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Was ist Isopropylalkohol?

 Isopropylalkohol Symbolbild
Isopropylalkohol Symbolbild

2-Propanol gehört zu den Vertretern der Familie der chemischen Alkohole, die für die Gruppe organischer Verbindungen bestehend aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff steht. 2-Propanol, auch Isopropylalkohol genannt, war der erste kommerzielle synthetische Alkohol. Es wurde erstmals 1920 von dem Unternehmen, das heute unter der Marke ExxonMobil bekannt ist, im Rahmen von Untersuchungen zu Erdölnebenprodukten hergestellt.

Nach der Entdeckung fand 2-Propanol breite Anwendung in verschiedenen Branchen, darunter auch im Automobilsektor. Es wird insbesondere zur Herstellung verschiedener Arten von Frostschutzmitteln verwendet – Lösungen, die zum Einfrieren neigen und in Autokühlsystemen verwendet werden. Es lässt sich auch sehr effektiv in mehreren Haushaltsprodukten verwenden, darunter Glasreiniger, Schmuckreiniger, Fleckenentferner, Enteisungsmittel, Haushaltsdesinfektionsmittel und verschiedene Arten von Lotionen. Die Produktion und Verwendung der Verbindung nahm während der Pandemie zu, da Isopropylalkohol mit Wasser gemischt wird, um als Reinigungsalkohol-Antiseptikum in Händedesinfektionsmitteln verwendet zu werden. 2-Propanol wird leicht zu Aceton oxidiert, einem weiteren wichtigen Lösungsmittel.

Insgesamt ist Isopropylalkohol CAS 67-63-0 nicht nur in verschiedenen Branchen wichtig, sondern auch bei der Formulierung anderer Verbindungen. Dennoch ist es bei der Arbeit mit einem hochkonzentrierten Produkt wichtig, grundlegende Sicherheitsmaßnahmen zu befolgen und zu bedenken, dass diese Verbindung leicht entflammbar ist.

Chemische Eigenschaften und Verwendung in Reaktionen

  • Formel: C3H7OH
  • Molares Gewicht: 60,09 g/mol
  • Dichte: 0,785 g/cm³ (20°C)
  • Synonyme: 2-Propanol, Isopropanol, IPA

C3H7OH kann aufgrund der molekularen Struktur der Verbindung – sie ist polar – leicht mit Wasser, Ethanol und Chloroform gemischt werden. Bei der industriellen Produktion können die Eigenschaften der Verbindung genutzt werden, um Ethylcellulose, Polyvinylbutyral, viele Öle, Alkaloide und Naturharze aufzulösen. Der Unterschied zu anderen Verbindungen der Alkoholfamilie besteht darin, dass 2-Propanol nicht mit Salzlösungen mischbar ist.

Wasser und 2-Propanol bilden ein Gemisch aus zwei Flüssigkeiten, das während der gesamten Destillation einen konstanten Siedepunkt und eine konstante Zusammensetzung aufweist und auch als Azeotrop bezeichnet wird. Der Siedepunkt einer solchen Mischung erreicht 80,37 °C (176,67 °F), wenn 91 % des Volumens dieser Mischung aus IA besteht.

IA ist eine farblose Flüssigkeit, die bei sinkender Temperatur ziemlich viskos wird. Sein Gefrierpunkt beträgt −89 °C (−128 °F).

2-Propanol kann beispielsweise bei der Anwendung von Chromsäure leicht zu Aceton oxidiert werden. Andere Oxidationsmittel könnten ebenfalls recht wirksam sein. Das gleiche Ergebnis könnte auch durch Dehydrierung von Isopropylalkohol an einem erhitzten Kupferkatalysator erzielt werden. Sehen Sie sich das Beispiel der Reaktion an:

(CH3)2CHOH → (CH3)2CO + H2

Eine weitere interessante chemische Eigenschaft von 2-Propanol besteht darin, dass es bei der Meerwein-Ponndorf-Verley-Reduktion und anderen Transferhydrierungsreaktionen sowohl als Lösungsmittel als auch als Hydrid dienen kann. Durch Erhitzen mit Schwefelsäure kann es entwässert werden.

Wo kann man hochwertigen Isopropylalkohol kaufen?

Wenn Sie Isopropylalkohol CAS 67-63-0 kaufen möchten, sollten Sie eine Reihe wichtiger Merkmale des ausgewählten Lieferanten berücksichtigen. Dazu gehören Vorschriften und Zertifizierungen für Vertrieb, Lieferung und Kundenbetreuung. Sie sollten auch Preisfaktoren berücksichtigen. Hier zum Beispiel – https://chemist.eu/de/catalog/chemical-reagents/isopropyl-alcohol-999-cas-67-63-0 – variiert Isopropylalkohol 99 %, selbst wenn der Konzentrationsunterschied nur den Bruchteil eines Prozents beträgt . Dennoch können Sie es legal kaufen und mit einer schnellen und sicheren Lieferung rechnen.

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Oper Leipzig Wolfgang Amadeus Mozart Die Zauberflöte Premiere: Sa. 28.10.2023, besucht von Léonard Wüst

Oper Leipzig Foto Kirsten Nijhof

Der Vorhang geht bald auf für Mozarts Zauberflöte

Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig

 

Inszenierung und Besetzung
Musikalische Leitung Jonathan Darlington
Inszenierung Matthias Davids
Bühne und Video Mathias Fischer-Dieskau
Kostüme Susanne Hubrich Licht Guido Petzold
Dramaturgie Kara McKechnie Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint
Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester
Sarastro Randall Jakobsh Tamino David Fischer
Sprecher Mathias Hausmann Erster Priester Sejong Chang
Zweiter Priester Sven Hjörleifsson Dritter Priester Marian Müller
Königin der Nacht Julia Sitkovetsky Pamina Samantha Gaul
1. Dame Olga Jelínková 2. Dame Kathrin Göring
3. Dame Nora Steuerwald 1. Knabe Ceano Hall
2. Knabe Arthur Geisler 3. Knabe Hannes Becker
Papageno Jonathan Michie Papagena Alice Chinaglia
Monostatos Dan Karlström
1. geharnischter Mann Sven Hjörleifsson
2. geharnischter Mann Sejong Chang

 

Grundsätzliches zum Werk
Prinz Tamino und Pamina, fast noch Kinder, werden sowohl von Sarastro wie von der sternflammenden Königin der Nacht manipuliert: Pamina, Tochter der Königin, wurde von Sarastro entführt. Die zwei Machtinhaber vertreten das Männliche und das Weibliche und kämpfen, von der absoluten Richtigkeit ihrer jeweiligen Systeme überzeugt, um den siebenfachen Sonnenkreis, Symbol der alleinigen Vormachtstellung in der Welt. Die beiden jungen Menschen aber kämpfen vor allem um eins – um ihre Liebe. Papageno, Taminos Begleiter bei der gefährlichen Mission und von Beruf Vogelfänger in Stellung bei der Königin, sorgt als Vertreter alles Irdischen mit Witz und Charme für Bodenhaftung und, glücklich vereint mit Papagena, für Nachwuchs.

Szenenbild von Tom Schulze  Die Zauberflöte an der Oper Leipzig
Szenenbild von Tom Schulze Die Zauberflöte an der Oper Leipzig

Emanuel Schikaneder hat als Vorlage u.a. das Märchen „Prinz Lulu oder die Zauberflöte“ von August Jacob Liebeskind verwendet. Sein Libretto und insbesondere Mozarts Musik fordern ein Theater, das die verwandelnde Kraft der Liebe offenbart und eines, das die Grenzen scharf beleuchtet, wenn die Liebe sich nicht durchzusetzen vermag. Obwohl die Oper bereits 1791 uraufgeführt wurde, hat diese Thematik einen–leider– hoch aktuellen Bezug. In „Die Zauberflöte“ sind es diese diametralen Reiche und ihre Machthaber, des weibliche verkörpert durch die Königin der Nacht, auf der andern Seite das männliche, durch Sarastro und seine Ausführungsgehilfen.

Magische Klänge in Leipzig

Eine Opern Première ist immer auch ein Stelldichein der «haute volée» und der Adabeis einer Stadt. Das war auch in Leipzig nicht anders und so grüsste man jene und jenen in den Foyers des Traditionshauses Augustusplatz.

Political correctness hält auch an Opernhäuser Einzug

Zauberflöte Szenenfoto von Tom Schulze
Zauberflöte Szenenfoto von Tom Schulze

Worte wie „Weib“ und „Mohr“ sind inzwischen tabu, sogar bei Aufführungen von Mozarts Dialogoper „Die Zauberflöte“, die man heute wohl eher als Musical bezeichnen würde. An der Oper Leipzig hat Regisseur und Musical-Experte Matthias Davids diese jetzt nicht nur im Text, sondern auch sonst konform umgearbeitet. So singt man zwar textbuchkonform von Weibern, im Übertitel aber wird Frauen geschrieben. Der «böse Mohr» mutiert politisch korrekt, zum «bösen Mann usw.

Bevor sich der Vorhang hebt, während der Ouvertüre erscheinen die Figuren auf der Vorbühne und gucken erst neugierig, dann verwirrt in den Orchestergraben, bevor sie sich wieder in die Kulissen zurückziehen.

Nach der schwungvollen Ouvertüre hebt sich der Vorhang und es züngelte bedrohlich eine auf die Kulisse projizierte, riesige  Kobra

 

 

 

 

 

Ein Moderner und Zugänglicher Ansatz

Papageno
Papageno

Die Produktion zeichnete sich durch einen modernen und unbeschwerten Ansatz aus, der auf politische Korrektheit und Zugänglichkeit setzte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Innovative Bühnengestaltung

Papagena und Papageno
Papagena und Papageno

Die Bühne hatte in der Mitte eine geneigte Fläche, die von Spiegelwänden umgeben war, was einen einfallsreichen Raum schuf. Bei Matthias Fischer-Dieskau (Bühne und Video) sind aber keine Kulissen aufgebaut, lediglich eine Spiegelwelt dreier großer Spiegel ist zu sehen: Ein üppiges optisches Spektakel mit Lichteffekten, Schattenspielen, Projektionen, in der vor allem die fantastisch-modernen Kostüme von Susanne Hubrich eindrucksvoll zur Geltung kommen und v den Charakteren eine verspielte Note verleihen.

 

 

 

 

 

 

Starke Darbietungen

Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig
Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig

Besonders bemerkenswerte Darbietungen waren die von Amelie Petrich als Papagena, die in ihrer begrenzten, aber denkwürdigen Rolle glänzte, und von Dan Karlström als Monostatos, beide lieferten starke Darstellungen. Randall Jakobsh überzeugte als Sarastro, und Samantha Gauls Pamina zeichnete sich durch Klarheit aus. Zudem bewiesen Samantha Gaul, Pamina und David Fischer, Tamino, dass Arien, gesungen im Jeansoutfit, keineswegs an Qualität einbüssen müssen.

Taminos Arie „Wie stark ist nicht Dein Zauberton“ mit großem Elefanten sowie die „Feuer- und Wasserprobe“ die das Prinzenpaar tatsächlich von den Elementen umgeben zeigt. David Fischer ist dabei ein jungenhafter Tamino mit schönem Ton und lockerem Spiel, dem jungen Leonardo di Caprio gleich, wie meine Begleiterin bemerkte.

Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig
Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig

Samantha Gaul ist die perfekt dazu passende, mädchenhafte Pamina. Sie singt ihre Partie glockenhell und überzeugt mit sehr natürlichem Spiel, das auch die Zwischentöne und Unausgesprochenes reflektiert. In ihrer Reaktion sieht man viel mehr von der doppeldeutigen Übergriffigkeit des „In diesen heil ‘gen Hallen“ als in Sarastros Gesang. Auch im zärtlichen „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ mit dem burschikos aufspielenden, flapsig-heutigen Papageno (Jonathan Michie) lässt sie die Möglichkeiten einer anderen Wendung durchscheinen.

Freude, Schalk und Ironie verbreiteten auch die lebenslustigen drei Damen Olga Jelinkowa, Katrhin Göring und Nora Steuerwald und die drei Thomanerknaben führten Tamino und Papageno voller Elan und Sangesfreude durch die diversen Prüfungen.

Minimalistische Bühnengestaltung

Die Produktion zeichnete sich durch einen minimalistischen Ansatz bei der Bühnengestaltung und den Einsatz von Projektionen aus, insbesondere bei der Darstellung von Tieren.

Starke Priester-Szenen

Die Priester-Szenen der Produktion wurden als einer der stärksten Momente empfunden.

Musikalische Meisterleistung

Im Orchestergraben wurde die Aufführung vom Gewandhausorchester unter souveräner Leitung von Jonathan Darlington begleitet.

Glanzvolle Chorszenen

Die Chorszenen wurden als Höhepunkt angesehen, mit klarer Artikulation und wunderschönem Gesang.

Moderne Interpretation

Tamina mit der Zauberflöte
Tamina mit der Zauberflöte

Zusammenfassend bot die Produktion der Leipziger Oper von “Die Zauberflöte” unter der Regie von Matthias Davids eine moderne und zugängliche Interpretation mit innovativen Elementen sowohl in der Inszenierung als auch im Kostümdesign. Bemerkenswerte Darbietungen und gut umgesetzte Chorszenen trugen zum Gesamterlebnis bei, während der Ansatz der Produktion zu bestimmten Themen und Symbolen unkonventionell war. Das grösstenteils doch eher dem älteren Semester zuzurechnenden Publikum gefiel diese frische Interpretation vom Mozarts Klassiker sehr gut und es bezeugte dies auch mit entsprechendem Szenenapplaus und einem stürmischen, langanhaltendem Schlussapplaus.

Text: www.leonardwuest.ch

Footos   Tom Schulze  www.oper-leipzig.de

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Die Königin der Nacht bei ihrer wohl berühmtesten Arie

Pamina küsst Tamino kritisch beäugt von Sarastro

 

Szenenbild von Tom Schulze Die Zauberflöte an der Oper Leipzig

Szenenbild aus „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig

Die drei Thomanerknaben führten durch die Prüfungen Foto Tom Schulze

 

Zauberflöte Szenenfoto von Tom Schulze

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Luzerner Theater Tanz, Exploration of Energy, besucht von Gabriela Bucher – Liechti

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Lida Doumouliaka

Produktionsteam

Choreografie
Lida Doumouliaka
Bühne, Kostüme und Licht Caro Stark
Dramaturgie
Wanda Puvogel

Jae-Duk Kim

Produktionsteam
Bühne, Kostüme und Licht
Caro Stark
Dramaturgie
Wanda Puvogel
Besetzung: Tanz Luzern

Exploration of Energy Foto Andreas Etter
Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Unter dem Titel «Exploration of Energy» zeigt das Luzerner Theater zwei Ballett-Uraufführungen, welche, wie der Titel es sagt, die Energie erforschen, dies auf ganz unterschiedliche und trotzdem auch ähnliche Weise. Der südkoreanische Choreograph Jae-Duk Kim erzählt nicht primär Geschichten auf der Bühne, er will vor allem Stimmungen wiedergeben und Atmosphären schaffen mit der Musik, die er selber komponiert. Und das gelingt ihm hervorragend in seinem Stück «JE-UI», welches als Uraufführung im Luzerner Theater seit Mitte Oktober und noch bis Januar 2024 auf dem Programm steht. «JE-UI» kommt aus dem Chinesischen und bedeutet so viel wie Ritus. An einen Ritus erinnert auch die erste Szene. Der Vorhang hebt sich auf eine eng zusammenstehende Gruppe schwarzgekleideter Tänzer*innen mit achteckigen Hüten auf gesenkten Köpfen. Die anfänglich sehr langsamen, fliessenden Bewegungen haben etwas Religiöses, aber auch etwas Mystisch-Unheimliches. Einerseits blinken auf den Hüten ab und zu kurze Lichter auf wie Augen von Aliens, ob gewollt oder nur der Wiederschein der Scheinwerfer sei dahingestellt. Andererseits erinnern die ersten, elektronischen Beats an eine Totenglocke.

Exploration of Energy Foto Andreas Etter
Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Die Gruppe beginnt sich zu bewegen, anfänglich sind aber nur Hände wirklich sichtbar, bewegen sich synchron nach vorne, recken sich nach oben, zeichnen sich haarscharf ab auf den schwarzen Kostümen. Dann dividiert sich der Knäuel in individuelle Bewegungen, um aber immer wieder in gleichfliessende Gesten zurückzufinden. Was sanft und schwingend beginnt, ab und an wie in Zeitlupe, nimmt immer mehr an Fahrt auf. Köpfe, Gesichter werden sichtbar, später fallen auch die Hüte und die schwarzen Übermäntel. Immer wieder finden die Körper sich zwar in diese langsamen synchronen Bewegungen, dann erinnern sie an Roboter, manchmal an asiatischen Kampfsport, die Musik mit ihrem Beat treibt sie aber auch immer wieder an und setzt sich gleichzeitig im Körper der Zuschauer fest. Frenetisch steigern sich die Tänzer*innen in fast unvorstellbar schnelle Bewegungsabläufe, denen man gegen Ende kaum mehr folgen kann. Standing Ovations in der Pause sind nicht üblich, aber man konnte nicht anders als aufstehen, um die Tänzer*innen für diese unglaubliche Leistung zu honorieren.

 

 

 

Zu Bewegung gewordene Musik

Exploration of Energy Foto Andreas Etter
Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Im zweiten Teil steht Strawinskis «Sacre du Printemps» auf dem Programm, auch da geht es um einen Ritus. Aber wie Jae-Duk will die griechische Choreographin Lida Doumouliaka nicht die Geschichte dieses Stücks erzählen, sie will dessen Musik sichtbar machen. Sie analysiert die Partitur und setzt sie um in Bewegungen. Mit dem Wissen um die Komplexität dieser Komposition fragt man sich, ob das gelingen kann. Aber auch das gelingt hervorragend! In erdfarbenen, fliessenden Kostümen erzählen die Tänzer*innen die Musik so, dass sie wirklich sichtbar wird. Genau so müssen die Trompetenklänge aussehen, genau so das Fagott-Solo, genau diese zitternden Körper interpretieren die Streicherpassage, Armbewegungen, Hebungen, verlangsamte Schritte, alles macht Sinn, erzählt die Musik und damit auch eine ganz eigene Geschichte. Man sitzt da, fasziniert, berauscht und mit ab und zu einem inneren Lachen vor lauter Begeisterung über eine besonders expressive Passage, eine besonders gelungene Interpretation.

Exploration of Energy Foto Andreas Etter
Exploration of Energy Foto Andreas Etter

In beiden Stücken wird dem Tanz-Ensemble alles abverlangt, die Energie wird bis an ihre Grenzen erforscht und ausgelotet, die Leistung scheint fast unmenschlich, die Begeisterung des Publikums ist dementsprechend riesig und kennt ebenfalls fast keine Grenzen.

Fazit dieses aussergewöhnlichen Abends: Hingehen und sich berauschen lassen von diesen zwei grossartigen Tanz-Riten!

Text: www.gabrielabucher.ch

Fotos: Szenenfotos von Anbdreas Etter www.luzernertheater.ch

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Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

Exploration of Energy Foto Andreas Etter

 

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Innovative Technologie und angewandte Forschung für die Erzeugung und Verarbeitung von Wasserstoff für die Energiewende

Beschichtete Bipolarplatte (links: unbeschichtet, Mitte: Titanbeschichtung, rechts: Kohlenstoffbeschichtung)  Finn Hoyer  © Fraunhofer FEP
Beschichtete Bipolarplatte (links: unbeschichtet, Mitte: Titanbeschichtung, rechts: Kohlenstoffbeschichtung) Finn Hoyer © Fraunhofer FEP

Die Wasserstofftechnologie spielt eine entscheidende Rolle bei der
Energiewende und bietet klimafreundliche Alternativen zu fossilen
Energieträgern. Zum erfolgreichen Hochlaufen der Wasserstoffwirtschaft
werden hochproduktive Technologien für die kostengünstige Produktion der
benötigten Baugruppen zur Erzeugung und Nutzung benötigt. Am Fraunhofer
FEP wurde  eine Metallband-Pilotanlage zur plasmaaktivierten
Elektronenstrahlverdampfung für
die hochproduktive Beschichtung von Bipolarplatten für Elektrolyseure und
Brennstoffzellen qualifiziert. Die Ergebnisse werden im Rahmen der Clean
Hydrogen Convention, vom 25.-26.10.2023, am Fraunhofer Gemeinschaftsstand,
auf der Messe Dresden präsentiert.

Die Wasserstofftechnologie wird als ein Schlüsselelement zum Gelingen der
Energiewende gesehen, einerseits zur Speicherung und zum Transport
erneuerbarer Energie, andererseits um CO2-Emissionen aus fossilen
Energieträgern in Industrieprozessen und im Verkehrssektor durch
klimafreundliche Alternativen zu ersetzen. Im Zuge dessen werden derzeit
viele Maßnahmen im Rahmen der nationalen Wasserstoffstrategie der
Bundesregierung in Deutschland initiiert.

Der Markthochlauf der Wasserstoffwirtschaft erfordert hochproduktive
Technologien für die kostengünstige Serien- und Massenproduktion von
Baugruppen zur Wasserstofferzeugung und -nutzung. Das Fraunhofer FEP ist
führend in der Entwicklung von Elektronenstrahl- und Plasmatechnologien
für verschiedenste Anwendungen. Auch in der Wasserstofftechnologie können
die Vorzüge von Elektronenstrahlen von großem Nutzen sein, da sie eine
Fülle physikalischer, chemischer und biologischer Wirkungen mit hoher
energetischer Effizienz, exzellenter Präzision und technologischer
Flexibilität vereinen. Ein Beispiel hierfür ist die plasmaaktivierte
Elektronenstrahlverdampfung – ein Vakuumbeschichtungsverfahren, welches
zugleich großen Durchsatz und hohe Schichtqualität ermöglicht. Genau diese
Kombination ist für die Beschichtung von Komponenten, z. B. von
Bipolarplatten für Elektrolyseure sowie Brennstoffzellen, entscheidend.

Das Fraunhofer FEP verfügt mit der In-line-Vakuum-Beschichtungsanlage MAXI
über eine einzigartige Pilotanlage für die Beschichtung metallischer
Platten und Bänder und hat diese nun für die Beschichtung von
Bipolarplatten qualifiziert. Dr. Burkhard Zimmermann, Bereichsleiter für
Elektronenstrahltechnologien am Fraunhofer FEP, erklärt dazu:
„Bipolarplatten sind ein wichtiges Element von Brennstoffzellen und müssen
dort in einer chemisch aggressiven Umgebung langzeitstabil funktionieren.
Dafür müssen sie mit Beschichtungen versehen werden, welche die
Bipolarplatten zuverlässig schützen und zugleich eine hinreichende
elektrische Leitfähigkeit gewährleisten. Mit unserer Anlagentechnik und
unserem über Jahrzehnte aufgebautem Know-How in der Entwicklung
hocheffizienter Beschichtungstechnologien können wir hier einen
bedeutenden Beitrag für die Hochratebeschichtung von verschiedenen
Substraten leisten. Mittels plasmaaktivierter Elektronenstrahlverdampfung
können beispielsweise duktile, umformbare Schichten auf Metallband
aufgebracht werden, bevor diese zu Bipolarplatten geprägt werden.“

Die Beschichtung des Materials vor dem Prägeprozess gilt als
entscheidender Schritt für eine Hochskalierung der Produktion im Rolle-zu-
Rolle Verfahren. Herausforderung ist hierbei die Umformbarkeit der
Schicht. Um dies sicherzustellen wird eine dichte Makrostruktur in der
Schicht mit möglichst großen Kristalliten erforderlich. Diese
Schichteigenschaften lassen sich durch die entwickelten Prozesse am
Fraunhofer FEP realisieren; mit der Anlage MAXI steht sowohl für die
Forschung und Entwicklung als auch für die Pilotproduktion eine innovative
Rolle-zu-Rolle- sowie Sheet-to-Sheet-Anlage für die Hochratebeschichtung
entsprechender Substrate zur Verfügung.

Erste Ergebnisse bei der Beschichtung von 250 mm breiten und 50 µm dicken
metallischen Bändern mit Titan zeigten bereits homogene Schichten im
Dickenbereich von 200 nm mit grobkristallinem Gefüge, die bei
Bandgeschwindigkeiten von 10 m/min erzeugt werden konnten. Dr. Stefan
Saager, Leiter der Gruppe Beschichtung Metall und Energietechnik,
erläutert: „Vorteilhaft bei diesem Prozess ist, dass die
Substrattemperatur auf maximale Werte von unter 250 °C begrenzt werden
kann. Durch die geringe Wärmebelastung können ferner auch sensibler
Materialien wie elektrisch leitfähige Polymere beschichtet werden, die
eine innovative Alternative für Batterien und Brennstoffzellen
darstellen.“

Die Möglichkeiten der Hochratebeschichtung für Komponenten in der
Wasserstofftechnologie sowie weitere Fokusthemen in der Nutzung von
Elektronenstrahl- und Plasmatechnologien stellen die Wissenschaftler
während der Clean Hydrogen Convention 2023, am Fraunhofer-
Gemeinschaftsstand Nr. B-11 in Halle 3, auf der Messe Dresden vom 25. bis
26. Oktober vor.

Fraunhofer auf der Clean Hydrogen Convention 2023
25. – 26. Oktober 2023
Messe Dresden
Stand Nr. B-11 in Halle 3

https://hzwo.eu/veranstaltungen/cleanhydrogenconvention2023

Am Stand erwarten Sie folgende Exponate und Themen:

Bipolarplatten für Elektrolyseure und Brennstoffzellen
Einzigartige Metallband-Pilotanlage MAXI mit Elektronenstrahltechnologien
für hochproduktive Bipolarplatten-Beschichtung
Vortrag:
Donnerstag, 26. Oktober 2023
13:00 Uhr, NOW-Bühne CHC Fair, Halle 3
Highly productive electron beam and plasma technologies for hydrogen
applications
Dr. Burkhard Zimmermann, Bereichsleiter Elektronenstrahl, Fraunhofer FEP

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