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Online-Vortrag „Erkenntnisse der Arbeitspausenforschung für die Betriebliche Gesundheitsförderung“

In seinem Online-Vortrag „Pause will gelernt sein: Erkenntnisse der
Arbeitspausenforschung für die Betriebliche Gesundheitsförderung“ gibt
Prof. Dr. Argang Ghadiri einen Einblick in die Historie der
Arbeitspausenforschung und stellt dar, wie wichtig Pausen für die
Leistungsfähigkeit und Gesundheit sind. Er erläutert er, wie diese
sinnvoll mit Betrieblicher Gesundheitsförderung kombiniert werden können.
Die von Prof. Dr. Viviane Scherenberg moderierte Veranstaltung beginnt am
17.01.2024 um 18:00 Uhr.

Bei der Arbeit sind Pausen nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern
stellen auch eine wichtige Quelle für die Regeneration dar. Bereits seit
mehr als 100 Jahren beschäftigt sich die Wissenschaft mit der
Erholungswirkung von Pausen. Während anfänglich Zeitstudien durchgeführt
wurden, um mit neuen Erkenntnissen für eine Optimierung der
Leistungsfähigkeit zu sorgen, steht mittlerweile die Gesundheit der
Beschäftigten im Fokus der Forschung.

Insofern liegt es nahe, Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung
mit Arbeitspausen zu verbinden. Doch wie sind Arbeitspausen gesetzlich
definiert? Was sagt die Forschung zu Arbeitspausen und wie lauten die
zentralen Erkenntnisse? Wie können Arbeitspausen und Betriebliche
Gesundheitsförderung kombiniert werden? Und wie lassen sich Arbeitspausen
in der Praxis gesundheits- und leistungsförderlich gestalten? Antworten
auf diese und weitere Fragen gibt Prof. Dr. Argang Ghadiri in seinem
Online-Vortrag.

Zur Teilnahme am Online-Vortrag benötigen Interessierte entweder Computer,
Smartphone oder Tablet mit Internetzugang und Audioausgabe. Mit der
Anmeldung bis zum 16.01.2024 per E-Mail an studienorganisation(at)apollon-
hochschule(dot)de erhalten externe Teilnehmer:innen die Zugangsdaten zum
virtuellen Vortragsraum. Der Warteraum ist ab 17:50 Uhr geöffnet.
Studierende der APOLLON Hochschule entnehmen die Anmeldemöglichkeiten und
Zugangsdaten den Informationen auf dem Online-Campus.

Referent Prof. Dr. Argang Ghadiri, studierter Betriebswirt, forscht seit
2010 im Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagements und ist an
verschiedenen Hochschulen in der Lehre aktiv. Im Rahmen des Corporate
Health Awards auditiert er seit 2015 Gesundheitsmanagementsysteme von
Unternehmen und Hochschulen in Deutschland. Seit 2023 verstärkt Prof. Dr.
Argang Ghadiri die APOLLON Hochschule mit seiner Professur für
Betriebliches Gesundheitsmanagement und ist zuständig für die Module
„Betriebliches Gesundheitsmanagement“, „Psychische Gesundheit bei
Erwerbstätigkeiten“ und „Gesunde Führung in Unternehmen“.

Prof. Dr. Viviane Scherenberg MPH, seit 2011 Dekanin im Fachbereich Public
Health und Umweltgesundheit an der APOLLON Hochschule, moderiert den
Vortrag. Sie ist Gesundheitswissenschaftlerin und war vor ihrer
Hochschultätigkeit acht Jahre in der Industrie und 13 Jahre in einer
Marketingagentur (u. a. Leitung des Bereichs Health- & Socialcare) tätig.
Sie ist Autorin zahlreicher Publikationen und engagiert sich ehrenamtlich
in diversen Verbänden (z. B. Gesellschaft für Nachhaltigkeit).

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Leitlinienempfehlungen zu Diagnostik und Therapie von Speiseröhrenkrebs aktualisiert

Das Leitlinienprogramm Onkologie hat die S3-Leitlinie zu
Plattenepithelkarzinomen und Adenokarzinomen des Ösophagus aktualisiert.
Gegenüber der S3-Leitlinie von 2022 ergeben sich Änderungen in der
operativen Therapie, in der Nachsorge und besonders in der systemischen
Therapie. Die Leitlinie entstand unter Federführung der Deutschen
Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS) und unter Mitwirkung von 25
Fachgesellschaften und Organisationen.

Beim Ösophaguskarzinom werden zwei Gruppen unterschieden: Das
Plattenepithelkarzinom tritt in der Speiseröhre meist in Höhe des Hals-
und Brustbereichs auf. Adenokarzinome entstehen in der Regel im unteren
Speiseröhrenabschnitt, der in den Magen mündet. Der Tumor versursacht im
frühen Stadium kaum Beschwerden, deshalb wird er meist erst in einem
fortgeschritteneren Stadium diagnostiziert. Laut Prognosen des Robert
Koch-Instituts sind im Jahr 2020 1.800 Frauen und 6.100 Männer neu an
Speiseröhrenkrebs erkrankt. Das mittlere Erkrankungsalter bei Frauen
beträgt 71 Jahre, bei Männern 67 Jahre. Das Ösophaguskarzinom zählt zu den
Krebserkrankungen mit schlechter Prognose. Die relative 5-Jahres
Überlebensrate liegt bei 22 bis 24 Prozent.

Die Diagnostik und Therapie des Speiseröhrenkrebses sind sehr komplex. Die
Speiseröhre befindet sich nahe am Bronchialsystem und an der Lunge. Dies
erfordert hohe technische Anforderungen beim operativen Eingriff. In der
aktualisierten Leitlinie wurde deshalb präzisiert, dass Ösophagus-
Operationen von in dieser Operation erfahrenen Chirurg*innen durchgeführt
werden sollten.

Neue Empfehlungen für die palliative Therapie
„Das Ziel der systemischen Palliativtherapie ist neben der Verlängerung
des Überlebens auch der Erhalt der Lebensqualität. Kürzlich abgeschlossene
klinische Phase-III-Studien zeigen den Stellenwert von Immuntherapien in
der Systemtherapie von nicht kurativ behandelbarem Speiseröhrenkrebs,
sowohl beim Plattenepithelkarzinom als auch beim Adenokarzinom. Konkret
zeigen platinbasierte Chemotherapien in Kombination mit einem Checkpoint-
Inhibitor einen signifikanten Überlebensvorteil“, so Professor Dr.
Matthias Ebert von der Universitätsmedizin Mannheim. Er ist zusammen mit
Professor Dr. Rainer Porschen vom Kreiskrankenhaus Osterholz Koordinator
der S3-Leitlinie.

Zur Erstlinientherapie des fortgeschrittenen, nicht kurativ behandelbaren
Adenokarzinoms wurde deshalb eine neue evidenzbasierte Empfehlung
aufgenommen. Bei negativem HER2-Status (human epidermal growth factor
receptor 2) und Nachweis von PD-L1 (programmed cell death ligand 1) soll
nun eine platinbasierte Chemotherapie in Kombination mit einem Checkpoint-
Inhibitor durchgeführt werden. Analog dazu wird für Patient*innen mit
einem metastasierten oder lokal fortgeschrittenen, nicht kurativ
behandelbaren Plattenepithelkarzinom und Nachweis von PD-L1 eine
platinbasierte Chemotherapie in Kombination mit einem Checkpoint-Inhibitor
empfohlen. Bei einem PD-L1 TPS ≥ 1 Prozent kann alternativ die Kombination
zweier Checkpoint-Inhibitoren als alleinige Immuntherapie eingesetzt
werden.

„Es hat sich gezeigt, dass Immun-Checkpoint-Inhibitoren besonders bei
Tumoren
mit hochfrequenter Mikrosatelliten-Instabilität (MSI-high) oder mit einer
Mismatch-
Reparatur-Defizienz (dMMR) hochwirksam sind“, führt Ebert weiter aus. „Wir
empfehlen deshalb die Bestimmung dieser Parameter bei Patient*innen, die
unter einer Tumorprogression während einer Erstlinientherapie leiden oder
wenn danach ein Rezidiv auftritt. Diesen Betroffenen sollte nach dem
Versagen einer Erstlinientherapie eine Therapie mit einem Checkpoint-
Inhibitor angeboten
werden, sofern zuvor keine Immuntherapie eingesetzt wurde.“

Die S3-Leitlinie ist auf dieser Webseite abrufbar https://www
.leitlinienprogramm-onkologie.de/leitlinien/oesophaguskarzinom.

Zudem sind die Inhalte in der kostenfreien Leitlinien-App integriert.
Weitere Informationen unter: https://www.leitlinienprogramm-
onkologie.de/app/

Das Leitlinienprogramm Onkologie
Leitlinien sind systematisch entwickelte Entscheidungshilfen für
Leistungserbringer und Patient*innen zur angemessenen Vorgehensweise bei
speziellen Gesundheitsproblemen. Sie stellen ein wesentliches Instrument
zur Förderung von Qualität und Transparenz medizinischer Versorgung dar.
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF), die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. und die
Deutsche Krebshilfe haben sich mit dem im Februar 2008 gestarteten
Leitlinienprogramm Onkologie das Ziel gesetzt, gemeinsam die Entwicklung
und Fortschreibung sowie den Einsatz wissenschaftlich begründeter und
praktikabler Leitlinien in der Onkologie zu fördern und zu unterstützen.
Mittlerweile umfasst das Leitlinienprogramm 34 S3-Leitlinien, die zu einem
großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen.
Mehr unter: https://www.leitlinienprogramm-onkologie.de/home

Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten (DGVS) e.V.
Die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und
Stoffwechselkrankheiten wurde 1913 als wissenschaftliche Fachgesellschaft
zur Erforschung der Verdauungsorgane gegründet. Heute vereint sie mehr
fast 7000 in Klinik und Forschung tätige Ärztinnen und Ärzte unter einem
Dach. Die DGVS fördert sehr erfolgreich wissenschaftliche Projekte und
Studien, veranstaltet Kongresse und Fortbildungen und unterstützt aktiv
den wissenschaftlichen Nachwuchs. Ein besonderes Anliegen ist der DGVS die
Entwicklung von Standards und Behandlungsleitlinien für die Diagnostik und
Therapie von Erkrankungen der Verdauungsorgane – zum Wohle der
Patientinnen und Patienten. https://www.dgvs.de/

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Automobilität: Fahrverbote, Rabatte und Subventionen senken CO₂-Emissionen kaum und sind teuer

Mit mehr als 3 Millionen verkauften Neufahrzeugen pro Jahr ist die
deutsche Automobilindustrie ein wichtiger Akteur auf dem europäischen
Automobilmarkt und gilt damit als besonders relevant, um die
Klimaschutzziele zu erreichen. In einer aktuellen RWI-Studie werden die
Auswirkungen dreier politischer Maßnahmen ermittelt, die verkehrsbedingte
Emissionen von Pkws reduzieren sollen: Dieselfahrverbote, Rabatte für
Elektroautos und Plug-in-Hybride sowie Subventionen für Ladestationen. Die
Studienergebnisse zeigen, dass der Absatz von Dieselautos reduziert und
von reinen Elektroautos sowie von Plug-in-Hybriden angekurbelt wurde. ...

... Allerdings: Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet reduzieren diese
Maßnahmen die CO₂-Emissionen nur wenig und sind zugleich teuer. Für die
Studie wurden detaillierte Kfz-Zulassungsdaten aus allen deutschen
Bundesländern für den Zeitraum von Januar 2015 bis März 2020 ausgewertet.

Das Wichtigste in Kürze:

• Der Anteil der Dieselfahrzeuge unter den Antriebsarten in Deutschland
ist von 46 Prozent im Jahr 2015 auf 33 Prozent im Jahr 2019 gesunken.
Tatsächliche oder vorgeschlagene Dieselfahrverbote haben dazu beigetragen,
den Absatz von Dieselfahrzeugen zu reduzieren. Auf sie sind etwa 2 Prozent
des Rückgangs bei den verkauften Dieselfahrzeugen zurückzuführen, das
entspricht knapp 70.000 Dieselfahrzeugen. Allerdings sind etwa 95 Prozent
dieser Dieselautos durch mit Benzin betriebene Fahrzeuge ersetzt worden.

• Rabatte für reine Elektroautos und Plug-in-Hybride haben die
Verkaufszahlen dieser Fahrzeugtypen um 23 bis 43 Prozent erhöht (bis zu
42.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride). Aufgrund der in absoluten Zahlen
geringen Absatzmenge gilt: Die über den Lebenszyklus betrachteten CO₂-
Emissionen aller in Deutschland verkauften Neuwagen konnten um weniger als
ein Prozent reduziert werden (etwa 700.000 bis 1.200.000 Tonnen CO₂).
Damit hat das Rabattprogramm nur wenig zum Klimaschutz beigetragen. Die
CO₂-Vermeidungskosten pro Tonne liegen in etwa bei 1.000 Euro und sind
damit relativ hoch – insbesondere im Vergleich mit den Zertifikatskosten
im Europäischen Emissionshandelssystem, die bislang nie höher als 105 Euro
pro Tonne CO₂ lagen.

• Staatliche Subventionen für Ladestationen haben zu einem Zuwachs an
Plug-in-Hybriden und reinen Elektroautos um höchstens 5 Prozent geführt.
Dadurch konnten die CO₂-Emissionen ebenfalls um weniger als ein Prozent
reduziert werden (insgesamt bis zu 270.000 Tonnen CO₂). Die CO₂-
Vermeidungskosten pro Tonne liegen bei diesen Subventionen in etwa bei 400
Euro und sind damit ebenfalls relativ hoch.

• Innerhalb Deutschlands steigen die Verkaufszahlen der Plug-in-Hybride
und reinen Elektroautos durch den Ausbau der Ladestationen unterschiedlich
stark: Baden-Württemberg und Bayern verzeichnen das stärkste prozentuale
Wachstum bei diesen Fahrzeugen. Die Studienergebnisse deuten darauf hin,
dass dies auf das Zusammenwirken von Subventionen und dem besser
ausgebauten Netz von Ladestationen zurückzuführen ist.

• Die Studie basiert auf detaillierten Daten über den Verkauf von Neuwagen
je Bundesland zwischen Januar 2014 und März 2020.

„Unsere Studie macht deutlich, dass Rabatte für Elektroautos und Plug-in-
Hybride sowie Subventionen für Ladestationen sehr teure Maßnahmen sind, um
die CO₂-Emissionen zu senken“, sagt RWI-Umweltökonom Colin Vance. „Die
Politik sollte sich daher auf marktbasierte Lösungen wie den
Emissionshandel fokussieren. Damit können CO₂-Emissionen am
kostenwirksamsten gesenkt werden.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Colin Vance, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., Tel.: 0201 8149-237

Originalpublikation:
https://www.rwi-
essen.de/fileadmin/user_upload/RWI/Publikationen/Ruhr_Economic_Papers/REP_23_1047.pdf

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Gender gap bei Prokaryonten: Nur 14,8 Prozent der Bakterien und Archaeen nach Frauen benannt

Forschende der DSMZ untersuchen Namen von Prokaryonten und finden fast
keine Verbesserung seit 1947

In der Mikrobiologie können entdeckte Mikroorganismen nach bekannten
Persönlichkeiten aus der Wissenschaft benannt werden, um sie zu ehren.
Solche Eponyme kommen in der Naturwissenschaft oft vor, zum Beispiel bei
den Röntgenstrahlen (nach dem Physiker Wilhelm Conrad Röntgen) oder dem
Pasteurisieren (nach dem Mikrobiologen Louis Pasteur).
An der jetzt veröffentlichten Studie „The gender gap in names of
prokaryotes honouring persons“ haben Dr. Heike M. Freese und Privatdozent
Dr. Markus Göker vom Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von
Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH in Zusammenarbeit mit drei anderen
Forschenden die Herkunft der Namen von 23.315 Prokaryonten untersucht,
wovon 2018 Eponyme Personen ehren. Prokaryonten sind Mikroorganismen ohne
Zellkern, die sowohl Bakterien als auch Archaeen umfassen. Die Forschenden
erwarteten schon vor Beginn der Untersuchung eine geschlechtsspezifische
Diskrepanz. Jedoch sollte zusätzlich erforscht werden, ob sich die
Verhältnisse in den letzten Jahrzehnten verbessert haben, da der
Frauenanteil in der Mikrobiologie deutlich gestiegen ist.
Beim Vergleich aller geehrten Personen von 1823 bis 2022 zeigt sich ein
großer Unterschied zwischen Namen, die einen Mann ehren (84,4 Prozent) und
Namen, die eine Frau ehren (14,8 Prozent). Obwohl in den letzten
Jahrzehnten wegen methodischer Fortschritte mehr Prokaryonten entdeckt und
benannt wurden, waren 1993 und 2015 nur vier Prozent der geehrten Personen
Frauen; 1991 waren es null Prozent. Insgesamt hat sich die „gender gap“
seit der ersten Ehrung einer Frau im Jahr 1947 kaum verringert. Die Zahl
der Frauen, deren Beiträge zur Mikrobiologie hätten anerkannt werden
können, ist aber im Laufe der Zeit deutlich gestiegen. Diese „gender gap“
ist vielleicht darauf zurückzuführen, dass viele der höchsten und
angesehensten Positionen weiterhin in der Hand von Männern sind.
Die Studie ist die erste über die Benennung von Prokaryonten unter
geschlechtsspezifischen Aspekten und möchte andere Forschende motivieren,
die „gender gap“ nach und nach zu schließen. Die Benennung von
Prokaryonten nach weiblichen Personen könnte zumindest die Sichtbarkeit
von Frauen erhöhen, die einen Beitrag zur Mikrobiologie oder zu anderen
Wissenschaften geleistet haben, und so jungen Frauen helfen, Vorbilder zu
finden. Es steht eine ausreichende Zahl hervorragender
Wissenschaftlerinnen für die Benennung von Arten zur Auswahl.

Originalpublikation
Freese HM, Giner-Pérez L, Oren A, Göker M, Arahal DR. The gender gap in
names of prokaryotes honouring persons. Int J Syst Evol Microbiol. 2023
Nov;73(11). doi: 10.1099/ijsem.0.006115.

DSMZ-Pressekontakt:
PhDr. Sven-David Müller, Pressesprecher des Leibniz-Instituts DSMZ-
Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH
Tel.: 0531/2616-300
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Über das Leibniz-Institut DSMZ
Das Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und
Zellkulturen GmbH ist die weltweit vielfältigste Sammlung für biologische
Ressourcen (Bakterien, Archaeen, Protisten, Hefen, Pilze, Bakteriophagen,
Pflanzenviren, genomische bakterielle DNA sowie menschliche und tierische
Zellkulturen). An der DSMZ werden Mikroorganismen sowie Zellkulturen
gesammelt, erforscht und archiviert. Als Einrichtung der Leibniz-
Gemeinschaft ist die DSMZ mit ihren umfangreichen wissenschaftlichen
Services und biologischen Ressourcen seit 1969 globaler Partner für
Forschung, Wissenschaft und Industrie. Die DSMZ ist als gemeinnützig
anerkannt, die erste registrierte Sammlung Europas (Verordnung (EU) Nr.
511/2014) und nach Qualitätsstandard ISO 9001:2015 zertifiziert. Als
Patenthinterlegungsstelle bietet sie die bundesweit einzige Möglichkeit,
biologisches Material nach den Anforderungen des Budapester Vertrags zu
hinterlegen. Neben dem wissenschaftlichen Service bildet die Forschung das
zweite Standbein der DSMZ. Das Institut mit Sitz auf dem Science Campus
Braunschweig-Süd beherbergt mehr als 85.000 Kulturen sowie Biomaterialien
und hat rund 220 Beschäftigte. www.dsmz.de

Über die Leibniz-Gemeinschaft
Die Leibniz-Gemeinschaft verbindet 97 selbständige
Forschungseinrichtungen. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-,
Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und
Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute
widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.
Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den
übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten
wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte
Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im
Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und
informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit. Leibniz-
Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - in Form der
Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In-
und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen
Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern
Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die
Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Der Gesamtetat der Institute
liegt bei 2 Milliarden Euro. www.leibniz-gemeinschaft.de

Originalpublikation:
Freese HM, Giner-Pérez L, Oren A, Göker M, Arahal DR. The gender gap in
names of prokaryotes honouring persons. Int J Syst Evol Microbiol. 2023
Nov;73(11). doi: 10.1099/ijsem.0.006115.

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