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Steinmeier: Wegen des Klimawandels Lebensweise und Gewohnheiten ändern

Große Bühne: In einem feierlichen Festakt hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück heute (Sonntag) den diesjährigen Deutschen Umweltpreis in Höhe von gesamt 500.000 Euro in Lübeck vergeben.  Peter Himsel/DBU
Große Bühne: In einem feierlichen Festakt hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit Sitz in Osnabrück heute (Sonntag) den diesjährigen Deutschen Umweltpreis in Höhe von gesamt 500.000 Euro in Lübeck vergeben. Peter Himsel/DBU

Deutscher Umweltpreis der DBU „hoch angesehen“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat heute
(Sonntag) in Lübeck Klimaforscherin Prof. Dr. Friederike Otto und Holzbau-
Pionierin Dipl.-Ing. Dagmar Fritz-Kramer „aus ganzem Herzen“ zum
diesjährigen Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
(DBU) gratuliert. Die Gratulation für den „hoch angesehenen“ Preis sei
zugleich „eine erneute Mahnung und Aufforderung an uns alle“, so
Steinmeier in seiner Rede beim Festakt in der Musik- und Kongresshalle.
„Wir müssen uns, unsere Gewohnheiten und unsere Lebensweise noch in vielem
ändern, um der großen Herausforderung des Klimawandels gerecht zu werden“,
sagte er.

Bundespräsident: Kampf gegen Klimawandel muss weiter ganz oben auf der
politischen Prioritätenliste bleiben

Steinmeiers Forderung: „Der Kampf gegen den Klimawandel darf nicht von
seinem Platz ganz oben auf der politischen Prioritätenliste verdrängt
werden“ – auch wenn nun „neue Bedrängnisse im Osten Europas oder im Nahen
Osten“ hinzugekommen seien. In den kommenden Jahren werde zwar „eine
enorme Kraftanstrengung“ erforderlich sein. „Aber die gute Nachricht ist:
Wir haben es selber in der Hand – wir alle, jede und jeder Einzelne in
unserem Alltag“, sagte das Staatsoberhaupt. DBU-Generalsekretär Alexander
Bonde sagte, man müsse den vielen Krisen der Zeit trotzen und nicht in
Verzweiflung geraten. „Denn Panik ist ein schlechter Motor für
Veränderung“, so Bonde. Wie Steinmeier rief der DBU-Generalsekretär zum
Handeln auf, um zu zeigen, „dass wir diese Krisen lösen und bekämpfen
können – nicht mit einem ,Weiter so‘ wie bisher, sondern für eine
Kurskorrektur mit aller Kraft und Energie“. Nach den Worten des
Bundespräsidenten stehen „die Länder der Welt“ auf der in Dubai bald
beginnenden 28. Weltklimakonferenz „in der Pflicht, mit ambitionierten
Maßnahmen alles Menschenmögliche zu unternehmen, um der menschlichen
Zivilisation inklusive Flora und Fauna im besten Sinn des Wortes Luft zum
Atmen zu verschaffen.“

Deutscher Umweltpreis der DBU für „zwei außergewöhnliche Frauen“

In seiner Festakt-Rede nannte Steinmeier Friederike Otto und Dagmar Fritz-
Kramer „zwei außergewöhnliche Frauen“, die beide auf jeweils
unverwechselbare Weise „mit Engagement und Überzeugung“ die Folgen des
Klimawandels bekämpfen. Fritz-Kramer zeichne „jener gute Eigensinn“ aus,
„der im besten Sinn der Wissenschaft durch Ausprobieren und Erfahrung
immer noch klüger macht“. Klimawissenschaftlerin Otto wiederum wirke wie
eine „Klima-Profilerin“ auf der Suche nach der Rolle des Klimawandels bei
Extremwetter wie Stürme, Überflutungen, Hitze oder Dürren, sagte
Steinmeier in Anspielung auf die in True-Crime-Serien nach Zusammenhängen
und Tathergängen forschenden Ermittler.

Wegweisende Forschungsarbeiten für die Zuordnungswissenschaft

Die am Imperial College London arbeitende Klimawissenschaftlerin
Friederike Otto hat sich mit wegweisenden Forschungsarbeiten um die
sogenannte Zuordnungswissenschaft einen Namen gemacht. Die auch
Attributionsforschung genannte Disziplin ergründet, welche Rolle der
Klimawandel beim Wetter spielt – also ob und welche Zusammenhänge zwischen
Klimaverände­rungen und Extremwetter wie Hitzewellen, Dürren,
Überflutungen und Starkregen bestehen. 2015 hat Otto die Initiative World-
Weather-Attribution (WWA) mit begründet und das Verfahren der Attribution
von extremen Wetterereignissen zum menschengemachten Klimawandel
maßgeblich mitentwickelt. Es geht vor allem um drei Faktoren: die schnelle
Veröffentlichung wissenschaftlich fundierter Erkenntnisse über mögliche
Zusammenhänge zwischen globalem Klimawandel und regionalem Extremwetter,
neben Ursachenforschung auch die Darstellung lokaler Folgen der globalen
Klimakrise sowie schließlich drittens Vorschläge für wirksame
Anpassungsmaßnahmen.

Baustoff Holz als hervorragender Klimaschützer

Dagmar Fritz-Kramer ist Geschäftsführerin des in vierter Generation
bestehenden Allgäuer Familienbetriebs Bau-Fritz GmbH & Co. KG, kurz
Baufritz. Das Unternehmen hat sich auf Fertigholzbau bei Häusern,
Wohnungen und Sanierungen spezialisiert. Der Baustoff Holz gilt als
hervorragender Klimaschützer. Denn er speichert große Mengen an
Kohlenstoff und verhindert so die Bildung von klimaschädlichem
Kohlendioxid. Der Gebäudesektor ist schon jetzt ein Schlüsselfaktor, wenn
Deutschland wie geplant bis 2045 klimaneutral werden will: Er verursacht
nämlich hierzulande etwa 40 Prozent der bundesweit jährlich ungefähr 746
Millionen Tonnen Emissionen an klimaschädlichen Treibhausgasen wie
Kohlendioxid (CO2).

„Kreislaufwirtschaft pur“ und die Rettung von Menschenleben

Steinmeier wies auf ein akutes Dilemma des Bausektors hin: Wenn es
inzwischen etwas nicht mehr gebe „wie Sand am Meer“, dann sei das
ausgerechnet Sand – bedingt durch den enormen Verbrauch für Beton und
andere herkömmliche Baumaterialien. Der Bundespräsident: „Wir haben unsere
Behausungen und Städte auf Sand gebaut und können das nicht endlos
fortsetzen.“ Fritz-Kramer habe mit ihrem Betrieb nicht nur ökologisch-
nachhaltige sowie ästhetisch attraktive vorgefertigte Häuser und
Bausysteme entwickelt, sondern biete auch Recycling an. Steinmeier:
„Kreislaufwirtschaft pur, sozusagen.“ Holz sei ein wunderbarer Rohstoff,
so Steinmeier. „Als Sohn eines Tischlers“ dürfe er das sagen. Friederike
Otto habe sich mit dem WWA-Team durch Echtzeit-Informationen über
Zusammenhänge von Klimawandel und Extremwetter große Verdienste erworben.
Sie helfe, „den häufig in die Welt gesetzten Fake News über aktuelle
Wetterphänomene überprüfbare wissenschaftliche Fakten entgegenzusetzen“,
so das Staatsoberhaupt. Und: Ottos Arbeit erlaube Voraussagen, an welchen
Orten aufgrund des Klimawandels Extremwetter drohe – und ermögliche
dadurch Präventions- und Vorbeugungsmaßnahmen, „die Menschenleben retten
können“, sagte Steinmeier.

Hintergrund:
Mit dem 2023 zum 31. Mal verliehenen Deutschen Umweltpreis der DBU werden
Leistungen von Menschen ausgezeichnet, die vorbildlich zum Schutz und
Erhalt der Umwelt beitragen. Kandidatinnen und Kandidaten werden der DBU
vorgeschlagen. Berechtigt dazu sind etwa Arbeitgeberverbände und
Gewerkschaften, Kirchen, Umwelt- und Naturschutzverbände,
wissenschaftliche Vereinigungen und Forschungsgemeinschaften, Medien, das
Handwerk und Wirtschaftsverbände. Selbstvorschläge sind nicht möglich.
Eine vom DBU-Kuratorium ernannte Jury unabhängiger Expertinnen und
Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Technik und gesellschaftlichen
Gruppen empfiehlt dem DBU-Kuratorium Preisträgerinnen und Preisträger für
das jeweilige Jahr. Das DBU-Kuratorium fällt die endgültige Entscheidung.
Infos zum Deutschen Umweltpreis und Ausgezeichneten:
https://www.dbu.de/umweltpreis sowie https://www.dbu.de/umweltpreis-blog/

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Innovative Kommunikationslösungen für Unternehmen

Innovative Kommunikationslösungen für Unternehmen
Innovative Kommunikationslösungen für Unternehmen

In einer Welt, in der Informationen und Daten beinahe in Echtzeit fließen, ist effektive Kundenkommunikation das A und O für jedes Unternehmen. Ihre Fähigkeit, schnell und klar mit Ihren Kunden zu kommunizieren, bestimmt maßgeblich deren Zufriedenheit und Loyalität. Die richtigen Kommunikationswerkzeuge können den Unterschied zwischen einer starken Kundenbindung und verpassten Chancen bedeuten.

 

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf innovative Kommunikationslösungen, die speziell darauf ausgerichtet sind, Ihre Kundenbeziehungen zu stärken und die Interaktion mit Ihrer Zielgruppe zu verbessern. Entdecken Sie mit uns, wie moderne Technologien die Art und Weise revolutionieren, wie Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren.

 

Traditionelle Kommunikationsmittel und ihre Grenzen

Traditionelle Kommunikationswege wie Telefonate, E-Mails und persönliche Meetings sind seit Langem feste Bestandteile in Ihrem Geschäftsalltag. Diese Methoden haben ihre eigenen Stärken, bringen aber auch spezifische Herausforderungen mit sich. Telefonate erfordern Synchronität; beide Parteien müssen gleichzeitig verfügbar sein. in Ihrem Posteingang stapeln und wichtige Informationen leicht übersehen werden.

 

Persönliche Meetings sind wertvoll für den Aufbau von Beziehungen, können jedoch zeitaufwendig sein und sind nicht immer praktikabel, besonders in einem globalen Geschäftsumfeld. Diese Kommunikationsformen können in einer schnelllebigen Welt, in der Effizienz und Schnelligkeit zählen, manchmal zu Verzögerungen und Missverständnissen führen. Es ist daher wichtig, die Balance zwischen bewährten Methoden und neuen, effizienteren Kommunikationswegen zu finden, um Ihre Geschäftsprozesse zu optimieren.

 

SMS als effektives Kommunikationsmittel für Unternehmen

In der heutigen Geschäftswelt ist es entscheidend, dass Ihre Nachrichten Ihre Zielgruppe schnell und zuverlässig erreichen. SMS bieten hier eine effiziente Lösung. Mit ihrer hohen Öffnungsrate und der unmittelbaren Zustellung sind SMS ein leistungsstarkes Werkzeug, um wichtige Informationen direkt in die Hände Ihrer Kunden oder Mitarbeiter zu bringen. Anders als E-Mails, die oft ungelesen bleiben, werden SMS meist innerhalb weniger Minuten nach Erhalt gelesen.

 

Dies macht sie ideal für zeitkritische Kommunikation, sei es für Terminerinnerungen, wichtige Benachrichtigungen oder schnelle Updates.

Für eine nahtlose Integration dieser Technologie in Ihre Geschäftsprozesse können Sie auf Lösungen wie eine zurückgreifen. Diese ermöglicht es Ihnen, SMS-Kommunikation direkt aus Ihren bestehenden Systemen zu steuern und anzupassen, wodurch Sie Zeit sparen und Ihre Effizienz steigern können.

 

Künstliche Intelligenz

Die Zukunft der Unternehmenskommunikation ist geprägt von Innovation und Anpassungsfähigkeit. Mit der rasanten Entwicklung neuer Technologien stehen Ihnen immer fortschrittlichere Werkzeuge zur Verfügung, um Ihre Kommunikationsstrategien zu verbessern. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen ermöglichen zunehmend, personalisierte und automatisierte Kommunikationsformen zu ermöglichen, die Ihre Kundenansprache effizienter und zielgerichteter machen.

 

Virtual Reality

 

Auch die Integration von Virtual Reality und Augmented Reality in die Kommunikationsprozesse öffnet neue Wege, um mit Ihrem Publikum auf einzigartige und interaktive Weise in Kontakt zu treten. Diese Technologien bieten nicht nur neue Möglichkeiten zur Kundenbindung, sondern auch zur internen Teamkommunikation und -schulung. Es ist wichtig, dass Sie offen für diese Entwicklungen sind und bereit, sie in Ihre Kommunikationsstrategie zu integrieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und Ihren Kunden stets das beste Erlebnis zu bieten.

 

Ein praktisches Beispiel für den Einsatz von Virtual Reality in der Kommunikation ist die Immobilienbranche. Stellen Sie sich vor, ein Immobilienmakler möchte potenziellen Käufern eine Immobilie präsentieren, ohne dass sie physisch vor Ort sein müssen. Mit Virtual Reality können sie virtuelle Besichtigungen erstellen. Interessenten können mithilfe einer VR-Brille oder einer VR-App die Immobilie in 360-Grad-Ansicht erkunden, als wären sie tatsächlich dort. Sie können durch die Räume gehen, die Aussicht genießen und sich ein realistisches Bild von der Immobilie machen, ohne das Büro verlassen zu müssen. Das schafft ein beeindruckendes und interaktives Erlebnis für potenzielle Kunden, was die Verkaufschancen deutlich erhöhen kann.

 

Die richtige Kommunikation ist für den Erfolg Ihres Unternehmens unerlässlich. Von traditionellen Methoden bis hin zu modernen digitalen Lösungen, jede Kommunikationsform hat ihren Platz in der Geschäftswelt. Es ist entscheidend, dass Sie die passenden Werkzeuge wählen, um Ihre Botschaften effektiv zu übermitteln.

 

Bleiben Sie offen für neue Technologien und Trends, um Ihre Kommunikationsstrategien stets zu verbessern und an die sich wandelnden Bedürfnisse Ihres Publikums anzupassen. Indem Sie innovative Kommunikationslösungen nutzen, können Sie nicht nur Ihre internen Prozesse optimieren, sondern auch eine stärkere und erfolgreichere Verbindung zu Ihren Kunden aufbauen.

 

 

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Nebenjob von Zuhause – der Beruf als Closer

Beruf als Closer Symnbolbild
Beruf als Closer Symnbolbild

Im Vertrieb und Verkauf ist ein Closer derjenige, der die Abschlüsse macht. Er greift ein, wenn das Unternehmen beim Kunden bereits das Interesse geweckt hat, sodass er es ist, der jetzt das entscheidende Verkaufsgespräch führt. Es ist seine Kunst, den Deal perfekt zu machen und entsprechende Leads für seinen Auftraggeber zu generieren. Closer können freiberuflich oder festangestellt tätig sein. Viele Closer nutzen ihre Tätigkeit als Nebenjob für einen lukrativen Zuverdienst.



Warum sich eine Ausbildung zum Closer lohnt


Eine fundierte Ausbildung dient nicht nur dazu, überhaupt an eine Anstellung als Closer zu kommen. Sie ist auch ein Sprungbrett für die eigene Karriere, denn Closer werden stark nach Leistung bezahlt und genießen in der Welt des Vertriebs und Verkaufs höchste Wertschätzung. Experten schätzen, dass 10 bis 20 Prozent der Bezüge eines Closers seine Provisionen ausmachen, die er für jeden abgeschlossenen Lead erhält.

Zum Verständnis für die Closer-Ausbildung ist wichtig, dass Closer kein offiziell registrierter Beruf ist, der auch nicht an eine ordentliche Ausbildung gebunden ist. Aufgrund der hohen Nachfrage bieten allerdings zahlreiche Dienstleister Trainingsseminare an, in denen Closer das nötige Rüstzeug und Zertifikate für Bewerbungen vermittelt bekommen.



Die Closer Academy als Königsweg


Von allen Closer-Seminaren ragt die Closer Academy heraus. Sie empfiehlt sich vor allem, wenn man in den Beruf starten möchte. Das Ausbildungszentrum verfügt über ein Gütesiegel vom TÜV Rheinland sowie von der Arbeitsagentur (AVGS).

Von der Exzellenz der Akademie zeugen 198 Bewertungen auf dem Bewertungsportal ProvenExpert mit einem Durchschnitt von 4,93 Sternen (von 5). In seinen Lektionen vermitteln sieben Spezialisten mit abgeschlossenem Studium ihre Kenntnisse zum Mindset, zur Verkaufspsychologie und zum Umgang mit nützlichen Werkzeugen (Tools).

Bei ihren Verkäufen können sich die Teilnehmer an bewährten Vorlagen und Verkaufsskripten orientieren, mit denen Closer in der Vergangenheit Umsätze in Millionenhöhe erzielt haben. Besondere Leistungen des Anbieters sind ein persönliches Mentoring mit einer 1:1-Betreuung, ein stetiger Fluss von weiteren Kunden durch das Franchise-System der Akademie sowie eine Starthilfe in Form von 15 warmen Interessenten. Die Ausbildung ist praxisorientiert, sodass Auszubildende ihre Fähigkeiten unter der Betreuung ihrer Coaches bei Verkaufsgesprächen unter Beweis stellen können.



Welche Fähigkeiten werden als Closer verlangt?


Closer müssen zur überzeugenden Kommunikation fähig sein und die Mechanismen der Verkaufspsychologie verstehen. Empathie ist ebenfalls wichtig, denn üben Verkäufer Druck auf Kunden aus oder die Werbung wird zu offensichtlich, gehen beim Interessenten schnell die Alarmlampen an.

Aus diesem Grund ist das Zuhören genauso wichtig wie das Sprechen, um auf die Bedürfnisse des Kunden einzugehen und ihm das Angebot zu machen, das ihn interessiert. Gute Closer kennen die wichtigsten Verkaufsstrategien und Abschlusstechniken und haben sich ein Expertenwissen zu den Produkten, Tarifen und Dienstleistungen angeeignet, die sie verkaufen.



Welche Vorteile bietet die Tätigkeit?


Der Beruf des Closers kann neben- und hauptberuflich sowie als Freiberufler oder Festangestellter ausgeübt werden. Closer gehören im Vertrieb und Verkauf zu den bestbezahlten Berufsgruppen. Die Bezahlung ist leistungsorientiert und gute Closer können mit monatlichen Bezügen von 3.000 bis 5.000 Euro rechnen.

Da es die Closer sind, die Verkäufe zum Abschluss bringen, sind sie in der Wirtschaftswelt hoch angesehen und können es weit bringen, indem sie beispielsweise in vertriebliche Führungspositionen aufsteigen. Die erworbenen Kenntnisse in der Kommunikation und Psychologie lassen sich auch im Alltag gut für persönliche Ziele nutzen.



Die Nachteile des Berufs


Der Closer ist ein hochgradig leistungsorientierter Beruf, in dem mit vielen Kennzahlen wie die Verkaufsquote und die Anzahl an Leads gearbeitet wird. Dies liegt nicht jedem, zumal eine Ablehnung nach einem langen Vorgespräch enttäuschend ist. Dies, der Druck durch Vorgesetzte, dass die Quote stimmt, sowie die Tätigkeit, die oft im Callcenter stattfindet, ist mit einem hohen Stresslevel verbunden und kann auf Dauer das Gehör und die Stimmbänder beeinträchtigen.

Manche Closer können bei Abschlussgesprächen ethisch herausgefordert sein. Closer verrichten ihre Tätigkeit im Sitzen und sollten zum Erhalt ihrer Gesundheit einen Ausgleichssport treiben.

 

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Exzellente Leistungen des wissenschaftlichen Nachwuchses gewürdigt

Für ihre mit „sehr gut“ abgeschlossenen
Promotionsarbeiten sowie ein herausragendes Engagement im Wissenstransfer
erhielten vier junge Wissenschaftler:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums
für Ozeanforschung Kiel die diesjährigen Nachwuchspreise der Prof. Dr.
Werner Petersen-Stiftung. Außerdem vergab die Stiftung zwei Austausch-
Stipendien für Auslandsaufenthalte. Die Auszeichnungen sind mit einem
Preisgeld von jeweils 2.500 Euro verbunden.

Mit ihren Nachwuchspreisen fördert die Prof. Dr. Werner-Petersen-Stiftung
in diesem Jahr wieder exzellente wissenschaftliche Arbeiten und
herausragendes Engagement im Wissenstransfer am GEOMAR Helmholtz-Zentrum
für Ozeanforschung Kiel. Ausgezeichnet wurden vier junge
Wissenschaftler:innen aus den Bereichen Dynamik des Ozeanbodens, Marine
Ökologie und Ozeanzirkulation und Klimadynamik. Die Auszeichnungen sind
mit einem Preisgeld von je 2.500 Euro verbunden. Außerdem vergab die
Stiftung zwei Stipendien für Forschungsaufenthalte in den Vereinigten
Staaten von Amerika.

„Die Prof. Dr. Werner Petersen-Stiftung ist ein fester Partner in der
Förderung herausragender Forschung am GEOMAR – von den jetzt vergebenen
Nachwuchs-Preisen bis hin zu den Petersen-Exzellenzprofessuren. Für ihre
kontinuierliche Unterstützung danken wir der Stiftung und ihrem Vorstand
von ganzem Herzen. Gerade für junge Forschende stellen die Auszeichnungen
eine wichtige Anerkennung und Ansporn dar“, betont Professorin Dr. Katja
Matthes, Direktorin des GEOMAR. „Die in diesem Jahr ausgezeichneten
Arbeiten belegen erneut die Bandbreite hochrangiger Forschung am GEOMAR.
Wir gratulieren den Preisträger:innen zu ihrem Erfolg und wünschen ihnen
alles Gute für ihre weitere Karriere.“

Die Ausgezeichneten und ihre Arbeiten im Einzelnen

Preise für hervorragende Doktorarbeiten

Dr. Gesa Franz: „Integrated Geophysical Analysis of Passive Continental
Margins: Insights into the Crustal Structure of the Namibian Margin from
Magnetotelluric, Gravity, and Seismic Data” (sehr gut/magna cum laude)

Dr. Gesa Franz trug zu einem besseren Verständnis der plattentektonischen
und geodynamischen Prozesse bei, die mit dem Aufbrechen der Kontinente und
der Bildung des Südatlantiks verbunden sind. Auf der Grundlage einer
Analyse multidisziplinärer geophysikalischer Daten und eines Vergleichs
verschiedener Ansätze konnte sie ein großes dreidimensionales geologisches
Modell des Untergrunds des Gebiets optimieren. Außerdem führte Gesa Franz
eine quantitative und qualitative geologische Bewertung durch, die
geophysikalische Ergebnisse mit geologischen Interpretationen verknüpfte.
Diese Arbeit erhöht die Glaubwürdigkeit solcher Interpretationen und kann
bei künftigen Erhebungen in vergleichbaren Gebieten eingesetzt werden. Dr.
Franz wurde von Professor Dr. Christian Berndt vom Forschungsbereich
Dynamik des Meeresbodens betreut.

Dr. Marina Khachaturyan: „Evolution of mitochondria and plastids across
populations of a keystone marine plant Zostera marina“ (sehr gut/magna cum
laude)

Dr. Marina Khachaturyan schloss ihre Promotion in der MarData Helmholtz
Graduate School for Ocean Data Science ab. In ihrer Doktorarbeit
beschäftigte sie sich mit Populationsgenetik und Mutationsdynamik in
organellaren Genomen des Seegrases Zostera marina. Ihre Arbeit über extra-
chromosomale Genome umfasst sowohl modernste bioinformatische Analysen als
auch eine in die Theorie eingebettete populationsgenetische Modellierung.
Dr. Marina Khachaturyan wurde von Professor Dr. Thorsten Reusch und
Professorin Dr. Tal Dagan vom Forschungsbereich Marine Ökologie betreut.

Dr. Tobias Schulzki: „Regional to Interhemispheric Connectivity of the
Atlantic Ocean Circulation“ (sehr gut/magna cum laude)

Dr. Tobias Schulzki untersuchte die Rolle dynamischer ozeanischer Prozesse
für die Konnektivität im Atlantischen Ozean. Er beschreibt dabei eine
große Bandbreite wissenschaftlicher Themen, von beckenweiten Änderungen im
Zusammenhang mit der meridionalen Umwälzbewegung (Atlantic Meridional
Overturning Circulation, AMOC) bis zu regionalen Verbindungen von
Tiefenströmungen. Interdisziplinäre Anwendungen, hier bezogen auf die
Konnektivität von Larven, die mit Tiefenströmungen verdriften, runden die
Arbeit ab. Auch die Methodenentwicklung einer anspruchsvollen
hochauflösenden All-Atlantic-Konfiguration und des speziellen Verfahrens
der teilweisen Kopplung zwischen Atmosphäre und Ozean („partial coupling“)
sind wichtige Aspekte dieser Dissertation, die von Professor Dr. Arne
Biastoch vom Forschungsbereich Ozeanzirkulation und Klimadynamik betreut
wurde. Als Post-Doktorand in der Forschungseinheit Ozeandynamik wird sich
Dr. Tobias Schulzki zukünftig in der Mission mareXtreme der Deutschen
Allianz Meeresforschung und im Verbund METAscales engagieren.

Preis für herausragendes Engagement im Wissenstransfer

Dr. Angela Stevenson: „Unterwasser-Gemeinschaftsgärtnerei“ und Wild
Postcard-Projekt

Dr. Angela Stevenson wird gleich für zwei Projekte ausgezeichnet: Zum
einen trägt sie entscheidend zur Wiederherstellung von Seegrasgebieten und
zur Stärkung zahlreicher Ökosystemleistungen dieser Unterwasserwiesen bei.
Die momentan wirksamste Methode, das Verpflanzen einzelner Seegrassprosse,
ist extrem zeitaufwändig und erfordert die Hilfe von Taucher:innen. Um
diesen Engpass zu überwinden, entwickelte und organisierte Dr. Stevenson
einen Kurs in der „Unterwasser-Gemeinschaftsgärtnerei“, in dem
Bürgerwissenschaftler:innen mit fortgeschrittenem Tauchzertifikat
erlernen, wie man Seegras wieder anpflanzt. In einer Zusammenarbeit mit
der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd führte sie einen Pilot-Kurs
erfolgreich durch. Für kommende Aktivitäten hat sie bereits eine Datenbank
mit hunderten von Interessierten aufgebaut.

Ihr zweites Engagement richtet sich an eine jüngere Zielgruppe: Als
Mitgründerin und Leiterin des Wild Postcard Projekts inspiriert Dr. Angela
Stevenson Kinder in der ganzen Welt, sich künstlerisch mit der Klima- und
der Biodiversitätskrise auseinanderzusetzen. Mit ihrem Projekt verändert
sie die Wahrnehmung und das Verständnis für die lokale biologische
Vielfalt bei Kindern und Erwachsenen, um den Mangel an Bewusstsein zu
beheben und das Engagement für den Naturschutz zu stärken. Derzeit
organisiert sie „Tage der offenen Ateliers für Biodiversitätskunst“ für
benachteiligte Kinder, die im Frühjahr 2024 durchgeführt werden sollen.

Austauschstipendien

Anna Jegen: Forschungsaufenthalt an der University of California

Anna Jegen, Doktorandin auf dem Gebiet der Erdbebenseismologie im
Forschungsbereich Dynamik des Ozeanbodens, wird einen Forschungsaufenthalt
bei der Active Tectonics Research Group an der Universität Berkley,
Kalifornien, in den Vereinigten Staaten von Amerika verbringen. Sie
arbeitet derzeit an seismologischen Daten der Rodriguez Triple Junction im
Indischen Ozean, um deren seismogene Aktivität zu verstehen und die
Verteilung der Seismizität entlang der drei Ausläufer dieser geologischen
Formation zu kartieren. Sie wird von Professorin Dr. Heidrun Kopp betreut.

Vera Stockmayer: Forschungsaufenthalt an der Universität von Hawaii

Vera Stockmayer, mit dem Otto-Krümmel-Preis 2022 ausgezeichnete
Masterstudierende im Studiengang Physik des Erdsystems, wird während eines
Aufenthalts an der Universität von Hawaii in Honolulu, Vereinigte Staaten
von Amerika, an ihrer Masterarbeit im Themenbereich tropischer
Ozeanvariabilität arbeiten und von der dortigen Expertise in der El Niño-
Forschung profitieren. Sie wird von Professorin Dr. Joke Lübbecke,
Professor Dr. Martin Visbeck sowie von Professor Dr. Malte Stücker von
der Universität Hawaii betreut.

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