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Zukünftige Freiheiten: Reportagen aus der postkarbonen Gesellschaft des Jahres 2049

Die Universität Stuttgart hat im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2024 –
Freiheit ein neues Projekt eingeworben. Forschende des Internationalen
Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT), Studierende der
Politikwissenschaft und Mediengestaltung, Stuttgarter Bürger*innen sowie
Expert*innen unterschiedlicher Fachdisziplinen untersuchen und diskutieren
gemeinsam was Freiheit für zukünftige Generationen bedeutet. Dabei
erproben sie ein neues Format der Wissenschaftskommunikation: den
spekulativen Dokumentarfilm.

Freiheit: Ein Begriff, der polarisiert

„Kaum ein Begriff polarisiert derzeit so stark wie der Begriff der
Freiheit. Deswegen wollen wir dem kollektiven Pessimismus zukunftsfähige
Freiheitserfahrungen entgegensetzen“, erklärt Elke Uhl, Geschäftsführerin
des Internationalen Zentrums für Kultur- und Technikforschung (IZKT).
Umstritten ist, welche Formen gelebter Freiheit in Zukunft möglich sein
werden. Lässt sich die Erfahrung von Freiheit vom Ressourcenverbrauch
entkoppeln? Wie sieht unsere Freiheit im Jahr 2049 aus, wenn das
Grundgesetz seinen 100sten Geburtstag feiert? Oft wird die Debatte nach
einem allzu bekannten Schema geführt: Vom linken zum rechten politischen
Rand abgewandert ist ein Freiheitsbegriff, der Ungebundenheit,
individuelle Selbstverwirklichung und eine radikale Skepsis gegenüber dem
Staat betont. Formen diffuser Staatsfeindlichkeit zeigen, dass „Freiheit“
zu einem demokratiegefährdenden Schlagwort werden kann.

Entsprechend unproduktiv verläuft die Debatte meist: Während die einen
Rücksicht auch gegenüber kommenden Generationen einklagen, zeichnen die
anderen die Gefahr eines Nanny-States. Mit dem Projekt „Zukünftige
Freiheiten: Reportagen aus der postkarbonen Gesellschaft des Jahres 2049“
versuchen Wissenschaftler*innen gemeinsam mit Stuttgarter Bürger*innen und
gesellschaftlichen Akteur*innen diesen standardisierten Argumenten
entgegenzuwirken, indem sie die Debatte „erden“ und bei alltäglichen
Freiheitserfahrungen wie Fliegen, Bauen, Essen und Fahren ansetzen.

Im Dialog: Transdisziplinäres Projektseminar

„Unser Projekt appelliert an die politische Phantasie“, sagt Prof. Felix
Heidenreich, wissenschaftlicher Koordinator am IZKT. In einem
transdisziplinären und hochschulübergreifenden Seminar beschäftigen sich
Studierende theoriegeschichtlich und künstlerisch mit Freiheit und stehen
dabei in einem kontinuierlichen Austausch. Studierende der Merz Akademie
arbeiten in einer temporär eingerichteten Freiheitswerkstatt im
Hospitalviertel in Stuttgart und sammeln dort im Austausch mit
Bürger*innen und Expert*innen verschiedener Fachrichtungen Impulse für
„spekulative Dokumentarfilme“ – ein neues Format in der
Wissenschaftskommunikation, das auf dem Alltagswissen und den Erfahrungen
der Beteiligten basiert, mögliche Zukünfte anschaulich macht und
Zuversicht erzeugen soll: „Wir stellen uns vor, dass das, was Europa sich
vorgenommen hat, tatsächlich auch gemacht worden ist. Das ist gar nicht so
einfach. Sich die Apokalypse vorzustellen ist viel leichter“, erklärt
Prof. Peter Ott von der Merz Akademie.

Freiheitswerkstatt: Atelier Leuschnerplätzle

Die Freiheitswerkstatt ist nur wenige Schritte von der Leuschnerstraße in
Stuttgart entfernt. Hier wurde 1849 das „Stuttgarter Rumpfparlament“ als
erste gesamtdeutsche Demokratiebewegung militärisch niedergeschlagen. Mit
Unterstützung des Vereins Forum Hospitalviertel e.V. nutzen die
Projektpartner bis Ende September eine leerstehende Bürofläche als
„Atelier Leuschnerplätzle“. Das Atelier ist ein kollektiver Ort, an dem
Menschen mit unterschiedlichem Wissen und unterschiedlichen Erfahrungen
aufeinandertreffen und in unterschiedlichen Dialogformaten wie zum
Beispiel einem Stammtisch über Freiheitsvorstellungen diskutieren. Die
Ausstellung „Rückblick. Anblick. Ausblick (Looking back, looking at,
looking forward)“ thematisiert die Geschichte des Rumpfparlaments sowie
vergangene und zukünftige Freiheitvorstellungen.

Blick in die Zukunft: Spekulative Dokumentarfilme

Die aus den Impulsen der Freiheitswerkstatt und den Expert*innen-
Interviews entstandenen spekulativen Dokumentarfilme setzen sich mit den
Freiheitspraktiken Fliegen, Bauen, Essen, Fahren auseinander. Im Herbst
2024 werden diese „Reportagen aus der postkarbonen Gesellschaft des Jahres
2049“ im Hospitalhof Stuttgart in der vierteiligen Reihe „Film & Diskurs“
uraufgeführt und diskutiert. Die Filme werden darüber hinaus in einer
„Zukunftskinokiste“ im Stadtraum zu sehen sein. Das Projekt endet mit
einer interaktiven Abschlussveranstaltung im Format einer
Unterhausdebatte.

Über das Projekt

Unter Federführung des Internationalen Zentrums für Kultur- und
Technikforschung (IZKT) der Universität Stuttgart beteiligen sich die Merz
Akademie - Hochschule für Gestaltung, Kunst und Medien sowie die
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg an dem Projekt. „Zukünftige
Freiheiten: Reportagen aus der postkarbonen Gesellschaft des Jahres 2049.“
Es ist eines von 35 Projekten, die das BMBF im Rahmen des
Wissenschaftsjahres 2024 fördert. Insgesamt wurden 320 Projektskizzen
eingereicht.

Über das Wissenschaftsjahr 2024 - Freiheit

Das Thema des Wissenschaftsjahres 2024 ist Freiheit. Denn sie ist von
grundlegendem Wert und heute in lange nicht vorstellbarer Weise bedroht.
Zwei bevorstehende Jahrestage unterstreichen ihre Bedeutung für
Deutschland: 75 Jahre Grundgesetz und 35 Jahre Mauerfall. Das
Wissenschaftsjahr 2024 beschäftigt sich daher mit verschiedenen
Dimensionen von Freiheit. Was genau ist Freiheit? Hängen Freiheit und
Demokratie zusammen? Wo fängt Freiheit an? Mit vielfältigen Angeboten zum
Mitmachen bietet das Wissenschaftsjahr einen Rahmen, um
generationenübergreifend über Freiheit, ihren Wert und ihre Bedeutung zu
diskutieren– miteinander und mit der Wissenschaft. Über Freiheit von
heute, morgen und weltweit.

Das Wissenschaftsjahr ist eine Initiative des Bundesministeriums für
Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).

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WSI-Arbeitskampfbilanz 2023: streikintensives Jahr, doch unter Höchststand von 2015

2023 streikintensives Jahr, doch unter Höchststand von 2015 –
Arbeitskampfvolumen international im unteren Mittelfeld

2023 war im Vergleich der vergangenen zwei Jahrzehnte in Deutschland ein
konfliktintensives Jahr. Sowohl die Zahl der Arbeitskämpfe als auch die
durch Streiks ausgefallenen Arbeitstage haben sich gegenüber 2022 deutlich
erhöht. Wichtige und öffentlich stark beachtete Arbeitskämpfe zogen sich
über Monate hin, zum Teil bis ins Jahr 2024. Gleichwohl blieb sowohl die
Zahl der Streikteilnehmer*innen, als auch die Anzahl der ausgefallenen
Arbeitstage unter dem Höchststand von 2015. Bei einzelnen Kenngrößen
weisen auch noch einige andere Jahre seit 2006 überdurchschnittliche Werte
auf (siehe auch Abbildung 1 in der pd-Version dieser PM; Link unten). Das
zeigt die neue Arbeitskampfbilanz 2023, die das Wirtschafts- und
Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung heute
vorlegt.* Auch 2024 dürfte mit hoher Wahrscheinlichkeit „eher ein
arbeitskampfintensives Jahr werden“, schreiben die Forschenden. Ob dabei
die Werte des abgelaufenen Jahres übertroffen werden, sei aber durchaus
noch offen. Viel werde vom Verlauf der Tarifrunde in der Metall- und
Elektroindustrie im Herbst abhängen. Im internationalen Vergleich bewegt
sich Deutschland „trotz zunehmender Arbeitskämpfe immer noch lediglich im
unteren Mittelfeld“, analysieren die Wissenschaftler*innen. In Ländern wie
Belgien, Frankreich, Finnland, Kanada oder Dänemark ist das relative
Arbeitskampfvolumen um ein Mehrfaches höher. So fielen beispielsweise nach
den neuesten vorliegenden Zahlen pro 1000 Beschäftigte im mehrjährigen
Mittel in Belgien 103 Arbeitstage pro 1000 Beschäftigte aus, in Kanada 83
und in Dänemark 53. In Deutschland waren es 18 (Details unten und
Abbildung 2 in der pdf-Version).

Durch die außergewöhnlich starke Inflation und dadurch verursachte
Reallohnverluste war „eine Konstellation vorgegeben, die für die
Tarifverhandlungen im Jahr 2023 auf eine besonders hohe Konfliktintensität
hindeutete“, skizzieren die WSI-Fachleute Dr. Heiner Dribbusch, Prof. Dr.
Thorsten Schulten, Marlena-Sophie Luth und Thilo Janssen den besonderen
Hintergrund der aktuellen Tarifpolitik. Im Kern ging es 2023 um die Frage,
„wie die Kosten der Inflation zwischen Kapital und Arbeit verteilt werden
sollen“ – und das in einer Situation, in der die demografische Entwicklung
in vielen Bereichen die Position von Arbeitnehmer*innen stärke. Für 2023
haben die Studienautor*innen insgesamt 312 Arbeitskämpfe ermittelt – 87
mehr als 2022. Rechnerisch fielen dadurch 1.527.000 Arbeitstage aus – mehr
als doppelt so viele wie 2022. Etwas anders sah hingegen die Entwicklung
bei der Streikbeteiligung aus: Wurden 2023 über alle Arbeitsniederlegungen
hinweg insgesamt 857.000 Streikteilnehmer*innen gezählt, waren es 2022
rund 930.000 gewesen.

Zum Vergleich: 2015 war das arbeitskampfintensivste Jahr seit Beginn der
eigenständigen WSI-Arbeitskampfstatistik im Jahr 2006. 2015 streikten laut
WSI-Analyse mehr als 1,13 Millionen Menschen, dabei fielen gut zwei
Millionen Arbeitstage in 135 Arbeitskämpfen aus. Noch höher dürfte die
Arbeitskampfintensität Mitte der 1970er und 1980er Jahre gewesen sein.
Dass Deutschland 2023 und auch im ersten Halbjahr 2024 von Teilen der
Öffentlichkeit gleichwohl als „Streikrepublik“ wahrgenommen wurde, liege
vor allem daran, dass die Auswirkungen mehrerer Arbeitskämpfe unmittelbar
im Alltag vieler Menschen zu spüren waren, wie die Auseinandersetzungen im
öffentlichen Dienst, im Nahverkehr, an den Flughäfen und bei Post und
Bahn, so die Forschenden. Wie konfliktreich eine Tarifauseinandersetzung
ablaufe, hänge allerdings keineswegs allein von den Gewerkschaften ab,
sondern mindestens ebenso von der „Entschlossenheit und
Kompromissbereitschaft der Arbeitgeberseite“. Die Haltung von Arbeitgebern
habe 2023 und in der ersten Jahreshälfte 2024 stellenweise erheblich zur
Eskalation beigetragen.

Das prägte nach der WSI-Analyse auch einige weitere große Tarifrunden, die
weniger im Mittelpunkt standen, wie etwa der über 13 Monate laufende
Arbeitskampf im Handel oder die seitens der Arbeitgeber durch deren
Ablehnung eines Schlichtungsergebnisses provozierten Streiks im
Bauhauptgewerbe. Das gleiche gilt für eine Vielzahl von
Auseinandersetzungen um Haustarife.

Diese auf einzelne Betriebe und Firmen beschränkten, häufig eher
kleineren, Auseinandersetzungen machten auch 2023 wieder die große
Mehrheit der Arbeitskämpfe aus. Oft sei das Ziel gewesen, Unternehmen zum
Anschluss an bestehende Branchentarifverträge zu bewegen, nicht selten
ging es aber auch darum, überhaupt eine Tarifbindung zu erreichen. Als
prominentes Beispiel hierfür nennt der WSI-Report den dänischen
Windanlagenhersteller Vestas, bei dem erst nach 123 Streiktagen erstmals
ein Tarifabschluss gelang. Noch länger, nämlich 180 Tage, dauerte der
Arbeitskampf bei der Schrott- und Recyclingfirma SRW metalfloat in
Sachsen. SRW, das zu einem chinesischen multinationalen Konzern gehört,
reagierte auf Arbeitsniederlegungen mit Aussperrungen – eine seit
Jahrzehnten in Deutschland kaum noch praktizierte Eskalation. Der
Arbeitskampf endete im Mai 2024 ohne Tarifabschluss. Der WSI-
Arbeitskampfbericht analysiert diese und weitere wichtige Arbeitskämpfe
des Jahres 2023 ausführlicher.

„Die Tarifpolitik stand und steht seit gut zwei Jahren vor besonderen
Herausforderungen. Es sollte nicht überraschen, dass in einer Situation
mit der höchsten Inflation seit Jahrzehnten Beschäftigte den Anspruch
haben, ihre Reallohnverluste zu begrenzen und dann ihre Kaufkraft wieder
zu stärken. Indem auch durch Streiks entsprechende Lohnerhöhungen
durchgesetzt werden können, scheint das nun in mehreren Schritten zu
gelingen, und das bringt auch positive gesamtwirtschaftliche Impulse, wie
sich am langsam wieder anziehenden Konsum der privaten Haushalte zeigt“,
sagt der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Prof. Dr. Thorsten Schulten. „Auch
wenn die Arbeitskämpfe den Alltag einer Menge Menschen zeitweilig belastet
haben, zeigen gerade die vergangenen anderthalb Jahre, dass Tarifautonomie
funktioniert“, so Schulten.

– Aktuelle Forderungen nach Einschränkung des Streikrechts könnten leicht
bis zu 50 Prozent aller Beschäftigten betreffen –

Die wissenschaftliche Direktorin des WSI, Prof. Dr. Bettina Kohlrausch,
wertet die hohe Streikbeteiligung auch „als ein positives Zeichen, dass
sich wieder mehr Beschäftigte in den Gewerkschaften engagieren. Wie
verschiedene Studien aus dem WSI gezeigt haben, fördert ein solches
Engagement das Zutrauen, die eigenen Arbeits- und Lebensbedingungen
positiv beeinflussen zu können und stärkt damit nicht zuletzt auch die
Demokratie in Deutschland.“ Forderungen, das Streikrecht einzuschränken,
seien demgegenüber verfassungsrechtlich hoch problematisch und gingen
politisch und wirtschaftlich in die falsche Richtung.

Im internationalen Vergleich ist das Streikrecht in Deutschland ohnehin
relativ restriktiv, macht die WSI-Arbeitskampfanalyse deutlich. Politische
Streiks sind in vielen europäischen Ländern möglich. Hierzulande sind sie
dagegen weitestgehend ausgeschlossen. Aktuelle Forderungen, durch neue
Gesetze generell das Streikrecht in der „kritischen Infrastruktur“
einzuschränken, könnten leicht 40 bis 50 Prozent aller Beschäftigten in
Deutschland betreffen, denn „je nach konkreter Definition und genauer
Abgrenzung“ könne der Sektor entsprechend groß gefasst werden, schreiben
Dribbusch, Schulten, Luth und Janssen. Schon die quantitative Dimension
mache deutlich, dass es hierbei um einen massiven Eingriff ins Streikrecht
geht, der darauf abziele, die Verhandlungsposition der Beschäftigten
erheblich zu schwächen. Notdienstregelungen sind in existenziellen
Bereichen der Infrastruktur, etwa an Krankenhäusern, längst Standard.

– Internationaler Vergleich: Deutschland im unteren Mittelfeld –

In der internationalen Streikstatistik, bei der die arbeitskampfbedingten
Ausfalltage pro 1.000 Beschäftigte miteinander verglichen werden, liegt
Deutschland weiterhin im unteren Mittelfeld (siehe Abbildung 2 im Anhang),
so die Schätzung des WSI. Hierzulande fielen in den zehn Jahren zwischen
2013 und 2022, dem jüngsten Jahr, für das die nötigen internationalen
Vergleichsdaten vorliegen, aufgrund von Arbeitskampfmaßnahmen im
Jahresdurchschnitt rechnerisch pro 1.000 Beschäftigte rund 18 Arbeitstage
aus. Im Ländervergleich variiert das relative Arbeitskampfvolumen sehr
stark. Dabei lässt sich deutlich eine Spitzengruppe ausmachen. Das höchste
Arbeitskampfvolumen hat wie im Vorjahr Belgien, wo zwischen 2013 und 2022
im Jahresdurchschnitt 103 Ausfalltage pro 1.000 Beschäftigte zu
verzeichnen waren. Es folgen Frankreich (92 Tage allein im Privatsektor),
Finnland (90) und Kanada (83 Tage).

Nach dem Quartett schließt sich ein oberes Mittelfeld an, das neben
Dänemark Spanien und Norwegen umfasst. Hier fielen im Vergleichszeitraum
pro 1.000 Beschäftigte durchschnittlich zwischen 53 und 34 Arbeitstage pro
Jahr aus. Das untere Mittelfeld wird aktuell von Großbritannien (23 Tage)
angeführt und umfasst neben Deutschland auch die Niederlande, Polen und
Irland. 10 Arbeitstage pro Jahr fielen arbeitskampfbedingt im
Vergleichszeitraum in den USA und in Portugal aus. In der Schweiz,
Österreich, Schweden sowie der Slowakei sind Arbeitskämpfe sehr selten,
die Zahl der Ausfalltage recht in den zehn Jahren von 2013 bis 2022 von
zwei bis null.

Der Vergleich über einen längeren Zeitraum ist deshalb sinnvoll, weil die
Jahreswerte in vielen Ländern erheblich schwanken können. Auch wenn 2023
für deutsche Verhältnisse ein überdurchschnittlich streikintensives Jahr
war, dürfte sich das relative Arbeitskampfvolumen im für den
internationalen Vergleich relevanten 10-Jahres-Durchschnitt im kommenden
Jahr dadurch allenfalls geringfügig verändern, erwartet
Arbeitskampfexperte Heiner Dribbusch.

Anmerkung zur Methode der WSI-Arbeitskampfstatistik

Die Arbeitskampfbilanz des WSI ist eine Schätzung auf Basis von
Gewerkschaftsangaben und Medienberichten. Warnstreiks, insbesondere wenn
sie lokal begrenzt sind, werden nicht von allen Gewerkschaften erfasst.
Auch Streiks außerhalb des Tarifgeschehens, wie z. B. betriebliche
Proteststreiks, werden nur in Ausnahmefällen bekannt. Die Zahl der
arbeitskampfbedingten Ausfalltage (bzw. Streiktage) ist ein rechnerischer
Wert, in den neben den von Gewerkschaften gemeldeten Personen-Streiktagen
(d.h. der Summe der Kalendertage, an denen individuelle Mitglieder
Streikgeld empfingen) auch der vom WSI geschätzte Arbeitsausfall bei
Warnstreiks ohne Streikgeldzahlungen einbezogen wird. Analog zur amtlichen
Statistik werden bei der Streikbeteiligung Beschäftigte, die an zeitlich
getrennten Streiks oder Warnstreiks innerhalb eines Arbeitskampfes
teilnehmen, teilweise mehrfach gezählt. Die erfasste Streikbeteiligung ist
daher zumeist erheblich höher als die Anzahl der individuellen
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Verlauf eines Jahres ein- oder
mehrmals gestreikt haben.

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Ein Jahresempfang mit Einblicken Beeindruckende Themenvielfalt zeigt lebendige Hochschule

Als Schaufenster in die Zukunft, das Einblicke in Forschung und Lehre bot: so präsentierte sich die Hochschule Bochum auf ihrem Jahresempfang am 11. Juni 2024. In der BlueBox. An die 200 Gäste waren der Einladung des Präsidiums gefolgt und erlebten, unterhaltsam und pointiert von Prof. Jan Krause (FB Architektur) durch das Programm geführt, einen abwechslungsreichen und informativen Vormittag.

Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens ging in seiner Rede zur Entwicklung der Hochschule Bochum auf die Pläne der Landesregierung ein, sie mit der Hochschule für Gesundheit zusammenzuführen. Er verwies in Anbetracht des demografischen Wandels auf den längerfristig zunehmenden Konkurrenzdruck der Hochschulen im Lande und machte deutlich, dass eine größere Hochschule mit einem breiteren Spektrum an Studienangeboten und Forschungsfeldern für diese Entwicklung noch besser aufgestellt sein dürfte.

Aber auch sonst konnte der Präsident auf eine Reihe positiver Entwicklungen hinweisen. Er erläuterte, dass aktuell im Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwesen nicht nur die vom Land gestiftete Fahrradprofessur angesiedelt wird, sondern darüber hinaus eine weitere Professur im Bereich Verkehrswesen (Elektrische Verkehrssysteme) eingerichtet wird, sodass in Bochum ein Mobilitätsschwerpunkt mit vier Lehrstühlen entstehen wird.

Und neben anderem wies er auch auf den Erfolg des Clusters Wissenschaftliche Weiterbildung zum Nachhaltigkeitsreporting hin, das im August bereits in den dritten Durchgang starten kann.

Wie bereits im letzten Jahr, überbrachte Bürgermeisterin Gaby Schäfer die Grüße der Stadt und dankte für das vielfältige Wirken der Hochschule in der Ruhrmetropole. Die Zusammenarbeit mit ihr sei für die Stadt unverzichtbar und ihre Praxisbezogenheit ein Garant für die Balance zwischen Studium, Wissenschaft und Praxis. Und wie die entsprechende Initiative der Hochschule es auch zeige, habe „Gutes Miteinander“ hier Tradition. So passe die Hochschule perfekt zur Bochum Formel „Wissen – Wandel – Wir-Gefühl“.

Fünf Einblicke
In den Mittelpunkt des Empfangs rückte Moderator Jan Krause Einblicke in fünf Themenbereiche. Sie wurden jeweils von Akteuren der Hochschule persönlich vorgestellt. So erzählte Miriam Trümper über das Klimaschutzmanagement an der BO. Sie erwähnte das Klimaschutzkonzept, das bis Ende letzten Jahres erstellt worden ist und in dem einer Bestandsaufnahme der Verbräuche und weiterer Umweltbelastungen, aber auch der bereits eingeleiteten und durchgeführten Klimaschutzaktivitäten ein Maßnahmenkatalogzusammengestellt worden ist. Sie berichtete auch von Veranstaltungen wie der Pflanzentauschbörse oder dem Mobilitätstag.

Mit dem neu gegründete Energiewende-Institut (EnWI) machte die Zuhörenden Prof. Dr. Michael Rath bekannt. Er ist Mitglied des Gründungsinstitutsrates. Am EnWI sind „alle Fachbereiche von A bis W“ beteiligt. Es soll die Zusammenarbeit in den Studiengängen und die interdisziplinäre Forschung im Bereich der regenerativen Energiesysteme stärken und Lösungen zur Unterstützung und nachhaltigen Umsetzung der Energiewende schaffen.

Anschließend stellten Prof. Dr. Mi-Yong Becker und Stefan Simanek das neue MachMobil der Transferinitiative THALESruhr vor, das sich auf den Parkplätzen gegenüber der BlueBox platziert hatte. Das neue Fahrzeug kann vielfach bei Veranstaltungen und Aktionen eingesetzt werden. Auf dem Transporter ist eine Vision der „Stadt der Zukunft“ abgebildet, die die drei THALES-Transformationsfelder „Resilienz, Mobilität, Energie“, „Nachhaltiges Leben und Wirtschaften“ sowie „Produzieren, Planen, Bauen“ und die damit verbundenen neun Transferprojekte veranschaulicht. Der nächste MachMobil-Termin ist übrigens am 30. Juni im Freiluftmuseum Hagen, wo es beim Repairday um Upcycling von Kleidung gehen wird.
Außerdem präsentierten sie die MachBar. In der „MachBar“, dem Makerspace der Hochschule Bochum, kann Erdachtes Realität werden. Als ein Ort, an dem Kreativität auf innovative Fertigungsmöglichkeiten trifft, bietet sie maximale Möglichkeiten, Ideen praktisch und lösungsorientiert umzusetzen. Menschen der Region will sie einen kostenlosen Zugang zu verschiedenen Werkzeugen, Materialien und Know-how bieten.

Ähnlich im Ansatz ist auch MoVe, die Mobile Vernetzungsstelle der Hochschule. MoVe ist ein studentisches Projekt, ein variables und modular aufbaubares bewegliches Möbel.

Einblicke in eine erfolgreiche Forschungsförderung gaben sodann Vizepräsident Prof. Dr. Jörg Frochte und Prof. Dr. Christian Scheffer.„Space Ants“ heißt das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG unterstützte Projekt, bei dem Dr. Scheffer mit der Technische Universität Braunschweig und mit renommierten Institutionen wie der NASA und dem MIT zusammenarbeitet. Ziel ist es, autonome Roboter zu entwickeln, die in der Lage sind, komplexe Strukturen im Weltraum zu konstruieren und zu rekonfigurieren.

In die Entwicklung des Applied Excellence Department (AED) der Hochschulallianz Ruhr gab sodann Prof. Dr. Carsten Keßler einen Einblick. Er berichtete über den Antrittsbesuch von NRW-Wissenschaftsministern Ina Brandes beim AED in Herne, bei dem elf Professuren und ihre Mitarbeitenden in verschieden Projekten zu „nachhaltigen Zukunftsquartieren“ Lehre, Forschung und Transfer betreiben. Die gute Stimmung bei diesem Termin lässt hoffen, dass das MKW NRW das Projekt auch zukünftig unterstützen wird. Wenn sich diese Zusammenarbeit gut entwickelt, soll 2026 ein gemeinsamer Masterstudiengang (Energy, Mobility & Urban Transformation) entstehen …

Neue an der BO
Schon Tradition ist es, den Jahresempfang zur Vorstellungneuer Professorinnen zu nutzen. In diesem Jahr konnte die Hochschule gleich sechs Namen auf das Ankündigungs-Chart setzten.

Seit dem Wintersemester 23/24 ist Dr. Jutta Albus Professorin für Entwerfen und Konstruieren. Nachhaltiges Bauen im Fachbereich Architektur. Von ihrer Juniorprofessur an der Technischen Universität Dortmund hat sie einige Projekte (Modular – Zirkulär – Digital“ (DBU), LEGO (BBSR) & Einfach (Um)Bauen (BBSR)) mitgebracht, die jetzt das Forschungsportfolio ihres Fachbereichs bereichern.

Er sei eigentlich gar nicht neu an der BO, erklärte Prof. Dr. Andreas Dridiger, der im Fachbereich Bau-und Umweltingenieurwesen Baustoffkunde und Baustofftechnologie lehrt. Denn er hat an der Hochschule Bochum studiert und sodann mit einer kooperativen Promotion (TU Kaiserslautern) 2019 seinen Doktor gemacht. Und aus seiner Vertretungs- ist jetzt eine ordentliche Professur geworden.

Außerdem stellten sich Prof. Dr. Marcus Kröger (Fachgebiet Produktionssysteme und Logistik) aus dem Fachbereich Mechatronik und Maschinenbau, sowie aus dem Fachbereich Geodäsie Prof. Dr. Marius Appel (Fachgebiet Angewandte Informatik und Geoinformatik) und Prof. Dr. Daniel Czerwonka-Schröder (Fachgebiet Angewandte Geodäsie) vor. Und zum Schluss trat mit Prof. Dr. Christina Riegermann (Fachgebiet Internationales Management – Schwerpunkt: Marketing und Vertrieb) vom Fachbereich Wirtschaft noch eine Hochschullehrerin mit „Heimvorteil“ ans Mikrophon, denn sie hat „nebenan“ an der Ruhr-Universität studiert und promoviert.

Fachbereichsinseln spiegeln Forschungsvielfalt
Zum Ende des Empfangs gab es nach der Lehrpreisverleihung anschließend nicht nur die Gelegenheit zum geselligen Miteinander. Rund um das Klaus-Steilmann-Auditorium boten die Fachbereiche mit eigenen Präsentationsinseln Einblicke in ihre Arbeit und Forschung. So präsentierte etwa Prof. Dr. Christian Bockermann (FB Wirtschaft) seine Lego-Fabrik, mit der die Besucher im Online-Shop farbige Schokoladenkugeln bestellen konnten, Prof. Dr. Ansgar Greiwe vom Fachbereich Geodäsie stellte seine Drohne aus, mit der er z.B. in Australien eine Radioantenne photogrammetrisch vermessen hat. Bei der Architektur-Fachbereichsinsel gab unter anderem Prof. Sven Pfeiffer Einblicke in Techniken des 3D-Drucks im Bauwesen und Prof. Dr. Dietmar Gerhardt vom Campus Velbert/Heiligenhaus demonstrierte auf der Elektrotechnik-Fachbereichsinsel mit einer am CVH entwickelten Anlage, wie die Abstände der Loch-Stanzungen in Katalysator-Metallfolien kontrolliert werden können …

Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6826a.jpg> (2.91 MB)
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6805.jpg> (8.48 MB): Prof. Jan Krause, Leiter des Master-Studiengangs Architektur Media Management AMM, führte unterhaltsam und pointiert durch das Programm des Empfangs.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6814cut.jpg> (0.6 MB): Freute sich, die zahlreichen Gäste des Jahresempfangs begrüßen zu dürfen: Hochschulpräsident Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6845.jpg> (9.43 MB)
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6845.jpg> (8.79 MB): Prof. Dr. Michael Rath stellte im Gespräch mit Moderator Jan Krause das neue Energiewende-Institut (EnWI) vor.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF7040.jpg> (7.04 MB): Sechs neuberufene Professorinnen und Professoren stellten sich beim Jahresempfang 2024 vor (von links nach rechts): Prof. Dr. Christina Riegermann, Prof. Dr. Daniel Czerwonka-Schröder, Prof. Dr. Marcus Kröger, Prof. Dr. Jutta Albus, Prof. Dr. Marius Appel und Prof. Dr. Andreas Dridiger.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF7086.jpg> (9.61 MB): "Welche Sckokokugeln hätten Sie denn gern?" Prof. Dr. Christian Bockermann (FB Wirtschaft, Mitte) bei der Lego-Fabrik mit Online Shop.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF6780a.jpg> (2.42 MB): Ein Exponat der Fachbereichsinsel Elektrotechnik und Informatik präsentierte Prof. Dr. Dietmar Gerhardt (nicht im Bild) vom Campus Velbert/Heiligenhaus. Auf dem Rad ist eine Metallfolie für Katalysatoren aufgebracht, an der die Abstände der Stanzlöcher hochgenau vermessen werden.
Foto <https://www.hochschule-bochum.de/fileadmin/public/Die-BO_Einrichtungen/Hochschulkommunikation/Presse/2024/HSBO-Jahresempfang2024-LPF7132.jpg> (8.90 MB): Altprofessor Harald Gatermann informiert sich über Prof. Dr. Ansgar Greiwes Drohne bei der Fachbereichsinsel Geodäsie.

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Vom Kräutertee bis zur Cannabispflanze: Hilfe aus der Natur

Hilfe aus der Natur Symbolbild unsplash
Hilfe aus der Natur Symbolbild unsplash

Pflanzliche Extrakte, Tees und Öle: Die Natur hat so einiges zu bieten. Viele pflanzliche Wirkstoffe helfen bei körperlichen und psychischen Beschwerden und immer mehr Menschen greifen zu pflanzlichen Alternativen statt zu konzentrierten Pharmazeutika. Mit der Legalisierung von Cannabis hat auch die Regierung eine weitere pflanzliche Substanz anerkannt. Die in der Pflanze enthaltenen Cannabinoide haben vor allem beruhigende Wirkung und können bei zahlreichen psychischen Beschwerden helfen.

Linderung aus dem eigenen Garten


Psychische Beschwerden sind in der Gesellschaft keine Seltenheit mehr. Von Angstausbrüchen bis zu depressiven Phasen - immer mehr Menschen leiden unter zahlreichen Komplikationen dieser Art. Hilfe kann häufig schon aus dem eigenen Garten kommen. So gibt es beispielsweise zahlreiche Kräuter, aus denen ein Tee zubereitet werden kann oder die getrocknet auch als Gewürz im Essen die Psycho unterstützen können. Beruhigende Wirkstoffe entfalten vor allem Lavendel, Baldrian und Kamille. Diese Kräuter sind häufig auch in sogenannten Beruhigungs- und Gute-Nacht-Tees zu finden.
Eine deutlich stärker beruhigende Wirkung haben Cannabispflanzen. Die in den Blättern enthaltenen Wirkstoffe können beruhigend und schmerzlindernd wirken und dadurch sowohl psychische als auch physische Beschwerden lindern.

CBD – Cannabis ohne Rausch


Cannabis war in Deutschland lange Zeit nur in geringen Mengen und zu medizinischen Zwecken legal. Seit dem Jahr 2024 sind die Gesetze lockerer. Cannabispflanzen nun auch selbst angebaut werde – allerdings nur solche, deren Cannabinoide bestimmte Grenzwerte einhalten und niemals mehr als zwei Pflanzen pro Erwachsener im Haushalt. Cannabinoide gibt es viele verschiedene. Zu den bekanntesten gehören THC und CBD. THC ist der Wirkstoff, der bei Konsum der Hanfblätter – beispielsweise durch Rauchen – einen Rausch verursacht. THC kann beruhigende Effekte haben, weist allerdings auch einige Nebenwirkungen auf. Die Wirkung des Rausches ist individuell und kann nicht immer vorhergesehen werden. CBD hingegen wirkt nicht berauschend – hat aber auch keine bekannten starken Nebenwirkungen. Im Rahmen von medizinischen Behandlungen wir CBD unter anderem bei Epilepsie und teilweise sogar in der Krebstherapie eingesetzt. Der Wirkstoff kann beruhigen und Schmerzen lindern. CBD kann aus bestimmten Hanfpflanzen im Eigenanbau gewonnen werden und so auch ohne ärztliche Kontrolle genutzt werden.

Hanfpflanzen selbst anbauen – darauf kommt es an


Wer Hanfpflanzen selbst anbauen möchte, sollte sich unbedingt an die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen halten. In einem Haushalt, in dem Kinder leben, müssen Hanfpflanzen für die Minderjährigen unzugänglich angebaut werden. Generell ist der Anbau zudem in einem engen Kreis um Schulen und andere Kinder- und Jugendeinrichtungen zu vermeiden.
Wer Hanf selbst anbauen möchte, muss zudem beachten, dass die richtigen Samen genutzt werden. Canabis Samen kaufen ist mittlerweile in Deutschland legal möglich. Allerdings gibt es viele verschiedene Hanfpflanzen, weshalb stets ein wenig Recherche betrieben werden sollte. Ein seriöser Händler informiert auf seiner Website oder in Person über die angebotenen Samen und Pflanzen und deren Wirkstoffgehalt.

Hanfsamen aus dem Reformhaus oder der Drogerie


Hanfsamen gibt es freiverkäuflich schon lange in vielen Drogerien, Reformhäusern, Supermärkten und anderen Läden. Diese Samen eigen sich meist nicht zum Anbau, da sie nicht mehr keimen werden. Die Samen besitzen außerdem keine beruhigende oder berauschende Wirkung. Daher eignen sich die Samen nicht für den medizinischen Einsatz. Dennoch können sie der Gesundheit förderlich sein, denn auch die in der Lebensmittelabteilung erhältlichen Samen sind reich an wertvollen Inhaltsstoffen. So zeichnen sich die Samen etwa durch gesunde Fette und zahlreiche Vitamine aus.

Cannabis und andere heilsame Pflanzen


Wer Medizin aus der Natur nutzen möchte, kann auf zahlreiche verschiedene Pflanzen zurückgreifen. Insbesondere ein bunter Kräutergarten macht sich meist bezahlt. Seit dem Jahr 2024 ist außerdem der Hanfanbau mit Cannabinoiden in geringen Mengen legal. Der eigene Garten darf nun auch durch zwei Hanfpflanzen pro Erwachsener erweitert werden.

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