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Home-Office: Wie eine gute Schreibtisch-Organisation die Effektivität steigert

Home-Office Symbolbild unsplash
Home-Office Symbolbild unsplash

Gerade für Menschen, die viel im Home-Office arbeiten, ist die Organisation des heimischen Schreibtisches mehr als nur eine Frage des persönlichen Geschmacks. Es geht um Effektivität, Gesundheit und das Wohlbefinden. Der Einfluss einer gut durchdachten Schreibtisch-Organisation auf die Produktivität ist wissenschaftlich belegt. In diesem Artikel gibt es daher Tipps zur Schreibtisch-Organisation.

Ordnung schaffen, Leistung steigern

Eine Studie des Princeton University Neuroscience Institute zeigte, dass Unordnung auf dem Schreibtisch die Fähigkeit, sich zu konzentrieren und Informationen zu verarbeiten, negativ beeinträchtigen kann.

Ein aufgeräumter Schreibtisch ist deswegen das A und O für effizientes Arbeiten. Die erfolgreiche Organisation des Schreibtisches sollte folgende Aspekte umfassen:

  • Ausmisten: Alles Unnötige vom Tisch entfernen.
  • Zonierung: Spezifische Bereiche für häufig genutzte Gegenstände einrichten.
  • Ablagesystem: Ein systematischer Ort für Dokumente.
  • Digitaler Minimalismus: Auf dem Bildschirm sollten nur die Tabs und Programme offen sein, die für die aktuelle Aufgabe benötigt werden.

Mit diesen Schritten schafft man eine Grundlage für ein systematisches und produktives Arbeitsumfeld. Während manch einer davon überzeugt ist, dass weiße Schreibtische durch ihren cleanen Look zusätzlich hilfreich sind, spielt die Farbe des Tisches in Wahrheit keine Rolle bei der Schaffung einer produktiven Arbeitsumgebung.

Ergonomisch korrekt arbeiten

Ein ergonomisch eingerichteter Schreibtisch kann Gesundheitsrisiken mindern und zu einem verbesserten Komfort beitragen. Studien zeigen, dass eine falsche Sitzhaltung zu langfristigen gesundheitlichen Schäden führen kann, wie zum Beispiel chronischen Rückenschmerzen. Wichtige ergonomische Faktoren sind:

  • Stuhl: Der Schreibtischstuhl sollte über eine verstellbare Sitzhöhe, eine verstellbare Rückenlehne und verstellbare Armstützen verfügen.
  • Monitor: Die Augenhöhe sollte mit der oberen Bildschirmkante abschließen.
  • Tastatur: Die Tastatur sollte leicht geneigt sein, um Unterarm und Handgelenke zu schonen.
  • Beleuchtung: Ausreichend und blendfrei, idealerweise Tageslicht, ergänzt durch Schreibtischlampen.

Bei Kinderschreibtischen sind noch mehr Punkte zu beachten. Indem man sich die Zeit nimmt, seinen Arbeitsplatz richtig einzurichten, kann man nicht nur gesundheitliche Beschwerden reduzieren, sondern auch die eigene Arbeitsleistung verbessern.

Farben und persönliche Gegenstände

Neben der praktischen Organisation spielt die ästhetische Gestaltung des Schreibtisches ebenfalls eine wichtige Rolle. Persönliche Gegenstände wie Fotos oder Pflanzen machen den Arbeitsplatz wohnlicher und können dabei helfen, Stress zu reduzieren.

Pausen sind produktiv

Regelmäßige Pausen sind wesentlich, um die Konzentration aufrechtzuerhalten und einem Burnout vorzubeugen. Die Pomodoro-Technik beispielsweise schlägt vor, nach 25 Minuten intensiver Arbeit eine Fünf-Minuten-Pause einzulegen.

Das papierlose Büro – weniger ist mehr

Im digitalen Zeitalter ist es möglich, die Papierablage auf ein Minimum zu reduzieren. Digitale Tools und Anwendungen können helfen, die Schreibtischfläche frei von unnötigem Papierkram zu halten. Cloud-Dienste, Dokumenten-Manager und Notiz-Apps sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch förderlich für die Ordnung auf dem Schreibtisch. Die Wahl des richtigen digitalen Werkzeugkastens ist entscheidend:

  • Cloud-Speicher: Dropbox, Google Drive oder OneDrive für Dokumente und Dateien.
  • Notiz-Apps: Evernote oder OneNote halten Gedanken und Aufgaben fest.
  • Projektmanagement-Tools: Asana oder Trello für die Überwachung von Projekten.

Ein Ende der Zettelwirtschaft bedeutet eine Reduzierung von Ablenkungen und führt zu einer gesteigerten Konzentration auf die wirklich wesentlichen Aufgaben.

Die Organisation des Schreibtisches als andauernder Prozess

Ein organisierter Schreibtisch ist kein statischer Zustand, sondern vielmehr ein fortlaufender Prozess. Gewohnheiten zu entwickeln, die Ordnung unterstützen, ist entscheidend für die Aufrechterhaltung einer produktiven Arbeit im Home-Office. Dazu zählt, am Ende des Arbeitstages ein kurzes Aufräumen, um den folgenden Tag mit einem klaren Schreibtisch beginnen zu können.

Der heimische Arbeitsplatz – ein Spiegelbild persönlicher Effizienz

Am Ende reflektiert die Organisation des Schreibtisches die persönliche Arbeitsweise und den Umgang mit den Herausforderungen des Berufsalltags. Eine gezielte Auseinandersetzung mit der Organisation des eigenen Schreibtisches kann die Arbeit von Zuhause effektiver und gesünder gestalten.

 

 

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Geisenheimer Weintourismus Tagung 2024 – Mobilität und Nachhaltigkeit im Fokus

Am 3. Mai 2024 fand an der Hochschule Geisenheim die Geisenheimer
Weintourismus Tagung statt, bei der sich rund 130 Expertinnen und Experten
versammelten, um über die Rolle von Wohnmobilstellplätzen als
Vermarktungschance für Weingüter zu diskutieren.

Der Weintourismus erlebt seit der Corona-Pandemie eine Renaissance. Als
wichtiger Bestandteil des Individualtourismus bieten Weingüter weit mehr
als „nur“ Weinproben. Lokale Gastronomie, Naturerlebnisse,
Kellerführungen, persönliche Begegnungen mit dem Winzer bzw. der Winzerin
etc. sind Attraktionen, die nicht nur eingefleischte Weintouristen –
Primärtouristen –, sondern auch Kunden und Kundinnen, die mit Wein nicht
viel am Hut haben – Sekundärtouristen – begeistern können. Zu den
attraktiven touristischen Angeboten gehören inzwischen auch Stellplätze,
mit denen die Weingüter wiederum eine ganz neue Zielgruppe ansprechen: die
Reisemobil-Touristen.

"Basierend auf zahlreichen deutschen und internationalen Studien, die wir
in den letzten zwölf Jahren durchgeführt haben, sind wir zu dem Ergebnis
gekommen, dass der Weintourismus an einem Wendepunkt angelangt ist:
Weintourismus ist viel mehr als nur Wein ab Hof zu verkaufen, er soll den
Besuchern ein einzigartiges Erlebnis bieten – und das wollen wir aktiv
begleiten", so Organisator Prof. Dr. Gergely Szolnoki, Professor für
Marktforschung an der Hochschule Geisenheim. Jetzt können Konzepte und
Modelle entwickelt werden, die es den Weingütern ermöglichen, eine viel
breitere Zielgruppe anzusprechen. Dabei ist zu beachten, dass es beim
Weintourismus nicht nur um den Verkauf von Wein gehen darf - er ist ein
wichtiger Nebeneffekt, der den Umsatz und den Absatz ab Hof unterstützt,
aber Weintourismus ist viel mehr als nur Weinvermarktung. Kultur,
Gastronomie, Erlebnis, Natur, Erholung etc. gehören dazu und die
Zielgruppe sollte nicht nur auf "Weinliebhaber" beschränkt werden.

Ein Schwerpunkt der Tagung war das Thema Mobilität, zu welchem sich
Referierende auf innovative Angebote konzentrierten. „Der Trend zeigt
deutlich, dass Reisemobil-Tourismus zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die
Integration von Wohnmobilstellplätzen auf Weingütern eröffnet neue
Perspektiven für den Weintourismus und stellt eine Win-Win-Situation für
alle Beteiligten dar“, betonte Dr. Holger Siebert, der Vizepräsident vom
Caravaning Industrie Verband e. V. (CIVD).

Ein zweiter Schwerpunkt lag auf der nachhaltigen Entwicklung. Die Zukunft
des Weintourismus beginnt heute, und wenn Weingutsbesitzer und -manager
sie nicht verpassen wollen, müssen sie sich ernsthaft mit diesem Thema
auseinandersetzen. Auch hierzu teilten ausgewiesene Fachleute aus der
Branche ihre Erkenntnisse mit dem Publikum. „Nachhaltigkeit ist kein
Trend, sondern eine Notwendigkeit. Die Weinindustrie trägt eine
Verantwortung für die Umwelt und die Gesellschaft, der sie gerecht werden
muss“, betonte Prof. Dr. Hans Reiner Schultz, Präsident der Hochschule
Geisenheim.

Geisenheim als mittlerweile international anerkanntes Forschungszentrum im
Bereich Weintourismus ergriff die einmalige Gelegenheit, die wichtigsten
Akteure der Branche zusammenzubringen und zwei hochaktuelle Themen
ausführlich zu präsentieren – Themen, die für die regionale und
betriebliche Entwicklung unverzichtbar sind. So bot die Veranstaltung, an
der Produzierende, Weintourismus- und regionale Tourismus-Experten,
Reiseveranstalter, Politiker, sowie Studierende teilnahmen praktische
Informationen und Hilfestellung für Betriebe und Regionen.

Insbesondere die Bedeutung von Weintourismus für die regionale
(Makroebene) und betriebliche (Mikroebene) Entwicklung wurde
hervorgehoben. „Es ist wichtig, den Entwicklungsprozess in diesem Bereich
zu begleiten und durch Informationen und Veranstaltungen wie diese zu
befördern“, fasste Szolnoki zusammen.

Das komplette Programm der Tagung, die von einer Vielzahl von Sponsoren
unterstützt wurde, ist unter folgendem Link einsehbar:
https://veranstaltungen.hs-geisenheim.de/event/weintourismus-24

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Virtual Reality: Besserer Strahlenschutz für medizinisches Fachpersonal BfS stellt neue VR-Anwendung auf dem Röntgenkongress vor

Eine neue Virtual-Reality-Anwendung soll medizinisches Personal besser im
Umgang mit Strahlung schulen. Gerade bei interventionellen Verfahren sind
Ärzt*innen und radiologisches Fachpersonal oftmals einer hohen
Strahlenbelastung ausgesetzt, ohne ausreichend darauf vorbereitet zu sein.
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat daher im Rahmen der
Ressortforschung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare
Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) eine Anwendung entwickelt, mit der
in einem virtuellen Interventionsraum geübt werden kann. Damit werden
Anwender*innen, aber auch Patient*innen besser geschützt.

Fachbesucher*innen können sich auf dem Röntgenkongress, der vom 8. bis 10.
Mai 2024 in Wiesbaden stattfindet, umfassend informieren.

Interventionelle Verfahren in der Radiologie sind minimalinvasive
diagnostische Untersuchungen oder therapeutische Eingriffe, die unter
Bildsteuerung vorgenommen werden. Sowohl das medizinische Personal als
auch Patient*innen sind dabei einer hohen Strahlenbelastung ausgesetzt,
die aber durch entsprechende Schutzmaßnahmen reduziert werden kann.

VR macht Strahlung sichtbar
Die jetzt entwickelte Anwendung mit Virtual Reality (VR) visualisiert
ionisierende, sehr energiereiche Strahlung, wie sie unter realen
Bedingungen beispielsweise in einem Herzkatheterlabor auftritt. So werden
zum Beispiel auch Streustrahlung und die abschirmende Wirkung von
Patientenschutzmitteln sichtbar.

Zur Simulation des Strahlenschutzes während der Untersuchung können
Anwender*innen Bleischürze, Schilddrüsenschutz, Brille und Kappe
einsetzen. Zusätzlich können auch Untertischabschirmungen und mobile
Abschirmungen verwendet und der Einfallwinkel der Strahlung durch Rotation
des Röntgengeräts modifiziert werden. Die Anwendung schätzt in Echtzeit
wie die effektive Dosis, die dabei auf anwesende Personen im Raum wirkt,
durch den Einsatz der einzelnen Schutzmaßnahmen reduziert werden kann.
Auch der Einfluss von unterschiedlichen Einstellungsparametern auf die
Strahlendosis kann im virtuellen Interventionsraum erprobt und
durchgespielt werden, ohne sich oder andere zu gefährden.

Röntgenkongress in Wiesbaden
Am 8. Mai 2024 wird die Anwendung auf dem Röntgenkongress in Wiesbaden
vorgestellt. Fachbesucher*innen haben die Möglichkeit, sich die Anwendung
erklären zu lassen:
•       Mittwoch, 8. Mai 2024, 15:30 Uhr – 16:00 Uhr: Terrassensaal C:
Session „Radiologie und Physik - Alles per Remote“, Vortrag
„Strahlenschutz im Interventionsraum: Optimierung durch Übung in
virtueller Realität“
•       Mittwoch, 8. Mai 2024, 16:00 Uhr – 16:20 Uhr: Forum Beruf 1 (Halle
Süd): Strahlenschutz-VR: interaktive Ausbildung im virtuellen
Interventionsraum
•       Donnerstag, 9. Mai, 10:15 Uhr – 10:35 Uhr: Forum Beruf 1 (Halle
Süd):
Strahlenschutz-VR: interaktive Ausbildung im virtuellen Interventionsraum

Zusätzlich wird es die Möglichkeit geben, die Brille auch am Stand am
Eingang der Industrieausstellung auszuprobieren.

Die VR-Umgebung wurde von der Firma Northdocks GmbH unter Fachbegleitung
vom BfS entwickelt. Die Anwendung steht allen Interessierten kostenlos zum
Download zur Verfügung.

Bundesamt für Strahlenschutz
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) arbeitet für den Schutz des
Menschen und der Umwelt vor Schäden durch Strahlung. Das BfS informiert
die Bevölkerung und berät die Bundesregierung in allen Fragen des
Strahlenschutzes. Die über 550 Beschäftigten bewerten Strahlenrisiken,
überwachen die Umweltradioaktivität, unterstützen aktiv im radiologischen
Notfallschutz und nehmen hoheitliche Aufgaben wahr, darunter im
medizinischen und beruflichen Strahlenschutz. Ultraviolette Strahlung und
strahlenrelevante Aspekte der Digitalisierung und Energiewende sind
weitere Arbeitsfelder. Als wissenschaftlich-technische Bundesoberbehörde
betreibt das BfS Forschung und ist mit nationalen und internationalen
Fachleuten vernetzt. Weitere Informationen unter www.bfs.de.

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Neue Spezialambulanz für Traumatherapie an der MSH Medical School Hamburg

Am 25.04.2024 wurde die Spezialambulanz für Traumatherapie an der MSH mit
einem wissenschaftlichen Symposium eröffnet. Vor dem Hintergrund der
schlechten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit traumatischen
Erfahrungen, die oft viele Monate auf einen adäquaten Behandlungsplatz
warten, werden in der Hochschulambulanz der MSH Medical School Hamburg –
University of Applied Sciences and Medical University nun evidenzbasierte
Behandlungen für Betroffene angeboten.

Hamburg, 02.05.24. Patient:innen mit einer Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTBS) leiden häufig unter Symptomen wie belastenden
Erinnerungen an das Trauma, Alpträumen, belastenden Gefühlen wie Angst,
Schuld und Scham sowie starker Anspannung, Konzentrationsschwierigkeiten
und Schlafstörungen. Obwohl das Störungsbild für die Betroffenen mit
enormen Einschränkungen und Belastungen verbunden ist, fehlen häufig
Behandlungsplätze. Darüber hinaus wird, wenn Betroffene eine Behandlung
erhalten, häufig keine traumafokussierte Behandlung – wie von den
Behandlungsleitlinien empfohlen – angeboten. Die Gründung der
Spezialambulanz für Traumatherapie an der MSH ist mit dem Ziel verbunden,
sowohl das Angebot als auch die Qualität der Behandlung zu verbessern.
Hierzu sollen angepasst an die jeweilige Symptomatik Behandlungen
angeboten werden, die den gültigen S3-Leitlinien entsprechen. Darüber
hinaus werden aber auch neue Behandlungskonzepte und innovative
Interventionen im Rahmen von Therapiestudien genauer erforscht.

Im Rahmen des Eröffnungssymposiums wurde das Konzept der Spezialambulanz
unterschiedlichen an der Versorgung beteiligten Fachleuten, z. B.
niedergelassen Therapeut:innen sowie Mitarbeitenden von Kliniken und
Beratungsstellen, vorgestellt. Darüber hinaus gaben drei wissenschaftliche
Vorträge einen Einblick in Therapiestudien an der MSH. Vorgestellt wurden
dabei Studien zur Emotionsregulationstherapie für Betroffene mit
traumatischen Kindheitserfahrungen sowie zur Behandlung von Patient:innen
mit PTBS und komorbider Psychose. Ein Vortag zum Einsatz von Atemrobotern
zur Verringerung von Schlafproblemen bei Patient:innen mit PTBS
ermöglichte zudem spannende Einblicke in den Einsatz innovativer
Technologien als Ergänzung zur psychotherapeutischen Behandlung.

Betroffene können sich an die Hochschulambulanz der MSH wenden, die
Indikation für eine Behandlung in der Spezialambulanz wird dann im Rahmen
eines Erstgesprächs geprüft.

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite der MSH.

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