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Neuer Studiengang „UX/XR“ für Entwickler

Neuer Studiengang „UX/XR“ für Entwickler, Designer oder Manager

Wilhelmshaven.Oldenburg.Elsfleth. Unternehmen binden immer mehr digitale
Technologien in ihre Abläufe ein. Die Digitalisierung verändert Prozesse
und Unternehmen werden effizienter und effektiver. Ein wesentlicher
Baustein dieser digitalen Transformation ist die Übertragung von Prozessen
und Anwendungen in die digitale Welt.

Der Bachelor-Studiengang „UX/XR – Usability und Digitale Welten“ bildet ab
dem kommenden Win-tersemester 2024/25 für die Berufsfelder rund um die
Konzeption, Erstellung und Betrieb von ge-brauchstauglichen digitalen
Anwendungen aus.

Absolvent_innen dieses Studiengangs beherrschen sowohl die Sprache der
Entwickler_innen als auch der Nutzer_innen. Sie sind in der Lage die
Geschäftsprozesse eines Unternehmens durch gebrauchstaugliche digitale
Anwendungen zu unterstützen. Durch die fortschreitende digitale
Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft haben
Studienabsolvent_innen sehr gute Chancen auf den direkten Berufseinstieg.
Alternativ kann ein weiterführendes Master-Studium absolviert werden.

Die Studierenden lernen Extended Reality-Anwendungen (Augmented- und
Virtual-Reality Anwendungen) zu erstellen und erhalten Einblicke in deren
Anwendungsbereiche in Wirtschaft und Technik. Das Studium vermittelt
interdisziplinäre Fähigkeiten für Berufe im Bereich User Experience (UX)
oder Extended Reality (XR), wie Designer, Entwickler oder Manager.
Hierzu zählen Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz, um auf berufliche
Anforderungen und inter-disziplinäre Projekte vorbereitet zu sein. Dabei
geht es neben der Persönlichkeitsentwicklung auch um die Befähigung zum
gesellschaftlichen Engagement und die Fähigkeit, soziale und ethische
Folgen des beruflichen Handelns bei Entscheidungen mit berücksichtigen zu
können.

Es stehen jährlich 35 Studienplätze zu Verfügung. Bewerbungen sind in der
Zeit vom 1. Juni bis 15. Juli über hochschulstart.de und den Jade ecampus
(https://ecampus.jade-hs.de/) möglich.

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Sicher Fliegen mit KI – Zertifizierung in der Luftfahrt

Die steigende Anzahl von Passagieren und das damit verbundene
Flugaufkommen bringen das zivile Luftverkehrssystem zunehmend an seine
Kapazitätsgrenzen. Um den Herausforderungen dieser Entwicklung zu
begegnen, könnte der Einsatz Künstlicher Intelligenz (KI) eine wichtige
Rolle spielen. Im Rahmen des Projekts KIEZ 4-0 hat fortiss daher gemeinsam
mit seinen Projektpartnern aus Luftfahrt und Wissenschaft Konzepte
entwickelt, um die Zertifizierung der Sicherheit von KI-gestützten
Anwendungen in der Luftfahrt zu ermöglichen. Die Ergebnisse des Projekts
wurden bei der Online-Abschlussveranstaltung Anfang Februar 2024
vorgestellt.

Bisher gestaltet sich der Einsatz komplexer KI-Anwendungen in der
Luftfahrt als problematisch, da es an entsprechenden
Zertifizierungsverfahren fehlt. Damit diese Technologie dort eingesetzt
werden kann, müssen Verfahren entwickelt werden, um KI-Systeme zu
zertifizieren und damit ihre Sicherheit nachzuweisen. Die Anstrengungen in
diese Richtung sind äußerst umfangreich, da Flugzeugkomponenten besonders
sicherheitskritisch sind und deshalb sehr hohen Qualitäts- und
Sicherheitsstandards unterliegen.

KIEZ 4-0 (Künstliche Intelligenz Europäisch Zertifizieren unter Industrie
4.0) hat einen maßgeblichen Beitrag dazu geleistet, wie KI-Systeme in der
Luftfahrt zertifiziert werden können. Im Rahmen dieses Projekts wurde
mithilfe von Demonstratoren und Anwendungsfällen eine Methode vorgestellt,
die zeigt, wie die Zertifizierung der Zuverlässigkeit von Avionik-
Anwendungen erfolgen kann. Zusätzlich wurde analysiert, inwiefern KI für
eine Zulassung in der Luftfahrt geeignet ist und welche erforderlichen
Anpassungen dabei notwendig sind.

Das Verbundprojekt wurde im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms (LuFo
VI-1) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK)
finanziell gefördert und von der Airbus Defence and Space GmbH geleitet.
Neben Airbus waren auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt
(DLR), mehrere Fraunhofer-Institute, die Deutsche Flugsicherung (DFS) und
weitere Partner an der dreijährigen Forschungsmaßnahme beteiligt. Um die
Zertifizierung auf internationaler Ebene voranzutreiben, arbeitete das
Konsortium außerdem mit der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA)
zusammen.

Einbeziehung von Zertifizierungsanforderungen in frühe Entwicklungsphasen

Dr. Yuanting Liu, Leiterin des fortiss-Kompetenzfelds Human-centered
Engineering, leitete das Projekt und koordinierte die Zusammenarbeit mit
den Wissenschaftler*innen aus den Kompetenzfeldern Software Dependability
und Human-centered Engineering.

Sie erarbeiteten zunächst formale und verifikationsbasierte Lösungen, um
die Sicherheit und Zuverlässigkeit von KI-basierten Systemen nachzuweisen.
Konkret wurden dazu Techniken der Modellprüfung und des Theorembeweises
eingesetzt. Sie finden Anwendung, um die Anforderungen zu erfüllen, die
ein zwingender Nachweis bei der Bewertung von Sicherheit und Korrektheit
von KI-Systemen in der Avionik mit sich bringt. Auf diese Weise können die
Sicherheit von KI-basierten Systemen verifiziert und gleichzeitig die
hohen Sicherheitsstandards der Branche gewahrt oder sogar verbessert
werden. Anschließend wandten die Expert*innen von fortiss diese Methoden
auf die Algorithmen an, welche die Kollisionsvermeidungsfunktion des von
Airbus bereitgestellten Temporal Planning Network (TPN) Planer
implementieren. Dieses System dient dazu, Flugpläne in der Luftfahrt zu
erstellen und zu verwalten, um einen sicheren und effizienten Luftverkehr
zu gewährleisten. Unter Verwendung der bereits erwähnten Techniken der
Modellprüfung und Theorembeweise verifizierten sie die
Schlüsselalgorithmen, die für die Überprüfung von Verstößen gegen
statische und dynamische Flugverbotszonen verantwortlich sind, und
identifizierten so Designfehler innerhalb des Codes.

Im fortiss Kompetenzfeld Human-centered Engineering wurden schließlich
spezifische Richtlinien erarbeitet, die für die Zulassung solcher Systeme
nützlich sind. Die aktuelle Zertifizierung von Human-Factors legt den
Fokus darauf, menschliche Fehler zu vermeiden. Bei der Anwendung von KI in
komplexeren Situationen entsteht jedoch eine neue potenzielle
Fehlerquelle. Daher ist es erforderlich, das Potenzial für KI-Fehler
bereits während des Entwicklungsprozesses des Systems zu berücksichtigen.
Anstatt sich darauf zu konzentrieren, wie die KI ihre Aufgabe optimal
erfüllen kann, sollten Entwickler zuerst klären, welche Aufgabe die KI
überhaupt erfüllen soll. Diese Frage ist entscheidend und sollte bereits
im frühen Stadium durch die Einbeziehung der Nutzer*innen im Rahmen eines
menschzentrierten Designs geklärt werden. Exemplarisch wurde dies am
Anwendungsfall von Flugumleitungen (Diversions) untersucht, bei denen
Flüge aufgrund von schlechtem Wetter, einem medizinischen Notfall oder
einem technischen Defekt nicht ihr geplantes Ziel anfliegen können. KI
kann Pilot*innen bei der Entscheidung für einen Alternativflughafen
unterstützen. Dabei ist es wichtig, die Aufgabe der KI so zu definieren,
dass Flugzeugführer*innen voll im Entscheidungsprozess involviert bleiben,
um mögliche Fehler der KI erkennen und mit ihrem menschlichen
Kontextwissen kompensieren zu können.

Aus dieser Arbeit wurden Empfehlungen für die Zertifizierung von
Komponenten, insbesondere mit symbolischer KI und Human-Factors,
abgeleitet und mit der EASA ausgetauscht.

KI-Visionen für die Avionik

Die Realisierung zukünftiger Luftfahrtthemen wie Ein-Pilot-Flugzeuge und
Flugtaxis stellt besonders im Hinblick auf die Integration von KI-Systemen
eine Herausforderung dar. Die Interaktion zwischen der KI und dem
menschlichen Piloten oder Passagier spielt dabei eine entscheidende Rolle.
Diese Aufgabe erfordert nicht nur eine technologische Weiterentwicklung,
sondern auch eine Überprüfung und möglicherweise Anpassung der
Zertifizierungsmethoden und -prozesse. Die spezifischen Anforderungen
beziehen sich nicht nur auf die Flugzeugtechnik, sondern auch auf die
Interaktion mit Flughäfen und Flugsicherungen, um das reibungslose
Funktionieren des komplexen Gesamtsystems sicherzustellen.

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BASE auf der didacta: Bildungsmaterial und Infos zur deutschen Endlagersuche

Wie läuft die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven Abfall in
Deutschland ab? Wie können Lehrer:innen und andere Multiplikator:innen der
Bildungsarbeit das Thema Endlagersuche vermitteln? Dazu bieten
Vertreter:innen des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen
Entsorgung (BASE) Beratung, Infos und Materialien auf der Bildungsmesse
didacta in Köln.

Das BASE ist vom Dienstag, 20. Februar 2024, bis Samstag, 24. Februar
2024, am Stand B032, Halle 7.1, Gang B zu finden. Zudem informiert dort
die BASE-Ausstellung „suche:x“ über Hintergründe und den Stand der
Endlagersuche.

Das BASE beaufsichtigt die Suche nach einem Endlager für hochradioaktiven
Abfall und organisiert die Öffentlichkeitsbeteiligung. Die Endlagersuche
betrifft vor allem die Menschen, die heute jung sind. Die Suche nach einem
Standort sowie Bau und Betrieb des Endlagers bis zu seinem Verschluss sind
eine generationenübergreifende Aufgabe.

Deshalb unterstützt das BASE Lehrer:innen und andere Multiplikator:innen
der Bildungsarbeit dabei, sich mit der Endlagersuche zu befassen.
Unterrichtsmaterialien zur Endlagersuche, multimediale
Informationsmaterialien und fachliche Expertise durch BASE-Vertreter:innen
können bei der Unterrichtsgestaltung helfen.

Planspiel-Box auf der Messe zum Mitnehmen
Zudem bietet das BASE ein Planspiel zur Öffentlichkeitsbeteiligung an der
Endlagersuche an. Die Schüler:innen können üben, verschiedene Perspektiven
einzunehmen, zu argumentieren und sich zu einem polarisierenden Thema zu
verständigen. Die Planspiel-Box mit einer Handreichung und dem
Spielmaterial erhalten Interessierte kostenlos zum Mitnehmen direkt am
BASE-Stand auf der didacta.

Das Planspiel-Material sowie weitere Infos zu den Bildungsangeboten zur
Endlagersuche finden Sie auch unter www.endlagersuche-
infoplattform.de/bildungsmaterialien oder per E-Mail unter
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Wissenswertes zur Endlagersuche finden Sie unter www.endlagersuche-
infoplattform.de. Informationen zur didacta finden Sie unter www.didacta-
koeln.de.

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Raus aus dem Studierzimmer, rein in die Praxis: Hertie School startet Policy Lab

Gute Regierungsführung im Praxistest: Zum Start des Frühlingssemesters hat
die Hertie School gemeinsam mit der PD, der Inhouse-Beratung der
öffentlichen Hand, ein Policy Lab gegründet. In der Ideenfabrik sollen
Studierende praktische Herausforderungen aus Politik, Verwaltung und
Gesellschaft verstehen und lösen. Wie lässt sich die deutsche Verwaltung
reformieren? Wie kann eine Klimaorganisation Unternehmen zur
Emissionsreduktion bewegen? Dies sind nur einige Beispiele, für die
Studierende unter Anleitung von Professor:innen und Vertreter:innen aus
der Praxis konkrete Vorschläge erarbeiten. Die PD fördert das Policy Lab
finanziell und unterstützt mit Expert:innen aus der Beratungspraxis.

„Wir freuen uns sehr, das Policy Lab der Hertie School ins Leben zu
rufen“, sagt Hertie School Präsidentin Cornelia Woll. „Zu unserem
Selbstverständnis als Politikhochschule gehört neben einer exzellenten
Forschung die praxisorientierte Lehre. Dazu müssen wir früh von denen
lernen, die im Arbeitsalltag vor ganz konkreten Herausforderungen stehen.
Das Policy Lab bringt Praxis und Forschung zusammen, um unseren
Studierenden zu ermöglichen, Lösungen für Problemen aus dem politischen
Alltag zu entwickeln.“

„Die PD agiert als kritische und vertrauenswürdige Inhouse-Beraterin der
öffentlichen Verwaltung. Wir fördern den Wissenstransfer zwischen
Verwaltung und Wissenschaft bereits durch eine Vielzahl von Engagements
und Initiativen. Als Gründungspartnerin des Hertie School Policy Labs
möchten wir unser Wissen nun in einem innovativen Rahmen mit den
Fakultätsmitgliedern, Studierenden, Alumni und weiteren Interessierten der
Hertie School teilen“, sagt Claus Wechselmann, Geschäftsführer der PD.

„Mit der Hertie School verbindet uns eine langjährige, sehr fruchtbare
Kooperation in Forschungsprojekten sowie in Weiterbildungsprogrammen auch
für unsere PD-Beschäftigten. Ich freue mich, dass wir mit der Gründung des
Policy Labs einen weiteren Meilenstein in der Zusammenarbeit erreicht
haben“, sagt Stéphane Beemelmans, ebenfalls PD-Geschäftsführer.

Projektkurse bereits sehr gut angenommen

Seit Februar können die Studierenden ihr Wissen nun erstmals in den
Projektkursen des Policy Labs testen. Der beliebteste Kurs der
englischsprachigen Hochschule ist in diesem Semester „Modern government
design: Preparing for the future of government“. In dem Kurs geht es
darum, wie Regierungsinstitutionen effektiver arbeiten und fit für die
Zukunft werden, zum Beispiel durch digitale Prozesse oder den Einsatz
Künstlicher Intelligenz. Weil der Projektkurs so beliebt ist, musste er
kurzfristig auf zwei Lehrveranstaltungen aufgeteilt werden. Thurid
Hustedt, Professorin für öffentliche Verwaltung und Management,
unterrichtet einen der Kurse. Gemeinsam mit ihren Kolleg:innen hat die
Dekanin für die Studienprogramme das Policy Lab entwickelt.

„Wir freuen uns über die große Beliebtheit des Angebots“, so Hustedt. „Mit
Hilfe der Projektkurse stellen wir sicher, dass unsere Studierenden direkt
im praktischen Berufsalltag durchstarten können – die Studierenden
bekommen einen Einblick, wie es wäre, etwa in einem Beratungsunternehmen,
einem Verband oder einer NGO zu arbeiten. Durch die Kooperation mit
Praxisvertreter:innen bekommen wir außerdem ein gutes Gespür, welche
Themen in unseren Lehrplan aufgenommen werden sollten – und was unsere
Partner:innen umtreibt.“

Um ein breites Spektrum an relevanten Themen in der nationalen und
internationalen Politik abzudecken, bindet die Hertie School eine Vielzahl
von Akteur:innen in das Policy Lab ein.

Ideenfestival präsentiert die besten Politiklösungen

Um die Kursergebnisse vorzustellen und Studierende mit Personen aus
Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft zu vernetzen, plant die Hertie
School ein jährliches Ideenfestival am Ende des Frühlingssemesters. In
einer Ausstellung und mehreren Kurzpräsentationen diskutieren die
Studierenden ihre Lösungsvorschläge mit Kommiliton:innen sowie
Praxispartner:innen. Während erstere die Möglichkeit bekommen, ihre Fühler
für den Karrierestart nach dem Studium auszustrecken, erhalten letztere
Lösungen für ihre Fallszenarien. Das erste Ideenfestival findet im Sommer
2024 statt.

Das Policy Lab steht zunächst ausschließlich Studierenden des
Masterstudiengangs Public Policy zur Wahl und soll in den Folgesemestern
auf alle weiteren Studiengänge ausgeweitet werden.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Policy Labs:
https://www.hertie-school.org/en/policy-lab

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