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Eine grüne und digitale Zukunft mit der Kultur- und Kreativwirtschaft in Mitteleuropa

In der Kultur-, Kreativ- & Tourismusbranche fehlen häufig Werkzeuge, um
die digitale und grüne Transformation voranzutreiben. Im Rahmen des
Interreg-Projekts Capacity2Transform entwickeln Unternehmen mit Bildungs-
& Forschungsinstituten sowie politischen Entscheidungsträgern
entsprechende Konzepte. Der Start der Pilotaktivitäten läutet eine neue
Ära der Innovation, der Nachhaltigkeit und der sektorübergreifenden
Zusammenarbeit ein und verspricht, das transformative Potenzial der
Kreativ- und Kulturindustrie und des nachhaltigen Tourismussektors in
Mitteleuropa zu erschließen.

Mit dem EU-Projekt Capacity2Transform geht das Steinbeis Europa Zentrum
mit zehn weiteren europäischen Partnern die dringlichen Herausforderungen
an, denen sich die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie kleine und mittlere
Unternehmen im Bereich des nachhaltigen Tourismus gegenübersehen, wenn es
darum geht, sich an den digitalen und ökologischen Wandel anzupassen. Das
Projekt entstand als Reaktion auf das doppelte Dilemma der Unsicherheiten
der digitalen und grünen Transformation, die durch die COVID-19-Pandemie
noch verschärft wurden, sowie auf Grund des spürbaren Mangels an Talenten
in den beteiligten Branchen und Regionen. Capacity2Transform wird von der
Europäischen Union im Rahmen des Interreg Central Europe Programms mit 2,4
Millionen Euro von März 2023 bis Februar 2026 kofinanziert. Es wirken elf
Partner aus Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Slowakei,
Slowenien, Tschechien und Ungarn mit.

In einem ersten Schritt hin zu einem innovativen, digitalen und
ökologischen Wandel in Mitteleuropa hat Capacity2Transform seine ersten
Aktivitäten gestartet und damit den Grundstein für eine transformative
Reise für die Kultur- und Kreativwirtschaft und den nachhaltigen
Tourismussektor gelegt. Unter der Leitung des Primorska Technologieparks
aus Slowenien und den weiteren europäischen Partnerorganisationen ist
dieses Projekt ein Leuchtturm des Fortschritts und der Zusammenarbeit im
Rahmen des Interreg CENTRAL EUROPE Programms.

In der ersten Phase wurde ein solider Rahmen für den Kapazitätsausbau
geschaffen. Dieser Rahmen umfasst eine Reihe strategischer Maßnahmen und
Aktivitäten, die darauf abzielen, ein gemeinsames Verständnis und eine
gemeinsame Herangehensweise an den kreativen digitalen und ökologischen
Wandel zu entwickeln, aber auch signifikante Veränderungen in Bezug auf
Fähigkeiten, Wissen und Möglichkeiten zu erreichen. Mit diesem Rahmen zum
Kapazitätsausbau unterstützt Capacity2Transform die Kultur- und
Kreativwirtschaft und KMU im Bereich des nachhaltigen Tourismus dabei,
sich besser in digitalen und grünen Initiativen zu integrieren.

Innovation durch Kooperationen fördern
In den vergangenen 12 Monaten hat das Konsortium eine Bestandsaufnahme der
aktuellen Landschaft und der Bedürfnisse vorgenommen und ein Toolkit zur
Messung digitaler, grüner und kreativer Kompetenzen erstellt, um in einem
zweiten Schritt Strategien, Pilotaktionspläne und Initiativen zum
Kapazitätsaufbau zu entwickeln, die auf die besonderen Gegebenheiten der
teilnehmenden Regionen abgestimmt sind. Die aktive Beteiligung aller
Partner, einschließlich des Steinbeis Europa Zentrums, unterstreicht den
kollaborativen Ethos von Capacity2Transform, der darauf abzielt,
grenzüberschreitende Expertise und Ressourcen zu nutzen, um eine maximale
Wirkung zu erzielen.

Capacity2Transform schreitet nun mit der Umsetzung der Strategien,
Pilotaktionen und Initiativen zum Kapazitätsaufbau in neun Ländern in der
Region Mitteleuropa voran. Mit dem Ziel, mehr als 1.000 Personen
(insbesondere Unternehmer und Berater) weiterzubilden und die
transnationale Zusammenarbeit zwischen mehr als 200 KMU zu fördern,
erwartet das Projekt die Entwicklung von 90 innovativen Digital-Green-
Creative-Aktionskonzepten und damit einen bedeutenden Schritt in Richtung
einer nachhaltigen und digital gestärkten Zukunft für den Kultur- und
Kreativsektor.

Darüber hinaus baut das Konsortium derzeit zwei innovative Plattformen
auf: die MediaFactory und die KnowledgeFactory, die nach der Projektende
weiter laufen werden. Die MediaFactory widmet sich der Erstellung und
Verbreitung von Inhalten rund um den ökologischen und digitalen Wandel und
will sich als Leuchtturm für die digitale, grüne und kreative Revolution
profilieren. Diese Plattform geht über die bloße Erstellung von Inhalten
hinaus und stellt sicher, dass das Ergebnis – eine Reihe von fachkundig
kuratierten Artikeln – frei zugänglich ist, und regt Themenportale an, die
sich mit grüner Technologie, digitaler Entwicklung und nachhaltigem
Wachstum sowie der Kreativwirtschaft im Allgemeinen befassen, um die
digitale, grüne und kreative Revolution einem breiteren Publikum kostenlos
näher zu bringen.

Die KnowledgeFactory wiederum wird als Plattform und Knotenpunkt für eine
nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen und
Wirtschaftsförderungsorganisationen dienen.

Kreative Köpfe fördern für eine nachhaltige Zukunft
Der Start unserer Pilotaktivitäten läutet eine neue Ära der Innovation,
der Nachhaltigkeit und der sektorübergreifenden Zusammenarbeit ein und
verspricht, das transformative Potenzial der Kreativ- und Kulturindustrie
und des nachhaltigen Tourismussektors in Mitteleuropa zu erschließen.

Die Fortschritte von Capacity2Transform – sowohl in Bezug auf die
Umsetzung als auch auf die Ergebnisse – bestätigen die Kraft der
transnationalen Zusammenarbeit, wenn es darum geht, den doppelten
ökologischen und digitalen Wandel für ein wettbewerbsfähigeres,
widerstandsfähigeres und nachhaltigeres Europa voranzutreiben.

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Fortschrittliche Deichsysteme zum Schutz vor Überschwemmungen und Hochwasser

Die Projektpartner des EU-Projekts MULTICLIMACT trafen sich im
niederländischen Delft, um Initiativen zur Klimaresilienz voranzutreiben.
In einer sich schnell verändernden Welt, in der der Klimawandel und die
damit einhergehenden Naturgefahren eine zunehmende Bedrohung für unsere
Städte und Infrastrukturen darstellen, will das Projekt MULTICLIMACT ein
Leuchtturm des Fortschritts und der Hoffnung sein. Im Projekt werden
innovative Strategien und Technologien sowie ein Toolkit mit 18
zuverlässigen und leicht umsetzbaren Methoden und digitalen Lösungen
entwickelt, um die Widerstandsfähigkeit unserer Stadtlandschaften zu
verbessern.

MULTICLIMACT ist ein von der EU finanziertes Projekt zur Verbesserung von
Klimaanpassungsstrategien, an dem 25 Partnerorganisationen mitwirken. Am
16. und 17. April trafen sich die Partner auf dem Campus der Technischen
Universität Delft, um die Projektfortschritte zu überprüfen und künftige
Richtungen für diese wichtige Klimaschutzmaßnahme festzulegen.

Als Projektpartner übernimmt das Steinbeis Europa Zentrum die
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Dafür wird neben den
Platzierungen von wissenschaftlichen Publikationen eine breitgefächerte
Social Media Kampagne implementiert, mehrsprachiges Kommunikationsmaterial
entwickelt und Aktivitäten wie Webseminare und Networking Events
durchgeführt.

Zwei Tage lang führten die Teilnehmer ausführliche Diskussionen und
gemeinsame Planungssitzungen durch, um einige der dringlichsten
klimatischen Herausforderungen zu bewältigen, mit denen Gemeinden in ganz
Europa konfrontiert sind.

Ein Höhepunkt der Versammlung war die Besichtigung des Testgeländes Flood
Proof Holland und des Tederdingerbroekpolder-Deichs in Leidschendam, einem
der lokalen Demonstrationsstandorte, an dem innovative
Hochwasserschutztechnologien getestet werden. Die Partner des Konsortiums
hatten die Möglichkeit, fortschrittliche Deichsysteme zum Schutz vor
Überschwemmungen und immer heftigeren Wetterereignissen zu besichtigen.
Diese Besuche vor Ort unterstrichen die praktischen Auswirkungen des
MULTICLIMACT-Projekts und sein Potenzial, skalierbare Lösungen für
verschiedene Regionen anzubieten.

Die TU Delft spielt in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle bei der
Entwicklung, Erprobung und Demonstration des Einsatzes faseroptischer
Sensorik zur Überwachung und Frühwarnung des baulichen Zustands von festen
und beweglichen Hochwasserschutzanlagen bei klimatischen Schocks und
Belastungen wie Hochwasserereignissen, Regenstürmen und Dürreperioden.

In den kommenden Monaten wird das Projekt MULTICLIMACT seine Arbeit mit
innovativen Maßnahmen an vier verschiedenen Demonstrationsstandorten in
den Niederlanden, Italien, Spanien und Lettland fortsetzen.

Über MULTICLIMACT:

MULTICLIMACT ist ein von der EU finanziertes Projekt, das darauf abzielt,
die bebaute Umwelt in Europa vor den zunehmenden Bedrohungen durch Natur-
und Klimagefahren zu schützen. Durch den Zusammenschluss von 25 führenden
europäischen Organisationen zielt MULTICLIMACT darauf ab, die
Widerstandsfähigkeit, Nachhaltigkeit und Sicherheit von Gemeinden auf dem
gesamten Kontinent zu verbessern. Durch innovative Strategien, darunter
ein Toolkit mit 20 zuverlässigen Methoden und digitalen Lösungen, zielt
das Projekt auf den dringenden Bedarf an Anpassungsmaßnahmen gegen
Überschwemmungen, Erdbeben, extreme Wetterbedingungen und Hitzewellen.
MULTICLIMACT wurde an vier Pilotstandorten mit unterschiedlichen
klimatischen Bedingungen getestet und verkörpert eine gemeinsame Vision
für eine sicherere, widerstandsfähigere Zukunft, die sich auf Maßnahmen
zur Verringerung der Auswirkungen des Klimawandels auf die bebaute Umwelt
konzentriert.

Für weitere Informationen besuchen Sie bitte www.multiclimact.eu

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Engagement für und mit Migrantinnen und Migranten

Geographen der FAU untersuchen, wie Integration auf dem Land durch
Ehrenamt gelingen kann

Wer engagiert sich ehrenamtlich für die Integration von Migrantinnen und
Migranten in ländlichen Räumen? Welchen Beitrag leisten die Zugewanderten
selbst für ein lebendiges Ehrenamt auf dem Land? Mit welchen Maßnahmen
lässt sich vielfältiges Engagement nachhaltig gestalten? Diesen Fragen
sind Geographen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
(FAU) im Forschungsprojekt EMILIE nachgegangen. Die Ergebnisse der vom
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Studie
sollen in politische Handlungsstrategien einfließen.

Die Aufnahme einer großen Zahl von Geflüchteten aus der Ukraine oder die
Zuwanderung aus anderen Staaten zeigen, dass die gesellschaftliche
Einbindung und soziale Teilhabe von Neuankommenden eine kontinuierliche
Aufgabe für die Gesellschaft sind. „Vor allem in ländlichen Räumen spielen
freiwillig Helfende dabei eine wichtige Rolle“, sagt Dr. Stefan Kordel vom
Institut für Geographie der FAU. „Die Zahl derer, die sich für
Migrantinnen und Migranten einsetzen, ist aber rückläufig.“

Kordel ist Leiter des Forschungsprojektes EMILIE, das vom
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft von Mai 2021 bis April
2024 gefördert wurde. Die Studie hatte einerseits zum Ziel, die Gründe und
Rahmenbedingungen von Menschen zu erforschen, die sich auf dem Land für
Migrantinnen und Migranten – unter anderem für Geflüchtete – einsetzen.
„Andererseits wollten wir wissen, wie sich die Zugewanderten selbst an
ihrem Wohnort engagieren und welche Erfahrungen sie dabei machen“, erklärt
Kordel. Dazu wurden Gespräche mit Ehrenamtlichen in vier Landkreisen in
Deutschland durchgeführt: Bernkastel-Wittlich (Rheinland-Pfalz),
Dithmarschen (Schleswig-Holstein), Garmisch-Partenkirchen (Bayern) und
Salzlandkreis (Sachsen-Anhalt).

Ältere, Gebildete und Zugezogene zeigen das größte Engagement

In der ersten Projektphase wurden Interviews mit 53 Personen geführt, die
sich für Migrantinnen und Migranten engagieren. „Diese Personen sind
vorwiegend älter, weiblich, höher gebildet und häufig selbst erst vor
einiger Zeit aus anderen Teilen Deutschlands zugezogen“, erzählt
Projektmitarbeiter Dr. Tobias Weidinger. Als Motivation für ihr Engagement
nannten die Befragten oft Neugier an Menschen, Interesse an
interkulturellen Begegnungen, eine altruistische Grundhaltung, das
Bewusstsein für die eigene Privilegiertheit oder auch Erfahrungen der
eigenen Sozialisation, etwa die Erziehung durch die Eltern.

Die Beziehungen zwischen den Ehrenamtlichen und der Zielgruppe sei in der
Regel durch Empathie und Wertschätzung geprägt, sagt Weidinger. „Welche
Art der Beziehung sich entwickelt, ist stark von der Zeit abhängig, die
man miteinander verbringt. Aus Helferkreisen entstehen häufig
Patenschaftsmodelle, zum Teil auch Bekanntschaften und Freundschaften.“
Schwierig werde es, wenn die Engagierten sich überfordert fühlen oder
unterschiedliche Vorstellungen über Nähe und Distanz bestehen. Nicht
selten stößt die ehrenamtliche Arbeit auf Unverständnis oder Ablehnung in
der Lokalbevölkerung, was bis hin zum Abbruch des Engagements führen kann.

Engagierte Neuzugewanderte sind meist jünger, männlich und gut gebildet

In der zweiten Phase haben die Wissenschaftler mit 72 Personen gesprochen,
die in den vergangenen Jahren aus 29 verschiedenen Ländern nach
Deutschland zugewandert sind und sich ehrenamtlich engagieren – als
Sporttrainer, im Elternbeirat der Grundschule oder auch für andere
Neuzugewanderte. „Engagierte mit eigener Migrationserfahrung sind jünger,
eher männlich und ebenfalls gut gebildet“, erklärt Tobias Weidinger. „Die
Interviews zeigen, dass Ehrenamt, wie es in Deutschland praktiziert wird,
im Herkunftsland entweder nicht existent oder nicht erlaubt ist oder sich
oft auf die erweiterte Familie, Nachbarschaft oder religiöse Gemeinschaft
fokussiert.“

Die Beweggründe, sich am neuen, ländlichen Wohnort einzubringen, ähneln
denen der Phase eins, es gibt aber zusätzliche migrationsspezifische
Motive – etwa den Wunsch, durch das Engagement die eigene Teilhabe und
Integration zu verbessern oder sich solidarisch mit anderen
Neuzugewanderten zu zeigen. Projektleiter Stefan Kordel: „Migrantinnen und
Migranten bringen Fähigkeiten und Talente in das Engagement ein, die sie
anderweitig nicht oder nur schwer zur Geltung bringen können. Darunter
fallen zum Beispiel Mehrsprachigkeit, aber auch IT-Kenntnisse oder
berufliche Hintergründe als Lehrerin oder Eventmanager.“

Engagement als Triebkraft ländlicher Entwicklung

„Das Praktizieren der deutschen Sprache, das Knüpfen neuer Kontakte und
die Aneignung lokalen Wissens erleichtern soziale Inklusion erheblich“,
sagt Kordel. „Dabei hat das Engagement nicht nur positive Effekte für die
Engagierten selbst, sondern auch für die Teilhabe der von ihnen betreuten
Personen und die Entwicklung ländlicher Wohnorte. So können Vereine am
Leben gehalten werden und sich idealerweise öffnen, aber auch neue
Begegnungen geschaffen und das Zusammenleben insgesamt gestärkt werden.“

Aus den Ergebnissen des Projektes „EMILIE – Ehrenamtliches Engagement für
und von Migrantinnen und Migranten in ländlichen Räumen: soziale
Bedingungen, Potenziale und Aktivierungsstrategien“ haben die Forscher
Handlungsempfehlungen für Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft
abgeleitet, wie ehrenamtliches Engagement nachhaltig gestärkt werden kann.
Dazu zählt beispielsweise ein niedrigschwelliger Einstieg durch
mehrsprachige Informationen und einfache Registrierung, Engagementberatung
und Talente-Checks durch Freiwilligenagenturen, Räume für den
Erfahrungsaustausch, eine verlässliche Förderung und
Aufwandsentschädigung, die vertrauensvolle Kommunikation mit Ämtern und
Behörden und nicht zuletzt die Entlastung von Engagierten, etwa durch die
Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen.

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Herausragende Beiträge gesucht: DGPPN schreibt Preise aus

Wie lassen sich Diagnostik und Behandlung von Patientinnen und Patienten
in Psychiatrie und Psychotherapie weiter verbessern? Welche Neuerungen
gibt es im Bereich der Psychiatrieforschung? Wie können gesellschaftliche
Akzeptanz psychischer Erkrankungen gestärkt und Betroffene
entstigmatisiert werden? Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und
Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) fördert
Innovationen auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit und ehrt
herausragende Forschungsbeiträge sowie Initiativen, Projekte und
Medienberichte mit Preisen in Höhe von insgesamt fast 100.000 Euro.
Bewerbungen sind bis zum 30. Juni 2024 möglich.

Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen

Mit dem Preis zur Erforschung von psychischen Erkrankungen würdigt die
DGPPN Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die mit herausragenden
Arbeiten und zukunftsweisenden Modellen maßgeblich zu bedeutsamen
Entwicklungen auf dem Gebiet psychischer Erkrankungen und ihrer Behandlung
beitragen. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert.

Promotionspreis – Hans-Heimann-Preis

Herausragende Dissertationen aus dem Fachgebiet Psychiatrie und
Psychotherapie zeichnet die DGPNN mit dem Promotionspreis – Hans-Heimann-
Preis aus. Der Preis geht an drei Tandems aus jungen Forschenden und ihren
Betreuungspersonen. Er ist mit insgesamt 18.000 Euro dotiert, die zu
gleichen Teilen an die drei Promovierenden vergeben werden.

Preis für Philosophie und Ethik in Psychiatrie und Psychotherapie

Mit dem Preis für Philosophie und Ethik in Psychiatrie und Psychotherapie
ehrt die DGPPN herausragende Beiträge, die aktuelle grundlegende Fragen
der Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Philosophie beziehungsweise
der Geistes- und Sozialwissenschaften systematisch erörtern, insbesondere
in den Bereichen Medizinethik, Anthropologie und Wissenschaftstheorie. Die
Auszeichnung ist mit insgesamt 6.000 Euro dotiert und kann geteilt werden.

Preis für Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie
und Psychosomatik

Die DGPPN würdigt zukunftsweisende Projekte, Modelle und wissenschaftliche
Untersuchungen im Bereich der Pflege- und Gesundheitsfachberufe in der
ambulanten und stationären psychiatrischen Behandlung mit dem Preis für
Pflege- und Gesundheitsfachberufe in Psychiatrie, Psychotherapie und
Psychosomatik. Besonders begrüßt werden Arbeiten, die die
Weiterentwicklung der Versorgungspraxis fördern und
berufsgruppenübergreifende Ansätze unterstützen. Die Auszeichnung ist mit
5.000 Euro dotiert und kann geteilt werden.

Ulrike-Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis

Gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Seelische Gesundheit und in Verbindung
mit der Stiftung für Seelische Gesundheit vergibt die DGPPN den Ulrike-
Fritze-Lindenthal-Antistigma-Preis – Förderpreis zur Entstigmatisierung
und Autonomie psychisch kranker Menschen. Die Auszeichnung würdigt
Projekte, Institutionen und Selbsthilfegruppen, die sich für eine
nachhaltige gesellschaftliche Integration von Menschen mit psychischen
Erkrankungen engagieren. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 20.000 Euro
dotiert und wird üblicherweise geteilt.

Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus

Mit dem Medienpreis für Wissenschaftsjournalismus zeichnet die DGPPN
herausragende journalistische Arbeiten aus, die aktuelle wissenschaftliche
Themen aus den Bereichen Psychiatrie, Psychotherapie und seelische
Gesundheit allgemeinverständlich vermitteln und so zu ihrer
Popularisierung beitragen. Der Preis wird für Veröffentlichungen in
deutschsprachigen Print- oder Online-Medien, TV, Hörfunk oder Social Media
vergeben. Die Auszeichnung ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert und kann
geteilt werden.

Über die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde e. V. (DGPPN)

Die DGPPN ist die größte deutsche medizinisch-wissenschaftliche
Fachgesellschaft auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit. Sie bündelt
die Kompetenzen von mehr als 11.500 Fachärztinnen und Fachärzten,
Psychotherapeutinnen und -therapeuten sowie Forschenden der Fachgebiete
Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde. Die
DGPPN vertritt die Interessen ihrer Mitglieder in Versorgung,
Wissenschaft, Lehre, Aus-, Fort- und Weiterbildung und klinischer Praxis
und gestaltet die Gesundheitspolitik aktiv mit.

Die DGPPN engagiert sich in der Erforschung psychischer Erkrankungen,
stellt hierzu Netzwerke zum Austausch bereit und informiert über die
neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse – unter anderem beim DGPPN
Kongress, der jährlich im November in Berlin stattfindet. Herausragende
Arbeiten und Projekte in Wissenschaft und Versorgung sowie im
gesellschaftlichen Kontext würdigt die DGPPN mit Preisen und
Auszeichnungen.

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