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Regenerative Architektur auf der Landesgartenschau in Wangen - Wangen Turm und Hybrid-Flachs Pavillon erleben

Der Wangen Turm auf der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu.  ICD, ITKE, IntCDC  Universität Stuttgart
Der Wangen Turm auf der Landesgartenschau in Wangen im Allgäu. ICD, ITKE, IntCDC Universität Stuttgart

Mit zwei Zukunftsprojekten ist das Exzellenzcluster Integratives
computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur (IntCDC) der
Universität Stuttgart derzeit auf der Landesgartenschau vertreten. Der
Wangen Turm und der Hybrid-Flachs Pavillon zeigen, welche Potentiale
biobasierte Materialien für eine nachhaltige Architektur bieten. Beide
Konstruktionen wurden nach neuesten Erkenntnissen der Digitalisierungs-
und Leichtbauforschung geplant.

„Der Wangen Turm und der Hybrid-Flachs Pavillon sind das Ergebnis
langjähriger Forschung des Exzellenzclusters. Die Bauwerke wurden in
Kooperation mit regional ansässigen Unternehmen umgesetzt. So soll der
gegenseitige Wissenstransfer zwischen Forschung und ausführenden
Unternehmen sichergestellt werden mit dem Ziel, die Bauprozesse ökologisch
zu optimieren und damit wichtige Grundsteine für die Bauwende zu legen“,
sagte Professor Achim Menges, Sprecher des Exzellenzclusters Integratives
computerbasiertes Planen und Bauen für die Architektur (IntCDC), im Rahmen
der Eröffnungsfeier der Landesgartenschau in Wangen.

Nach nur knapp zehn Monaten Planungszeit wurden der Wangen Turm und der
Hybrid-Flachs Pavillon am 26. April 2024 eingeweiht. Die
ausdifferenzierten und somit besonders ressourcenschonenden, vollständig
rückbau- und wiederverwendbaren Konstruktionen wurden durch integrative
computerbasierte Planungsmethoden und digitale Fertigungsprozesse
ermöglicht. Sie zeigen den Besucher*innen auf unterschiedliche Weise, wie
biobasierte Materialien neue Wege für eine regenerative Architektur
ermöglichen. Bis zum 6. Oktober sind beide Bauten als Teil der
Landesgartenschau erlebbar, sie verbleiben nach Ausstellungsende auf dem
Gelände.

Hybrid-Flachs Pavillon: Ressourcenschonende Holz-Naturfaser-
Hybridkonstruktion

„Dieser Pavillon ist das erste Gebäude weltweit, das auf diese Weise
Naturfasern verwendet. Die Schneelast, die der Pavillon in Wangen tragen
muss, beträgt bis zu 360 kg/qm und ist damit außergewöhnlich hoch“, sagt
Professor Jan Knippers, Leiter des Instituts für Tragkonstruktionen und
konstruktives Entwerfen an der Universität Stuttgart.

Der Hybrid-Flachs Pavillon ist ein zentraler Ausstellungsbau auf dem
Landesgartenschaugelände, umschlungen vom renaturierten Fluss-Argen. Der
Pavillon zeigt erstmals eine Holz-Naturfaser-Hybridkonstruktion als
Alternative zu konventionellen Bauweisen. Die in dieser Form einzigartige
Konstruktion kombiniert schlanke Brettsperrhölzer mit robotisch
gewickelten Flachsfaserkörpern in einem neuartigen, ressourcenschonenden
Tragsystem aus regionalen, biobasierten Bauwerkstoffen mit einem
besonderen örtlichen Bezug. So wurde Flachs vormals in der örtlichen
Textilindustrie verarbeitet, deren altes Spinnereigelände im Zuge der
Landesgartenschau saniert wurde. Die wellenartige Dachkonstruktion bietet,
gemeinsam mit dem kreisförmigen Grundriss und dem zentral angeordneten
Klimagarten, einen fließend in die Landschaft übergehenden Raum.

Wangen Turm: Schlanke und leistungsfähige Holzkonstruktion

Der Wangen Turm bietet mit einer imposanten Höhe von etwa 22 Metern einen
atemberaubenden Blick über das Allgäu und die Voralpen. Er ist der
weltweit erste begehbare Turm, der gekrümmte Brettsperrholz-Bauteile
verwendet, die sich durch das Schwinden des Holzes selbsttätig formen. Die
tragende, spiralförmig aufstrebende Holzstruktur des Turms bietet ein
einzigartiges räumliches Erlebnis und stellt mit gerade einmal 130mm
Materialstärke auch eine schlanke, ressourcenschonende und zugleich
leistungsfähige Holzkonstruktion dar.

Ausführliche Informationen zum Wangen Tower und zum Hybrid-Flachs Pavillon
sowie Fotosammlungen finden Sie auf den unten genannten Projektwebsites.

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Lokale Sturzflut-Gefahr vorhersagen

Forschende der Universität Freiburg entwickeln Index um die Gefahr von
Sturzfluten einzuordnen, der lokale Gegebenheiten berücksichtigt

• In die Vorhersage fließen neben Niederschlagsdaten hydrologische und
hydraulische Modelle ein

•„Mit Hilfe der Vorhersagen können Alarm- und Einsatzpläne verbessert
werden“, sagt Prof. Dr. Markus Weiler, Professor für Hydrologie an der
Universität Freiburg

Aktuell sind große Teile Baden-Württembergs und Bayerns von Starkregen,
Hochwasser und deren Folgen betroffen. Neben Flusshochwassern bergen
Sturzfluten in solchen Situationen eine große Gefahr. Diese sind schwer
vorherzusagen, da bei ihrem Auftreten neben dem Niederschlag viele weitere
Faktoren entscheidend sind. Ein Team unter der Leitung von
Wissenschaftler*innen der Universität Freiburg hat nun einen Index
entwickelt, der die jeweils erwartete lokale Gefahr von Sturzfluten
angibt. Prof. Dr. Markus Weiler, Professor für Hydrologie an der
Universität Freiburg, koordiniert das Projekt.

In den sogenannten Sturzflutindex (SFI) fließen neben dem Niederschlag
Eigenschaften des jeweiligen Gebiets mit ein. Relevant ist etwa, wie viel
Wasser die lokalen Böden aufnehmen können: Handelt es sich um versiegelte
Flächen? Ist der Boden bereits feucht oder gesättigt? In welchem Maße ist
er mit Pflanzen bedeckt? Eine weitere Frage ist, wie das Wasser abfließt:
Ist die Gegend flach oder hügelig? Treffen mehrere spontan gebildete
Flüsse an einer Stelle aufeinander? Auf Basis von Bodenkarten und Daten
etwa zu Landnutzung und Versiegelung berechnen die Forschenden diese
lokalen Gegebenheiten mit Hilfe von hydrologischen und hydraulischen
Computermodellen.

Risiko-Klassen geben an, wie gefährlich erwartete Sturzfluten werden

Besonders gefährlich sind Sturzfluten dann, wenn das Wasser mit hoher
Geschwindigkeit fließt, der Wasserstand hoch ist, oder bei einer
Kombination aus beiden Faktoren. In solchen Fällen könnten Fußgänger*innen
oder Fahrzeuge Halt verlieren und weggeschwemmt werden. Um die Gefahr in
einem bestimmten Gebiet abzuschätzen, haben die Wissenschaftler*innen vier
Risiko-Klassen definiert: Keine bis geringe Gefahr, mäßige Gefahr,
erhebliche bis große Gefahr oder sehr große Gefahr. Bei dieser Einordnung
beziehen die Wissenschaftler*innen historische Erfahrungswerte mit ein. In
welche Klasse ein Gebiet fällt, hängt davon ab, welcher Anteil der lokalen
Flächen laut Modell von gefährlichen Sturzfluten betroffen sein wird.

Bewohner*innen rechtzeitig warnen und langfristig vorsorgen

Um den SFI zu testen, bestimmten die Forschenden Gefahren bei früheren
Hochwassern anhand historischer Daten. Tatsächlich sagte der Index die
jeweils betrachteten Sturzfluten korrekt vorher.  „Der SFI bietet einen
deutlichen Mehrwert gegenüber bloßen Starkregenwarnungen“, sagt Weiler.
„Mit Hilfe der Vorhersagen können Bewohner*innen betroffener Gebiete in
Zukunft hoffentlich rechtzeitig gewarnt werden, Alarm- und Einsatzpläne
objektiviert und verbessert werden. Langfristig hilft der Index,
vorzusorgen und die lokalen Gefahren durch Sturzfluten zu verringern. Um
seinen Einsatz voranzutreiben, sind wir bereits mit mehreren Landesämtern
im engen Kontakt.“

Der SFI wurde im Rahmen des vom BMBF geförderten Projekts AVOSS
(Auswirkungsbasierte Vorhersage von Starkregen und Sturzfluten auf
verschiedenen Skalen: Potentiale, Unsicherheiten und Grenzen) entwickelt.
An der Forschung beteiligt sind Wissenschaftler*innen mehrere
Universitäten und Forschungseinrichtungen aus ganz Deutschland, die mit
Meteorolog*innen und Ingenieurbüros zusammenarbeiten.

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Mit Algorithmen zum Tor: Hochschule Coburg und VfL Wolfsburg über Datenanalysen im Fußball (mit Podcast)

Verwandelte Standardsituationen, Passerfolg, Ballbesitz: So etwas wird
schon lange analysiert. Aber im Profi-Fußball wird heute in allen
Bereichen Datenanalyse und KI eingesetzt – von der Suche nach neuen
Talenten über die Live-Analyse während eines Spiels bis zum Merchandising.
Damit befassen sich Studierende der Hochschule Coburg gemeinsam mit zwei
Profis des VfL Wolfsburg. Diese Profis des Bundesliga-Vereins sind keine
Spieler. Es sind Daten-Spezialisten mit viel Liebe zum Ballsport.

Wenn Benjamin Hoppenz über den „Data Lake“ des VfL Wolfsburg spricht,
strahlt er genauso wie wenn er von großen sportlichen Erfolgen erzählt.
Die Studierenden im Masterstudiengang Data Science der Hochschule Coburg
bekommen regelmäßig Besuch von Praxispartnerinnen und -partnern, die aus
dem Alltag in der Welt der Daten berichten. Aber dieser Vortrag kurz vor
Start der Fußball-Europameisterschaft ist schon besonders. Hoppenz leitet
als Koordinator Sport auch das Sports Analytics Technology Lab, die
Abteilung, die beim VfL Wolfsburg alles zum Thema Daten weiß. Sein Kollege
Lennart Wingerath kommt aus dem Scouting, der Abteilung, die passende
Talente für den Verein findet – am besten, bevor sie große Stars sind.

„Tempo" als Key Performance Indicator des Innenverteidigers

Die beiden Mitarbeiter des niedersächsischen Bundesligisten sind ins
fränkische Coburg gekommen, um zu erklären, wie KI und Daten bei so etwas
helfen. Hoppenz erzählt den Studierenden, wie der Verein auf diese Weise
zum Beispiel Micky van de Ven entdeckte: „Wir hatten fußballerisch den
Ansatz, relativ hoch mit der Abwehr zu stehen, also relativ weit weg vom
eigenen Tor.“ Die Wölfe brauchten also einen Innenverteidiger, der
ziemlich schnell ist. Normalerweise ist die zweite holländische Liga nicht
der Bereich, in dem sie als erstes suchen – aber mit Hilfe der Daten
fanden sie hier einen jungen Spieler, der beim Key Performance Indicator
(KPI) „Tempo“ außergewöhnliche Werte aufwies. „Zu einem Transfer gehören
viele Komponenten. Daten sind dabei ein großes Puzzleteil.“ Aber gerade
bei der ersten Filterung sind sie sehr hilfreich. „Unsere Philosophie ist,
junge, entwicklungsfähige Spieler zu holen und weiterzuentwickeln“, sagt
Hoppenz. Bei van de Ven hat das sehr gut funktioniert. Er konnte für eine
überschaubare Ablöse verpflichtet werden und entwickelte sich zu einem der
schnellsten Spieler der Bundesliga. Als der dann 22-Jährige 2023 nach zwei
Jahren zu Tottenham Hotspur wechselte, belief sich die Ablösesumme
Medienberichten zufolge auf bis zu 50 Millionen Euro.

Software fürs Daten-Scouting von Absolventen der Hochschule Coburg

Fußballvereine nutzen Datenanalysen, machen aber nicht die Software dafür.
Der VfL Wolfsburg arbeitet zum Beispiel mit Produkten von Vebasoft, einem
Unternehmen aus Rödental bei Coburg, das webbasierte Datenanalyse- und
Organisationssoftware im Sportbereich anbietet – und von einem BWL- und
Informatik-Absolventen der Hochschule Coburg gegründet wurde. So kam auch
der Kontakt zur Hochschule zustande. Jetzt hören die Studierenden des
Masterstudiengangs Data Science gespannt zu, wie KI und Daten nicht nur
beim Scouting, sondern zum Beispiel auch in der medizinischen Reha
eingesetzt werden. „Unsere Abteilung Datenanalyse ist übergreifend über
allen Bereichen angesiedelt“, sagt Hoppenz. „Männerfußball, Frauenfußball
und die Akademie: Jeder Fachbereich hat KPIs, die für seine Arbeit
besonders wichtig sind.“ Bei der Spielanalyse unterstützen die Algorithmen
die Trainer zum Beispiel dabei, die Mannschaften, einzelne Spieler und
ihre Spielweise live zu analysieren. „Auf jeder Trainerbank gibt‘s ein
Tablet. Dahinter steht ein Team, das die Daten so in den Kontext bringt,
dass sie den Trainern bei ihren Entscheidungen helfen.“

Von KI mit Deep Learning über Machine Learning und Data Mining bis zu
Visualisierung und Cloud Computing

„Datenanalyse, Daten-Handling, Künstliche Intelligenz: Das Thema hat man
heute überall“, sagt Prof. Dr. Thomas Wieland, der den Masterstudiengang
Data Science an der Hochschule Coburg leitet. Oft gehe es zu Beginn darum,
das Data Engineering aufzusetzen, also die Daten aus den verschiedenen
Quellen erst einmal zusammenzuführen, zu bündeln und überhaupt für die
Analyse verfügbar zu machen. Künstliche Intelligenz mit Deep Learning,
Machine Learning und Data Mining, aber auch Visualisierung und Cloud
Computing gehören zu den Inhalten, die seine Studierenden lernen. Über die
technischen Hintergründe und ein hohes wissenschaftliches Niveau hinaus
wird in dem Masterstudiengang außerdem vermittelt, wie Datenanalysen
praktisch angewendet werden. Dabei sind die Praxispartner der Hochschule
Coburg entscheidend. „Den einen geht’s darum, online Zäune zu
konfigurieren, andere kommen aus der Versicherungsbranche oder der
Energieversorgung – das ist schon ein Unterschied.“ Um das jeweilige
Problem zu verstehen, braucht es also nicht nur einen Zugang zur Welt der
Daten – sondern auch zum Thema. Der Master Data Science der Hochschule
Coburg ist deshalb offen für Bachelor-Absolventinnen und -absolventen aus
verschiedenen Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft oder einer
Naturwissenschaft. „Es ist eben nicht das Gleiche, ob ich ein Getriebe
untersuche oder Veränderungen in der Laufdynamik eines Fußballers“, sagt
Wieland.

Jeder Trainer hat seine Spieltaktik – und jeder Verein eine Datenstrategie

Für die Daten im Fußball gibt es viele Quellen – und nicht jeder Verein
nutzt sie gleich. Beispielsweise sammeln Vereine während eines Spieles
Trackingdaten, teils auch biometrische Daten wie die Herzfrequenz und
Schweißkonzentrationen mit Hilfe spezieller Westen. Wer Live-Spiele im
Fernsehen schaut, kann das beim Trikotwechsel manchmal sehen. Der VfL
Wolfsburg hat sich aber zum Beispiel dafür entschieden, während des Spiels
vor allem Video-Daten zu nutzen. Dabei wird die Position jedes Spielers
und des Balls in jedem Moment einer Fußballpartie getrackt. Mit Videodaten
der Deutsche Fußball Liga (DFL) kann in jedem Stadion sehr schnell jede
Bewegung berechnet werden. Jeder Trainer hat seine Spieltaktik – und jeder
Verein seine Datenstrategie. „In den letzten Jahren hat sich das rasant
entwickelt sowohl in quantitativer Hinsicht als auch in qualitativer
Hinsicht. Die Datenqualität hat sich erhöht. Die generellen Daten, die zur
Verfügung stehen, sind immer mehr geworden.“ Sie seien eine große Hilfe.
Hoppenz lächelt: „Aber am Ende stehen 22 Jungs oder Mädels auf dem Platz
und dort entscheidet sich, wie das Spiel ausgeht.“

Podcast

Mehr zur Datenstrategie im Fußball gibt’s im neuesten Podcast der
Hochschule Coburg mit Benjamin Hoppenz vom VfL Wolfsburg und Prof. Dr.
Thomas Wieland von der Hochschule Coburg. Und die beiden verraten auch,
auf welche Mannschaften sie bei der Europameisterschaft 2024 tippen: Hier
geht's zum Podcast auf Spotify: www.hs-coburg.de/daten-und-fussball

Text: Natalie Schalk

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„über morgen“: Medienkunst-Ausstellung im Museum Schloss Fechenbach – Seit 10 Jahren kooperieren h_da und Stadt Dieburg

Die Gesellschaft scheint heute oft polarisiert, ja zerstritten zu sein.
Digitale Soziale Medien haben hieran einen Anteil. In welcher Form
hingegen digitale Medienkunst zu wieder mehr Gemeinsamkeit anregen kann,
zeigen Studierende der Hochschule Darmstadt (h_da) in ihrer aktuellen
Ausstellung „über morgen – Digitale Positionen zur Gemeinsamkeit“. Es ist
zugleich eine Jubiläumsschau: Seit 10 Jahren veranstaltet der Mediencampus
der h_da gemeinsam mit dem Museum Schloss Fechenbach und der Stadt Dieburg
ambitionierte Medienkunstausstellungen. Die Vernissage zur aktuellen Schau
findet statt am Samstag, 15.06., ab 15.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im Museum sind elf teils interaktive Exponate ausgestellt, darunter
Virtual Reality-, Sound-, Film- und Foto-Werke sowie eine Reihe von 3D-
Audio-Stücken, die als Acht-Kanal-Hörstücke präsentiert werden. In ihren
Arbeiten thematisieren die internationalen Studierenden unter anderem ihre
kulturelle Herkunft, setzen sich mit Technikgeschichte auseinander und
regen mit ihrer künstlerischen wie poetischen Herangehensweise zum
gemeinsamen Dialog über digitale Medienkunst an.

Im Fechenbach-Park am Museum startet zudem ein einstündiger Audio Walk
durch Dieburg. Bei diesem interaktiven Hörspaziergang wird man mit seinem
Smartphone durch Dieburg geleitet und erfährt mehr zur langen Historie
Dieburgs. Thematisiert wird die Zeit der Römer, das Mittelalter mit der
Zeit der Hexenverbrennungen sowie die Ära des 2. Weltkriegs mit Aspekten,
die teils noch auf eine Aufarbeitung warten.

Die aktuelle Ausstellung ist zugleich eine Jubiläums-Schau: Seit
inzwischen 10 Jahren veranstaltet der Mediencampus der h_da gemeinsam mit
dem Museum Schloss Fechenbach und der Stadt Dieburg ambitionierte
Medienkunst-Ausstellungen im Museum. Zum Jubiläum ist vor Ort eine
virtuelle Zeitkapsel aufgebaut: hier kann das Publikum eigene Audio-,
Bild- oder Videoinhalte beitragen, die zunächst verschlossen und dann in
weiteren 10 Jahren, also im Jahr 2034, der Öffentlichkeit zugänglich
gemacht werden.

„Die Medienkunstausstellungen im Museum Schloss Fechenbach tragen dazu
bei, den Menschen aus Dieburg und Region die Arbeit unserer kreativen und
künstlerischen Studiengänge am Mediencampus näherzubringen“, sagt
Professorin Sabine Breitsameter, die zusammen mit dem Dozenten Klaus
Schüller das Ausstellungsprogramm leitet. „Gemeinsam mit dem Museum und
der Stadt Dieburg ist es uns zudem gelungen, die kulturelle Vielfalt vor
Ort zu bereichern. Hiervon profitieren auch unsere Studierenden aus mehr
als 20 Nationen, die über ihre Kunst mit den Menschen ins Gespräch
kommen.“

Dieburgs Bürgermeister Frank Haus: „Das ist ein Jubiläum, auf das wir
stolz sein können. Denn diese Zusammenarbeit ist inzwischen sowohl für
Dieburg, als auch für die Hochschule gewinnbringend: Die Studierenden
können ihre medialen Werke einem breiten Publikum präsentieren, die
Ausstellungbesucherinnen und -besucher gewinnen einen Eindruck vom
kreativen Schaffen am Mediencampus Dieburg.“

Die Ausstellung „über morgen“ kann im Museum Schloss Fechenbach
(Eulengasse 7, 64807 Dieburg) besichtigt werden bis Sonntag, 14.07., zu
den Öffnungszeiten des Museums (donnerstags bis samstags von 14-17 Uhr,
sonntags von 11-17 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Hintergrund zur Ausstellung
„über morgen“ ist eine gemeinsame Ausstellung des Masterstudiengangs
Internationale Medienkulturarbeit mit dem Museum Schloss Fechenbach und
der Stadt Dieburg. Die künstlerische Gesamtleitung liegt bei Professorin
Sabine Breitsameter vom Fachbereich Media der h_da und Klaus Schüller,
Lehrkraft für besondere Aufgaben an der h_da. Für die Studierenden ist die
Ausstellung ein reales Praxisprojekt. Ausstellungen zu kuratieren, zu
organisieren und durchzuführen wird künftig zu ihrem professionellen
Berufsalltag gehören.

Fortlaufende Neuigkeiten zur Ausstellung gibt es hier:

Facebook https://www.facebook.com/MediaArtCulture/
Instagram @mediaartculture

Flankierendes Ausstellungsprogramm (der Eintritt ist frei):

Vernissage: Samstag, 15.06., 15.30 Uhr, im Museum Schloss Fechenbach

Symposium: "Ex//Immersio VI - Soundscapes in Change – On Listening and
Sustainability" (Klanglandschaften im Wandel – Über Zuhören und
Nachhaltigkeit). Freitag, 12.07., 13.30 Uhr, bis Samstag, 13.07., 16 Uhr.
Internationale englischsprachige Fachtagung, die sich kritisch mit
immersiven Medien in Kunst, Kultur und Philosophie beschäftigt. Im Fokus
steht die Akustische Ökologie und wie Hören und Klanggestaltung positiv
zum ökologischen Wandel beitragen können. Es sprechen u.a. Prof. Eric
Leonardson/School of the Art Institute of Chicago und Dr. Claudia Tittel,
Valencia, Kuratorin. Ort: Museum Schloss Fechenbach.

Für die allgemeine Öffentlichkeit präsentiert am Samstag, 13.07., von
12.45 - 13.45 Uhr der Hanauer Klangkünstler Lasse-Marc Riek seinen Vortrag
„Das große Brummen. Künstlerische Ansätze zum bewussten Hören“, Ort:
Museum Schloss Fechenbach, Erdgeschoss/Museumspädagogik. Anmeldung:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Nachwuchspreis Medienkultur der Stadt Dieburg: Bürgermeister Frank Haus
verleiht zur Finissage am Sonntag, 14.07., um 12.30 Uhr im Museum Schloss
Fechenbach den Nachwuchspreis Medienkultur der Stadt Dieburg.

Hochschule Darmstadt (h_da)
Die Hochschule Darmstadt (h_da) ist eine der größten deutschen Hochschulen
für Angewandte Wissenschaften (HAWs). Sie bietet ihren aktuell 14.500
Studierenden ein praxisnahes und anwendungsorientiertes Studium in den
Bereichen MINT, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Architektur, Medien und
Design. Viele Projekte und Inhalte in Studium, Forschung und
gesellschaftlichem Transfer beschäftigen sich mit den Zukunftsthemen
Nachhaltige Entwicklung, Mobilität und Digitalisierung. Die h_da betreibt
ein eigenes Promotionszentrum Nachhaltigkeitswissenschaften und vergibt
als erste und einzige deutsche Hochschule den akademischen Grad eines
Doktors der Nachhaltigkeitswissenschaften. Visionär ist die europäische
Hochschulallianz „European University of Technology (EUT+)“, der die h_da
angehört: Gemeinsam mit acht weiteren Hochschulpartnern und gefördert von
der EU-Kommission möchte die h_da zu einem neuen Hochschultyp
zusammenwachsen – zur „Europäischen Universität“.

Website h_da: https://h-da.de
Website EUT+: https://www.univ-tech.eu

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