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Was Sie beim Fliegen einer Drohne beachten sollten

Drohne Symbolbild
Drohne Symbolbild

In den letzten Jahren hat die Faszination für Drohnen deutlich zugenommen. Immer mehr Menschen entdecken die Welt aus der Vogelperspektive und nutzen Drohnen für verschiedene Zwecke. Ob für atemberaubende Luftaufnahmen, Hobbyfotografie oder einfach nur zum Spaß – das Fliegen einer Drohne erfordert jedoch Verantwortung und die Einhaltung bestimmter Regeln. In diesem Artikel werden wir uns darauf konzentrieren, was Sie beim Fliegen einer Drohne beachten sollten, insbesondere im Hinblick auf den EU-Drohnenführerschein.

Die Grundlagen des Drohnenflugs

Bevor Sie Ihre Drohne in die Lüfte steigen lassen, ist es entscheidend, die grundlegenden Flugregeln zu kennen. Dies dient nicht nur Ihrer eigenen Sicherheit, sondern auch dem Schutz anderer und der Umwelt. Achten Sie darauf, stets die aktuelle Gesetzgebung und Bestimmungen in Ihrem Land zu beachten, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden.

Standortwahl und Datenschutz

Bei der Auswahl des Flugortes für Ihre Drohne ist es wichtig, gesetzliche Vorschriften und den Datenschutz zu berücksichtigen. Vermeiden Sie das Fliegen über Menschenmengen, privaten Grundstücken oder sensiblen Bereichen. Respektieren Sie die Privatsphäre anderer und halten Sie einen angemessenen Abstand zu Gebäuden, Straßen und Menschenansammlungen.

Wetterbedingungen im Blick behalten

Die Wetterbedingungen haben einen erheblichen Einfluss auf die Flugsicherheit Ihrer Drohne. Starke Winde, Regen oder starker Nebel können die Kontrolle über die Drohne beeinträchtigen. Überprüfen Sie vor jedem Flug die aktuellen Wetterbedingungen und stellen Sie sicher, dass diese im Einklang mit den Herstellerempfehlungen stehen.

Die Rolle des EU-Drohnenführerscheins

Seit dem 1. Januar 2023 ist der EU-Drohnenführerschein verpflichtend für alle Drohnenpiloten innerhalb der Europäischen Union. Dieser Führerschein ist in drei Kategorien unterteilt, abhängig vom Gewicht und der Art der Drohne. Es ist wichtig zu beachten, dass auch Hobbyflieger diesen Drohnenführerschein benötigen. Eine entsprechende Schulung und eine Prüfung sind erforderlich, um den Führerschein zu erlangen.

Der EU-Drohnenführerschein zielt darauf ab, die Sicherheit im Luftraum zu gewährleisten und die Kenntnisse der Drohnenpiloten zu verbessern. Er beinhaltet Themen wie Luftrecht, Navigation, Meteorologie und Notverfahren. Die Schulung kann sowohl online als auch in Präsenzkursen erfolgen, um den Bedürfnissen verschiedener Lernstile gerecht zu werden.

Schutz der Umwelt und Tierwelt

Beim Drohnenflug ist es wichtig, die Umwelt zu respektieren und die Tierwelt nicht zu stören. Vermeiden Sie das Überfliegen von Naturschutzgebieten, Brutgebieten von Vögeln und anderen geschützten Gebieten. Halten Sie ausreichenden Abstand zu Tieren, um sie nicht zu verängstigen oder zu gefährden.

Sicherheitsausrüstung und Technik-Check

Vor jedem Flug sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Drohne in einwandfreiem Zustand ist. Überprüfen Sie die Batterien, Propeller, Kameras und andere wichtige Komponenten. Tragen Sie stets eine geeignete Sicherheitsausrüstung, einschließlich einer Schutzhülle für die Fernbedienung und gegebenenfalls einer Warnweste.

Notfallvorbereitung

Selbst der erfahrenste Drohnenpilot kann auf unvorhergesehene Probleme stoßen. Daher ist es wichtig, auf Notfallsituationen vorbereitet zu sein. Dies beinhaltet das Wissen über Notlandeprozesse, das Verhalten bei Verlust der Signalverbindung und das Mitführen von Notfallkontaktinformationen.

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KIT: InformatiKOM feierlich eröffnet: Neue Gebäude vereinen Informatik und Wissenschaftskommunikation

Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT)  Amadeus Bramsiepe, KIT
Schlüsselübergabe (v. l. n. r.): Prof. Oliver Kraft (KIT), Ursula Orth (VBA), Prof. Rafael Lang (KTS), Architekt Sven Bachmann, ARMAR-6. (ausführliche Bildunterschrift am Textende; Foto: Amadeus Bramsiepe, KIT) Amadeus Bramsiepe, KIT

Mit dem InformatiKOM am Adenauerring hat die Klaus Tschira Stiftung (KTS)
in dreijähriger Bauzeit zwei neue Gebäude für das Karlsruher Institut für
Technologie (KIT) errichtet, die am9. November 2023 feierlich
eröffnet wurden. Auf mehr als 10 000 Quadratmetern vereinen sie fortan
Institute der Informatik mit Einrichtungen der Wissenschaftskommunikation
und der Angewandten Kulturwissenschaft unter einem Dach. Dabei stehen der
Austausch und die Begegnung zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit im
Vordergrund.

„Wir sind überzeugt davon, dass Bildung und Forschung in der und aus der
Informatik zentral für die Zukunft unserer Gesellschaft sind“, sagt
Professor Rafael Lang, Geschäftsführer für Forschung der Klaus Tschira
Stiftung. „Die Verflechtung von Forschung und Wissenschaftskommunikation
war für uns die größte Motivation, das InformatiKOM zu ermöglichen. Wir
schaffen hier erstklassige Lern- und Forschungsbedingungen.“

„Das InformatiKOM am KIT steht sowohl baulich als auch inhaltlich für
hochrelevante Aufgaben der Wissenschaft: Der Neubau fördert den
interdisziplinären Dialog und den Transfer in die Gesellschaft. Unter
einem Dach verbindet das InformatiKOM Informatik-Institute mit
Einrichtungen der Wissenschaftskommunikation und der Angewandten
Kulturwissenschaft – mit dem Ziel, disziplinübergreifende Erkenntnisse in
die Stadtgesellschaft zu tragen“, sagt Petra Olschowski, Ministerin für
Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. „Die Verbindung von
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation ist auch ein zentrales
Anliegen der Klaus Tschira Stiftung, durch deren großzügigen Einsatz das
InformatiKOM realisiert werden konnte. Als Ort für Forschung und Dialog
wünsche ich dem InformatiKOM und allen, die hier Zukunft gestalten, viel
Erfolg und viele Ideen.“

„Mit dem InformatiKOM erreichen wir einen weiteren Meilenstein nicht nur
im interdisziplinären Lehren und Forschen am KIT, sondern ganz besonders
auch beim für uns so wichtigen Dialog mit der Gesellschaft“, sagt
Professor Oliver Kraft, in Vertretung des Präsidenten des KIT. „Mit den
Einrichtungen, die hier unter einem Dach vereint sind, und den offenen
Räumen können Bürgerinnen und Bürger noch besser an Wissenschaft teilhaben
und wichtige Impulse setzen. Wir danken der Klaus Tschira Stiftung für ihr
großartiges Engagement.“

„Für unsere Grundstücke und Gebäude ist uns das Thema Nachhaltigkeit ein
besonderes Anliegen. Ich freue mich, dass mit dem Nachhaltigkeitssiegel
BNB das InformatiKOM einen wichtigen Beitrag dazu leistet. Durch das
geschickte Einfügen der Neubauten wird die bestehende städtebauliche
Situation geordnet und aufgewertet. Das kraftvolle Gebäudeensemble weist
den Weg zum Campus. So wird die gewünschte Vernetzung mit der Stadt
gestaltet, die wir auch an anderen Orten anstreben“, sagt Ursula Orth,
Leitende Baudirektorin des Amts Karlsruhe des Landesbetriebs Vermögen und
Bau Baden-Württemberg.

„Das InformatiKOM führt die Idee des dialogischen Ansatzes zwischen
Wissenschaft und Gesellschaft in eine völlig neue Dimension, indem es alle
Bürgerinnen und Bürger miteinbezieht. Das entspricht genau den Zielen, die
auch die Stadt Karlsruhe mit ihrem Wissenschaftsbüro verfolgt, nämlich:
dass die Wissenschaft ihre bedeutenden Fragestellungen und
Forschungsergebnisse intensiv mit der Gesellschaft diskutieren kann“, so
der Karlsruher Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup.

10 000 Quadratmeter für Austausch und Begegnung

Das InformatiKOM bildet den zentralen Zugang zur Erweiterung des Campus
Süd des KIT in unmittelbarer Nähe zum Haupteingang des Campus Süd, zur
KIT-Bibliothek und zum Audimax. Mit den beiden Gebäudeteilen hat die Klaus
Tschira Stiftung dem KIT insgesamt etwa 10 000 Quadratmeter Instituts- und
Lernflächen bereitgestellt. Nutzer des größeren Gebäudes InformatiKOM 1
sind neben Instituten der Informatik das Robot Design Atelier, der
Studiengang Wissenschaft-Medien-Kommunikation, das Zentrum für Angewandte
Kulturwissenschaft und Studium Generale (ZAK) sowie das Nationale Institut
für Wissenschaftskommunikation (NaWik). Im kleineren Nebengebäude
InformatiKOM 2 ist das Zentrum für digitale Barrierefreiheit und Assistive
Technologien, kurz ACCESS@KIT, untergebracht.

Die beiden Gebäudeteile hat das Darmstädter Architekturbüro Bernhardt +
Partner Architekten so konzipiert, dass sie eine Begegnung zwischen der
Informatik und der Wissenschaftskommunikation sowie den Austausch mit der
Öffentlichkeit fördern. So ist das zentral im Gebäude liegende,
zweigeschossige Labor der Mess- und Regelungstechnik so gestaltet, dass
Besucherinnen und Besucher im Erdgeschoss durch eine Verglasung Einblicke
in die wissenschaftliche Arbeit der Robotik erhalten. Drei breite Foyer-
Treppen verbinden die offenen Raumbereiche vom Erdgeschoss bis zum dritten
Obergeschoss und dienen zusätzlich als Sitzflächen. Die untere Foyer-
Treppe soll außerdem als Tribüne für öffentliche Vorträge und
Veranstaltungen genutzt werden. Freien Raum für Begegnung schafft auch das
offene Atrium mit einem durchsichtigen Luftkissendach, das alle Etagen und
Lernbereiche miteinander verbindet. Die beiden InformatiKOM-Gebäude sind
eine Schenkung der Klaus Tschira Stiftung an das Land Baden-Württemberg,
das sie wiederum zur Nutzung dem KIT überlässt. (ase)


Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik
und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Sie
wurde 1995 von dem Physiker und SAP-Mitgründer Klaus Tschira (1940–2015)
mit privaten Mitteln ins Leben gerufen. Ihre drei Förderschwerpunkte sind:
Bildung, Forschung und Wissenschaftskommunikation. Das bundesweite
Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen
und Forschungseinrichtungen fort. Die Stiftung setzt sich für den Dialog
zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ein.

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und
vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den
globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie,
Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 800
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in
Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften
zusammen. Seine 22 300 Studierenden bereitet das KIT durch ein
forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle
Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die
Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und
Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und
Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Das KIT ist eine der
deutschen Exzellenzuniversitäten.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter:
https://www.kit.edu/kit/presseinformationen.php

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„Die Hälfte der Medizin-Studierenden kann sich eine Tätigkeit als Landarzt vorstellen“

v. links: Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Ingo Bechmann gratulierten dem Direktor und dem stellv. Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin Prof. Markus Bleckwenn und Dr. Stefan Lippmann.  Foto: Christian Hüller  Universität Leipzig
v. links: Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow und der Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Ingo Bechmann gratulierten dem Direktor und dem stellv. Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin Prof. Markus Bleckwenn und Dr. Stefan Lippmann. Foto: Christian Hüller Universität Leipzig

Am 8. November 2023 wurde offiziell das Institut für Allgemeinmedizin der
Universität Leipzig gegründet, das auf einer bereits bestehenden Abteilung
basiert. Die Einrichtung stellt sich den großen Herausforderungen durch
den demografischen Wandel mit maßgeschneiderten Lehrangeboten. Diese
sollen bei den Medizin-Studierenden das Interesse für das Berufsbild eines
Haus- und/oder Landarztes wecken. Eine Befragung der Absolvent:innen des
Jahrgangs 2022 an der Medizinischen Fakultät ergab, dass sich 50,5 Prozent
vorstellen können, nach dem Studium eine Tätigkeit als Landarzt oder
Landärztin aufzunehmen.

Viele niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus ganz Sachsen nahmen am
Mittwochnachmittag (8. November 2023) an der Festveranstaltung zur
Gründung des Instituts für Allgemeinmedizin teil. Viele von ihnen sind
Lehrärzte an der Medizinischen Fakultät und unterstützen durch Praktika
und Famulaturen die medizinische Ausbildung. Ziel des neuen Instituts ist
es, den Freistaat Sachsen bei der Sicherung der medizinischen
Grundversorgung zu unterstützen und das Fachgebiet in enger Zusammenarbeit
mit den Hausarztpraxen weiterzuentwickeln. Der demographische Wandel
stellt die ambulante Versorgung vor große Herausforderungen: Der Bedarf
wird aufgrund der alternden Bevölkerung weiter ansteigen, gleichzeitig
wird das medizinische Fachpersonal älter. „Wir sind uns der Verantwortung
bewusst und werden die Politik mit allen Kräften bei dieser wichtigen
Aufgabe unterstützen“, betont Prof. Dr. Ingo Bechmann, Dekan der
Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Die Medizinische Fakultät
in Leipzig ist die größte Ausbildungsstätte in Sachsen für Studierende der
Human- und Zahnmedizin, Hebammenkunde und die einzige für Pharmazie. Im
Wintersemester 2023/24 startete der zweite Jahrgang der Studierenden der
Vorabquote nach sächsischem Landarztgesetz mit 22 Studierenden am Standort
Leipzig. Insgesamt haben 343 Erstsemester mit dem Studium der Humanmedizin
begonnen (Stand 1.11.2023).

„Frei werdende Weiterbildungsstellen für Allgemeinmedizin am
Universitätsklinikum und seinem Medizinischen Versorgungszentrum können
hervorragend zu einer bestmöglichen Facharztweiterbildung der Mitarbeiter
des neuen Institutes beitragen“, so Dekan Bechmann. Darüber hinaus soll
eine Professur auf den Weg gebracht werden, welche den Studierenden
wichtige Kenntnisse und Knowhow für eine künftige eigene Praxis lehrt.
„Die jungen Menschen entscheiden sich bei der Wahl ihres Studiums nicht
dafür, später eine eigene Praxis zu eröffnen und eine Geschäftsperson zu
werden. Sie entscheiden sich für das Fach Medizin und wir zeigen ihnen die
künftigen Berufsfelder auf“, fasst Dekan Bechmann zusammen. Eine Befragung
unter Studierenden der Humanmedizin der Universität Leipzig ergab, dass
sich 77,9 Prozent der Studienanfänger in 2016 eine berufliche Tätigkeit
als Arzt/Ärztin vorstellen konnten. Sechs Jahre später, nach Ende des
Studiums in 2022, waren es 96,3 Prozent aus der gleichen Kohorte. Von den
Absolvent:innen gaben 14,6 Prozent mit steigender Tendenz an, sich für die
Facharztausbildung Allgemeinmedizin zu interessieren. Sie lagen damit an
dritter Stelle hinter der Fachrichtung Innere Medizin (20,4 Prozent) und
Anästhesiologie (17,6 Prozent) und vor dem Fach Chirurgie (7,8 Prozent).

„Die Allgemeinmediziner werden als Generalisten in einer älter werdenden
Bevölkerung noch wichtiger für die medizinische Grundversorgung sein“,
resümiert Prof. Dr. Markus Bleckwenn, Direktor des neuen Instituts für
Allgemeinmedizin. Das Institut setzt sich mit verschiedenen Lehrmodulen
und Projekten für die Förderung des Nachwuchses ein, um die
Medizinstudierenden auf die zukünftigen Herausforderungen in der
hausärztlichen wie landärztlichen Tätigkeit vorzubereiten.

Das Lehrprojekt MiLaMed der Universitäten Leipzig und Halle steht für
„Mitteldeutsches Konzept zur longitudinalen Integration landärztlicher
Ausbildungsinhalte und Erfahrungen in das Medizinstudium“ und zielt darauf
ab, mit neuen Lehrinhalten an der Uni sowie Praktika in ländlichen
Regionen für die Arbeit außerhalb der Großstadt zu begeistern. Die
Medizinische Fakultät fördert das Projekt nach der Pilotphase für weitere
fünf Jahre aus eigenen Haushaltsmitteln. Bei der Befragung der Leipziger
Absolvent:innen des Jahrgangs 2022 gaben 50,5 Prozent an, sich eine
Tätigkeit als Landarzt vorstellen zu können. Im Jahr 2010 waren es 33,3
Prozent. Weiterführende Studien-Angebote für den haus- und landärztlichen
Nachwuchs sind breit gefächert, beispielsweise mit dem Leipziger
Kompetenzpfad Allgemeinmedizin (LeiKA) und dem Leipziger Standort des
Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin Sachsen (KWASa).

Bei der Gründungsfeier des Instituts skizzierte Prof. Dr. Markus Bleckwenn
in seinem Vortrag „Zukunftsmodelle hausärztlicher Arbeit zur Sicherung
einer wohnortnahen und qualitativ hochwertigen medizinischen
Grundversorgung", innovative Ansätze wie zum Beispiel, die Arbeitsplätze
in den Hausarztpraxen an die Bedarfe der Behandler:innen anzupassen.
„Unser Institut möchte der Forschungsfrage nachgehen, wie Zukunftsmodelle
hausärztlicher Arbeit aussehen können, um eine wohnortnahe und qualitativ
hochwertige medizinische Grundversorgung gewährleisten zu können. Für
diesen Transformationsprozess braucht es aus unserer Sicht eine
Netzwerkstruktur, in der die Praxen mit den Herausforderungen nicht allein
zurechtkommen müssen, sondern sich gegenseitig unterstützen können“, so
der Direktor des neuen Instituts. Der Grundstock ist gelegt: Mittlerweile
umfasst das Lehrpraxen-Netzwerk der Medizinischen Fakultät circa 150
Hausarztpraxen und circa 80 Praxen konnten in jüngster Zeit für das
Forschungspraxen-Netzwerk „RaPHaeL“ gewonnen werden.

„Durch die Institutsgründung wird sich die Sichtbarkeit der
Allgemeinmedizin erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit bei der Einwerbung
von Drittmitteln deutlich verbessern“, betont Prof. Bleckwenn. Das
Institut besteht aktuell aus 23 Mitarbeiter:innen und acht studentischen
beziehungsweise wissenschaftlichen Hilfskräften und basiert auf der
bisherigen Selbstständigen Abteilung für Allgemeinmedizin.

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SRH setzt auf Expertise für eine herausragende Lehre

Prof. Dr. Karl-Georg Steffens  SRH
Prof. Dr. Karl-Georg Steffens SRH

Der SRH ist es enorm wichtig, ihren Studierenden Kompetenzen zu
vermitteln, welche sie ideal auf das Berufslebeben vorbereiten. Dafür
setzt die Hochschule in vielen Bereichen echte Fachexperten ein. Einer von
ihnen ist Prof. Dr. Karl-Georg Steffens, der kürzlich als Professor im
Bereich Logistik berufen wurde und aufgrund seines Werdegangs eine
bedeutende Verstärkung der Akademia der Hochschule bedeutet und damit das
Engagement der SRH für exzellente Bildung und Forschung in der
Logistikbranche an der SRH unterstreicht.

Prof. Dr. Karl-Georg Steffens war bereits vor mehr als 10 Jahren als
Forschungsleiter an der SRH angestellt und arbeitete zuvor bereits
erfolgreich am renommierten Forschungszentrum Jülich. Der Kontakt zur SRH
ist jedoch nicht abgerissen. Seit vielen Jahren lehrt Prof. Steffens
weiterhin als Dozent im Rahmen englischsprachiger Lehrveranstaltungen im
Bereich der Logistik und des Engineerings. Zudem war er jahrelanger
Geschäftsführer der Hammer Wirtschaftsförderung und des
Innovationszentrums Hamm. Sein Interesse für die Logistik führte zur
Gründung des Instituts für postfossile Logistik, welche sich im Besonderen
mit der elektromobilen Schwerlastlogistik beschäftigt. Prof. Steffens gilt
hier als Pionier. Zu seiner Ernennung zum Professor sagte Steffens: „Ich
freue mich auf die Begegnung mit unseren internationalen Studierenden. Das
erweitert meinen Horizont, und ich hoffe, dass ich mit meiner
Lehrtätigkeit auch einen Beitrag zur interkulturellen Verständigung
leisten kann.“

„Ein wesentlicher Grund für die Berufung von Prof. Steffens ist seine
beeindruckende berufliche Laufbahn in der Wirtschafts- und
Logistikbranche, in der er umfassende Expertise aufgebaut hat. Diese
Praxiserfahrung, die Prof. Steffens in die Lehre miteinfließen lässt, wird
unsere Studierenden in die Lage versetzen, die komplexen Herausforderungen
der heutigen Logistikwelt besser zu verstehen und Lösungsansätze zu
entwickeln“, so der Prorektor für Forschung und Transfer, Prof. Dr. Claus
Wilke. Dabei soll Steffens nicht nur theoretisches Wissen vermitteln,
sondern den Studierenden vor allem wertvolle, praktische Einblicke in die
Branche geben. „Dies“, so Prof. Wilke, „wird dazu beitragen, unsere
Absolventinnen und Absolventen optimal auf ihre Karriere vorzubereiten und
unsere Hochschule als führende Bildungseinrichtung in diesem Bereich zu
etablieren.“

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