721 409-380 oder per E-Mail an <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.> gerne zur
Verfügung.

Die Führungen werden im Modul „Stadtökologie“ der Studiengänge
Umweltschutz sowie Klimaschutz und -anpassung in Zusammenarbeit mit dem
Transferprojekt EMPOWER angeboten, welches durch die Förderinitiative
„Innovative Hochschule“ gefördert wird.

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