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Weiterqualifizierung für Erzieherinnen und Erzieher

Zwei kindheitspädagogische Studiengänge jetzt ohne Zulassungsbeschränkung

An der Hochschule Koblenz gibt es zum kommenden Sommersemester 2024 für
die berufsbegleitenden Fernstudiengänge Bildungs- und Sozialmanagement mit
Schwerpunkt frühe Kindheit (B.A.) und Pädagogik der Frühen Kindheit (B.A.)
keine Zulassungsbeschränkung. Die Anzahl der Studierenden ist damit nicht
mehr begrenzt und es haben mehr Bewerberinnen und Bewerber die Chance,
einen Studienplatz zu erhalten. Alle Interessierten können sich noch bis
zum 15. Januar 2024 beim zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund
bewerben: <www.zfh.de/anmeldung>

In beiden Fernstudiengängen gibt es die Möglichkeit, die staatliche
Anerkennung zur Sozialpädagogin/zum Sozialpädagogen zu erwerben. Die
berufsbegleitenden Fernstudiengänge führt die Hochschule Koblenz in
Kooperation mit dem zfh durch.

Bildungs- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt frühe Kindheit (B.A.)
Dieses Fernstudienangebot spricht Kita-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,
die bereits eine Leitungsfunktion in Kindertageseinrichtungen besetzen
oder eine solche Position anstreben. Das Besondere dieses Studiengangs ist
die Berufsintegration über die konsequente Verbindung von Theorie und
Praxis. „Viele unserer Studierenden wechselten bereits im Laufe ihres
Studiums ihre Arbeitsstellen. Absolventen übernahmen beispielsweise
Leitungspositionen in Kindertageseinrichtungen, Gesamtleitungsstellen etwa
im Trägerverbund, sind in Fachberatungen der Erwachsenenbildung oder im
Bereich Fortbildung aktiv“, so die Studiengangsleitung.

Pädagogik der Frühen Kindheit (B.A.)
Auch dieser Studiengang richtet sich an staatlich anerkannte Erzieherinnen
und Erzieher. Sie qualifizieren sich, um in Kindertagesstätten Bildungs-,
Betreuungs- und Förderangebote wissenschaftlich bzw. theoretisch fundiert
und gleichzeitig bedürfnisgerecht zu planen, umzusetzen und auszuwerten.
Nach dem Studium eröffnen sich ihnen darüber hinaus vielfältige
Arbeitsfelder, beispielsweise in Institutionen sowie Organisationen in der
Kinder- und Jugendhilfe oder in Trägerorganisationen und –verbänden. Der
Studiengang hat eine Regelstudienzeit von sieben Semestern.

Weitere Information unter: <www.zfh.de/bachelor/bildungsmanagement/>,
<www.zfh.de/bachelor/paedagogik/> und unter <www.kita-studiengang.de>

Über das zfh
Das zfh – Zentrum für Fernstudien im Hochschulverbund bildet gemeinsam mit
21 staatlichen Hochschulen den zfh-Hochschulverbund. Das zfh ist eine
wissenschaftliche Institution des Landes Rheinland-Pfalz mit Sitz in
Koblenz und basiert auf einem 1998 ratifizierten Staatsvertrag der
Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Saarland. Neben den 15
Hochschulen dieser drei Bundesländer haben sich weitere Hochschulen aus
Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein
dem Verbund angeschlossen. Das erfahrene Team des zfh fördert und
unterstützt die Hochschulen bei der Entwicklung und Durchführung ihrer
Fernstudienangebote. Mit einem Repertoire von über 100 berufsbegleitenden
Fernstudienangeboten in wirtschaftswissenschaftlichen,
technischen/naturwissenschaftlichen und sozialwissenschaftlichen
Fachrichtungen ist der zfh-Verbund bundesweit größter Anbieter von
Fernstudiengängen an Hochschulen mit akkreditiertem Abschluss. Alle zfh-
Fernstudiengänge mit dem akademischen Ziel des Bachelor- oder
Masterabschlusses sind von den Akkreditierungsagenturen ACQUIN, AHPGS,
ASIIN, AQAS, FIBAA bzw. ZEvA zertifiziert und somit international
anerkannt. Neben den Bachelor- und Masterstudiengängen besteht auch ein
umfangreiches Angebot an Weiterbildungsmodulen mit Hochschulzertifikat.
Derzeit über 6.000 Fernstudierende an den Hochschulen des zfh-Verbunds
eingeschrieben.

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Die Schaltkreise des Denkens entschlüsseln: Neue Professur für Circuit Neuroscience

Prof. Dr. Janelle Pakan erforscht die sensorischen und motorischen Systeme
im Gehirn und untersucht was passiert, wenn diese nicht richtig
funktionieren, insbesondere im Zusammenhang mit neurodegenerativen
Erkrankungen. An der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-
Universität Magdeburg hat die Neurowissenschaftlerin jetzt die Professur
für Circuit Neuroscience angetreten. Die 42-Jährige wurde nach dem
sogenannten „Jülicher Modell“ gemeinsam von der Universität Magdeburg und
Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg berufen.

Diese Art der Berufung ist vor allem für die Personen interessant, die
sich intensiv der Forschung widmen möchten. Gleichzeitig fördert es den
Wissensaustausch zwischen den Einrichtungen und stärkt das
neurowissenschaftliche Forschungsprofil des Standortes.

Der Fokus von Prof. Pakan liegt auf der Erforschung der komplexen
neuronalen Schaltkreise, die unsere Denkprozesse steuern. „Es geht darum
zu verstehen, wie unser Gehirn sensorische und motorische Reize während
des Lernens integriert und welche Störungen bei neurodegenerativen
Erkrankungen wie Parkinson auftreten. Diese Forschung trägt dazu bei, ein
besseres Verständnis darüber zu erlangen, wie Gehirn und Verhalten in der
dynamischen Komplexität der 'realen Welt' interagieren“, erklärt sie.

Die gebürtige Kanadierin bringt über 18 Jahre Erfahrung aus den Bereichen
Neuroanatomie, Systemneurologie und translationaler Wissenschaft mit. Dazu
machte sie an verschiedenen renommierten Universitäten in Kanada, Irland
und dem Vereinigten Königreich Station. Derzeit leitet sie die
Forschungsgruppe „Neuronale Schaltkreise und Netzwerkdynamik“ am Leibniz-
Institut für Neurobiologie. Für die Forschung kommen innovative Techniken
zum Einsatz, darunter die Zwei-Photonen-Mikroskopie, neuroanatomische und
bildgebende Verfahren sowie translationale Krankheitsmodelle. Damit sind
detaillierte Einblicke in lebende Zellen und Gewebe möglich und
verschiedene Hirnstrukturen können genauer untersucht werden.

Mit ihrer Forschung möchte die Neurobiologin das neurowissenschaftliche
Netzwerk in Magdeburg weiter stärken. „Ich freue mich darauf, einen
Beitrag zu leisten, der nicht nur wissenschaftlich bedeutend ist, sondern
auch praktische Anwendungen für die Menschen hat“, so Prof. Pakan. Die
Erkenntnisse aus ihrer Forschung seien nicht nur entscheidend für das
Verständnis der grundlegenden Gehirnfunktionen, sondern auch für die
Entwicklung effizienterer Assistenztechnologien und die Förderung der
kognitiven Vitalität in einer alternden Gesellschaft.

Zur Person:

Prof. Janelle Pakan, geb. 1981 in Kanada, studierte Psychologie und
Biologie an der University of Alberta, wo sie 2009 im Bereich
Neurowissenschaften promovierte. Als NSERC Fellow am Brain Research Centre
der University of British Columbia in Kanada setzte sie ihre Forschung
fort, gefolgt von einer Zeit als NSERC/IRCSET Fellow am BioSciences
Institute des University College Cork in Irland von 2010 bis 2013. Von
2014 bis 2017 war sie Marie Skłodowska-Curie Intra-European Fellow am
Centre for Integrative Physiology der University of Edinburgh in
Großbritannien. Seit 2017 leitete sie eine Forschungsgruppe am Institut
für Kognitive Neurologie und Demenzforschung der Otto-von-Guericke-
Universität Magdeburg (IKND), ist Mitglied und Direktorin des Centre for
Behavioral Brain Sciences (CBBS) der Universität Magdeburg und
gleichzeitig am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen
(DZNE) in Magdeburg tätig. Als neu ernannte Professorin leitet sie nun
weiterhin ihre Forschungsgruppe am Leibniz-Institut für Neurobiologie.

Jülicher Modell

Laut §37 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt können
Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen gemeinsame
Berufungsverfahren zur Förderung der Zusammenarbeit in Forschung und Lehre
vereinbaren. Im „Jülicher Modell“ (auch Beurlaubungsmodell genannt) wird
der Rufinhaber gleichzeitig an die Hochschule berufen und beurlaubt, um
sofort eine Leitungsaufgabe an der außeruniversitären Einrichtung zu
übernehmen. Ziel ist die effektive Vernetzung von Hochschul- und
außeruniversitärer Forschung zur Entwicklung von Exzellenz, gezielter
Nachwuchsförderung und dem Aufbau von Kompetenznetzwerken.

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Blick in die Zukunft des Ozeans: METEOR- Expedition M197 nutzt östliches Mittelmeer als Zukunftslabor

Morgen startet das Forschungsschiff METEOR unter
Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel von Zypern
aus auf eine mehr als vierwöchige Forschungsfahrt durch das östliche
Mittelmeer. Dieses Ozeanbecken ist besonders stark vom Klimawandel und von
menschlichen Aktivitäten betroffen und verändert sich rapide. Die
Untersuchungen sollen Aufschluss darüber geben, wie diese Veränderungen
aussehen und was das für die Ökosysteme eines zukünftigen (sub-)tropischen
Ozeans bedeutet. Die gesammelten Daten werden unter anderem mit
Informationen von Satelliten und mit Modellrechnungen kombiniert, um ein
umfassendes Bild der Veränderungen zu erhalten.

Das östliche Mittelmeer (Eastern Mediterranean Sea, EMS) ist eines der
sich am schnellsten verändernden Ozeanbecken auf der Erde. Es ist sowohl
vom Klimawandel als auch von umfangreichen Belastungen durch menschliche
Aktivitäten besonders betroffen. Das macht es zu einem einzigartigen
Forschungsumfeld, das Informationen über künftige Veränderungen des
globalen Ozeans liefern kann.
„Das östliche Mittelmeer als Modell für die künftige Meeresforschung“
(Eastern Mediterranean Sea as a model for Future Ocean Research, EMS FORE)
heißt denn auch ein internationales Projekt unter Leitung des GEOMAR
Helmholtz Zentrums für Ozeanforschung Kiel, das von der Helmholtz-
Gemeinschaft finanziert wird. „In dem Projekt nutzen wir das östliche
Mittelmeer von der Küste bis in die Tiefsee als natürliches Labor“,
erklärt Dr. Thomas Browning, Leiter der Nachwuchsgruppe Chemische
Ozeanographie am GEOMAR. Er ist Fahrtleiter der METEOR-Expedition M197,
einem wichtigen Teil des Projekts, die morgen [06.01.2024] startet.
„Wenn sich das Oberflächenwasser des Ozeans erwärmt, beeinträchtigt das
die Nährstoffversorgung und damit die marinen Ökosysteme“, nennt Browning
ein Beispiel für die Zusammenhänge zwischen Umweltveränderungen und
ozeanischen Prozessen, „und das Wasser im östlichen Mittelmeer hat sich
bereits schnell erwärmt, schneller als in anderen subtropischen Regionen
des Weltozeans.“
Die Wissenschaftler:innen werden daher untersuchen, welche Nährstoffe das
Wachstum des Phytoplanktons begrenzen und wie Nährstoffe in das
Oberflächenwasser eingetragen werden. Außerdem werden verschiedene
Mikroorganismen vom Meeresboden bis zur Oberfläche erfasst und der
Kohlenstofftransport von der Meeresoberfläche in die Tiefsee gemessen.
Kontinuierlich eingesetzte autonome Plattformen und
Satellitenbeobachtungen zur Messung grundlegender Eigenschaften sowie
Computermodellierungen werden dazu beitragen, die Beobachtungen der
Expedition in einen größeren Kontext zu stellen. Darüber hinaus werden
Untersuchungen der gesammelten Sedimente dazu dienen, vergangene
Umweltveränderungen im östlichen Mittelmeer während der letzten
Jahrtausende zu rekonstruieren.
Dazu bringt die Forschungsexpedition mehrere Teams mit unterschiedlichen
Fachkenntnissen zusammen, die eine Vielzahl von Instrumenten einsetzen
werden: von speziellen Geräten zur Probennahme, um Konzentrationen von
Spurenelementen ohne Kontamination zu bestimmen, über Instrumente zur
Sammlung von Staub, der Nährstoffe vom Land an die Meeresoberfläche
transportiert, bis hin zu geschleppten Videokameras zur Beobachtung der
Tiefseefauna.
Die Forschungsexpedition M197 steht für eine starke internationale
Zusammenarbeit, an der 28 Wissenschaftler:innen aus zwölf Ländern
beteiligt sind, darunter Mitarbeitende des GEOMAR, der Universität Haifa
und des Instituts für Meeres- und Seenforschung (Israel), des Cyprus
Marine and Maritime Institute (Republik Zypern), des Marine Biological
Laboratory und der University of Chicago (USA) sowie der Xiamen University
(China).

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Weltweit erstes omlox-Prüflabor in Lemgo ist eröffnet und akkreditiert

Am Fraunhofer-Institut in Lemgo wurde im November 2023 das weltweit erste
omlox-Prüflabor akkreditiert. Lemgo erfüllt demnach alle technischen und
organisatorischen Voraussetzungen und verfügt über das Know-how, um eine
omlox-Komponente auf Konformität zum Standard zu überprüfen. Die
Akkreditierung wurde von der PROFIBUS Nutzerorganisation vorgenommen.
Fraunhofer möchte die zukünftigen wissenschaftlichen Erkenntnisse des
Prüflabors für die technologische Weiterentwicklung des Standards
einsetzen, um dadurch die Technologiestandorte Deutschland und Europa
nachhaltig zu stärken.

„omlox“ – dieser Standard ermöglicht erstmals eine technologie- und
herstellerunabhängige Bereitstellung von Lokalisierungsinformationen
(www.omlox.com) in Produktionsumgebungen. Verschiedene
Lokalisierungstechnologien wie z. B. Ultrabreitbandfunk (kurz UWB, welcher
bei Lokalisierungssystemen aufgrund seiner Robustheit weit verbreitet
ist), 5G, RFID, QR-Codes oder GPS können in einem omlox-System gemeinsam
und mit einheitlichen Schnittstellen genutzt werden. Außerdem
gewährleistet der Standard, dass sogenannte omlox-Satelliten (Bestandteile
der Lokalisierungsinfrastruktur in einem Gebäude) mit den omlox-Tags
(Geräte, die über Signale lokalisiert werden) herstellerunabhängig
interagieren können. Der Technologiestandard wird vom PROFIBUS
Nutzerorganisation e.V.  betreut.

Durch diese Eigenschaften gilt omlox in Fachkreisen als wegweisender
Lokalisierungsstandard mit Schlüsselfunktionen für die fortschreitende
Digitalisierung in der Industrie und Logistik. Sein breites
Anwendungsspektrum adressiert wesentliche Herausforderungen und schafft
zukunftsrelevante Veränderungsperspektiven für Unternehmen. Im Fokus
stehen dabei mehrere zentrale Einsatzbereiche, die maßgeblich zur
Effizienzsteigerung und Optimierung industrieller Prozesse beitragen:

1. Tracking von Produkten, Werkzeugen, Aufträgen, Fahrzeugen und Personen:
omlox ermöglicht nicht nur das einfache Tracking von statischen Ressourcen
wie Produkten und Werkzeugen, sondern bietet auch die Möglichkeit,
dynamische Elemente wie Fahrzeuge und Menschen zu lokalisieren –
selbstverständlich DSGVO-konform.. Dies schafft Transparenz entlang der
gesamten Wertschöpfungskette, erleichtert das Management von Inventar und
fördert die Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

2. Automatische Buchung und Dokumentation von Prozessfortschritten: Durch
die Integration von omlox in Produktions- und Logistikprozesse wird eine
effiziente automatische Buchung und Dokumentation von Prozessfortschritten
ermöglicht. Dies ist besonders in Zeiten einer sich digitalisierenden
Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung, da Unternehmen dadurch nicht nur
die Papiernutzung und -kosten reduzieren, sondern auch genaue, zeitnahe
Einblicke in den Fortschritt ihrer Prozesse gewinnen.

3. Ortsbezogene Information und Steuerung: Die Zusammenführung von
Positionsdaten durch den omlox Hub eröffnet Unternehmen die Möglichkeit
zur präzisen Steuerung von Maschinen und zur effektiven Wartung in
industriellen Umgebungen. Dies trägt dazu bei, Produktionsabläufe zu
optimieren, Ausfallzeiten zu minimieren und die Gesamteffizienz zu
steigern.

4. Autonomer Transport: In der Ära der Industrie 4.0 spielt omlox eine
Schlüsselrolle bei der Umsetzung autonomer Transportlösungen. Die genaue
Lokalisierung und Koordination von Fahrzeugen und Robotern ermöglicht eine
nahtlose Integration in den innerbetrieblichen Werksverkehr. Dies führt zu
optimierten Materialflüssen, reduziertem Ressourcenverbrauch und insgesamt
effizienteren Produktionsprozessen.

5. Sicherheitsrelevante Anwendungen: Ein besonderer Schwerpunkt von omlox
liegt auf sicherheitsrelevanten Anwendungen, insbesondere im Bereich des
Alleinarbeiterschutzes in der Prozessindustrie. Die präzise Lokalisierung
von Mitarbeitern ermöglicht es Unternehmen, schnell auf potenzielle
Gefahren zu reagieren und die Sicherheit der Arbeitsumgebung zu erhöhen.


Zertifizierung von omlox-Komponenten

Eine Hersteller-unabhängige Technologie wie omlox wird in ihrer Funktion
und in Ihren Schnittstellen durch Standards beschrieben. Damit die
Komponenten (Hardware und Software) verschiedener Hersteller miteinander
in einem System funktionieren, müssen die Komponenten exakt gemäß den
Standards implementiert werden. Ist dies der Fall, spricht man von
Konformität. Diese muss überprüft werden, um für Anwender eine hohe
Systemqualität und Nutzbarkeit gewährleisten zu können. Im weltweit ersten
Prüflabor wird diese Konformität ab sofort getestet und bestätigt, damit
Komponenten eine omlox-Zertifizierung erhalten können.



Forschung im Themenfeld Lokalisierung bei Fraunhofer in Lemgo

Die Fraunhofer-Experten sind auch in den omlox-Gremien an der aktiven
Weiterentwicklung des Standards beteiligt:

-      Mitwirken bei der Entwicklung der Testspezifikationen

-      Durchführen von Interoperabilitätstests

-      Analysen der Positioniergenauigkeit

-      Umsetzung und Analyse von Use-Cases

Des weiteren werden neue Ansätze wie z. B. die Realisierung von
Anwendungen mit der Anforderung an funktionale Sicherheit oder die
Lokalisierung von Personen und Assets mit Videosystemen und Sensordecken
erforscht.


omlox-Partner-Netzwerk

Der omlox Standard wird von Unternehmen und Vereinen wie z. B. der Firma
Trumpf, Flowcate und SynchronicIT sowie der PROFIBUS Nutzerorganisation
vorangetrieben. Darüber hinaus beteiligen sich auch Unternehmen, wie z. B.
AWS (globaler Cloud Computing Anbieter), T-Systems
(Herstellerübergreifender Digitaldienstleister), Sick AG (Anbieter
sensorbasierter Lösungen), Pepperl+Fuchs oder die Siemens AG. Das
Fraunhofer-Institut in Lemgo freut sich darauf, nun als Partner mit dem
neuen Labor einen Beitrag leisten zu können.


Was sagen die verantwortlichen Wissenschaftler bei Fraunhofer?

omlox-Laborleiter Harry Fast freut sich über die erfolgreiche
Akkreditierung und die bevorstehenden Aufgaben: „Wir sind davon überzeugt,
dass ein Standard wie omlox für die Lokalisierung im industriellen Kontext
längst überfällig ist. Mit dem Prüflabor möchten wir unseren Teil dazu
beitragen, dass die Voraussetzungen für einen funktionierenden,
interoperablen Standard gegeben sind und somit das Vertrauen für eine
breite Marktdurchdringung geschaffen wird.“ Der stellvertretende
Laborleiter Florian Hufen ergänzt: „Die Weiterentwicklung des omlox-
Standards, der Testumgebungen und der Applikationen ist in vollem Gange.
Bei Fraunhofer erforschen wir u. a. neue Prüf- und Schnittstellenkonzepte.
In unserer SmartFactoryOWL prüfen wir Komponenten und ganze Systeme auch
in der realen Anwendung.“ Dr. Holger Flatt leitet bei Fraunhofer in Lemgo
den Bereich, zu dem das neue Labor gehört: „Lokalisierung ist eine der
technischen Lösungen, die noch viel Effizienzgewinn in einer Produktion
verspricht – dieser Schatz kann aber nur gehoben werden, wenn die Systeme
sich interoperabel in Industrie 4.0-Umgebungen integrieren lassen. Hier
haben wir Ideen wie man das schaffen kann!“

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