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The Fairy Queen Les Arts Florissants | William Christie | Mourad Merzouki | Solist*innen des «Jardin des Voix», KKL Luzern, 4.9.2023, besucht von Léonard Wüst

 
Les Arts Florissants
Les Arts Florissants
 

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Besetzung und Programm:
Les Arts Florissants
William Christie Dirigent
Mourad Merzouki Regie und Choreographie
Henry Purcell (1659–1695)  The Fairy Queen class=”cell medium-6 p”> Solist*innen des «Jardin des Voix» 2023:  Paulina Francisco, Sopran | Georgia Burashko, Mezzosopran | Rebecca Leggett, Mezzosopran | Juliette Mey, Mezzosopran | Ilja Aksionov, Tenor | Rodrigo Carreto, Tenor | Hugo Herman-Wilson, Bariton | Benjamin SchilperoortSamuel Florimond (Compagnie Käfig) Tanz Anahi Passi (Compagnie Käfig) Tanz Ian Debono (Juilliard School, New York) Tanz Joey Gertin (Juilliard School, New York) Tanz Timothöe Zig (Compagnie Käfig) Tanz Alary Ravin (Compagnie Käfig) Tanz

Henry Purcells “The Fairy Queen” ist ein barockes Meisterwerk, das die Fantasie beflügelt und die Welt der Feen und Elfen zum Leben erweckt. Die halbszenische Aufführung dieses Stücks durch Les Arts Florissants unter der begeisternden Leitung von William Christie war zweifellos ein Höhepunkt der musikalischen Saison. Unterstützt von talentierten Solisten und Tänzern, bot diese Produktion ein fesselndes und ästhetisch beeindruckendes Erlebnis.

Purcells musikalische Welt der Feen und Elfen

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

“The Fairy Queen” ist eine Adaption von Shakespeares “Ein Sommernachtstraum” und erzählt die Geschichte von Liebe und Verwirrung in einer magischen Welt. Purcells Musik ist ein faszinierendes Kaleidoskop von Stimmungen und Emotionen, das von fröhlichen Tänzen bis zu zarten Arien reicht. Diese halbszenische Aufführung ermöglichte es dem Publikum, in die Welt der Feen und Elfen einzutauchen und die musikalische Magie zu erleben.

Die Brillanz von Les Arts Florissants

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Les Arts Florissants, unter der Leitung von William Christie, sind bekannt für ihre herausragenden Interpretationen barocker Musik, und diese Aufführung war keine Ausnahme. Das Ensemble zeigte eine beeindruckende musikalische Sensibilität und Präzision, die es ermöglichte, Purcells reiche Klangwelt voll zur Geltung zu bringen. Die historisch informierte Aufführungspraxis von Les Arts Florissants verlieh der Musik Authentizität und Lebendigkeit.

Stimmgewaltige Solisten

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Die Solisten des “Jardin des Voix” , darunter Paulina Francisco, Georgia Burashko, Rebecca Leggett, Juliette Mey, Ilja Aksionov, Rodrigo Carreto, Hugo Herman-Wilson und Benjamin Schilperoort, begeisterten das Publikum mit ihren beeindruckenden Gesangsleistungen. Jeder Solist verkörperte seine Rolle auf eindrucksvolle Weise und brachte die Emotionen der Handlung zum Ausdruck. Ihre Arien waren Höhepunkte des Abends und berührten die Herzen der Zuhörer.

Tanz als integraler Bestandteil

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Die Entscheidung, Tanz in die Inszenierung aufzunehmen, erwies sich als inspiriert. Die Tänzer, darunter Samuel Florimond, Anahi Passi, Ian Debono, Joey Gertin, Alary Ravin und Thimotée Zig, bereicherten die Aufführung um eine visuelle und körperliche Dimension. Ihre Bewegungen waren anmutig, kraftvoll und ausdrucksstark. Sie agierten als Tänzer, beeindruckten aber auch als wahre Artisten und auch als Pantomimen. Die Choreografie von Mourad Merzouki fügte sich nahtlos in die Musik ein und verlieh der Inszenierung zusätzlichen visuellen Reiz.

Eine visuelle Pracht

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Die halbszenische Inszenierung beeindruckte mit ihren visuellen Effekten, rotz eigentlich inexistentem Bühnenbild. Dafür schufen  Beleuchtung und die visuellen Effekte eine märchenhafte Atmosphäre, die die Vorstellungskraft des Publikums anregte.

Die emotionale Tiefe der Inszenierung

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

“The Fairy Queen” ist eine Geschichte von Liebe, Verwirrung und Versöhnung, und diese Inszenierung vermittelte diese Emotionen auf tiefgreifende Weise. Die Interaktionen zwischen den Charakteren und die musikalischen Höhepunkte erzeugten Momente der Spannung, Freude und Rührung. Die halbszenische Aufführung ermöglichte es den Darstellern, sich ganz auf die Ausdruckskraft ihrer Rollen zu konzentrieren und eine noch größere emotionale Tiefe zu erreichen.

Beifallsstürme und Standing Ovations

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Das Publikum reagierte enthusiastisch auf diese Aufführung und belohnte die Künstler mit Beifallsstürmen und Standing Ovations. Die Kombination aus musikalischer Brillanz, beeindruckendem Tanz und visueller Pracht machte diesen Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis. Die halbszenische Aufführung von Henry Purcells “The Fairy Queen” war ein Triumph der Kunst und der Vorstellungskraft.

Ein magischer Höhepunkt der Saison

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer
The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

Die halbszenische Aufführung von “The Fairy Queen” durch Les Arts Florissants unter der Leitung von William Christie war zweifellos ein magischer Höhepunkt des dieses Jahr unter dem Motto «Paradies» stehenden Lucerne Festival im Sommer. Diese Produktion vereinte Musik, Tanz und visuelle Kunst zu einem Gesamtkunstwerk, das die Zuschauer in die verzauberte Welt von Purcells Meisterwerk entführte. Es war eine Nacht voller Emotionen und Ästhetik, die die zeitlose Schönheit von Purcells Musik zelebrierte und das Publikum in ihren Bann zog.

Text: www.leonardwuest.ch

Fotos: Priska Ketterer  www.lucernefestival.ch

Homepages der andern Kolumnisten:  www.gabrielabucher.ch  www.herberthuber.ch  www.maxthuerig.ch  www.marinellapolli.ch

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

William Christie Foto Oscar Ortega

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

The Fairy Queen Konzertbild von Priska Ketterer

 

 

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#bademantelchallenge: Bundesweite Kampagne wirbt für Solidarität und Demenzforschung

Präsentation der #bademantelchallenge in München. Vlnr: Sebastian Schmidt (WEFRA LIFE Group, Healthcare-Kommunikationsagentur), Alexander Stotz (Ströer Media Deutschland GmbH), Dr. Sabine Helling-Moegen (DZNE-Stiftung), Judith Williams (Unternehmerin)  DZNE/Hoffmann
Präsentation der #bademantelchallenge in München. Vlnr: Sebastian Schmidt (WEFRA LIFE Group, Healthcare-Kommunikationsagentur), Alexander Stotz (Ströer Media Deutschland GmbH), Dr. Sabine Helling-Moegen (DZNE-Stiftung), Judith Williams (Unternehmerin) DZNE/Hoffmann

Mit einer heute gestarteten Kampagne auf digitalen Medienträgern im
öffentlichen Raum in zehn deutschen Großstädten unterstützt Ströer die
Initiative der „Deutschen Demenzhilfe“ #bademantelchallenge – Für ein
Leben ohne Demenz. Die Aktion setzt Zeichen der Solidarität für Menschen
mit Demenz und wirbt um Spenden für die Demenzforschung.

In Deutschland leben aktuell rund 1,8 Millionen Menschen mit Alzheimer
oder einer anderen Form der Demenz. Tendenz steigend. Mit dem Bademantel
als Symbol macht die #bademantelchallenge auf diese dramatische Situation
aufmerksam und wirbt für Spenden für die Forschung. Die Kampagne des
Stiftungsfonds „Deutsche Demenzhilfe“ appelliert an alle, sich in der
Öffentlichkeit und an ungewöhnlichen Orten im Bademantel zu fotografieren,
dieses Bild per Social Media zu teilen und andere zu nominieren, an der
Aktion mitzumachen. Dafür schafft eine deutschlandweite Kampagne besondere
Aufmerksamkeit: Noch bis zum 21. September – dem Welt-Alzheimertag –
werden auf digitalen Medienträgern von Ströer in zehn deutschen
Großstädten die Motive der #bademantelchallenge zu sehen sein.
Schauspielerin Katy Karrenbauer, Kickbox-Weltmeisterin Marie Lang, TV-Star
Detlev Steves und Unternehmerin Judith Williams sind die Gesichter dieser
Kampagne.

Sensibilisierung für das Thema Demenz

„Wir wollen dem Thema Demenz eine öffentliche Bühne geben, denn Menschen
mit Demenz haben immer noch viel zu oft das Gefühl, dass sie sich und ihre
Erkrankung verstecken müssen. Dabei verstehen wir den Bademantel als
Symbol der Solidarität mit Menschen mit Demenz und als Sinnbild für die
enormen Herausforderungen, die eine Demenzerkrankung mit sich bringt. Für
die Betroffenen selbst aber auch für deren Familien, die sich mit dieser
Situation tagtäglich auseinandersetzen müssen“, sagt Dr. Sabine Helling-
Moegen, stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der DZNE-Stiftung.
Die Stiftung steht mit ihrem Förderfonds „Deutsche Demenzhilfe“ hinter der
#bademantelchallenge. „Außerdem werben wir dafür, die Demenzforschung am
DZNE durch Spenden zu unterstützen. Denn für wirksame Therapien gegen
Demenz bedarf es Forschung – und Forschung kostet viel Geld.“

„Die tückische Krankheit macht vor niemandem halt. 15 Jahre lang habe ich
meinen an Alzheimer erkrankten Vater begleitet. Es ist mir ein Anliegen,
dass diese Krankheit mehr Aufmerksamkeit in der Gesellschaft erfährt und
nicht einfach als normaler Alterungsprozess abgetan wird. Die Forschung
muss deutlich intensiviert werden, damit der Krankheit Einhalt geboten
werden kann“, so Unternehmerin Judith Williams anlässlich der Präsentation
der #bademantelchallenge in München.

„Demenzerkrankungen haben enorme gesellschaftliche Auswirkungen. Aber wie
können wir gesellschaftsrelevante Themen sichtbarer und verständlicher
machen? Die digitalen Informationsstrukturen im öffentlichen Raum öffnen
neue Räume und Wege: Über unsere Medienträger erreichen wir in kürzester
Zeit sehr viele Menschen – direkt und unmittelbar – so schaffen wir nicht
nur große Aufmerksamkeit für das Thema Demenz, sondern informieren,
sensibilisieren, interagieren und bringen Bewegung in das urbane Umfeld“,
sagt Alexander Stotz, CEO der Ströer Media Deutschland GmbH.

--

Über die #bademantelchallenge: Die Kampagne wird von der Healthcare-
Kommunikationsagentur WEFRA LIFE betreut, von der auch das Kreativkonzept
und die Idee für die Challenge stammt. Neben Ströer wird der TV-Sender RTL
die Aktion medial begleiten. Die Kampagne wird durch Ströer in Berlin,
Dortmund, Dresden, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, München, Schwerin
und Stuttgart auf digitalen Screens an Verkehrsknotenpunkten wie
Bahnhöfen, Straßen, und U- und S-Bahnsteigen zu sehen sein. Infos:
https://www.bademantelchallenge.de

Über die DZNE-Stiftung: Die Stiftung setzt sich für ein Leben ohne
neurodegenerative Erkrankungen ein und fördert das gesamte
Forschungsspektrum des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative
Erkrankungen (DZNE), das neben der Erforschung von Demenz auch die
Erforschung von Nervenerkrankungen wie Parkinson und ALS umfasst. Die
#bademantelchallenge richtet den Fokus jedoch explizit auf Demenz und
Demenzforschung. Die Abwicklung eingeworbener Spenden geschieht über den
Forschungsförderfonds „Deutsche Demenzhilfe“ der DZNE-Stiftung. Dieser
Fonds ist Träger der #bademantelchallenge. Die DZNE-Stiftung ist in der
Verwaltung des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft. https://www
.dzne-stiftung.de

Über das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE): Das
DZNE ist ein von Bund und Ländern gefördertes Forschungsinstitut, das
bundesweit zehn Standorte umfasst. Es widmet sich Erkrankungen des Gehirns
und Nervensystems wie Alzheimer, Parkinson und ALS, die mit Demenz,
Bewegungsstörungen und anderen schwerwiegenden Beeinträchtigungen der
Gesundheit einhergehen. Bis heute gibt es keine Heilung für diese
Erkrankungen, die eine enorme Belastung für unzählige Betroffene, ihre
Familien und das Gesundheitssystem bedeuten. Ziel des DZNE ist es,
neuartige Strategien der Vorsorge, Diagnose, Versorgung und Behandlung zu
entwickeln und in die Praxis zu überführen. Dafür kooperiert das DZNE mit
Universitäten, Universitätskliniken und anderen Institutionen im In- und
Ausland. Das Institut ist Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft und zählt zu
den Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. https://www.dzne.de

Über Ströer: Ströer ist ein führendes deutsches Medienhaus und setzt mit
der „OOH plus“ Strategie auf die Stärken des OOH-Geschäfts unterstützt
durch die flankierenden Geschäftsfelder Digital & Dialog Media und DaaS &
E-Commerce. Die Ströer Gruppe vermarktet und betreibt mehrere tausend
Webseiten vor allem im deutschsprachigen Raum und betreibt rund 300.000
Medienträger im Bereich "Out of Home". Die Bereiche Digital & Dialog Media
und DaaS & E-Commerce flankieren das Kerngeschäft. Zudem publiziert das
Medienhaus im Digital Publishing Premium-Inhalte über alle digitalen
Kanäle und bietet mit Angeboten wie t-online.de und Special-Interest-
Portalen eines der reichweitenstärksten Netzwerke Deutschlands. Das
Unternehmen beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter:innen an rund 100
Standorten. Im Geschäftsjahr 2022 hat Ströer einen Umsatz in Höhe von 1,77
Milliarden Euro erwirtschaftet. Die Ströer SE & Co. KGaA ist im MDAX der
Deutschen Börse notiert. https://www.stroeer.de

Über WEFRA LIFE Group: Die treibende Kraft im Gesundheitsmarkt zu sein –
das ist die Philosophie von WEFRA LIFE. Rund 200
Kommunikationsspezialisten in den Tochtergesellschaften WEFRA LIFE MEDIA,
WEFRA LIFE MEDIAPLUS, WEFRA LIFE MEDIAPLUS 2, WEFRA LIFE INTERNATIONAL,
WEFRA LIFE SOLUTIONS und WEFRA LIFE VENTURES gestalten den
Gesundheitsmarkt aktiv. Integriert und agil schaffen sie kundenzentrierte,
maßgeschneiderte Data- und Insight-basierte Lösungen für zunehmend
komplexere Herausforderungen. Innovatives Herzstück der visionären
Services, Produktideen und Plattformen ist der WEFRA LIFE INNOVATION HUB.
https://www.wefra.life

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Zukunftswald Unterschönau (Thüringen) ist neuer Partnerwald der Wald- Allianz

Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner  Christian Bartsch  Greenpeace e.V.
Gemeinsam für die Zukunft des Waldes, v.l.n.r.:S. Wehner, Y. Bohr, S. Güntner Christian Bartsch Greenpeace e.V.

Die Umweltstiftung Greenpeace und der Bergwaldprojekt e.V. bringen ihre
gemeinsame Waldfläche in Thüringen als Lernort in die Wald-Allianz ein.
Hier soll erprobt werden, wie eine zukunftsfähige Waldentwicklung und eine
naturnahe Nutzung gelingen können.

Sandra Güntner, Geschäftsführerin und Vorständin der Umweltstiftung
Greenpeace, Stephen Wehner, geschäftsführender Vorstand des
Bergwaldprojekts, sowie Yvonne Bohr, Biologin bei der Naturwald Akademie
und Koordinatorin der Wald-Allianz, haben eine Vereinbarung zur
zukünftigen Kooperation unterzeichnet. Gegenstand der Kooperation ist der
Zukunftswald Unterschönau in Thüringen, eine etwa 200 Hektar große
Waldfläche, die die Umweltstiftung und der Bergwaldprojekt e.V. Ende 2020
gemeinsam erworben haben. Die Fläche besteht noch zu rund 70 % aus
Fichten-Monokultur, die behutsam in einen gesunden und naturnahen
Mischwald verwandelt werden soll.

„Unser Wald steht derzeit noch beispielhaft für einen Großteil der
intensiv genutzten, naturfernen Forste in Deutschland. Mit unserem Projekt
wollen wir ein Vorbild für eine naturnahe Waldnutzung schaffen und ihren
Wert für Natur und Gemeinwohl herausstellen“, erklärt Sandra Güntner von
der Umweltstiftung Greenpeace. „Und natürlich hoffen wir, dass unser
Pilotprojekt Schule macht.“

Vom Zukunftswald für den Wald der Zukunft lernen

Der Wald in Unterschönau ist, nach der Landeswaldoberförsterei Reiersdorf
(Brandenburg), der zweite Lernort der Wald-Allianz. Die geschlossene
Vereinbarung beinhaltet die ökosystembasierte Bewirtschaftung der Fläche
nach den fünf waldökologischen Prinzipen der Wald-Allianz (www.wald-
allianz.de/ueber-uns/leitlinien/), die Erhebung wissenschaftlicher Daten
sowie den fachlichen Erfahrungsaustausch. „Dies sind wichtige Eckpfeiler
eines zukunftsfähigen Umgangs mit unseren Wäldern. Naturnahe, resiliente
Wälder sind unabdingbar für Klima- und Biodiversitätsschutz.” so Yvonne
Bohr.

Fachleute für eine Waldwende

Die Wald-Allianz ist eine Initiative von verschiedenen
Naturschutzorganisationen, wissenschaftlichen Instituten und ökologisch
orientierten Waldpraktiker*innen. Die Allianz arbeitet an einer Waldwende,
die auf einem ökosystembasierten Waldmanagement gründet. Sie hat das Ziel,
die vom Menschen stark übernutzten Forste in naturnahe und damit
resiliente Waldökosysteme zu wandeln und so deren unverzichtbare
Leistungen dauerhaft zu erhalten. Die Wald-Allianz hat ein
ökosystembasiertes Waldentwicklungskonzept erarbeitet, das in ihren
Partnerwäldern praktisch erprobt und wissenschaftlich begleitet wird (www
.wald-allianz.de).

Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt organisiert seit über 30 Jahren Freiwilligeneinsätze
im Wald, im Moor und in Kulturlandschaften. Dieses Jahr wird der Verein
mit seinen Einsatzwochen allein in Deutschland ca. 5.000 Freiwillige in
die Natur bringen. 2023 finden 169 Projektwochen an 74 verschiedenen
Standorten in ganz Deutschland statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die
vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu stabilisieren, den beteiligten
Freiwilligen die Bedeutung und die akute Bedrohung der natürlichen
Lebensgrundlagen bewusst zu machen und daran mitzuarbeiten, die
Gesellschaft zu einem suffizienten nachhaltigen Umgang mit den Ressourcen
zu wandeln. www.bergwaldprojekt.de.

Umweltstiftung Greenpeace

Die Umweltstiftung Greenpeace ist Teil des internationalen Greenpeace-
Netzwerks und dessen Zielen und Werten verpflichtet. Die Stiftung widmet
sich dem Schutz der Umwelt und Natur und fördert die Völkerverständigung
durch Friedensforschung. Sie will den einzigartigen Naturreichtum unseres
Planeten erhalten und setzt sich für den Schutz unserer Lebensgrundlagen
ein. In einer globalisierten Wirtschaft wirkt das Stiftungskapital mit
ethischen, sozialen und ökologischen Standards im Sinne des Gemeinwohls.
Die Umweltstiftung Greenpeace ist überparteilich sowie politisch und
finanziell unabhängig. www.umweltstiftung-greenpeace.de.

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Motor für Branche und Bauwende“ Deutscher Umweltpreis für Unternehmerin Dagmar Fritz-Kramer

Vorhang auf: Holzbau-Unternehmerin Dagmar Fritz-Kramer erhält 2023 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie sei „Motor für Branche und Bauwende“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde.  © Jongebloed | DBU
Vorhang auf: Holzbau-Unternehmerin Dagmar Fritz-Kramer erhält 2023 den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Sie sei „Motor für Branche und Bauwende“, so DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. © Jongebloed | DBU

Motor der Baubranche, Ökopionier, Vorreiter bei der Bauwende:
Der mittelständische Allgäuer Familienbetrieb Bau-Fritz GmbH & Co. KG in
Erkheim, kurz Baufritz, macht seit Jahrzehnten vor, wie Klima- und
Umweltschutz durch Fertigholzbau bei Häusern, Wohnungen und Sanierungen
gelingt. Für diese herausragende Leistung erhält Baufritz-
Geschäftsführerin Dagmar Fritz-Kramer (52) den diesjährigen Deutschen
Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Die Auszeichnung in
Höhe von 500.000 Euro zählt zu den höchstdotierten Umweltpreisen Europas.
Fritz-Kramer teilt sich den Betrag mit Klimawissenschaftlerin Prof. Dr.
Friederike Otto. Beiden wird der Preis am 29. Oktober in Lübeck von
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreicht.

„Vorzügliche Pionierarbeit“ durch energieeffizientes und ökologisches
Bauen

„Diplom-Ingenieurin Fritz-Kramer leistet mit ihrem Betrieb vorzügliche
Pionierarbeit“, sagt DBU-Generalsekretär Alexander Bonde. „Sie und ihre
Mitarbeitenden sind echter Motor für Branche und Bauwende. Diesen
überragenden Beitrag zum energieeffizienten und ökologischen Bauen würdigt
die DBU mit dem Deutschen Umweltpreis.“ Denn der Betrieb setze sowohl beim
Neubau als auch bei Sanierungen und Aufstockungen von Gebäuden zentral auf
den Baustoff Holz. „Ein exzellenter Klimaschützer, weil Holz große Mengen
an Kohlenstoff speichert und so die Bildung von klimaschädlichem
Kohlendioxid verhindert. Das ist fast so, als ob man einen zweiten Wald
aus Häusern baut“, so Bonde. Das sei „genau die richtige Strategie, damit
der Gebäudesektor klimaneutral wird, um so die internationalen Klimaziele
zu erreichen“. Baufritz-Geschäftsführerin Fritz-Kramer nennt die
bevorstehende Auszeichnung in einer ersten Reaktion „wertvoll für ein
wichtiges Thema. Denn die Bauwende bedeutet große Herausforderungen,
bietet aber auch viele Möglichkeiten für mehr Klimaschutz.“

Gebäudesektor verursacht fast 40 Prozent aller Treibhausgasemissionen in
Deutschland

Das Potenzial ist tatsächlich beachtlich: Laut Gebäudereport 2023 der
Deutschen Energie-Agentur (dena) im Auftrag des Bundesministeriums für
Wirtschaft und Klimaschutz gibt es derzeit in Deutschland rund 21,4
Millionen Gebäude, darunter ungefähr zwei Millionen sogenannte
Nichtwohngebäude. Allesamt verursachen diese Immobilien hierzulande etwa
40 Prozent der laut Umweltbundesamt-Statistik des Jahres 2022 bundesweit
rund 746 Millionen Tonnen Emissionen an klimaschädlichen Treibhausgasen
(THG). Hauptursache für den hohen Anteil des Gebäudesektors ist der
immense Altbestand hierzulande: Nahezu zwei Drittel der Gebäude wurden vor
1977 errichtet – also bevor eine Wärmeschutzverordnung die Dämmung von
Dächern, Decken und Wänden vorschrieb. „Wir müssen Tempo machen bei der
Sanierung“, so Bonde. Die Herausforderung: Die Europäische Union will bis
2050 klimaneutral sein, Deutschland schon bis 2045 – also ohne Ausstoß
klimaschädlicher THG wie Kohlendioxid (CO2), der nicht anderweitig
gebunden werden kann. Bonde: „Das schließt natürlich den Gebäudesektor
ein, der aber gerade deshalb ein Riesenhebel für das Erreichen der
Energiewende ist. Ein Schlüsselfaktor ist dabei die Holzbauweise.“ Laut
einer Studie der Ruhr Universität Bochum eröffnen sich bereits bis 2030
Chancen, wenn man konsequent auf Holz als Baustoff setzt: Demnach könnten
auf diese Weise allein in Deutschland binnen der nächsten sieben Jahre 42
Millionen Tonnen THG eingespart werden.

Urgroßvater Sylvester Fritz startete als klassische Landzimmerei

Die Bau-Fritz GmbH & Co.KG will dazu seit vielen Jahrzehnten beitragen.
Der Familienbetrieb existiert mittlerweile in vierter Generation. Alles
nahm seinen Anfang 1896 mit Urgroßvater Sylvester Fritz, der den Schritt
in die Selbstständigkeit wagte. „Wir sind aus einer klassischen
Landzimmerei entstanden. Einige Dachstühle von damals gibt es heute noch
in Erkheim“, sagt Dagmar Fritz-Kramer. Sie absolvierte zunächst eine Lehre
als Schauwerbegestalterin, holte das Abitur nach, um schließlich in den
Fachrichtungen Innenarchitektur sowie Wirtschaftsingenieurwesen jeweils
ihr Diplom zu erlangen. Seit 2004 ist die zweifache Mutter
geschäftsführende Gesellschafterin im Familienbetrieb, wo rund 500
Mitarbeitende in 15 Abteilungen tätig sind, darunter – für eine
mittelständische Firma bemerkenswert – auch der Bereich Forschung und
Entwicklung. Diese Strategie hat sich ausgezahlt: Der Betrieb hält mehr
als 40 Patente und Schutzrechte.

Grandioser Gedanke: Dämmung aus Spänen, Soda und Molke

Das Fundament für die Firmenentwicklung legten Großvater Johann und Vater
Hubert. Opa Johann kam auf die seinerzeit revolutionäre Idee,
(Holz-)Bauteile in externen Hallen vorzufertigen – statt wie zuvor üblich
direkt auf der Baustelle. Dieses Verfahren hat der Familienbetrieb im Lauf
der Jahrzehnte perfektioniert. Vater Hubert schließlich hatte – ganz im
Sinn von Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Baubiologie – den
grandiosen Gedanken, mit sowieso bei den Säge- und Hobelwerken anfallenden
Holzspänen energieeffiziente und gesundheitlich unbedenkliche Dämmung zu
kreieren. Jahrelang blieb er hartnäckig, experimentierte, tüftelte – und
landete letztlich bei der Kombination mit Soda und Molke, um neue Vorgaben
für Ungeziefer- und Brandschutz zu erfüllen. Die Patentierung folgte
prompt, die Methode wurde Markenzeichen der Allgäuer – ebenso wie ein
spezielles Holz-Stecksystem und als neue Innovation ein „Energie-
Wändemodul“. Es sei „das Technik-Herz eines Hauses, alles in einem Raum“ –
von Schaltschrank und Stromspeicher über Lüftungsanlage und
Trinkwasserverteilung bis hin zu Wärmeerzeuger und Waschmaschine, so
Dagmar Fritz-Kramer.

„Sand so rar, dass er aus dem Meer gesogen werden muss“

Die designierte DBU-Umweltpreisträgerin ist überzeugt, „dass die Bau- und
Wärmewende in den nächsten zehn Jahren gelingt“, sieht dazu aber auch die
Industrie in der Pflicht. „Noch verursacht die Baubranche fast zwei
Drittel des Müllbergs in Deutschland. Da müssen wir ran“, so Fritz-Kramer.
Neben Sanierung seien Recycling und Ressourcenschonung essentiell. „Sand
ist mittlerweile so rar, dass es aus dem Meer gesogen werden muss“, sagt
die Geschäftsführerin. Ihr Betrieb Baufritz verarbeitet in Zusammenarbeit
mit Säge- und Hobelwerken im 120-Kilometer-Radius nach eigenen Angaben pro
Jahr vor allem „heimisches Fichtenholz vor der Haustür“ – aus nahezu
11.900 Kubikmetern entstehen etwa 143.000 Quadratmeter Fläche von Wänden
über Dächer bis hin zu Decken. Fritz-Kramer: „Im Durchschnitt bedeutet
jedes Baufritz-Gebäude eine CO2-Ersparnis von rund 50 Tonnen. Das sind pro
Jahr insgesamt etwa 12.000 Tonnen Kohlendioxid.“

Daten, Zahlen, Fakten, Hintergründe und Reportagen im DBU-Umweltpreis-
Blog: https://www.dbu.de/umweltpreis/umweltpreis-blog/

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