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16. Akademische Abschlussfeier der SRH

SRH-Graduierung
SRH-Graduierung

Am vorletzten Freitag feierte die SRH Hochschule in Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit
rund 600 Gästen die 16. Graduierung der Bachelor- und Masterabsolventinnen
und -absolventen des Jahres 2023 im Festsaal des Maximilianparks Hamm.

Rektor Prof. Dr. Lars Meierling betonte im Rahmen seiner Begrüßungsrede
die Bedeutung dieses Tages für die Absolvierenden, der einen bedeutenden
Meilenstein im Leben markiert und Zeugnis ihres harten Arbeitens, ihres
Engagements und ihres akademischen Erfolgs ist. „Darüber hinaus“, so der
Rektor, „zeichnet sich die SRH durch eine praxisorientierte Lehre aus, die
die Studierenden darauf vorbereitet, die Herausforderungen des modernen
Arbeitsmarktes erfolgreich zu bewältigen. Die enge Zusammenarbeit mit
Praxispartnern und Unternehmen, Kompetenzorientierung durch innovative
Lehr- und Lernkonzepte sowie praxisnahe Projekte sind integraler
Bestandteil des Studiums und gewährleisten, dass die Absolventinnen und
Absolventen über die notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, um
in ihrer beruflichen Laufbahn erfolgreich zu sein.“

Der Rektor warb dafür, dass die zukünftigen Akademikerinnen und Akademiker
im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten Verantwortung übernehmen und
weiterhin für ihre Überzeugung eintreten. „Überzeugung und Freude sind
Voraussetzung dafür, eine großartige Arbeit machen zu können.“

Die Hochschule habe ihr selbst entwickeltes Lehr- und Lernprinzip „CORE“
didaktisch und inhaltlich weiterentwickelt, um den Veränderungen einer
digitalisierten Arbeitswelt gerecht zu werden. Die heutigen Absolventinnen
und Absolventen wurden daher nicht nur sehr praxisnah ausgebildet, sondern
zudem mit Skills versehen, die für Arbeit der Zukunft unabdingbar seien,
so Meierling.

Neben der modernen Lehre ging der Rektor auch auf die Vielfältigkeit an
der SRH ein. „Wir haben in den letzten Jahren eine lebendige und
integrative akademische Gemeinschaft geschaffen, die die Vielfalt der Welt
widerspiegelt. Auch heute ständen Menschen aus vielen verschiedenen
Kulturen auf der Bühne. Diese Multikulturalität wird den Absolventinnen
und Absolventen dabei helfen, ein tiefes Verständnis für die globalen
Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln.“

Während der Zeremonie erhielten die Absolventinnen und Absolventen ihre
wohlverdienten Abschlussurkunden und beginnen nun stolz den nächsten
Schritt in ihren Karrieren oder akademischen Laufbahnen. Die
Graduierungsfeier wurde von musikalischen Darbietungen und festlichen
Aktivitäten begleitet, die die feierliche Stimmung verstärkten und den
Absolventinnen und Absolventen und ihren Gästen ein unvergessliches
Erlebnis boten.

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Ernst-Abbe-Hochschule Jena ist Mitglied im neu gegründeten Fachbereichstag Therapiewissenschaften

Der Vorstand des neu gegründeten FBTT: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Susanne Saal, EAH Jena; Prof. Annette Baumgärtner, Universität Lübeck; Prof. Dr. Annette Probst, HAWK; Prof. Dr. Hendrike Frieg, HAWK; Prof. Dr. Elke Kraus, Ali  Sabine zu Klampen  HAWK
Der Vorstand des neu gegründeten FBTT: (v.l.n.r.) Prof. Dr. Susanne Saal, EAH Jena; Prof. Annette Baumgärtner, Universität Lübeck; Prof. Dr. Annette Probst, HAWK; Prof. Dr. Hendrike Frieg, HAWK; Prof. Dr. Elke Kraus, Ali Sabine zu Klampen HAWK

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena ist stolz darauf, eine der
Gründungshochschulen des neuen Fachbereichstages Therapiewissenschaften
(FBTT) zu sein. Der FBTT hat sich am 6. Oktober 2023 aus dem
Hochschulverbund Gesundheitsfachberufe (HVG) gelöst und agiert nun als
eigenständiger Verein.

Die Unabhängigkeit des FBTT eröffnet den Gründungshochschulen neue
Möglichkeiten, die hochschulische Qualifizierung in den Therapieberufen
(Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie/Sprachtherapie) weiter
voranzutreiben.

„Die Gründung des FBTT als eigenständiger Verein unterstreicht die
Berechtigung der Fächer Ergotherapie, Logopädie/Sprachtherapie und
Physiotherapie im Fächerspektrum der Hochschulen. Sie stärkt deutlich die
Möglichkeit, Einfluss auf die Entwicklung der Fächer in den Bereichen
Studium, Lehre und Forschung zu nehmen“, so Prof. Dr. habil. Susanne Saal,
Professorin für Physiotherapie an der EAH Jena und Sprecherin der
Fachgruppe Physiotherapie im FBTT. Gerade für die Physiotherapie sei dies
ein wichtiger Schritt, um sich als eigenständige Disziplin im
Gesundheitswesen zu etablieren.

Für die Zukunft gelte es vor allem, gemeinsam mit anderen
Fachbereichstagen, wie dem Fachbereichstag Hebammenwissenschaft, dem
Fachbereichstag Gesundheitswissenschaften und der Dekanekonferenz Pflege,
die Interessen der Fächer im Hochschulsystem voranzubringen.

Dem FBTT gehören neben der EAH Jena 14 weitere Hochschulen aus ganz
Deutschland an. Zur Vorsitzenden des Vereins wurde Prof. Dr. Annette
Probst von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) gewählt.

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Anke Stallwitz und Mareike Ochs mit Lehrpreis 2023 ausgezeichnet

Verleihung Lehrpreis 2023, v.li.Prorektorin Stefanie Engler, Mareike Ochs, Anke Stallwitz, Rektorin Renate Kirchhoff  Marc Doradillo
Verleihung Lehrpreis 2023, v.li.Prorektorin Stefanie Engler, Mareike Ochs, Anke Stallwitz, Rektorin Renate Kirchhoff Marc Doradillo

Die Evangelische Hochschule Freiburg hat im Rahmen der Eröffnung des
Akademischen Jahres 2023/24 am 2. November den Lehrpreis für besonders
innovative Lehre an die Wissenschaftlerinnen Anke Stallwitz und Mareike
Ochs vergeben. Das Besondere ist 2023, dass die Preisjury dieses Jahr den
Lehrpreis zwei Mal für herausragende Lehrkonzepte vergibt. Insgesamt wurde
26 Lehrkonzepte von Studierenden und Lehrenden für den Preis
vorgeschlagen. Zudem wurden Studierende für herausragende Bachelor- und
Masterthesen ausgezeichnet: mit Preisen des Diakonischen Werkes Freiburg,
der Evangelischen Hochschule Freiburg und erstmals des Studierendenwerks
Freiburg.

Anke Stallwitz erhält Lehrpreis 2023 für Lehrkonzept im Kontext von
legalem und illegalem Drogenkonsum

Die Sozialpsychologin Anke Stallwitz erhielt die Auszeichnung für das
Lehrkonzept „Theorie, Forschung, Praxis und Politik des legalen und
illegalen Drogenkonsums“ im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit. Die Jury
betrachtet das Konzept als insgesamt sehr überzeugende Konzeption: „Anke
Stallwitz gelingt es, gezielt internationale Forschung und
interdisziplinäre Kontakte in Ihr Lehr-/Lernkonzept einzubinden und dabei
auf innovative Ansätze im Feld Drogenkonsum und Suchthilfe einzugehen. Sie
entwickelt ihr Lehr-Lernkonzept unter Einbeziehung der Studierenden stetig
weiter. Es handelt sich um ein höchst anspruchsvolles und vielfältiges
Format mit hoher Innovativität, Abwechslungsreichtum und Lehr-Engagement.“

Mareike Ochs wird mit Lehrpreis 2023 ausgezeichnet für Konzept zu Theorien
als innovatives und agiles Lehrelement

Mareike Ochs, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Soziale
Arbeit, wurde für ihr Lehrkonzept „Wissenschaft als Haltung – Grundlagen,
Aktualität, Perspektiven.“ ausgezeichnet. Die Jury würdigt hier
insbesondere die Qualitätskriterien Kompetenzorientierung, Verzahnung von
Theorie und Praxis, Innovative Hochschuldidaktik und Betreuung/Begleitung.
Besonders bemerkenswert findet die Jury, dass Mareike Ochs die
Visualisierung von "Theorien" als innovatives und agiles Element in ihrer
Lehre im Seminar „Wissenschaft der Sozialen Arbeit“ im 2. Semester des
Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit nutzt.

Der Lehrpreis der Hochschule ist mit 1.000 Euro dotiert. Im Jahr 2023 wird
der Preis zwei Mal vergeben, beide Preisträgerinnen erhalten jeweils 1.000
Euro für den Einsatz in der Lehre.


Studienpreise werden für Bachelor- und Masterthesen verliehen

Drei Studienpreise wurden ebenfalls im Rahmen der Eröffnung des
Akademischen Jahres vergeben:

Studienpreis des Diakonischen Werks Baden

Die Preisträgerin des Studienpreises 2023 ist Rebekka Lessmann. Sie ist
Absolventin des Bachelor-Studiengangs Soziale Arbeit. Ausgezeichnet wurde
ihre Thesis „Weg von der Scham?! Wege zur schamsensiblen Sexualpädagogik".
Der Preis ist mit 1.000,- € dotiert. Überreicht wurde der Preis von Holger
Hoffmann, Stv. Vorstand des Diakonischen Werkes Baden.

Studienpreis der Evangelischen Hochschule Freiburg

Theresa Wachter erhält für ihre Thesis „Wirksamkeit Pferdegestützter
Interventionen bei Kindern mit ADHS" im Bachelor-Studiengang
Kindheitspädagogik den Studienpreis der Hochschule. Sie beschäftigt sich
mit einem bislang wenig bearbeiteten Thema der Pferdegestützten
Interventionen bei Kindern mit einer diagnostizierten ADHS-Symptomatik.
Der Preis ist mit 1.000,- € dotiert. Überreicht wurde der Preis von
Prof.in Dr.in Renate Kirchhoff, Rektorin der Evangelischen Hochschule
Freiburg.

Studienpreis des Studierendenwerks Freiburg

Juliane Cichecki wird für ihre Masterthesis „Trauma(pädagog*innen) in
Kindertagesstätten. Eine rekonstruktive Analyse expertisengestützter
Handlungsmacht im Umgang mit traumatisierten Kindern" im Master-
Studiengang Bildung und Erziehung im Kindesalter ausgezeichnet mit dem
Studienpreis des Studierendenwerks. Er wurde erstmals für Studierende der
Evangelischen Hochschule Freiburg ausgeschrieben.

Cichecki hat ihr Masterstudium an der Evangelischen Hochschule inzwischen
abgeschlossen und ist jetzt Wissenschaftliche Mitarbeiterin der
Evangelischen Hochschule Freiburg. Der Preis ist mit 500,- € dotiert.
Überreicht wurde er von Clemens Metz, Geschäftsführer des
Studierendenwerks Freiburg.

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Rettung bedrohter Pflanzen | Neues Artenschutzprojekt auf der Pfaueninsel

Ansiedlung bedrohter Arten: Das Team des Botanischen Gartens Berlin mit Setzlingen von Genista pilosa und Genista gemanica  Foto: Nicole Romberg  © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Ansiedlung bedrohter Arten: Das Team des Botanischen Gartens Berlin mit Setzlingen von Genista pilosa und Genista gemanica Foto: Nicole Romberg © Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

Mit einer gemeinsamen Aktion treten drei große Berliner Institutionen dem
Artensterben entgegen: die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten
Berlin-Brandenburg (SPSG), der Botanische Garten Berlin (BO) und die
Stiftung Naturschutz Berlin (SNB) haben sich zusammengetan, um auf der
Pfaueninsel bedrohte Wildpflanzen vor dem völligen Verschwinden in Berlin
zu retten.

Zum Start der gemeinsamen Aktion haben die Gartenteams der SPSG,
Wissenschaftler*innen des Botanischen Gartens Berlin und Mitarbeitende der
Stiftung Naturschutz Berlin heute auf der Pfaueninsel rund 150 hochgradig
bedrohte Pflanzen in die Erde gebracht. Fünfzig Zwergsträucher der Rote-
Listen-Arten Deutscher Ginster (Genista germanica) und Behaarter Ginster
(Genista pilosa) wachsen jetzt auf der Heidefläche hinter dem historischen
Rosengarten. Hundert Duft-Skabiosen (Scabiosa canescens) zieren die Wiese
an der UNESCO Welterbestätte Meierei auf der Pfaueninsel. Alle drei
Pflanzenarten waren ursprünglich in Berlin und Brandenburg verbreitet, sie
sind heute vom Aussterben bedroht.

„Die Pfaueninsel ist die ideale Fläche für diese Rote-Liste-Arten“, so
Professor Dr. Michael Rohde, Gartendirektor der SPSG. „Sie bietet den
geeigneten mageren Boden, ist Naturschutzgebiet und wird durch unsere
Gartenteams hervorragend betreut. Auf der Pfaueninsel werden einmalige
Berliner Gartendenkmale bewahrt, hier entstand auch die Idee diesen
heimischen ‚Berliner Pflanzen‘ einen Schutzraum zu bieten.“

„Viele Berliner Pflanzen sind bedroht, da ihre Lebensräume nach und nach
verschwinden: magere, sandige Böden, auf denen sie vorkommen, verändern
sich durch Nährstoffeinträge aus der Luft, sodass Magerrasen von
konkurrenzstarken Arten überwachsen und lichte Wälder immer dunkler
werden“, erklärt Justus Meißner, Leiter der Koordinierungsstelle
Florenschutz Berlin (SNB) „Die Stiftung Naturschutz Berlin koordiniert
Projekte wie das heute auf der Pfaueninsel im Auftrag des Landes Berlin“.

Prof. Thomas Borsch, Direktor des Botanischen Gartens Berlin bekräftigt:
„Wenn die Berlinerinnen und Berliner in ihrer Stadt die Biodiversität
erhalten möchten, dann müssen wir als Stadtgesellschaft jetzt handeln.
Solche Aktionen müssen jedoch wissenschaftlich begleitet werden, damit sie
langfristig erfolgreich sind. Denn man kann nicht einfach irgendwelche
Arten irgendwohin pflanzen.“

Täglich sterben auf der Welt 150 Tier- und Pflanzenarten aus. Alleine in
Berlin sind über 700 Wildpflanzenarten akut bedroht, so auch die Duft-
Skabiose, Deutscher und Behaarter Ginster. Alle drei gehören zudem zu den
92 bedrohten Arten, für deren Erhaltung Deutschland eine besondere
Verantwortung im Rahmen des „Bundesprogramms Biologische Vielfalt“
übernommen hat. Die Samen, aus denen die Pflanzen auf der Pfaueninsel
herangezogen wurden, hatte das Team des Wildpflanzenschutz-Projekts „WIPs-
De“ am Botanischen Garten Berlin in der Region gesammelt und anschließend
vermehrt. Ziel von WIPs-De ist der Aufbau eines nationalen Schutzprogramms
für die im „Bundesprogramm Biologische Vielfalt“ genannten Pflanzenarten.
Die Pfaueninsel bietet ideale Voraussetzungen, verschollene Arten wieder
anzusiedeln, seltene Arten gezielt zu fördern und weiteren gefährdeten
Offenland- und Waldarten Berlins eine neue Heimat zu geben.

Pressefotos (zum Download) und zur rechtefreien Verwendung finden Sie
hier:
https://www.bo.berlin/de/presse/pressefotos#ArtenschutzprojektPfaueninsel

Hintergrund

Duft-Skabiose
Die Duft-Skabiose bzw. Graue Skabiose kommt in Berlin nur noch an einem
einzigen Dünengebiet im Norden der Stadt vor. Bei einer früheren
Rettungsaktion konnte sie hier erfolgreich vermehrt werden.
Deutschlandweit ist die Duft-Skabiose nur noch selten in Trockengebieten
zu finden. Einzelne zerstreute Vorkommen gibt es in Brandenburg, entlang
des Rheins und in Bayern. Etwas häufiger wächst sie im nördlichen und
östlichen Harzvorland, im Saale-Unstrut-Gebiet und im Kyffhäusergebirge.
Die Duft-Skabiose ist aufgrund ihrer starken Bestandsverluste aktuell im
Fokus der botanischen Artenschutzprogramme. Der Botanische Garten Berlin
hat dazu bundesweit die genetische Diversität der verbliebenen
Populationen untersucht. Dieses Wissen ist die Basis für gezielte
Populationsstützungen und Wiederansiedlungen.

Deutscher und Behaarter Ginster
Der Deutsche Ginster ist im Berliner Stadtgebiet nur noch in Köpenick zu
finden. Deutschlandweit kommt er mäßig häufig vor, ist aber im
norddeutschen Tiefland sehr selten und geht sehr stark zurück. Der
Behaarte Ginster wächst ebenfalls an einigen Stellen in Treptow-Köpenick
und am Flughafensee Tegel. Auch er ist deutschlandweit mäßig häufig und
hauptsächlich im norddeutschen Tiefland und Westdeutschland zu finden.

Koordinierungsstelle Florenschutz Berlin
Die Koordinierungsstelle Florenschutz kümmert sich um mehr als 280
Pflanzenarten im gesamten Berliner Stadtgebiet. Sie überprüft Vorkommen
und Bestandssituation von den sogenannten Florenschutz-Zielarten, das sind
in der Regel nach der Berliner Roten Liste vom Aus-sterben bedrohte
Pflanzen. Sie konzipiert geeignete Schutzmaßnahmen und informiert
Flächeneigentümer und -nutzer, Naturschutzbehörden, Berliner Forsten und
Bezirksämter über Standorte von gefährdeten Pflanzen. Gemeinsam mit
Partnern wie dem Botanischem Garten Berlin werden Vermehrungskulturen
angelegt, Arche-Flächen eingerichtet, nachgezogene Pflanzen wieder
ausgesetzt und Pflanzenarten in die Dahlemer Saatgutbank aufgenommen und
somit gesichert. So sorgt die Koordinierungsstelle seit 2009 dafür, dass
die biologische Artenvielfalt in der Hauptstadt erhalten bleibt.

Dahlemer Saatgutbank - Botanischer Garten Berlin
Die Dahlemer Saatgutbank im Botanischen Garten Berlin besteht seit 1994
und ist Deutschlands älteste Wildpflanzen-Saatgutbank. Sie sammelt Saatgut
gefährdeter und seltener Wildpflanzenarten für Artenschutzprojekte,
Forschung und für den Tausch zwischen Botanischen Gärten. Im Rahmen
spezieller Forschungsprojekte, wie dem vom Bundesumweltministerium
geförderten Projekt "Wildpflanzenschutz Deutschland II", werden gezielt
die 200 Verantwortungsarten (also gefährdete Arten, deren
Hauptverbreitungsgebiet in Deutschland liegt und für die Deutschland daher
eine besondere Verantwortung hat) erforscht, gesammelt und bewahrt. In
Zusammenarbeit mit Behörden und ehrenamtlichen Naturschützern werden
gezielt Samen und Pflanzen gefährdeter Arten vom Wildstandort vom
Botanischen Garten Berlin vermehrt und ausgebracht, um die natürlichen
Vorkommen vor Ort zu stärken und zu erhalten.

Mit nahezu 20.000 Pflanzenarten ist der Botanische Garten Berlin der
größte in Deutschland und zählt zu den bedeutendsten weltweit. Auf 43
Hektar Freigelände und in fünfzehn Gewächshäusern erhalten Besucherinnen
und Besucher faszinierende Einblicke in die Welt der Botanik. Als
Knotenpunkt der internationalen Biodiversitätsforschung sowie als Ort der
Wissensgenerierung und -vermittlung beschäftigt der Botanische Garten mehr
als 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit dem Botanischen Museum
verfügt er über Deutschlands einzigartige museale Einrichtung, die sich
der Vielfalt der Pflanzenwelt, ihrer Bedeutung und der Darstellung ihrer
Kultur- und Naturgeschichte widmet. Seit 1995 gehört die Einrichtung zur
Freien Universität Berlin.

Der Botanische Garten Berlin ist BO Berlin – Internationales
Wissenszentrum der Botanik. Ein einzigartiger Ort, der Botanik in allen
Facetten erlebbar macht.

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