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Ausschreibung für den Systemischen Forschungspreis von SG und DGSF 2024

Die Systemische Gesellschaft (SG) vergibt zusammen mit der Deutschen
Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e. V.
(DGSF) einen Forschungspreis an junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler für Arbeiten, die sich durch praxisrelevante systemische
Forschungsansätze auszeichnen.

Mit ihrem wissenschaftlichen Forschungspreis verfolgen die systemischen
Verbände das Ziel, den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern, die
Weiterentwicklung der Forschungs- und Praxismethoden im Kontext des
systemischen Denkens anzuregen und die Bedeutung des systemischen Ansatzes
für die therapeutische und beraterische Praxis zu verdeutlichen.
Der Preis ist als Förderpreis konzipiert. Angenommen werden
Masterarbeiten, Dissertationen, Habilitationen oder Forschungsarbeiten aus
einem Projekt, das in oder auch außerhalb der Hochschule durchgeführt
wurde. Erwünscht sind aktuelle Forschungsarbeiten, die nicht oder bei
Einreichung nicht länger als ein Jahr veröffentlicht sind.

Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert.

Mit dem Preis soll eine Arbeit ausgezeichnet werden, die einen innovativen
Beitrag zur Weiterentwicklung systemischer Forschung leistet. Dies ist
möglich durch

•       ein neuartiges/kreatives methodisches Design
•       eine innovative Verknüpfung von systemischer Theorie und Methode
•       anregende Theoriebildung und -entwicklung
•       überzeugende Impulse für die systemische Praxis

Die Forschungsarbeiten können sich auf alle Felder systemischen Arbeitens
beziehen und Fragen zu Therapie, Beratung, Supervision, Mediation,
Coaching oder Organisationsberatung, aber auch weitere systemisch
relevante Themenstellungen bearbeiten.

Die Entscheidung über die Preisvergabe trifft unter Ausschluss des
Rechtsweges ein Gremium, in dem Gutachterinnen und Gutachter mehrerer
Disziplinen vertreten sind.
Die Preisvergabe erfolgt auf der SG-Mitgliederversammlung und Tagung im
Juni 2024.

Bitte reichen Sie Ihre Arbeit zusammen mit dem Deckblatt und einem
beruflichen Lebenslauf bis zum 25. März 2024 in dreifacher Ausführung und
digital ein bei:

Systemische Gesellschaft e.V.
„Wissenschaftlicher Forschungspreis“
Damaschkestr. 4
10711 Berlin

Telefon: +49-30-577 10 39 0
E-Mail:   info@systemische-gesellschaft.de
www:     https://www.systemische-gesellschaft.de

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Ein intelligenter Schritt Richtung Energiewende: Forschungsprojekt SynergieQuartier erfolgreich abgeschlossen

Innovationen für ein sicheres, wirtschaftlich rentables
Energiesystemdesign zu entwickeln, war das Ziel des unter Federführung des
FZI Forschungszentrum Informatik laufenden Projektes SynergieQuartier.
Gemeinsam mit den Partnern Stadtwerke Walldorf, beegy, dem
Energieversorgungsunternehmen MVV und dem Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) entwickelte das FZI ein Systemkonzept, das in
Simulationen und in einem Feldtest in einem Wohngebiet in Walldorf
erforscht, demonstriert und evaluiert wurde. Es erlaubt durch den
intelligenten IKT-Einsatz zukünftig einen zielgenauen Ausbau der Netze
trotz zusätzlicher Lasten.

Im Vordergrund des Projektes SynergieQuartier, das von Mitte 2020 bis zum
Jahresende 2023 lief und vom Bundesministerium für Wirtschaft und
Klimaschutz mit rund 2 Millionen Euro gefördert wurde, stand die
Entwicklung eines Systemkonzeptes, das alle wesentlichen Akteure und
Techno-logien auf dem Weg zur Energiewende miteinbezieht.

Dezentrale Verbraucher und Erzeuger wie Elektrofahrzeuge, Wärmepumpen,
verschiedene Energiespeicher und Photovoltaikanlagen können die Netze
stark belasten. Unklar war bisher hingegen, wie stark die jeweiligen
Verteilnetze ausgebaut werden müssen und inwiefern stattdessen die Flexi-
bilität der Haushalte helfen kann, Netzausbaukosten zu sparen und somit
einen Beitrag zu einem stabilen und kosteneffizienten Energiesystem zu
leisten. Dies wurde im SynergieQuartier als Folgeprojekt von Living Lab
Walldorf sowohl allgemein als auch ganz konkret anhand von Haushalten im
Stromnetz von Walldorf untersucht.

Basierend auf der Smart-Meter-Gateway-Architektur wurden auf lokaler Ebene
Möglichkeiten entwickelt, zeit- und lastvariable Netzentgelte so zu
gestalten, dass nicht nur die überregionale Strommarktsituation, sondern
auch gleichzeitig die lokale Netzsituation berücksichtigt werden konnte –
selbst wenn die Situationen überregional und lokal unterschiedlich waren.

Feldtest im Walldorfer Wohnquartier

Herzstück des Projektes war ein zwischen Januar 2022 und Oktober 2023
laufender praktischer Feldtest, bei dem in Walldorf insgesamt 28
Prosumerhaushalte – also Haushalte, die Energie nicht nur konsumieren,
sondern auch erzeugen – mit entsprechender Mess- und Steuerungstechnik in
Form eines lokalen Energiemanagementsystems (HEMS) von beegy sowie einem
intelligenten Messsystem ausgestattet wurden. Aus den erfassten Messdaten
wurde zunächst das Ladeverhalten privater Haushalte modelliert und darauf
basierend die Auswirkungen von Prosumer-Haushalten auf Verteilnetze und
die Netzbetreibereingriffe simuliert.

Bewohner*innen des Quartiers in Walldorf wurden mit Veranstaltungen und
Diskussionsrunden aktiv in die Gestaltung des Feldtestes einbezogen und
insbesondere zu ihrem Energieverhalten und ihren Anforderungen an
Energiemanagementsysteme zur Flexibilisierung und Netzoptimierung befragt.

Prosumer-Demonstrator hilft Reaktionen des Energiemanagementsystems zu
verstehen

Im FZI Living Lab smartEnergy entstand im Rahmen des Projektes ein
Demonstrator, der Reaktionen im Energiemanagementsystem verstehen hilft.
Dieser Demonstrator "Prosumer-Haushalt" wurde auch im Rahmen der
Messepräsentation des Mittelstand-Digital Zentrum Kli-ma.Neutral.Digital
den Besucher*innen des Digitalgipfels der Bundesregierung 2023 in Jena
gezeigt.

Der Demonstrator spiegelt alle Komponenten eines Prosumer-Haushalts (ein
Photovoltaik-Wechselrichter, eine Ladestation, eine Batterie und ein
intelligentes Messsystem mit einem Smart Meter) auf einer Wandfläche.
Hinzugeschaltete Monitore erlauben es, die Integration des Haushaltes in
das Energiesystem nachzuverfolgen.

Drei Netzwerkbereiche des Smart-Meter-Gateways wurden durch den
Demonstrator abgebildet: Im Heimnetz befinden sich ein Solar-
Wechselrichter mit Batterie und eine Ladestation, die mit einem lokalen
Energiemanagementsystem (HEMS) kommunizieren. Über das
Energiemanagementsystem sind auf einem Monitor die Energieflüsse im
Gebäude übersichtlich nachzuverfolgen. Smart Meter sind über ihr lokales
Zähler-Netzwerk mit dem zentralen Smart-Meter-Gateway verbunden. Darüber
hinaus erhält das Smart-Meter-Gateway via Internet Informationen über das
Energiesystem, insbesondere dynamische Strompreise und Hinweise auf
Leistungsgrenzen, die sich durch Engpässe im lokalen Netz ergeben.

Neben einem Live-Szenario können durch den Demonstrator auch
unterschiedliche Jahreszeiten und Szenarien im Energiesystem ausgewählt
und „durchgespielt“ werden, um die Reaktionen des Energiemanagementsystems
und die daraus resultierende Änderung der Energieflüsse zu beobachten.

Sicheres und resilientes Energiesystem

Das FZI befasste sich im Projekt nicht nur mit Kommunikations- und
Optimierungsprozessen der installierten Anlagen. Auch Hemmnisse und
Potenziale der in Deutschland bis 2035 flächendeckend auszubauenden Smart-
Meter-Infrastruktur wurden aufgezeigt. Hier wurden besonders IT-
Sicherheitsaspekte hinsichtlich Smart Meter in der Labor- und Feldumgebung
des Projektes beleuchtet und Ansätze erarbeitet, wie die kritische
Stromversorgungsinfrastruktur resilienter auf potenzielle Cyberangriffe
reagieren kann.

FZI-Input für die Weiterentwicklung des Energiewirtschaftsgesetzes

Durch Ergebnisse des SynergieQuartier-Projektes konnten die FZI-
Forscher*innen auch wertvolle Impulse zur Weiterentwicklung des
regulatorischen Rahmens rund um unser Energiesystem an die
Bundesnetzagentur und das Forum Netztechnik/Netzbetrieb des Verbandes der
Elektrotechnik (VDE) weitergeben, insbesondere im Zusammenhang mit der
Neufassung des § 14a des Energiewirtschaftsgesetzes. Durch diese
Aktualisierung haben die  Netzbetreiber seit dem 1. Januar 2024 das Recht,
Ladestationen, Wärmepumpen und Batterien im Falle von Netzengpässen zu
steuern. Im Gegenzug bekommen die Betreiber*innen von neuen Anlagen
reduzierte Netzentgelte.

Ziel des SynergieQuartiers erreicht

Der intelligente Einsatz von IKT in Form von HEMS und intelligenten
Messystemen erlaubt es, die Netze angesichts zusätzlicher Lasten durch
Elektromobilität und Sektorkopplung zielgenauer und kosteneffizienter
auszubauen und zu betreiben. Energiedienstleister können Endkunden
Produkt-innovationen und Kostenreduktionen anbieten, der Gesetzgeber
erhält valide Handlungsempfehlungen und die breite Bevölkerung erlebt eine
wirkungsvolle Teilhabe an der Energiewende.

Über das FZI

Das FZI Forschungszentrum Informatik mit Hauptsitz in Karlsruhe und
Außenstelle in Berlin ist eine gemeinnützige Einrichtung für Informatik-
Anwendungsforschung und Technologietransfer. Sie bringt die neuesten
wissenschaftlichen Erkenntnisse der Informationstechnologie in Unternehmen
und öffentliche Einrichtungen und qualifiziert für eine akademische und
wirtschaftliche Karriere oder den Sprung in die Selbstständigkeit.

Betreut von Professor*innen verschiedener Fakultäten entwickeln die
Forschungsgruppen am FZI interdisziplinär für ihre Auftraggeber Konzepte,
Software-, Hardware- und Sys-temlösungen und setzen die gefundenen
Lösungen prototypisch um. Mit dem FZI House of Living Labs steht eine
einzigartige Forschungsumgebung für die Anwendungsforschung bereit. Das
FZI ist Innovationspartner des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)
und strategischer Partner der Gesellschaft für Informatik (GI).

Weiterführende Informationen zum Projekt

Diese finden Sie unter https://synergiequartier-walldorf.de/projekt/

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Leuphana Konferenzwoche mit Jean Asselborn: Widerstandsfähige Demokratie?

Wie können wir die Demokratie in Zeiten zugespitzter Krisen erneuern? Die
Leuphana Universität Lüneburg lädt Studierende und Interessierte aus der
Region vom 28. Februar bis zum 1. März zur Konferenzwoche „Resiliente
Demokratie“ ein. In diesem Jahr eröffnet Jean Asselborn, der langjährige
Außenminister Luxemburgs, die Konferenz mit einem Blick auf die Zukunft
Europas. Die Demokratieaktivistin Marina Weisband geht der Frage nach, wie
emanzipatorische Errungenschaften unter dem Druck rechtspopulistischer
Bewegungen und digitaler Desinformation verteidigt werden können.

Für rund 1.200 Studierende ist die Konferenzwoche der Abschluss ihres
ersten Semesters an der Leuphana. Mit namhaften Gästen aus der ganzen
Republik diskutieren sie über demokratische Zukunftspolitik angesichts
autoritärer Gefährdungen. Unter anderem lotet der Demokratieforscher
Wolfgang Merkel gemeinsam mit der Bürgerrats-Pionierin Claudine Nierth
aus, was die Demokratie resilient macht. Wie die Künstliche Intelligenz
die Politik verändern könnte, beschäftigt die Gründerin Mina Saidze, den
Netzaktivisten Markus Beckedahl und den Sozialunternehmer Manouchehr
Shamsrizi.

„Mit der Frage nach einer resilienten Demokratie beleuchten wir zwei
strategische Sichtweisen“, berichtet der Konferenzleiter Sven Prien-
Ribcke: „Einerseits geht es um die Wehrhaftigkeit der Demokratie, um
Zusammenhalt und Stabilität. Andererseits beschäftigt uns aber auch das
Versprechen offener Gesellschaften, sich die Zukunft visionär anzueignen.“
Die Friedens- und Konfliktforscherin Ursula Schröder und der ehemalige
Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels, diskutieren
dazu die Frage, wie viel Kriegstauglichkeit wir für unsere Sicherheit
brauchen. Während der FDP-Politiker Konstantin Kuhle hybride Angriffe
beleuchtet, spürt die Transformationsforscherin Maja Göpel der Praxis des
Vertrauens nach. Die Philosophin Amani Abuzahra und der Europaabgeordnete
Erik Marquardt erkunden humane Pfade der Migrationspolitik.

Zu den Höhepunkten der diesjährigen Konferenzwoche zählt die festliche
Übergabe des UNESCO-Chair „Hochschulbildung für eine nachhaltige
Entwicklung“ an den Leuphana-Professor Daniel Fischer. UNESCO-Lehrstühle
werden für herausragende Forschung und Lehre in den Arbeitsgebieten der
UNESCO vergeben. Gerd Michelsen, der erste Chairholder und Mitbegründer
der Fakultät Nachhaltigkeit, wird aus diesem Anlass die Entwicklung der
Leuphana zu einer nachhaltigen Universität skizzieren.

Die Veranstalter freuen sich über Besucher:innen aus Lüneburg und der
Hamburger Metropolregion. Auch Studieninteressierte, die einen Eindruck
vom Studium an der Leuphana gewinnen wollen, sind sehr willkommen.
Parallel zur Konferenzwoche findet ein Bachelor Infotag statt, der über
die Studienprogramme am Leuphana College informiert. Einen Überblick über
die zahlreichen Programmpunkte gibt es im Internet unter:
http://www.leuphana.de/konferenzwoche

HINWEIS FÜR DIE REDAKTIONEN:
Wir laden Sie herzlich ein zur Konferenzwoche ab dem 28. Februar 2024 auf
dem Hauptcampus der Leuphana, Universitätsallee 1, 21335 Lüneburg. Einen
Überblick über die Programm-Highlights finden Sie weiter unten.
Zu einem Pressegespräch mit dem ehemaligen Außenminister Jean Asselborn
und dem Universitätspräsidenten Sascha Spoun sowie Hana Kunst aus dem
studentischen Konferenzteam am 28. Februar 2024 um 12.00 Uhr laden wir Sie
herzlich in den Raum C 40.147 im Zentralgebäude ein.

Sie erleichtern unsere Planung, wenn Sie sich bitte bis zum 26. Februar
unter der Adresse henning.zuehlsdorff@leuphana.de anmelden. Falls Sie für
eine Berichterstattung weiteres Material benötigen oder vorab Interviews
mit Beteiligten verabreden möchten, teilen Sie uns das gerne mit.

Höhepunkte im Konferenzprogramm

// Mittwoch, 28. Februar, 15:30 - 17:30 Uhr, Libeskind-Auditorium
Zukunft der europäischen Demokratie?
Jean Asselborn und Clara Föller, moderiert von Jelena Bäumler
--

// Mittwoch, 28. Februar, 15:30 - 17:30 Uhr, Hörsaal 3
Wie verändert künstliche Intelligenz die Politik?
Markus Beckedahl, Mina Saidze, Manouchehr Shamsrizi
--

// Donnerstag, 29. Februar, 10:00 - 12:00 Uhr, Libeskind-Auditorium
Wie viel Kriegstüchtigkeit brauchen wir für unsere Sicherheit?
Ursula Schröder & Hans Peter Bartels, moderiert von Lukas Dalpke
--

// Donnerstag, 29. Februar, 13:00 - 15:00 Uhr, Libeskind-Auditorium
Was macht die Demokratie resilient?
Wolfgang Merkel & Claudine Nierth, moderiert von Sven Prien-Ribcke
--

// Donnerstag, 29. Februar, 18:00 – 20:00 Uhr, Hörsaal 3
Wie verteidigen wir die Demokratie gegen hybride Angriffe und
Desinformation?
Konstantin Kuhle
--

// Freitag, 1. März, 10:00 - 11:30 Uhr, Hörsaal 3
Quo vadis USA? The future of our transatlantic partnership
Annika Brockschmidt & Cathryn Ashbrook
--

// Freitag, 1. März, 13:00 - 14:30 Uhr, Libeskind-Auditorium
Vertrauen und die Zukunft der Demokratie
Maja Göpel
--

// Freitag, 1. März, 13:30 - 15:00 Uhr, Hörsaal 4
Nahostkonflikt: Eine jüdisch-palästinensische Hoffnung
Shai Hoffmann & Nadine Migesel

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„Eine Bundes-Ethik-Kommission bringt keinen Mehrwert“

Der Referentenentwurf zum
Medizinforschungsgesetz (MFG) sieht die Einrichtung einer Ethikkommission
auf Bundesebene vor. Dieses Vorhaben kritisiert die Arbeitsgemeinschaft
der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V. (AWMF). Die
im Entwurf geäußerte Absicht, Rahmenbedingungen für Entwicklung,
Forschung und Zulassung von Arzneimitteln zu verbessern, begrüßt die AWMF
dagegen ausdrücklich und fordert ein zentrales Studienregister.

„Der konkrete Nutzen einer Bundes-Ethik-Kommission erschließt sich der
AWMF nicht, da hieraus keine Verbesserung der Prozesse erkennbar wird.
Ethikbewertung und Studienfinanzierung müssen zur Wahrung der
Unabhängigkeit strukturell-institutionell klar getrennt bleiben“, erklärt
der Präsident der AWMF, Prof. Rolf-Detlef Treede.

„Um Verfahren zu beschleunigen, bedarf es vielmehr einer Stärkung der
richtliniengebenden Kompetenz des Arbeitskreises der Ethikkommissionen
sowie eines verpflichtenden zentralen Studienregisters. Damit gehen eine
verpflichtende Registrierung und Publikation der Studienergebnisse einher,
was zu einer gelingenden medizinischen Forschung beiträgt“, ergänzt Prof.
Erika Baum, Vorsitzende der AWMF-Kommission Qualitätsentwicklung in
Forschung und Lehre.

Von der Stärkung der Kompetenzen des Arbeitskreises der Ethikkommissionen
und der Einführung verbindlicher Mustertexte sowie
Mustervertragsregelungen würden auch die Investigator-initiierten Studien
profitieren, die nicht nach Arzneimittelgesetz oder Europäischen
Medizinprodukte-Verordnung, sondern nach Berufsrecht von Ethikkommissionen
begutachtet werden. Dies vereinfacht Prozesse und reduziert Bürokratie
nachhaltig.

Weitere Informationen
Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit
für ein Medizinforschungsgesetz vom 22.02.2024:
https://www.awmf.org/service/awmf-aktuell/stellungnahme-der-awmf-zum-
referentenentwurf-des-bundesministeriums-fuer-gesundheit-bmg-und-des-
bundesministeriums-fuer-umwelt-naturschutz-nukleare-sicherheit-und-
verbraucherschutz-bmuv-fuer-ein-medizin-forschungsgesetz-mfg-vom-17012024


Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Rolf-Detlef Treede, Präsident der AWMF
Prof. Erika Baum, Vorsitzende der AWMF-Kommission Qualitätsentwicklung in
Forschung und Lehre

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