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Financial Times Ranking: WHU bietet bestes Master-in-Finance-Programm in Deutschland

Das Master-in-Finance-Programm der WHU – Otto Beisheim School of
Management erreicht im weltweit renommierten FT Masters in Finance Ranking
bundesweit den Spitzenplatz - zum fünften Mal in Folge. Auch im weltweiten
Vergleich verteidigt die Wirtschaftshochschule Rang 20, den sie bereits
2023 besetzte.

Mit ihrem Master-in-Finance-Programm hat es die WHU – Otto Beisheim School
of Management auch in diesem Jahr auf Platz 1 in Deutschland geschafft.
Wie bereits 2023 zählt die Hochschule im aktuellen Ranking auch zu den
Top-20-Wirtschaftshochschulen weltweit (Rang 20). „Wir freuen uns sehr,
dass wir in diesem wichtigen Ranking wieder auf Platz 1 in Deutschland
stehen und sehen es als besonderen Erfolg an, weltweit erneut zu den 20
besten Master-in-Finance-Programmen zu zählen“, kommentiert WHU-Rektor
Prof. Dr. Christian Andres das Ergebnis. Das Master-in-Finance-Programm
(MiF) der WHU ist eines von 65 Programmen von Hochschulen weltweit, die
für das Ranking bewertet werden.

Nachdem die WHU im vergangenen Jahr ihren Fokus auf das Thema
Nachhaltigkeit neu ausgerichtet hat, konnte sie sich in der Kategorie
„CO2-Emissionen“ stark verbessern und liegt nun auf Platz 6 (im
vergangenen Jahr Platz 45). Für diese Kategorie wird der CO2-Fußabdruck
der Hochschulen anhand der von den Hochschulen definierten Netto-Null-
Ziele für CO2-Emissionen und öffentlicher Berichte über die Prüfung der
Emissionen bewertet. „Dieses Ergebnis zeigt uns, dass wir mit unserem
starken, ganzheitlichen Fokus auf Nachhaltigkeit weltweit zu den
fortschrittlichsten Hochschulen im Bereich Sustainability gehören“, sagt
WHU-Rektor Andres. „Indem wir Nachhaltigkeit nicht nur in punkto
CO2-Einsparung umsetzen, sondern in Forschung, Lehre und all unsere
Aktivitäten integrieren, leisten wir einen wesentlichen Beitrag, um auf
allen Ebenen langfristig nachhaltige Veränderungen herbeizuführen.“

Ebenfalls herausragend bewertet ist das MiF-Programm der WHU in den
Kategorien „Karriere-Service“ (5. Rang), „Internationale Kurserfahrung“
(9. Rang), in der unter anderem Auslangsaufenthalte und -praktika
berücksichtigt werden, und „Alumni Netzwerk“ (10. Rang). Sowohl das Career
Center der WHU als auch das Alumni-Netzwerk In Praxi haben einen
bedeutenden Anteil am großen Karriereerfolg der Alumni und Studierenden.
Die Alumni des MiF bewerten das Programm im aktuellen Ranking mit 8,97 von
10 möglichen Punkten besonders gut – ein Indiz dafür, dass sie auch nach
ihrem Abschluss sehr zufrieden mit der WHU sind.

Die Financial Times veröffentlicht regelmäßig einige der weltweit
wichtigsten Hochschulrankings, an dem sich Studierende orientieren, die
sich für ein Studienprogramm entscheiden wollen. Die herausragenden
Hochschulen, die an dem Ranking teilnehmen, befinden sich auf der ganzen
Welt.

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Agri-Photovoltaik in 3D erlebbar

Im Juni 2024 präsentieren das ZALF, das Fraunhofer ISE, die Elysium Solar
GmbH und die Professur Technisches Design der TU Dresden erstmals den im
Projekt „SynAgri-PV“ entwickelten interaktiven Agri-PV-Demonstrator auf
mehreren Veranstaltungen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten
Forschungsprojektes „SynAgri-PV: Synergetische Integration der
Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen
Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in
Deutschland“ wurde das digitale Agrarlandschaftslabor „digi.farming.lab“
um ein aktuelles Thema in der Landwirtschaft erweitert: Agri-Photovoltaik,
kurz Agri-PV. Die digitale Plattform nutzt das bekannte Computerspiel
„Landwirtschaftssimulator“, um Forschungsthemen in einer realistisch
anmutenden 3D-Umgebung sicht- und auch erlebbar zu machen.

Das Zukunftsthema Agri-PV wird nicht nur für die Landwirtschaft zunehmend
attraktiv, sondern auch im Bereich der erneuerbaren Energien. Die bis 2045
in Deutschland angestrebte Treibhausgasneutralität macht einen zügigen
Ausbau in der Solarenergieerzeugung notwendig. Gleichzeitig steigt der
Druck auf das knappe Gut Land. Die Agri-Photovoltaik ermöglicht
Energieerzeugung, Landwirtschaft sowie Natur- und Umweltschutz auf einer
Fläche. Sie kann damit dazu beitragen, Zielkonflikte unter den
verschiedenen Nutzungsansprüchen zu reduzieren. Doch wie auch bereits bei
der Windkraft ist die Akzeptanz unter der Bevölkerung eine wichtige
Voraussetzung für den Markthochlauf in Deutschland.

Markthochlauf: Umsetzung und Akzeptanz

Vor diesem Hintergrund arbeiten seit Juli 2022 im Projekt „SynAgri-PV“
neun Partner aus Forschung, Praxis und Industrie gemeinsam an der
Entwicklung einer Roadmap für den breiten Ausbau von Agri-PV in
Deutschland. Damit die Verbreitung der Technologie gelingen kann, müssen
rechtliche Rahmenbedingungen weiterentwickelt, Anforderungen der
unterschiedlichen Zielgruppen definiert, Hemmnisse und weitere
Forschungsfelder benannt und schließlich auch Akzeptanzuntersuchungen
durchgeführt werden.

Hierzu werden Pilotanlagen begleitet und vernetzt, Beteiligungsformate
geschaffen sowie die gewonnenen Erkenntnisse ausgewertet, aufbereitet und
der breiten Öffentlichkeit und Politik zugänglich gemacht. Zur
öffentlichkeitswirksamen Begleitung des Projektes „SynAgri-PV“ wurde der
Aufbau eines virtuellen Demonstrators angestrebt, um allen relevanten
Akteuren sowie Interessierten eine Meinungsbildung auf informierter
Grundlage bieten zu können. Im Demonstrator setzen sich die Nutzerinnen
und Nutzer selbst ans Steuer von Landtechnik und erkunden die Technologie
unter realitätsnahen Bedingungen und mit aktueller Maschinentechnik. Im
Demonstrator sind hierzu verschiedene, marktreife Agri-PV-Technologien
umgesetzt. Die Einbettung in das Landschaftsbild ermöglicht gezielte
Aktzeptanzuntersuchungen zu verschiedenen Fragestellungen.

Für den Aufbau des Agri-PV-Demonstrators lieferten das Leibniz-Zentrum für
Agrarlandschaftsforschung (ZALF), das Fraunhofer-Institut für Solare
Energiesysteme ISE und die Elysium Solar GmbH Detailinformationen zu den
Inhalten, vier landwirtschaftliche Nutzungsszenarien und -umgebungen sowie
Konstruktions-Daten zu vier verschiedenen Agri-PV-Anlagen. Dipl.-Ing.
Helge Wanta, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für
Technisches Design der TU Dresden, übernahm die Visualisierung im
Computerspiel: „Mit einer für den Landwirtschaftssimulator eigens
entwickelten Karte und neuen Spielinhalten entwickeln und testen wir
unterschiedliche Landnutzungsszenarien unter Berücksichtigung von
Klimawandel und Bioökonomie.“.

Vier integrierte Agri-PV-Nutzungskonzepte als Best Practice Beispiele

Bei dem ersten Agri-PV-Nutzungskonzept wird die sogenannte „1-Achsen-
Tracker“ Agri-PV demonstriert. Hierbei sind Reihen der Unterkonstruktion
der PV-Module in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet, damit sich die Module
darauf über den Tag und der Sonne folgend von Ost nach West ausrichten
können. Dies hat den Vorteil, dass ausreichend Sonneneinstrahlung für eine
landwirtschaftliche Mehrfachnutzung auch zwischen den Reihen vorhanden ist
und mehr Strom über den Tag hinweg erzeugt werden kann. Aufgrund der
Flexibilität der Module ist eine Vielzahl von landwirtschaftlichen
Anbauformen in der Anlage möglich – für den Demonstrator wurde auf einer
digitalen Fläche von etwa 20 Hektar Weizen und Raps ausgewählt. „Tracking-
Agri-PV benötigt einen Schutzstreifen um die Ständer der Module. Diese
Streifen können durch Nutzung als Blühstreifen oder anderer
biodiversitätsfördernder Maßnahmen wertvolle Habitate für Flora und Fauna
bilden. So können heterogene landwirtschaftliche Flächen geschaffen
werden“, ergänzt Johann Neubert von der Elysium Solar GmbH, einem der
Projektpartner.

Auf einer 2,5 Hektar großen Fläche der digitalen Landschaft soll
Solarstrom im Sonderkulturanbau anhand semitransparenter PV-Module beim
zweiten Nutzungskonzept produziert werden. Julia Wamsler vom Fraunhofer
ISE stellt das zweite Nutzungskonzept vor, bei dem die Agri-PV eine
Durchfahrtshöhe von 3,7 Meter Höhe aufweist: „Als besonders geeignet
erweisen sich Obstbäume, die im Erwerbsobstbau vor Umwelteinflüssen wie
Starkregen, Hagel, Nachtfrost und starker Sonneneinstrahlung geschützt
werden. Zudem zeigen sie eine gewisse Schattentoleranz. In Frage kommen
unter anderem Apfel-, Birnen-, Kirsch-, Pflaumen- und Zwetschgenbäume.“

Beim dritten Nutzungskonzept auf einer Fläche von 0,7 Hektar mit
Kartoffeln und Hafer können gängige ackerbauliche Maschinen unter einer
hochaufgeständerten Anlage mit einer Durchfahrtshöhe von 5,8 Meter
arbeiten. Diese Agri-PV-Anlage eignet sich für den Acker- oder Gemüseanbau
und ist daher auch denkbar mit Reihenkulturen wie Kohl, Rüben, Salat, etc.

Das vierte Nutzungskonzept kombiniert die vertikale Agri-PV mit
Dauergrünland auf 20 Hektar. Diese Nutzungsform ist in Deutschland in zwei
Fällen realisiert worden. Durch den Reihenabstand von bis zu zwölf Metern
kann auf rund 90 Prozent der Fläche Grünland aber auch Ackerbau mit
gängigen Maschinen und Methoden betrieben werden. Die restlichen zehn
Prozent der Fläche können durch verschiedene Nutzungskonzepte, wie
Blühstreifen, zusätzlich in Wert gesetzt werden. Die hier eingesetzten
bifazialen Module in einer Ost-West- Ausrichtung lassen beidseitig Strom
produzieren.

Startpunkt des Demonstrators ist ein in der Landschaft integrierter Hof.
Als Verbindungsort aller Nutzungskonzepte dient eine Gemeinde mit
ausgebauter Infrastruktur. Hendrik Schneider, Pressesprecher des ZALF und
Initiator des „digi.farming.lab“ ist mit dem Ergebnis zufrieden:
„Interessierte haben die Möglichkeit, im Interaktionsbereich anhand eines
Gamepads und PCs auch selbst die verschiedenen Anlagen-Typen anzusteuern,
Maschinen zu bedienen, zu ernten usw. und sich an Informations-Pavillons
anhand von virtuell besuchbaren Pavillons zu Agri-PV und zu den jeweiligen
Anlagen zu informieren.“



Der Agri-PV-Demonstrator geht auf Tour

Der Agri-PV-Demonstrator wird im Juni auf folgenden Veranstaltungen
vorgestellt:

22. Juni: Lange Nacht der Wissenschaften in Berlin (ZALF)
27. Juni: Deutscher Bauerntag in Cottbus (ZALF

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Hitzewellen in Nordrhein-Westfalen: Landeszentrum Gesundheit NRW präsentiert Ergebnisse einer repräsentativen Befragung

Die gesundheitlichen Belastungen durch Hitze nehmen zu.  ©Kzenon - stock.adobe.com
Die gesundheitlichen Belastungen durch Hitze nehmen zu. ©Kzenon - stock.adobe.com

Das Landeszentrum Gesundheit NRW hat im Jahr 2022 eine repräsentative
Befragung mit 2.000 Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen
durchgeführt und die Ergebnisse nun veröffentlicht. Der NRW-
Gesundheitssurvey zum Thema Hitze und Gesundheit beleuchtet
gesundheitliche Belastungen durch Hitze, Schutzfaktoren, Verhalten bei
Hitze,
Wissen und Einstellungen zu Folgen des Klimawandels sowie
Anpassungsmaßnahmen
in Abhängigkeit vom Sozialstatus und der Wohnsituation.

Subjektive Belastungen durch Hitze, entlastende Faktoren, die Anpassung an
Hitze und das Wissen zu gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels
beleuchtet der am 6. Mai 2024 veröffentlichte NRW-Gesundheitssurvey zum
Thema Klimawandel und Gesundheit. Hierzu hat das Landeszentrum Gesundheit
NRW (LZG.NRW) im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und
Soziales im Herbst 2022 eine repräsentative Befragung mit 2.000
Bürgerinnen und Bürgern in Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Hitzewellen haben in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zugenommen und
eine weitere Zunahme gilt laut Umweltbundesamt als sicher. Auch der
„Klimaatlas“ des Landesamts für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW
zeigt einen ansteigenden Trend in Bezug auf Tropennächte in Innenstädten.
Dass mit den steigenden Temperaturen erhebliche gesundheitliche
Belastungen verbunden sind, belegen erhöhte Sterbefallzahlen während
sommerlicher Hitzeperioden. Laut einer Analyse des Robert Koch-Instituts
sind im Jahr 2022 in Deutschland etwa 4.500 Menschen aufgrund von Hitze
gestorben, im bisherigen Rekordjahr 2018 lag die Zahl der Hitzetoten bei
8.300 (Winklmayr C, an der Heiden M, Epid Bull 2022;42:3-9). Neben
Klimaschutz und strukturellen Anpassungsmaßnahmen wird deshalb auch die
klimabezogene Gesundheitskompetenz der Bevölkerung immer wichtiger.

Bei der telefonischen Befragung des LZG.NRW fühlte sich die Altersgruppe
der 70- bis 79-Jährigen besonders gut über die Auswirkungen von Hitze auf
die Gesundheit informiert. Hauptinformationsquelle ist in der Altersgruppe
ab 60 Jahren das Fernsehen und bei Personen im Alter unter 60 Jahren das
Internet.

54 % der Befragten fühlten sich durch Hitzewellen, bei denen die
Temperaturen mehrere Tage über 30 Grad im Schatten lagen, belastet.
Besonders stark von Hitzebelastung betroffen sind Beschäftigte in der
Gastronomie (83 %), im Bildungsbereich (66 %) sowie in der Handwerks- und
Baubranche (63 %). Eine weitere Risikogruppe sind Menschen, die in
(schlecht isolierten) Dachgeschosswohnungen leben.
Am häufigsten wird über Schlafprobleme, Erschöpfung,
Konzentrationsschwierigkeiten und Kreislaufprobleme im Zusammenhang mit
Hitzewellen berichtet. Frauen fühlen sich tendenziell stärker belastet und
passen ihr Verhalten z.B. in Bezug auf Aufenthalt im Schatten und Pausen
häufiger an als Männer.

Ergebnisse NRW-Gesundheitssurvey 2022:
https://www.lzg.nrw.de/_media/pdf/ges_bericht/survey/klima_gesundheit_2022.pdf

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KI für die Cloud – DFKI und Google erweitern Partnerschaft

Google und DFKI erweitern ihre Zusammenarbeit  DFKI  DFKI/Google
Google und DFKI erweitern ihre Zusammenarbeit DFKI DFKI/Google

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) und
Google vertiefen ihre Zusammenarbeit. Durch eine Finanzierung von Google
werden am DFKI vier neue Forschungsprojekte ins Leben gerufen, die
zentrale Fragen zu Themen wie Künstlicher Intelligenz, souveräner Cloud
und skalierbarer GPU-Cluster untersuchen werden. Im Rahmen der Forschung
soll die Erfahrung von Google im Bereich Cloud mit der Expertise des DFKI
in angewandter KI kombiniert werden. Google ist bereits seit 2015
Gesellschafter des DFKI.

Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO DFKI: „Gemeinsam mit Google entwickeln
unsere Forschenden KI-Technologien, die dabei unterstützen sollen, die
unglaubliche Vielzahl an Informationen im Web der Allgemeinheit zugänglich
zu machen. Die aktuellen Projekte reichen dabei von neuen
Verarbeitungsmethoden für komplexe Suchanfragen bis hin zu der Erweiterung
von GPU-Clustern in die Cloud. Die langjährige Zusammenarbeit mit Google
ist ein weiteres perfektes Beispiel dafür, wie aus dem erfolgreichen
Transfer von KI-Forschungsergebnissen in die Anwendung Mehrwerte am Markt
entstehen und sich darüber hinaus bewährte Partnerschaften etablieren.“

Dr. Wieland Holfelder, VP Engineering, Leiter des Google
Entwicklungszentrums in München: „Mit dem DFKI als einer der international
renommiertesten Forschungseinrichtungen verbindet uns seit vielen Jahren
eine enge Partnerschaft. Wir freuen uns sehr, diese mit weiteren
Forschungsprojekten weiter vertiefen zu können. In den  vier Projekten
werden die Kompetenzen des DFKI mit der Technologie der Google Cloud
kombiniert, um die Forschung voranzubringen.”

Das DFKI ist in der Verwendung der Fördermittel frei und wird die
Forschung in den vier geförderten Projekten eigenständig vorantreiben. Die
Ergebnisse sollen in Form von wissenschaftlichen Arbeiten veröffentlicht
werden. Expert:innen von Google Cloud helfen dabei, umfangreiche
Rechenarbeiten im maschinellen Lernen (ML) und die Speicherung von großen
Datenmengen in der Cloud durchzuführen. Im Zuge dessen kann das DFKI
Kompetenzen im Bereich Cloud Computing erweitern.

Mehr über die vier Forschungsprojekte

Private Data Adapters for ML. DFKI: Sebastian Palacio

„In diesem Projekt wollen wir das Problem des Kaltstarts bei Anwendungen
des maschinellen Lernens für private Datensätze angehen“, so Sebastian
Palacio, Projektleiter und Forscher im Bereich Smarte Daten &
Wissensdienste am DFKI in Kaiserslautern. Dieses Problem tritt auf, wenn
nicht genügend gelabelte Daten für das Training von ML-Modellen zur
Verfügung stehen, was die Entwicklung effektiver Lösungen behindert.
Traditionell wurde zur Lösung dieses Problems die manuelle Anpassung von
Modellen aus dem öffentlichen Bereich an einen privaten Datensatz
vorgenommen. Ein solcher Trial-and-Error-Ansatz ist jedoch zeitaufwändig
und oft ineffektiv.

Sovereign Cloud: Secure integration of business expert knowledge into
large language models. DFKI: Sven Schmeier, Roland Roller

Große Sprachmodelle sollen mit den neuesten Methoden der künstlichen
Intelligenz in die Webseiten des DFKI integriert werden. Damit können
nicht nur einfache Fragen gestellt werden (“Wer ist CEO”?), sondern auch
Dinge erfragt werden, die sonst kaum ersichtlich oder nur sehr schwer
kombinierbar sind. „Ziel des Projekts ist es zu erforschen, inwieweit es
möglich ist, Webseiten so zu erschließen, dass es möglich ist, komplexe
Fragen über diese Webseiten zu stellen“, sagt Sven Schmeier vom Bereich
Speech and Language Technology am DFKI.

End-to-End Active Learning Framework for Medical Image Annotation. DFKI:
Daniel Sonntag, Hans-Jürgen Profitlich, Ray Kodali

Eine große Herausforderung bei der Nutzung von künstlicher Intelligenz ist
die ausreichende Verfügbarkeit von gekennzeichneten Daten. Die Annotation
von Daten ist ein essentieller, aber auch zeitaufwändiger und
kostspieliger Prozess. Ein besonders effektiver Ansatz ist das sogenannte
‘Aktive Lernen’ durch Maschinen. Aktives Lernen verbessert Modelle des
maschinellen Lernens durch die strategische Auswahl der informativsten
Datenpunkte für die Kennzeichnung, was zu einem schnelleren und
effizienteren Lernen führt, da weniger manuell gekennzeichnete Daten
erforderlich sind. Daniel Sonntag und sein Team von Forschenden am DFKI in
Niedersachsen haben hierfür eine künstliche Intelligenz mit dem Namen
“MedDeepCycAL” entwickelt, die aktives Lernen in der medizinischen
Bildgebung bereitstellt. Sie bietet den Forschenden eine maschinelle
Unterstützung bei der Klassifizierung und Segmentierung von medizinischen
Bildern sowie eine freie Auswahl der Art der künstlichen Intelligenz.

Scaling on-premise GPU cluster to the cloud. DFKI: Christian Schulze

Für das Trainieren und Fine-Tuning von Sprachmodellen und anderen Deep-
Learning-Modellen sind groß-skalige Berechnungen nötig, die maßgeblich auf
spezialisierten Recheneinheiten, sogenannten Graphic Processing Units
(GPUs) ausgeführt werden. Das DFKI hält entsprechende Computer-Cluster in
seinen eigenen Rechenzentren vor, allerdings kann es passieren, dass der
Bedarf das Angebot übersteigt, z.B. vor wissenschaftlichen Konferenzen.
„Das Projekt soll die Erweiterung der bestehenden GPU Ressourcen in die
Cloud ermöglichen, wenn ein entsprechender Bedarf besteht, der mit den
vorhandenen Ressourcen nicht bedient werden kann”, erklärt Christian
Schulze, Projektleiter und Forscher am DFKI in Kaiserslautern. Es handelt
sich hierbei um einen Proof of Concept (POC), der die Grundlagen für Cloud
Deployments on demand legen soll. Im Fokus steht hier insbesondere
Infrastructure as Code.

Bisherige Zusammenarbeit Google und DFKI

Google ist seit 2015 Gesellschafter des Deutschen Forschungszentrums für
Künstliche Intelligenz (DFKI). Das DFKI war das erste
Forschungsunternehmen in Europa, an dem sich Google durch eine
Kapitaleinlage und einen Sitz im Aufsichtsrat beteiligt hat.
Die Zusammenarbeit zwischen Google und DFKI ist vielfältig. So vergibt das
IT-Unternehmen regelmäßig Forschungs- und Entwicklungsaufträge an das
DFKI. Forschern des DFKI wurde bereits mehrfach ein internationaler
Forschungspreis von Google verliehen. Auch über Personaltransfers sind die
Verbindungen seit vielen Jahren intensiv. Dr. Wieland Holfelder vertritt
Google im Aufsichtsrat des DFKI.

Über das DFKI

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH (DFKI)
verbindet wissenschaftliche Spitzenleistung und wirtschaftsnahe
Wertschöpfung mit gesellschaftlicher Wertschätzung. Das DFKI forscht seit
über 35 Jahren an KI für den Menschen und orientiert sich an
gesellschaftlicher Relevanz und wissenschaftlicher Exzellenz in den
entscheidenden zukunftsorientierten Forschungs- und Anwendungsgebieten der
Künstlichen Intelligenz. In der internationalen Wissenschaftswelt zählt
das DFKI zu den wichtigsten „Centers of Excellence“. Aktuell forschen ca.
1.560 Mitarbeitende aus über 76 Nationen an innovativen Software-Lösungen.
Das DFKI wurde 1988 als gemeinnützige Public-Private-Partnership (PPP)
gegründet. Es unterhält Standorte in Kaiserslautern, Saarbrücken, Bremen
und Niedersachsen, Labore in Berlin und Darmstadt sowie Außenstellen in
Lübeck und Trier.

Über Google

Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Informationen der Welt zu
organisieren und sie allgemein zugänglich und nutzbar zu machen. Dazu
gehört es auch, künstliche Intelligenz ambitioniert, verantwortungsvoll
und im Austausch mit anderen weiterzuentwickeln, so dass alle davon
profitieren können. Mit Produkten wie der Google Suche, Maps, Gmail,
Chrome, Gemini, den Pixel Smartphones und Watches oder Plattformen wie
YouTube spielt Google eine wichtige Rolle im täglichen Leben von
Milliarden von Menschen. In Deutschland ist Google seit 2001 vertreten und
beschäftigt mittlerweile mehr als 2.500 Mitarbeitende an den vier
Standorten Hamburg, Berlin, München und Frankfurt. Gemeinsam mit lokalen
Partnern arbeitet Google Deutschland an zahlreichen
Digitalisierungsprojekten, etwa im Bereich Bildung, Handel, Infrastruktur,
Klima- oder Datenschutz. Im Google Safety Engineering Center (GSEC) in
München entwickelt Google Datenschutz-Anwendungen für die ganze Welt. Und
mit Kommunikationslösungen, einem Cloud-Rechenzentrum in der Nähe von
Frankfurt und zwei Cloud-Regionen mit Fokus auf erhöhter Effizienz und
Nachhaltigkeit unterstützt Google Unternehmen in Deutschland bei ihrer
digitalen Transformation. Google ist eine Tochtergesellschaft von Alphabet
Inc.

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