Muthesius Kunsthochschule richtet Symposium zur queer_feministischen Perspektive von Kunst und Design aus
Mit einem Gastspiel der Berliner Volksbühne, mit Filmvorführungen, Artist
Talks und Einblicken hinter die Kulissen des Kunst- und Designbetriebs
widmet sich die Muthesius Kunsthochschule in ihrem Symposium einem
Problemfeld: der queer_feministischen Perspektive von Kunst und Design.
Wie gelingt es, queer-feministische Kunst und Künstler*innen sichtbar zu
machen? Welche Möglichkeiten bieten dabei Avatare oder Memes? Und wer
bleibt auf der Strecke? Unter dem Titel „Sichtbar machen – werden – sein“
werden vom 8. bis 10. Juni internationale Gäst*innen erwartet wie die
Kulturtheoretikerin Mieke Bal, die rumänische Schriftstellerin Valentina
Iancu sowie diverse Künstler*innen.
„Sichtbar machen – werden – sein: in queer_feministischer Perspektive von
Kunst und Design“ ist der Titel des Symposiums, das die Muthesius
Kunsthochschule von Donnerstag, 8., bis Samstag, 10. Juni, ausrichtet. Es
findet im spce | Muthesius an der Andreas-Gayk-Straße 7-11 in Kiel statt.
Auch eine Teilnahme per Zoom ist möglich.
Sichtbarkeit ist ein Schlüsselbegriff der von Medien gemachten Welt –
gesehen werden ist eine wesentliche Bedingung für Kunst und Design.
Sichtbarkeit bedeutet ebenso einen Kampf um Öffentlichkeit, um Medien,
Räume, Anerkennung, Teilhabe – um Macht. Das von Dr. Christiane Kruse,
Professorin für Kunstgeschichte und visuelle Kulturen an der Muthesius
Kunsthochschule, von Ileana Pascalau und Mona Behfeld in Kooperation mit
Sven Christian Schuch veranstaltete Symposium öffnet sich dem komplexen
Problemfeld Sichtbarkeit aus der Perspektive queer_feministischer Kunst
und Design. Das Thema wird in diversen Formaten behandelt: in Vorträgen,
(Lecture) Performances, Filmscreenings, Workshops.
So werden von Donnerstag, 8., bis Samstag, 10. Juni, internationale
Gäst*innen und Künstler*innen im spce | Muthesius erwartet: Als Gastspiel
der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz bringen Margarita
Breitkreiz und Julia Thurnau mit dem utopischen Kollektiv CLAUDEHILDE am
Freitag, 9. Juni, um 20 Uhr die soziale Skulptur „ARTIST AT WORK“ auf die
Bühne im spce. Mit Schnurrbart im Gesicht rufen die Schauspielerinnen zur
Revolution der faulen Frauen auf – und zelebrieren Faulheit als Grundlage
allen kreativen Schaffens.
„CUM AS YOU ARE“ heißt der neue Film der queeren Filmemacherin,
Performance- und Medienkünstlerin Hanna Schaich. In ihren Arbeiten befasst
sie sich mit der nie endenden individuellen Suche nach Identität, Körper,
Persönlichkeit, der Einsamkeit der Existenz und mit den Versuchen, mit
anderen Menschen in Kontakt und Dialog zu treten. Am Donnerstag, 8. Juni,
wird ab 19.30 Uhr ihr Film gezeigt, anschließend gibt es einen Vortrag mit
Artist Talk.
Die niederländische Kulturtheoretikerin, -kritikerin und Videokünstlerin
Mieke Bal (*1946) wird am Freitag, 9. Juni, um 16.30 Uhr erwartet: „It‘s
About Time! Reflections on urgency“ heißt ihr Filmscreening mit
anschließendem Artist Talk. Bal, die Gründungsdirektorin der Amsterdam
School for Cultural Analysis ist, widmet sich neben postkolonialistischer
und feministischer Theorie der Literaturtheorie, Semiotik, den visuellen
Künsten sowie Untersuchungen französischer Literatur und Kultur.
Wie sieht eine feministische oder queere Gestaltung eines Magazins aus?
Das hat sich das Team der feministischen Zeitschrift Missy Magazine bei
seinem Relaunch gefragt. Die Antworten darauf liefert Daniela Burger, bis
vor kurzem Art Direktion des Missy Magazines, bei ihrem Vortrag „Kann
Magazindesign feministisch sein?“ am Freitag, 9. Juni, um 10 Uhr.
Dr. Julia Meer, Leitung und Kuratorin der Sammlung Grafik und Plakat am
Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, gewährt in ihrem Vortrag „The
F*word – Guerilla Girls und feministisches Grafikdesign“ Einblicke in
Kuration und Gestaltung – am Donnerstag, 8. Juni, um 17 Uhr.
Ob feministische, schwarze und queere Widerstandstechniken in 3-D-Kunst
oder die Kritik an der Kunstwelt in Form von Memes – von Körperwahrnehmung
bis hin zur Sichtbarkeit im urbanen Raum in Form eines Stadtrundgangs: Das
vollständige und ausführliche Programm des Symposiums und den
Programmflyer gibt es hier: https://muthesius-
kunsthochschule.de/veranstaltu
machen-sein-in-quer_feministis
Eine Anmeldung für die digitale Teilnahme per Zoom und für den Besuch der
Veranstaltungen in Präsenz ist notwendig bei Maike Schulken:
Originalpublikation:
https://muthesius-kunsthochsch
content/uploads/2023/05/flyer_
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