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Alumni Award 2023: IU würdigt Spitzenabsolvent:innnen

IU Alumni Awards 2023 Finalisten
IU Alumni Awards 2023 Finalisten

Eine Anerkennung für bemerkenswerte Karrieren und inspirierende Projekte.

•       Die IU vergibt zum vierten Mal die Alumni Awards in den Kategorien
Professional Success, Entrepreneurship und Sustainability.
•       Erstmals verleiht die IU die Auszeichnung Special Mention AI für
besondere Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz.
•       Zum zweiten Mal vergibt die IU die Auszeichnung Special Mention
für eine Karriere in einem Arbeitsfeld mit hohem gesellschaftlichem
Impact.

Die IU Internationale Hochschule (IU), die größte Hochschule Deutschlands,
vergibt zum vierten Mal die Alumni Awards für außergewöhnliche Karrieren,
unternehmerische Erfolge, Nachhaltigkeits- sowie digitale Bildungsprojekte
ehemaliger Studierender in den Kategorien Professional Success,
Entrepreneurship und Sustainability, sowie gesondert die Auszeichnungen
Special Mention und Special Mention AI.

Kategorie Professional Success
Alumni Award-Preisträgerin 2023: Stela Koleva
Die Gewinnerin in der Kategorie „Professional Success“ ist Stela Koleva
(M. A. General Management). Die IU-Alumna aus Prag hat eine bemerkenswerte
Karriere innerhalb eines sehr dynamischen IT-Unternehmens verfolgt und ist
heute als Vice President eines Technologie-Start-ups tätig: Kurz nach
Start ihrer Führungskarriere als Supervisorin bei Concur – damals noch ein
Start-up-Unternehmen, das in der Zwischenzeit von SAP übernommen wurde –
begann sie ihren Master an der IU. Innerhalb von 5 Jahren entwickelte sie
sich von der technischen Supervisorin einer Abteilung mit drei
Beschäftigten hin zur strategischen Managerin eines 300-köpfigen Teams und
war zuletzt sowohl als Vice President von SAP Concur Services and Support
in der EMEA-Region für die Festlegung und Umsetzung der EMEA-Support-
Organisation als auch als Country Directorin für SAP Concur Czech für
diverse Niederlassungen in Tschechien mit rund 500 Mitarbeiter und
Mitarbeiterinnen aus bis zu 60 Ländern verantwortlich. Seit Mai 2023 ist
sie als Vice President Support und Services für Mews, einem Anbieter von
technischen Hospitality Systemen, tätig.

„Mit der Vergabe des Awards für Professional Success möchten wir Stela
Koleva’s stetige Karriereentwicklung innerhalb eines wachsenden IT-
Unternehmens gerade im Hinblick auf unsere IU Kern-Aspekte Flexibilität
und Equality honorieren: Sie hat es geschafft, parallel zum Fernstudium
frühzeitig hohe Führungsverantwortung in einer stark männerdominierten
Branche zu übernehmen“, so die Erklärung der Jury.

Kategorie Entrepreneurship
Alumni Award-Preisträger 2023: Bastian Mahmoodi
Den Alumni Award 2023 in der Kategorie „Entrepreneurship“ gewinnt der IU-
Alumnus Bastian Mahmoodi (B. A. International Management). Mit seiner
Geschäftsidee unterstützt er Fachkräfte bei der Migration nach Deutschland
und vermittelt an kleine und mittlere Unternehmen wertvolle Talente aus
dem Nicht-EU-Ausland: Nach dem eigens entwickelten Konzept „Guided
Immigration Made in Germany“ begleitet die 2018 von Bastian Mahmoodi
gegründete Personalvermittlungsfirma VISABEE internationale Talente aus
dem medizinischen Bereich bei der Einwanderung und Jobsuche in
Deutschland. VISABEE ermöglicht zunächst kleinen und mittleren
Unternehmen, Stellen in dem internationalen Partner-Netzwerk von VISABEE
auszuschreiben, und nimmt eine erste Auswertung der Bewerbenden vor.
Sobald sich Arbeitnehmende und Arbeitgebende einig sind, übernimmt VISABEE
die Abwicklung bis zur Ankunft am Arbeitsplatz – von der Organisation von
Sprachkursen über den Partner Berlitz bis hin zur Begleitung in
administrativen Fragen. Für die nahe Zukunft plant VISABEE, neben dem
aktuellen Schwerpunkt Gesundheitswesen im Bereich Mobilität aktiv zu
werden und Zuwanderungskonzepte für Berufskraftfahrer:innen auf den Weg
bringen. Eine Plattform für einen vereinfachten Zugang für
Unternehmenskunden ist ebenfalls im Aufbau.

„Mit der Umsetzung seiner Geschäftsidee baut Bastian Mahmoodi Brücken
zwischen kleinen und mittleren Unternehmen und Talenten aus dem Nicht-EU-
Ausland und trägt so dazu bei, den Fachkräftemangel in einem
gesellschaftlich sehr wichtigen Bereich zu reduzieren“, begründet die Jury
ihre Entscheidung.

Kategorie Sustainability
Alumni Award-Preisträger 2023: Hendrik Marx-Altkuckatz
Der Sustainability Alumni Award geht dieses Jahr an Hendrik Marx-
Altkuckatz (M.A. Business Administration). Der IU-Absolvent treibt in
einem international tätigen Unternehmen mit Fokus auf die Sektoren
Landwirtschaft, Bau und Energie Projekte voran, die dem Ziel dienen, die
Decarbonisierung des Konzerns zu beschleunigen: Im Rahmen der
Klimastrategie der BayWa, die in seinem Verantwortungsbereich liegt,
setzte er gemeinsam mit dem Finanzvorstand, Controlling und weiteren
internen Stakeholdern ein System namens “Internal Carbon Price” (ICO) auf,
in dem intern die Treibhausgasemissionen bepreist werden. Dieses
errechnete Budget wird auf jährlicher Basis ausschließlich dafür genutzt,
Maßnahmen zu finanzieren, die einen positiven Beitrag auf die Emissionen
haben, wie zum Beispiel die Umstellung auf Elektroautos und
klimafreundlichere Heizungssysteme, diverse Effizienzverbesserungen an
technischen Anlagen etc. Das besondere hieran ist, dass sie, anders als
bei anderen Unternehmen beziehungsweise dem so genannten „Schattenpreis“,
ihren Emissionen einen direkten Geldwert zumessen und zweckgebunden
reinvestieren. Somit hat er ein Governance-System etabliert, welches
konzernweit zielgerichtete Investitionen ermöglicht und andererseits die
Erfüllung der Klimastrategie sicherstellen kann. Außerdem baut er als
Leitung die Geschäftsneuheit "BayWa Carbon Services" auf, die Beratung zur
Umsetzung von Klimastrategien anbietet und mit Kooperationspartnerschaften
wie der Siemens AG / SiGreen, der CAS AG / Sust:ain Data, der Vista GmbH
und der RSS – Remote Sensing Solutions GmbH zusammenarbeitet.

„Hendrik Marx-Altkuckatz setzt in einem großen Unternehmen auf
internationaler Basis Projekte mit einem hohen Nachhaltigkeitsanspruch und
starker Wirkung um“, so die Jury.

Special Mention
Alumni Award-Auszeichnung für Marcus Courvoisier
Zum zweiten Mal vergibt die IU die Auszeichnung Special Mention für eine
Karriere in einem Arbeitsfeld mit hohem gesellschaftlichem Impact: Diese
Auszeichnung geht an Marcus Courvoisier (B. A. Soziale Arbeit), der direkt
nach Abschluss seines dualen Studiums in jungen Jahren die
Einrichtungsleitung eines Jugendzentrums übernahm. Nach einer beruflichen
Station als Standortleitung Hamburg des Kita-Anbieters KMK kinderzimmer
ist er aktuell in einer Führungsposition als Standortleiter bei der Rudolf
- Ballin - Stiftung e.V. tätig.

„Mit der Special Mention-Auszeichnung möchten wir Marcus Courvoisier‘
zügige Karriere und sein berufliches Engagement in einem für die
Gesellschaft äußerst wichtigen Bereich würdigen“, so die Jury.

Special Mention AI
Alumni Award-Auszeichnung für Sven Steinert
Zum ersten Mal vergibt die IU die Auszeichnung Special Mention AI für
besondere Projekte im Bereich Künstliche Intelligenz, die als Ziel einen
besonderen Impact auf unsere Gesellschaft verfolgen: Diese Auszeichnung
geht an den IU-Absolventen Sven Steinert (B. A. International Management),
der mit seiner Plattform SUSTAINX als Managing Director KI-basierte
Technologie mit kollektiver Intelligenz aus Wissenschaft und Wirtschaft
kombiniert, um deren Nachhaltigkeitsambitionen in konkrete Maßnahmen
umzusetzen. SUSTAINX ist eine Nachhaltigkeitsplattform und Community mit
über 4.000 Mitglieder:innen, die Zugang zu über 2.500 Best Practices und
Lösungen bietet, die funktionsübergreifende Zusammenarbeit in Unternehmen
erleichtert und eine branchenübergreifende Vernetzung mit Vordenkern und
Vordenkerinnen der Nachhaltigkeit ermöglicht. Die KI-basierte Community-
Lösung bietet Mitgliedern die Möglichkeit einer strukturierten
Wissensvermittlung, um spezifische Themen und passende Angebote für
Lösungen zu finden, gemeinsam mit anderen Mitgliedern Lösungen zu
entwickeln und zu diskutieren – moderiert von einer Fachgruppe für
Nachhaltig und Beratenden.

„Mit seiner Plattform SUSTAINX leistet Sven Steinert einen wichtigen
Beitrag, mit Hilfe von KI-Technologie die Vernetzung von Nachhaltigkeits-
Strategen und damit auch die nachhaltige Transformation in Unternehmen und
Institutionen zu fördern“, so die Jury.

Award-Verleihung 2024
Die Alumni Awards werden beim nächsten virtuellen Alumni Event im ersten
Quartal 2024 verliehen. Als Gewinn können die Preisträger:innen eine
Weiterbildung aus dem vielfältigen Angebot der IU Akademie mit einer Dauer
von bis zu vier Monaten in Vollzeit oder acht Monaten in Teilzeit wählen.

Über den IU Alumni Award
Mit dem Alumni Award honoriert die IU Internationale Hochschule seit 2020
besondere Erfolge und Projekte ihrer Absolvent:innen. Die Mitglieder:innen
der Jury in 2023 sind: Prof. Dr. Holger Sommerfeldt (Rektor der IU), Prof.
Dr. Anastasia Hermann (Mitglied des Rektorats) sowie Thorsten Pütsch
(Director Communications an der IU).

ÜBER DIE IU INTERNATIONALE HOCHSCHULE
Mit über 100.000 Studierenden ist die IU Internationale Hochschule (IU)
die größte Hochschule in Deutschland. Die private, staatlich anerkannte
Bildungseinrichtung mit Hauptsitz in Erfurt nahm im Jahr 2000 ihren
Betrieb auf und ist heute in mehr als 35 deutschen Städten vertreten.
Studierende aus über 180 Nationen gestalten ihr Studium ganz nach ihren
Bedürfnissen: ob praxisintegriertes duales Studium, flexibles Fernstudium
oder individuelles myStudium, das Online-Selbststudium und Campusleben
kombiniert. Die IU möchte Menschen weltweit Zugang zu personalisierter
Bildung ermöglichen für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben. In mehr
als 150 deutsch- sowie über 50 englischsprachigen Studienprogrammen im
Bachelor-, Master- und MBA-Bereich vermittelt die IU Studierenden
zukunftsrelevante Schlüsselkompetenzen. Eine digital gestützte
Lernumgebung sowie der Einsatz von KI-Lösungen verhelfen den Studierenden
zu optimalen Lernergebnissen und -erlebnissen. Als eine der weltweit
ersten Hochschulen hat die IU einen eigenen, KI-gestützten Lernbuddy
entwickelt und im Einsatz. Die IU kooperiert mit über 15.000 Unternehmen
und unterstützt sie bei der akademischen Ausbildung von Fachkräften. Zu
den Partnern gehören unter anderem Motel One, Vodafone, die AWO und die
Deutsche Bahn. Weitere Informationen unter: www.iu.de

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Vortrag: Verunreinigungen der Luft – Vom Kanarienvogel zum Citizen Monitoring

Anfang des 20. Jahrhunderts waren es Vögel, die gifte Gase in Bergwerken
aufspüren sollten – heute kümmern sich Bürgerinnen und Bürger um Fragen
der Luftqualität, indem sie selbst Sensoren für Messungen einsetzen und
andere über Verunreinigungen aufklären. Diese Entwicklung thematisiert der
Vortrag „Vom Kanarienvogel zum Citizen Monitoring: Wohlstandseffekte
personalisierter Luftdaten“. Dazu spricht Alexander Dangel, Doktorand am
Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität
Heidelberg. Sein Vortrag am 11. Dezember 2023 ist Teil der Ruperto Carola
Ringvorlesung, die im Wintersemester den Titel „ÜberMorgen – Junge
Forscher:innen der Universität Heidelberg“ trägt.

Pressemitteilung
Heidelberg, 7. Dezember 2023

Vortrag: Verunreinigungen der Luft – Vom Kanarienvogel zum Citizen
Monitoring
Alexander Dangel spricht in der Ruperto Carola Ringvorlesung über die
Auswirkungen individueller Beiträge zur Luftreinhaltung

Anfang des 20. Jahrhunderts waren es Vögel, die gifte Gase in Bergwerken
aufspüren sollten – heute kümmern sich Bürgerinnen und Bürger um Fragen
der Luftqualität, indem sie selbst Sensoren für Messungen einsetzen und
andere über Verunreinigungen aufklären. Diese Entwicklung thematisiert der
Vortrag „Vom Kanarienvogel zum Citizen Monitoring: Wohlstandseffekte
personalisierter Luftdaten“. Dazu spricht Alexander Dangel, Doktorand am
Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften der Universität
Heidelberg. Sein Vortrag ist Teil der Ruperto Carola Ringvorlesung, die im
Wintersemester den Titel „ÜberMorgen – Junge Forscher:innen der
Universität Heidelberg“ trägt. Damit will die Universität aufzeigen, wie
der wissenschaftliche Nachwuchs mit seiner Forschung dazu beiträgt, den
großen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen. Die Veranstaltung mit
Alexander Dangel findet am 11. Dezember 2023 in der Aula der Alten
Universität statt und beginnt um 18.15 Uhr.

Schon im frühen 20. Jahrhundert setzten Bergarbeiter Kanarienvögel ein, um
giftige Gase in Bergwerken aufzuspüren und somit Gefahren an ihrem
Arbeitsplatz zu minimieren. Durch technologischen Fortschritt erlebt
Luftreinhaltung heute eine bedeutsame Revolution, wie der Referent betont.
Bürgerinnen und Bürger erwerben zunehmend kostengünstige Sensoren, um
Auto- und Industrieabgase, Waldbrandrauch und Innenraumluft zu messen,
sich gegen Gesundheitsrisiken zu schützen und ihre Mitmenschen über
Luftverunreinigungen aufzuklären. Auf der Grundlage neuer
wissenschaftlicher Erkenntnisse und eigener empirischer Forschung
erläutert Alexander Dangel in seinem Vortrag die Auswirkungen dieser
jüngsten Entwicklung für Mensch und Gesellschaft. Dabei geht es um Fragen
der Umweltgerechtigkeit ebenso wie um psychologische Aspekte im
Zusammenhang mit personalisierten Luftdaten. Alexander Dangel promoviert
auf dem Gebiet der Umweltökonomik. Im Rahmen seiner Dissertation
untersucht er sozio- und verhaltensökonomische Aspekte der
Luftverschmutzung.

Die Ruperto Carola Ringvorlesung ist Teil eines Konzepts von Fokusthemen.
Damit will die Universität Heidelberg zweimal jährlich gesellschaftlich
relevante Forschungsfragen in unterschiedlichen Formaten an die breite
Öffentlichkeit herantragen. In der aktuellen Reihe, die sich dem
Fokusthema SCHWACH & STARK widmet, geben Nachwuchswissenschaftlerinnen und
Nachwuchswissenschaftler unterschiedlicher Fachdisziplinen Einblicke in
ihre Forschung zu den Bedingungen für eine lebenswerte Gesellschaft der
Zukunft. Anliegen der Reihe ist es, mit der interessierten Öffentlichkeit
ins Gespräch darüber zu kommen, wie sich gesellschaftliche
Herausforderungen – seien es Klimawandel, Gesundheitssystem oder
Stadtentwicklung – meistern lassen und welchen Beitrag Wissenschaft dazu
leisten kann.

Dem Vortrag mit Alexander Dangel folgen im laufenden Wintersemester vier
weitere Veranstaltungen, die jeweils montags in der Aula der Alten
Universität stattfinden. Beginn ist um 18.15 Uhr. Aufzeichnungen der
Vorträge sind zu einem späteren Zeitpunkt abrufbar auf heiONLINE, dem
zentralen Portal der Ruperto Carola mit Vorträgen, Diskussionsrunden und
Veranstaltungen in digitalen Formaten.

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Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D können langfristig die Gesundheit beeinträchtigen

Auch ein Nutzen durch die Kombination derartiger Präparate mit Vitamin K
ist nicht belegt

Vitamin D nimmt eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein: Anders als
die meisten Vitamine, die mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, kann
der Körper es selbst bilden, und zwar in der Haut unter dem Einfluss von
Sonnenlicht. Bei ausreichender Sonnenlichtbestrahlung trägt die
körpereigene Bildung zu 80 bis 90 Prozent zur Vitamin-D-Versorgung bei.
Für einige Menschen kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln mit
Vitamin D dennoch sinnvoll sein - z. B. für kranke oder pflegebedürftige
Personen, die sich kaum oder gar nicht im Freien aufhalten. Hochdosierte
Nahrungsergänzungsmittel mit 100 Mikrogramm (µg) bzw. 4.000
Internationalen Einheiten (IE) Vitamin D oder mehr pro Tagesdosis sind
aber für eine ausreichende Versorgung nicht nötig. „Wer solche Mittel
langfristig einnimmt, riskiert gesundheitliche Beeinträchtigungen“, sagt
Dr. Karen Ildico Hirsch-Ernst. „In einigen klinischen Studien wurde durch
die tägliche Gabe von 100 Mikrogramm Vitamin D über längere Zeit im
Vergleich zur Kontrolle eine stärkere Abnahme der Knochendichte bei
älteren Frauen, eine Erhöhung des Sturzrisikos sowie eine Verschlechterung
der Herzfunktion bei herzkranken Menschen beobachtet.“ Das Bundesinstitut
für Risikobewertung (BfR) empfiehlt: Wer als Verbraucherin oder
Verbraucher Vitamin D ergänzen möchte, sollte auf Nahrungsergänzungsmittel
mit bis zu 20 µg Vitamin D pro Tagesdosis zurückzugreifen. Mit dieser
Dosis lässt sich auch gänzlich ohne Sonnenbestrahlung der Haut die nötige
Vitamin D-Konzentration im Körper erreichen, ohne dass gesundheitliche
Beeinträchtigungen zu erwarten sind.

Wieviel Vitamin D der Körper bildet, ist von Mensch zu Mensch sehr
unterschiedlich und hängt von zahlreichen Faktoren wie Hauttyp, Alter und
Jahreszeit ab. So bilden etwa Menschen mit dunkler Haut weniger Vitamin D
als Menschen mit heller Haut und ältere Menschen weniger als jüngere. Im
Winterhalbjahr von Oktober bis März ist die Sonneneinstrahlung in
Deutschland darüber hinaus nicht stark genug für eine ausreichende
Produktion von Vitamin D.  Allerdings kann der Körper das Vitamin im Fett-
und Muskelgewebe speichern. Durch körperliche Aktivität kann es wieder
freigesetzt werden und im Winter zur Vitamin-D-Versorgung beitragen.

Allerdings werden nicht immer ausreichende Vitamin-D-Spiegel durch die
körpereigene Bildung erreicht. Daher kann eine zusätzliche Aufnahme von
Vitamin D über Präparate für bestimmte Personengruppen, insbesondere in
den Wintermonaten, sinnvoll sein.

Das Angebot Vitamin D-haltiger Nahrungsergänzungsmittel ist sowohl im
traditionellen Handel als auch im Internet riesig. Darunter sind auch
solche Mittel zu finden, die besonders hohe Dosen an Vitamin D enthalten,
teils in Kombination mit anderen Stoffen, wie etwa Vitamin K. Doch solche
hochdosierten Nahrungsergänzungsmittel sind aus Sicht des BfR nicht zu
empfehlen; vielmehr sollten sie nur unter ärztlicher Kontrolle eingenommen
werden.

Bei langfristiger Einnahme von hochdosierten Vitamin D-haltigen
Nahrungsergänzungsmitteln steigt das Risiko für gesundheitlich negative
Folgen. So wurde in einigen klinischen Studien durch die tägliche Gabe von
4.000 IE (100 µg) Vitamin D über längere Zeit im Vergleich zur Kontrolle
eine stärkere Verringerung der Knochendichte bei älteren Frauen, eine
Erhöhung des Sturzrisikos sowie eine Verschlechterung der Herzfunktion bei
herzkranken Menschen beobachtet. In exzessiven Mengen aufgenommen kann es
zur Vitamin-D-Vergiftung kommen. Diese zeigt sich durch eine ausgeprägte
Erhöhung der Calciumwerte im Blut. Symptome einer solchen Hypercalcämie
können z. B. Müdigkeit, Muskelschwäche, Übelkeit, Herzrhythmusstörungen
und Gewichtsverlust sein. Besteht die Hypercalcämie für längere Zeit, kann
es zu Nierensteinen und einer Nierenverkalkung bis hin zu einer
(irreversiblen) Abnahme der Nierenfunktion kommen.

Wer Vitamin D ergänzen möchte: Nahrungsergänzungsmittel mit bis zu 20 µg
Vitamin D pro Tagesdosis sind auch langfristig gesundheitlich unbedenklich
und reichen aus, um die Serumkonzentration des Blutmarkers
25-Hydroxyvitamin D auf angemessene 50 Nanomol (nmol) pro Liter (L) zu
heben – auch ohne die Bildung über die Sonnenbestrahlung. Bei Kindern ab 1
Jahr und Erwachsenen entspricht die Dosis von 20 µg pro Tag dem Schätzwert
der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für eine angemessene Zufuhr
an Vitamin D bei fehlender endogener Synthese.

Hochdosierte Vitamin-D-haltige Nahrungsergänzungsmittel werden oft mit
Vitamin K, insbesondere Vitamin K2, kombiniert. Inwieweit sich die
Interaktion dieser beiden Vitamine auf die Gesundheit auswirkt, ist
gegenwärtig nicht hinreichend wissenschaftlich erforscht. Für eine
zuverlässige Risikobewertung zu Kombinationen von Vitamin D mit Vitamin K
liegen somit nicht genügend Daten vor. Die Behauptung, dass Vitamin K2 bei
gleichzeitig hoher Vitamin D-Aufnahme das Risiko einer Gefäßverkalkung
senkt, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Für Vitamin K empfiehlt das BfR, einem Nahrungsergänzungsmittel nicht mehr
als 80 Mikrogramm (µg) Vitamin K1 oder nicht mehr als 25 µg Vitamin K2 pro
Tagesdosis zuzusetzen. Menschen, die bestimmte blutgerinnungshemmende
Medikamente (Antikoagulanzien vom Cumarin-Typ) etwa zur Thrombose-
Prophylaxe einnehmen, sollten Vitamin K grundsätzlich nur unter ärztlicher
Kontrolle einnehmen, denn Vitamin K kann die therapeutische Wirkung dieser
Mittel abschwächen.

Fazit: Hochdosierte Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D helfen gesunden
Menschen nicht, können in Einzelfällen aber schaden.

Zur Stellungnahme :
https://www.bfr.bund.de/cm/343/hochdosierte-nahrungsergaenzungsmittel-mit-
vitamin-d-koennen-langfristig-die-gesundheit-beeintraechtigen.pdf


Weitere Informationen auf der BfR-Website zu Vitamin D und
Nahrungsergänzungsmitteln

Fragen und Antworten zu Vitamin D:
https://www.bfr.bund.de/de/ausgewaehlte_fragen_und_antworten_zu_vitamin_d-131898.html

Stellungnahme: Nahrungsergänzungsmittel mit Vitamin D – sinnvoll oder
überflüssig?
https://www.bfr.bund.de/cm/343/nahrungsergaenzungsmittel-mit-vitamin-d
-sinnvoll-oder-ueberfluessig.pdf


Vitamin D, das Immunsystem und COVID-19
Mitteilung Nr. 015/2021 des BfR vom 14. Mai 2021
https://www.bfr.bund.de/cm/343/vitamin-d-das-immunsystem-und-covid-19.pdf

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Internationale Tagung "Museums as Social Institutions – Trust and Communities“ rückt Museumsarbeit in den Fokus

Am 30. November und 1. Dezember trafen sich Museumsfachleute,
Bildungsforscher:innen und Psycholog:innen aus über 20 Ländern im Leibniz-
Zentrum für Archäologie (LEIZA) in Mainz, um auf der 3. internationalen
Tagung des Leibniz Kompetenzzentrums Bildung im Museum (BiM) aktuelle
Forschungsfragen zum Thema Vertrauen in Museen und der Zusammenarbeit mit
verschiedenen Zielgruppen zu erörtern. Es wurde deutlich, dass Vertrauen
das Fundament und der Schlüssel für gelungene Beziehungen und nachhaltige
Bildungsprozesse in Museen ist.

Diskutiert wurde unter anderem der Begriff der Neutralität und die Frage,
ob Museen neutral sind bzw. sein können. In ihrem Austausch plädierten die
Teilnehmenden für mehr Selbstreflektion und ein Überdenken traditioneller
Konzepte.

Am ersten Tag der hybriden Konferenz stand das Thema „Vertrauen“ im
Mittelpunkt. Die Referent:innen beleuchteten das anhand mehrerer Studien
belegte hohe Vertrauen in Museen. Sie diskutierten vor Ort und online,
welche Maßnahmen Museen zukünftig aktiv ergreifen können, um auch
weiterhin als vertrauenswürdige Institutionen wahrgenommen zu werden. Es
wurde deutlich, dass Transparenz, Offenheit und eine dialogorientierte
Wissenschaftskommunikation sowie Empathie in der Vermittlungsarbeit und
eine inklusive Zugänglichkeit entscheidende Faktoren sind. So könne das
Vertrauen der Gesellschaft in Museen und ihre Authentizität anhaltend
gestärkt werden.

In ihrer Keynote betonte die Bildungsforscherin Dr. Bernadette Lynch
(University College London), dass auch Museen von der aktuellen globalen
Polykrise, bestehend aus u.a. Kriegen und Klimawandel, stark betroffen
sind. Vor diesem Hintergrund rief sie Museen dazu auf, eine radikale,
solidarische Pädagogik anzuwenden. Hiermit sollten sie insbesondere jungen
Menschen beistehen und ihnen zeigen, dass sie nicht machtlos, sondern in
der Lage sind, aktiv zu handeln. Als Grundlage hierfür sollten Museen sich
auf Aktionen konzentrieren, die „richtig" sind, auch wenn das nicht immer
„einfach" sei. Als „richtiges Handeln" definierte die Museumsfachfrau
Gesprächsbereitschaft und Solidarität in Form von Angeboten, die auf die
Verwirklichung partizipativer Demokratie abzielen. Lynch betonte auch,
dass das Vertrauen in beide Richtungen gehen müsse und Museen lernen
sollten, Besucher:innen als aktive und vertrauenswürdige Akteur:innen
einzubeziehen. Sie forderte Museen auf, insbesondere bis dato ungehörte
Stimmen einzuladen und ihnen aktiv zuzuhören.

Aus langjähriger musealer Praxis forderte die kanadische Referentin
Caroline Loewen (Alberta Museum, Edmonton) in ihrem Vortrag, dass das
Konzept „Museum“ im Kontext des gesellschaftlichen Wandels neu überdacht
werden müsse, um vor allem Diversität innerhalb des Publikums zu
erreichen. Um der öffentlichen Erwartung gerecht zu werden, müssten
bestehende Barrieren beseitigt werden. Als ein wichtiges
Forschungsdesiderat identifizierte sie die Frage nach der Wahrnehmung von
Museen durch neu entstehende Zuwanderungsgemeinschaften.

Kathrin Grotz und Patricia Rahemipour vom Institut für Museumsforschung in
Berlin präsentierten den Zwischenstand ihrer Untersuchungen zu
öffentlichem Vertrauen in deutsche Museen. Sie sehen das sinkende
Vertrauen in die Wissenschaften auch als problematische Entwicklung für
Museen. In einem Ausblick stellten sie eine geplante repräsentative Studie
zum Thema vor, in der verschiedene Museumstypen miteinander verglichen und
Nicht-Besucher:innen einbezogen werden sollen. Die Ergebnisse der Studie
liegen voraussichtlich im Februar 2024 vor.

Die Psychologin Friederike Hendricks (Institut für Pädagogische
Psychologie/Technische Universität Braunschweig) referierte die Ergebnisse
aus ihren Untersuchungen zum Thema Vertrauen in die Wissenschaft und
Vertrauen in Museen: „Vertrauen ist nicht blind“, sondern beruhe auf
Erwartungen. Die Gründe für das Vertrauen bzw. Misstrauen, das Menschen
Museen entgegenbringen, weisen Ähnlichkeiten zu den Gründen auf, warum
Menschen in die Wissenschaft vertrauen. Eine weitere Parallele zwischen
Museen und Wissenschaft sei ihr epistemischer Kern. Sie erfüllten sowohl
eine symbolische als auch eine instrumentelle Funktion zur
Informationsvermittlung.

Die Sozialpsychologin Marlene Altenmüller (Department Psychologie/Ludwig-
Maximilians Universität München) beschrieb, wie das Vertrauen in
Wissenschaftler:innen aus den sich gegenseitig beeinflussenden Faktoren
Expertise und persönliche Nahbarkeit zusammensetzt. Sie beobachtete in
ihren Studien: Je persönlicher die Wissenschaftler:innen dargestellt
werden, desto niedriger die ihnen zugeschriebene Expertise. Dieser
negative Zusammenhang konnte im Museumskontext allerdings nicht
nachgewiesen werden. Gut zu wissen sei auch, dass es keinen negativen
Einfluss auf das entgegengebrachte Vertrauen hat, wenn Museen über
Unsicherheiten sprechen oder Fehler korrigieren. Wichtig sei vor allem,
Wissenschaftskommunikation auf das jeweilige Zielpublikum zuzuschneiden,
Besucher:innen stärker einzubinden und sie mit ihrem mitgebrachten Wissen
und Einstellungen wahrzunehmen und wertzuschätzen.

Museen leisten einen substanziellen Beitrag zur Demokratisierung unserer
Gesellschaft

Am zweiten Tag widmete sich die Tagung gezielt unterrepräsentierten
Besucher:innengruppen im Museum und möglichen Wegen, diese stärker in die
Museumsarbeit einzubinden. Beeindruckende partizipative Projektbeispiele
zeigten auf, dass Museen eine aktive Rolle bei der Beteiligung und dem
Empowerment verschiedener Bevölkerungsgruppen spielen und somit zur
Demokratisierung unserer Gesellschaft substanziell beitragen.

Die Leiterin der Abteilung Kommunikation am Staatlichen Museum für
Naturkunde Karlsruhe Constanze Hampp erzählte von dem inklusiven
Ausstellungsprojekt „Von Sinnen“, für das mit einem Beirat mit Menschen
mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen zusammengearbeitet wurde.
Multisensorische Erfahrungen nach dem Zwei-Sinne-Prinzip ermöglichten
Besucher:innen mit und ohne Beeinträchtigung einen Perspektivwechsel und
regten zum Erleben und Reflektieren der eigenen Sinne an. Die Mitglieder
des Beirats trugen zudem wesentlich zur Sichtbarkeit und Akzeptanz der
Ausstellung bei, indem sie diese in ihrem Umfeld bekannt machten. Das
Museum möchte auch in künftigen Ausstellungsprojekten das Thema Inklusion
und Barrierefreiheit verstärkt mitdenken.
Die albanische Museologin Inesa Sulaj (MuZEH Lab) erweiterte die Tagung um
eine ganz andere Perspektive: Albanische Museen stehen laut Sulaj vor
großen strukturellen und finanziellen Herausforderungen. So kommt es, dass
sich staatliche Museen in Albanien ausschließlich Schulklassen und
Touristen widmen und dagegen lokale Gemeinschaften nicht als Zielgruppe
ansprechen. Als Mitgründerin der gemeinnützigen Organisation MuZEH Lab
zeigt sie jedoch, dass es selbst mit kleinem Budget möglich ist,
großartige Gemeinschaftsprojekte zu realisieren und einen Raum für
unterschiedlichste Menschen und ihre Ideen zur Verfügung zu stellen.
Dadurch entstehen Zugänglichkeit, Vertrauen und Bindung.

Der Kulturerforscher Mark Schep (Dutch Centre for Intangible Cultural
Heritage; KIEN)  aus den Niederlanden stellte ein partizipatives Projekt
mit einem Museum und 17 Jugendlichen aus dem gleichen Stadtviertel, aber
aus unterschiedlichen sozio-kulturellen Kontexten vor. Für eine gelungene
Zusammenarbeit sei es essenziell, gemeinsame Ziele zu definieren, einen
sicheren Raum zu schaffen, unermüdlich zu reflektieren, Offenheit zu
zeigen und die Bereitschaft mitzubringen, auf Augenhöhe voneinander zu
lernen. Das Museum beschäftige mittlerweile eine Handvoll interessierter
Jugendliche für einige Stunden pro Woche, um langfristig im Dialog zu
bleiben und zusammenzuarbeiten.
Als Plattform für den Austausch von Erfahrungen dienten zum Ende des
zweiten Tagungstages ein analoges wie digitales World-Café. Hier konnten
die Teilnehmenden gemeinsam mit Expert:innen verschiedene Fragen und
Themen diskutieren. Neben dem Austausch von Erfahrungen, förderte das
Zusammenkommen die Weiterentwicklung zielgruppenadäquater Praxisansätze.

Die drei Sprecher:innen des Leibniz Kompetenzzentrums Bildung im Museum
resümieren

Univ.-Prof. Dr. Alexandra W. Busch, Generaldirektorin des Leibniz-Zentrums
für Archäologie, LEIZA:

„Der intensive Austausch zum komplexen Thema Vertrauen mit
Museumsfachleuten und Bildungsforscher:innen aus verschiedenen Teilen der
Welt brachte nicht nur viele neue Erkenntnisse, sondern fordert auf zum
Handeln. Als Museumsfachleute wollen wir uns weiterhin das Vertrauen
unserer (potenziellen) Besucher:innen verdienen, ihren sich ständig
ändernden Erwartungen und Bedürfnissen gerecht werden und zur
Bildungsgerechtigkeit beitragen, indem wir Partizipation ermöglichen,
Mitgestaltung fördern und vielfältige Lernmöglichkeiten für alle bieten.
Dies erfordert Anstrengung und die Bereitschaft zur Veränderung.“

Dr. Lorenz Kampschulte, Leiter der Hauptabteilung Bildung am Deutsches
Museum:

„Durch den interdisziplinären Zusammenschluss von Bildungsforscher: innen
und Museumsfachleuten im Leibniz Kompetenzzentrum Bildung im Museum haben
wir die Chance, Bildungsprozesse tiefgreifend zu analysieren und zu
verstehen, um so für die museale Vermittlungspraxis zu lernen. Die
Forschungsbeiträge und vor allem die vielen Praxisbezüge in der Tagung
haben das beeindruckend gezeigt. Was für mich auf dieser Konferenz
besonders herausstach waren die vielen, inspirierenden Beispiele für Co-
Creation. Museen können viel von der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen
Gruppen unserer Gesellschaft profitieren. Indem wir zu einer
partizipatorischen Praxis übergehen, können wir nicht nur ein neues
Publikum erreichen, sondern auch zugänglicher und inklusiver werden, neue
Perspektiven gewinnen und diese auch teilen - und damit den
gesellschaftlichen Wandel begleiten.“

Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor am
IPN Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und
Mathematik:

„Diese Konferenz hat die Stärke unseres Kompetenzzentrums deutlich
gemacht. Es ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis und die Förderung
eines fruchtbaren Austausches zwischen Bildungsforscher:innen und
Museumsfachleuten zu hochrelevanten Themen. Dies ist ein wichtiger Schritt
in unserem gemeinsamen Bemühen, die Besucher:innenforschung und die
Bildungsforschung in Museen voranzubringen und unsere Aufmerksamkeit auf
aktuell hoch relevante Themen zu lenken.“

Kompetenzzentrum Bildung im Museum

Im Kompetenzzentrum Bildung im Museum haben sich die acht Forschungsmuseen
der Leibniz-Gemeinschaft mit vier Bildungsforschungseinrichtungen aus dem
Leibniz Forschungsnetzwerk Bildungspotenziale sowie der TU München, DASA
Arbeitswelt Ausstellung und mit dem Institut für Museumsforschung
zusammengeschlossen mit dem Ziel, Besucher:innenforschung und empirische
Bildungsforschung zu Museen als informelle Lernorte in Deutschland
gemeinsam voranzubringen. Dabei steht die Verbindung von Theorie und
Praxis im Vordergrund: Durch die enge Zusammenarbeit können
Forschungserkenntnisse unmittelbar in die Bildungspraxis in den Museen
umgesetzt, dort evaluiert und die Ergebnisse wiederum Einfluss auf die
Forschung nehmen. Die enge Kooperation im Kompetenzzentrum zielt dabei
sowohl auf die Bearbeitung übergreifender Forschungsfragen wie auch auf
die Einbindung verschiedener Disziplinen in die Entwicklung zentraler
Fragestellungen in der Besucher:innenforschung.
Das Kompetenzzentrum Bildung im Museum hat das Ziel, gemeinsame
Forschungsansätze zu entwickeln und zu etablieren, und so langfristig zu
einer höheren Standardisierung und damit Vergleichbarkeit der
Besucher:innenforschung in Deutschland beizutragen. Daher fungiert das
Kompetenzzentrum auch als nationale Anlaufstelle für Forschung in Museen
und fördert gezielt den Austausch zwischen den Stakeholdern.

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