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Silvesterkonzert des Zürcher Kammerorchesters mit Cameron Carpenter, KKL Luzern, 31.12.2023, besucht von Léonard Wüst

Zürcher Kammerorchester Foto Harald-Hoffmann

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Organist Cameron-Carpenter Footo Thomas Grube

Simon Hebeisen am neuen mobilen Orgel-Spieltisch auf der Bühne des Konzertsaals Foto Pius Amrein

Besetzung und Programm:
Cameron Carpenter (Orgel)
Willi Zimmermann (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Georg Friedrich Händel Wassermusik-Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348
Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge Es-Dur, St. Anne, BWV 552
François Couperin Les Barricades mystérieuses, aus: Sixième Ordre de Pièces de Clavecin
Antonio Vivaldi Konzert für Violine, Orgel und Streicher d-Moll, RV 541
Johann Sebastian Bach Triosonate Nr. 3 d-Moll, BWV 527
Johann Sebastian Bach Fantasia super «Komm, Heiliger Geist», BWV 651
Georg Friedrich Händel Orgelkonzert F-Dur, HWV 292

Das diesjährige Silvesterkonzert versprach eine außergewöhnliche musikalische Reise durch die Meisterwerke von Georg Friedrich Händel, Johann Sebastian Bach, François Couperin und Antonio Vivaldi, ausnahmsweise mal bei regnerischem, aber durchaus milden Wetter. Willi Zimmermann leitete das herausragende Zürcher Kammerorchester in der festlichen Atmosphäre des Konzertsaals im KKL Luzern Dazu als Solist Cameron Carpenter, für einmal an der hauseigenen Goll Orgel, nicht an seiner International Touring Organ, einer monumentalen digitalen Orgel seines eigenen Designs- dies versprach eine beeindruckende Performance, die die Zuschauer auf eine klangliche Entdeckungsreise mitnehmen würde.

Lena-Catharina Schneider künstlerische Leiterin
Lena-Catharina Schneider künstlerische Leiterin

Wie jedes Jahr wurden die Anwesenden von Lena-Catharina Schneider, der künstlerischen Leiterin des ZKO, herzlich willkommen geheissen und mit dem besten Neujahrswünschen bedacht.

Händels Wassermusik-Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348: Eine majestätische Eröffnung

Cameron Carpenter Solist an der Orgel
Cameron Carpenter Solist an der Orgel

Das Konzert eröffnete mit Händels Wassermusik-Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348, eine majestätische Komposition, die den Saal mit festlichen Klängen erfüllte. Das Zürcher Kammerorchester unter der souveränen Leitung von Willi Zimmermann verlieh dem Stück eine dynamische Energie, die sich auf seine Mitmusiker*innen übertrug und so einen mitreißenden Start in das Konzert schuf.

Bachs Präludium und Fuge Es-Dur, St. Anne, BWV 552: Eine Hommage an die Barockmeister

Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle
Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle

Das Programm führte fort mit Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur, St. Anne, BWV 552. Diese Hommage an die Barockmeister zeigte die beeindruckende Vielseitigkeit des Komponisten. Die präzise Interpretation von Cameron Carpenter an der Orgel schuf einen einen harmonischen Klangteppich. Die akustische Präsenz und die dynamischen Nuancen ließen das Publikum in die tiefen musikalischen Schichten von Bachs Meisterwerk eintauchen.

Couperins Les Barricades mystérieuses: Ein filigranes Juwel der Barockmusik

François Couperins Les Barricades mystérieuses aus dem Sechsten Ordre de Pièces de Clavecin führte das Publikum in eine Welt filigraner Eleganz. Die zarten Klänge der kurzen Komposition liessen Cameron Carpenter am ausgelagerten Spielpult der Goll Orgel, dem mobilen Orgel-Spieltisch, die mysteriöse Atmosphäre perfekt einfangen. Diese scheinbar leichte, aber raffinierte Auswahl zeigte die Bandbreite der barocken Ausdruckskraft und das meisterhafte Können des Interpreten.

Vivaldis Konzert für Violine und Orgel d-Moll, RV 541: Virtuosität im Dialog

Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle
Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle

Ein Höhepunkt des Abends, da etwas fröhlicher, als die andern Konzertteile, war zweifelsohne Vivaldis Konzert für Violine und Orgel d-Moll, RV 541. Die bemerkenswerte Interaktion zwischen Willi Zimmermann an der Violine, als brillanter Solist, und Cameron Carpenter an der Orgel schuf einen Dialog der Virtuosität. Die scharfen Kontraste zwischen den beiden Instrumenten wurden mit Anmut und Präzision dargeboten, wobei das Zürcher Kammerorchester die Struktur des Werks kraftvoll unterstützte. Die feurige Interpretation dieses Konzerts begeisterte das Publikum, hinterließ einen bleibenden Eindruck und bescherte den Ausführenden einen langanhaltenden Applaus, bevor man sich, angeregt diskutierend in die diversen Foyers zur Pause begab.

Bachs Triosonate Nr. 3 d-Moll, BWV 527: Klangliche Raffinesse in Dreifachform

Cameron Carpenter freut sich zusammen mit Willi Zimmermann und den andern Ausführenden über den Applaus
Cameron Carpenter freut sich zusammen mit Willi Zimmermann und den andern Ausführenden über den Applaus

Die Triosonate Nr. 3 d-Moll, BWV 527 von Johann Sebastian Bach führte uns in die Welt der klanglichen Raffinesse. Die organische Verschmelzung des introvertierten Organisten mit seinem Instrument schuf eine harmonische Einheit.  sein einfühlsames Spiel  ermöglichte eine nuancierte Darbietung, die die Vielschichtigkeit von Bachs Komposition hervorhob. Die Präzision des amerikanischen Tastenmeisters bei der Ausführung enthüllte die barocke Brillanz in ihrer reinsten Form.

Bachs Fantasia super «Komm, Heiliger Geist», BWV 651: Spirituelle Tiefe in der Orgelkunst

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp 1
Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp 1

Mit Bachs Fantasia super «Komm, Heiliger Geist», BWV 651, erreichte das Konzert eine spirituelle Tiefe. Cameron Carpenters einfühlsame Interpretation dieser Orgelkomposition entfaltete sich mit einer kontemplativen Intensität. Die majestätischen Klänge der Orgel füllten den Raum und schufen eine erhebende Atmosphäre. Diese Auswahl demonstrierte Carpenters Fähigkeit, nicht nur technisch brillant zu spielen, sondern auch tiefe emotionale Nuancen zu transportieren.

 

 

 

Händels Konzert für Orgel F-Dur, HWV 292: Ein triumphaler Abschluss

Solist an der Orgel Cameron Carpenter
Solist an der Orgel Cameron Carpenter

Das Silvesterkonzert fand seinen triumphalen Abschluss mit Händels Konzert für Orgel F-Dur, HWV 292. Hier entfaltete Cameron Carpenter noch einmal sein ganzes Können an der Orgel und führte das Publikum durch ein Finale voller Festlichkeit und Begeisterung. Das Zürcher Kammerorchester unterstützte diesen festlichen Ausklang mit präzisem Spiel, einer ansteckenden Spielfreude und erneut konnten, wie bei Händel üblich, die Solobläser besonders brillieren.

Den stürmischen, langanhaltenden Schlussapplaus belohnten die Protagonisten in Form von zwei kurzen Zugaben.

 

 

 

 

 

Fazit: Ein unvergessliches Konzerterlebnis zum Jahreswechsel

Die Ausführenden bedanken sich für den Applaus
Die Ausführenden bedanken sich für den Applaus

Das Silvesterkonzert mit Cameron Carpenter an der Orgel, Willi Zimmermann an der Violine und dem Zürcher Kammerorchester war zweifelsohne ein musikalisches Highlight zum Jahreswechsel, wenn auch, meiner Meinung nach, mit einer etwas zu ernsten Stückauswahl für ein Silvesterkonzert. Die meisterhafte Interpretation der ausgewählten Werke von Händel, Bach, Couperin und Vivaldi durch die herausragenden Musiker*innen hinterließ einen bleibenden Eindruck. Die virtuose Darbietung, die klangliche Präzision und die emotionale Tiefe machten dieses Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Liebhaber klassischer Musik und knüpfte an die nun schon lange andauernden Erfolge der Silvesterkonzerte des ZKO im KKL Luzern an..

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos:  Hermine Tschopp und www.zko.ch

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Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Cameron Carpenter freut sich zusammen mit Willi Zimmermann und den andern Ausführenden über den Applaus

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Die Ausführenden bedanken sich für den Applaus, Foto vom Konzert tags drauf in der Zürcher Tonhalle

Cameron Caroenter mit seiner International Touring Organ

Cameron Caroenters International Touring Organ

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Luzerner Theater Tanz, Uraufführung Goldberg-Variationen, besucht von Gabriela Bucher – Liechti

Goldberg-Variationen

TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

Produktion und Besetzung:
Choreografie  – Alba Castillo
Musikalische Leitung – Jesse Wong
Bühne – Valentin Köhler
Kostüme – Sarah Hofer
Licht – Lukas Marian
Dramaturgie –  Wanda Puvogel
TanzLuzern
Luzerner Sinfonieorchester

Die «Goldberg-Variationen» als Ballett am Luzerner Theater

Am Samstag, 14. Januar fand die Premiere der «Goldberg-Variationen» mit dem Ensemble Tanz Luzern am Theater Luzern statt.

Das Tanzensemble direkt und von oben nach oben projiziert Foto Ingo Hoehn
Das Tanzensemble direkt und von oben nach oben projiziert Foto Ingo Hoehn

Goldberg-Variationen getanzt, Variationen über Variationen also, dies im wahrsten und gespiegelten Sinn des Wortes. Variationen im Bühnenbild einerseits, ein Teil des Bühnenbildes stammte aus der Produktion «Das Bildnis des Dorian Gray», ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Eine Herausforderung für Choreografin und Tänzer*innen, aber auch eine Chance sei es gewesen, meinte Bühnenbildner Valentin Köhler. Denn das Bühnenbild wurde nicht wie üblich erst im Laufe der Proben entwickelt, es war von Beginn an vorhanden und konnte mit einbezogen werden. Hätte er übrigens ein neues Bühnenbild erschaffen für diese Produktion, hätte es wohl ganz anders ausgesehen, erklärt Köhler.

Variationen auf der ganzen Linie

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TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn4

Variationen aber auch in den Kostümen (Sarah Hofer), die teilweise aus früheren Produktionen übernommen wurden. Auch dies eine Herausforderung, sind doch die Anforderungen an ein Kostüm für Tänzer*innen speziell. Fliessend und erdfarben im ersten Teil, sind sie schwarz und teilweise recht voluminös anfangs des zweiten Teils. Im dritten Teil finden sich wieder leichte Shirts und Hosen in hellen Tönen, aus nachhaltigem Stoff, eingefärbt mit einer umweltschonenden Technik. Auch hier setzt man auf Nachhaltigkeit. Und nicht zuletzt Variationen in der Choreografie, gewisse Bewegungen wiederholen sich im Stück, mal tanzt sich eine Figur von einer Variation in die nächste, mal steht das ganze Ensemble auf der Bühne, mal begeistert ein Tänzer mit Breakdance ähnlichen Bewegungen, überzeugt ein Trio, verzaubert ein poetischer Pas-de-Deux.

Hanna Hughes_TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn
Hanna Hughes_TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

Eine interessante Ausgangssituation in jeder Hinsicht. Der Abend beginnt mit einem Bild, das an ein barockes Gemälde erinnert: Ein riesiger Reifrock aus Tüll mitten auf der Bühne im gleissenden Gegenlicht, eine Tänzerin schält sich heraus. Die ersten paar Minuten dann auch gleich die Bestätigung, dass hier etwas ganz Neues entstanden ist. Denn irgendwo im Kopf sitzen immer noch Bilder aus «Exploration of Energy», diese rasend schnellen Figurfolgen, die in der letzten Produktion so begeisterten. Die langsamen, fliessenden, fast bedächtigen Bewegungen haben nichts mehr zu tun damit, hier wird ja aber auch Bach gespielt, mit Bach gespielt, und dies sehr virtuos.

Spiegelbilder

TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn2
TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn2

Das Bühnenbild mit den verschiebbaren Spiegelwänden, der runden Spiegelscheibe, welche ab und an von der Decke schwebt, verspricht interessante An- und Einsichten, die aber für Zuschauer auf den äussersten Sitzen nicht immer gleich gut wirken. Grossartig aber die Szene, wo Hände, Unterschenkel, Arme wie abgeschnitten wirken und sich gleichzeitig verdoppeln. Etliches bleibt aber auf der Strecke, lenkt teilweise fast etwas ab. Wenn sich für einen Sekundenbruchteil eine verzerrte Figur ins Blickfeld schiebt, ist man fast etwas irritiert, fragt sich, ob dies gewollt so kurz ist oder eben dem Sitzplatz geschuldet. Trotzdem, es entstehen starke Bilder, unabhängig von den Spiegeleffekten, vor allem auch in den Nachtszenen nach der Pause, wenn die drei riesigen Figuren, die über die Bühne schreiten, die Tänzer*innen plötzlich ganz klein und unbedeutend erscheinen lassen. Oder wenn sich die Gestalten mit den riesigen Masken unter die Tänzer*innen mischen. Mit ihren grossen, dunklen, traurigen Augen scheinen sie leicht verängstigt und trostsuchend, haben aber durchaus auch etwas Witziges und Berührendes an sich.

Begeisterung pur

TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn
TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

Der Spiegeleffekt hat aber fraglos seinen Reiz und der Abend ist ein voller Erfolg. Die stärksten Momente erlebt man im zweiten Teil, diese wunderbaren Pas-de-Deux, poetisch, verspielt, sinnlich, wie sich die Tänzer*innen in- und miteinander bewegen, wie die Flöten-, Oboen- und Fagottklänge vom Orchestergraben Richtung Bühne schweben und dort in den Körpern der Tänzer*innen ihre Spiegelung finden, das ist grosses Kino. Ein Lob an dieser Stelle den Musikern des LSO unter Jesse Wong, die diese Variationen nuanciert und unterstützend begleiten und untermalen. Und selbstverständlich ein riesiges Lob dem Ensemble TanzLuzern. Die Leichtigkeit, die Perfektion in den teilweise sehr langsam ausgeführten und teilweise auch akrobatischen Figuren, die Elastizität in den Breakdance ähnlichen Einlagen, das begeistert einmal mehr total. Und einmal mehr gabs einen tosenden Schlussapplaus. Es ist immer wieder schön zu erleben, wie das Ensemble von seinen Fans gefeiert und getragen wird!

Text: www.gabrielabucher.ch

Fotos: Fotos von Ingo Hoehn und Martin Volken  www.luzernertheater.ch

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Hanna Hughes_TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

TanzLuzern_Goldberg-Variationen_Luzerner Theater_Foto Ingo Hoehn

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Eröffnungskonzert mit Mikhail Pletnev & Martha Argerich im 2. Akt, KKL Luzern, 16.1.24 besucht von Léonard Wüst

Mikhail Pletnev und Martha Argerich

Pianistin Martha Argerich und Pianist Mikhail Pletnev spielen anlaesslich dem Klavierfestival Le Piano Symphonique am Dienstag, 16. Januar 2024 im Konzertsaal des KKL Luzern. (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)

 

Besetzung und Programm:
Klavier Mikhail Pletnev
Komponisten & Werke

Franz Schubert (1797 – 1828) Sonate a-moll D 537 op. 164 Sonate A-Dur, D 664 op. 120
Frédéric Chopin (1810 – 1849) 24 Préludes op. 28
2. Akt
Mikhail Pletnev
Komponisten & Werke 
Wolfgang Amadeus Mozart Andante mit fünf Variationen g-Dur KV 501
Franz Schubert Fantasie f-Moll D 940

 

Intendant Numa Bischof Ullmann begrüsst das Publikum
Intendant Numa Bischof Ullmann begrüsst das Publikum

Ein sichtlich gutgelaunter Numa Bischof Ullmann, Intendant des Sinfonieorchesters sowie Gründer und Künstlerischer Leiter des Klavierfestivals «Le piano symphonique, begrüßte das Publikum im vollbesetzten Konzertsaal., Die die eine Ausnahmepianistin, Maria Joao Pires, aus gesundheitlichen Gründen forfait geben musste, kam es, dass der. Ausnahmepianist Mkhail Pletnev als „Vorgruppe“ für eine andere Ausnahmepianistin, Martha Argerich, die KKL-Konzertbühne enterte. Dazu gab es auch ein paar kleinere Programmänderungen.

Ein beeindruckendes Erlebnis: Mikhail Pletnevs Interpretation der Sonate a-moll D 537 op. 164 | 24′

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Das Rezital von Mikhail Pletnev, in dem er Franz Schuberts Sonate a-moll D 537 op. 164 zum Besten gab, war zweifellos ein musikalisches Highlight. Pletnev, ein renommierter Pianist, zeigte seine meisterhafte Interpretation und sein tiefes Verständnis für die Komposition.

Virtuosität und Ausdruckskraft

Schon bei den ersten Takten der Sonate beeindruckte Pletnev durch seine Virtuosität. Seine Finger glitten mühelos über die Tasten, während er die dynamischen Kontraste meisterhaft herausarbeitete. Die Ausdruckskraft seiner Interpretation ließ die Zuhörer sofort in den Bann der Musik ziehen. Jeder Ton schien mit Emotionen geladen zu sein, und die subtile Nuancierung verlieh der Aufführung eine bemerkenswerte Tiefe.

Klangliche Raffinesse und Sensibilität

Intendant Numa Bischof Ullmann begrüsst das Publikum
Intendant Numa Bischof Ullmann begrüsst das Publikum

Die klangliche Raffinesse, die der russische Tastenvirtuose in seine Darbietung einbrachte, war fesselnd. Die sensiblen Phrasierungen und die präzise Kontrolle über das Tempo trugen dazu bei, die musikalische Struktur der Sonate klar herauszuarbeiten. Pletnev vermied jegliche Überdramatisierung und setzte stattdessen auf eine subtile, aber dennoch kraftvolle Herangehensweise, die die Tiefe der Komposition unterstrich.

Intensive Kommunikation mit dem Publikum

Das Publikum spürte die intensive Kommunikation zwischen Pletnev und dem Werk. Jeder Moment schien mit Bedeutung geladen zu sein, und die Stille zwischen den Noten wurde ebenso bewusst genutzt wie die musikalischen Höhepunkte. Pletnev schuf eine Atmosphäre, die es dem Publikum ermöglichte, sich vollständig auf die musikalische Reise einzulassen.

Einzigartige Interpretation und persönlicher Stil

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Mikhail Pletnevs einzigartige Interpretation der Sonate a-moll D 537 op. 164 zeugte von seinem tiefen Verständnis für Schuberts Werk. Sein persönlicher Stil vereinte die klassische Struktur mit einer modernen Sensibilität, wodurch die Musik zeitlos und gleichzeitig frisch wirkte. Pletnev schaffte es, das Publikum mit seiner künstlerischen Persönlichkeit zu berühren.

Fazit: Eine unvergessliche musikalische Erfahrung

Insgesamt war Mikhail Pletnevs Rezital der Sonate a-moll D 537 op. 164 eine unvergessliche musikalische Erfahrung. Seine herausragende Technik, kombiniert mit einer tiefen emotionalen Interpretation, machte die Interpretation zu einem Ereignis, das noch lange in Erinnerung bleiben wird. Pletnev bewies erneut, warum er zu den herausragenden Pianisten unserer Zeit zählt.

Schubert Sonate A-Dur, D 664 op. 120

Mikhail Pletnev, ein Virtuose am Klavier, entführte das Publikum mit seiner Interpretation von Franz Schuberts Sonate A-Dur, D 664 op. 120, in eine Welt voller musikalischer Brillanz und emotionalem Reichtum.

Einführung in die Sonate

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Schon zu Beginn des Rezitals fesselte der Vortragende die Zuhörer mit einer einfühlsamen Interpretation der Eröffnungssätze. Sein feines Gespür für Phrasierung und Dynamik ermöglichte es, die lyrische Schönheit von Schuberts Komposition in vollem Umfang zu erfassen. Die A-Dur-Sonate, bekannt für ihre melodische Raffinesse, erwachte unter Pletnevs Händen zu neuem Leben.

Virtuosität und Technische Brillanz

Pletnevs Virtuosität und technische Brillanz kamen in den schnelleren Passagen der Sonate besonders zur Geltung. Seine Finger glitten mühelos über die Tasten, während er gleichzeitig die Transparenz der harmonischen Struktur bewahrte. Die herausfordernden Läufe und Arpeggien wirkten unter seinen Händen nicht nur technisch makellos, sondern auch als integraler Bestandteil der erzählten Geschichte.

Emotionale Tiefe und Ausdruckskraft

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Die emotionale Tiefe, die der Pianist in die langsamen Sätze einbrachte, berührte die Herzen des Publikums. Jeder Ton schien von einer tiefsitzenden Emotion durchdrungen zu sein, und Pletnevs subtile Nuancierung verlieh der Musik eine außergewöhnliche Ausdruckskraft. Die feinen Schattierungen der Dynamik und die sorgfältige Betonung der harmonischen Wendungen trugen dazu bei, eine atmosphärische Intensität zu schaffen.

Klangliche Pracht und Sensibilität

Die klangliche Pracht, die Pletnev in seiner Interpretation erzeugte, zeugte von seiner Sensibilität für den Charakter der Sonate. Die breiten Bögen und die wohlüberlegte Pedaltechnik verliehen der Musik eine faszinierende Tiefe. Pletnev nutzte den gesamten dynamischen Bereich des Klaviers, von zarten Pianissimo-Passagen bis zu kraftvollen Fortissimo-Ausbrüchen, um eine facettenreiche Darbietung zu schaffen.

Schlussbetrachtung: Ein unvergessliches Konzerterlebnis

Insgesamt war Mikhail Pletnevs Rezital der beiden Sonaten, ein unvergessliches Konzerterlebnis. Seine herausragende Technik, gepaart mit einer tiefen emotionalen Verbundenheit zur Musik, machte diesen Konzertteil zu einem Höhepunkt der Klavierinterpretation. Pletnev bewies erneut seine Meisterschaft und sein einfühlsames Verständnis für die Werke großer Komponisten.

  1. A. Mozart Andante mit fünf Variationen G-Dur KV 501

Eine Pianistische Fusion: Argerich und Pletnev in Mozarts Meisterwerk

Die klangliche Symbiose zweier herausragender Pianisten*innen, Martha Argerich und Mikhail Pletnev, erreichte bei ihrem gemeinsamen Spiel des Andante mit fünf Variationen in G-Dur KV 501 von Mozart eine faszinierende Dimension.

Virtuosität und Präzision

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Argerich und Pletnev demonstrierten von Anfang an ihre Virtuosität und präzise Fingerfertigkeit. Die Komplexität der fünf Variationen schien für sie eine willkommene Herausforderung zu sein, die sie mit technischer Meisterschaft und überragendem Zusammenspiel bewältigten. Die fließenden Übergänge und akkurate Ausführung der Passagen zeugten von ihrer außergewöhnlichen Beherrschung des pianistischen Handwerks, dies alles in perfekter Synchronität.

Emotionale Tiefe und Interpretative Raffinesse

Die emotionale Tiefe, die Argerich und Pletnev in jede Variation einbrachten, war bemerkenswert. Jeder Ton schien mit Leidenschaft und Feingefühl durchtränkt zu sein. Die interpretative Raffinesse, mit der sie die melodischen Linien gestalteten und die harmonischen Nuancen hervorhoben, verlieh Mozarts Werk eine zeitlose Schönheit. Die beiden Tastenvirtuosen schufen gemeinsam eine Atmosphäre, die den Zuhörer in den Bann zog.

Klangliche Vielfalt und Dialog

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Die Verwendung von zwei Flügeln intensivierte die klangliche Vielfalt des Stücks. Argerich und Pletnev schufen einen faszinierenden Dialog zwischen den Instrumenten, der die musikalische Kommunikation auf eine neue Ebene hob. Die sorgfältig abgestimmten Klangfarben und die wechselseitige Beeinflussung der Interpretationen ergaben eine fesselnde Dynamik, die das Publikum mitriss.

Ein Meisterwerk in Harmonie

In der Gesamtheit war das gemeinsame Spiel von Martha Argerich und Mikhail Pletnev eine wahrhaftige Meisterleistung. Ihre musikalische Partnerschaft offenbarte nicht nur technische Brillanz, sondern auch eine tiefe künstlerische Synergie. Das Andante mit fünf Variationen in G-Dur KV 501 von Mozart erstrahlte durch ihre Hände in einer strahlenden, harmonischen Brillanz.

Fazit: Ein Höhepunkt der Pianistischen Kollaboration

Die Darbietung von Argerich und Pletnev dieses Mozart-Meisterwerks war zweifellos ein Höhepunkt der pianistischen Kollaboration. Ihr gemeinsames Spiel verschmolz Virtuosität, emotionale Intensität und klangliche Schönheit zu einem unvergesslichen musikalischen Erlebnis, das die Zuhörer in Staunen versetzte.

Franz Schubert Fantasie f-Moll D 940

Magisches Klavierduo: Pletnev und Argerich in Schuberts Fantasie f-Moll D 940

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Das gemeinsame Rezital von Mikhail Pletnev und Martha Argerich, in dem sie Franz Schuberts Fantasie f-Moll D 940 auf zwei Flügeln interpretierten, war ein klangliches Fest, das die Zuhörer in eine Welt voller emotionaler Tiefe und musikalischer Brillanz entführte.

Die Künstlerische Synergie

Schon beim Betreten der Bühne war die künstlerische Synergie zwischen Pletnev und Argerich spürbar. Ihre gemeinsame Präsenz verhieß ein außergewöhnliches Klangerlebnis, und sie enttäuschten nicht. Die Fantasie f-Moll entfaltete sich unter ihren Händen zu einem fesselnden Dialog zwischen den beiden Pianisten, der die Grenzen des Möglichen sprengte.

Technische Brillanz und Präzision

Die technische Brillanz beider Pianisten*innen war überwältigend. Pletnev und Argerich meisterten die anspruchsvollen Passagen der Fantasie mit scheinbarer Leichtigkeit. Ihre präzisen Anschläge und die perfekte Synchronizität ließen die Musik in einer Klarheit erklingen, die den Raum erfüllte und das Publikum gefangen nahm.

Ausdruckskraft in den langsamen Sätzen

Besonders beeindruckend war die Ausdruckskraft in den langsamen Sätzen. Die zarten, schwebenden Melodien wurden von Pletnev und Argerich mit einer tiefen Emotionalität interpretiert. Jeder Ton schien durchdacht und mit einer individuellen Nuance versehen, was die musikalische Erzählung lebendig und berührend machte.

Klangliche Vielfalt und Dynamik

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli
Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Die Verwendung von zwei Flügeln eröffnete eine faszinierende klangliche Vielfalt. Pletnev und Argerich nutzten die unterschiedlichen Klangfarben der Instrumente geschickt, um den Charakter der Fantasie zu betonen. Die dynamischen Kontraste zwischen den beiden Meistern ihres Fachs erzeugten eine pulsierende Energie, die die Musik vorwärtstrieb.

Gemeinsamer Atem in den Scherzi

In den lebhaften Scherzi zeigte sich der gemeinsame Atem der beiden. Die raschen Läufe und verspielten Figuren wurden mit spielerischer Freude vorgetragen, wobei Pletnev und Argerich mühelos miteinander verschmolzen. Der Spaß am Musizieren war förmlich zu spüren und übertrug sich auf das Publikum.

Fazit: Ein Meisterwerk der Klavierkunst

Zusammenfassend war das Klavierduo von Mikhail Pletnev und Martha Argerich in Schuberts Fantasie f-Moll D 940 ein wahres Meisterwerk der Klavierkunst. Ihre herausragende technische Fertigkeit, gepaart mit einer tiefen musikalischen Verbundenheit, schuf eine Aufführung von atemberaubender Schönheit. Die Fantasie wurde zu einem epischen Erlebnis, das die Magie der Musik in ihrer reinsten Form zelebrierte.

Der langanhaltende Schlussapplaus, der in eine nahtlose «Standing Ovation» überging animierte die zwei Ausführenden, eine kleine Zugabe in Form von Johann Sebastian Bachs Toccata and Fugue in D Minor zu gewähren

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Philipp Schmidli  www.sinfonieorchester.ch

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Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Pianistin Martha Argerich und Pianist Mikhail Pletnev spielen anlaesslich dem Klavierfestival Le Piano Symphonique am Dienstag, 16. Januar 2024 im Konzertsaal des KKL Luzern. (Luzerner Sinfonieorchester/Philipp Schmidli)

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

Klavierfestival KKL 16.1.24Konzertfotos von Philipp Schmidli

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Silvesterkonzert 2023 des Zürcher Kammer Orchesters im KKL Luzern besucht von Max Thürig

Zürcher Kammerorchester Foto Harald-Hoffmann

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Organist Cameron-Carpenter Footo Thomas Grube

Simon Hebeisen am neuen mobilen Orgel-Spieltisch auf der Bühne des Konzertsaals Foto Pius Amrein

Besetzung und Programm:
Cameron Carpenter (Orgel)
Willi Zimmermann (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Georg Friedrich Händel Wassermusik-Suite Nr. 1 F-Dur, HWV 348
Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge Es-Dur, St. Anne, BWV 552
François Couperin Les Barricades mystérieuses, aus: Sixième Ordre de Pièces de Clavecin
Antonio Vivaldi Konzert für Violine, Orgel und Streicher d-Moll, RV 541
Johann Sebastian Bach Triosonate Nr. 3 d-Moll, BWV 527
Johann Sebastian Bach Fantasia super «Komm, Heiliger Geist», BWV 651
Georg Friedrich Händel Orgelkonzert F-Dur, HWV 292

Am Silvesterabend 2023 tauchte das Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL) in die festliche Atmosphäre eines herausragenden Konzerts ein, präsentiert vom Zürcher Kammer Orchester unter der inspirierenden Leitung des Konzertmeisters Willi Zimmermann. Das Konzert versprach eine reichhaltige Auswahl an Meisterwerken aus verschiedenen Epochen der Musikgeschichte, und das Publikum wurde – trotz regnerischem Wetter zum Jahreswechsel – nicht enttäuscht.

Georg Friedrich Händels Wassermusik: Ein erfrischender Auftakt

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Das Konzert begann mit Georg Friedrich Händels erfrischender sprudelnder “Wassermusik”, genauer gesagt der Suite Nr. 1 F-Dur HWV 348. Die wundervollen Klänge der Barockmusik entfalteten sich im Saal, während das ZKO mit präzisem Spiel und lebhafter Interpretation die Zuhörer*innen in eine festliche Stimmung versetzte. Zusätzlich zu diesem gelungenen Einstieg trugen auch die in Rot/Schwarz gekleideten Musiker*innen bei, die für einmal nicht sitzend sondern stehend auf höchstem Niveau musizierten.

Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge Es-Dur, St Anne BWV 552: Monumentale Klanglandschaften

Cameron Carpenter Solist an der Orgel

Das majestätische Präludium und Fuge in Es-Dur, auch als “St. Anne” bekannt, fesselte die Anwesenden mit ihren monumentalen Klanglandschaften. Konzertmeister Willi Zimmermann führte das Orchester geschickt durch Bachs meisterliche Komposition, und die beeindruckende Akustik des KKL Luzern trug dazu bei, die Tiefe und Pracht dieses Werkes hervorzuheben.

 

 

Francois Couperin’s Les Barricades Mystérieuse: Ein Hauch von Raffinesse

Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle

Die subtile Eleganz von Francois Couperins “Les Barricades Mystérieuses” brachte einen Hauch von Raffinesse in den Silvesterabend. Die feinen Nuancen dieser Barockkomposition wurden vom Orchester hervorragend umgesetzt und zart und einfühlsam dargeboten.

 

 

Antonio Vivaldis Konzert für Violine und Orgel d-Moll RV 541: Virtuosität vereint.

Impression des Konzertes tags darauf in der Tonhalle

Der Stargast des Abends, der amerikanische Organist Cameron Carpenter – er zählt mit seiner aussergewöhnlichen Musikalität und einer nahezu grenzenlosen technischen Fertigkeit zu den Ausnahmetalenten der internationalen Musiklandschaft –  betrat die Bühne für Vivaldis Konzert für Violine und Orgel in d-Moll. Carpenter verzauberte das Publikum mit seinem virtuosen Spiel auf der hauseigenen Goll Orgel. Im Zusammenspiel mit Willi Zimmermann als excellenter Solist an der Violine, sorgten die beiden für einen Höhepunkt des Silvesterabends, meisterlich unterstützt durch das anmutige und kraftvolle Spiel des gesamten Orchesters. Ein wahrlicher Genuss!

Johann Sebastian Bachs Trisonate Nr. 3 d-Moll BWV 527 und Fantasia super «Komm heiliger Geist» BWV 651: Bachsche Brillanz

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Das Konzert setzte sich nach einer 20 minütigen Pause mit Johann Sebastian Bachs Trisonate Nr. 3 in d-Moll fort, präsentiert mit unvergleichlicher Bachscher Brillanz. Die feine Abstimmung zwischen den Instrumenten und die harmonische Balance faszinierten das Publikum. Die Fantasia super “Komm heiliger Geist” BWV 651 offenbarte Bachs tiefen spirituellen Ausdruck, den Stargast Carpenter mit den erhabenen Klängen der Orgel sehr beeindruckend interpretierte.

Georg Friedrich Händels Konzert für Orgel F-Dur HWV 292: Triumphaler Abschluss

Solist an der Orgel Cameron Carpenter

Das Konzert erreichte seinen triumphalen Höhepunkt mit Georg Friedrich Händels Konzert für Orgel in F-Dur. Cameron Carpenter, an der beeindruckenden Goll Orgel, entfesselte eine kraftvolle Klangwelt, die den Saal mit festlichem Glanz erfüllte. Das Zürcher Kammer Orchester mit Willi Zimmermann als Konzertmeister begleitete ihn mit beeindruckender Präzision und Einfühlsamkeit.

Das Silvesterkonzert 2023, das die Magie der Musik in all ihrer Pracht entfaltete, wird zweifellos in den Herzen der Zuhörer als ein klangliches Highlight in Erinnerung bleiben. Ein weiterer grossartiger Auftritt des ZKO reiht sich so nahtlos in die bereits zur Tradition gewordenen Silvesterbegegnungen in Luzern ein.

 

Die Ausführenden bedanken sich für den Applaus

Das Publikum belohnte die Musiker*innen mit einem langanhaltenden Applaus und wurde dafür mit zwei kurzen aber sehr inspirierenden Zugaben belohnt. Ein Konzert der ersten Güteklasse begleitete so die Besucher*innen in die Silvesternacht und anschliessend ins neue Jahr!

Fotos:  Hermine Tschopp und www.zko.ch

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Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Cameron Carpenter freut sich zusammen mit Willi Zimmermann und den andern Ausführenden über den Applaus

Silvesterkonzert Konzertimpression von Hemine Tschopp

Die Ausführenden bedanken sich für den Applaus, Foto vom Konzert tags drauf in der Zürcher Tonhalle

Cameron Caroenter mit seiner International Touring Organ

Cameron Caroenters International Touring Organ

 

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