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Fraunhofer IDMT pflanzt zum 20. Institutsjubiläum gemeinsam mit dem Bündnis Holz-21-regio 1000 Bäume

Viele fleißige Hände haben innerhalb kürzester Zeit die Setzlinge in die Erde gebracht.  Fraunhofer IDMT
Viele fleißige Hände haben innerhalb kürzester Zeit die Setzlinge in die Erde gebracht. Fraunhofer IDMT

Das Ilmenauer Fraunhofer-Institut für Digitale Medientechnologie IDMT
feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen mit einer besonders
nachhaltigen Initiative. Über 80 geladene Gäste, Bündnispartner und
Mitarbeitende des Forschungsinstituts griffen am gestrigen Mittwoch, dem
17. April 2024, zu Pflanzhacke und Arbeitshandschuhen. Unter dem Motto
»Klimaneutral im Jubiläumsjahr« setzten sie gemeinsam 1000 Douglasien in
den Thüringer Waldboden.

Zur hochkarätig besetzten Veranstaltung begrüßte Institutsleiter Professor
Joachim Bös gestern unter anderem den Thüringer Ministerpräsidenten Bodo
Ramelow, den Direktor Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft, Professor
Raoul Klingner, den ersten Beigeordneten des Ilm-Kreises, Kay Tischer, und
den Oberbürgermeister der Stadt Ilmenau, Daniel Schultheiß.

»Die Idee der Baumpflanzaktion kam von unseren Mitarbeitenden.«, erklärt
Institutsleiter Joachim Bös. »Mit der Baumpflanzaktion wollen wir
symbolisch den CO2-Ausstoß des Instituts für ein Jahr ausgleichen. Und wir
möchten unseren Beitrag leisten, den Thüringer Wald wieder aufzuforsten.
Umso schöner, dass wir für unsere Veranstaltung das Bündnis Holz-21-regio
als Partner gewinnen konnten und sie sogar 300 Setzlinge für die
Jubiläumsaktion des Fraunhofer IDMT beigesteuert haben«.

Das Fraunhofer IDMT ist Mitglied im regionalen Bündnis Holz-21-regio, das
federführend durch die FH Erfurt und die TU Ilmenau initiiert wurde. Das
Bündnis setzt sich für den klimaresilienten Waldumbau und die nachhaltige
Nutzung, Verarbeitung und Verwertung regionaler Holzressourcen ein.


***Thüringens Ministerpräsident und Fraunhofer-Direktor Forschung eröffnen
Baumpflanzaktion***

Eröffnet wurde der gemeinsame Nachmittag vom Thüringer Ministerpräsidenten
Bodo Ramelow. Er betonte in seiner Rede: »Dass das Fraunhofer-Institut für
Digitale Medientechnologie nicht nur die Theorie, sondern auch die Praxis
in unvergleichlicher Art und Weise beherrscht, wurde schon immer vermutet.
Jetzt können alle sicher sein: Mit der Baumpflanzaktion zum 20-jährigen
Institutsjubiläum leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des IDMT
auch ganz praktisch einen unschätzbaren Beitrag für die Erhaltung unseres
Thüringer Waldes. Die nun gemeinsam mit den Profis von Holz-21-regio
angestoßene Setzung von 1000 Douglasien ist ein buchstäblich wachsender
Beweis einer fruchtbaren Partnerschaft.«

Professor Raoul Klingner kam als Vertreter der Fraunhofer-Gesellschaft zur
Baumpflanzaktion. Er freute sich ganz besonders über das Jubiläumsevent
als einen weiteren wichtigen Schritt von Fraunhofer auf dem Weg, zu einer
klimaneutralen Forschungseinrichtung zu werden. Die Fraunhofer-
Gesellschaft will weitgehend emissionsfrei werden und ihren
Energieverbrauch deutlich reduzieren. »Das ist ein hehres Ziel«, so
Klingner in seinem Grußwort, »denn Forschung ist sehr energieintensiv.
Fraunhofer will mittelfristig keine klimawirksamen Treibhausgasemissionen
mehr verursachen und verbleibende Emissionen wollen wir durch geeignete
Kompensationsmaßnahmen ausgleichen. Deswegen freue ich mich über jeden
Baum, den Fraunhofer-Mitarbeitende pflanzen. So kommen wir unserem Ziel
der Klimaneutralität immer ein Stück näher.«


***Modellregion Thüringer Wald: Neue Verwertungskonzepte für den Rohstoff
Holz umsetzen***

Holz-21-regio-Bündnissprecher Professor Erik Findeisen von der FH Erfurt
zeigte in seinem Vortrag die Chancen für Thüringen auf, die aus dem
Bündnis erwachsen: »Die schlimmen Auswirkungen des Klimawandels auf
unseren Thüringer Wald zeigen die Notwendigkeit für ein
zukunftsgerichtetes Handeln. Wir wollen die Ideen der Bürger im Thüringer
Wald nutzen, um neue klimafreundliche Wirtschafts- und Verwertungskonzepte
für den regionalen Rohstoff Holz zu entwickeln. Zugleich betonte er
gegenüber Ministerpräsident Bodo Ramelow, dass eine über Parteigrenzen
hinweg erfolgreiche Zusammenarbeit beim Thema Waldumbau auch die
innovative Holzverwendung in regionalen Wertschöpfungsketten einschließen
muss. Nur so kann sich der Thüringer Wald zu einer europäische
Modellregion mit spezifischen Alleinstellungsmerkmalen entwickeln. Dabei
sei Schnelligkeit gefragt, um im Innovationswettbewerb mit anderen Ländern
nicht abgehängt zu werden.



***Robotik und Künstliche Intelligenz für den Wald von morgen***

Einen besonderen Helfer brachte Professor Gunther Notni, stellvertretender
Bündnissprecher Holz-21-regio, zur Baumpflanzaktion mit. Notni ist
Professor für Qualitätssicherung und industrielle Bildverarbeitung an der
TU Ilmenau und arbeitet am Fraunhofer IOF in Jena im Bereich Mensch-
Roboter-Kollaboration. Gemeinsam mit seinem Entwicklerteam hat er im
Rahmen eines Holz-21-regio-Forschungsprojekts den Prototypen eines
Pflanzroboters entwickelt. Der soll bei Aufforstungsaktionen in unwegsamem
Gelände unterstützen und Forstarbeitenden einfache mechanische Arbeiten im
Wald abnehmen.

Welchen Beitrag kann eigentlich ein Forschungsinstitut für Akustik und
Künstliche Intelligenz leisten, wenn es um den Schutz von Flora und Fauna
geht? Genau diese Frage stellte Institutsleiter Joachim Bös den anwesenden
Gästen und erklärte in seinem Impulsvortrag, warum das Fraunhofer IDMT
Mitglied im Bündnis Holz-21-regio ist: »In aktuellen Projekten arbeiten
unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Frage, wie
Künstliche Intelligenz im Bereich der Bio- und Ökoakustik bei drängenden
Problemen rund um Umwelt- und Naturschutz und Biodiversität helfen kann.
So wollen wir zum Beispiel die Intensität und Dauer von Regenfällen
akustisch auswerten, Waldbrände orten oder die Populationen von Vögeln,
Fledermäusen oder Insekten akustisch analysieren und kontrollieren.«


***1000 Setzlinge in Rekordzeit gepflanzt***

Nach den kurzweiligen Vorträgen zu aktuellen Forschungsprojekten rund um
den Thüringer Wald und den KI-basierten Natur- und Artenschutz startete
unter Anleitung von Revierförster Matthias Wetzel die Baumpflanzaktion.
Dabei leisteten die Gäste und Mitarbeitenden ganze Arbeit, und schon nach
einer guten Stunde waren die Setzlinge in den Boden gebracht. Die fleißige
Arbeit auf der Pflanzfläche wurde im Anschluss mit einer leckeren
Thüringer Bratwurst belohnt – wie es sich im Thüringer Wald nun mal
gehört.

Wir danken allen Gästen und Mitarbeitenden für diese tolle gemeinsame
Aktion und freuen uns, einen kleinen Beitrag zur Aufforstung des Thüringer
Walds geleistet zu haben.

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Neue Sporttherapie für krebskranke Kinder am Uniklinikum

Sporttherapeutin Sabine Barde (r.) lenkt Lotta und Emily während ihrer Chemotherapie in der Tagesklinik der Kinderonkologie am Uniklinikum Dresden mit einem Ballspiel ab.  UKD/Kirsten Lassig
Sporttherapeutin Sabine Barde (r.) lenkt Lotta und Emily während ihrer Chemotherapie in der Tagesklinik der Kinderonkologie am Uniklinikum Dresden mit einem Ballspiel ab. UKD/Kirsten Lassig

In der Kinderonkologie bringt eine Sporttherapeutin die kleinen
Patientinnen und Patienten in Bewegung. // Mit der Benefizregatta „Rudern
gegen Krebs“ soll dieses Angebot dauerhaft etabliert werden. // Noch gibt
es freie Plätze in den Wettkampfbooten, die am 8. Juni 2024 auf der Elbe
an den Start gehen.

Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind für alle Beteiligten
eine große Herausforderung – vor allem für die kleinen Patientinnen und
Patienten selbst. Um ihnen die Zeit während der Therapie zu erleichtern
und sie von Schmerzen und Langeweile abzulenken, gibt es für sie in der
Kinderonkologie des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden ein
neues Therapieangebot. Kinder und Jugendliche bekommen regelmäßig Besuch
von einer Sporttherapeutin. Sie ergänzt das Angebot an Kunst- und
Musiktherapien, die vom Sonnenstrahl e.V. unterstützt werden. Mithilfe von
Spenden soll nun auch die Sport- und Bewegungstherapie dauerhaft etabliert
werden. Dafür findet am 8. Juni 2024 am Blasewitzer Elbufer in Dresden
eine Ruder-Regatta für den guten Zweck statt. Ein Teil des Erlöses fließt
in die neue Sporttherapie.

Krebs im Kindes- und Jugendalter wird vergleichsweise selten
diagnostiziert. In Deutschland entsprechen die jährlich rund 2.250
Neuerkrankungen bei Kindern und Jugendlichen weniger als einem halben
Prozent der Gesamtzahl der Krebsfälle. Dennoch trifft es die Familien
hart, wenn diese Diagnose für ihr Kind im Raum steht. Plötzlich
beherrschen Sorgen den Alltag, Eltern und Kind sind mit vielen
Untersuchungen und mitunter langwierigen Behandlungen konfrontiert, nicht
selten verbringen die Kleinen lange Zeit im Krankenhaus. Am
Universitätsklinikum Dresden sind die kleinen Patientinnen und Patienten
in den besten Händen: Dank modernster Therapien, wie beispielsweise die
Bestrahlung des Tumors mit Protonen, hochqualifizierten Kinderonkologinnen
und -onkologen und einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen
verschiedenen Fachbereichen werden immer mehr Kinder mit Krebs erfolgreich
behandelt. In der Kinderonkologie im Haus 65 können zwölf Kinder und
Jugendliche stationär versorgt werden. Eine Übernachtungsmöglichkeit für
Mama oder Papa ermöglicht das Zusammenbleiben der Familien. Weitere fünf
bis sechs Plätze bietet die Tagesklinik, in der die Jungen und Mädchen
Chemotherapien verabreicht bekommen oder anderweitig behandelt werden.

Regelmäßig sind auch Lotta und Emily in der Tagesklinik der
Kinderonkologie am Uniklinikum. Die beiden, mittlerweile befreundeten
Mädchen strahlen, als die Tür ihres Zimmers aufgeht und Sabine Barde
erscheint. Sie ist die neue Sporttherapeutin in der Kinderonkologie und
seit September 2023 in der Tagesklinik und auf Station im Einsatz, um den
kranken Kindern Bewegung, Abwechslung und vor allem Ablenkung in den
Krankenhaus-Alltag zu bringen. Finanziert wird die Drittmittelstelle vom
Sonnenstrahl e.V., der diese Kosten wiederum über Spenden abdeckt. Es ist
nur eines von zahlreichen Projekten, die der Dresdner Verein für
krebskranke Kinder und Jugendliche auf die Beine stellt. „Wir sind sehr
froh, dass wir Sabine Barde für diese so wichtige Arbeit gewinnen
konnten“, sagt Falk Noack vom Sonnenstrahl e.V., der sich maßgeblich um
die Sporttherapie bemüht. „Der Bedarf ist groß und wir möchten dieses
Angebot gern mit weiteren Mitarbeitenden ausbauen.“ Ziel sei es, dass die
Krankenkassen einen Teil der Kosten für die Sporttherapie übernehmen, sagt
Falk Noack. Schon länger bietet der Verein auch die Möglichkeit für Kunst-
und Musiktherapien – die Sporttherapie ist inzwischen sehr beliebt.

Das kann auch Sabine Barde bestätigen, die mit der zehnjährigen Lotta und
der zwölfjährigen Emily die Tischtenniskellen schwingt. Anstatt eines
Balles schwebt ein Luftballon durch die Luft, denn die beiden Mädchen
können während ihrer Chemotherapie die Betten nicht verlassen. „Ich mache
viel mit den Kindern in ihrem Zimmer“, sagt Sabine Barde. Die studierte
Sportwissenschaftlerin ist auch auf engstem Raum sehr kreativ, lässt sich
Wortspiele mit Bewegungseinheiten einfallen oder spielt Fußball auf dem
Flur, wenn es der Zustand des Kindes erlaubt. Zweimal wöchentlich möchte
sie sich gern mit jedem ihrer Patientinnen und Patienten beschäftigen.
„Täglich wäre es natürlich noch besser.“ Neben der Ablenkung, die Sabine
Barde den Kindern mit ihren Spielen bringt, hat die Bewegung natürlich
auch einen gesundheitlichen Effekt, der mittels Studien längst
nachgewiesen ist. Körperliche Aktivitäten mindern Nebenwirkungen, regen
die Verdauung an, halten die Kinder für die alltäglichen Verrichtungen
fit. „Ein ganz wichtiger Aspekt dabei: Die Kinder dürfen mitbestimmen, was
wir machen. In einer Zeit der Hilflosigkeit, die sie in ihren Familien oft
erleben, ist das eine Erfahrung, die Kraft und Selbstvertrauen gibt und
das Selbstwertgefühl stärkt.“ Ob Bälle, Balancierstrecken,
Federballschläger oder Schaumstoffschwerter zum Wut herauslassen – all
diese Utensilien, die Sabine Barde einsetzt, werden ebenfalls mittels
Spenden finanziert.

Ein wichtiges und inzwischen zur Tradition gewordenes Event zum Sammeln
von Spenden für derartige Patientenprojekte steht im Juni an: Die
Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“. Nachdem die Veranstaltung am
Blasewitzer Elbufer zunächst coronabedingt pausieren musste und 2022 die
zehnjährige Jubiläumsregatta stattfand, stehen in diesem Jahr die Teams
der Mannschaftsboote erneut in den Startlöchern und trainieren fleißig für
den großen Tag am 8. Juni 2024.

Erlös der Regatta kommt onkologischen Patientinnen und Patienten zugute

Gemeinsam mit dem Sächsischen Elbe-Regattaverein (SERV) stellt das
Uniklinikum die Ruder-Regatta für den guten Zweck als Partner der Stiftung
Leben mit Krebs zum elften Mal auf die Beine. In bester Tradition starten
Patientinnen und Patienten, Ärzteschaft, Pflegepersonal und Mitarbeitende
des Uniklinikums Dresden, aber auch Rudersportlerinnen und -sportler sowie
Ruderneulinge regional ansässiger Unternehmen bei dem Wettbewerb. Sie alle
stellen – als Einsteigerinnen und Einsteiger oder aber bereits mit
Expertise ausgestattet – ihr großartiges Engagement unter Beweis und
setzen so durch ihren Einsatz ein starkes Zeichen gegen Krebs.

„Mit den Spenden aus der Regatta ‚Rudern gegen Krebs‘ konnten wir in den
vergangenen Jahren wegweisende Projekte initiieren, um frühzeitig und
gezielt die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern. Da dieser Aspekt
nur in geringem Umfang als Krankenhausleistung finanzierbar ist, spielen
die Spenden aus der Benefiz-Regatta eine entscheidende Rolle. Deshalb ist
das Engagement der Spenderinnen und Spendern sowie von allen, die dieses
außergewöhnliche Ereignis organisatorisch unterstützen, so wichtig“, sagt
Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand am Uniklinikum Dresden.
Noch sind Plätze in den Ruderbooten frei: Wer an der Regatta am 8. Juni
2024 teilnehmen möchte, kann sich jetzt für das Mannschaftserlebnis auf
dem Wasser anmelden. Die Dresdner Rudervereine bereiten jeden
Teilnehmenden – auch ohne Ruderkenntnisse – qualifiziert auf diesen
Wettkampf vor. Am Veranstaltungstag erwarten die Sportlerinnen und
Sportler sowie die Besuchenden spannende Wettkämpfe auf dem Wasser und ein
unterhaltsames sowie informatives Rahmenprogramm an Land.

Online-Anmeldung: www.rudern-gegen-krebs.de/regatta/2024/dresden-2024/

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IT-Sicherheit und Datenschutz: HHN erfolgreich mit zwei Publikationen auf der GI Sicherheit Konferenz vertreten

Masterstudentin Ann-Marie Belz betrachtete in ihrem Vortrag die Sicherheit von Lernmanagement-Systemen an höheren Bildungseinrichtungen.  Daniel Bub
Masterstudentin Ann-Marie Belz betrachtete in ihrem Vortrag die Sicherheit von Lernmanagement-Systemen an höheren Bildungseinrichtungen. Daniel Bub

Auf der diesjährigen GI Sicherheit Konferenz, der Fachtagung für
„Sicherheit, Schutz und Zuverlässigkeit“ der Gesellschaft für Informatik
e.V., wurden zwei wissenschaftliche Publikationen des Teams um Professor
Andreas Mayer vorgestellt.

-  Das Besondere dabei, die Veröffentlichungen entstanden aus zwei
Bachelorarbeiten von Studentinnen des Studiengangs Medizinische
Informatik.

Heilbronn, April 2024. Auf der diesjährigen GI Sicherheit Konferenz, der
Fachtagung für „Sicherheit, Schutz und Zuverlässigkeit“ der Gesellschaft
für Informatik e.V., wurden zwei wissenschaftliche Publikationen des Teams
um Professor Andreas Mayer vorgestellt. Das Besondere dabei, die
Veröffentlichungen entstanden aus zwei Bachelorarbeiten von Studentinnen
des Studiengangs Medizinische Informatik.

In der ersten Publikation „Self-Tacking and Running a Marathon: Is your
Privacy in Danger?“ von Jelizaveta Gordejeva, Professor Andreas Mayer und
Dr. Monika Pobiruchin wurden frei verfügbare Tracking-Daten von drei
Marathonläufen analysiert. Die Studie zeigt, dass durch Kombination mit
anderen öffentlichen Quellen, Läufer*innen deanonymisiert und weitere
sensible Informationen (z.B. der Wohnort) aufgedeckt werden können.

Die zweite Publikation „Sicherheit von Lernmanagement-Systemen in
tertiären Bildungseinrichtungen in der DACH-Region“, von Ann-Marie Belz,
Julian Suleder und Professor Mayer untersucht den Stand und die zeitliche
Entwicklung der IT-Sicherheit von 888 Lernmanagement-Systemen (LMS) bei
Hochschulen in der DACH-Region. Die Studie belegt, dass die IT-Sicherheit
nicht bei allen LMS ausreichend beachtet wird und ein Drittel dieser –
Stand September 2023 – über mindestens eine bekannte Schwachstelle
verfügten.

Präsentiert wurden die Forschungsarbeiten auf der Konferenz von der
Masterstudentin Ann-Marie Belz und Professor Mayer. Die vollständigen
Publikationen erscheinen in der GI-Edition Lecture Notes in Informatics
(LNI).

--
Hochschule Heilbronn – Kompetenz in Technik, Wirtschaft und Informatik
Mit rund 7.500 Studierenden ist die Hochschule Heilbronn (HHN) eine der
größten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Baden-Württemberg.
Ihr Kompetenz-Schwerpunkt liegt in den Bereichen Technik, Wirtschaft und
Informatik. An ihren vier Standorten in Heilbronn, Heilbronn-Sontheim,
Künzelsau und Schwäbisch Hall bietet die HHN mehr als 60
zukunftsorientierte Bachelor- und Masterstudiengänge an, darunter auch
berufsbegleitende Angebote. Die HHN bietet daneben noch weitere
Studienmodelle an und pflegt enge Kooperationen mit Unternehmen aus der
Region. Sie ist dadurch in Lehre, Forschung und Praxis sehr gut vernetzt.
Das hauseigene

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PortaBLe: Neues Online-Portal für die Bildung von Lehrkräften

Als Teil des PortaBLe-Teams präsentieren Dr. Julia Schweitzer und Arash Haghani das neue Online-Portal.  Foto: Universität Bielefeld
Als Teil des PortaBLe-Teams präsentieren Dr. Julia Schweitzer und Arash Haghani das neue Online-Portal. Foto: Universität Bielefeld

Frei verfügbare Lehrmaterialien und Forschungsbeiträge aus einer Hand
Die Anforderungen an Lehrkräfte wachsen stetig – ob der Umgang mit
Inklusion, die Integration digitaler Medien oder der Anspruch einer
ganzheitlichen Bildung. Am heutigen Freitag (19.04.2024) geht das neue
Online-Portal PortaBLe an den Start, um Lehrkräfte an Schulen und auch die
Lehrenden an Universitäten sowie in der Fort- und Weiterbildung praxisnah
zu unterstützen. Entwickelt wurde es im Qualitätsoffensive-Projekt
„BiProfessional“ der Universität Bielefeld.

Auf der Plattform finden Lehrende didaktische Materialien und
Forschungsbeiträge aus dem deutschsprachigen Raum. Dank innovativer
Suchfunktionen lassen sich die Inhalte auf die individuelle Situation
zuschneiden.

Auf PortaBLe sind mehr als 600 Beiträge von rund 900 Autor*innen
gebündelt. Die Materialien decken das komplette Themenspektrum der
Lehrkräftebildung ab – von diversitätssensibler Bildung,
Motivationsförderung, Forschendem Lernen und Demokratiebildung bis hin zu
fächerspezifischen Inhalten. Nutzer*innen können mit den intelligenten
Suchfunktionen die Angebote zum Beispiel gezielt nach Lehrmaterialien für
bestimmte Fächer oder Phasen der Lehrkräftebildung filtern.

Ausgehend von Rahmenpapieren wie dem „Orientierungsrahmen Digitalisierung
NRW“ können ebenfalls passende Inhalte gefunden werden. „Die Anbindung an
zentrale Orientierungs- und Referenzrahmen ist besonders für Lehrpersonen
aus der zweiten und dritten Phase der Lehrkräftebildung hilfreich, um ihre
didaktischen Arrangements im Rahmen der Aus- und Weiterbildungslogik
weiter zu entwickeln“, sagt Professor Dr. Martin Heinrich, ehemaliger
Projektleiter von BiProfessional.

Lehrmaterialien zur freien Nutzung für alle Phasen

Bei den Artikeln und dazugehörigen Materialien, die das Portal
zusammenstellt, handelt es sich komplett um Open Educational Resources
(OER) – frei verfügbare Lehr- und Lernmaterialien, die unter offenen
Lizenzen stehen. Dadurch können sie frei genutzt, angepasst und
weiterverbreitet werden. Es stehen Beiträge und Materialien für den
Schulunterricht, die Hochschullehre sowie die Fort- und Weiterbildung von
Lehrkräften zur Verfügung. Die Materialien umfassen Arbeitsaufträge für
Lernende, Reflexionsbögen, Lernvideos zu bestimmten Themen,
Seminarsitzungen im Präsentationsformat, digitale Lernkurse oder
Lehrkonzepte. Darüber hinaus bietet das Portal auch praxisnahe
Forschungsbeiträge aus und für den Bildungsbereich.

Was PortaBLe einzigartig macht

Portale für OER gibt es mittlerweile einige. „Das Besondere an PortaBLe
als OER-Portal sind die lehrkräftebildungsspezifischen Suchfunktionen
sowie die didaktische Aufbereitung und Qualitätssicherung der Beiträge“,
sagt Dr. Julia Schweitzer, die das Portal inhaltlich-konzeptionell an der
Bielefeld School of Education (BiSEd) der Universität Bielefeld betreut.
Die entwickelten Materialien und Forschungsbeiträge stammen von
Lehrkräften, Lehrenden und Forschenden der Lehrkräftebildung aus dem
gesamten deutschsprachigen Raum.

„Ein großer Diskussionspunkt bei Open Educational Resources ist die
Qualitätssicherung. Dank der Anbindung an wissenschaftliche
Fachzeitschriften ist diese bei PortaBLe gewährleistet“, sagt Dr. Lilian
Streblow. Als ehemalige stellvertretende Projektleiterin von
BiProfessional hat sie die Portalentwicklung mitverantwortet. Derzeit
beinhaltet das Portal Beiträge aus den begutachteten Zeitschriften
„Herausforderung Lehrer*innenbildung“ (HLZ), „Die Materialwerkstatt“
(DiMawe) und „PraxisForschungLehrer*innenBildung“ (PFLB).

In einer Studie wurden potenzielle Nutzer*innen zu ihren Wünschen für das
Portal befragt. Umgesetzt wurde die User Study von dem Informatiker und
Projektmitarbeiter Arash Haghani, der darauf basierend Nutzungsszenarien
entwickelt hat. „Klar wurde, dass vor allem die Usability und ein
minimalistisches Design im Zentrum der technischen Konzeption stehen
sollten“, erläutert Arash Haghani.

Impulse für die gesamte Lehrkräftebildung

PortaBLe richtet sich an alle Phasen der Lehrkräftebildung: Neben
konkreten Lehrmaterialien integriert es auch Beiträge aus der
Bildungsforschung, etwa zur Professionalisierung von Lehrenden oder
innovativen Lehr-Lern-Konzepten. „Die Verbindung wissenschaftlicher
Erkenntnisse und praktischer Anregungen macht PortaBLe für Studierende,
Referendar*innen, Dozent*innen und Forschende gleichermaßen interessant“,
fasst Julia Schweitzer zusammen. Das Feedback aus der Lehrkräftebildung
und aus den Schulen soll in die Weiterentwicklung einfließen.

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