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Förderpreis des VDI für Julian Stockemer von der Hochschule Mainz

v.li. Dr. Emde mit Förderpreisträger N. Schwarz, M. Barth, N. Reuter, J. Stockemer und Vorsitzender M. Ludwig  Heiner Engelter | VDI  All rights reserved
v.li. Dr. Emde mit Förderpreisträger N. Schwarz, M. Barth, N. Reuter, J. Stockemer und Vorsitzender M. Ludwig Heiner Engelter | VDI All rights reserved

Julian Stockemer wurde für seine herausragenden Studienleistungen in der
Fachrichtung Angewandte Informatik und Geodäsie der Hochschule Mainz mit
dem renommierten Förderpreis des VDI Rheingau-Bezirksvereins
ausgezeichnet.

Ein weiteres Mal wurde mit Julian Stockemer ein Student der Fachrichtung
Angewandte Informatik und Geodäsie der Hochschule Mainz mit dem
angesehenen Förderpreis des Vereins Deutscher Ingenieure ausgezeichnet.
Die feierliche Preisverleihung fand am 18. April 2024 im Rahmen der
ordentlichen Mitgliederversammlung des VDI Rheingau-Bezirksvereins in der
Stadthalle Flörsheim statt. Wir gratulieren Julian sehr herzlich.

Ausgezeichnet wurde Julian Stockemer für seine Masterarbeit im Studiengang
Geoinformatik und Vermessung. Im Kontext des i3mainz-Forschungsprojekts
„BAM - Big-Data-Analytics in Environmental and Structural Monitoring"
entwickelte Stockemer interaktive Visualisierungsverfahren zur Darstellung
komplexer Analyseergebnisse im Zusammenhang mit Multi-Bike-Sharing-
Stationen in Hamburg. Die Ergebnisse seiner Arbeit finden sich bereits in
einer internationalen Publikation wieder und werden auch in die
Forschungsarbeiten von Alexander Rolwes am i3mainz einfließen.

Julian Stockemer arbeitet seit dem Abschluss seines Masterstudiums als
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Hochschule Mainz. Zunächst
beschäftigte er sich im Rahmen des Projekts „Explorative OER im Bereich
Computergrafik“ mit Open Educational Resources und entwickelte in
Zusammenarbeit mit Kollegen u.a. der Hochschule Worms innovative
Lehrinhalte. Seit Anfang 2024 arbeitet er im Rahmen eines
Forschungsprojekts des i3mainz mit der Deutschen Bahn an IT-Lösungen zur
Erstellung eines Echtzeit-Datendienstes für Rettungsfahrzeuge. Auch die
Lehre der Fachrichtung unterstützt Julian Stockemer: Seit dem
Sommersemester 2024 unterrichtet er das neue Modul Augmented & Virtual
Reality Anwendungen.

Vier Absolventen erhielten 2024 den Förderpreis des VDI Rheingau-
Bezirksvereins e.V. Dieser wird jährlich für hervorragende Leistungen mit
ingenieurtechnischem Schwerpunkt während des Studiums und in der
Abschlussarbeit verliehen. 2020 wurde bereits Bastian Plaß, 2023 Sarah
Schütz und Lukas Haas mit dem VDI Förderpreis ausgezeichnet. Sie alle
absolvierten ihren Bachelor- bzw. Masterstudiengang Geoinformatik und
Vermessung an der Hochschule Mainz.

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Globale Gerechtigkeit und Ungleichheit im Fokus

An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit.  JLU / Till Schürmann
An der Schnittstelle zwischen Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften: Der neue spanischsprachige Masterstudiengang an der JLU beschäftigt sich mit globaler Gerechtigkeit und Ungleichheit. JLU / Till Schürmann

Erster spanischsprachiger Masterstudiengang in Hessen: „Justicia y
desigualdades: Estudios comparativos culturales“ startet zum
Wintersemester an der Universität Gießen

Ungerechtigkeit und soziale Ungleichheiten in verschiedenen Formen gehören
zu den größten aktuellen und zukünftigen Problemen auf globaler Ebene. Die
Auseinandersetzung mit diesen Herausforderungen ist daher auch in den
Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs)
der Agenda 2030 der Vereinten Nationen verankert. Ein neuer
internationaler Masterstudiengang an der Justus-Liebig-Universität Gießen
(JLU) widmet sich diesem Thema und analysiert Nord-Süd-Asymmetrien aus
kritischer Perspektive. Der spanischsprachige Masterstudiengang „Justicia
y desigualdades: Estudios comparativos culturales“ wird erstmals im
Wintersemester 2024/2025 angeboten.

Das neue interdisziplinäre Masterstudienangebot befasst sich mit einem
höchst gesellschaftsrelevanten Thema an der Schnittstelle zwischen
Geistes-, Sozial- und Rechtswissenschaften. Der internationale,
interdisziplinäre und pluralistische Charakter des Masterstudiengangs
ermöglicht es den Studierenden, zentrale Gerechtigkeitsfragen unserer Zeit
aus unterschiedlichen Perspektiven zu reflektieren und ihre Positionen
wissenschaftlich fundiert zu erarbeiten. Dies beinhaltet beispielsweise
die Thematisierung aktueller Debatten aus der Friedens- und
Konfliktforschung, der Literatur- und Kulturwissenschaft, der Linguistik,
den Sozialwissenschaften, zu Global Health und nachhaltiger Entwicklung.

Das Programm richtet sich an Studierende aus der ganzen Welt, vor allem
aus Lateinamerika, Nordamerika und Europa, hier insbesondere aus Spanien
und Deutschland. Voraussetzungen sind neben dem Interesse an der
thematischen Ausrichtung ein abgeschlossenes Grundstudium in verwandten
Disziplinen und die erforderlichen Sprachkenntnisse (für Nicht-
Muttersprachler: C1-Niveau des Spanischen sowie Englischkenntnisse auf
Niveau B1). Deutschkenntnisse sind nicht erforderlich, können jedoch auf
Wunsch von eingeschriebenen Studierenden kostenfrei in
semesterbegleitenden Kursen an der JLU erlangt werden. Der viersemestrige
Masterstudiengang steht Studierenden in unterschiedlichen Lebensphasen
offen – entweder direkt nach dem Bachelor-Abschluss oder nach mehrjähriger
Berufstätigkeit – und beginnt jeweils im Wintersemester.

„Dieser Studiengang behandelt einen hochgradig aktuellen Themenbereich
interdisziplinär und vernetzt und bildet einen Meilenstein für die
Internationalisierung der JLU“, so Prof. Dr. Verena Dolle, federführend
für die Entwicklung dieses Masterstudiengangs am Institut für Romanistik
des Fachbereichs 05 – Sprache, Literatur, Kultur. „Wir freuen uns sehr
darüber, dass wir durch die wissenschaftliche und sprachliche Expertise
sowie das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen
Fachbereichen und der Zentrale dieses besondere Angebot auf den Weg
bringen können.“

Der Masterstudiengang „Justicia y desigualdades: Estudios comparativos
culturales“ bietet den Absolventinnen und Absolventen in seiner fachlichen
und sprachlichen Mehrqualifikation Fähigkeiten und Kenntnisse, die ihnen
einen erfolgreichen Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen – sei es im
kulturellen, sozialen und/oder politischen Bereich. Die heterogene
Zusammensetzung der Studierenden und die Einbindung von Lehrkräften von
Partneruniversitäten begünstigen die Bildung von internationalen und
transdisziplinären Netzwerken, die die zukünftige akademische und
berufliche Laufbahn der Studierenden fördern.

Netzwerke der Zusammenarbeit bestehen unter anderem mit dem Deutsch-
Kolumbianischen Friedensinstitut (Instituto CAPAZ) in Bogotá (Kolumbien),
bei dem die JLU die federführende Hochschule auf deutscher Seite ist, dem
Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung (ZEU) an der
JLU sowie dem hessischen Forschungszentrum „Transformations of Political
Violence“ (TraCe).

Die Bewerbung für den Masterstudiengang „Justicia y desigualdades:
Estudios comparativos culturales“ ist vom 1. Juni bis 1. September 2024
möglich für Studierende mit einem ersten Hochschulabschluss aus
Deutschland unter bewerbung.uni-giessen.de bzw. bis 15. August 2024 für
Studierende mit einem ersten Hochschulabschluss aus dem Ausland unter www
.uni-assist.de (internationale Bewerberinnen und Bewerber). Internationale
Studieninteressierte können sich im Akademischen Auslandsamt der JLU vorab
beraten lassen, für alle anderen steht die Zentrale Studienberatung der
Universität für weitere Informationen zur Verfügung.

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1. Nationaler Workshop des Interreg Projektes „NRGCOM“ abgehalten

Prof. Dr. Raimund Brotsack präsentierte das Thema bereits bei der Kick-off Veranstaltung in Budapest im März.  THD
Prof. Dr. Raimund Brotsack präsentierte das Thema bereits bei der Kick-off Veranstaltung in Budapest im März. THD

Am Dienstag, 23. April fand der erste nationale Workshop im Rahmen des
Interreg Danube Region Projektes „NRGCOM“ statt. Dieser wurde von der
Technischen Hochschule Deggendorf (THD) als Projektpartner organisiert und
durchgeführt. Fokus lag dabei auf Energiegemeinschaften und wie diese sich
bestmöglich in der Region entfalten können.

Das Projekt „NRGCOM“ startete im Januar und hat sich das Ziel gesetzt, ein
Umfeld zu schaffen, in dem sich Energiegemeinschaften für erneuerbare
Energien in der Donauregion entfalten können. Dieses Ziel griff der
Workshop am 23. April auf. Nach der Projektpräsentation durch Agnes Frank
führte der Projektleiter an der THD, Prof. Dr. Raimund Brotsack, zusammen
mit Dr. Robert Bauer an die Thematik heran. Es wurden einige Good Practice
Beispiele aus Fuchstal, von den Regionalwerken Cham und dem Verein
Bayerische Bürgerenergie vorgestellt. Im Anschluss diskutierten die
Teilnehmenden Energiegemeinschaften und Lokalen Aktionsgruppen zu
potenziell kostengünstigen Infrastrukturlösungen und technologischen
Entwicklungen und wie sich die Thematik in Zukunft entwickeln wird. Für
die Teilnehmenden legte der Workshop das Fundament für die Zusammenarbeit
mit der THD als „NRGCOM“-Projektpartner. Im weiteren Verlauf des Projektes
werden rechtliche Lösungen erforscht, Betriebsmodelle analysiert und ein
Modell zur Schaffung förderlicher Bedingungen für Energiegemeinschaften
entwickelt. Die im ersten nationalen Workshop der THD gelegte Basis wird
am 3. Juni weiter ausgebaut. Dann findet am European Campus Rottal-Inn der
nächste Workshop zum Thema Business- und Governancemodelle der
Energiegemeinschaften statt.

Dem nationalen Workshop war eine Kick-off Veranstaltung vorausgegangen.
Diese fand von 12. bis 14. März in Budapest statt und brachte alle 13
Projektpartner aus den insgesamt 12 Ländern zusammen. Die Leitung des
Interreg Danube Region Projektes „NRGCOM“ hat die South Transdanubian
Regional Innovation Agency inne. Das übergeordnete Ziel von NRGCOM ist die
Förderung von Energiegemeinschaften in der Donauregion durch die Schaffung
eines Umfelds, in dem sich Gemeinschaftsinitiativen für erneuerbare
Energien entfalten können, um die Energiewende zu erleichtern und die
Energieeffizienz zu steigern.

Das Projekt läuft von 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2026 und wird über
das Interreg Danube Region Programm, welches von der EU kofinanziert ist,
gefördert. Insgesamt gibt es 13 Projektpartner und 14 assoziierte
strategische Partner aus 12 Länder. Diese werden die (rechtlichen)
Rahmenbedingungen überprüfen, Betriebsmodelle und Governance-Techniken
analysieren, bewährte Beispiele und Lösungen sammeln und
Politikempfehlungen entwickeln. Durch Aufklärungsaktionen soll das
Bewusstsein für das Konzept gestärkt und die Verbreitung in den Ländern
der Partner erhöht werden. Zudem werden rechtliche Lösungen vorgeschlagen,
operative Modelle analysiert und Schulungen angeboten.

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Willy-Hager-Preis 2023 verliehen

Dr.-Ing. Christoph Schwaller
Dr.-Ing. Christoph Schwaller

Dr.-Ing. Christoph Schwaller, Technische Universität München, erhält den
Willy-Hager-Preis 2023 für seine wissenschaftliche Arbeit zum Thema
„Agricultural irrigation demand modeling and assessment of membrane
ultrafiltration alone or hybridized with inline dosed powdered activated
carbon for non-potable water reuse applications“.

Herr Christoph Schwaller widmete sich in seiner Arbeit zwei Zielen. Zum
einen entwickelte er für die landwirtschaftliche Bewässerung systematisch
einen Modellierungsansatz zur Abschätzung des pflanzenspezifischen
Bewässerungsbedarfs als Planungsgrundlage einer alternativen
Wasserbereitstellung. Zum anderen erarbeitete Herr Schwaller eine
Aufbereitungsstrategie durch die Integration von Mehrfachbarrieren für den
sicheren Rückhalt pathogener Keime und organischer Spurenstoffe für
unterschiedliche Formen der Wasserwiederverwendung, wie z.B. die
Bewässerung von Gemüse und Obst für den Rohverzehr, urbane Grünflächen
sowie die künstliche Grundwasseranreicherung. Dabei lag der Schwerpunkt
auf dem erstmaligen Einsatz von keramischen Ultrafiltrationsmembranen als
Barriere für pathogene Keime und als ein sehr flexibles
Aufbereitungsverfahren für saisonal schwankende Bedarfe. Die Ergebnisse
dieser Arbeit sind außerordentlich vielversprechend und lassen sich direkt
auf vergleichbare Anwendungen der Wasserwiederverwendung an anderen
Standorten übertragen.

Die Verleihung fand im Rahmen der Jahrestagung der Wasserchemischen
Gesellschaft am 06. Mai 2024 in Limburg an der Lahn statt. Prof. Dr.-Ing.
Heidrun Steinmetz, Rheinland-Pfälzische Technische Universität
Kaiserslautern-Landau, verlieh den Preis in ihrer Funktion als Mitglied
des Stiftungsrates der Willy-Hager Stiftung. Der jährlich vergebene Willy-
Hager-Preis würdigt hervorragende Arbeiten junger Hochschulwissenschaftler
auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung.

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