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Supply Chain Seminar in Nairobi: Studierende begeistert von realitätsnaher Simulation

Die SRH lehrte mit einem Dozententeam im Rahmen der Kooperation mit der
Kühne-Stiftung kürzlich an der renommierten Strathmore Business School in
Nairobi, Kenia. 48 Studierende des Bachelor-Studiengangs "Supply Chain and
Operations Management" (B.Sc.) nahmen an dem Seminar teil.

Highlight des Seminars war die seit vielen Jahren an der SRH eingesetzte
Supply Chain Simulation "Fresh Connection". Unterstützt wurde das Seminar
von der Kühne-Stiftung, vertreten durch Dr. Andre Kreie (Director Global
Logistics Education) und Christian Noske (Program Manager).

In der Simulation wurden die Studierenden in Gruppen damit betraut, ein
Unternehmen nach den aktuellen Anforderungen des Marktes zu leiten und
verschiedene Rollen wie Einkauf, Produktion, Logistik und Vertrieb zu
übernehmen. Thomas Zink von der SRH erläutert die Aufgabe: „Das
Unternehmen startete in einer wirtschaftlichen Verlustzone, und die
Studierenden hatten sechs Simulationsrunden, um es zu sanieren. Jede Runde
repräsentierte ein halbes Wirtschaftsjahr, und täglich wurden drei
Simulationsrunden durchgeführt. Zwischen den Runden reflektierten die
Studierenden in ihren Gruppen die Ergebnisse und bereiteten ihre nächsten
Entscheidungen vor.“ Das Siegerteam erhielt ein Stipendium für die
Teilnahme an einer Summer School der Kühne-Stiftung. „Diese Simulation
förderte intensive Diskussionen in den Studierenden-Teams, da sie Wissen
aus verschiedenen Disziplinen und Vorlesungen miteinander verknüpfen
müssen“, so Zink. „Wir unterstützten die Studierenden dabei, die
Zusammenhänge zwischen ihren Entscheidungen zu analysieren und zu
diskutieren.“

Die Kühne-Stiftung baut derzeit im Rahmen des Programms „Logistics
Education - Emerging & Developing Countries“ (LEED) in sechs Ländern
Afrikas Logistik- und Supply Chain-Studiengänge auf und entwickelt sie mit
dem Ziel weiter, eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Logistik- und
Lieferkettenausbildung in Entwicklungsländern zu gewährleisten. Dabei sei
die strategische und auf Langfristigkeit angelegte Kooperation mit der SRH
von großer Bedeutung. „Die SRH gehört in der Logistik-Ausbildung seit
vielen Jahren zu den ersten Adressen“, so Kreie, Direktor des LEED-
Programms.
Die Strathmore Business School ist international gut vernetzt, und
Gespräche über eine mögliche Partnerschaft zwischen Strathmore und der SRH
laufen bereits. Die Strathmore Business School und die Kühne-Stiftung
zeigten sich äußerst zufrieden mit dem Seminar und planen schon jetzt eine
Wiederholung. Aktuell laufen bereits die Planungen von Sven Gunnar
Peterson, Dozent für Außenhandel und Verkehr für eine weitere Reise nach
Afrika.

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Unterschätzt und unterdiagnostiziert: Migräne ist nicht einfach nur ein Kopfschmerz

Jedes Jahr am 12. September findet der Europäische Kopfschmerz- und
Migränetag statt. Mit ihm machen die European Migraine & Headache Alliance
(EMHA) sowie zahlreiche nationale Vereinigungen auf
Kopfschmerzerkrankungen, Versorgungsdefizite und Prävention aufmerksam. In
der Universitätsmedizin Würzburg laufen verschiedene Studien zur
verbesserten Diagnostik und Behandlung der Migräne, für die noch
Teilnehmende gesucht werden.

Würzburg. Obwohl Kopfschmerzerkrankungen zu den häufigsten neurologischen
Erkrankungen gehören, werden sie in der Öffentlichkeit nicht als ernsthaft
wahrgenommen, da sie meist nur episodisch auftreten, nicht ansteckend sind
und in der Regel nicht zum Tod führen. Doch Kopfschmerzen sind nicht nur
schmerzhaft, sie können auch das Familien-, Sozial- und Berufsleben
beeinträchtigen.* Laut einer Studie des Robert Koch Instituts ist jeder
zweite Bundesbürger mindestens einmal im Jahr von Kopfschmerzen betroffen.
14,8 % der Frauen und 6,0 % der Männer erfüllen die kompletten Kriterien
für Migräne. 10,3 % der Frauen und 6,5 % der Männer sind von
Spannungskopfschmerzen betroffen.

Kopfschmerzen werden in Umfang und Ausmaß der Belastung oft unterschätzt

Der European Migraine & Headache Alliance (EMHA) zufolge ist die Migräne
die dritthäufigste Krankheit der Welt; etwa eine von sieben Personen
leidet unter Migräne, die ihren Alltag und ihre Lebensqualität auch über
die reine Zeit der Attacken hinaus stark einschränkt**. Doch warum kennen
wir so wenige Betroffene? „Weil Kopfschmerzerkrankungen in ganz Europa
nach wie vor zu wenig diagnostiziert und behandelt werden. Viele
Betroffenen leiden leise, schätzungsweise jeder zweite behandelt sich
selbst, statt professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen“, weiß Prof. Dr.
Claudia Sommer, leitende Oberärztin in der Neurologischen Klinik und
Poliklinik am Universitätsklinikum Würzburg (UKW) und Leiterin des
Projekts „Approach and avoidance behaviour in pain management“ im von der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Graduiertenkolleg 2660.
Mit dem Europäischen Kopfschmerz- und Migränetag will die EMHA das
Bewusstsein für diese unterschätzte Krankheit schärfen. Das UKW nimmt
diesen Tag zum Anlass, um über seine Migräneforschung zu berichten.
Claudia Sommer leitet gemeinsam mit Andrea Kübler, Professorin für
Psychologie an der Universität Würzburg, derzeit drei ineinandergreifende
Studien, um die Diagnose und Therapie von Migräne zu verbessern. Zum einen
wollen die beiden Forscherinnen, die im Research.com-Ranking unter den
besten 100 Wissenschaftlerinnen in Deutschland und unter den besten 1.000
weltweit gelistet sind, die Pathophysiologie der Migräne besser verstehen,
also wie der Körper unter den krankhaften Veränderungen abweichend
funktioniert und welche Funktionsmechanismen zur krankhaften Veränderung
führen. Zum anderen erproben sie mit ihren Teams neue Ansätze zum Umgang
mit Migränetriggern, also Auslösern von Attacken. „Dem adäquaten
Triggermanagement kommt großes Potential in der Verbesserung des Lebens
von Menschen mit Migräne zu“, betont Claudia Sommer.

Stress, Dehydrierung und der Menstruationszyklus als häufigste Trigger von
Migräneattacken

So wurden in einer Fragebogenstudie mit bislang insgesamt 432
Migränepatientinnen und -patienten Stress, Dehydrierung und der
Menstruationszyklus als häufigste Trigger von Attacken identifiziert,
wovon allerdings nicht alle gut vermieden werden können. Auch zeigten sich
Korrelationen von Triggersensitivität mit Markern für schlechtere
Lebensqualität. Vorläufige Daten wurden auf dem World Congress on Pain
2022 im kanadischen Toronto veröffentlicht.

Verbesserte Probenentnahme und Messung des CGRP-Spiegels bei
Migränepatienten

In einer weiteren Studie steht das Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)
im Fokus. „Migräne gilt als eine neuronale Erregbarkeitsstörung, bei der
das trigeminovaskuläre System, also das Zusammenspiel von Nerven und
Blutgefäßen in den Hirnhäuten, eine Schlüsselrolle zu spielen scheinen“,
erläutert Morgane Paternoster, Doktorandin in der Würzburger Neurologie.
Bekannt ist, dass der Beginn eines Migräneanfalls mit einem Anstieg
entzündungsfördernder Moleküle und Neuropeptide verbunden ist, darunter
das CGRP. Das aus 37 Aminosäuren bestehende Neuropeptid zählt zu den
stärksten gefäßerweiternden Substanzen, den so genannten Vasodilatatoren.
Wenn also die durch äußere und innere Stimuli getriggerten Nerven vermehrt
CGRP freisetzen, wird das trigeminovaskuläre System aktiviert.

Für die neurobiologische Charakterisierung einer Migräne wurden bislang in
der Neurologischen Klinik am UKW die CGRP-Spiegel von 136 Patientinnen und
Patienten mit und ohne Migräne untersucht und verglichen. Um die
zuverlässigste Methode zur Probenentnahme und -messung des CGRP-Spiegels
festzulegen wurde von allen Teilnehmenden Blut, Tränenflüssigkeit und
Speichel gesammelt. „Eventuell könnten im Zuge einer personalisierten
Medizin anhand der CGRP-Spiegel Vorhersagen über das Ansprechen des
einzelnen Patienten auf CGRP-Hemmer getroffen werden. Neueste
Publikationen zeigen diesbezüglich vielversprechende Ergebnisse“,
kommentiert Morgane Paternoster. Erste Ergebnisse der Würzburger CGRP-
Kohorte werden im November 2023 auf dem Society for Neuroscience Kongress
im US-amerikanischen Washington D.C. präsentiert.

Neurofeedback für bewusstes und ausgeglichenes Verhalten zu Auslösern

In der dritten Studie untersucht das interdisziplinäre Team den möglichen
Einsatz von Neurofeedback zur Unterstützung der Migränebehandlung. „Da
viele Betroffene bestimmte Trigger ihrer Migräne identifizieren können,
ist der Umgang mit diesen Auslösern ein vielversprechender Ansatz für eine
solche Unterstützung“, erklärt Morgane Paternoster. Zu diesem Zweck finden
in Kooperation mit der Universität Würzburg hochauflösende EEG-Messungen
an je 30 Personen mit und ohne Migräne statt. Während der Messung der
Gehirnaktivität mit 128 Elektroden werden die Studienteilnehmenden mit
bestimmten Triggern konfrontiert und daraufhin vor
Verhaltensentscheidungen gestellt. „Hierdurch möchten wir die
Gehirnprozesse identifizieren, die am Vermeidungsverhalten von Menschen
mit Migräne beteiligt sind, und das beste Stimulationsziel für eine
Neurofeedback-Modulation auswählen. Dadurch sollen die Betroffenen ein
ausgeglichenes und bewusstes Verhalten zu den individuellen Auslösern
ihrer Migräne erlangen. Zusätzlich soll eine objektive Messmethode zur
Ermittlung des Vermeidungsverhaltens von Menschen mit Migräne etabliert
werden“, beschreibt Sebastian Evers, ebenfalls Doktorand in der
Arbeitsgruppe von Claudia Sommer, die Ziele der Studie.

Die ersten Ergebnisse werden Ende des Jahres erwartet, auf deren Grundlage
die ersten Neurofeedback-Sitzungen in der Mitte nächsten Jahres gestartet
werden sollen.

Weitere Studienteilnehmende werden gesucht

Das Team von Prof. Dr. Sommer ist immer auf der Suche nach neuen
Studienteilnehmenden, die an Migräne leiden und die Diagnostik und
Behandlung verbessern möchten. Betroffene können sich bei Interesse und
für weitere Informationen gerne bei Morgane Paternoster und Sebastian
Evers melden: Paternoste_M(at)ukw.de oder Evers_S(at)ukw.de.

Typische Kopfschmerzerkrankungen

Kopfschmerzen können durch eine lebensbedrohliche Erkrankung wie etwa ein
Hirntumor verursacht werden. In den meisten Fällen handelt es sich bei
Kopfschmerzerkrankungen jedoch um eine gutartige, nicht lebensbedrohliche
Erkrankung, die allerdings mit einem hohen Leidensdruck einhergeht.

Die häufigsten Kopfschmerzerkrankungen sind Migräne und
Spannungskopfschmerz. Während der dumpf, ziehende und beidseitig
vorkommende Spannungskopfschmerz oft als normaler Kopfschmerz wahrgenommen
wird, ist die Migräne mit Übelkeit und/oder Erbrechen sowie einer
Überempfindlichkeit gegenüber Licht und Geräuschen verbunden.
Charakteristisch für die Migräne ist ein pulsierender oder pochender,
einseitiger Schmerz, der durch körperliche Aktivität verstärkt wird. Bei
einer Migräne mit einer so genannten Aura kommen noch Flimmern oder
Blitzen vor den Augen sowie Schwäche, Lähmung oder Taubheitsgefühl eines
Armes oder Beines oder Sprachstörungen hinzu. Ferner gibt es das Syndrom
des chronischen täglichen Kopfschmerzes sowie die eher seltenen
Erkrankungen Clusterkopfschmerz und Trigeminusneuralgie.

Gelegentliche Kopfschmerzen sind in der Regel harmlos und verschwinden oft
schon mit einem Spaziergang an der frischen Luft, ausreichend Schlaf und
Flüssigkeitszufuhr oder einer einzelnen Tablette. Treten starke
Kopfschmerzen jedoch gehäuft auf, sollte ein Arzt oder eine Ärztin
konsultiert werden, bei plötzlichen und extrem starken Kopfschmerzen ist
der Notarzt zu rufen.

* Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gehört allein die
Migräne zu den zehn häufigsten Ursachen für Arbeitsunfähigkeit und
betrifft 12-15 % der Bevölkerung. Die verlorenen Arbeitstage und
Produktivitätseinbußen kosten die europäische Wirtschaft jährlich 27
Milliarden Euro (Cost of Brain Disorders in Europe, 2006)

** Stovner, L. J., Nichols, E., Steiner, T. J., Abd-Allah, F., Abdelalim,
A., Al-Raddadi, R. M., Ansha, M. G., Barac, A., Bensenor, I. M., Doan, L.
P., Edessa, D., Endres, M., Foreman, K. J., Gankpe, F. G., Gopalkrishna,
G., Goulart, A. C., Gupta, R., Hankey, G. J., Hay, S. I., . . . Murray, C.
J. L. (2018). Global, regional, and national burden of migraine and
tension-type headache, 1990–2016: a systematic analysis for the Global
Burden of Disease Study 2016. The Lancet Neurology, 17(11), 954-976.
https://doi.org/https://doi.org/10.1016/S1474-4422(18)30322-3

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Start für europaweites Projekt zur Verbesserung der Patientenversorgung in Mitteleuropa

Das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden und die Carus Consilium
Sachsen GmbH haben sich mit neun internationalen Experten aus sechs
europäischen Ländern zusammengeschlossen, um gemeinsam in den nächsten
drei Jahren patientenorientierte digitale Lösungen im Gesundheitssektor
voranzutreiben.

Mit Unterstützung des Programms Interreg Central Europe werden im Rahmen
des Projekts „Health Labs4Value“ fünf nationale Living Labs in Ungarn,
Slowenien, der Tschechischen Republik, Deutschland und Polen eingerichtet.
Diese Living Labs werden als Kooperationsräume dienen, in denen
Gesundheitsorganisationen, Unternehmen, politische
Entscheidungsträgerinnen und -träger, Patientinnen und Patienten sowie
ihre Familien gemeinsam digitale Lösungen zur Verbesserung der
Patientenversorgung entwickeln und testen können. Alle Living Labs werden
ein länderübergreifendes Netzwerk bilden, um den Wissens- und
Erfahrungsaustausch unter der Leitung des österreichischen Wissenspartners
zu erleichtern. „Das Projekt Health Labs4Value ist eine einzigartige
Gelegenheit, alle wichtigen Akteure im Gesundheitswesen zusammenzubringen,
um gemeinsam an der Verbesserung der Patientenversorgung zu arbeiten", so
der Projektkoordinator István Hegedűs von CTRIA (Central Transdanubian
Regional Innovation Agency) aus Ungarn. Die internationale Zusammenarbeit
verschiedener Expertenteams aus Mitteleuropa bringt viele Vorteile mit
sich. „Die Hochschulmedizin Dresden setzt schon lange auf die Vernetzung
mit Akteurinnen und Akteuren der Krankenversorgung. Dies machen wir nicht
nur in der Region, sondern auch über die Grenzen Sachsens und Deutschland
hinaus. Mit diesen wertvollen Kooperationen kommen wir mit guten Partnern
zusammen, nutzen Synergien und schaffen die Voraussetzung für eine moderne
Patientenversorgung“, sagt Prof. Michael Albrecht, Medizinischer Vorstand
am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden.

Vorteile der interdisziplinären Zusammenarbeit
- Entwicklung kosteneffektiver und nachhaltiger Versorgungsstrategien, um
sicherzustellen, dass Patientinnen und Patienten sowie ihre Familien
Zugang zu angemessener Behandlung erhalten.
- Verbesserung der Patientensicherheit
- Übergang von einem krankheitszentrierten zu einem personenzentrierten
Ansatz – mit hohem Nutzen für die Patientinnen und Patienten.
- Verbesserung der Zusammenarbeit entlang der Wertschöpfungskette des
Gesundheitssystems.

Nationale Living Labs
Auf nationaler Ebene werden die Living Labs spezifische Herausforderungen
identifizieren und lokale Bedürfnisse ansprechen.
- Slowenien: Das Living Lab in Slowenien soll es Patientinnen und
Patienten mit konservativ behandelten Verletzungen ermöglichen, die
Qualität ihrer Rehabilitation in ihrer häuslichen Umgebung zu verbessern.
- Deutschland: Das Living Lab in Deutschland wird sich mit der
Unterstützung älterer Menschen befassen, damit diese so lange wie möglich
selbständig und (fast) unabhängig in ihrer häuslichen Umgebung leben
können.
- Polen: Das Living Lab in Polen zielt darauf ab, die Arbeit des
medizinischen und nicht-medizinischen Personals in der Verwaltung und im
Patientenservice durch Digitalisierung und den Einsatz neuer Technologien
wie biometrischer Unterschriften zu rationalisieren.
- Ungarn: Das Living Lab in Ungarn zielt darauf ab, die Abläufe in der
ambulanten und stationären Versorgung, einschließlich der ärztlichen
Untersuchung sowie der prä- und postoperativen Verfahren, durch
Automatisierung des Fallmanagements und innovative digitale Systeme zu
optimieren.
- Tschechische Republik: Das Living Lab in der Tschechischen Republik wird
sich auf neue Technologien konzentrieren, die die Kommunikation über die
Langzeitbehandlung, die Aufklärung und die häusliche Pflege chronischer
Patientinnen und Patienten mit Technologien unterstützen, die helfen, den
Zustand der Patientinnen und Patienten in einer häuslichen Umgebung zu
überwachen und bei Bedarf direkten Kontakt mit medizinischem Fachpersonal
aufzunehmen.

Über Health Labs4Value
Das Projekt Health Labs4Value hat eine Laufzeit von drei Jahren und
verfügt über ein Budget von 2,19 Mio. EUR. Das Ziel des
Innovationsprojektes ist die Verbesserung der Patientenversorgung, die
Sicherheit und die Effizienz. Die neu eingeführten digitalen
Versorgungslösungen werden so auch erhebliche Auswirkungen auf den
Gesundheitssektor in Europa und Deutschland haben.

Über das Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Als Krankenhaus der Maximalversorgung deckt das Universitätsklinikum
Dresden das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab. 26 Kliniken und
Polikliniken, vier Institute und 17 interdisziplinäre Zentren, die eng mit
den klinischen und theoretischen Instituten der Medizinischen Fakultät
zusammenarbeiten ermöglichen medizinische Versorgung auf höchstem Niveau.
Mit 1.410 Betten und 210 Plätzen für die tagesklinische Behandlung von
Patienten ist es das einzige Krankenhaus der Maximalversorgung in
Ostsachsen. Rund 1.000 Ärztinnen und Ärzte sowie 2.000 Schwestern und
Pfleger kümmern sich um das Wohl der Patientinnen und Patienten.

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chesco Kontaktkonferenz – Transfer Agiler Fertigungsmethoden

Am 26. und 27. September 2023 rückt die chesco-Kontaktkonferenz den
Transfer agiler Fertigungsmethoden in den Fokus.
Wirtschaftsvertreter*innen sind herzlich eingeladen, wenn es darum geht,
sich über agile Fertigung und die Potentiale des Wissenstransfers zwischen
Forschung, Entwicklung und Wirtschaft auszutauschen. Die Anmeldung ist bis
zum 15. September 2023 möglich!

Das Center für Hybrid Electric Systems Cottbus (chesco) der BTU Cottbus-
Senftenberg lädt am 26. und 27. September zur diesjährigen
Kontaktkonferenz ein. Fokusthema der Veranstaltung ist das chesco-Projekt
taf „Transfer Agiler Fertigungsmethoden“, das der Strukturförderung in der
Lausitz dient. Es stärkt die Vernetzung mit Partner*innen aus der
regionalen Wirtschaft und den Transfer von Wissen im Bereich innovativer
Fertigung. In der zweitägigen Konferenz stellt das chesco die
Möglichkeiten des Projektes für Unternehmen aus der Region vor und
vermittelt praxisnah das Konzept agiler Arbeit und agiler Fertigung.

Bei einer agilen Arbeitsweise werden Prozesse ständig an neue Bedürfnisse
und Anforderungen angepasst: Das bedeutet für Unternehmen, schnell auf
Veränderungen reagieren zu können. Im Gegensatz zu traditionellen
Methoden, bei denen Arbeitsschritte fest vorgeplant sind, ermöglichen
agile Methoden eine flexible und anpassungsfähige Produktion. Agile
Unternehmen haben den wesentlichen Vorteil, ihre Fertigung besser auf die
aktuelle Nachfrage anpassen zu können.

Dr.-Ing. Beatrice Rich, Koordinatorin der Konferenz, sagt: "Im Kontext des
Strukturwandels und einer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit ist es für
regionale Unternehmen besonders bedeutsam, Fertigungsprozesse
kontinuierlich zu optimieren. Daher richtet sich das Thema der Tagung vor
allem an kleine und mittelständische Fertigungsunternehmen in der Lausitz
und angrenzenden Regionen. Es werden aber auch Teilnehmende aus
bestehenden Partnerschaften des chesco erwartet. Im letzten Jahr haben
rund 100 Personen an der Kontaktkonferenz teilgenommen. Daran wollen wir
anknüpfen, insbesondere um unser Projekt in der Region bekannt zu machen
und unser Kooperationsnetzwerk weiter auszubauen."

Im Projekt taf gibt es die Möglichkeit, Entwicklungsprojekte in der chesco
Forschungsfabrik durchzuführen und an Workshops teilzunehmen. Die
Zusammenarbeit mit Unternehmen beginnt mit dem Austausch über die Ziele,
die das Unternehmen verfolgt, welche Herausforderungen bestehen und wo die
Potentiale für eine Kooperation liegen.

Ein Beispiel: Fragt sich ein Unternehmen, welches Fertigungsverfahren für
ein Produkt besonders geeignet ist, welches Material genutzt werden sollte
oder wie ein 3D-Modell so erstellt wird, dass es im additiven
Fertigungsverfahren den Anforderungen entspricht, können innovative
Lösungen in gemeinsamen Entwicklungsprojekten erarbeitet werden. Auf der
Kontaktkonferenz wird das Orthopädie- und Reha-Team Zimmermann ihre
bisherigen Erfahrungen der Zusammenarbeit mit dem Projekt taf in einer
Keynote teilen. In der Kooperation mit dem Unternehmen geht es um die
Fertigung individuell angepasster Orthesen.

Tim Hentschel, Orthopädie und Reha-Team Zimmermann, berichtet: „Die
Mitarbeiter der einzelnen Bereiche nahmen sich Zeit, um uns die
Technologien zu erläutern. Bei jedem einzelnen spürten wir großes
Interesse unsere Ideen mitzugestalten und voranzutreiben.“

Im Rahmen der Transferworkshops können Teilnehmende innovative
Fertigungsverfahren in der chesco Forschungsfabrik erproben. Gemeinsam mit
den an chesco beteiligten Lehrstühlen und Fachgebieten der BTU Cottbus-
Senftenberg wird eine Workshop-Reihe zum Thema agile Fertigung entwickelt.
Interessierte Unternehmen können unter anderem Module zu folgenden
Schwerpunkten besuchen:

agiles Arbeiten,
Aufbau einer Fertigungsumgebung,
nachhaltiger Produktionsbetrieb,
Produktionsplanung und
Wirtschaftlichkeitsberechnung.

Die Themen werden jeweils als zwei-Tages-Workshops konzipiert und um eine
digitale Interaktions- und Kommunikationsplattform für den Austausch unter
den Teilnehmenden ergänzt. Die 90-minütigen Workshops der Kontaktkonferenz
bieten einen Vorgeschmack auf die zukünftige Weiterbildungsreihe,
beispielsweise mit den Themen „Additive Fertigung“ und „Agilität in der
Fabrikplanung“.

Besonderes Highlight der Kontaktkonferenz ist die Führung durch die chesco
Forschungsfabrik am zweiten Tag der Konferenz. Hier können interessierte
Unternehmen die Ausstattung des Fertigungsbereiches mit über 100 Maschinen
und Anlagen kennen lernen. Die Konferenz bietet an beiden Tagen den
teilnehmenden Unternehmen Raum für die Vernetzung und den Austausch
untereinander. Am ersten Tag können sich Unternehmen gegenseitig in einer
Pitch-Runde vorstellen. Für die finanzielle Unterstützung von Projekten in
Unternehmen werden auf der Konferenz auch verschiedene Fördermöglichkeiten
näher erläutert.

Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der IHK Cottbus sowie
der Cluster „Verkehr, Mobilität und Logistik“, „Metall“, „Kunststoffe und
Chemie“, „Energietechnik“ und „Optik und Photonik“ der WFBB.

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