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Drei Große bündeln ihre Kräfte für den innovativen Mittelstand

Alexandra Horn (DIN), Hermann Behrens (DIN), Prof. Michael Bruno Klein, Sibylle Gabler, Dr. Stefan Heusinger (DKE), Michael See (DKE), Jan-Frederik Kremer (v.l.)  Jürgen Schulzki  AiF
Alexandra Horn (DIN), Hermann Behrens (DIN), Prof. Michael Bruno Klein, Sibylle Gabler, Dr. Stefan Heusinger (DKE), Michael See (DKE), Jan-Frederik Kremer (v.l.) Jürgen Schulzki AiF

Um das aktuelle und zukünftige Innovationsengagement des deutschen
Mittelstandes stärker zu fördern, bündeln die AiF Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereinigungen e.V., das Deutsche Institut für
Normung e.V. (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik (DKE) nun ihre Kräfte und Expertise.

Normung, Standardisierung und Technologietransfer – diese zum Teil
„uralten“ Innovationen aus Deutschland sind heute von fundamentaler
Bedeutung für den dringend notwendigen Erfolg des Transformationsprozesses
unserer Wirtschaft und damit für einen realen Klimaschutz.

Um das aktuelle und zukünftige Innovationsengagement des deutschen
Mittelstandes stärker zu fördern, bündeln die AiF Arbeitsgemeinschaft
industrieller Forschungsvereinigungen e.V., das Deutsche Institut für
Normung e.V. (DIN) und die Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik
Informationstechnik (DKE) nun ihre Kräfte und Expertise. „Mittelständische
Unternehmen machen 99,5 Prozent der deutschen Wirtschaft aus“, erklärt
Professor Michael Bruno Klein, Hauptgeschäftsführer der AiF, deren
transformatorische Bedeutung. Klein, Jan-Frederik Kremer, Geschäftsführer
der AiF Forschung Technik und Kommunikation (FTK) GmbH, Christoph
Winterhalter, DIN-Vorstandsvorsitzender, Sibylle Gabler, Mitglied der DIN-
Geschäftsleitung, Michael Teigeler, DKE-Geschäftsführer, und Florian
Spiteller, Mitglied der DKE-Geschäftsleitung, haben Ende November 2023
eine Absichtserklärung unterzeichnet und damit ihre engere Zusammenarbeit
zugunsten des forschenden Mittestandes bekundet. Gemeinsames Ziel ist es,
die Innovationskraft des Industriestandortes Deutschland nachhaltig zu
steigern.

„Normen unterstützen den weltweiten Handel und dienen der Sicherheit,
Interoperabilität und Funktionalität von Produkten und Anlagen“, hebt
Teigeler hervor. In der vom wissenschaftlich-technischen Verband der
Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. (VDE) getragenen DKE
erarbeiten rund 10.000 technische Expertinnen und Experten Normen und
Standards, die unter anderem die Sicherheit elektrotechnischer,
elektronischer und informationstechnischer Produkte und Anlagen
gewährleisten. Als nationale Normungsorganisation und bundesweites
Kompetenzzentrum für elektrotechnische Normung vertritt die DKE die
Interessen der deutschen Wirtschaft in europäischen und weltweiten
Normungsorganisationen.

Das bereits 1917 gegründete und unabhängige DIN, leistet heute einen
wichtigen Beitrag als Mitgestalter des digitalen und grünen Wandels. Rund
36.500 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft und Forschung, von
Verbraucherseite und der öffentlichen Hand bringen ihr Fachwissen in den
Normungsprozess ein, den DIN als privatwirtschaftlich organisierter
Projektmanager steuert. „Normen und Standards fördern den
Technologietransfer und sind somit ein wichtiger Katalysator für
Innovationen weltweit. Sie unterstützen so die nationale und
internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft“, erklärt
Sibylle Gabler und AiF-Hauptgeschäftsführer Klein ergänzt: „Gleichzeitig
ist es unser gemeinsames Bestreben, anwendungsorientierte Forschung im
deutschen Mittelstand zu erleichtern.“

Die AiF ist das industriegetragene Netzwerk zur Förderung von Forschung,
Transfer und Innovation im Mittelstand. Ziel ist es, Forschung für den
Mittelstand zu initiieren, den wissenschaftlichen Nachwuchs und Fachkräfte
auf innovativen Gebieten zu qualifizieren. Als Dachverband von rund 100
gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit 50.000 eingebundenen
Unternehmen und 1.200 beteiligten Forschungseinrichtungen verfügt die AiF
über eine einzigartige Infrastruktur, um Wirtschaft und Wissenschaft
effizient und branchenübergreifend zu verknüpfen. „Als Stimme des
forschenden Mittelstandes in Deutschland erweitern wir ständig unser – wie
wir es nennen – Netzwerk der Netzwerke, um das AiF-Innovationsökosystem zu
optimieren“, betont Kremer.

Die drei Organisationen planen, insbesondere in den Zukunftsbereichen
Circular Economy, Wasserstofftechnologien, Künstliche Intelligenz/IoT,
Ressourceneffizienz, Transformation des Energiesystems sowie Foresight
(strategische Vorausschau) und anderen Innovationsthemen zu kooperieren.
Die Intention dabei ist, die Forschungsergebnisse über den Weg der Normung
und Standardisierung neben den bisher in den Forschungsvereinigungen
etablierten Prozessen für Wirtschaft und Gesellschaft nutzbar zu machen.

Konkret soll, laut der gemeinsamen Erklärung, der Mehrwert von
Standardisierung und Normung als Transferinstrument für
Forschungsergebnisse sichtbarer gemacht sowie ein Schulungsprogramm für
Transfermanager und Multiplikatoren aus dem Bereich kleiner und mittlerer
Unternehmen (KMU) entwickelt werden. Bereits in Umsetzung sind
niederschwellige Informations- und Vernetzungsformate über das AiF
InnovatorsNet, wie zum Beispiel die Reihe „DIN-Spotlight“. Das AiF-
InnovatorsNet ist eine Community von Innovatoren für Innovatoren, die
Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen, Institutionen und
Personen digital und analog miteinander verbindet. Es hilft seinen
Mitgliedern dabei, Netzwerke zu erschließen, ihr Geschäftsmodell
weiterzuentwickeln sowie Wachstum und Innovationen voranzutreiben.
Gemeinsam mit DIN und DKE werden die Themen „Normung und Standardisierung“
fest in einer Co-Community im AiF-InnovatorsNet verankert. Alle drei
Partner sprechen sich ebenfalls für eine Stärkung des Förderprogramms
Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) des
Bundeswirtschaftsministeriums und für eine Integration von Normung und
Standardisierung in Projekten der IGF und des Zentralen
Innovationsprogramms Mittelstand aus. Darüber hinaus streben sie im Rahmen
der nationalen „Normungsroadmap Wasserstoff“ mehr Einfluss
mittelständischer Interessen an. „Wir wollen den Mittelstand frühzeitig
beim Normungspotenzial von Zukunftsthemen mitnehmen“, fasst Klein
zusammen.

Über die AiF

Die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von
Guericke“ e.V. ist das Forschungs- und Transfernetzwerk für den deutschen
Mittelstand. Sie fördert Forschung, Transfer und Innovation. Als
Dachverband von etwa 100 gemeinnützigen Forschungsvereinigungen mit rund
2.500 direkt in die AiF eingebundenen und weiteren zirka 50.000 über die
Forschungsvereinigungen eingebundenen Unternehmen sowie über 1.200
beteiligten Forschungseinrichtungen leistet sie einen wichtigen Beitrag,
die Volkswirtschaft Deutschlands in ihrer Wettbewerbs- und
Weltmarktfähigkeit nachhaltig zu stärken. Die AiF Projekt GmbH, eine
einhundertprozentige Tochtergesellschaft des AiF e.V., betreut die
Projektform FuE-Kooperationsprojekte des Zentralen Innovationsprogramms
Mittelstand (ZIM) und betreibt gemeinsam mit zwei weiteren
Konsortialpartnern die Bescheinigungsstelle Forschungszulage. Die AiF FTK
GmbH, ebenfalls eine einhundertprozentige Tochter, ist unter anderem
Initiatorin, Konstrukteurin und Koordinatorin des AiF-InnovatorsNet, eines
Netzwerks von Innovatoren für Innovatoren. Seit ihrer Gründung im Jahr
1954 lenkte die AiF rund 14 Milliarden Euro öffentliche Fördermittel in
neue Entwicklungen und Innovationen und brachte mehr als 247.000
Forschungsprojekte auf den Weg.

Pressekontakt

AiF e.V., Frauke Frodl, presse(at)AiF(.)de, T.: +49 30 64475 215, M.: +49
151 19621 541

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Erfolgreicher erster Tag der offenen Tür im Gerty-Cori-Haus

Dr. Birgit Schröder-Smeibidl und Dr. Christoph Löwer begrüßen die Besucher*innen beim ersten Tag des offenen Gerty-Cori-Hauses.  DIfE
Dr. Birgit Schröder-Smeibidl und Dr. Christoph Löwer begrüßen die Besucher*innen beim ersten Tag des offenen Gerty-Cori-Hauses. DIfE

Das Deutsche Institut für Ernährungsforschung (DIfE) öffnete am 2.
Dezember erstmals die Türen seines hochmodernen Forschungsgebäudes, dem
Gerty-Cori-Haus (GCH), für die Öffentlichkeit. Rund 200 Besucherinnen und
Besucher nutzten die Gelegenheit, das neue Humanstudienzentrum und die
Biobank zu besichtigen, an wissenschaftlichen Vorträgen teilzunehmen und
sich über die neuesten Forschungsergebnisse des Instituts zu informieren.

Das Institut ist eingeschneit und die Temperaturen liegen im Minusbereich
als Dr. Birgit Schröder-Smeibidl, administrativer Vorstand des DIfE, die
Gäste zum ersten Tag der offenen Tür im Gerty-Cori-Haus begrüßt. „Ich
freue mich sehr, dass Sie alle gekommen sind, um unser neues
Forschungsgebäude zu besichtigen und einen Einblick in unsere Arbeit zu
bekommen. Wir haben ein abwechslungsreiches Programm für Sie vorbereitet.“
Es folgt ein Grußwort von Dr. Christoph Löwer, dem Beigeordneten des
Landkreises Potsdam-Mittelmark. Als Verantwortlicher für die Fachbereiche
Landwirtschaft und Gesundheit, Bauen und Umwelt betont der Diplom-
Agraringenieur in seiner Ansprache die Bedeutung der Forschung des DIfE im
Bereich Gesundheit für die Region.

Vielfältiges Programm für Jung und Alt

Im Anschluss hatten die Besucher*innen die Möglichkeit, sich vier
spannende Vorträge von DIfE-Wissenschaftler*innen anzuhören oder an einer
Führung durch das Humanstudienzentrum und die Biobank oder durch die
Gebäudeleittechnik teilzunehmen, um einen tieferen Einblick in die
Arbeitsweise des DIfE zu erhalten. Zudem luden zahlreiche Laborstationen
und Mitmachaktionen zu interaktiven Erlebnissen ein. Sie konnten
beispielsweise ihre eigene DNA isolieren und sichtbar machen, ihre
Körperzusammensetzung mithilfe der nicht-invasiven Bioelektrischen
Impedanz-Analyse (BIA) bestimmen lassen oder eine Virtual-Reality-Brille
ausprobieren.

Darüber hinaus nutzten viele die Chance, sich über die verschiedenen
Karrieremöglichkeiten und das Arbeiten am DIfE zu informieren oder einen
Blick durch die Architektenbrille zu werfen. Für die jüngsten Besucher gab
es einen Kindertisch mit Ausmalbildern, Rätseln und Magnetspielen rund ums
Thema Ernährung.

Spannende Fragen und attraktive Preise

Auch bei der Forscher-Rallye war der Andrang groß. Ausgestattet mit Stift
und Fragebogen suchten Jung und Alt an den verschiedenen Stationen nach
den richtigen Antworten auf die kniffligen Fragen. Die Herausforderung
bestand darin, alle Fragen korrekt zu beantworten, um an der Tombola
teilnehmen zu können und die Chance auf einen der attraktiven Preise zu
erhalten. Die Auslosung um 13:35 Uhr war für viele der Höhepunkt der
Veranstaltung. Als Hauptpreise wurden u. a. ein Büchergutschein, die
Chronik des DIfE und Genusspakete vom Feinkostladen verlost. Die Gewinner
waren begeistert. Damit niemand leer ausgeht, konnten sich anschließend
auch alle weiteren Tombola-Teilnehmer*innen eine Kleinigkeit aussuchen.
Kurz darauf war Schluss. Dr. Ina Henkel, Leiterin der Presse- und
Öffentlichkeit, war begeistert vom großen Interesse der Besucher*innen:
„Die Veranstaltung war ein voller Erfolg! Es freut mich sehr, dass so
viele die Chance genutzt haben, die Welt der Ernährungsforschung hautnah
zu erleben. Im nächsten Jahr werden wir unsere Türen wieder öffnen.“

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Master „Gesundheit und Innovation in der Sozialen Arbeit“ startet im April 2024 am Gesundheitscampus in Göttingen

Ab Sommersemester 2024 neu am Gesundheitscampus Göttingen: der Masterstudiengang „Gesundheit und Innovation in der Sozialen Arbeit“. Fokus auf gesellschaftlichem Umbruch durch Globalisierung, Klimawandel und technologischen Fortschritt.  HAWK
Ab Sommersemester 2024 neu am Gesundheitscampus Göttingen: der Masterstudiengang „Gesundheit und Innovation in der Sozialen Arbeit“. Fokus auf gesellschaftlichem Umbruch durch Globalisierung, Klimawandel und technologischen Fortschritt. HAWK

Zum April 2024 startet der Masterstudiengang „Gesundheit und Innovation in
der Sozialen Arbeit“ am Gesundheitscampus Göttingen, einer Kooperation der
Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der HAWK Hochschule für angewandte
Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. Der Studiengang
richtet sich an Absolvent*innen sowie Berufstätige aus dem Bereich der
Sozialen Arbeit. Der Studienstart ist für den 1. April 2024 geplant, die
Einschreibefrist endet am 15. Februar 2024.

Der demografische Wandel und die Notwendigkeit der Anpassung des Menschen
an den Klimawandel zwingen das deutsche Sozial- und Gesundheitssystem mit
diesen sich rasant verändernden Bedingungen Schritt zu halten und sich
einem noch nie dagewesenen Veränderungsdruck zu stellen. In der Folge wird
eine grundlegende Transformation des Versorgungssystems erforderlich sein.

In dem bundesweit einzigartigen, dreisemestrigen Masterstudiengang
„Gesundheit und Innovation in der Sozialen Arbeit“ lernen die
Studierenden, den komplexen gesellschaftlichen Wandel tiefgreifend zu
verstehen. Auf dieser Grundlage werden sie eigenständig
wissenschaftsbasierte Lösungen mit den Methoden des Innovations- und
Change-Managements entwickeln und diese in die Praxis transferieren. Der
Masterstudiengang bietet den Studierenden die Möglichkeit, sich intensiv
mit aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der Sozialen
Arbeit auseinanderzusetzen. Die Studierenden erwerben umfassende
Kenntnisse über innovative Ansätze und Methoden auf diesem Gebiet sowie
deren Anwendung im Kontext der Gesundheitsförderung und Prävention.

Ziel ist es, den Erfordernissen des Marktes an eine neue Generation von
Fach- und Führungskräften im Bereich der gesundheitsbezogenen Sozialen
Arbeit gerecht zu werden. Die Absolvent*innen werden mit ihrer Ausbildung
befähigt, die Gesellschaft maßgeblich mitzugestalten. Mit der erlangten
Expertise sollen sie dazu beitragen, die gesundheitliche und soziale
Chancengerechtigkeit in der Gesellschaft zu erhöhen.

„Das besondere Merkmal des Studiengangs liegt in der interdisziplinären
Ausrichtung, die so, wie am Gesundheitscampus Göttingen angelegt,
ihresgleichen in Deutschland sucht“, so Prof. Dr. Sinje Gehr,
Studiendekanin für Strategische Entwicklung der HAWK-Fakultät
Ingenieurwissenschaften und Gesundheit, unter dessen organisatorischem
Dach der Studiengang angelegt ist.

„Indem ein auf den Bachelorstudiengang ‚Soziale Arbeit im
Gesundheitswesen‘ aufbauender Masterstudiengang geschaffen wird, führen
wir am Gesundheitscampus unsere Anstrengungen zur Weiterentwicklung einer
modernen Gesundheitsversorgung in der Region auch auf Masterniveau fort.
Die Studierenden haben durch die enge Anbindung an die UMG die
Möglichkeit, sich direkt mit Expert*innen aus den Bereichen Medizin,
Psychologie, Gesundheitswissenschaften und anderen relevanten Disziplinen
auszutauschen“, erklärt Prof. Dr. Christoph Rußmann, Dekan der Fakultät.
Und Prof. Dr. Melanie Misamer fügt hinzu: „Mit dem Master qualifizieren
sich die Studierenden für eine berufliche und wissenschaftliche Tätigkeit
in den Bereichen Gesundheit, Innovation und Forschung der Sozialen Arbeit.
Der Fokus liegt dabei explizit auf Innovation.“

Der Gesundheitscampus Göttingen, an dem der neue Masterstudiengang
angeboten wird, bietet den Studierenden eine ideale Lernumgebung. Der
Campus verfügt über modernste Ausstattung und ist eng mit
Forschungseinrichtungen und in die Praxisvernetzt.

Interessierte können sich ab sofort für den Masterstudiengang „Gesundheit
und Innovation in der Sozialen Arbeit“ bewerben. Weitere Informationen zu
Zugangsvoraussetzungen und Bewerbungsverfahren sind auf der Website der
HAWK zu finden: www.hawk.de/ma-soziale-arbeit-goe.de. Dort werden auch
Informationen zu Finanzierungsmöglichkeiten und Stipendienangeboten
bereitgestellt.

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Der DIVI23 war in jeglicher Hinsicht ein Rekord-Kongress!

Die Kongresspräsidenten des DIVI23: Prof. Dr. med. Thorsten Brenner (links) und Klaus Notz (rechts)  Mike Auerbach  DIVI
Die Kongresspräsidenten des DIVI23: Prof. Dr. med. Thorsten Brenner (links) und Klaus Notz (rechts) Mike Auerbach DIVI

Es war spannend. Es war sehr aufregend. Es waren noch nie so viele
Teilnehmende vor Ort, noch nie so viele Aussteller. Der Jahreskongress der
Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin
(DIVI) in der vergangenen Woche im CCH in Hamburg hat viele Rekorde
aufgestellt. „Vor allem ist mir die sehr positive Gesamtstimmung
aufgefallen“, freut sich Kongresspräsident Professor Thorsten Brenner,
Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am
Universitätsklinikum Essen. Das Motto Interdisziplinarität stärken –
Multiprofessionalität leben sei von den Teilnehmern wirklich gelebt
worden.

„Das hat sich auch durch die Diskussionen aller von mir besuchten
Symposien gezeigt“, bestätigt Co-Kongresspräsident Klaus Notz, Leiter der
Bildungseinrichtungen der Akademie der Kreiskliniken Reutlingen. Er ist
der erste Kongresspräsident, der die Gesundheitsfachberufe repräsentiert.
„In allen Sitzungen ist multiprofessionell diskutiert worden. Es haben
sich pflegerische Teilnehmer zu ärztlichen Themen gemeldet, es haben
Therapeuten ihren Blickwinkel beigesteuert. Es waren sehr lebhafte,
wichtige und gute Diskussionen!“

DIVI23: ein wertvoller Ort für den Austausch und das Gestalten der Zukunft

Beide Kongresspräsidenten sind sich einig: Der DIVI23 hat gezeigt, dass
der Kongress sowohl für Mediziner als auch die Gesundheitsfachberufe ein
wertvoller Ort für den Austausch und das Gestalten der Zukunft ist – um
schließlich Ideen und Inspirationen für die tägliche Arbeit am
Patientenbett mit nach Hause zu nehmen.

So ist das Wort „Paradigmenwechsel“ in den letzten Tagen häufiger
gefallen. Miteinander an einem Strang ziehen. Gemeinsam im Sinne des
Patienten arbeiten und damit dem Personalmangel, spürbar in allen
Bereichen der Notfall- und Intensivmedizin, aktiv etwas entgegensetzen.
„An dem Konzept eines multiprofessionellen Kongresses werden wir auf jeden
Fall festhalten, betonen Notz wie auch Brenner. Im nächsten Jahr wird es
deshalb auch wieder zwei Kongresspräsidenten geben.

Highlight des Kongresses: Die Eröffnungsveranstaltung

Was bleibt als besonderes Erlebnis im Gedächtnis? Spannenderweise fällt
auch hier die Antwort beider Kongresspräsidenten einstimmig aus: „Die
Eröffnungsveranstaltung!“ Und Klaus Notz ergänzt: „Wir haben hier bewusst
auf die einzelnen Grußworte verzichtet und gemeinsam präsentiert. Und das
fand ich wirklich sehr schön! Auch das hat unseren roten Faden
verdeutlicht: Gemeinsam!“

Auch Thorsten Brenner wird die Bilder aus dem großen Saal im CCH, mit mehr
als 1.300 Menschen im Zuschauerbereich, so schnell nicht vergessen. „Das
war schon wirklich etwas Besonderes!“, bestätigt der Klinikdirektor aus
Essen. Die Keynote mit Profisegler Dominik Neidhart, der untermalt mit
wunderbaren Segel-Bildern die Bedeutung der Teamarbeit nur unterstreichen
konnte, hat alle begeistert. Festgehalten hat die Redner, die Preisträger
und Vortragenden dieser Veranstaltung zudem Schnellzeichner Daniel
Stieglitz. Sein Bild konnte vor Ort am DIVI-Stand bewundert werden.
Demnächst wird es seinen Platz in der DIVI-Geschäftsstelle in Berlin
finden.

Großes Lob für professionelle Organisation durch die DIVI-Mitarbeiter

Auch in der Industrieausstellung haben sich die Teilnehmer spürbar gut
aufgehoben gefühlt, sich an den Ständen informiert, diskutiert und
Netzwerke geknüpft. Das haben die jeweiligen Partner alle bestätigt. „Die
professionelle Organisation durch die DIVI-Mitarbeiter der
Geschäftsstelle, die verstärkte Digitalisierung, der reibungslose Ablauf
trotz 6.400 Teilnehmenden vor Ort – immerhin 800 Menschen mehr als im
vergangenen Jahr – hätte nicht besser laufen können“, loben beide
Kongresspräsidenten.

Ist denn gar nichts schief gegangen? Hinter den Kulissen? Eine kleine
Panne? Nein, auch das betonen Brenner wie Notz, sie hätten sich zu jeder
Minute durch die verantwortlichen Mitarbeiter getragen gefühlt.

Staffelstab an die nächsten Kongresspräsidenten Stefan Schwab und Thomas
van den Hooven

Was geben also die beiden scheidenden Kongresspräsidenten Prof. Thorsten
Brenner und Klaus Notz den beiden neuen Kongresspräsidenten Prof. Stefan
Schwab und Thomas van den Hooven für das Jahr 2024 mit auf den Weg? „Gar
nicht so viel, weil es einfach gut gelaufen ist“, überlegt Klaus Notz
nicht lange. „Einfach überall mit dabei sein. Immer darauf achten, dass
die Gesundheitsfachberufe gut vertreten sind. Denn das ist der Job!“

„Die Kollegen gerne noch mehr zu innovativen Formaten ermuntern“,
antwortet Thorsten Brenner. „Auf die Critical Care Couch, das
Präsidentensymposium, habe ich wirklich sehr viel und sehr gutes Feedback
bekommen. Es war sehr kurzweilig. Es gab Gelächter, weil wir Unterhaltung
und Wissensvermittlung mischen konnten. Das darf es gerne noch einmal und
häufiger geben.“

DIVI24 findet erst nach dem 1. Advent statt

Am Ende: Nach dem DIVI ist vor dem DIVI. Zum DIVI24 wird es ein
Wiedersehen im Hamburger CCH geben, und zwar vom Mittwoch, den 04.
Dezember, bis zum Freitag, den 06. Dezember 2024. Gerne schon mal Termin
im Kalender blocken!

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