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Hochschulallianz Ruhr eröffnet Applied Excellence Department in Herne

Am Montag, dem 18. September 2023, feiert die Hochschulallianz Ruhr die
Eröffnung des Applied Excellence Departments (AED). Das Department wird
vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen
mit 11 Millionen Euro gefördert und ist eine gemeinsame Initiative der
Allianzhochschulen Hochschule Bochum, der Fachhochschule Dortmund und der
Westfälischen Hochschule. Das Department soll zu einem gemeinsamen
Fachbereich am Standort Herne entwickelt werden.

Das AED versteht sich als Impulsgeber für die nachhaltige Transformation
der Ruhrregion. Ziel ist die Entwicklung und der Transfer
praxistauglicher, postfossiler vernetzter Energie- und Mobilitätslösungen
für das Ruhrgebiet. Hierzu gehört auch die Ausbildung der hierfür
erforderlichen Fachkräfte. Dazu werden die drei Hochschulen mit ihren
Kernaufgaben Lehre, Forschung und Transfer in einem neuartigen,
innovativen Modell eng mit Kommunen, Unternehmen und Verbänden der Region
verknüpft.
Im Rahmen des Pressetermins werden der Regierungspräsident der
Bezirksregierung Arnsberg Heinrich Böckelühr, der Herner Oberbürgermeister
Dr. Frank Dudda, die Leitungen der Allianzhochschulen Prof. Dr. Tamara
Appel (FH Dortmund), Prof. Dr. Andreas Wytzisk-Arens (HS Bochum) sowie
Prof. Dr. Bernd Kriegesmann (Westfälische Hochschule) vor Ort sein. Nach
den Begrüßungsworten präsentieren die Professorinnen und Professoren in
3-4-minütigen Kurz-Pitches ihre AED-Forschungsprojekte für die Entwicklung
alter Industrieflächen zu „nachhaltigen Zukunftsquartieren“, die mit Blick
auf die Energieversorgung und -nutzung sowie Mobilitätslösungen unter
Digitalisierungs- und Klimaschutzgesichtspunkten beispielgebend sind.

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Internationale Mathematik zu Gast in Ilmenau

Die Deutsche Mathematiker-Vereinigung trifft
sich auf Einladung der Technischen Universität Ilmenau mit ihren
Mitgliedern und Gästen vom 25. bis 28. September in der thüringischen
Goethestadt.

Die Technische Universität Ilmenau richtet dieses Jahr die Jahrestagung
der Deutschen Mathematiker-Vereinigung (DMV) aus. Dazu werden vom 25. bis
zum 28. September rund 300 Mathematikerinnen und Mathematiker aus ganz
Deutschland und der Welt in der neu eröffneten Festhalle Ilmenau tagen.

Die Veranstaltung beginnt schon am Abend des Vortages mit einem
Orgelkonzert in der Sankt Jakobus-Kirche in Ilmenau, die mit der Walcker-
Orgel über die größte romantische Orgel Thüringens verfügt. Das Konzert
beginnt am 24. September um 18:00 Uhr, der Eintritt ist frei. „Ich freue
mich schon sehr auf das Konzert, in dem ein einzigartiges historisches
Instrument erklingt. Im Verlauf der Tagung in Ilmenau steht dann der
fachliche Austausch - sicher oft auch auf einem Spaziergang in einer
landschaftlich und kulturell reizvollen Umgebung - im Mittelpunkt“, sagt
Joachim Escher, Präsident der DMV und Mathematik-Professor an der Leibniz
Universität Hannover.

Am Montag des 25. September werden Thüringens Innenminister und
stellvertretender Ministerpräsident Georg Maier, der Bürgermeister
Ilmenaus Dr. Schultheiß, der Präsident der TU Ilmenau Prof. Sattler sowie
Prof. Escher die DMV-Jahrestagung eröffnen. Ein weiterer Höhepunkt des
Eröffnungstages wird die Emmy Noether-Vorlesung der Mathematikerin Sarah
Zerbes von der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich sein,
bevor sich die Mathematikerinnen und Mathematiker in Sektionssitzungen und
Minisymposien zurückziehen.

Am Ende des Tages steht jeweils die Geselligkeit im Vordergrund: Am Abend
des ersten Tages wird es einen Empfang für alle Gäste der Konferenz geben
und am Abend des zweiten Tages das traditionelle „conference dinner“. Denn
ein wesentlicher Aspekt von Fachtagungen ist der persönliche Kontakt und
fachliche Austausch der Teilnehmenden.

Die übrigen Konferenztage werden von Sektionstreffen und Kurzvorträgen zur
Entwicklung der mathematischen Forschung auf verschiedenen Teilgebieten
gefüllt, unterbrochen nur von Plenarsitzungen sowie Kaffeepausen. Ein
Höhepunkt wird der öffentliche Vortrag des US-Amerikaners Alex Kontorovich
sein. Der Vortrag steht allen Interessierten offen und findet am Mittwoch,
den 27. September ab 19:00 Uhr in der Festhalle Ilmenau statt. Der
Eintritt ist frei. Kontorovich ist ein sehr vielseitig begabter
Mathematiker. Er forscht auf dem Gebiet der Zahlen- und
Darstellungstheorie, ist aber auch als Musiker aktiv: Er spielt in
verschiedenen Klezmer-Musik-Bands Saxophon und Klarinette und komponiert
auch selbst.

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Zum Weltsuizidpräventionstag: 25 Menschen versterben in Deutschland jeden Tag durch Suizid

Neuregelung zum assistierten Suizid birgt Gefahr erhöhter Suizidfälle/
4-Ebenen-Interventionsansatz wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen
Suizidversuche und Suizide

Leipzig/ Frankfurt am Main, 7. September 2023 – Anlässlich des
Weltsuizidpräventionstages am Sonntag (10. September) macht die Stiftung
Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention darauf aufmerksam, dass in
Deutschland aktuell täglich 25 Menschen einen Suizid und schätzungsweise
500 Personen einen Suizidversuch begehen. Die aktuell diskutierten
Neuregelungen zum assistierten Suizid könnten die Suizidzahlen in Folge
noch einmal erhöhen. Verstärkte Bemühungen im Bereich der Suizidprävention
sind nötig. Der in Deutschland entwickelte 4-Ebenen-Ansatz der Bündnisse
gegen Depression ist laut eines neueren systematischen Reviews der
weltweit beste und am häufigsten implementierte Interventionsansatz zur
Prävention suizidaler Handlungen.

Mehrheit der Suizide erfolgt im Kontext psychischer Erkrankungen

2021 verstarben in Deutschland 9.215 Menschen durch Suizid – das sind mehr
Menschen, als im Verkehr (ca. 2.900), durch Drogen (ca. 1.800) und durch
AIDS (ca. 220) zu Tode kommen (Statistisches Bundesamt, 2021). Die Zahl
der Suizidversuche wird mehr als 20-mal so hoch geschätzt.
Suizide erfolgen fast immer vor dem Hintergrund einer nicht optimal
behandelten psychischen Erkrankung, am häufigsten einer Depression. „Die
überwältigende Mehrheit der Suizide in Deutschland sind keine Freitode,
sondern die tragische Folge schwerer psychischer Erkrankungen. So geht
Depression mit großem Leiden und tiefer Hoffnungslosigkeit einher.
Bestehende Probleme werden in der Depression vergrößert und als unlösbar
wahrgenommen. In ihrer Verzweiflung sehen Menschen dann im Suizid den
einzigen Weg, diesem unerträglichen Zustand zu entkommen“, erklärt Prof.
Ulrich Hegerl, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche
Depressionshilfe und Suizidprävention. Die konsequente und
leitlinienkonforme Behandlung der Depression und anderer psychischer
Erkrankungen ist zentraler Baustein jeder Suizidprävention.
Ansprechpartner sind Psychiater, Psychologische Psychotherapeuten und
Hausärzte.
In den letzten 40 Jahren hat sich die Zahl der Suizidopfer halbiert. „Der
Rückgang der Suizide dürfte vor allem darauf zurück zu führen sein, dass
mehr Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen sich
Hilfe holen und eine Diagnose bzw. Behandlung erhalten“, so Prof. Ulrich
Hegerl, der auch die Senckenberg-Professur an der Universität Frankfurt/M.
inne hat. Aufgrund von Wissensdefiziten, Stigmatisierungen, der
krankheitsbedingten Antriebs- und Hoffnungslosigkeit sowie vor allem auch
Defiziten im Gesundheitssystem bestehen jedoch weiter große
Versorgungslücken. „Es ist völlig inakzeptabel, dass ein suizidgefährdeter
Mensch oft erst nach Wochen einen Facharzttermin bekommt“ so Hegerl
weiter.

Neuregelungen zum assistierten Suizid

Über die gesetzliche Neuregelung zum assistierten Suizid soll
sichergestellt werden, dass es zuverlässige Hilfsangebote für ein
selbstbestimmtes Sterben gibt. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe und
Suizidprävention sieht in Verbindung mit diesen Neuregelungen auch
Risiken: „Eine verantwortungsvolle und schwierige Aufgabe wird darin
bestehen, sicherzustellen, dass die Entscheidung sterben zu wollen
tatsächlich freiverantwortlich getroffen wurde und nicht Folge einer
verzerrten Wirklichkeitswahrnehmung durch die schwarze Brille der
Depression ist. Problematisch ist auch, dass das
Bundesverfassungsgerichtsurteil eine Normalisierung des Suizids befördern
könnte. Ich habe viele depressiv erkrankte Menschen betreut, die ihre
depressive Krankheitsphase nur überlebt haben, weil das Tabu sie vom
Suizid abgehalten hat. Sie wollten das ihrer Familie nicht antun. Wird
Suizid zu einer jedem offenstehenden Option, so kann dies die oft
lebensrettende Schwelle für suizidales Verhalten senken und zu einem
Anstieg auch der nicht-assistierten, krankheitsbedingten Suizide führen“,
befürchtet Hegerl. In den Niederlanden sind im Zuge der Liberalisierung
der Sterbehilfe pro Jahr nicht nur um die 6.000 Menschen durch einen
assistierten Suizid aus dem Leben geschieden, sondern entgegen der
Erwartung nahmen auch die Raten für die einsamen, nicht-assistierten
Suizide zu. Dieser Anstieg stand im Gegensatz zu der positiven Entwicklung
der Suizidraten in fast allen anderen europäischen Ländern.

Wie Suizidprävention gelingen kann: international etablierter 4-Ebenen-
Ansatz

Der von der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention unter
Leitung von Prof. Ulrich Hegerl entwickelte 4-Ebenen-Interventionsansatz
hat sich als ein wirkungsvolles Instrument im Kampf gegen Suizidversuche
und Suizide gezeigt. Es ist zudem das weltweit am häufigsten
implementierte Suizidpräventionsprogramm. Der 4-Ebenen-Ansatz verbindet
zwei Ziele: die bessere Versorgung von Menschen mit Depression und die
Prävention von Suiziden sowie Suizidversuchen. In einer umschriebenen
Region (Stadt, Gemeinde) werden dafür gleichzeitig Interventionen auf vier
Ebenen gestartet:
•       Kooperation mit Hausärzten (u.a. Schulungen)
•       Öffentlichkeitsarbeit (z.B. Plakatkampagne, öffentliche
Veranstaltungen)
•       Schulungen von Multiplikatoren (z.B. Pfarrer, Lehrer,
Journalisten, Altenpflegekräfte, Polizisten)
•       Unterstützung für Betroffene und deren Angehörige, u.a. durch
Informationsmaterialien, die Förderung der Selbsthilfe und das digitale
Selbstmanagement-Programm iFightDepression (tool.ifightdepression.com/).
Dieser Ansatz wurde zudem in zahlreichen europäischen und
außereuropäischen Ländern (Australien, Neuseeland, Kanada und Chile)
übernommen.

Eine neue systematische Überblicksarbeit zu Ansätzen der Suizidprävention
von Linskens et al. (2022) kommt zu dem Schluss, dass die 4-Ebenen-
Intervention zur Suizidprävention am vielversprechendsten von allen
untersuchten Ansätzen ist. „Bisher werden diese lokalen Bündnisse zur
Suizidprävention durch Bürgerengagement, Ehrenamt und Spenden getragen.
Äußerst hilfreich wäre es, wenn diese gerade vor dem Hintergrund der
gesetzlichen Neuregelungen zum assistierten Suizid eine staatliche
Förderung erhalten würden“ so Hegerl.

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Baby-Shower und Co: Party-Trends rund um das neue Familienmitglied

Baby Shower  Symbolbild Clipdealer
Baby Shower Symbolbild Clipdealer

Dass sich Freunde und die Familie mit den werdenden Eltern freuen, ist nichts Außergewöhnliches. Neu ist jedoch die Art der Feier: Baby-Shower- und Gender-Reveal-Partys sind der neue virale Hit. Ob sie wirklich ein Muss sind und wie sie ablaufen, zeigt dieser Artikel.

Hier feiert werdende Mutter: Baby-Shower

Bevor das neueste Familienmitglied das Licht der Welt erblickt, wird noch einmal gefeiert. Allerdings sind bei der sogenannten Baby-Shower-Party nur weibliche Gäste eingeladen. So dürfen die besten Freundinnen, lieb gewordene Kolleginnen sowie die künftigen Omas und Patentanten nicht fehlen.

Meistens werden diese Partys nach amerikanischer Tradition in einem liebevoll dekorierten Zuhause in ruhiger Atmosphäre zelebriert. Im Mittelpunkt steht die werdende Mutter mit dem ungeborenen Leben. Da die Partys meistens ein paar Wochen vor der Entbindung stattfinden, geht es entspannt und ohne laute Musik zu. Stattdessen werden Präsente für das Baby und die werdende Mutter ausgetauscht, Bodys bemalt oder verrückte Spiele (etwa das Testen von Babybrei mit verbundenen Augen) ausprobiert.

Gender-Reveal-Partys: Rosa oder Blau, das ist hier die Frage

Für alle, die das Geschlecht mit ihren Lieben auf besondere Art teilen möchten, sind die Gender-Reveal-Partys geeignet. Hier zeigt sich schnell, ob der Nachwuchs künftig Rosa oder doch lieber Blau trägt. Bei den Partys darf es ausgefallen zu gehen. Statt einfach nach der Bekanntgabe durch den Frauenarzt das Geschlecht zu verkünden, wird es richtig spannend gemacht. Dafür gibt es eine Party, zu der die Liebsten eingeladen werden.

Schon bei der Gestaltung der Einladungskarten nehmen sich viele werdende Eltern ausreichend Zeit. Sie werden kreativ und lassen sich von zahlreichen Motiven inspirieren. Das Fragezeichen auf der Karte zeigt, dass es hier ein Geheimnis zu lüften gilt. Auf der Party selbst gibt es dann die erlösende Nachricht: Durch Stechen in einen Ballon, aus dem das farbige Konfetti fällt; durch Abfeuern einer Konfettikanone in Rosa oder Blau – hier sind der Fantasie der werdenden Eltern ebenfalls keine Grenzen gesetzt.

Babymoon: Vor dem neuen Lebensabschnitt noch einmal richtig durchatmen

Honeymoon kennt jeder, aber Babymoon? Ja, immer mehr werdende Eltern entschließen sich dazu, vor der Geburt eine Auszeit zu nehmen. Sie verreisen gemeinsam und genießen die Zweisamkeit. Manche Eltern machen solch eine Reise auch, wenn sie gerade ihr neugeborenes Familienmitglied begrüßen durften. 

Bei dieser Auszeit kommen sich die werdenden Eltern wieder näher und können sich auf den neuen Lebensabschnitt vorbereiten. In entspannter Atmosphäre und herrlicher Umgebung lässt sich etwa über den künftigen Lebensweg mit Nachwuchs sprechen. Soll das Kind den Segen Gottes empfangen und müssen dafür womöglich schon bald Taufkarten verschickt werden? Wird das Baby ein- oder mehrsprachig erzogen? Wann soll das Baby in den Kindergarten gehen? Viele dieser Fragen sorgen bei manchen Eltern häufig für Diskussionen, doch genau dafür kann ein Babymoon ebenfalls gut sein: Eine entspannte Atmosphäre und eine neutrale Umgebung liefern, um einen ausgewogenen Austausch führen zu können.

Geeignet für solche Babymoon-Reisen sind vor allem nahe Ziele. Schließlich steht die Entbindung fast bevor. Deshalb sollten die Reisestrapazen so gering wie möglich sein. Griechenland, die Balearen oder die Kanaren sind schnell erreichbar und bilden zu fast jeder Jahreszeit ein angenehmes Klima.

 

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