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Gesundheitsrisiko Klimawandel: BZgA informiert zu Hitzeschutz

Das vergangene Jahr war das wärmste in Deutschland seit Beginn der
Wetteraufzeichnung. Besonders im Juli und September gab es Hitzerekorde.
Mit dem Portal https://www.klima-mensch-gesundheit.de bietet die BZgA der
Allgemeinbevölkerung, Eltern mit kleineren Kindern und älteren Menschen
Hilfestellung, um künftige Hitzewellen besser zu überstehen. Kommunen,
Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen erhalten Hinweise, wie sie
hitzebezogenen Gesundheitsproblemen vorbeugen und Menschen dabei
unterstützen können, gut mit Hitzeperioden umzugehen. Auch zu den
Belastungen zunehmender UV-Strahlung und dem Thema Allergie und
Allergieschutz informiert das BZgA-Internetangebot.

Das vergangene Jahr war das wärmste in Deutschland seit Beginn der
Wetteraufzeichnung. Besonders im Juli und September gab es Hitzerekorde.
Immer häufiger auftretende Hitzeperioden haben Auswirkungen auf unsere
Gesundheit: So erhöhte sich mit steigenden Temperaturen die Sterberate
deutlich. Für das Jahr 2023 wird für den Zeitraum April bis September von
3.200 Todesfällen aufgrund von Hitze ausgegangen. Die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung (BZgA) unterstützt Bürgerinnen und Bürger
zielgruppengerecht mit Informationen zu Schutzmöglichkeiten und
praxisnahen Handlungsempfehlungen.

Dr. Johannes Nießen, Errichtungsbeauftragter des Bundesinstituts für
Prävention und Aufklärung in der Medizin (BIPAM) und Kommissarischer
Leiter der BZgA: „Vielen Menschen sind die gesundheitlichen Risiken durch
Hitzebelastungen nicht bewusst. Dabei sind Hitzetage und Hitzewellen ganz
besonders für ältere Menschen, Menschen mit Vorerkrankungen sowie Babys
und Kleinkinder riskant. So verändern sich mit steigendem Lebensalter der
Stoffwechsel und andere Prozesse im Körper. Da ältere Menschen außerdem
seltener Durst verspüren, besteht die Gefahr, dass sie dehydrieren und
überhitzen. Babys und Kleinkinder bekommen schneller einen Sonnenstich,
Fieber oder Symptome von Hitzeerschöpfung. Unser Ziel ist daher, das
Wissen der Menschen über Schutzmöglichkeiten für sich und andere zu
stärken.“

Mit dem Portal https://www.klima-mensch-gesundheit.de bietet die BZgA der
Allgemeinbevölkerung, Eltern mit kleineren Kindern und älteren Menschen
Hilfestellung, um Hitzewellen besser zu überstehen. Multiplikatorinnen und
Multiplikatoren, Kommunen, Kitas, Schulen und Pflegeeinrichtungen erhalten
Hinweise, wie sie hitzebezogenen Gesundheitsproblemen vorbeugen und
Menschen dabei unterstützen können, gut mit Hitzewellen umzugehen. Auch zu
den Belastungen zunehmender UV-Strahlung und dem Thema Allergie und
Allergieschutz informiert das BZgA-Internetangebot. Ergänzend stehen
kostenlos bestellbare Printmedien zur Verfügung.

Wie sich insbesondere ältere Menschen auf Hitzebelastungen vorbereiten
können, beschreibt das BZgA-Angebot https://www.gesund-aktiv-aelter-
werden.de. Auf der Website gibt es praktische Tipps für den Alltag sowie
Merkblätter zum Download für Angehörige und Fachkräfte.

Speziell an Eltern, Betreuende und Fachkräfte richtet sich das BZgA-
Internetportal https://www.kindergesundheit-info.de mit einer Vielzahl an
Gesundheitsthemen, die in den ersten Lebensjahren von Bedeutung sind –
darunter auch viele Tipps, wie Babys und Kinder vor Sonne und Hitze
geschützt werden können.

Warum Alkohol und Hitze keine gute Kombination sind, erläutert die
Internetseite der BZgA-Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.”: https://www
.kenn-dein-limit.info/gesundheit/


Kostenfreie BZgA-Angebote zum Thema Klimawandel und Gesundheit im
Überblick:

Klima – Mensch – Gesundheit:
https://www.klima-mensch-gesundheit.de
• Flyer „So kommen Sie gut durch Hitzewellen“
• Flyer „So bleiben Sie bei einer Hitzewelle gesund – Empfehlungen für
ältere Menschen“
• Flyer „Diabetes und Hitze – was muss ich beachten?“
• Infokarten Tipps Ernährung, Trinktipps, Rezept Cooler Drink,
Sommerliches Memo I und II, Ausmalbild zum UV-Schutz, Hitze-Rätsel,
Sonnenschutz mit UV Index, Tipps Sport bei Hitze

Gesund und aktiv älter werden:
https://www.gesund-aktiv-aelter-werden.de/gesundheitsthemen/hitze-und-
gesundheit/

• Checkliste „Gesund durch die Sommerhitze”
• Plakat „Gesund durch die Sommerhitze”
• Flyer „Gesund durch die Sommerhitze”
• Flyer kompakt „Gesund trinken im Alter”

Kindergesundheit:
https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-
vorbeugen/sonnenschutz/
• Merkblatt „Sonnenschutz für Kinder“
• Checkliste „Ohne Wenn und Aber: Sonnenschutz für Kinder“

Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit.”:
Alkohol und Hitze https://www.kenn-dein-limit.info/gesundheit/alkohol-und-
hitze/


Bestellung der kostenlosen BZgA-Materialien unter:
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 50819 Köln
Online-Bestellsystem: https://shop.bzga.de/
Fax: 0221/8992257
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

  • Aufrufe: 37

Schwanger auf der Intensivstation: interprofessionelles Positionspapier der Jungen DIVI

Auch im Jahr 2024 kann der Satz „Ich bin schwanger!“ einen starken
Einschnitt in die Karriere vieler Frauen bedeuten, die auf einer
Intensivstation arbeiten. Denn den Ärztinnen, Pflegefachpersonen oder
Therapeutinnen wird häufig ein sofortiges Beschäftigungsverbot
ausgesprochen. Das muss nicht sein! Die Junge DIVI, als Stimme der
Nachwuchskräfte innerhalb der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für
Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), legt deshalb ein aktuelles
Positionspapier zur Verbesserung der Lage von schwangeren Mitarbeiterinnen
auf einer Intensivstation vor.

In einem Satz zusammengefasst: Ein pauschales Beschäftigungsverbot für
schwangere Mitarbeiterinnen aller Berufsgruppen auf einer Intensivstation
ist nicht gerechtfertigt und nicht adäquat! „Nach einer individuellen
Gefahrenanalyse ist die Weiterbeschäftigung in der Schwangerschaft
möglich“, betont Dr. Celina Cornelius, federführende Autorin des neun
Seiten starken Papers. Den Schwerpunkt haben die Autoren deshalb auf
mögliche Lösungswege gelegt: „Das Autorenteam skizziert interdisziplinär
und multiprofessionell, über Leitungs- und Ausführungsebene hinweg,
praktische Beispiele zur Umsetzung im klinischen Alltag.“
Selbstverständlich würden zudem Aspekte, die gegen die Beschäftigung einer
schwangeren Mitarbeiterin auf der Intensivstation sprechen könnten,
diskutiert.

Jede Schwangere kann sich sinnvoll weiterhin einbringen!

„Wir möchten dafür sensibilisieren, jede schwangere und stillende
Mitarbeiterin individuell zu betrachten und gemeinsam eine persönliche
Lösung für die Weiterbeschäftigung in der Schwangerschaft zu erarbeiten“,
erklärt Dr. Teresa Deffner, Vertreterin der Gesundheitsfachberufe im DIVI-
Präsidium. Mögliche Tätigkeiten werden für Schwangere im ärztlichen
Bereich und für Pflegefachpersonal sowie in der Physiotherapie, Logopädie
und Atmungstherapie auf Intensivstationen nach einem Ampelsystem bewertet
und sind an den jeweiligen Erfahrungsgrad der Schwangeren angepasst.

„Ich würde mir beispielsweise wünschen, dass die Leitungsebenen der
Gesundheitsfachberufe unser Positionspapier zukünftig als Grundlage
nutzen, um für ihre Stationen zu definieren, wie schwangere
Mitarbeiterinnen weiterhin eingebunden bleiben können“, so Deffner. „Das
ist ein viel zu großes Potenzial für das Team und auch für die
Patientenversorgung – das darf niemand einfach ignorieren!“

Erfahrung macht den Unterschied. Schwangerschaft als Chance begreifen!

Rund ein Jahr hat das Autorenteam recherchiert, sich ausgetauscht,
Erfahrungen gesammelt. „Wir haben festgestellt, dass vor allem der
Erfahrungsgrad der Schwangeren einen großen Unterschied machen kann“,
erklärt Hauptautorin Celina Cornelius. „Es wäre für mich als Fachärztin
durchaus möglich, weiterhin ZVKs zu legen, weil ich darin bereits geübt
bin“, erklärt sie. „Invasive Tätigkeiten sollen aber in der
Schwangerschaft aufgrund des Gefahrenpotenzials nicht erlernt werden“. Die
Regularien sind bundesweit sehr uneinheitlich und die Angst bei den
Chefärzten oder der Klinikleitung sei weiterhin groß, etwas falsch zu
machen, weshalb bisher immer noch viele Entscheidungen pauschal gefällt
würden.

„Wir können nur ermutigen, ganz individuell zu bewerten und als Schwangere
auch den Mut zu zeigen, neue Lösungswege aufzuzeigen“. Man könne zum
Beispiel als schwangere Mitarbeiterin ganz wunderbar die neuen Mitarbeiter
an die Hand nehmen und umfangreich einarbeiten. „Es kann eine Chance für
alle sein“, so Cornelius. Aber diesen Gedanken tief zu verwurzeln, würde
wahrscheinlich noch lange dauern.

Das Positionspapier der Jungen DIVI ist ein wichtiger Anfang!

Positionspapier hier anschauen: https://www.divi.de/joomlatools-files
/docman-files/publikationen/junge-divi/DIVI-Positionspapier-Schwangere-
ITS.pdf

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Welchen Beitrag kann HNO-Versorgungsforschung bei der Weiterentwicklung akademisierter Gesundheitsberufe leisten?

Prof. Dr. Daniel Böger hält am 28. Mai seine Online-Antrittsvorlesung an
der SRH Hochschule für Gesundheit. Im Fokus steht dabei die enge Anbindung
der logopädischen Hochschullehre an das Fachgebiet der Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde und die damit einhergehende Forschung.

„Die Versorgungsforschung beschäftigt sich im Allgemeinen mit der
Untersuchung der Versorgung der Bevölkerung zu gesundheitsrelevanten
Produkten unter Alltagsbedingungen. Speziell geht es neben der
Gesundheitsversorgung auch um Prävention und Gesundheitsförderung. Dabei
werden Schwerpunkte in der Konzeptentwicklung, der Begleitforschung und
der Erforschung der Wirksamkeit gelegt“, erläutert Prof. Dr. Daniel Böger,
Stiftungsprofessor für Versorgungsforschung in der Hals-, Nasen- und
Ohrenheilkunde an der SRH Hochschule für Gesundheit.

Im Wesentlichen umfassen die akademisierten Gesundheitsberufe die Bereiche
Pflege, Ergo- und Physiotherapie, Logopädie und Hebammenwesen. Dabei
sollte zum einen der Forderung nach kompetenzorientierter, vermehrt
autonomer, interdisziplinärer und interprofessioneller Arbeitsweise
nachgekommen und zum anderen die Entwicklung wissenschaftsgeleiteter
Innovationen vorangetrieben werden.

Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde trifft Logopädie

Insbesondere die enge Anbindung der logopädischen Hochschullehre an das
Fachgebiet der Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde ermöglicht reichlich
Schnittmengen bei der Auswertung therapiebegleitender Forschungen zu
Wirksamkeit und Outcome sowie auf den Inhalt der akademischen Ausbildung.
Welchen Beitrag genau die HNO-Versorgungsforschung dabei bei der
Weiterentwicklung der akademisierten Gesundheitsberufe leisten kann,
erörtert Daniel Böger in seiner Online-Antrittsvorlesung an der SRH
Hochschule für Gesundheit am 28. Mai um 17:30 Uhr.

Daniel Böger ist seit April 2009 Chefarzt der Klinik für Hals-, Nasen-,
Ohrenkrankheiten und Plastische Operationen am SRH Zentralklinikum in
Suhl. Seit Oktober 2023 ist er an der SRH Hochschule für Gesundheit als
Stiftungsprofessor im ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang
Logopädie tätig.

Interessierte können sich für die kostenfreie Online-Veranstaltung unter
folgendem Link unverbindlich anmelden: https://eveeno.com/120774965

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Umfrage: Wie Kinder mit technischen Geräten umgehen

Für eine Studie zum Umgang von Kindern und Jugendlichen mit Smartphones,
Tablets und Co. suchen Forscherinnen der Ruhr-Universität Bochum Eltern,
die an einer Umfrage teilnehmen. Die Teilnehmenden müssen selbst
mindestens 18 Jahre alt sein und Kinder im Alter zwischen 8 und 20 Jahren
haben. Eine Teilnahme ist bis 2. Juni 2024 online möglich unter
https://www.soscisurvey.de/eltern2024/.

Das Ausfüllen des Fragenbogens dauert rund 20 Minuten. Er umfasst Fragen
zum Geräte-Nutzungs-Verhalten des Kindes, zu dessen Sicherheitsbewusstsein
in Bezug auf technische Geräte und zum Umgang mit Daten. Für die Studie
verantwortlich ist das Team um Prof. Dr. Karola Marky vom Lehrstuhl für
Digitale Souveränität der Ruhr-Universität Bochum.

„Unser Ziel ist es, das Geräte-Nutzungs-Verhalten von Kindern und
Jugendlichen aus der Perspektive der Eltern zu erforschen und einen
Überblick über die IT-Sicherheitslage zu bekommen“, sagt Doktorandin
Rebecca Panskus. „Langfristig wollen wir Eltern und Kinder unterstützen,
selbstbestimmt und informiert mit Endgeräten und Daten während der
Internetnutzung umzugehen.“

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