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Call for Abstracts: 13. Europäischer Kongress für Musiktherapie 2025

Unter dem Motto »Bridges« findet der 13. Europäische Kongress für
Musiktherapie nächstes
Jahr in Hamburg statt. Noch bis zum 15. September 2024 können Abstracts
eingereicht
werden, die für die musiktherapeutische Praxis und Forschung zum Thema
relevant sind.

Hamburg, 14.06.24.
Mit dem Thema sollen gegensätzliche Sichtweisen in den Dialog,
unterschiedliche Interessen in die Diskussion und benachbarte Disziplinen
in die Interaktion gebracht werden. Als Mitveranstalter lädt die MSH
Medical School Hamburg – University of Applied
Sciences and Medical University Studierende, Forschende und
Praktiker:innen aus unterschiedlichen musiktherapeutischen Perspektiven
und verwandten Disziplinen zu einem lebendigen und anregenden Austausch
miteinander ein.

Ab sofort und bis zum 15. September 2024 können Abstracts für Vorträge,
Poster, Workshops, Roundtables sowie Symposien u. ä. eingereicht werden,
die für die musiktherapeutische Praxis und Forschung im Rahmen des Themas
relevant sind. Die eingereichten Abstracts (max. 250 Wörter einschließlich
Referenzen) werden vom wissenschaftlichen Komitee einem Blind-Peer-Review
unterzogen. Bei der Begutachtung werden die folgenden Kriterien bewertet:

• Relevanz in Bezug auf das Thema,
• praktische und theoretische Implikationen für die Musiktherapie,
• Qualität der empirischen Arbeit und theoretische Fundierung,
• Klarheit der Ideen und der Struktur,
• Neuartigkeit und Originalität.

Der 13. Europäische Musiktherapiekongress »Bridges« wird in Kooperation
mit der Europäischen Musiktherapie-Vereinigung EMTC von der MSH Medical
School Hamburg – University of Applied Sciences and Medical University,
Hochschule für Musik und Theater Hamburg und Deutsche Musiktherapeutische
Gesellschaft veranstaltet. Weitere Details und Informationen zum Kongress
unter https://www.emtc2025.de.

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Neuer Master-Studiengang „Räume, Politiken und Gesellschaften Europas“ startet im Wintersemester

Ab dem Wintersemester gibt es an der Universität des Saarlandes den neuen
Master-Studiengang „Räume, Politiken und Gesellschaften Europas“, der
Humangeographie, Politikwissenschaft und Soziologie miteinander verbindet.
Studierende untersuchen darin Europa mit sozialwissenschaftlichen
Methoden, um das Zusammenwirken von Raum, Politik und Gesellschaft zu
verstehen. Eine Bewerbung ist noch bis 31. August möglich. Am kommenden
Dienstag können Studieninteressierte in einem Online-Event Informationen
erhalten und Fragen stellen.

Die Module des viersemestrigen Masters bieten einen Einblick in
historische und aktuelle Entwicklungsprozesse in Europa. Methoden der
empirischen Sozialforschung werden vertieft, um Studierenden das
qualitative und quantitative Handwerkszeug für eigene empirische
Forschungsprojekte an die Hand zu geben. In Seminaren befassen sich die
Studierenden mit aktuellen Forschungsdebatten der Humangeographie,
Politikwissenschaft und Soziologie und legen einen disziplinären
Schwerpunkt auf zwei der drei Teilbereiche (Geographie, Politik,
Soziologie).

Das dritte Semester ist für die Auslandsmobilität reserviert, als
Auslandssemester oder alternativ als Auslandspraktikum. Die Masterarbeit
im letzten Semester wird durch ein Kolloquium begleitet. Absolventinnen
und Absolventen des Masterstudiengangs sind für anspruchsvolle
Berufstätigkeiten mit quantitativer, qualitativer und europäischer
Ausrichtung optimal qualifiziert.
Die Bewerbung (nur zum Wintersemester) ist noch bis zum 31. August über
das Online-Einschreibe-Portal der Universität des Saarlandes möglich.

Wer sich für den neuen Masterstudiengang interessiert, kann am Dienstag,
18. Juni, um 13 Uhr an einem Online-Lunch-Talk teilnehmen. Der Lunch Talk
bietet einen Überblick über die Schwerpunkte des Studiums und informiert
darüber hinaus etwa über Berufsmöglichkeiten. Nach einem kurzen Input gibt
es die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.

Link zum Meeting s.u.

Meeting ID: 389 196 935 564
Passcode: RLwJtB

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Jun.-Prof. Dr. Carola Fricke (Studiengangsleitung): carola.fricke@uni-
saarland.de
Dr. Carol Ludwig (Studienfachberatung): Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.,
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

www.uni-saarland.de/fachrichtung/europaforschung/raeume-europas

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Weniger ist mehr - auch in der kardiologischen Diagnostik

Deutschland ist weltweit führend in der invasiven Diagnostik von
kardiologischen Erkrankungen – allerdings ohne eine messbare Verbesserung
der Herzgesundheit. Nun soll eine weitere (nicht-invasive) Untersuchung
ambulante Kassenleistung werden. Die Deutsche Gesellschaft für
Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) begrüßt diese Entscheidung
grundsätzlich, warnt jedoch davor, das neue diagnostische Verfahren als
Add-on, also zusätzlich, einzusetzen.

Kürzlich hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschlossen, dass die
nicht-invasive koronare Computertomografie (CT-Koronarangiografie / CCTA)
bei Verdacht auf chronische / stabile koronare Herzkrankheit (KHK) auch
ambulant Kassenleistung werden soll. Die Entscheidung ist nachvollziehbar:
Die Untersuchungsqualität ist im Vergleich zu invasiven
Koronarangiografien bei CT-Koronarangiografien mindestens gleichrangig,
außerdem gibt es weniger Komplikationen. Strahlenbelastung gibt es jedoch
bei beiden Verfahren.

„Die Entscheidung des G-BA kann zu einer echten Weichenstellung in der
Koronar-Diagnostik werden. Damit können wir neue Versorgungswege
beschreiten, die nicht zwangsläufig über das invasive Katheter-Labor
führen müssen“, kommentiert Prof. Martin Scherer, Präsident der DEGAM.
„Allerdings kann es sich in zwei Richtungen entwickeln: Entweder wird die
CCTA als Add-on zusätzlich zum Herzkatheter eingesetzt (wie in Dänemark zu
beobachten) oder die CCTA ersetzt zunehmend die invasive
Koronarangiografie (wie in England). Das dänische Beispiel sollte Warnung
für uns sein, die bereits jetzt bestehende Überdiagnostik nicht weiter zu
verstärken. Andernfalls wird sich die gegenwärtige Unterversorgung im
Bereich von anderen und insbesondere rasch zugänglichen kardiologischen
Leistungen weiter verschlechtern.“

Prof. Erika Baum, Pastpräsidentin der DEGAM, ergänzt: „Bisher wird nur in
25 Prozent der Fälle ein nicht-invasives Verfahren gemäß den aktuellen
Leitlinien angewendet, wie auch die Studie ENLIGHT kürzlich gezeigt hat.
Damit wird erneut deutlich: Im Bereich der Koronarangiografien leistet
sich Deutschland eine klare Überversorgung – das bindet Ressourcen und
gefährdet die Patientensicherheit, auch in Hinblick auf den
Strahlenschutz.“

Die Diagnostik und Therapie von koronaren Herzerkrankungen (KHK) liegt an
der Schnittstelle von Kardiologie und hausärztlicher Praxis. Die DEGAM
setzt sich schon seit vielen Jahren dafür ein, die Versorgung der
Herzpatientinnen und -patienten zielgerichteter anzulegen und gleichzeitig
die bestehende Überdiagnostik abzubauen – und hat das Thema auch in ihrer
Leitlinie „Schutz vor Über- und Unterversorgung“ aufgegriffen.

Bereits im vergangenen Herbst hatte die DEGAM an Anhörungen im G-BA
teilgenommen. „Die hohe Zahl der Koronarangiografien in Deutschland ist –
vor allem im internationalen Vergleich – medizinisch nicht zu erklären“,
betont Präsidiumsmitglied Dr. Günther Egidi, der das Thema innerhalb der
DEGAM federführend begleitet. „Mit dem nicht-invasiven Verfahren haben wir
eine neue Option, die Versorgung zu verbessern. Dabei ist es unsere
Aufgabe als Hausärzte, im Sinn des Strahlenschutzes dafür zu sorgen, dass
die Patientinnen und Patienten nach CCTA nicht routinemäßig auch noch
einen Herzkatheter bekommen. Die ambulante CCTA soll für Betroffene mit
intermediärem Risiko (Vortestwahrscheinlichkeit zwischen 15 und 50
Prozent) und ohne Kontraindikationen zum Goldstandard werden – wie es auch
in der Nationalen VersorgungsLeitlinie steht.“

Für Hausärztinnen und Hausärzte ist – neben der Anamnese und der
körperlichen Untersuchung – der Marburger Herz-Score ein wichtiges
Instrument, um die betroffenen Patientinnen und Patienten mit mittlerem
KHK-Risiko zu identifizieren.

Zur Leitlinie Schutz vor Über- und Unterversorgung – gemeinsam
entscheiden: https://www.degam.de/leitlinie-s2e-053-045lg

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Neue Dauerausstellung ab 18. Juli: Schiffswelten – Der Ozean und wir

Wie schwimmt ein Schiff? Wie ist es konstruiert? Was gehört alles zu einem
Schiff? Was macht ein Schiff mit dem Meer? Die neue Dauerausstellung
„Schiffswelten – Der Ozean und wir“ im Bangert-Bau des Deutschen
Schifffahrtsmuseums (DSM) / Leibniz-Institut für Maritime Geschichte in
Bremerhaven gibt ab 18. Juli 2024 Antworten. Nach rund zweijähriger
Bauzeit lädt sie auf 2800 Quadratmetern dazu ein, Schiffe und deren
Geschichten zu entdecken, die Kräfte des Meeres kennenzulernen und zu
sehen, wie man mit ihnen umgeht.

Schiffe wecken Sehnsucht und erzeugen Wissen. Sie nutzen die Kräfte der
Natur und verändern die Welt. Ohne Teamwork kein Schiff: Das trifft auf
den Schiffbau wie auf die Mannschaft an Bord zu. Schiffe zeigen
Erfindungsreichtum und Entdeckerfreude. Sie sind aber genauso Mittel und
Zeuge einer gnadenlosen Ausbeutung der Erde – mit unumkehrbaren Folgen.
Immer größer, schneller, weiter: Schiffe sind auch Teil des
Wirtschaftssystems. Je mehr Menschen über den Zusammenhang zwischen
Schiffen, Schifffahrt und den Meeren wissen, desto besser können sie
einschätzen, wie sie mit ihnen die Zukunft beeinflussen.

Für "Schiffswelten" wurden mehr als 2000 Objekte aus der Sammlung des
Hauses völllig neu in Szene gesetzt. Die Gestaltung übernahm die
renommierte Berliner Agentur chezweitz. Die Ausstellung beginnt mit der
Frage, wie ein Schiff entsteht: Schiffe zu bauen bedeutet seit der
Industrialisierung im 19. Jahrhundert, sich in einem immer globaler
werdenden Wirtschaftssystem zu positionieren. Die Planung eines Schiffes
stellte und stellt immer ein Großprojekt dar. Der Bau eines Schiffes, sein
Betrieb und sein Abwracken stehen in Abhängigkeit von weltweiten
finanziellen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Wie sehr sich dies auf
die Lebenswirklichkeit auf Werften auswirkte und auswirkt, wird u.a.
anhand der Rolle von Migrant:innen im Schiffbau gezeigt. Die Arbeit auf
den Werften zeigt aber auch, wie stark sich der Bau eines Schiffes auch
heute noch von anderen Industriezweigen unterscheidet. Ein Schiff zu bauen
ist und bleibt ein einzigartiges Unterfangen.

Forschungsschiffe gehören zu den faszinierendsten Spezialschiffen, die es
gibt. In der Mitte der neuen Ausstellung steht deshalb auch eine große
Installation, die ein Forschungsschiff darstellt. Das DSM möchte zeigen,
wie auf und mit einem solchen Schiff geforscht wird. Zahlreiche
Mitmachstationen laden Museumsgäste zum Entdecken an Bord ein. Es wird
veranschaulicht, wie die Reise des Wissens vom Meer zum Land verläuft, was
eine abenteuerliche Expedition mit „Big Data“ zu tun hat und warum
wichtige Erkenntnisse manchmal erst der Büroroutine bedürfen.

Ein Schiff ist ein hochkomplexes Puzzle. Das verdeutlicht der Bereich
„Schiff und Ausrüstung“. Die einzelnen Bestandteile haben die kulturellen
Vorstellungen seit Jahrhunderten geprägt: Was wäre die Alltagssprache ohne
den Anker? Schiffsbestandteile und ihre Materialien stellen aber auch
immer Eingriffe des Menschen in den ökologischen Raum Meer dar. Daher
werden alternative Antriebsformen gezeigt: Vom wiederentdeckten
Segelantrieb bis zur Imitation von Haihaut als Mittel gegen Schiffsbewuchs
– Innovationen im Schiffbau helfen, die Eingriffe des Menschen in das Meer
weniger folgenreich zu gestalten und damit die Zukunft zu sichern. Sie
sind das Bindeglied zwischen der wissenschaftlichen Erforschung des Meeres
auf der einen und seiner ökonomischen Nutzung auf der anderen Seite.

Das Wissen darum, warum ein Schiff schwimmt und wie U-Boote es schaffen,
unter Wasser zu bleiben, warum es Gezeiten gibt, ist Teil unseres Alltags.
Der Bereich Schiff und Umwelt informiert mit Experimenten, aber auch mit
dem Blick auf die Objekte, wie sehr der Umgang mit den Gesetzmäßigkeiten
des Meeres zur Beziehung zwischen Mensch und Meer beigetragen hat.
Besonders beeindruckend zeigt sich dies in der Geschichte der analogen
Computer, der beiden stationären Gezeitenrechner, die Teil dieses
Ausstellungsbereichs sein werden.

Seit Beginn der Menschheitsgeschichte entnehmen Menschen dem Meer Nahrung
– aber nicht nur das: Mit dem Meer verbanden und verbinden sich Hoffnungen
auf neue Heilungsformen und alternative Lebensentwürfe, auf Vernetzung und
eine bessere Zukunft. Neu aufgeflammte Debatten um die Nutzbarkeit
mineralischer Ressourcen wie Manganknollen zeigen, wie politische und
wirtschaftliche Interessen über den Schutz der Meere gestellt werden.
Sie zeigen auch, wie wenig über die Folgen dieses Handelns reflektiert
wird. Objekte wie die Harpunenkanone oder ein motorisiertes Fischereiboot
regen zum Nachdenken über das Verhältnis der Menschen zu den Meeren an.

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