Neu ab dem Wintersemester 2023/2024: An der THA können sich junge Menschen, die verschiedene Karrierewege erkunden und ausprobieren möchten, für ein Orientierungsjahr einschreiben. Foto: adobeStock
Ab dem Wintersemester 2023/2024 kann man an der Technischen Hochschule Augsburg (THA) das zweisemestrige Programm „Startfenster“ studieren. Das Angebot richtet sich an Studieninteressierte mit Hochschulzugangsberechtigung, die sich noch unsicher sind, ob sie überhaupt studieren möchten oder auf der Suche nach dem passenden Studiengang sind. Online-Infoveranstaltungen finden am Donnerstag, 11. Mai und Donnerstag, 13. Juli um 17 Uhr statt. Zielgruppe sind junge Menschen, die verschiedene Karrierewege erkunden und ausprobieren möchten.
Das „Startfenster“ ist ein Vollzeitangebot, das sich über zwei Semester erstreckt. Die Teilnehmenden haben den Studierendenstatus und die Möglichkeit, Lehrveranstaltungen aus verschiedenen Fakultäten zu besuchen und das Hochschulleben kennenzulernen. Fast alle Studiengänge haben dazu ihre Stundenpläne aus den ersten Semestern der Bachelorstudiengänge geöffnet und gemeinsam einen Katalog mit Lehrveranstaltungen zum „Reinschnuppern“ erstellt.
Prof. Dr. László Kovács, Vizepräsident für Studium und Lehre, sagt: „Mit dem Startfenster bieten wir jungen Menschen die Chance, sich zu orientieren, verschiedene Möglichkeiten abzuwägen und dann eine überlegte Entscheidung für ein Studium zu treffen. Das Programm ergänzt unsere bisherigen Angebote zur Studienorientierung. Es richtet sich an alle, die unsicher sind, ob ein Hochschulstudium generell in Frage kommt oder ob sie es sich zutrauen. Es ist auch das richtige Programm für Studieninteressierte, die noch nicht wissen, welches Studienfach sie gerne studieren möchten und verschiedene Fächer kennenlernen möchten.“
Die Studierenden haben die Möglichkeit, freiwillig Prüfungen in den besuchten Fächern abzulegen. Die Ergebnisse können sie später in einem regulären Studium an jeder deutschen Hochschule anrechnen lassen, sofern die inhaltlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Verschiedene Karriereoptionen kennenlernen und abwägen Während des Startfensterjahrs werden die Studierenden in der Zentralen Studienberatung der THA beraten und erhalten auch Informationen zu alternativen Karrierewegen, wie beispielsweise einer Berufsausbildung. Dazu kooperiert die THA mit der Handwerkskammer für Schwaben und der Industrie- und Handelskammer Schwaben.
Im Anschluss an das Programm können sich die Teilnehmenden für den Studiengang bewerben, der sie am meisten überzeugt hat – oder sich für einen anderen Karriereweg entscheiden. Bei einer Bewerbung um einen Studienplatz müssen Startfenster-Studierende das reguläre Bewerbungsverfahren durchlaufen, inklusive etwaiger Zulassungsbeschränkungen.
Bewerbung Der Bewerbungszeitraum für das Startfenster startet am 2. Mai 2023 und endet am 10. September 2023. Das Angebot ist zulassungsfrei.
Informationsveranstaltungen (Zoom) Am Donnerstag, 11. Mai und am Donnerstag, 13. Juli 2023 finden jeweils um 17 Uhr Online-Informationsveranstaltungen statt. Eine Teilnahme ist ohne vorherige Anmeldung unter folgendem Link möglich: https://hs-augsburg.zoom.us/j/68716494523 Meeting-ID: 687 1649 4523
Letzte Eingriffe vor dem Flug einer KI-gestützten Drohne von Prof. Stefan Leutenegger
Menschen nehmen ihre Umgebung dreidimensional wahr, und Sie können schnell einschätzen, ob Situationen im Alltag brenzlig werden können. Drohnen müssen das erst lernen. Die Intelligenz, die dafür nötig ist, nennt Professor Stefan Leutenegger räumliche künstliche Intelligenz, engl. Spatial AI. Zum Einsatz kommt der neue Ansatz künftig, um Wälder zu kartographieren, Schiffe zu inspizieren sowie Mauern zu bauen.
- Voraussetzung für räumliche künstliche Intelligenz ist die Orientierung im Raum sowie eine Karte aufzubauen. - Über neuronale Netze kann das System lernen, Gegenstände im Raum in drei Dimensionen zu erkennen. - In drei Forschungsprojekten setzt Professor Stefan Leutenegger die räumliche künstliche Intelligenz aktuell ein.
Bei Menschen läuft alles automatisch ab: Sie erkennen Objekte und ihre Eigenschaften, können Abstände und Gefahren einschätzen, mit anderen Menschen interagieren. Stefan Leutenegger spricht von einer kohärenten 3D- Repräsentation der Umgebung, einem einheitlichen Gesamtbild. Eine Drohne zu befähigen, statische von dynamischen Elementen zu unterscheiden und andere Akteure zu erkennen: Das ist einer der wichtigen Aufgabenbereiche des Professors für maschinelles Lernen in der Robotik an der TUM, der zudem Leiter des Innovationsfeldes künstliche Intelligenz im Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) ist.
Räumliche KI Schritt 1: Position des Roboters im Raum einschätzen und diesen kartographieren Leutenegger setzt auf „Spatial AI“, um einer Drohne die nötige Intelligenz mit an Bord zu geben, damit sie künftig durch einen Wald fliegen kann, ohne gegen feine Äste zu prallen, um dreidimensional zu drucken oder Laderäume von Tankern oder Frachtern zu inspizieren. Spatial AI – übersetzt bedeutet es so viel wie räumliche künstliche Intelligenz – setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen, die je nach spezifischer Aufgabe angepasst werden und an deren Anfang die Wahl der Sensoren steht: - Computervision: Über eine oder zwei Kameras nimmt die Drohne die Umwelt wahr. Für das Tiefensehen sind – wie beim Menschen zwei Augen – zwei Kameras nötig. Leutenegger nutzt zwei Sensoren, deren Bilder er gegeneinander abgleicht, um eine Tiefenwahrnehmung zu bekommen. Zudem gibt es Tiefenkameras, die das Bild in drei Dimensionen direkt ausgeben. - Inertial- oder Trägheitssensoren: Diese Sensoren messen die Beschleunigung und Winkelgeschwindigkeit und erfassen damit die Bewegung von Körpern im Raum. „Visuelle und inertiale Sensoren ergänzen sich sehr gut“, sagt Leutenegger. Denn werden deren Daten miteinander fusioniert, entsteht ein sehr genaues Bild über die Bewegung der Drohne und der statischen Umgebung. Das Gesamtsystem ist also in der Lage, die eigene Position im Raum einzuschätzen. Das ist die Voraussetzung etwa für den autarken Einsatz von Robotern. Dabei kann die statische Umgebung auch sehr detailliert und dicht kartographiert werden. Das ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Hindernissen auszuweichen. Hier kommen zunächst mathematische und probabilistische Modelle (aus der Wahrscheinlichkeitsrechnung) und keine künstliche Intelligenz zum Einsatz. Deswegen spricht Leutenegger hier von untersten Level von „Spatial AI“ – einem Thema, das Leutenegger zudem schon vor seiner Zeit an der TUM am Imperial College in London erforscht hat.
Räumliche KI Schritt 2: Neuronale Netze für das Verstehen der Umgebung Künstliche Intelligenz in Form von neuronalen Netzwerken spielt eine wichtige Rolle, um die Umgebung semantisch zu erfassen. Hier geht es dann um das tiefere Verstehen der Umgebung um den Roboter. Über Deep Learning lässt sich erfassen und digital auf der Karte darstellen, welche für Menschen verständliche Kategorien genau auf dem Bild zu sehen sind. Dafür nutzen neuronale Netze die Bilderkennung von 2-D-Bildern, die dann in einer 3D-Karte dargestellt wird. Der Aufwand für die Erkennung durch Deep Learning hängt davon ab, wie viele Details erfasst werden sollen, um eine Spezialaufgabe erfüllen zu können. Einen Baum von Boden und Himmel zu unterscheiden ist einfacher, als den Baum oder sogar dessen Gesundheitszustand exakt zu bestimmen. Für derart spezielle Bilderkennung fehlen oft die Daten, die die neuronalen Netze zum Lernen benötigen. Deshalb besteht ein Ziel von Leuteneggers Forschung darin, Methoden des maschinellen Lernens zu entwickeln, die mit spärlichen Trainingsdaten effizient umgehen können sowie die Roboter während ihres Einsatzes kontinuierlich weiterlernen zu lassen. In einer noch weiterführenderen Form räumlicher KI geht es darum, dass Objekte oder gar Teile eines Objektes erkannt werden, sogar wenn sie sich bewegen.
Die aktuellen KI-Projekte des MIRMI-Professors: Waldkartierung, Inspektion von Schiffen, Baurobotik Die räumliche künstliche Intelligenz kommt bereits in drei Forschungsprojekten zum Einsatz: - Mauern bauen: In der Baurobotik kommt ein mobiler Roboter zum Einsatz, der mit Greifern (Manipulatoren) ausgestattet ist. Seine Aufgabe im vom Georg Nemetschek Institut über vier Jahre geförderten Projektes SPAICR besteht darin, „Strukturen“ wie etwa Mauern auf- und abzubauen. Die besondere Herausforderung in dem Projekt, in dem Leutenegger mit TUM- Professorin Kathrin Dörfler (Professur für Digitale Fabrikation) zusammenarbeitet, wird sein, dass die Arbeit des Roboters ohne so genanntes Motion Tracking, also ohne externe Infrastruktur, funktionieren soll. Während in vorhergehenden Forschungen ein klar begrenzter Raum mit Orientierungspunkten in einem Labor genutzt wurde, soll der Roboter künftig auf jeder beliebigen Baustelle präzise arbeiten können. - Den Wald digitalisieren: Im EU-Projekt Digiforest schaffen die Universität Bonn, die Universität Oxford, die ETH Zürich, die Norwegian University of Science and Technology und die TUM eine „Datengrundlage für eine ökologische Forstwirtschaft“. Dafür soll der Wald kartographiert werden. Wo steht welcher Baum? In welcher gesundheitlichen Situation befindet er sich? Gibt es Krankheiten? Wo muss ausgedünnt, wo aufgeforstet werden? „Die Forschungen sollen dem Förster zusätzliche Informationen zur Entscheidungsfindung liefern“, erläutert Leutenegger. Aufgabe der TUM: Die KI-Drohnen von Leutenegger sollen autonom durch den Wald fliegen und ihn kartieren. Dabei sollen sie trotz Wind und dünner Äste um Bäume herum navigieren, so dass eine vollständige Karte des Waldstückes entsteht. - Schiffe inspizieren: Im EU-Projekt AUTOASSESS geht es darum, Drohnen in das Innere von Tankern und Frachtern zu schicken, mit der Aufgabe, die Innenwände zu inspizieren. Dafür werden sie unter anderem mit Ultraschallsensoren ausgestattet, mit denen sie Risse in Wänden nachweisen können. Voraussetzung wird sein, dass sich die Drohnen autonom und bei schlechter Funkverbindung im Innenraum bewegen können. Auch hier ist ein Motion Tracking nicht möglich.
Spatial AI schafft Basis für Entscheidungen „Wir arbeiten daran, in ganz verschiedenen Bereichen Menschen eine gute Datenbasis an die Hand zu geben, um die richtigen Entscheidungen zu treffen“, sagt Prof. Leutenegger, der betont: „Unsere Roboter sind komplementär, sie ergänzen den Menschen in seinen Fähigkeiten und nehmen ihm gefährliche und repetitive Aufgaben ab.“
Er schläft viel, lebt zurückgezogen vor allem im Bergwald: der Baumschläfer. Seit über zehn Jahren wurde der streng geschützte und extrem seltene Bilch in Bayern nicht mehr gesichtet. Bei der Suche nach dem kleinen Kletterkünstler mit den Knopfaugen brauchen wir ihre Unterstützung! Sind Sie der Glückspilz, der den Baumschläfer entdeckt?
Einen Baumschläfer zu beobachten, ist nicht so einfach. Die kleinen, seltenen Bergwaldbewohner verstecken sich am Tag meist in Baumhöhlen, Nistkästen, in Nischen von Holzschuppen oder in dichten Sträuchern. Der kleine Bilch mit den großen Augen, der typischen Gesichtsmaske und dem langen buschigen Schwanz hält sich bevorzugt in kühlfeuchten Bergwäldern auf und benötigt neben einer krautigen Bodenvegetation auch Sträucher und die Nähe von Gewässern (z.B. Bachläufe). Demzufolge lohnt es sich vor allem im bayerischen Alpenraum die Augen nach ihm offen zu halten. Baumschläfer sind an die Jahreszeiten sehr gut angepasste Allesfresser und ernähren sich u.a. von Insekten, Beeren, Samen und Vogeleiern. Mit einem ausgedehnten Winterschlaf von Oktober bis April macht er dem Namen „Schläfer“ alle Ehre.
Aktuell ist also die beste Zeit, diesen ganz besonderen Bilch direkt nach dieser langen Winterruhe zu Gesicht zu bekommen. Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) wollen mit Unterstützung der Öffentlichkeit in einem gemeinsamen „citizen-science-Projekt“ nun Antworten auf wichtige Fragen zum Schutz des Baumschläfers finden. „Besonders interessiert uns, wo sich der Baumschläfer in Bayern aktuell aufhält und wie weit er bei uns verbreitet ist“, so Andreas Geisler Mitarbeiter der Abteilung Biodiversität und Naturschutz an der LWF.
Hierzulande wurde zum letzten Mal im Jahr 2010 ein Baumschläfer beobachtet. Aber aufgepasst! Denn es besteht Verwechslungsgefahr mit seinen drei nahen Verwandten, der noch kleineren Haselmaus, dem Gartenschläfer und vor allem mit dem deutlich häufigeren Siebenschläfer. Deshalb hat die LWF ergänzende Hinweise und Informationen sowie bebilderte Beispiele zur Unterscheidung in einem neuen Faltblatt zum Baumschläfer zusammengestellt – siehe: www.lwf.bayern.de/fb_baumschlaefer
Hier ist auch ein QR-Code zu finden, der die Meldung von Sichtungen vereinfacht. Gemeldet werden kann auch direkt und bequem unter www.baumschlaefer.de. Wichtig ist, dass Sie Ihrer Sichtung ein Foto beigelegen. Nur so können die am Projekt beteiligten Forscher die Hinwiese beurteilen und Rückmeldung geben, ob wirklich ein Baumschläfer entdeckt wurde.
In Deutschland kommt der Baumschläfer ausschließlich in Bayern vor und wird hier in der Roten Liste gefährdeter Tierarten als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Als Anhang IV Art der europäischen Fauna-Flora- Habitat-Richtlinie (FFH-RL) ist er nicht nur streng geschützt, sondern gleichzeitig von gemeinschaftlichem Interesse. Die LWF teil sich mit dem LfU den Schutz der FFH-Anhang-Arten in Bayern und ist dabei für das Monitoring der sogenannten „FFH-Waldarten“ zuständig. Beide Behörden erstellen dazu den bayerischen Beitrag zum Erhaltungszustand dieser Arten für den nationalen FFH-Bericht, der alle sechs Jahre an die Europäische Union übermittelt wird. Seit 2019 hat das LfU gezielt mit Wildkameras nach dem Baumschläfer gesucht. Bislang hat sich keines der scheuen Tiere gezeigt. Nun zählen wir, die LWF und das LfU, auf ihre tatkräftige Unterstützung!
Ministerpräsidentin Malu Dreyer übergab in der Universitätsbibliothek den Förderbescheid an Michael Jäckel (Universitätspräsident) und Andreas Regelsberger (Dekan des Fachbereichs II). Universität Trier
Das Land Rheinland-Pfalz und die Europäische Union unterstützen die Einrichtung des Studiengangs. Ministerpräsidentin Dreyer überreichte persönlich den Förderbescheid.
Mit dem neuen Bachelor of Arts „Interkulturelle Kommunikation und Management“ hat die Universität Trier einen attraktiven Studiengang geschaffen: Er vermittelt Kenntnisse in zwei Fremdsprachen, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie in interkultureller Kommunikation. Dadurch eröffnen sich Absolventinnen und Absolventen vielfältige Berufsmöglichkeiten. Der Studiengang spricht gezielt auch Bewerberinnen und Bewerber mit beruflicher Erfahrung oder einer Ausbildung an und erlaubt ein berufsbegleitendes Studium. Der zulassungsfreie (NC-freie) Studiengang startet im Wintersemester 2023/24. Eine Bewerbung ist ab sofort möglich.
Die Einrichtung des neuen Studiengangs wird mit 325.000 Euro vom Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) und dem Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz unterstützt. Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreichte am heutigen Freitag persönlich den Förderbescheid: „Mit Einrichtung des Studiengangs „Interkulturelle Kommunikation und Management" leistet die Universität Trier einen wertvollen Beitrag, den spezifischen Bedarf des Arbeitsmarktes in der Großregion zu decken und Studierenden neben spezifischen fachlichen Fähigkeiten fundierte sprachliche und interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln. Ich freue mich daher, in meiner Heimatstadt den Förderbescheid für den berufsbegleitenden Studiengang an die Universität Trier übergeben zu dürfen und wünsche der Universität einen guten Start für den neuen Studiengang!“
Der Aufbau des Bachelor-Studiengangs macht ihn in Deutschland einmalig: „Das Besondere an dem neuen Studiengang ist, dass Philologie, Wirtschaft und Interkulturelle Kommunikation jeweils einen gleichwertigen Anteil haben“, sagt die Studiengangsleiterin Prof. Dr. Henrieke Stahl.
Zu Studienbeginn wird nach persönlichen Interessen eine Hauptsprache (Chinesisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Russisch, Spanisch) ausgewählt, die am Ende des Studiums verhandlungssicher beherrscht wird. Dazu kommt eine weitere Fremdsprache, in der Grundkenntnisse erlernt werden. Sprachliche Vorkenntnisse sind von Vorteil, aber keine Voraussetzung. Daneben erhalten die Studierenden jeweils Einblicke in die entsprechenden Kultur- und Wirtschaftsräume.
Die von den Bachelorstudierenden besuchten Vorlesungen und Seminare der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre behandeln nicht nur grundlegende Themen und Methoden, sondern auch interkulturelles Management. „Neben der Vermittlung von theoretischem Wissen ist es uns ein wichtiges Anliegen, dass praktische Kompetenzen gesammelt werden können“, erklärt Henrieke Stahl. Spezielle Lehrveranstaltungen bringen den Studierenden den Umgang mit kulturellen Besonderheiten in der Kommunikation näher und vermitteln die praktische Umsetzung, die in Praktika vertieft werden.
Ein längerer Auslandsaufenthalt während des Studiums ist keine Pflicht, wird aber empfohlen. Dank der guten Vernetzung der Universität Trier können Auslandssemester und -praktika bei verschiedenen Partnern auf der ganzen Welt absolviert werden. „Wer den Studiengang Interkulturelle Kommunikation und Management an der Universität Trier wählt, trifft eine gute Entscheidung. Die Studienbedingungen könnten nicht besser sein: Als Universität mit geistes- und sozialwissenschaftlichem Schwerpunkt haben wir seit jeher leistungsstarke Sprach- und Wirtschaftswissenschaften. Auf dieser fundierten Basis wurde das neue Studienangebot geschaffen“, erläutert Universitätspräsident Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Jäckel.
Durch die vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten haben die Absolventinnen und Absolventen die Möglichkeit, in verschiedenen Bereichen mit sehr guten Berufsaussichten zu arbeiten. Beispielsweise qualifiziert der Studiengang für Stellen in nationalen wie internationalen Unternehmen, aber auch für Tätigkeiten im Verwaltungswesen und Kulturmanagement oder in der Tourismusbranche.
Da vor dem Studium beruflich erworbene Kompetenzen anerkannt werden können, adressiert der Studiengang insbesondere auch Personen, die eine kaufmännische Ausbildung erfolgreich absolviert haben, oder auch solche, die Qualifikationen im Bereich „Sprache und Kultur“ vorweisen können. Die Studienzeit kann durch die Anerkennung von Vorleistungen gegebenenfalls verkürzt werden. Der Studiengang ist regulär auf sechs Semester ausgerichtet. Für Studierende mit beruflichen Vorerfahrungen wird es spezifische Angebote wie individuelles Coaching beziehungsweise Tutorien geben. Die Universität Trier fördert zudem die Bewerbung für ein Studium von Personen ohne Abitur. Mit den Fördergeldern von Land und EU werden im Zuge der Einrichtung des Studiengangs Maßnahmen für die Zielgruppe beruflich qualifizierter Studierender umgesetzt, darunter Angebote zum berufsbegleitenden Studieneinstieg und Anerkennungsformate.