Zum Hauptinhalt springen

Start-ups bringen Innovationen im Bereich Nachhaltige Chemie zur Weltchemikalienkonferenz ICCM5 nach Bonn

Beim Investor Forum 2023 des Internationalen Kompetenzzentrums für
Nachhaltige Chemie (ISC3) präsentieren 30 Start-ups aus Europa, Afrika,
Lateinamerika, Nordamerika und Asien ihre Ideen und Innovationen im
Bereich Nachhaltiger Chemie. Der Finale Pitch um den mit 25.000 Euro
dotierten Innovation Award 2023  findet im Rahmen der
Weltchemikalienkonferenz - ICCM5 am 28. September 2023 in Bonn statt.

Leder aus Mikroorganismen statt Tierhaut aus Peru. Ein Werkstoff aus lokal
gewonnener Stärke als nachhaltige Alternative zu Einweg-
Plastikverpackungen aus Kolumbien. Sonnenbrillen aus recycelte Chipstüten,
made in Indien. Haut- und Haarpflegeprodukte auf Basis von aus
Fischabfällen extrahierten Proteinen aus Äthiopien. Das sind vier der
innovativen Ideen, mit denen sich 18 Start-ups live vor Ort in Bonn und
insgesamt 30 online beim Investor Forum 2023 des Internationalen
Kompetenzzentrums für Nachhaltige Chemie (ISC3) präsentieren. Das
Besondere daran: Die Veranstaltung mit Start-ups aus Europa, Afrika,
Lateinamerika, Nordamerika und Asien findet in diesem Jahr im Rahmen der
Weltchemikalienkonferenz ICCM5 am 28. September in Bonn statt.

Förderung von Investitionen in Innovationen im Bereich Nachhaltige Chemie

Mit dem Investor Forum bringt das ISC3 internationale Start-ups,
Investor*innen, Wissenschaftler*innen und Entscheider*innen zusammen. Ziel
der jährlichen Veranstaltung ist die Förderung von Investitionen in
Innovationen im Bereich Nachhaltige Chemie. „Dass unsere Start-ups ihre
Innovationen im Rahmen der ICCM5 pitchen, ist für sie aber auch für das
ISC3 eine besondere Gelegenheit“, so Dr. Thomas Wanner, Managing Direktor
des ISC3. „Neben Investoren, wie Venture Capital Fonds, Business Angels
und Accelatoren & Inkubatoren, können sie so direkt auch Vertreter*innen
aus Politik, Industrie, Nichtregierungsorganisationen, Wissenschaft und
Umweltverbänden aus mehr als 100 Ländern von den Möglichkeiten begeistern,
die Nachhaltige Chemie bietet.“

Die Pitches werden durch ein abendliches live-Networking-Angebot ergänzt,
bei dem sich die Teilnehmer*innen kennenlernen und Ideen austauschen
können. Darüber hinaus findet im Rahmen des Investor Forums eine
Podiumsdiskussion über private und öffentliche internationale
Finanzierungsmechanismen zur Sicherung der Innovationspipeline und die
spezifische Dynamik des Innovationsökosystems Nachhaltige Chemie statt.
Neben dem Programm der Präsenz-Veranstaltung am 28. September werden
weitere Start-up Präsentationen sowie Matchmaking auch digital angeboten.

Start-ups finden Lösungen, um Bedürfnisse der Gegenwart zu sichern, ohne
ökologische, soziale und wirtschaftliche Grundlagen künftiger Generationen
zu gefährden

Unter den internationalen Start-ups, die ihre Innovationen im Bereich
Nachhaltige Chemie zur Weltchemikalienkonferenz ICCM5 nach Bonn bringen,
um sie internationalen Investoren*innen und Entscheidungsträgern*innen zu
präsentieren, sind Le Qara aus Peru, Natupla aus Kolumbien, Ashaya aus
Indien und Ray Cosmetics aus Äthiopien. Was die Gründer*innen vereint?
Dass sie Lösungen gefunden haben, um die Bedürfnisse der Gegenwart zu
sichern, ohne die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Grundlagen
künftiger Generationen zu gefährden. Le Qara beispielsweise stellt veganes
Leder aus Mikroorganismen her. Es hat die gleiche Atmungsaktivität wie
tierisches Leder, ist biologisch abbaubar und die Rückstände aus dem
Herstellungsprozess können als Flüssigkompost verwendet werden, so dass
kein Abfall entsteht.

Ein weiteres von vielen guten Beispielen für Lösungen der Nachhaltige
Chemie ist die vom kolumbianischen Start-up Natupla – Natural Plastic
entwickelt eine Einwegplastik-Alternative aus Stärke. In einem
kosteneffizienten Verfahren wird ein Produkt mit Eigenschaften gewonnen,
die mit denen herkömmlicher Kunststoffe vergleichbar aber gleichzeitig
biologisch abbaubar sind. Positiver Nebeneffekt ist die Unterstützung
lokaler Stärkeproduzenten und Landwirte.

Ebenfalls beim Investor Forum pitcht Ashaya seine Innovation: Nachhaltige
Sonnenbrillen aus recycelten Chips-Tüten. Das indische Start-up zeigt
damit zum einen, wie man den Wert von Abfällen durch technologische und
wissenschaftliche Innovationen im Bereich des Recyclings steigern kann.
Zum anderen verteilt es diesen Wert dann gerecht an die Beteiligten in der
Lieferkette, insbesondere an die Ärmsten: die Müllsammler*innen.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen steht auch im Mittelpunkt
der Innovation von RAY Cosmetics. Das Start-up aus Äthiopien stellt Haut-
und Haarpflegeprodukte aus Protein her, das aus Fischhäuten und -schuppen
gewonnen werden. Dieses in speziellen nachhaltigen Prozessen extrahierte
Protein verleiht den Shampoos und Cremes Anti-Aging- sowie feuchtigkeits-
spendende und entgiftende Eigenschaften.

ISC3 Innovation Award 2023

Ein Highlight des Investor Forums ist die Preisverleihung und die
Präsentationen der Finalisten der nunmehr vierten ISC3 Innovation
Challenge. Im Rahmen des mit 25.000 Euro dotierten Wettbewerbs werden in
diesem Jahr die besten Ideen im Bereich Nachhaltige Chemie und
Landwirtschaft ausgezeichnet. „Da die Transformation des Chemiesektors
eine Schlüsselrolle bei der Erreichung der meisten UN-Nachhaltigkeitsziele
spielt, wollen wir mit dem ISC3 Innovationswettbewerb InnovatorInnen der
nachhaltigen Chemie und ihre originellen Lösungen anziehen, auszeichnen
und fördern“, sagt Dr. Alexis Bazzanella, Direktor des ISC3 Innovation
Hub.

Eine internationale Expertenjury wählte aus insgesamt 113 hochrangigen
Bewerbungen von Start-ups aus fünf Kontinenten die acht Finalisten aus (in
alphabetischer Reihenfolge):

BIOWEG (Deutschland) hat biologisch abbaubare, biobasierte
landwirtschaftliche Beschichtungen entwickelt, die die Kraft von
Bakterien, Biotechnologie und grüner Chemie kombinieren. Ihre biologisch
abbaubaren Beschichtungsemulsionen ersetzen erdöl- und acrylbasierte
Beschichtungen von Düngemitteln und Saatgut.

ClimEtSan-OnTheGround GmbH (Deutschland) hat ökologische Sanitäranlagen
und Pyrolyseöfen entwickelt, welche Ressourcen für die Herstellung von
Biokohle-Kompost zur Wiederherstellung der Bodenfruchtbarkeit liefern.
Darüber hinaus bietet das Start-up Kohlenstoffgutschriften und
erschwinglichen, nährstoffreichen Dünger für den globalen Süden an.

Ecorich Solutions Limited (Kenia) hat den WasteBot entwickelt, ein KI-
Gerät zur Zersetzung von Haushaltsabfällen, das in nur 24 Stunden
Haushaltsabfälle in erschwinglichen organischen Dünger umwandelt, der 70%
billiger ist als herkömmlicher Dünger. Ecorich Solutions nutzt
Bodenbakterien, KI-gestütztes Recycling, Robotik, Computer Vision und
maschinelles Lernen, um Abfall mit 95%iger Genauigkeit in organischen
Dünger umzuwandeln.

KNUST Precision Aquaculture – AquaMet (Ghana) ist ein integriertes System,
das es Fischzüchtern ermöglicht, ihre Wasserqualität effizient zu
überwachen und zu verwalten, um hohe Fischsterblichkeitsraten zu
reduzieren und Erträge und Einnahmen zu steigern. Die Technologie von
KNUST verwendet eine intelligente IoT-Sonde, die Wasserqualitätsparameter
erfasst und über Bluetooth an einen Server sendet, der die Daten dann an
eine mobile App für die Landwirte überträgt.

MAKABI Agritech (Kroatien) unterstützt die Herstellung von
umweltfreundlichen Lebensmitteln und reduziert die durch aktuelle
landwirtschaftliche Praktiken verursachte Umweltbelastung, indem es den
Einsatz von schweren organischen Chemikalien und Agrochemikalien
verringert. Seine Lösung ist eine intelligente Biopolymer-Mikrokapsel mit
3-in-1-Technologie: Schutz, Ernährung und zeitliche Freisetzung, die
verschiedene bioaktive Komponenten zu dem Zeitpunkt freisetzt, an dem die
Pflanze sie am meisten benötigt.

Molepse BioResources (Kenia) ist ein Start-up-Unternehmen, das ein
innovatives biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel für
Getreideproduzenten herstellt und vertreibt. Dudukit ist ein wirksames
Insektenschutzmittel, das sowohl Larven als auch lebende Rüsselkäfer
abtötet. Dieses Produkt wurde mit Hilfe der Nanotechnologie entwickelt,
was seine Anwendbarkeit und Wirksamkeit verbessert.

Neptunus Biotech (Mexiko) hat es sich zur Aufgabe gemacht, die
Herausforderung des durch den Klimawandel verursachten Pflanzenstresses zu
bewältigen. Das Start-up-Unternehmen hat mit Hilfe der Mikroalgen-
Technologie biostimulierende Produkte entwickelt. Sein Ziel ist es, die
Widerstandsfähigkeit und Produktivität von Nutzpflanzen zu erhöhen,
insbesondere unter Stressbedingungen wie Dürre, hohen und niedrigen
Temperaturen sowie mechanischen oder chemischen Schäden.

SCHUTZEN CARE PRIVATE (Indien) verfügt über eine patentierte Technologie
zur Verarbeitung von Samenabfällen des Tamarindenbaums. Das Start-up
entwickelt einzigartige Produkte und vielseitige Formulierungen, die einen
sehr hohen biogenen C-14-Isotopgehalt, eine hohe biologische Abbaubarkeit
und einen sehr geringen biochemischen Sauerstoffbedarf aufweisen. Darüber
hinaus tragen diese Produkte zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks bei, da
die Innovation von SCHUTZEN viele fossile Rohstoffe in bestimmten Branchen
ersetzen kann, wie z. B. Silikon, Acrylate oder Polyurethan.

  • Aufrufe: 18

KI im Marketing: Medienstudium mit innovativen Strategien für den digitalen Marketingmix

Online-Marketing, insbesondere in Form von Social Media, gehört
mittlerweile fest zum Marketingmix vieler Unternehmen. Welche
Unterstützung Künstliche Intelligenz (KI) Marketing-Verantwortlichen im
Berufsalltag bereits bieten kann, vermittelt Manuel Faßmann, Director
Strategy bei EssenceMediacom, den Studierenden im Bachelor-Studiengang
„Kommunikation & Medienmanagement“ an der IST-Hochschule für Management.

Facebook, Instagram, TikTok und andere Plattformen eröffnen Unternehmen
neue digitale Kommunikationswege. Marketing-Verantwortliche müssen nicht
nur passende Inhalte für ihre eigenen Kanäle erstellen, sondern auch Paid
Social Kampagnen planen und umsetzen können, um ihre Zielgruppen über die
eigenen Profile hinaus zu erreichen. Solide Kenntnisse in den Bereichen
Online Marketing, Mediaplanung und Generative AI, die in vielen Aspekten
bereits Unterstützung bietet, stellt daher wichtiges Grundlagenwissen für
zukünftige Marketeers dar.

Dabei ist der Einsatz von Künstlicher Intelligenz nicht nur auf komplexe
Themen wie Bild- oder Videogenerierung beschränkt, die ein hohes Maß an
Fachkompetenz voraussetzen. "Künstliche Intelligenz bietet bereits jetzt
vielfältige Unterstützung für Marketing-Verantwortliche", sagt Manuel
Faßmann, Director Strategy bei EssenceMediaCom. KI ließe sich dabei
sinnvoll in den Alltag integrieren – sei es als Sparrings-Partner bei
Brainstorming, bei einer ersten schnellen Status Quo Analyse oder auch als
Hilfestellung beim Schreiben von Texten oder Präsentationen.

Zentraler Schwerpunkt seiner täglichen Arbeit besteht darin, mit seinem
Team innovative Medialösungen für Marken zu entwickeln. Welche Grundlagen
es dafür braucht, lehrt der Experte und Dozent im Bachelor-Studiengang
„Kommunikation & Medienmanagement“ an der IST-Hochschule für Management im
Modul „Strategisches und operatives Medienmarketing“. Der praxisnahe
Fernstudiengang ist eine Antwort auf die Veränderungen in der
Medienbranche: deutlich digitaler, eine größere Auswahl an
Spezialisierungen und Praxisprojekten kombiniert mit wichtigem Management-
Know-how.

„Besonderen Fokus legen wir auf das Thema Social Media Marketing, in dem
sich die Studierenden mit verschiedenen Plattformen wie Facebook,
Instagram, LinkedIn, TikTok und BeReal auseinandersetzen und erfahren, zu
welchem Paradigmenwechsel die sozialen Medien in der Medienlandschaft
geführt haben. Außerdem widmen wir uns einem Thema von zunehmender
Relevanz: künstliche Intelligenz im Marketing. Wir diskutieren, wie diese
Technologie bereits erfolgreich im Marketing oder in der Media-
Marktforschung eingesetzt wird und wo sie künftig noch eingesetzt werden
könnte,“ ergänzt die Leiterin des Studiengangs und Professorin für
Medienmanagement Prof. Dr. Miriam Goetz. Um das Modul abzurunden,
bearbeiten Faßmann und Goetz gemeinsam mit den Studierenden eine
praktische Case Study, in der ein realer Fall aus der Praxis analysiert
wird. Dabei werden mögliche Ideen und Lösungsansätze erarbeitet, um den
Studierenden einen praxisnahen Einblick in die Umsetzung des erlernten
Wissens zu ermöglichen.

Weitere Informationen zum Bachelor-Studium „Kommunikation &
Medienmanagement“ gibt es auf der Webseite der IST-Hochschule. Nächster
Studienstart ist im Oktober. Anmeldungen sind noch möglich.

  • Aufrufe: 15

Palliative Care: „Der Bedarf hochqualifizierter Fachkräfte steigt“

Viele Menschen, die fortschreitende, lebensverkürzende Erkrankungen haben,
brauchen eine besondere Begleitung. Sie ist teilweise hochkomplex und
umfasst medizinische, pflegerische, soziale, psychologische und
spirituelle Aspekte. An der Hochschule Bremen (HSB) gibt es seit dem
Sommersemester 2023 den internationalen Masterstudiengang Palliative Care.
Alternativ können einzelne Seminare als berufsbegleitende Fort- und
Weiterbildungsmaßnahme besucht werden. Ein Interview mit der Leiterin
Prof. Dr. Henrikje Stanze verdeutlich, warum der Studiengang für die
Gesellschaft so wichtig ist und wie Verantwortliche davon profitieren.

Frau Stanze, es gibt Hochschulstudiengänge, die die Akademisierung im
Gesundheitsbereich stärken sollen. Beispiele sind primärqualifizierende
Pflegestudiengänge sowie Studiengänge in den Sozial- und Therapieberufen.
Die HSB bietet genau diese Studiengänge im Bereich Pflege und Therapie an
– sie war die erste Hochschule in Deutschland. Warum braucht es zusätzlich
diesen speziellen Masterstudiengang Palliative Care?

Prof. Dr. Henrikje Stanze: Deutschlandweit gibt es einen steigenden Bedarf
an Palliativversorgung. Insgesamt nehmen schwere Erkrankungen wie zum
Beispiel Krebs-, Herz- und Lungenerkrankungen sowie neurodegenerative
Erkrankungen wie Demenz zu. Hinzu kommt, dass viele Menschen nicht nur
eine, sondern mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. Dann sprechen wir
von Multimorbidität. Dies verdeutlicht, dass die palliative Versorgung und
Behandlung in viel mehr Bereichen stattfindet und von viel mehr
Berufsgruppen angewendet werden sollten, als es bislang praktiziert wird.

Betrifft dies nur Erwachsene oder auch Kinder und Jugendliche?

Es gibt einen allgemeinen und einen spezialisierten Ansatz in der
Palliativversorgung: Für Menschen mit multimorbiden Erkrankungen greift
häufiger ein allgemeiner palliativer Versorgungsansatz. Bei Menschen mit
einer zum Beispiel fortgeschrittenen Krebserkrankung ist ein
spezialisierter palliativer Versorgungsansatz sinnvoll. Bei beiden
Ansätzen geht es um alle Menschen mit einer Multimorbidität oder einer
lebenslimitierenden Erkrankung, die eine palliative oder hospizliche
Behandlung und Versorgung benötigen – ob jung oder alt. Unsere
Gesellschaft ist divers. Menschen bringen unterschiedliche Bedürfnisse
mit, bei denen es wichtig ist, sich diesen diversitätssensibel zu widmen.
So wird auch diskutiert, wie zum Beispiel queere Pflege und Medizin
praktisch gelingen kann oder Menschen mit direkter Migrationserfahrung
oder Menschen mit körperlich und geistigen Behinderungen in unserer
Gesellschaft adäquat gesundheitlich begleitet werden können. Dies ist eine
neue Aufgabe für viele Bereiche der Gesundheitsversorgung, auch für die
Palliativversorgung.

Grundsätzlich bedarf es einer Weiterentwicklung der Versorgungsangebote
mit evidenzbasierten Behandlungs- und Versorgungskonzepten, um neuste
medizinische, pflegerische und weitere Erkenntnisse zu erhalten. Sie
müssen zukünftig zu einer besseren, leitlinien- sowie standardgerechten
und wissenschaftsbasierten palliativen Behandlung und Begleitung führen.
Deshalb ist unser Studiengang so wichtig.

An wen richten sich Ihre Angebote?

Der dreisemestrige, weiterqualifizierende Master und unsere Seminare
richten sich in erster Linie an Menschen, die bereits eine erste
einschlägige Berufsqualifizierung haben, also vor allem an Ärzt:innen,
Pflegefachpersonen, Sozialarbeiter:innen, Theolog:innen, Psycholog:innen
und weitere Berufsgruppen, die im gesundheitlichen sowie sozialen Bereich
arbeiten. Sie können sich bei uns entsprechend weiterbilden. Dank unserer
hybriden Studienstruktur im Rahmen der Präsenzlehre sowie der Möglichkeit
in eLearnings die Studieninhalte nachzuarbeiten, sind unsere Angebote auch
berufsbegleitend machbar.

Ist der Studiengang kostenpflichtig?

Nein. Das Studienangebot ist konsekutiv, baut also auf einer ersten
einschlägigen Berufsqualifikation auf – zum Beispiel dem internationalen
Studiengang Pflege der HSB. Deshalb können Interessierte sich offiziell
immatrikulieren und die Semestergebühren fallen unter die bundesweit
geförderten Studienangebote. Auch Anerkennungen der Ärztekammer Bremen für
sogenannte CME-Punkte sind in vielen Modulen gewährleistet. Fort- und
Weiterbildungspunkte für professionell Pflegende nach SGB XI §11 können
ebenfalls in vielen Modulen erworben werden.

Seit neuestem kann man auch einzelne Seminare bei Ihnen buchen, ohne das
komplette Studium zu absolvieren und ohne immatrikuliert zu sein.

Ja, hier entstehen immer mehr Angebote, wie zum Beispiel das Kursangebot
von der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) des 40-stündigen
multiprofessionellen Basiscurriculums Palliative Care. Dies bieten wir im
April 2024 erstmalig an. Aber auch zur Symptombehandlung werden wir in
2024 Module öffnen, die für viele Berufsgruppen interessant sein können
und dies im Rahmen einer Weiterbildung absolvieren möchten. Da werden auch
Fortbildungspunkte für die unterschiedlichen Berufsgruppen wie Ärzt:innen
und Pflegefachpersonen erworben werden können.

Der Studiengang ist international. Wie zeigt sich das im Curriculum?

Wir haben gemeinsam mit unserer Partnerhochschule Hanze University of
Applied Sciences Groningen eine Kooperation im Masterstudiengang „Healthy
Aging“. In diesem Modul arbeiten die Studierenden aus den Studiengängen an
themenübergreifenden gemeinsamen Projekten, die sie in einer
Abschlusspräsentation vorstellen. Zudem haben wir renommierte
Gastdozierende aus dem Ausland, die dank Online-Zuschaltung auch trotz
weniger Zeitressourcen Vorträge für uns einrichten. Unser Bereich an der
HSB ist sehr gut ausgestattet und kann im digitalen Zeitalter sehr vieles
ermöglichen. Nicht zuletzt, weil wir eine aktive Konrektorin für
Digitalisierung haben, die dafür sorgt.

Bis 15. Oktober bewerben

Interessierte können sich noch bis zum 15. Oktober 2023 für den
Studiengang Palliative Care an der Hochschule Bremen bewerben. Für die
Seminare ist es möglich, sich bis vier Wochen vor Beginn anzumelden.

  • Aufrufe: 24

GI ernennt drei Informatik-Talente zu Junior-Fellows

Birte Heinemann von der RWTH Aachen, Dr. Burkhard Ringlein von IBM
Research und Clarissa Sabrina Arlinghaus von der Universität Bielefeld
werden am 27. September 2023 als Junior-Fellows der Gesellschaft für
Informatik e.V. (GI) ausgezeichnet.

Berlin, 06.09.2023 – Mit der Auszeichnung zu Junior-Fellows würdigt die GI
Persönlichkeiten aus der Informatik-Community, die sich bereits in jungen
Jahren durch hervorragende Leistungen und besonderes Engagement einen
Namen gemacht haben.

Christine Regitz, Präsidentin der Gesellschaft für Informatik: „Mit Birte
Heinemann, Dr. Burkhard Ringlein und Clarissa Sabrina Arlinghaus ernennen
wir drei vielversprechende Informatik-Talente zu Junior-Fellows. Sie
forschen an neuen Bildungstechnologien, entwickeln nachhaltige IT-
Infrastrukturen und setzen sich für Vielfalt und Interdisziplinarität ein.
Von uns erhalten sie die fachliche, ideelle und finanzielle Unterstützung,
um ihre innovativen Ansätze zur Gestaltung der Informatik in Gesellschaft
und Wissenschaft eigenverantwortlich umzusetzen.“

Birte Heinemann: Neues Lernen im virtuellen Raum

Birte Heinemann studierte Informatik mit Nebenfach Psychologie an der
Universität Paderborn und ist derzeit wissenschaftliche Mitarbeiterin an
der RWTH Aachen. Dort forscht sie in interdisziplinären Projekten zu
Bildungstechnologien im Kontext von Virtual Reality, Multimodal Learning
Analytics sowie FAIR Data und Open Science. Als Junior-Fellow möchte sie
die Interdisziplinarität in der Informatik fördern und das Thema Bildung
mehr in den Fokus rücken. Ihr Ziel ist es, das Lernen mit und über
digitale Medien allen Menschen zugänglich zu machen.

Birte Heinemann: „Als GI-Junior-Fellow möchte ich den Austausch rund um
das Lehren und Lernen weiterbringen, multimodale Learning Analytics und
die Methodenvielfalt stärken und – gemeinsam mit der GI – den
wissenschaftlichen Nachwuchs fördern. Hier möchte ich den Menschen in den
Mittelpunkt stellen, beispielsweise bei der Entwicklung
zielgruppengerechter Weiterbildungsangebote zu wissenschaftlichen
Forschungsmethoden.“

Dr. Burkhard Ringlein: Energieeffizienz und Netzpolitik

Dr. Burkhard Ringlein arbeitet bei IBM Research in Zürich als Postdoc mit
dem Schwerpunkt Energieeffizienz von IT-Infrastrukturen und hat bereits an
drei Patenten mitgewirkt. Davor studierte er Informatik an der FAU in
Nürnberg-Erlangen und promovierte dort mit einer Arbeit zur
Energieeffizienz verteilter rekonfigurierbarer Beschleuniger. In seiner
Freizeit engagiert er sich im Vorstand des Think Tanks LOAD e.V., der sich
für liberale Netzpolitik einsetzt.

Dr. Burkhard Ringlein: „Als Junior-Fellow möchte ich mich einbringen, um
die Zusammenarbeit und den Wissenstransfer zwischen Informatik-Forschung
und Zivilgesellschaft zu intensivieren. Dabei liegt mein Fokus erst einmal
auf zwei langjährigen Herzensangelegenheiten: der Energieeffizienz von
Rechenzentren sowie der ethischen Ausgestaltung von algorithmischen
Systemen.“

Clarissa Sabrina Arlinghaus: Vielfalt und Empowerment

Clarissa Sabrina Arlinghaus studierte Wirtschaftspsychologie an der
Hochschule Osnabrück und Psychologie mit dem Schwerpunkt soziotechnische
Systeme an der TU Dresden. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin
an der Universität Bielefeld am Center for Cognitive Interaction
Technology. Durch die Betonung der Interdisziplinarität der Informatik
möchte Clarissa Sabrina Arlinghaus den Quereinstieg in die Disziplin
fördern. Darüber hinaus verfolgt sie durch ihr Engagement in der „BYTE-
Challenge“ das Ziel, mehr Kinder für die Informatik zu begeistern, und
fördert mit den Veranstaltungen der „STEM GIrls“ auch den Einstieg junger
Frauen in die Informatik.

Clarissa Sabrina Arlinghaus: „Durch die Leitung und Organisation der
Workshopreihe STEM GIrls möchte ich weibliche und nicht-binäre Personen
mit unterschiedlichen Hintergründen vernetzen und zu einem Beruf mit
Informatikbezug empowern. Es ist mir wichtig, Interdisziplinarität stärker
zu fördern und dadurch den (Quer-)Einstieg in die Informatik zu
erleichtern. Besonders großes Potenzial sehe ich bei den Schnittstellen zu
den Human-, Sozial- und Geisteswissenschaften.“

Seit 2013 ernennt eine Jury aus Expert*innen jährlich die Junior-Fellows
der Gesellschaft für Informatik e.V. Die offizielle Verleihung findet am
27. September 2023 auf der Welcome Reception des INFORMATIK FESTIVALS
2023, der 53. Jahrestagung der GI in Berlin statt:
https://informatik2023.gi.de/abendveranstaltungen.html

Über die Gesellschaft für Informatik e.V.

Die Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) ist die größte Fachgesellschaft
für Informatik im deutschsprachigen Raum. Seit 1969 vertritt sie die
Interessen der Informatikerinnen und Informatiker in Wissenschaft,
Gesellschaft und Politik und setzt sich für eine gemeinwohlorientierte
Digitalisierung ein. Mit 14 Fachbereichen, über 30 aktiven Regionalgruppen
und unzähligen Fachgruppen ist die GI Plattform und Sprachrohr für alle
Disziplinen in der Informatik. Die GI hat sich Ethische Leitlinien
gegeben, die ihren Mitgliedern als Orientierung dienen. Weitere
Informationen finden Sie unter www.gi.de

  • Aufrufe: 17