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Klimaschutz braucht kluges Wassermanagement DEN: „Hochwasser und Wassermangel sind zwei Seiten einer Medaille“

Große Teile Süddeutschlands haben in der jüngsten Vergangenheit unter Überschwemmungen gelitten, wie man sie seit Jahrzehnten nicht mehr gekannt hat. Gleichzeitig zeigen die Wetteraufzeichnungen der vergangenen Jahre, dass in immer heißeren Sommern auch in unseren Breiten Dürre und Wassermangel auftreten und zu akuten Notsituationen führen können. „Diese beiden Phänomene sind zwei Seiten einer Medaille“, sagt dazu der Vorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN, Dipl.-Ing. Hermann Dannecker. „Hochwasser und Wassermangel finden heute ihre Ursachen in den meisten Fällen im Klimawandel. Um solchen Phänomenen nach Möglichkeit vorzubeugen, sollten wir uns um ein kluges Wassermanagement bemühen.“

„Im Interesse unserer Kunden liegen uns Energieberaterinnen und Energieberatern im DEN nicht nur die klassischen Bereiche wie Gebäudehülle und Haustechnik am Herzen, sondern wir richten unsere Aufmerksamkeit ebenso auf geringinvestive Maßnahmen. Dazu gehört auch der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser, insbesondere wenn es sich um Warmwasser handelt“, so Dannecker. (…)

 

Weiterlesen unter https://www.deutsches-energieberaternetzwerk.de/den-pm-07-2024/

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Viadrina leitet Verbundprojekt zur Stärkung von Open Educational Resources an Hochschulen – Projekt CO-WOERK gestartet

Lehrmaterialien öffentlich zugänglich machen und kooperativ
weiterentwickeln, das ist ein Ziel des Projektes „Community zum
Wissenstransfer OER: Netzwerk von Bildungsakteur:innen (CO-WOERK)“, das im
Juni unter Leitung der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und
der Hochschule Neubrandenburg gestartet ist. Im Zentrum steht dabei die
Idee der Open Educational Resources (OER), also frei zugänglicher
Lehrmaterialien. Anliegen des Projektes ist es, Kompetenzen im Bereich OER
bei Lehrenden an Hochschulen und in der beruflichen Bildung in Brandenburg
und Mecklenburg-Vorpommern zu erweitern und bestehende Netzwerke
auszubauen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über drei
Jahre mit 3,16 Millionen Euro gefördert. Die Fördersumme für die Europa-
Universität Viadrina beträgt rund 678.000 Euro. Teil des Verbundes sind
neben der Viadrina und der Hochschule Neubrandenburg die Universitäten
Potsdam, Rostock und die BTU Cottbus-Senftenberg.

„Hinter dem Projekt steht der Gedanke einer größeren Offenheit und
Bildungsgerechtigkeit. Wir wollen von der Lehre als Black Box wegkommen.
Lehrende sollen auf didaktischer und fachlicher Ebene stärker voneinander
profitieren“, beschreibt Dr. Christin Barbarino, Leiterin von CO-WOERK,
die Motivation. Da sich die Herausforderungen in der Lehre an
verschiedenen Hochschulen ähneln, sei eine hochschul- und
bundesländerübergreifende Zusammenarbeit in Form von Open Educational
Resources sinnvoll. „Es geht dabei nicht nur um die Veröffentlichung von
Lehrmaterialien, sondern auch um die kooperative Weiterentwicklung“, so
Barbarino. So könne man beispielsweise gemeinsam daran arbeiten,
Materialien barriereärmer zu gestalten. Dank der international
verbreiteten Creative Commons-Lizenzen ist eine urheberrechtskonforme
Nutzung möglich.

In verschiedenen Initiativen legt die Europa-Universität Viadrina einen
Fokus auf das Thema Open Educational Resources. So sind im Rahmen des
Programms Kooperationsgruppen Digitale Lehre (PROKODIL) bereits praxisnahe
OER entwickelt und verbreitet worden:
https://www.europa-uni.de/de/struktur/zll/ueber-uns/auszuege-aus-unserer-
arbeit/aktuelle-projekte/prokodil/Open-Educational-Resources/index.html


Der Wirtschaftswissenschaftler Dr. Rick Steinert wurde 2023 für seinen
OER-Kurs über maschinelles Lernen mit dem Landeslehrpreis ausgezeichnet.:
https://www.europa-uni.de/de/universitaet/kommunikation/medienservice
/viadrina-logbuch/auszeichnungen/20231129-lehrpreis-rick-

steinert/Beitrag/index.html

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Hummel-Challenge im Sommer: Per App Hummeln melden

Citizen-Science-Projekt soll dabei helfen, mehr über die Vielfalt und
Verbreitung von Hummeln in Deutschland herauszufinden. Vom 20. Juni bis 3.
Juli kann jede*r mitmachen und möglichst viele verschiedene Hummeln
fotografieren.

Braunschweig (18. Juni 2024). Das Team des Wildbienen-Monitorings in
Agrarlandschaften am Thünen-Institut richtet die Hummel-Challenge 2024
deutschlandweit in Kooperation mit dem BUND Naturschutz Bayern aus. Die
Challenge findet einmal im Frühjahr und einmal im Sommer statt. „Im ersten
Zeitraum wurden vor allem Hummel-Königinnen erfasst, die im Frühjahr
unterwegs sind“, sagt Dr. Sophie Ogan, Projektverantwortliche für die
Hummel-Challenge am Thünen-Institut. Da die Hummeln im Sommer generell am
aktivsten und die Völker am größten sind, geht es vom 20. Juni bis 3. Juli
erneut darum, möglichst viele verschiedene Hummeln auf unterschiedlichen
Pflanzen zu fotografieren. Hummel-Fotos können über die Webseite
Oberservation.org oder mit Hilfe der Bestimmungs-App ObsIdentify
hochgeladen werden.

Mitmachen ist ganz einfach: Die kostenlose App ObsIdentify herunterladen,
Benutzeraccount anlegen, in der Natur so viele verschiedene Hummelarten
wie möglich fotografieren und in der App speichern. Für die Teilnahme sind
keine Artenkenntnisse nötig: Eine KI bestimmt die Hummeln anhand der
hochgeladenen Fotos. Zusätzlich überprüfen Hummel-Expert*innen die
Meldungen. Unter den besten zehn Teilnehmer*innen werden anschließend
tolle Preise verlost.

Die besten Chancen, verschiedene Hummelarten zu entdecken, haben
Hummelsucher*innen dort, wo viele verschiedene Blütenpflanzen zu finden
sind. Dr. Sophie Ogan erklärt, wie gute Fotos von Hummeln gelingen: „Am
einfachsten ist es, Hummeln beim Blütenbesuch zu fotografieren. Hier
sammeln sie Pollen und trinken Nektar und halten dafür kurz still. Die
Fotos sollten die Hummel vollständig zeigen und scharf gestellt sein. Für
die Forschung ist es außerdem spannend, wenn die Nahrungspflanze zu
erkennen ist.“

Teilnehmer*innen können in der App pro Meldung auch mehrere Fotos der
Hummel aus unterschiedlichen Perspektiven hochladen. Das erleichtert die
Bestimmung. Sollte ein Art nicht identifizierbar sein, wird die Hummel
aufgrund der erkennbaren Merkmale einer Sammelgruppe zugeordnet. Wichtig
ist, dass die Hummeln nicht gestört, gefangen oder gar getötet werden
dürfen.

Hummeln zählen zu den wichtigsten Bestäubergruppen sowohl für die
Landwirtschaft als auch für viele Wildpflanzen. Die Fotos aus der Hummel-
Challenge liefern eine wichtige Datengrundlage für die Forschung. „Wir
wünschen uns, dass möglichst viele Interessierte mitmachen und so dabei
helfen, das Wissen über Hummeln zu vergrößern. Durch die beim
Fotografieren gespeicherten Geodaten ist nachvollziehbar, wo welche Hummel
gesichtet wurde“, sagt Martina Gehret, Projektverantwortliche beim BUND
Naturschutz.

Wer sich über die Hummel-Challenge hinaus engagieren will, kann im Hummel-
Monitoring des Thünen-Instituts mitmachen. In diesem Citizen-Science-
Projekt erfassen Ehrenamtliche von März bis Oktober Hummeln auf einer
festgelegten Strecke. Die dafür nötige Artenkenntnis wird in Schulungen
vermittelt. Zum Zustand und zur Entwicklung von Wildbienenbeständen gibt
es bisher in Deutschland keine repräsentative Datengrundlage. Im
Forschungsprojekt „Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften“ am Thünen-
Institut für Biodiversität werden deshalb Methoden zur bestandschonenden
Erfassung von Wildbienen in landwirtschaftlich genutzten Räumen entwickelt
und getestet. Das Projekt ist Teil des Verbundprojekts MonViA, dem
bundesweiten Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften.

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Sozialpharmazie in NRW nimmt (Fehl-)versorgung in den Fokus

Wie sich das enorme Potenzial der Apotheken vor Ort in Zusammenarbeit mit
den Amtsapothekerinnen und Apothekern aus dem öffentlichen
Gesundheitsdienst noch besser zur Prävention von Fehlversorgung und Sucht
nutzen lässt – das ist Thema der diesjährigen Sozialpharmazie-Tagung im
Mai in Düsseldorf gewesen. Veranstaltet wurde der Austausch vom
Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG.NRW) und von der Akademie für
Öffentliches Gesundheitswesen (AÖGW). Gut 50 Amtsapothekerinnen und
Apotheker aus ganz Nordrhein-Westfalen (NRW) haben darüber diskutiert, wie
Prävention, Beratung und Versorgung von z.B. Opioidabhängigen verbessert
werden kann.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung widmeten sich insbesondere
dem Thema Fehlversorgung. Gerade in NRW als dem bevölkerungsreichsten
Bundesland ist es besonders wichtig, die zu versorgenden
Bevölkerungsgruppen im Blick zu behalten. Es gibt eine immer größer
werdende Anzahl an stationär zu pflegenden Patientinnen und Patienten,
Multimedikation insbesondere im Alter sowie eine Vielzahl an
Substitutionspatienten, Rauschgift- und Drogendelikten. Dass den
öffentlichen Apotheken als niedrigschwellige Institution der
gesundheitlichen Daseinsvorsorge in all diesen Punkten eine relevante
Bedeutung in Punkto Aufklärung, Prävention und Arzneimittelberatung
zukommt, wurde im Laufe der zweitägigen Vortragsreihe mehr als deutlich.
Apothekerinnen und Apotheker beraten nicht nur alltäglich im Zuge der
Arzneimittelabgabe und prüfen Arzneimittel sowie Verschreibungen auf
Echtheit und Unversehrtheit. Sie versorgen zudem Pflegeeinrichtungen,
führen erweiterte Medikationsberatungen im Falle von Polymedikationen
durch, vergeben Sub-stitutionsmittel an opiatabhängige Patientinnen und
Patienten, übernehmen die Belieferung mit Medizinalcannabis und erkennen
Fehlanwendungen, Miss-brauchspotentiale sowie Suchtverhalten. Insbesondere
das Problem des Medi-kamentenmissbrauchs, das durch älter werdende und
alleinlebende Menschen mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, fällt häufig
zuallererst in den Apotheken auf. Denn neben der fachlichen Expertise
laufen hier die Fäden von ärztlichen Verordnungen, Kundenberatungen und
persönlichen Gesprächen zusammen. Bei der Tagung konnte den Referentinnen
und Referenten aus den externen Versorgungsbereichen (wie z.B.
Versorgungspraxis, Krankenkassen, medizinisch-wissenschaftliche
Institutionen, Institutionen der Gesundheitshilfe, Landeseinrichtungen und
Forensik) das Dienstleistungsportfolio der Apothekerinnen und Apotheker
vor Ort nochmals deutlich vor Augen geführt werden. Insbesondere für die
Bereiche der Heimversorgung, der pharmazeutischen Dienstleistungen, der
Opioidsubstitution sowie der Beratung in Punkto Prävention wurde der
Mehrwert der pharmazeutischen Arzneimittelexpertise von den
Tagungsteilnehmerinnen und Teilnehmern unterstrichen.
Die Sozialpharmazie-Tagung bietet daher eine wichtige Plattform für die
sozi-alpharmazeutische Arbeit der knapp 80 Amtsapothekerinnen und
Amtsapotheker, vor allem mit dem Ziel, die intersektoralen Berufsgruppen
und Entscheidungsträger auf Kommunal- und Landesebene zu vernetzen und mit
Blick auf etwaige Versorgungsdefizite der Bevölkerung zu sensibilisieren.
Über den Ausbau der sozialpharmazeutischen Expertise im Rahmen des neu
geplanten ÖGD-Gesetzes sowie der Gründung des Landesamts für Gesundheit
und Arbeitsschutz (LfGA, geplant für 2025) soll dies auch weiterhin im
Sinne der Bevölkerungsgesundheit und mit starker Stimme für die
pharmazeutische Versorgung vor Ort gelingen. Handlungsbedarf, aber auch
großes Interesse zeigten sich in Düsseldorf ausnahmslos – auf beiden
Seiten des Podiums.

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