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Sehnsucht nach einem fernen Garten und Universelle Sehnsucht

Eröffnung der HERBSTGOLD Bühne, der SALA TERRENA der Künstlerin Anna Artaker
sowie des Fahnenprojekts UNIVERSELLE SEHNSUCHT gestaltet von dem Künstlerduo
Claudia Plank & Hans Werner Poschauko ab 4. September 2023 in Eisenstadt
„Gerade in schwierigen und unsicheren Zeiten vereint uns die Sehnsucht nach einer besseren Welt“, so
Festival Leiter Julian Rachlin über das diesjährige Motto von HERBSTGOLD. Ein Ort, der dem getriebenen
Menschen Ruhe bietet, der in der Krise die Sehnsucht nach Frieden zumindest kurzfristig stillen kann,
ist der Garten. Der Schlosspark ist das eindeutig größte Kunstwerk in Eisenstadt mit seinen rund 42
Hektar und realisiert gleichzeitig konkret „Arkadien“: einen legendären Ort des Friedens und des
Einklangs mit der Natur. Auf solch unendlich entfernte Sehnsuchtsorte zielen auch die diesjährigen
HERBSTGOLD-Kunstprojekte.
SALA TERRENA von Anna Artaker (Gartenfront und Festivalbühne)

Im Zuge der Neugestaltung des Schlossparks wurden vier Projektvorschläge
genehmigt, die in den kommenden vier Jahren umgesetzt werden. Als
erstes wird der Entwurf von Anna Artaker in diesem Jahr umgesetzt. Das
Vorhaben ihrer SALA TERRENA (dt. Gartensaal / ebenerdiger Saal) widmet
sich den zugemauerten Bögen auf der Gartenfront von Schoss Esterházy.
Die virtuellen Laubengänge lassen die ursprüngliche Offenheit und
Durchgängigkeit dieser Zone wiederaufleben. Das ornamentale Vorbild
hierfür sind die perspektivischen trompe l’œuil-Elemente barocker
Gartenkunst, die mit hölzernen Treillagen oder Zierspalieren große suggestive Wirkungen erzielten.
Ausgeführt ist das Werk in Sgraffito-Technik, einem äußerst dauerhaften Kratzputz-Verfahren aus der
Renaissancezeit. Die Farbe der Linien ist dunkelgrün, die Flächenfarbe helles Elfenbein.
Das moderne Glasportal in der Mitte wurde entsprechend der perspektivischen Illusion mit geplotteten
Folienelementen und spiegelnder Sonnenschutzfolie beklebt, die von innen eine Durchsicht nach außen
erlaubt. Dadurch ist der große Landschaftsgarten auch vom klassizistischen Schlossdurchgang (heute
Ausstellungsraum der „Haydn explosiv. Musik aus revolutionären Zeiten“) wieder erlebbar. Gleichzeitig
entwirft sie als Teaser und Verbindungsstück zur SALA TERRENA die Oberfläche der
Veranstaltungsbühne vor dem Schloss, die passend zum Thema „Sehnsucht“ durch einen gekrümmten
Laubengang illustriert wird. Er leitet alle Besucher und Besucherinnen vom Vorplatz unmittelbar zu
einem Sehnsuchtsort freier Wahl. Die SALA TERRENA und die HERBSTGOLD Bühne werden am 9.
September um 17:30 Uhr eröffnet.
UNIVERSELLE SEHNSUCHT von Claudia Plank & Hans Werner Poschauko (11 Fahnen)

Nachdem die mit Manfred Bockelmann begonnene künstlerische Nutzung der Fahnenmasten den
Vorplatz von Schloss Esterházy so erfolgreich belebt hat, wird das Projekt mit neuen Fahnen fortgesetzt.
Der diesjährige Entwurf stammt vom Wiener Künstlerduo Claudia Plank & Hans Werner Poschauko, die
für die Esterházy Stiftungen bereits die prachtvollen Sgraffitis in der Bankgasse, „Tanz der
Pfirsichblüten“ und „Rebschulweg“, gestaltet
haben. Diese beiden floralen Werke, die
permanent in der Bankgasse, beim Hotel
Galántha zu sehen sind, wurden von ihnen nun
temporär um ein kristallines Sujet ergänzt. Bei
gleichmäßigem Ost- oder Westwind ergeben
ihre elf Fahnen zusammen den lesbaren
Schriftzug UNIVERSELLE SEHNSUCHT über einem rautenförmigen Farbmuster. Ihre inhaltliche Intention
der Fahnengestaltung beschreiben die Künstler wie folgt: „Die kristalline Struktur unseres Entwurfs
basiert auf Baruch Spinozas philosophischer Schrift Die Ethik, die vom Geiste der Geometrie inspiriert
ist. In diesem Werk ist die Hauptaussage, dass Gott die Natur ist und wir alle Teile des Göttlichen sind.
Die Sehnsucht nach dem Unendlichen wiederum ist ein Hauptmotiv der Romantik. Wir deuten die
unbestimmte Suche als Sehnsucht nach dem All-Umfassenden.“ Das Künstlerduo wird ebenso die
Auslagen der „Tanzpassage“ im Hotel Galántha bespielen. Die Eröffnung des Fahnenprojekts und der
Tanzpassage findet am 17. September 2023 um 16:00 Uhr statt.
Gartenkünste – Ausstellung der Projektvorschläge von Anna Artaker, Katinka Bock, Susan Philipsz und
Markus Schinwald
Im weißen Saal von Schloss Esterházy wird derzeit die Ausstellung „Gartenkünste“, die vier
Umgestaltungsvorschläge der Künstlerinnen und Künstler Anna Artaker, Katinka Bock, Susan Philipsz
und Markus Schinwald präsentiert. Die Entwicklung des Englischen Landschaftsgartens ist ursächlich
von einem bildbezogenen Denken motiviert. Seine neuartige Wegführung sollte sich von einem
pittoresken Bild zum nächsten winden, liebliche Szenen und dramatische Szenen sollten überraschend
abwechseln. Auch der um 1800 errichtete Schlosspark Eisenstadt ist so konzipiert. Wie in solch einer
Garten-Dramaturgie heutige Szenerien aussehen könnten, haben die vier Künstlerinnen und Künstler
entworfen. Kuratiert wurde die Ausstellung von Fanni Fetzer (Kunstmuseum Luzern), Brigitte Kölle
(Kunsthalle Hamburg), Thomas Trummer (Kunsthaus Bregenz) und Vitus Weh (NOW Esterházy).
Sternenfeld – Ortsspezifische Installation von Alfredo Barsuglia aus 2022 bleibt auf dem Vorplatz
erhalten
Alfredo Barsuglia hat für die neue Platzgestaltung 2022 sowohl die
konkreten Bänke und Liegen entworfen, als auch fünf „Sternenluster“
beigesteuert. Jede dieser Lichtskulpturen trägt an der Spitze eines
Masten einen Sternenhaufen aus Glühbirnen, die bei Tag als bunte
Punkte ersichtlich sind und in der Nacht leuchten. In ihrer
modernistischen Machart knüpfen sie an die vom „Sputnikschock“
(1957) inspirierten Lampen der 50er und 60er Jahre und den berühmten Lobmeyr-Luster der New
Yorker Metropolitan Oper (Rath, 1963) an. Die unterschiedlichen Formen der Sternenhaufen öffnen
Assoziationen von astronomischen Ereignissen bis hin zu direkten politischen Metaphern. Jeder


Sternenluster ist zusätzlich mit einem kleinen Klangspiel bestückt, das bei Wind das Sternenfeld leise
zum Klingen bringt.
Eröffnungsreigen KUNST:
Sonntag, 09. September, 17:30 Uhr
Eröffnung der HERBSTGOLD-Bühne mit einem Auftritt des Esterhazy-Chors. Anschließend Festzug durch den
Innenhof des Schlosses und den klassizistischen Schloss-Durchgang auf die Gartenfront.
Sonntag, 17. September, 16:00 Uhr
Eröffnung der Ausstellung „Bis zum Ende der Liebe/Bis ans Ende der Welt“ in der TANZPASSAGE Eisenstadt sowie
der HERBSTGOLD-Skulptur „UNIVERSELLE SEHNSUCHT“, jeweils von Claudia Plank & Hans Werner Poschauko.
HERBSTGOLD Kunst
Vorplatz von Schloss Esterházy | täglich 0–24 Uhr
www.esterhazy-now.at
Gartenkünste
Künstlerische Visionen für den Schlosspark Eisenstadt
Projektvorschläge von Anna Artaker, Katinka Bock, Susan Philipsz und Markus Schinwald
Weißer Saal (2. OG) von Schloss Esterházy April–Dezember 2023

Tanzpassage Eisenstadt
Bankgasse 1-3 | täglich 0–24 Uhr
www.tanzpassage.at

09. bis 24. September 2023
TICKETBESTELLUNGEN
Ticketbüro pan.event
T: +43 2682/65065
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HERBSTGOLD – Festival 2023 in Eisenstadt

Zeit der „Sehnsucht“: Vorhang auf für erstklassige Interpreten,
spannende Talk-Runden und faszinierende Entdeckungen

Vom 9. bis 24. September präsentiert Julian Rachlin bei der siebten Ausgabe des
HERBSTGOLD - Festivals in Eisenstadt wieder außergewöhnliche Musiker und
Kulturschaffende. Mit von der Partie sind dieses Mal unter anderem der
Schauspieler George Hamilton, Angelika Kirchschlager, John Eliot Gardiner, die
Sopranistin Lucy Crowe, die Violinistin Vilde Frang, der Pianist Kirill Gerstein, das
Isidore String Quartet sowie das Residenzorchester Chamber Orchestra of Europe.
Seit 2021 wirkt Julian Rachlin mit ganzem Herzen als Intendant von HERBSTGOLD. Nun lädt der
international renommierte Geiger und Dirigent erneut zu musikalischen Sternstunden im goldenen
Herbst nach Eisenstadt im österreichischen Burgenland ein. Das diesjährige Festival steht unter dem
Motto „Sehnsucht“ und kann vom 9. bis zum 24. September mit einer Vielzahl spannender
Aufführungen aufwarten.
Zum Leitgedanken des Festivals findet HERBSTGOLD-Intendant Julian Rachlin folgende Worte: „Musik
ist die unmittelbare Manifestation der menschlichen Sehnsucht. Was liegt also näher, als in die Welt
der Musik einzutauchen, die nur durch Bewegungen der Gefühle und sehnsüchtige Schwingungen der
Seele entsteht? Jede Lebensgeschichte findet die zu ihr passenden Werke, ihre Lieblingskomponisten
und Lieblingsinterpreten und all dies findet man dieses Jahr wieder bei HERBSTGOLD: ergreifende
Konzerterlebnisse als Stimulator der Sehnsucht nach Liebe, Erfüllung und Frieden.“ Rachlin hofft, dass
er die Menschen durch das HERBSTGOLD – Festival von den Krisen und Katastrophen unserer Zeit
temporär ein wenig befreien kann: „Gerade in schwierigen und unsicheren Zeiten vereint uns die
Sehnsucht nach einer besseren Welt. Diese finden wir in der Schönheit der zeitlosen musikalischen
Meisterwerke, insbesondere wenn diese durch erstklassige Künstler und Ensembles wie Vilde Frang,
Lucy Crowe, John Eliot Gardiner oder das Chamber Orchestra of Europe zum Klingen gebracht werden.
Für mich als Intendant des HERBSTGOLD – Festivals ist es besonders wichtig, dass es mehr als ein
Konzertbesuch ist. Es soll ein Erlebnis der Inspiration, der Reflexion und der persönlichen Begegnungen
sein.“ HERBSTGOLD wartet wieder mit herausragenden Künstlerpersönlichkeiten auf
Auch dieses Jahr geben sich hochkarätige Künstlerinnen und Künstler in Eisenstadt die Klinke in die
Hand. So wird die englische Sopranistin Lucy Crowe Arien von Carl Maria von Weber darbieten,
begleitet vom Chamber Orchestra of Europe unter Maxim Emelyanychev, der als einer der
herausragenden russischen Dirigenten der jüngeren Generation gilt. Sir John Eliot Gardiner hat leider
aus persönlichen Gründen, die bereits in den Medien thematisiert wurden, sein Dirigat beim
HERBSTGOLD-Festival zurückgelegt. Intendant Julian Rachlin zeigt Verständnis für diese Entscheidung
und betont, dass das persönliche Wohlergehen aller KünstlerInnen und MitarbeiterInnen des
Festivals immer an höchster Stelle steht. Trotz des Bedauerns ist Julian Rachlin dankbar, dass Maxim
Emelyanychev die Leitung des Konzerts am 16.9. so kurzfristig übernommen hat.
(Zusatzinformationen zu Maxim Emelyanychev finden Sie unten). Das Konzert wird live auf medici TV
übertragen.


Danny Grissett, der als Jazzpianist bei Herbie Hancock studierte, bringt mit seinem All-Star-Jazz-
Quartett frischen Wind in beliebte Jazzstandards, während die feinfühlige norwegische Geigerin Vilde

Frang mit Freunden kammermusikalische Highlights präsentiert. Zum ersten Mal in Eisenstadt ist der

legendäre Hollywood-Schauspieler George Hamilton als Rezitator. Er nimmt auch an einer der Talk-
Runden teil, bei der Kulturjournalist Heinz Sichrovsky im Vorfeld des Konzerts eine Gesprächsrunde

mit den Künstlern zum Thema „Sehnsucht“ moderiert. In einer weiteren Talk-Runde kommen Julian
Rachlin, Simon Fletcher, General Manager des Chamber Orchestra of Europe, und Stefan Ottrubay,
Vorsitzender der Esterhazy Privatstiftung, unter der Moderation von Ursula Magnes, Musikchefin von
radio klassik Stephansdom, ins Gespräch über das Thema „Europa“.
Das Isidore String Quartet feierte im Rahmen des „quartetto plus“-Festivals im Frühling sein
Eisenstädter Debüt und spielt bei HERBSTGOLD Werke von Haydn, Mendelssohn und Brahms.
Angelika Kirchschlager bereichert das Programm um einen satirischen Liederabend mit ihrem
Klavierpartner Julius Drake und mit dem Wiener Kabarettisten Alfred Dorfer als Rezitator. Des
Weiteren mit dabei ist dieses Jahr wieder das Janoska Ensemble mit dem Roma-Kinderchor
Čhavorenge. Das Abschlusskonzert bestreitet Julian Rachlin gemeinsam mit der renommierten

Filarmonica della Scala und dem temperamentvollen kolumbianischen Dirigenten Andrés Orozco-
Estrada, dabei stehen Mozarts G-Dur-Violinkonzert und Dvořáks Sinfonie Nr. 7 auf dem Programm.

Das Chamber Orchestra of Europe gilt seit einigen Jahren als Herzstück des Festivals. Es ist
Residenzorchester im Schloss Esterházy und wird am 13. September das Eröffnungskonzert von
HERBSTGOLD 2023 gestalten. Auf dem Programm stehen unter anderem Prokofjews Violinkonzert
Nr. 2 und Tschaikowskys Sinfonie Nr. 5. Der Spiritus Rector von HERBSTGOLD, Julian Rachlin, wird
darin als Solist und Dirigent auftreten und sich zu einem späteren Zeitpunkt auch als Kammermusiker
ins Festival einbringen. So wird er etwa am 17. September einen Duo-Abend mit Kirill Gerstein
gestalten und in verschiedenen Streichformationen mitwirken.
Nachdem letztes Jahr mit „Bastien und Bastienne“ ein Mozart-Singspiel auf dem Programm stand,
kehrt man dieses Jahr wieder zum Opernrepertoire Haydns zurück und bringt am 9. September als
Prélude zum Festival das frühe Musiktheaterwerk „Acide“ auf die Bühne. Das Stück, das der 30-
jährige Joseph Haydn als seine „aller Erste opera“ bezeichnete, basiert auf der griechischen Sage von
Acis und Galathea. Darin erschlägt der sehnsüchtig-eifersüchtige Zyklop Polyphem seinen Rivalen
Acis, der auf die Bitte der trauernden Galathea in einen Fluss verwandelt wird und sich fortan in jenes
Meer ergießt, in dem sie ihn als Nymphe liebend empfängt. Nachdem das Regie-Duo Carolin Pienkos
und Cornelius Obonya letztes Jahr mit seiner Inszenierung von „Bastien und Bastienne“ so einen
großen Erfolg gefeiert hatte, entschied man sich dazu, es für dieses Jahr erneut zu verpflichten. Nun
verantworten die beiden Regisseure gemeinsam mit dem Dirigenten Heinz Ferlesch und dem Barucco
Consort die Umsetzung von Haydns Frühwerk, das sie mit einem jungen Ensemble auf die Bühne
bringen werden. Die Altistin Cornelia Sonnleithner wird in „Acide“ die Rolle der Tetide übernehmen:
„Ich freue mich sehr, dieses Jahr in Acide beim HERBSTGOLD – Festival auftreten zu können. Haydn
wird als Opernkomponist nach wie vor sehr unterschätzt und es ist großartig, dass wir beim Festival
die Möglichkeit haben, dieses Stück aufzuführen, zumal an einem so prächtigen Ort wie dem
Haydnsaal von Schloss Esterházy.“
Was wäre HERBSTGOLD ohne Schloss Esterházy? Auch 2023 wird der prächtige Barockbau wieder als
Juwel unter den Konzertstätten der internationalen Festivallandschaft erstrahlen. Von Beginn an sah
Julian Rachlin das Schloss als einen besonderen Ort, wo sich Weltstars in einem exquisiten Ambiente
ein Stelldichein geben und ihr Publikum mit künstlerischen Höchstleistungen beglücken. Gleichzeitig
versteht sich HERBSTGOLD auch als Festival mit einem sehr breiten Spektrum: Klassik-Aufführungen
von der Oper über große Orchesterkonzerte bis zum Liederabend, zur Kammermusik und zu
literarisch-musikalischen Programmen, ergänzt um unvergessliche Abende mit Jazz sowie Weltmusik,
umrahmt vom Kulinarik-Festival Pan O ́Gusto.


Esterhazy als Impulsgeber im Kulturtourismus
Dank international renommierter Künstlerinnen und Künstler wie John Malkovich, Juan Diego Flórez
und dem Quatuor Ébène zählte das Festival 2022 so viele Gäste wie nie zuvor: Rund 6.500
Besucherinnen und Besucher konnten begrüßt werden. Der Vorsitzende der Esterhazy Privatstiftung
Stefan Ottrubay sieht das HERBSTGOLD – Festival als fortdauerndes Erfolgsprojekt im Burgenland:
„Unter den Festivals im Burgenland genießt HERBSTGOLD einen besonderen Zuspruch beim Publikum:
Die Ausgabe 2022 war die erfolgreichste seit Bestehen des Festivals. Wir sind uns sicher, dass mit dem
international anerkannten Musiker Julian Rachlin auch die Ausgabe 2023 diesen Erfolgskurs
fortsetzen kann und HERBSTGOLD zur Stärkung des Burgenlandes als wichtigen Standort für Kunst
und Kultur innerhalb von Österreich beiträgt.“

09. bis 24. September 2023
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Zusatzinformationen zu Maxim Emelyanychev


Maxim Emelyanychev gilt als einer der herausragenden russischen Dirigenten der jüngeren Generation. Seine
musikalische Ausbildung absolvierte Maxim Emelyanychev in seiner Heimatstadt Nischni Nowgorod und am
Moskauer Tschaikowski-Konservatorium. Nach seinem Dirigierdebüt im Alter von 12 Jahren war er regelmäßig
zu Gast bei mehreren renommierten russischen Orchestern. Zahlreiche Auftritte mit weltweit führenden
Orchestern, wie dem Royal Philharmonic Orchestra, dem Tokyo Symphony Orchestra, dem Belgischen
Nationalorchester u.v.m., folgten. Zu Beginn der Saison 2019/20 übernahm er die Position des Chefdirigenten
des Scottish Chamber Orchestra. Zahlreiche CD-Aufnahmen runden sein künstlerisches Wirken ab. Im April
2019 wurde er bei den International Opera Awards als hervorragendster Newcomer ausgezeichnet. Als einer
der interessantesten Nachwuchsdirigenten gefeiert, gab er bereits sein Debüt bei den Berliner
Philharmonikern, dem Royal Concertgebouw Orchester und dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks.

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Spannende Wettkämpfe und abwechslungsreiches Programm bei der Benefizregatta Rudern gegen Krebs am 9. September 2023

Am 9.9. um 9 Uhr heißt es wieder „Achtung – los!“: Zum 12. Mal tragen die
Stiftung Leben mit Krebs, die Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH)
und das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg gemeinsam
die Benefizregatta Rudern gegen Krebs auf dem Neckar aus. Neben packenden
Ruderwettkämpfen gibt es für Besucher ein buntes Angebot auf der
Heidelberger Neckarwiese. Der Erlös geht an das Patientenprogramm Bewegung
und Krebs am NCT Heidelberg.

Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg ist eine
gemeinsame Einrichtung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und
des Universitätsklinikums Heidelberg (UKHD).

In bester Tradition legen sich Anfänger und Ruderprofis, Patienten,
Angehörige sowie ärztliche und pflegerische Mitarbeiter bei der
Benefizveranstaltung Rudern gegen Krebs auf dem Neckar für den guten Zweck
in die Riemen. Das Rahmenprogramm bietet für die ganze Familie neben
kulinarischen Angeboten auch vielfältige Informationsgelegenheiten und
Mitmachaktionen. Schirmherren der Veranstaltung sind Manfred
Lautenschläger, Gründer und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates der MLP
SE, und der Heidelberger Oberbürgermeister Eckart Würzner.

Im Mittelpunkt stehen die sportlichen Wettkämpfe mit den Gig-
Doppelvierern, die um 9 Uhr beginnen. Ziel ist, nach 300 Metern als erstes
Boot die Ziellinie zu erreichen und sich damit für die Finalrennen am
Nachmittag zu qualifizieren. In den Vor- und Hoffnungsläufen treten
unterschiedliche Mannschaften (Frauen, Männer, Mixed-Teams) an, als
Steuerleute agieren erfahrene RGH-Mitglieder.

Ein besonderes Rennen findet um 12.40 Uhr statt: Am Start stehen dann
Sportlerinnen und Sportler aus dem Team Paris der Metropolregion Rhein-
Neckar. Stärkste Ruderin an Bord ist Antonia Nake, die Anfang August Gold
im Doppelvierer bei der Juniorinnen-Weltmeisterschaft in Paris gewonnen
hat. Mit ihr rudern unter anderem Boxerin Irina Schönberger,
Bronzemedaillengewinnerin bei den Europaspielen im Juni in Krakau, und
Leichtathletin Hannah Mergenthaler, die in Tokio bei der 4x400-Meter-
Staffel dabei war. Sie treten an gegen das Team des langjährigen
Schirmherrn und Unterstützers Manfred Lautenschläger. Dessen Boot ist
ebenfalls hochkarätig besetzt: Mit Jürgen Debus, Ärztlicher Direktor der
Klinik für Radiologie und Strahlentherapie am UKHD, Dirk Jäger,
Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg und Leiter der Medizinischen
Onkologie am UKHD, und Andreas Kulozik, Direktor „Klinische
Kinderonkologie“ Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg, unterstützen ihn drei
Krebsexperten.

Nicht nur zu Wasser, auch zu Lande wird den Besuchern und Teilnehmern ein
abwechslungsreiches Programm geboten. Im Regattadorf auf der Neckarwiese
warten verschiedenen Essensangebote, interessante Informations- und
Mitmachstände sowie vielfältige Angebote für Kinder. Betreut werden diese
vom Verein OnkoAktiv und weiteren Aktionspartnern. Mit dabei ist auch die
Physiotherapieschule der Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg des
UKHD, deren Schüler kostenfreie Massagen für die Ruderer nach den
Wettkämpfen anbieten. Für den Nachmittag organisiert das Netzwerk
ActiveOncoKids einen Ruderwettkampf für betroffene Kinder und Jugendliche.

Schwerpunkt der Benefizveranstaltung ist, Bewegung als Beitrag im Kampf
gegen Krebs sichtbar zu machen. Startgebühren, Sponsorengeldern und
Spenden werden für die Durchführung von Sport- und Bewegungsangeboten für
Krebspatienten eingesetzt. Klaus Schrott, Vorsitzender des Vorstandes der
Stiftung Leben mit Krebs, sagt: „Mit Rudern gegen Krebs wollen wir
sportliche Programme als festen Bestandteil der onkologischen Behandlung
etablieren, so dass alle Patienten an einem der Programme teilnehmen und
ihre Therapie so aktiv verbessern können.“

Dirk Jäger, Geschäftsführender Direktor am NCT Heidelberg und Leiter der
Medizinischen Onkologie am UKHD, sagt: „Mit den Erlösen der Regatta können
wir das Programm Bewegung und Krebs am NCT Heidelberg weiter ausbauen und
Patienten eine umfangreiche sport- und bewegungstherapeutische Beratung
und Betreuung anbieten. Strukturiertes körperliches Training kann
nachweislich helfen, Komplikationen und Nebenwirkungen während oder nach
einer Krebsbehandlung zu verringern oder sogar zu vermeiden.“

Zahlen und Fakten:
Rudern gegen Krebs: 12. Benefizregatta auf dem Neckar in Heidelberg
Termin: Samstag, 9. September 2022,
- ab 8 Uhr Startnummernausgabe
- ab 9 Uhr Rennen
- ca. 12.40 Uhr: Rennen Team Paris gegen Team Lautenschläger
Veranstalter: Stiftung Leben mit Krebs
Koordinator: Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg
Ausrichter: Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH)
Ansprechpartner: Sönke Hartung-Rey, Tel.: 06221-3219246, s.hartung-rey
@rgh-heidelberg.de
Veranstaltungsort: Neckar und Neckarwiese, Neuenheim, Heidelberg
Rennstrecke: 300 Meter
Bootsklasse: Gig-Doppelvierer mit Steuerleuten
Teilnehmer/Teams: Verschiedene Klassen für Frauen, Männer und Mixed,
Patient:innen, Teilnehmer:innen mit Rudererfahrung
Wettkampfformat: Vor- und Hoffnungsläufe, Finale
Mitwirkende beim Begleitprogramm und im Regattadorf:
- Kinder- und Jugendzirkus Peperoni e.V.
- Tanzschule de Freitas
- Capoeira Gemeinschaft Heidelberg für Sport und Kultur e.V.
- Stiftung Leben mit Krebs
- Krebsinformationsdienst des DKFZ
- DRK Blutspende-Dienst
- Li-Fraumeni-Syndrom LFSA Deutschland e.V.
- Fit im Klinikum des UKHD
- Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg des UKHD
- Zentrum Aktiver Prävention Nußloch
- Selbsthilfegruppen und Lotsendienst NCT Heidelberg
- TSG Hoffenheim
- Ein Kiwi gegen Krebs (KiTZ Heidelberg)
- Blut e.V.
- NAOK Netzwerk ActiveOncoKids
- Krebsberatungsstelle Nordbaden
- Physio Meets Science (PMS)
- theraktiv Heidelberg
- BD (Becton, Dickinson & Company) Heidelberg
- Energiewagen der Stadtwerke Heidelberg
Schirmherrschaft:
- Manfred Lautenschläger, Gründer und Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates
der MLP SE
- Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg

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Wuppertal Institut beteiligt sich an Woche der KlimaAnpassung

Drei Veranstaltungen in der Aktionswoche geben Einblick in Projekte –
Klimafolgenanpassung gewinnt am Institut weiter an Bedeutung

Ein surreal orangefarbener Himmel über New York City, die Flutkatastrophe
in Slowenien und Österreich oder die schweren Waldbrände in Griechenland,
gefolgt von Starkregen und Hagel – allein die letzten Wochen und Monate
zeigen, dass die Auswirkungen des Klimawandels immer heftiger werden. Und
längst ist klar: Verhindern lassen sich die Folgen der Erderwärmung nicht
mehr. Vielmehr muss die Menschheit lernen, ihnen sinnvoll zu begegnen und
mit ihnen umzugehen. Neben ambitionierten Maßnahmen zur Begrenzung des
Klimawandels lautet das Gebot der Stunde daher: Klimafolgenanpassung.

Wuppertal, 6. September 2023: Das Wuppertal Institut gestaltet
gesellschaftliche Transformationsprozesse dort, wo sie benötigt werden.
Neben dem Klimaschutz steht dabei zunehmend auch die Klimafolgenanpassung
im Fokus. Um der wachsenden wissenschaftlichen, gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Bedeutung der Klimafolgenanpassung Rechnung zu tragen,
baut das Institut die Kapazitäten in diesem Forschungsbereich aus und
intensiviert die entsprechenden Forschungsaktivitäten.

Klimafolgenanpassung am Wuppertal Institut: vom Stadtkonzept im Ruhrgebiet
bis zu Mikro-Wasserkraftwerken in Nepal

Die Bandbreite der aktuell laufenden Forschung reicht vom Umbau einzelner
Straßen zu klimaangepassten, lebenswerten Orten über die Entwicklung
integrierter Kommunalkonzepte, um Klimaschutz und Klimafolgenanpassung
gleichermaßen in die städtische Planung einzubringen, bis zur
internationalen Ebene – etwa bei der Entwicklung naturbasierter Lösungen
für Mikro-Wasserkraftwerke in Nepal, deren Betrieb zunehmend durch vom
Klimawandel ausgelöste Erdrutsche oder Überschwemmungen beeinträchtigt
wird. In Zukunft soll beispielsweise auch klimaangepasstes Wirtschaften
stärker in den Fokus rücken: Dabei setzt sich die Forschung mit der
Verletzlichkeit und Resilienz von Lieferketten auseinander. Dies betrifft
auch die Forschung zur globalen Lebensmittelversorgung.

Woche der KlimaAnpassung: drei Veranstaltungen des Wuppertal Instituts

Dass Klimafolgenanpassung auch in der Politik einen neuen Stellenwert hat,
zeigt sich unter anderem beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz,
nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz: Mit der "Woche der
KlimaAnpassung", die bundesweit vom 18. bis zum 22. September stattfindet,
widmet das Ministerium dem Thema gleich eine ganze Aktionswoche.

Das Wuppertal Institut beteiligt sich mit drei Events: Am 20. September
von 16 bis 17 Uhr hält Constanze Schmidt, Wissenschaftliche Referentin
Strategische Themenfeldentwicklung Klimaanpassung, einen Vortrag mit dem
Titel "Local Heroes: Warum Klimaanpassung auf lokaler Ebene gestärkt
werden sollte – ein Beispiel am Wald von NRW". Am 21. September von 11 bis
12 Uhr stellt Dr. Franziska Stelzer, Senior Researcherin im
Forschungsbereich Innovationslabore, das Projekt LesSON vor: In Dortmund
und Gelsenkirchen wurden zwei Straßen zu lebenswerten und klimaangepassten
Räumen umgebaut, mit hoher Nutzungs- und Aufenthaltsqualität für alle
Bürger*innen.

Darüber hinaus findet am 19. September um 16:30 Uhr im Foyer des Instituts
die Eröffnung der Fotoausstellung "Die Wupper – von der Quelle bis zur
Mündung" statt. Zu sehen sind unter anderem Bilder eines extremen
Hochwassers, das 2021 – ausgelöst durch Starkregen – Teile der Wuppertaler
Innenstadt überflutete und dabei Gebäudeteile und Infrastruktur mitriss.

Das Ziel: Städte, Landschaften und Gesellschaften klimarobust gestalten

Bei allen Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung geht es darum, bereits
eingetroffene und noch bevorstehende Auswirkungen des Klimawandels
abzufedern, Risiken zu mindern und Chancen zu nutzen. Typische Beispiele
in Deutschland sind die Umgestaltung von Städten, wo mehr Grünflächen die
Stadtumgebung kühlen und durch Versickerung Überschwemmungen
entgegenwirken können, oder die Renaturierung begradigter Flüsse: Durch
Zurückführen zu breiteren und geschwungenen Flussbetten können sie bei
Starkregenereignissen mehr Wasser aufnehmen, was die Gefahr von
Überflutungen deutlich reduziert.

Woche der KlimaAnpassung: Sichtbarkeit, Inspiration und Vernetzung

Die Woche der KlimaAnpassung findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt.
Ziel ist, gute Beispiele und Vorreiter*innen der Klimafolgenanpassung in
einer breiten Öffentlichkeit sichtbar zu machen – und Akteur*innen, die
noch am Anfang stehen, als Inspirationsquelle und Vernetzungsplattform zu
dienen. Organisiert wird die Woche vom Zentrum KlimaAnpassung, im Auftrag
des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und
Verbraucherschutz, des Deutschen Instituts für Urbanistik und von adelphi
consult.

Auf der Website des Zentrums KlimaAnpassung sind alle Veranstaltungen
sowie weitere Informationen zum Thema Klimafolgenanpassung zu finden.

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