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Eine leuchtende Landschnecke ist „Internationales Weichtier des Jahres 2024“

Die leuchtende Landschnecke Phuphania crossei, die in Thailand beheimatet ist, wurde zum „Internationalen Weichtier des Jahres 2024“ gewählt.  Yuichi Oba
Die leuchtende Landschnecke Phuphania crossei, die in Thailand beheimatet ist, wurde zum „Internationalen Weichtier des Jahres 2024“ gewählt. Yuichi Oba

Eine Landschnecke, die konstant leuchten kann, ist das „Internationale
Weichtier des Jahres 2024“! Der „lebende Leuchtstab“ Phuphania crossei
erhielt bei der öffentlichen Online-Abstimmung die meisten Stimmen. Der
internationale Wettbewerb ging in diesem Jahr in seine vierte Runde,
nachdem er Ende 2020 vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum
Frankfurt, dem LOEWE-Zentrum für Translationale Biodiversitätsgenomik
(TBG) und Unitas Malacologica, der internationalen Gesellschaft für
Molluskenforschung, initiiert wurde, um die enorme Artenvielfalt der
Weichtiere bekannter zu machen und für ihren Schutz zu sensibilisieren.

Eine Landschnecke, die konstant leuchten kann, ist das „Internationale
Weichtier des Jahres 2024“! Der „lebende Leuchtstab“ Phuphania crossei
erhielt bei der öffentlichen Online-Abstimmung die meisten Stimmen. Zuvor
hatte sich die Schnecke, gemeinsam mit vier weiteren Weichtier-Arten, als
Finalistin des internationalen Wettbewerbs durchgesetzt. Dieser ging in
diesem Jahr in seine vierte Runde, nachdem er Ende 2020 vom Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, dem LOEWE-Zentrum für
Translationale Biodiversitätsgenomik (TBG) und Unitas Malacologica, der
internationalen Gesellschaft für Molluskenforschung, initiiert wurde, um
die enorme Artenvielfalt der Weichtiere bekannter zu machen und für ihren
Schutz zu sensibilisieren.

Mehr als die Hälfte aller Stimmen konnte die Schnecke aus Thailand
gewinnen und zog damit an zwei weiteren Schnecken-Arten, einer Muschel und
einem kleinen Tintenfisch vorbei. Phuphania crossei ist eine luftatmende
Landschnecke, die nur in den tropischen Wäldern Thailands vorkommt. Ihr
Name leitet sich von den Phu Phan-Bergen im Nordosten des Landes ab. Ihre
Besonderheit: Sie produziert fortwährend biolumineszentes Licht, das
heißt, sie strahlt ein grünliches Licht aus wie ein lebender Leuchtstab.
Dabei erscheint Phuphania crossei auf den ersten Blick wenig spektakulär
mit einem gelblich-braunen Körper und dunkelgrauem Kopf mit „Stielaugen“.
Ihr Gehäuse ist bräunlich mit deutlichen Rippen. Doch bereits bei
Tageslicht und ohne Stimulation ist ihr grünliches Leuchten für das
menschliche Auge sichtbar. Produziert wird es von Leuchtzellen des Fußes
und des Mantels. Die Schnecke ist in der Lage, dieses Leuchten zeitweise
einzustellen.

Phuphania crossei wurde von Dr. Arthit Pholyotha für den Titel
„Internationales Weichtier des Jahres 2024“ nominiert. Er forscht am
Fachbereich Biowissenschaften der Chulalongkorn University in Bangkok,
Thailand, zur Klassifizierung und stammesgeschichtlichen Entwicklung der
südostasiatischen Landschnecken. „Wir kennen einige Weichtiere, die
leuchten können, wie zum Beispiel einige Tintenfische oder Nacktschnecken.
Die meisten Arten mit dieser Eigenschaft leben jedoch im Meer. Daher ist
eine leuchtende Landschnecke etwas Besonderes. Dass Phuphania crossei zu
diesen wenigen Arten zählt, haben wir erst 2023 entdeckt, als wir sie
genauer erforscht haben“, berichtet Pholyotha. Ihre neuen Erkenntnisse
haben der Wissenschaftler und seine Kolleg*innen in der Fachzeitschrift
„Scientific Reports“ veröffentlicht, die zur Gruppe der
„Nature“-Publikationen zählt. Die Forscher*innen konnten auch zeigen, dass
diese Art nach einem Lichtreiz biofluoreszierend leuchtet und unter
ultraviolettem (UV) Licht heller leuchtet. „Nun wollen wir natürlich
herausfinden, welche evolutionären Vorteile diese Eigenschaft den
Landschnecken bringt – denn grundsätzlich müssen Lebewesen viel Energie
aufwenden, um selbst Licht zu erzeugen“, so Pholyotha weiter.

Dabei kann die Analyse des Erbguts helfen: Als Gewinner-Art des
Wettbewerbs erhält die Landschnecke eine vollständige Sequenzierung ihres
Genoms durch das LOEWE-Zentrum TBG. „Da sich die Biolumineszenz unabhängig
voneinander in mehreren Abstammungslinien von Lebewesen entwickelt hat,
kann die Aufschlüsselung des Genoms von Phuphania crossei dazu beitragen,
die geheimnisvolle Welt der leuchtenden Weichtiere zu verstehen, die im
Meer, im Süßwasser oder an Land leben“, erklärt Jurymitglied Dr. Carola
Greve, Laborleiterin am LOEWE-Zentrum TBG. „Die umfassende
Genomsequenzierung dieser Schneckenart wird Einblick in die Prozesse
geben, die hinter der Biolumineszenz stehen.“

Obwohl die Weichtiere nach den Gliederfüßern den zweitgrößten Tierstamm
bilden, ist das Genom bisher nur von relativ wenigen Mollusken-Arten
vollständig sequenziert. Entsprechend wenig ist über die genomischen
Grundlagen der Vielfalt der Arten, ihre Anpassungsfähigkeiten oder die von
ihnen produzierten Naturstoffe bekannt.

Nach dem Aufruf an Wissenschaftler*innen und Laien, interessante
Weichtiere zu nominieren, wählte die Wettbewerbsjury aus den eingegangenen
Vorschlägen unter Berücksichtigung fachlicher Aspekte fünf Arten aus.
Anschließend konnten alle Interessierten vom 13. März bis zum 14. April
2024 online ihre Stimme für eine der fünf Finalisten-Arten abgeben. Von
den insgesamt 6.263 eingegangenen Stimmen aus aller Welt erhielt Phuphania
crossei mit großem Vorsprung die meisten Stimmen – sie wurde 3.279-mal
gewählt. Ihr folgt auf dem zweiten Platz der Gewellte Seeschmetterling
(Clio recurva) mit 1.078 Stimmen. Die Coosa-Flussmuschel (Amblema
elliottii) erhielt 865 Stimmen, die Gepunktete Papierblasenschnecke
(Micromelo undatus) 607 Stimmen. Der Atlantische Kurzkalmar (Lolliguncula
brevis) wurde 434-mal gewählt.

„Auch in diesem Jahr haben sich wieder so viele Interessierte aus der
ganzen Welt an dem Wettbewerb beteiligt, darüber freuen wir uns sehr. Wir
danken sowohl den Forschenden und Weichtier-Liebhaber*innen, die viele
besondere Arten nominiert haben, als auch allen, die für eine der
Finalisten-Arten gestimmt haben“, sagt Prof. Julia Sigwart,
Sektionsleiterin der Abteilung Malakologie am Senckenberg
Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt. „Gemeinsam können wir mit
dieser Initiative wieder auf die große Artenvielfalt der Weichtiere
aufmerksam machen und in der Öffentlichkeit Begeisterung für ihre
Eigenschaften wecken. Dies ist auch wichtig, um zum Schutz dieser häufig
unterschätzten Organismen und ihrer Ökosysteme beizutragen“, betont
Sigwart.

Die Wettbewerbsjury zum „Internationalen Weichtier des Jahres 2024“ setzte
sich neben Prof. Dr. Julia Sigwart und Dr. Carola Greve erneut aus Dr.
Tilman Schell, Bioinformatiker des LOEWE-Zentrums TBG, und Prof. Dr.
Yasunori Kano, Mitglied von Unitas Malacologica, der internationalen
Gesellschaft für Molluskenforschung, zusammen.

Informationen zu den fünf Finalisten-Arten beim Wettbewerb
„Internationales Weichtier des Jahres 2024“:
https://www.senckenberg.de/molluscoftheyear2024

Nominierungen für das „Internationale Weichtier des Jahres 2025“ sind ab
sofort möglich:
https://tbg.senckenberg.de/de/mollusc-of-the-year-nominations/

Informationen zu den Wettbewerben 2021 bis 2023:
https://tbg.senckenberg.de/de/molluscoftheyear-2021/
https://tbg.senckenberg.de/de/molluscoftheyear-2022/
https://tbg.senckenberg.de/de/mollusc-of-the-year-2023/

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Elektrotechnische Fernstudiengänge an der Hochschule Darmstadt

Elektrotechnische Master-Fernstudiengänge an der h_da  h_da; Hochschule Darmstadt
Elektrotechnische Master-Fernstudiengänge an der h_da h_da; Hochschule Darmstadt

Online-Infoabend zu berufsbegleitenden Masterfernstudiengängen am 24. Mai
2024
Die Hochschule Darmstadt lädt am Freitag, den 24. Mai 2024 um 16:30 Uhr zu
einem Online-Infoabend zu den beiden berufsbegleitenden Fernstudiengängen
Elektrotechnik M.Sc. und Zuverlässigkeitsingenieurwesen M.Eng. ein.
Weiterbildungsinteressierte erfahren alles über Zugangsvoraussetzungen,
Studieninhalte, Ablauf und Studienorganisation und können individuelle
Fragen stellen. Alle Interessierten, die dabei sein möchten, werden
gebeten sich per E-Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. anzumelden und
erhalten anschließend die Zugangsdaten zum Zoom-Meeting.

Die Hochschule Darmstadt kooperiert bei der Durchführung ihrer
berufsbegleitenden Fernstudiengänge seit vielen Jahren erfolgreich mit dem
zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund und der TH
Aschaffenburg.

Zuverlässigkeitsingenieurwesen M.Eng. für mehr Nachhaltigkeit

Was haben sperrige Begriffe wie Zuverlässigkeitstechnik,
Qualitätsmanagement und Funktionale Sicherheit mit Nachhaltigkeit zu tun?
Die Antwort darauf bietet das berufsbegleitende Fernstudium
Zuverlässigkeitsingenieurwesen M.Eng. Hier lernen die Studierenden Mensch
und Umwelt vor Fehlfunktionen technischer Systeme zu schützen. Sie setzen
sich damit auseinander, wie technische Fehlfunktionen verhindert werden
können. Dazu zählt, dass Produkte über einen längeren Zeitraum ausfallfrei
funktionieren, weniger Wartung und Reparaturen benötigen und dadurch
deutlich nachhaltiger sind. Zuverlässigkeit ist die Grundlage dafür, aus
weniger Ressourcen mehr Lebensdauer herauszuholen und damit am richtigen
Ende zu sparen. Das praxisorientierte Masterfernstudium vermittelt
beispielsweise das erforderliche Know-how dafür, dass etwa immer komplexer
werdende (elektro-)technische Systeme über ihren gesamten Lebenszyklus
zuverlässig funktionieren.

Fernstudium Elektrotechnik M.Sc.
Der Studiengang Elektrotechnik M.Sc. richtet sich an Interessierte, die
ihre Fachkenntnisse erweitern oder in einen neuen technischen Bereich
einsteigen möchten. Neben technischen Inhalten werden auch
betriebswirtschaftliches Know-how und Soft Skills vermittelt. Vertiefungen
stehen für folgende Fachgebiete zur Wahl: Automatisierung,
Mikroelektronik, Energietechnik oder Medizintechnik. Die Studiendauer
beträgt sechs Semester für Bewerberinnen und Bewerber mit einem
Erststudium im Umfang von 180 ECTS. Wer ein Erststudium mit 210 ECTS
absolviert hat, kann den Mastertitel in vier Semestern erwerben.

Die Studiengänge richten sich an Absolventinnen und Absolventen eines
ersten einschlägigen elektro-/technischen Hochschulstudiums mit
einjähriger Berufserfahrung nach dem ersten Studienabschluss. Die
gesetzlichen Regelungen des Landes Hessen ermöglichen auch
Studieninteressierten ohne Erststudium den Zugang zum Masterstudium. Diese
Interessiertengruppe kann gleich nach dem Techniker- oder Meisterabschluss
mit dem einsemestrigen Vorkurs „Techniker zum Master“ starten.

Studieninteressierte können sich für das kommende Wintersemester ab dem
02. Mai 2024 beim zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund online
bewerben unter <www.zfh.de/anmeldung>

Weitere Informationen zu beiden Fernstudiengängen finden Interessierte
unter: <www.zfh.de/master/e-technik/>
<www.zfh.de/master/zuverlaessigkeit>
<www.fernmaster.de>

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bildet gemeinsam mit
21 staatlichen Hochschulen den zfh-Hochschulverbund. Das zfh ist eine
wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Gemäß Staatsvertrag
fördert und unterstützt das zfh die Hochschulen bei der Entwicklung und
Durchführung ihrer Fernstudienangebote. Neben den 15 Hochschulen dieser
drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus Bayern, Berlin,
Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein dem Verbund
angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh übernimmt für die Hochschulen
die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing der Fernstudiengänge sowie die
Studierendenverwaltung und unterstützt bei der Studienorganisation. Mit
einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden Fernstudienangeboten in
wirtschaftswissenschaftlichen, technischen/naturwissenschaftlichen und
sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit
größter Anbieter von Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem
Abschluss. Alle zfh-Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des
Bachelor- oder Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen
ACQUIN, AHPGS, ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit
international anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen
besteht auch ein umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit
Hochschulzertifikat. Derzeit sind über 6.000 Fernstudierende an den
Hochschulen des zfh-Verbunds eingeschrieben.

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Wertschöpfung trotz Nachhaltigkeit im Reitsport/ ISM-Studentin Julia Schatzmann wird mit GWP-Förderpreis ausgezeichnet

Julia Schatzmann hat ihren Bachelor an der ISM Hamburg in International Sports Management abgeschlossen
Julia Schatzmann hat ihren Bachelor an der ISM Hamburg in International Sports Management abgeschlossen

Nachhaltigkeit ist ein Querschnittsthema, das Unternehmen aller Branchen
aktuell und in Zukunft beschäftigt. Der Reitsport bildet da keine
Ausnahme. Daher hat sich Julia Schatzmann, Studentin im Studiengang
Strategic Sports Management an der International School of Management
(ISM), dazu entschieden, ihre Bachelorthesis zu diesem Thema am Standort
ISM Hamburg zu schreiben. Mit Erfolg: Ihre Abschlussarbeit wird am
20.04.2024 mit dem Förderpreis der Gesellschaft zur Förderung der
Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP) ausgezeichnet.

Dortmund, Hamburg, 18.04.2024. Nachhaltigkeit ist mehr als ein Trend –
vielmehr ein Thema, das Unternehmen aller Branchen aktuell und in Zukunft
beschäftigt. Der Reitsport bildet da keine Ausnahme. Daher hat sich Julia
Schatzmann, Studentin im Studiengang Strategic Sports Management an der
International School of Management (ISM), dazu entschieden, ihre
Bachelorthesis zu diesem Thema am Standort ISM Hamburg zu schreiben. Mit
Erfolg: Ihre Abschlussarbeit wird am 20.04.2024 mit dem Förderpreis der
Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft um das Pferd e.V. (GWP)
ausgezeichnet.

Kann sich Nachhaltigkeit auch im Reitsport auf die Wertschöpfung
auswirken? Und welche Faktoren haben einen positiven Einfluss auf die
Attraktivität von Reitturnieren? Worin sehen Reiter und Sponsoren den
Nutzen von Nachhaltigkeit?

Diesen Fragen geht Julia Schatzmann in ihrer Abschlussarbeit nach. Auf die
Theorie folgt auch ein praktischer Bezug: Basierend auf den Ergebnissen
entwickelt die Studentin, die selbst im Reitsport aktiv ist,
Handlungsempfehlungen, die Sportorganisationen dabei unterstützen, eine
ganzheitliche und individuelle Nachhaltigkeitsstrategie für ihre
Veranstaltung zu entwerfen. „Mich hat es besonders fasziniert, dass eine
solche Strategie dabei helfen kann, viele der Herausforderungen für
unseren Sport, insbesondere für die Turnierveranstalter, zu bewältigen“,
betont Schatzmann.  „Anders als im ersten Moment erwartet, bedeutet
Nachhaltigkeit nicht automatisch mehr Aufwand, sondern eröffnet ebenso
viele Chancen und Möglichkeiten für alle Beteiligten.“

Strategic Sports Management: Theorie, Praxis, Networking
Schatzmann setzt ihr Studium aktuell im Master Strategic Sports Management
an der ISM Dortmund fort. „Mit meinem Studium in Sportmanagement ergibt
sich für mich die perfekte Möglichkeit, meine praktischen Erfahrungen, die
Theorie aus der Uni und meine Kontakte im Reitsport miteinander zu
verbinden."

Weitere Informationen zum Sports Management Studium an der ISM: Master
Studiengang Strategic Sportsmanagement

Bild: Julia Schatzmann, studiert Strategic Sports Management im Master an
der ISM und hat ihren Bachelor in International Sports Management
ebenfalls an der ISM gemacht. Foto: Julia Schatzmann

Kontakt: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Hintergrund:
Die International School of Management (ISM) ist eine staatlich
anerkannte, private Hochschule in gemeinnütziger Trägerschaft und zählt zu
den führenden privaten Hochschulen in Deutschland. An Standorten in
Dortmund, Frankfurt/Main, München, Hamburg, Köln, Stuttgart und Berlin
wird in kompakten und anwendungsbezogenen Studiengängen der
Führungsnachwuchs für international orientierte Wirtschaftsunternehmen
ausgebildet. Zum Studienangebot gehören Vollzeit-Programme,
berufsbegleitende und duale Studiengänge sowie das komplett digitale
Fernstudium. In Hochschulrankings ist die ISM mit hoher Lehrqualität,
Internationalität und Praxisbezug regelmäßig auf den vordersten Plätzen
gelistet. Das internationale Netzwerk umfasst rund 190 Partnerhochschulen.

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Hannover Messe 2024: Anlagenkonzepte für die Fertigung von Bipolarplatten, MEAs und Drucktanks

Rolle-zu-Rolle-Anlage zur kontinuierlichen Verarbeitung von Metall- und Kunststofffolien.  Quelle: Fraunhofer IPT
Rolle-zu-Rolle-Anlage zur kontinuierlichen Verarbeitung von Metall- und Kunststofffolien. Quelle: Fraunhofer IPT

Grüner Wasserstoff zählt zu den Energieträgern der Zukunft. Um ihn in
großen Mengen zu erzeugen, zu speichern und wieder in elektrische Energie
zu wandeln, bedarf es effizienter und skalierbarer Fertigungsprozesse und
Anlagen für die erforderlichen Elektrolyseure und Brennstoffzellen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für
Produktionstechnologie IPT aus Aachen setzen dabei sowohl auf herkömmliche
diskrete als auch auf kontinuierliche Produktionsverfahren durch Rolle-zu-
Rolle-Anlagen (R2R).

Auf der Hannover Messe vom 22. bis 26. April 2024 zeigt das Fraunhofer IPT
Teile seiner modularen Anlagentechnologie »Scalab«, die damit produzierten
Bipolarplatten und Membran-Elektroden-Einheiten (MEA) sowie Drucktanks für
das Speichern von Wasserstoff.

Zwei Verfahren für die Fertigung von Bipolarplatten

Bipolarplatten sind zentrale Komponenten von Brennstoffzellen- und
Elektrolyseur-Stacks. Im Forschungsprojekt »H2Go« entwickeln die
Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer IPT zwei Produktionswege für die
Fertigung von Bipolarplatten: Das diskrete und das kontinuierliche Prägen.
Der diskrete Umformprozess ist bis heute State-of-the-Art in der
industriellen Fertigung. Dabei wird das Design der Bipolarplatte
beidseitig in ein dünnes Edelstahlblech übertragen. Es entsteht eine Art
Halbplatte, die je nach Verwendungszweck des späteren Stacks in mehreren
Prozesschritten zu einer Bipolarplatte gefügt wird.

Das kontinuierliche Prägen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren (R2R) ist eine
Produktionstechnologie der Zukunft, die Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler am Fraunhofer IPT erproben. Beim Walzprägen wird eine
Metallfolie über ein Rollensystem geführt und dabei in einem
kontinuierlichen Prozess verarbeitet. Das Design der Biopolarplatte wird
durch strukturierte Walzen auf eine Metallfolie übertragen. Im nächsten
Schritt schneidet ein Laser die Halbplatte aus und verschweißt jeweils
zwei Stück zu einer Bipolarplatte. Im Forschungsprojekt »H2Go« wird
zurzeit bereits die zweite, optimierte R2R-Anlage aufgebaut und erprobt.

Flexible Anlagentechnologie für die kontinuierliche Produktion

Flexibel erweiterungsfähig soll die zukünftige Anlagentechnologie sein.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Fraunhofer IPT haben
deshalb das modulare Maschinenkonzept »Scalab« entwickelt: Als Startpunkt
für die Maschinengestaltung dient eine Basisarchitektur, die sich durch
verschiedene Module ergänzen und zu einer Produktionsstraße ausbauen
lässt. Unterschiedliche Fertigungsprozesse für Metall- oder
Kunststofffolien können auf diese Weise miteinander verknüpft werden.

Im Forschungsprojekt »CoBiP« hat das Forschungsteam in einem
Anlagenprototyp den kontinuierlichen Verarbeitungsprozess zur Fertigung
von Bipolarplatten umgesetzt. Das Besondere an dieser Fertigungsanlage ist
auch hier der modulare Aufbau: Er erlaubt es, die Produktionsstraße
individuell zu gestalten und zu erweitern, indem Funktionseinheiten
ausgetauscht oder ergänzt werden. Da die Entwicklungszyklen der meisten
Produkte immer kürzer werden, bietet die flexible Anlagenarchitektur
einige Vorteile, denn die Produktion kann damit besonders schnell auf neue
Varianten und Produktdesigns umgerüstet werden. Die
Verarbeitungstechnologien, die in einer R2R-Anlage zum Einsatz kommen
können, sind vielfältig und reichen von Beschichtungstechnologien über
Bestückungsvorgänge im Pick-and-Place-Verfahren bis hin zu Laserschneid-
und Schweißprozessen.

Die MEA: Zentrale Komponente von Elektrolyseur und Brennstoffzelle

Für die Wasserstoffproduktion lassen sich nicht nur Bipolarplatten
kontinuierlich im R2R-Verfahren herstellen, sondern auch MEAs. Die
klassische Fertigung der MEA besteht aus den vier Schritten Beschichten,
Trocknen, Assemblieren und Schneiden. Diese Schritte lassen sich ebenfalls
in der Scalab-Anlage abbilden. Im Projekt »H2GIGA – FRHY« entwickelt ein
Fraunhofer-Forschungsteam das flexible Anlagenkonzept weiter, um die
Katalysatorschicht doppelseitig direkt auf die Membran aufzubringen. Dafür
kommen Inkjet- und Nah-Infrarot-Technologien zum Einsatz.

Mit der »Referenzfabrik.H2« bildet das Fraunhofer IPT zusammen mit dem
Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU und dem
Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS eine
Wertschöpfungsgemeinschaft, die den zügigen Hochlauf effizienter,
stückzahlskalierbaren Produktionstechnologien vorantreibt. Gemeinsam mit
Industrieunternehmen entwickeln die drei Forschungsinstitute Lösungen für
kostengünstige Wasserstoffsysteme in der Massenproduktion.

Wasserstoff in Drucktanks sicher verwahren

Nach der Erzeugung von Wasserstoff spielt auch die Speicherung des
gasförmigen Energieträgers eine wichtige Rolle: Drucktanks, die für diesen
Zweck produziert werden, müssen stark belastbar und langlebig sein. Die
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen seit Jahren an
geeigneten Konzepten für die Drucktankproduktion, die den geforderten
hohen Sicherheitsstandards entsprechen. Für die Herstellung der hochfesten
Wasserstoffbehälter setzt das Fraunhofer IPT auf ein Wickelverfahren, bei
dem thermoplastisches faserverstärktes Tape um einen Grundkörper aus
Kunststoff gewickelt und durch Lasererwärmung verschweißt wird.
Belastungstests ergaben, dass Tanks, die mit diesem Verfahren hergestellt
werden, einem Betriebsdruck bis zu 700 bar standhalten können. Das
laserunterstütze Wickeln erweist sich dabei als vorteilhaft, weil sich
thermoplastische Faserverbundwerkstoffe damit gut verarbeiten lassen,
keine Nachkonsolidierung notwendig ist und sich das Material recyceln
lässt.

Gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten stellt das Fraunhofer IPT die
Technologien zur Wasserstoffproduktion und -speicherung auf der Hannover
Messe in Halle 13 am Stand C47 aus.

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