Studierende des Bachelorstudiengangs Integrative Gesundheitsförderung der Hochschule Coburg haben in einer Kooperation mit der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels Materialien entwickelt, mit denen im Unterricht praktische Möglichkeiten zur Vermeidung von Mobbing mit dem Smartphone erarbeitet werden. Sie werden in die Lehrpläne aller zehnten Klassen integriert.
Über das Projekt Entrepreneurship Track for Regional Impact on Global Challenges (ERIC) wurde eine Kooperation zwischen der Berufsschule Lichtenfels und dem Bachelorstudiengang Integrative Gesundheitsförderung vermittelt. Die Studierenden erarbeiteten in einem Projektseminar eine Lehr-Lern-Einheit zum Thema „Mach dein Smartphone nicht zur Waffe“. Konkret geht es dabei um die Aufklärung und Sensibilisierung für das Thema: Smartphone und Social Media als Mobbinginstrument. Im Schulalltag ist dies Dr. Joachim Selzam, dem Leiter der Staatlichen Berufsschule Lichtenfels, zufolge immer wieder Thema. Von den Studierenden wurden didaktische Materialien entwickelt, mit denen Lehrkräfte gemeinsam mit ihre Schülerinnen und Schülern praktische Möglichkeiten zur Vermeidung von Mobbing mit dem Smartphone im Schulalltag erarbeiten können. Die Schule wird die von den Studierenden entwickelte Lehr-Lern-Einheit in die Lehrpläne aller zehnten Klassen integrieren. Für die Berufsschule Lichtenfels war es nicht die erste Kooperation mit der Hochschule Coburg und die Beteiligten freuen sich auf weitere gemeinsame Vorhaben. Betreut wurde das Lehr-Projekt federführend von Prof. Dr. Susanne Esslinger. Unterstützt wurden die Studierenden außerdem von Denise Heimrich aus dem Projekt „Erfahrungswissen weitergeben – intergenerativ lernen“ (EWIG) und Dr. Christian Schadt aus dem Projekt ERIC.
„Power2Change: Mission Energiewende“ beleuchtet den Weg in eine klimaneutrale Zukunft und präsentiert Lösungsansätze für eine sichere Energieversorgung. Die Wanderausstellung ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und gastiert vom 21. Juni bis 1. September in der experimenta in Heilbronn.
Wie sehen die Stromnetze der Zukunft aus? Wie kann die Industrie CO₂ als Rohstoff nutzen? Und wie lässt sich die Energieeffizienz in der Industrie steigern? Diesen Fragen widmet sich die Ausstellung „Power2Change: Mission Energiewende“, die seit August 2022 durch das Bundesgebiet tourt. Vom 21. Juni bis 1. September 2024 macht sie Station in Deutschlands größtem Science Center, der experimenta in Heilbronn. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, entwickelt wurde sie im Rahmen des Verbundprojekts „Wissenschaftskommunikation Energiewende“.
„Mit der Ausstellung ‚Power2Change‘ möchten wir Orientierung geben und Möglichkeiten für ein nachhaltiges Handeln aufzeigen“, sagt Prof. Dr. Bärbel Renner, Geschäftsführerin der experimenta. „Die Bewältigung der globalen Herausforderungen ist uns als Science Center besonders wichtig. Wir freuen uns, dass die ‚Mission Energiewende‘ in Heilbronn Station macht und unsere Besucherinnen und Besucher aktuelle Forschungsprojekte zur Energiewende kennenlernen können“, so Renner weiter.
Aufbruch in eine klimaneutrale Zukunft „Power2Change: Mission Energiewende“ beleuchtet den Pfad in eine klimaneutrale Zukunft und präsentiert Lösungsansätze für eine sichere und bezahlbare Energieversorgung. Interaktive Medienstationen zeigen verschiedene Wege auf, wie Industrie, Wirtschaft und Verkehr klimaneutral werden können. Die Ausstellung regt zum Mitmachen und Diskutieren an: So können sich Besucherinnen und Besucher eine eigene Meinung bilden, indem sie Herausforderungen, Lösungswege und Forschungsprojekte kennenlernen.
Die vier Themenbereiche der Ausstellung stellen dar, wie eine Energieversorgung ohne fossile Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle funktionieren kann. In der Themeninsel „Vernetzen“ dreht sich alles um die „Stromautobahnen der Zukunft“ und die Frage, wie erneuerbare Energien dahin gelangen, wo sie gebraucht werden.Dass künftig verschiedene Papiersorten je nach Energieangebot produziert werden könnten, zeigt die Themeninsel „Verteilen“. Dort wird erklärt, wie die Industrie flexibel auf Energieangebot und -nachfrage reagieren und damit ihren Verbrauch verbessern kann. Können wir bald aus CO₂ Socken stricken oder Rohstoffe für Medikamente gewinnen? Antworten auf diese Fragen gibt es in der Themeninsel „Verwerten“. Hier erfahren Besucherinnen und Besucher, wie Industrieabgase sinnvoll genutzt und als Rohstoffe weiterverwendet werden können. In der Themeninsel „Verwandeln“ schließlich geht es um die Gewinnung klimaneutraler Kraftstoffe wie E-Fuels und deren Potenziale für den Verkehr.
Aktiv werden die Besucherinnen und Besucher auch beim Energiewende-Test: An den Stationen können sie mit einer Chipkarte abstimmen und beispielsweise über folgende Fragen nachdenken: Werde ich mein Konsumverhalten ändern? Was ist meine Meinung zu Energieimporten oder zum Ausbau von erneuerbaren Energien? Am Ende des Rundgangs geht es zur Auswertung und der Teilnehmende erfährt, welcher Energiewende-Typ er ist.
Energiemobil begleitet Ausstellung Als Ergänzung zur Ausstellung, deren Eintritt im experimenta-Ticket enthalten ist, ist das „Power2Change Energiemobil“ voraussichtlich ab Mitte Juli in der Region Heilbronn-Franken auf Tour. In der mobilen Ausstellung können Gäste selbst Wasserstoff erzeugen, den 3D-Druck eines Windrads erleben oder mit der VR-Brille ins Jahr 2045 reisen. Und natürlich miteinander ins Gespräch über die Energiewende kommen.
Weitere Informationen zur Ausstellung, Veranstaltungen und den Stationen des Energiemobils unter: www.power2change-energiewende.de
Die Ausstellung „Power2Change: Mission Energiewende“ ist aus dem Verbundprojekt „Wissenschaftskommunikation Energiewende“ heraus entstanden, in dem sich Partner aus Wissenschaft, Museen und Kommunikation zusammengetan haben. Gemeinsam wollen sie Forschungsergebnisse in die Gesellschaft tragen, Verständnis schaffen und zum Austausch anregen. Nach ihrem Gastspiel in Heilbronn wandert die Ausstellung nach Chemnitz weiter, wo sie von 24. September bis 1. Dezember zu sehen ist.
Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989-2023 Mittwoch, 03. Juli 2024, 18.30 Uhr Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Gartensaal Goethestraße 31, 45128 Essen
Spätestens seit den 1980er Jahren erregt kaum etwas die Öffentlichkeit so sehr wie die Frage, wie viele und welche Menschen, „die wir nicht gerufen haben“, Deutschland aufnehmen sollte. Klaus Neumann beschäftigt sich mit Antworten auf diese Frage: von Forderungen nach der Änderung von Artikel 16 des Grundgesetzes in den frühen 1990er Jahren über die sogenannte Willkommenskultur 2015 bis zur Neuauflage der Behauptung, das Boot sei voll, nach der Ankunft von Flüchtlingen aus der Ukraine 2022.
Der Historiker untersucht die unterschiedlichen Motivationen, Schutz zu gewähren oder Schutzsuchende abzuweisen. Im Mittelpunkt seiner Betrachtung stehen dabei lokale und lokalpolitische Auseinandersetzungen: im Westen Hamburgs und im südöstlichen Sachsen. Er macht anschaulich, wie sehr Aushandlungsprozesse um die lokale Aufnahme von DDR-Übersiedlern und Asylsuchenden, Aussiedlerinnen und Kriegsflüchtlingen verquickt waren mit Debatten über Rassismus und Rechtsextremismus, demokratische Teilhabe sowie west- und ostdeutsche Identitäten. Das Buch ermöglicht neue Einblicke in dreieinhalb Jahrzehnte deutscher Geschichte und ist zugleich ein Plädoyer für eine umfassende und gut informierte Debatte über die Frage, warum Deutschland Schutzsuchende aufnehmen sollte.
BEGRÜßUNG Julika Griem, KWI-Direktorin
DISKUTANTEN Klaus Neumann, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur Jan Philipp Reemtsma, Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur
MODERATION Danilo Scholz, KWI
TEILNAHME Die Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
VERANSTALTER Eine Veranstaltung des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) in Kooperation mit der Hamburger Edition
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI): Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist ein interdisziplinäres Forschungskolleg für Geistes- und Kulturwissenschaften in der Tradition internationaler Institutes for Advanced Study. Als interuniversitäres Kolleg der Ruhr-Universität Bochum, der Technischen Universität Dortmund und der Universität Duisburg-Essen arbeitet das Institut mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seiner Trägerhochschulen und mit weiteren Partnern in NRW und im In- und Ausland zusammen. Innerhalb des Ruhrgebiets bietet das KWI einen Ort, an dem die Erträge ambitionierter kulturwissenschaftlicher Forschung auch mit Interessierten aus der Stadt und der Region geteilt und diskutiert werden. Derzeit stehen folgende Forschungsschwerpunkte im Mittelpunkt: Kulturwissenschaftliche Wissenschaftsforschung, Kultur- und Literatursoziologie, Wissenschaftskommunikation, Visual Literacy sowie ein „Lehr-Labor“. Fortgesetzt werden außerdem die Projekte im Forschungsbereich Kommunikationskultur sowie Einzelprojekte. www.kulturwissenschaften.de
Lohnabrechnung selber machen Symbolbild von pixabay
Die Lohnabrechnung stellt eine zentrale Aufgabe für Unternehmen dar und ist entscheidend für die Zufriedenheit der Mitarbeitenden sowie die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Unternehmen stehen vor der Wahl, diese komplexe Aufgabe in Eigenregie zu bewältigen oder einen externen Service zu beauftragen.
Beide Ansätze haben ihre eigenen Vor- und Nachteile, die sorgfältig abgewogen werden müssen. Dieser Artikel bietet einen Überblick über die jeweiligen Vorteile und Nachteile, um Unternehmen bei der Entscheidung zu unterstützen, welcher Weg für sie der richtige ist.
Lohnabrechnung in Eigenregie: Flexibilität versus Aufwand
Lohnabrechnung in Eigenregie bedeutet, dass ein Unternehmen alle damit verbundenen Aufgaben selbst übernimmt. Dies umfasst die Berechnung der Löhne und Gehälter, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, das Erstellen von Abrechnungen und die Übermittlung von Steuer- und Sozialversicherungsdaten an die zuständigen Behörden.
Ein großer Vorteil dieser Methode ist die Kostenersparnis, da keine externen Dienstleister bezahlt werden müssen. Außerdem behalten Unternehmen die volle Kontrolle über alle Prozesse der Payroll und können flexibel auf Änderungen und individuelle Anforderungen reagieren.
Allerdings bringt die Eigenregie auch Tücken mit sich. Der Zeit- und Arbeitsaufwand ist erheblich, insbesondere für kleinere Unternehmen mit begrenzten Ressourcen. Jedoch erfordert die Lohnabrechnung spezielles Fachwissen und regelmäßige Schulungen, um stets auf dem neuesten Stand der gesetzlichen Vorgaben zu bleiben. Ein weiteres Risiko besteht in der Möglichkeit von Fehlern, die zu rechtlichen Konsequenzen und finanziellen Nachteilen führen können. Unternehmen müssen daher sorgfältig abwägen, ob sie über die notwendigen Kapazitäten und Kompetenzen verfügen, um die Lohnabrechnung effizient und fehlerfrei selbst zu bewältigen.
Externer Lohnabrechnungsservice: Effizienz durch Experten
Ein externer Service für die Lohnabrechnung übernimmt alle Aufgaben rund um die Gehaltsabrechnung für ein Unternehmen. Dazu gehören die Berechnung der Löhne, das Erstellen von Abrechnungen und die Übermittlung aller relevanten Daten an Steuer- und Sozialversicherungsbehörden.
Der größte Vorteil dieser Methode ist die erhebliche Zeitersparnis. Unternehmen können sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, während spezialisierte Dienstleister die Lohnabrechnung übernehmen. Externe Anbieter verfügen über umfassendes Fachwissen und aktuelle Kenntnisse der gesetzlichen Bestimmungen, was das Risiko von Fehlern und rechtlichen Problemen deutlich reduziert.
Doch diese Vorteile haben auch ihren Preis. Die Kosten für einen externen Service können erheblich sein, insbesondere für kleinere Unternehmen. Zusätzlich entsteht eine gewisse Abhängigkeit vom Dienstleister, was bei Kommunikationsproblemen oder Serviceausfällen zu Schwierigkeiten führen kann. Trotz dieser Nachteile bietet ein externer Lohnabrechnungsservice eine attraktive Option für Unternehmen, die ihre internen Ressourcen schonen und von der Expertise erfahrener Fachleute profitieren möchten. Die Entscheidung hängt letztlich von den individuellen Bedürfnissen und Kapazitäten des Unternehmens ab.
Worauf kommt es an und was zeigt die Erfahrung?
Die Entscheidung, ob die Lohnabrechnung in Eigenregie oder durch einen externen Service durchgeführt werden soll, hängt von mehreren Faktoren ab. Ein wichtiger Aspekt ist die Größe und Struktur des Unternehmens. Kleinere Unternehmen tendieren oft dazu, die Lohnabrechnung selbst zu erledigen, um Kosten zu sparen. Größere Unternehmen hingegen profitieren eher von externen Dienstleistern, die durch ihre Spezialisierung effizientere Prozesse und geringere Fehlerquoten bieten.
Auch die Verfügbarkeit interner Ressourcen spielt eine entscheidende Rolle. Unternehmen müssen prüfen, ob sie über ausreichend qualifiziertes Personal und technische Infrastruktur verfügen, um die Lohnabrechnung selbst durchzuführen. Ebenso wichtig ist eine Kosten-Nutzen-Analyse: Während externe Dienstleistungen zusätzliche Kosten verursachen, können sie durch Einsparungen an Zeit und internen Ressourcen wirtschaftlich sinnvoll sein.
Erfahrungsgemäß zeigt sich, dass kleinere Unternehmen häufig von der Flexibilität und Kontrolle bei Eigenregie profitieren, während mittlere und große Unternehmen die Expertise und Sicherheit externer Anbieter schätzen. Außerdem gibt es auch Hybridmodelle, bei denen Teile der Lohnabrechnung intern und andere extern abgewickelt werden, um die Vorteile beider Ansätze zu kombinieren. Die Wahl der richtigen Methode sollte daher sorgfältig auf die Bedürfnisse des Unternehmens abgestimmt werden.
Fazit
Es wird deutlich, dass die Wahl zwischen Eigenregie und externem Lohnabrechnungsservice von den spezifischen Bedürfnissen und Ressourcen eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter abhängt. Beide Optionen bieten einzigartige Vorteile und Hürden. Eine sorgfältige Abwägung aller Faktoren ist entscheidend, um die optimale Lösung für das eigene Unternehmen zu finden.