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Über Grenzen und deren Auswirkungen sprechen

Die europäischen Außengrenzen werden zunehmend verstärkt, auch mit Gewalt.
Das wirkt sich auf die Menschen aus, die an den Grenzen abgewiesen werden,
genauso verändern sich hierdurch aber auch die Gesellschaften in Europa
selbst. Diese Veränderungen sind Thema der Forschungsgruppe „Internalizing
Borders: The Social and Normative Consequences of the European Border
Regime“ (Internalisierung von Grenzen: Die sozialen und normativen Folgen
der europäischen Grenzpolitik), die derzeit am Zentrum für
interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld arbeitet. Als
Teil ihres Projekts hat die Forschungsgruppe eine öffentliche Online-
Vortragsreihe ins Leben gerufen, die Border Talk Series.

Jeweils donnerstags um 18.15 Uhr sprechen renommierte internationale
Expert*innen via Zoom über aktuelle Themen aus dem Bereich der Grenzen und
der Grenzpolitik. Am kommenden Donnerstag, 18. Januar, befasst sich Annika
Lindberg PhD von der Universität Göteborg mit dem Thema „On Europe’s
Attachement to Border Violence“ (Europas Verbundenheit mit der
Grenzgewalt). In ihrem Vortrag möchte Lindberg unter anderem auf die
affektiven und materiellen Bindungen der (west-)europäischen
Gesellschaften an die rücksichtslosen Grenzinfrastrukturen eingehen. Sie
thematisiert auch die Rolle der Forschung dafür, diese Bindungen sichtbar
zu machen.

Nach den Vorträgen ist Zeit zur Diskussion. Interessierte sind herzlich
eingeladen, an den Veranstaltungen teilzunehmen, live im ZiF oder via
Zoom. Die Vorträge werden auf Englisch gehalten. Eine Anmeldung ist nicht
erforderlich.

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Recycling von Gummiabfällen – Elastomere neu denken

Elastomere finden sich in vielen Produkten und Anwendungsbereichen. Neben
ihrer Verwendung in Reifen werden auch viele technische Erzeugnisse wie
Dichtungen, Schläuche, Kabelummantelungen, Handschuhe u.v.m. aus
Elastomeren hergestellt. Mit Ausnahme von Altreifen, die separat gesammelt
und verwertet werden, ist das Recycling von Elastomeren in vielen Fällen
wirtschaftlich oder technisch kaum möglich. Neue Ansätze und erste
Lösungen für zirkuläre Elastomere zeigt unser nächstes Fraunhofer CCPE
compact »Elastomers – Advanced technologies for recycling« am 22. Februar
2024 von 14 Uhr bis 16 Uhr auf.

Allein in Deutschland fallen pro Jahr rund 550 000 bis 600 000 Tonnen an
technischen Gummiabfällen an, die nicht aus Reifenanwendungen stammen. Die
Industrie erkennt deshalb immer stärker, dass »grünere Lösungen« notwendig
sind beispielsweise durch eine verbesserte Kreislauffähigkeit von
Elastomeren oder den Einsatz biobasierter Elastomere. Zur Gestaltung einer
zirkulären Elastomerindustrie haben Wissenschaftle-rinnen und
Wissenschaftler des Fraunhofer CCPE unter der Leitung von Dr. Annika
Schlander, Fachteamleitung Elastomertechnologie am Fraunhofer LBF, den
aktuellen Stand der Technik und neue Ansätze im Elastomer-Recycling
analysiert. Ihre Ergebnisse und Vorschläge werden am 22. Februar 2024 in
der Online-Veranstaltung Fraunhofer CCPE vorgestellt.

Ein Verfahren für das Recyling von vernetzten Elastomeren aus Ethylen-
Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) wurde in mehreren Projekten am Fraunhofer
ICT getestet. Durch die Devulkanisation von EPDM-Abfällen können diese
dann als Füllstoffe in der Neu-produktion von z. B. Dichtungen in der
Automobilbereich oder bei Waschmaschinen eingesetzt werden. »Die
Kunststoffe der Zukunft werden aus zirkulärem Kohlenstoff hergestellt.
Dieses charakteristische Merkmal gilt auch für Elastomere«, sagt Dr.
Daniel Zehm, Research Department Leiter Circular Additives and Compounds.
Das Team um den Wissenschaftler entwickelt neue thermoplastische
Polyester-Elastomere (TPEE) auf der Basis biogener Rohstoffe. Das
Syntheseverfahren ist industriell implementierbar und liefert erste
Mustermengen.

Spannende Forschungsergebnisse mit einer begleitenden Panel Diskussion, an
der auch Industrieunternehmen teilnehmen, erwarten Sie am 22. Februar 2024
bei unserem nächsten Fraunhofer CCPE compact zum Thema »Elastomers –
Advanced technologies for recycling«. Die Leitung der Veranstaltung
übernimmt Prof. Dr.-Ing. Tobias Melz, Institutsleiter des Fraunhofer LBF
und Mitglied im Board of Management des Fraunhofer CCPE.

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Christoph Hilgers: Speicherung von CO2 im Untergrund als Teil einer Klimastrategie „sinnvoll und machbar“

Für die Speicherung von CO2 im Untergrund (Carbon Capture and Storage,
CCS) als Teil einer umfassenden Klimastrategie sprechen sich aktuell in
einem gemeinsamen Thesenpapier der Bundesverband der Deutschen Industrie
(BDI), der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sowie die Umweltverbände
Naturschutzbund Deutschland (NABU) und World Wide Fund For Nature (WWF)
aus. Solche technischen Lösungen sollten – ergänzend zur Stärkung intakter
Ökosysteme als natürliche Kohlenstoffsenken – auch in Deutschland zum
Einsatz kommen.

„Als Geologe begrüße ich die gemeinsame Position der Verbände zu den CCS-
Technologien. Ich halte ihre Umsetzung für sinnvoll und machbar“, sagt
Professor Christoph Hilgers vom Institut für Angewandte Geowissenschaften
(AGW) des KIT. „Es gibt viele industrielle Prozesse, bei denen es sich
nicht vermeiden lässt, dass CO2 entsteht – wie etwa bei der
Zementherstellung. Das CO2 kann durch technische Verfahren abgetrennt und
über eine Transportinfrastruktur in den Untergrund eingebracht werden.
Dort kann es dauerhaft gespeichert werden.“ Die technische Machbarkeit sei
schon in den 1970er-Jahren in den USA erfolgreich demonstriert worden. In
Norwegen sei CCS bereits im praktischen Einsatz, dort werde jährlich
ungefähr eine Million Tonnen CO2 in den Untergrund verbracht.

In Deutschland hingegen gelte nach wie vor ein faktisches Verbot der
Technologie. „Wissenschaftlich ist das Moratorium nicht gut begründet“,
argumentiert Hilgers. „Wir verfügen in Deutschland prinzipiell über große
Gesteinsvolumina, in denen das Speichern von CO2 langfristig möglich ist.
Dabei wird das CO2 durch Druck verflüssigt und ab etwa einem Kilometer
Tiefe gespeichert. Dort verhält es sich dann wie eine Flüssigkeit und
neigt dazu, im Untergrund zu bleiben. Wo CCS sicher möglich ist, hat die
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe bereits Anfang des
Jahrtausends umfassend untersucht.“

Natürlich müsse man mögliche Risiken im Auge behalten, betont Hilgers, zum
Beispiel, dass CO2 durch alte Bohrlöcher wieder an die Oberfläche gelangen
könne oder dass bei bestimmten geologischen Konstellationen CO2 durch
Überdruck im Untergrund auch natürlich entweichen könne. „Diese
Möglichkeit muss vor der Freigabe einer Lagerstätte selbstverständlich
umfassend untersucht werden. Dann halte ich das Risiko für überschaubar
und begrenzt. Nach Abwägung der Chancen und Risiken halte ich CCS
insgesamt für unverzichtbar, um unsere Klimaziele zu erreichen.“

Video: „KIT-Experte Prof. Christoph Hilgers zur Abscheidung und
Speicherung von CO2“ mit weiteren Informationen und Hintergründen
https://media.bibliothek.kit.edu/world/2024/DIVA-2024-18_mp4.mp4.

Das gemeinsame Thesenpapier von BDI, DGB, NABU und WWF finden Sie hier:
https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/Klima/Thesenpapier-
Industrietransformation-aus-einem-Guss.pdf

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Popakademie Sessions Staffel 8 – Alumni treffen auf Studierende

Die Popakademie Sessions gehen mit einer besonderen Überraschung in die
achte Runde: Im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums der Popakademie Baden-
Württemberg stehen unter dem Motto "Alumni meet Studis" erstmals ehemalige
Studierende gemeinsam mit aktuellen Studierenden auf der Bühne. Zusätzlich
zur individuellen Präsentation ihrer musikalischen Talente performen
Alumni und Studierende in jeder der drei Sessions ein gemeinsames Feature.
Die Darbietungen bieten einen bunten Genremix mit Einflüssen aus Techno,
Rap und Deutschpop.

Schauplatz der achten Staffel der Popakademie Sessions ist die Sportsbar
Q6/Q7 in Mannheim, welche auf einzigartige Weise in einen Indoor-
Pflanzenjungle umgestaltet wird. Kombiniert mit futuristischen Lichtern
und verschiedenen Verweisen auf die Geschichte der Popakademie Baden-
Württemberg bietet dies eine spannende Location für die kreativen
Darbietungen. Hauptsponsor des Videoformats ist, wie bereits in den
vergangenen Staffeln, die Videoplattform YouTube.

Kiki Ganzemüller, Manager, EMEA Music Partnerships bei Google: „Die
Popakademie Sessions sind ein wichtiges Mittel, um Nachwuchstalente zu
fördern. Wir freuen uns, auch die achte Staffel zu unterstützen und bei
den Sessions die Genrevielfalt der vergangenen Jahre mit den Talenten der
aktuellen Jahrgänge zusammenzubringen. Die Jubiläumsausgabe zum
20-jährigen Bestehen der Popakademie wird für mich ein ganz besonderes
Highlight."

Alex Wolf, Leitung Institut Musik- und Kreativwirtschaftspraxis &
Unternehmens-kommunikation Popakademie Baden-Württemberg: „Wir freuen uns
sehr, die Kooperation mit YouTube zu den Popakademie Sessions nun schon in
der achten Staffel weiterführen zu können. Das Jubiläumsformat, in dem
Alumni mit Studierenden performen, zeigt in einem besonderen Maße nicht
nur die musikalische Vielfalt der ehemaligen wie aktuellen Studierenden,
sondern auch die Verbundenheit der Studierendenschaft.“

Den Anfang machen Sängerin Yale mit Band und der Rapper Luis Baltes.
Letzterer stammt aus dem Popakademie Jahrgang 2006 und ist Rapper,
Sänger, Songwriter, Beatboxer, Producer, DJ, Remixer – vor allem aber
Entertainer und Vollblutmusiker. Seit Teenagertagen ist er Teil der
nationalen und internationalen Musikszene, schrieb Hits für diverse
Künstler:innen und ist Mitglied der Gruppe 5 Sterne deluxe.
Vom Nachtleben inspiriert malt YALE mit ihren Songs Bilder von allem, was
nach Einbruch der Dunkelheit passiert. In ihren Texten gibt es keine Tabus
– ob persönliche Erfahrungen, Probleme einer jungen Frau oder
zwischenmenschliche Beziehungen. Ihr Credo “Es ist okay, drüber zu sein”
zieht sich durch ihr Werk – ob live mit ihrer Band oder im Studio.
In ihrem Feature liefern YALE und Luis Baltes ein Feuerwerk an eingängigen
Melodien und Freestyles.

In der Solisten-Session treffen Mark Moody und Clara John aufeinander.
Mark Moody ist auf der Bühne zuhause und lässt bei Klassik- und
Technoimprovisationen seiner schier grenzenlosen Inspiration freien Lauf.
Clara John ist Singer-Songwriterin und beschreibt ihre Musik selbst als
Dream-Pop mit Retro-Synthesizern und Ambient-Sound. In ihren Liedern
werden ernste Themen weich verpackt. Das äußert sich vor allem in
liebevoll arrangierten Chorsätzen und ineinander verzweigten Text- und
Rhythmuselementen, welche sie mit Hilfe einer Loopstation darbietet.
Kombiniert mit Mark Moodys Technoimprovisationen entsteht ein mitreißendes
elektronisches Feature.

Die letzte Session der achten Staffel besteht aus der Band JUPYTER und
Alumna listentojules. listentojules ist Singer-Songwriterin und
Gitarristin, die in München und Mannheim zuhause ist. Mit ihrem souligen,
groovigen und jazzigen Sound überwindet sie Genre-Grenzen.
JUPYTER besteht aus Alex, Steffen, Paul und Ruben und ist eine
aufstrebende Band aus Mannheim, deren Indie-Pop mit Neo-Soul-Einflüssen
das Publikum in den Bann zieht. Ihre Musik ist wie ein Bierchen im
Berliner Mauerpark, das „frisch verliebt“-Gefühl, die Träne nach dem
Abschied – mitten im Spannungsfeld von Herzschmerz und Lebensfreude.
Im Feature präsentieren listentojules und JUPYTER ein harmonisches Duett,
das zum Träumen einlädt.

Konzipiert und produziert wird die 8. Staffel der Sessions von Marvin
Bünning, Sophia Haid, Tomke Janssen und Julius Scheuermann im Rahmen der
Projektwerkstatt des Masterstudiengangs Music and Creative Industries an
der Popakademie. Das Projekt wird außerdem unterstützt von Velvont, einer
Boutique Agentur für Content Strategien in Berlin. Dominik Thumfart,
Absolvent des Masterstudiengangs Music & Creative Industries und Managing
Director bei Velvont, agiert dabei als Projektleiter der Sessions.

Seit dem 10. Dezember 2023 sind die Sessions zu sehen auf dem YouTube
Kanal der Popakademie:
https://www.youtube.com/@PopakademieBadenWurttemberg.

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