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Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München veröffentlicht Health Policy

Tanzmedizin, Ernährungswissenschaft und psychologische Beratung im
Dreiklang für eine ganzheitliche professionelle Ballettausbildung

Die Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM)
führt eine umfassende Health Policy für ihre Studierenden ein. Als
Konsequenz des Pädagogischen Konzepts der Ballett-Akademie gibt sich die
HMTM damit eine klare Richtlinie für körperliche und mentale Gesundheit
ihrer Tanzstudierenden. Die Health Policy ist ein wichtiger Baustein für
eine ganzheitliche professionelle Ballettausbildung an der Ballett-
Akademie der HMTM.

Erkenntnisse der Tanzmedizin, der Ernährungswissenschaft und der
Psychologie kommen in der Health Policy zusammen: So führt die Ballett-
Akademie der HMTM mit der Health Policy etwa Mindeststandards für eine
gesunde Gewichtsentwicklung der Studierenden ein. Eine tanzmedizinische
physiologische Untersuchung zu Beginn des Studiums, regelmäßige
Einzelsprechstunden sowie Anatomie- und Bewegungslehre als fester Aspekt
im Studienplan tragen dem körperlichen Wohlergehen der Studierenden
Rechnung. Ernährungswissenschaftliche Grundlagen sind in das Curriculum
der Tanzstudierenden integriert. Individuelle Ernährungsberatung und
gemeinsame Kochkurse gehören ebenfalls dazu, genauso wie ausreichende
Trink- und Essenspausen zwischen den intensiven Trainingszeiten der
Studierenden. Psychologische Workshops und Beratungen ergänzen das
Angebot.

Die Health Policy wurde durch das interdisziplinäre Health Team der
Ballett-Akademie entwickelt: Marc Geifes (Physiotherapeut), Dr. Dorothy
Meyer (Ernährungswissenschaftlerin) und Anna Esser (Psychologin).
Unterstützt wurde das Team durch Prof. Dr. med. Hans Hauner (Institut für
Ernährungsmedizin der Technischen Universität München) und Prof. Dr. med
Martin Teufel (Arbeitsgruppe psychische Belastungen im Leistungssport an
der an der LVR-Universitätsklinik der Universität Duisburg Essen).

Die Mitglieder des Health Team – Anna Esser, Marc Geifes, Dr. Dorothy
Meyer– unterstreichen:
»Die jungen Tänzerinnen und Tänzer an der Ballett-Akademie der HMTM
streben nicht nur nach großer künstlerischer Ausdruckkraft, sondern
betreiben zudem Hochleistungssport. Während ihrer Studienzeit bei uns
entwickeln sie sich außerdem von Kindern zu jungen Erwachsenen. Mit der
Health Policy gibt es jetzt einen sicheren Rahmen für unsere Studierenden
mit einer klaren Aussage: Die langfristige Gesundheit der Studierenden
gehört an der Ballett-Akademie zu einem erfolgreichen Studium dazu.«

Prof. Jan Broeckx, Leiter der Ballett-Akademie, bekräftigt:
»Mit der Einführung der Health Policy setzen wir den eingeschlagenen Weg
an unserer Ballett-Akademie konsequent fort: Unsere Studierenden stehen im
Mittelpunkt. Wir tragen die Verantwortung dafür, unsere Strukturen so zu
formen, dass sie nicht nur künstlerisch exzellent ausgebildet werden,
sondern in einer sicheren und wertschätzenden Umgebung ihr individuelles
Potential entfalten können. Physische und mentale Gesundheit sind dafür
unerlässlich.«

Um die Qualität der neu eingeführten Standards sicher zu stellen und zu
überprüfen, sind weitere wichtige Bestandteile der Richtlinie die
Weiterbildung und Schulung der Lehrenden durch das Health Team sowie
regelmäßige Befragungen der Studierenden, der Lehrenden und weiteren
Beschäftigten der Ballett-Akademie sowie ggf. Erziehungsberechtigten.

Health Policy im Kontext
Die Einführung der Health Policy an der Ballett-Akademie ist Teil des 7
-Punkte-Plans der HMTM, mit dem die Hochschule auf die Ergebnisse der
Studie »Machtmissbrauch, Diskriminierung und sexualisierte Gewalt an der
HMTM« reagiert. Die Studie wurde durch das externe Forschungsinstitut
Institut für Praxisforschung und Projektberatung München auf Grundlage von
qualitativen Interviews mit Hochschulangehörigen und einer umfassenden
Vollerhebung im Sommersemester 2023 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden am
18. April 2024 der Öffentlichkeit vorgestellt.

Zur Ballett-Akademie der HMTM
Die Ballett-Akademie der Hochschule für Musik und Theater München ist die
einzige staatliche Ausbildungsstätte für professionellen Bühnentanz in
Bayern. Jedes Jahr trainieren in den Gebäuden in der Wilhelmstraße in
München zwischen 40 und 50 Studierende im Bachelor-Studiengang Tanz
(verteilt auf drei Jahrgänge) sowie ca. 70 Jungstudierende, die noch
während ihrer Schulzeit ihrer besonderen Begabung im Ballett folgen.
Ausgangspunkt der Ausbildung ist die Waganowa-Methode. Seit Oktober 2020
bildet das pädagogische Konzept der Ballett-Akademie, das die
ganzheitliche Wahrnehmung der jungen Tänzerinnen und Tänzer in seinen
Mittelpunkt stellt, die verbindliche Grundlage der gesamten
Ausbildungsarbeit.

Die Ballett-Akademie wurde zum Studienjahr 1964/1965 als Teil der heutigen
Hochschule für Musik und Theater München gegründet. Damit steht sie seit
über fünfzig Jahren für eine professionelle und berufsvorbereitende
Ballett-Ausbildung. Seit 2010 wird die Ballett-Akademie der HMTM von Prof.
Jan Broeckx geleitet.

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Interkontinentale Vorlesung an der FH Dortmund Studierende aus Dortmund, München und Indonesien lernen gemeinsam

Zum Sommersemester 2024 ist das erste gemeinsame Hybrid-Lernformat mit Hochschulen in Indonesien an der Fachhochschule Dortmund gestartet. Am Fachbereich Wirtschaft befassen sich Studierende in Dortmund wie auch in den indonesischen Universitätsstädten Pekanbaru und Surabaya mit rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen der Digitalisierung.

 

Die interkontinentale Vorlesung ist aus dem Projekt „Hochschuldialog mit der islamischen Welt“ entstanden, in dem die FH Dortmund, die Universität der Bundeswehr in München und die Universitas Islam Riau und Airlangga in Indonesien gemeinsam Lehre und Forschung grenzüberschreitend vorantreiben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterstützt diesen wissenschaftlichen Dialog finanziell.

 

Trotz fünf Stunden Zeitverschiebung und 10.000 Kilometer Entfernung werden Studierende der beteiligten Hochschulen gemeinsam lernen und sich austauschen – sowohl in Vorlesungen als auch in gemeinsamer Projektarbeit sind die Studierenden international vernetzt. „Indonesien ist mit 274 Millionen Einwohner*innen der viertbevölkerungsreichste Staat der Welt und auch für uns ein zunehmend wichtiger Handelspartner“, sagt Prof. Dr. Michael Bohne, Lehrender am Fachbereich Wirtschaft der FH Dortmund. Deutschland zählt zu den beliebtesten Standorten für indonesische Studierende. Dennoch sei eine so intensive Kooperation wie im Projekt mit der FH Dortmund bislang einmalig, so der Professor.

 

Bereits in den vergangenen drei Jahren waren Studierende aus Indonesien in Dortmund und haben FH-Studierende ein Semester in Südostasien verbracht. 2024 findet die nunmehr dritte Summer School statt, in der Studierende in intensiver Projektarbeit vor allem zu rechtlichen Fragen der Digitalisierung arbeiten – vom Datenschutz über Urheberrecht bis zu Cyber-Security. „Darüber hinaus gibt es einen intensiven Austausch der Professor*innen“, berichtet Prof. Dr. Stefan Koos, Wirtschaftsrechtler an der Universität der Bundeswehr in München, der ebenso wie Prof. Bohne mehrfach bereits Lehrveranstaltungen an den indonesischen Partner-Hochschulen gegeben hat. Auch empfangen die deutschen Hochschulen regelmäßig Gäste aus Fernost. „Gerade im Bereich Digitalisierung können wir viel aus Indonesien lernen“, sagt Prof. Bohne. Darum soll der wissenschaftliche Austausch weiter ausgebaut werden.

 

Im Juni lädt die FH Dortmund darum gemeinsam mit dem indonesischen Botschafter in Deutschland Vertreter*innen der Wissenschaft, Wirtschaft und der Politik nach Berlin. Dabei sollen neue Impulse der Zusammenarbeit gesetzt werden. Die Fachkonferenz steht unter dem Titel „Herausforderungen der digitalen Globalisierung“. Zu den Gästen in der indonesischen Botschaft zählen auch Studierende und Wissenschaftler*innen aller vier beteiligten Hochschulen.

 

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Psychische Gesundheit ist nicht nur Privatsache

Deutsches Zentrum für Psychische Gesundheit sieht Verantwortung bei
Arbeitgebern

Berlin, 29.04.2024 – Die Zahlen sind hoch – und sie steigen immer weiter:
15 Prozent aller in Deutschland anfallenden Fehltage gehen auf das Konto
seelischer Erkrankungen. Das bewirkt nicht nur individuelles Leid, sondern
auch einen enormen wirtschaftlichen Schaden. Prof. Dr. Silvia Schneider,
Sprecherin des Standorts Bochum-Marburg des Deutschen Zentrums für
Psychische Gesundheit (DZPG), sieht einen großen Bedarf in der
Betriebsmedizin: „Gerade von Arbeitgebern kann die seelische Gesundheit
noch viel umfassender und gezielter gefördert werden.“ Laut Schneider
haben in den vergangenen Jahren auch die zum Teil einschneidenden
Veränderungen in der Arbeitswelt zu den steigenden Zahlen von psychischen
Erkrankungen beigetragen. Unter anderem treibe der Fachkräftemangel die
Ausfälle wegen seelischer Probleme nach oben; aber auch Homeoffice-
Regelungen können zum Risikofaktor werden. Die Forschung am DZPG ist dem
Problem bereits auf der Spur.

Der Tag der Arbeit ist längst nicht nur ein „Feier“-tag. Denn neben
anderen Faktoren können auch im Berufsleben Auslöser liegen, die krank
machen. Und das sowohl somatisch als auch psychisch. Besonders drängend
ist dieses Problem nicht nur durch das individuelle Leid der Betroffenen,
sondern auch durch die Krankheitsdauer, die mit durchschnittlich 36 Tagen
dreimal so hoch ist wie bei somatischen Erkrankungen mit zwölf Tagen, wie
Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums belegen. „Forschung und Medizin
haben sich lange auf die Faktoren Resilienz und Coping bei den
Beschäftigten konzentriert., aber das greift zu kurz: Die Verantwortung
für menschengerecht gestaltete Arbeit liegt bei den Arbeitgebern. Hier
können Fachärzte für Arbeitsmedizin wertvolle Beiträge leisten, das muss
essenzieller Bestandteil in der Betriebsmedizin sein“, so Schneider.

Faktoren, die seelisch krank machen: Druck, Einsamkeit und
Fachkräftemangel

„Natürlich kann Arbeit auch Ressource sein“, sagt Prof. Dr. Martin Schütte
von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), einer
Partnerinstitution des DZPG. Er ist Wissenschaftlicher Leiter des BAuA-
Fachbereichs „Arbeit und Gesundheit“ und forscht zum Thema Analyse von
Arbeitsbedingungen und deren Effekte auf die mentale Gesundheit. „Arbeit
hat auch einen stabilisierenden Einfluss auf die psychische Gesundheit“,
so Schütte.

Aber ebenso können bei der Arbeit Gefahren für die Seele liegen. Die WHO
fasst diese Belastungsfaktoren knapp zusammen: Arbeitsumgebungen, die von
Diskriminierung und Ungleichheit geprägt sind, gehören ebenso dazu wie
übermäßige Arbeitsbelastung, geringe Kontrolle und Jobunsicherheit. Silvia
Schneider sieht in diesem Zusammenhang auch sehr junge Entwicklungen als
Belastung: „Der technologische Fortschritt bringt nicht nur
Arbeitserleichterung, sondern auch Arbeitsverdichtung und oft komplexere
Aufgaben. Das kann Druck erzeugen. Das Gleiche gilt für die
Flexibilisierung der Arbeit. Homeoffice-Regelungen können Einsamkeit und
Isolation fördern; das ist ein erheblicher Risikofaktor für Depressionen,
wir untersuchen auch das im DZPG.“

Auch Sonja Haase, Erfahrungsexpertin und Mitglied im Trialogischen
Zentrumsrat des DZPG, sagt: „Die Verknüpfung von digitalen Tools und die
daraus resultierenden Folgen wie ständige Erreichbarkeit auf mehreren
Wegen und Kanälen können Stress bewirken.“
Prof. Harald Baumeister vom DZPG-Standort Mannheim-Heidelberg-Ulm
erläutert: „Mit New-Work-Ansätzen ergeben sich Fragen von Zugehörigkeit
und Einsamkeit als Herausforderung. Eines unter vielen Forschungsprojekten
des DZPG zielt daher auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl im
Arbeitskontext als möglicher Schutzfaktor.“

Fachkräftemangel setzt Belegschaften unter Druck

Beim Stichwort Arbeitsverdichtung spiele auch der steigende
Fachkräftemangel eine große Rolle, sagt Silvia Schneider: „In
Berufsgruppen wie zum Beispiel dem Gesundheitssektor oder öffentlichen
Dienst sind die Mitarbeitenden durch die Inhalte ihrer Arbeit ohnehin
schon höherer psychischer Belastung ausgesetzt. In den vergangenen Jahren
ist eine enorme Arbeitsverdichtung hinzugekommen. Denn in Kliniken, an
Schulen und in Behörden fehlen Arbeitskräfte; das steigert die Gefahr
seelischer Erkrankungen wie Erschöpfungszuständen oder Depressionen für
alle.“

Psychische Störungen Krankschreibungsgrund Nummer 2

Der jüngste Report der Techniker Krankenkasse belegt, wie drängend das
Problem ist: Die mit Abstand häufigste Ursache von Krankschreibungen
bildeten demnach auch 2023 wieder Krankheiten des Atmungssystems.
„Depressive Episoden“ belegten aber bereits Rang zwei der Tabelle – noch
vor Rückenschmerzen.

Arbeitgeber können viel für die seelische Gesundheit der Angestellten tun

Dabei gibt es wirksame Maßnahmen, um psychische Gesundheitsrisiken am
Arbeitsplatz zu verhindern, die mentale Gesundheit am Arbeitsplatz zu
schützen und zu fördern sowie Arbeitnehmer mit psychischen Erkrankungen zu
unterstützen. „Prävention und die Förderung der psychischen Gesundheit als
Teil eines nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements sind von
enormer Bedeutung. Die Gesundheit der Beschäftigten trägt maßgeblich zum
wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen bei. Während das bei somatischen
Krankheiten schon gängiges Wissen ist, müssen Arbeitgeber für die
psychische Gesundheit noch weiter sensibilisiert werden“, so Schneider.
Und Schütte ergänzt: „Neben der Primärprävention, das heißt der
menschengerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen, sind sekundär- und
tertiärpräventive Ansätze wichtig, wie zum Beispiel eine nachhaltige
Rückkehr in den Betrieb zu erreichen. Hier sind niedrigschwellige Angebote
hilfreich, etwa eine psychosomatische oder psychotherapeutische
Sprechstunde, um auftretende Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit
frühzeitig erkennen zu können.“

Die Forschung hat das Thema im Blick

Martin Schütte betont: „In diesem Kontext bietet das Deutsche Zentrum für
Psychische Gesundheit die Möglichkeit, das Thema Arbeit in den
therapeutischen Prozess einzubeziehen. Damit könnten umfassendere
Therapiemöglichkeiten entstehen. Das DZPG kann hier weiterhin
sensibilisieren, welche Arbeitsbedingungen Einfluss auf die psychische
Gesundheit und für den therapeutischen Prozess Relevanz haben.
Psychosoziale Faktoren wie Führung, soziale Unterstützung am Arbeitsplatz,
Arbeitszeit, Entwicklungsmöglichkeiten bei der Arbeit oder die
Arbeitsmenge müssen immer mitgedacht werden. Das DZPG kann somit
evidenzbasierte Informationen zur psychischen Gesundheit für Wissenschaft,
Praxis und Politik liefern."

Woche der Seelischen Gesundheit zielt auf das Arbeitsleben

Die Relevanz des Themas zeigt auch die Woche der Seelischen Gesundheit
2024. Sie findet vom 10. bis 20. Oktober unter der Schirmherrschaft des
Bundesministers für Gesundheit Prof. Dr. Karl Lauterbach statt und trägt
das Motto „Hand in Hand für seelische Gesundheit am Arbeitsplatz“. Dann
informieren Selbsthilfeverbände, psychosoziale Einrichtungen und
Initiativen des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit an über 100
Standorten mit einem breit aufgestellten Programm über psychische
Belastungen am Arbeitsplatz, präventive Maßnahmen und Strategien zur
Bewältigung. Den Auftakt in Berlin macht eine Veranstaltung im
Kulturzentrum Pfefferberg am 10. Oktober. Trägerin des Aktionsbündnisses
ist die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie,
Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Informationen zur Woche der Seelischen Gesundheit 2024:
https://www.seelischegesundheit.net/aktionen/aktionswoche/


Über das DZPG

Seit Mai 2023 arbeiten im Deutschen Zentrum für Psychische Gesundheit
(DZPG) Expertinnen und Experten daran, durch gemeinsame Forschung die
psychische Gesundheit der Bevölkerung zu verbessern und psychische
Erkrankungen zu entstigmatisieren. An sechs Standorten in Deutschland
wirken hierfür Forscherinnen und Kliniker gemeinsam mit Expertinnen aus
Erfahrung, also Betroffenen und ihnen Nahestehenden, sowie internationalen
Wissenschaftlern zusammen. Unter www.dzpg.org finden Interessierte
Informationen zur Organisation, zu Forschungsprojekten und Zielen sowie
informative Texte und hilfreiche Links rund um das Thema psychische
Gesundheit.

Quellen:
Gesundheitsreport 2024 – Arbeitsunfähigkeiten, Herausgeber: Techniker
Krankenkasse, Unternehmenszentrale Hamburg, 22291
https://www.tk.de/resource/blob/2168508/ee48ec9ef5943d2d40dc10a76bedf290
/gesundheitsreport-au-2024-data.pdf

https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/mental-health-at-work
(Stand 26.4.2024)
BAuA (2017). Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche
Standortbestimmung. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und
Arbeitsmedizin. Autor*innen: Isabel Rothe, Lars Adolph, Beate Beermann,
Martin Schütte, Armin Windel, Anne Grewer, Uwe Lenhardt, Jörg Michel,
Birgit Thomson, Maren Formazin

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Strukturwandel in Hochschulräten: CEWS-Datenreport zeigt Anstieg des Frauenanteils auf erstmals über 40 Prozent

Der Datenreport zu geschlechterspezifischen Daten zur Besetzung von
Hochschulräten und ähnlichen Gremien des CEWS (Kompetenzzentrum Frauen in
Wissenschaft und Forschung) zeigt: Der Frauenanteil an Hochschulräten und
ähnlichen Gremien im Jahr 2023 hat erstmals die 40-Prozent-Marke
überschritten.

Der jährliche Datenreport des CEWS präsentiert geschlechterspezifische
Daten nach Bundesland, Hochschultyp und Trägerschaft sowie im zeitlichen
Verlauf.

Quoten wirken: Die Daten zeigen, dass in den Bundesländern mit
gesetzlichen Quoten zur Vertretung von Frauen in Gremien die Frauenanteile
in den Hochschulräten bei 40 Prozent und mehr liegen, während in
Bundesländern mit unbestimmten gesetzlichen Vorgaben (Mecklenburg-
Vorpommern und Sachsen-Anhalt) unter 30 Prozent der Hochschulräte Frauen
sind. In Baden-Württemberg, Berlin und Bremen sind die Hochschulräte mit
Frauenanteilen von über 45 Prozent sogar paritätisch besetzt sind.
Bestimmte Hochschultypen sind in Bezug auf Gleichstellung führend. So ist
etwa an den pädagogischen Hochschulen, Kunsthochschulen und staatlichen
Hochschulen ein besonders hoher Frauenanteil in den Hochschulräten zu
verzeichnen.

Der Datenreport basiert seit 2016 auf aktuellen Daten des Statistischen
Bundesamtes und bietet mit einer Datenerhebung des CEWS eine umfassende
Analyse der Entwicklung des Frauenanteils in Hochschulgremien seit 2003.

Den gesamten Datenreport können Sie hier einsehen:
https://www.gesis.org/cews/cews-publikationen/cewspublik

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