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Auszeichnung für besondere Serviceleistungen: APOLLON Schreibberatung gewinnt Studienpreis

Die im Juni 2022 gestartete „Individuelle Schreibberatung für Studierende“
der APOLLON Hochschule erhält die Auszeichnung „Fernstudienprojekt des
Jahres 2023“ des Bundesverbands der Fernstudienanbieter e. V. Das
kostenfreie Angebot wird damit als besondere Serviceleistung gewürdigt.

Ein Fernstudium erfordert neben einem guten Selbstmanagement ein hohes Maß
an Schreibkompetenz, denn die meisten Prüfungsleistungen werden
schriftlich erbracht. Insbesondere Fernstudierenden fehlt jedoch häufig
aufgrund unterschiedlicher Bildungsbiografien die Schreibroutine und somit
die Sicherheit beim Schreiben.

Seit Juni 2022 bietet die APOLLON Hochschule deshalb eine Schreibberatung
in Einzelterminen an. Diese anonyme und personell von der Lehre
unabhängige Unterstützungsleistung wird von der zertifizierten
Schreibberaterin Constanze Vieth aus der Abteilung für Studienentwicklung,
die an der APOLLON Hochschule für die Erstellung von Studienmaterialien
zuständig ist, durchgeführt. „Wir freuen uns sehr über den Studienpreis
und die damit verbundene Würdigung dieses besonderen Angebots. Mit der
Schreibberatung unterstützen wir Studierende sehr individuell in ihrem
gesamten Schreibprozess. Viele sind unsicher, wie sie im
wissenschaftlichen Schreibstil schreiben und ihre Texte strukturieren
können. Bei der Schreibberatung bekommen sie einfach zu erlernende
Techniken an die Hand, die sie dann selbst erproben und anwenden. Ziel
ist, dass sie gemäß dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe ihr
Schreibhandeln auch bei folgenden Schreibprojekten eigenständig
verbessern“, sagt Constanze Vieth.

Der Studienpreis BILDUNG.DIGITAL.VERNETZT., ehemals Studienpreis DistancE-
Learning, wird seit 1985 vom Bundesverband der Fernstudienanbieter in
verschiedenen Kategorien verliehen. Die offizielle Preisverleihung fand
anlässlich der Bildungsmesse LEARNTEC am 25. Mai 2023 in Karlsruhe statt.
Neben der Auszeichnung wurde den Gewinner:innen auch ein Gutschein für die
LEARNTEC 2024 überreicht.

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Sporterlebnisse, Finanzierungsgarantie und ein Pferdemensch

FORSCHUNG AKTUELL heißt der Forschungsnewsletter, den die Deutsche
Sporthochschule Köln Medienvertreter*innen regelmäßig anbietet, um
ausgewählte spannende Forschungsaktivitäten an Deutschlands einziger
Sportuniversität vorzustellen.

Die Themen in der aktuellen Ausgabe:

PAPER
Wann wird Sport zu einem Erlebnis? Und welche Rolle spielt dabei der Raum,
der genutzt wird? Eine Interview-Studie mit ambitionierten Freizeit-
Kletter*innen und Läufer*innen hat die Wechselbeziehungen zwischen
Sporterfahrungen und den in den Destinationen, also Reisezielen,
angebotenen Räumen und Orten untersucht. „Die Ergebnisse können unter
anderem für einen nachhaltigen Tourismusgewinn genutzt werden“, erläutert
Studienleiterin PD Dr. Kirstin Hallmann. Mehr lesen: https://www.dshs-
koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv-forschung-
aktuell/nr-32023/paper/


PROJEKT
Im Sport fehlt Geld. Gerade an der Vereinsbasis, wo Jung und Alt gemeinsam
den Spaß am und das Miteinander im Sport leben. Das hat zuletzt vor allem
die Corona-Pandemie deutlich gemacht. Wissenschaftler*innen des Instituts
für Sportrecht der Deutschen Sporthochschule Köln haben die finanziellen
Herausforderungen des Sports nach der Corona-Pandemie zum Anlass genommen,
die Rahmenbedingungen der Sportförderung in Deutschland zu analysieren und
daraus eine Vorlage zu erarbeiten, wie die Finanzierung des Sports
rechtssicher im Gesetz verankert werden könnte. Mehr lesen: https://www
.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv-forschung-
aktuell/nr-32023/projekt/


PERSON
Matthias Bojer hat vermutlich mehr Stunden auf dem Rücken eines Pferdes
verbracht als jeder andere auf dem Campus der Deutschen Sporthochschule
Köln: Über 30.000 hat er ausgerechnet. Der gebürtige Norddeutsche ist
wissenschaftlicher Mitarbeiter und Reitsportdozent am Institut für Outdoor
Sport und Umweltforschung und hier Spezialist für Leistungsdiagnostik und
Trainingssteuerung im Pferdesport. Neben Forschung und Lehre züchtet er
auf seinem Hof in der Eifel Springpferde und bildet sie aus – bis sie
beispielsweise mit Topreitern wie Ludger Beerbaum international an den
Start gehen. Mehr lesen: https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-
aktuell/archiv-forschung-aktuell/nr-32023/person/


PODCAST
Die Psychologin Marion Sulprizio und der Sportrechtsexperte Univ.-Prof.
Dr. Martin Nolte sind die Gäste der neuesten Podcastfolgen von „Eine Runde
mit ...“. Marion Sulprizio leitet an der Sporthochschule den Arbeitskreis
Sport und Schwangerschaft und erklärt, wie viel Sport in der
Schwangerschaft möglich ist. Prof. Martin Nolte gibt spannende Einblicke
in das Sportrecht und macht deutlich, dass dieses Forschungsfeld
mitnichten so trocken ist, wie mancher denkt. Mehr lesen: https://www
.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv-forschung-
aktuell/nr-32023/podcast/


NEWS
+++ Spoho-Projektgruppe erhält Excellence in Research Award +++
Mondsprünge in Mailand +++ Fresenius-Preis für Prof. Mario Thevis +++ Ars
legendi-Preise für Mitglieder der Sporthochschule +++ Jugendliche im
Spitzensport brauchen mehr Unterstützung +++ Vielfalt an deutschen
Hochschulen +++ Mehr lesen: https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-
aktuell/archiv-forschung-aktuell/nr-32023/news/


Originalpublikation:
https://www.dshs-koeln.de/aktuelles/forschung-aktuell/archiv-forschung-
aktuell/nr-32023/

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Mikroben unter Strom

Bei der mikrobiellen Elektrosynthese nutzen Mikroorganismen CO2 und
Elektrizität, um zum Beispiel Alkohol zu produzieren. Wie dieser Prozess
biologisch funktioniert, darüber wurde bisher jedoch nur spekuliert.
Forschende des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und
Infektionsbiologie (Leibniz-HKI) konnten nun erstmals experimentell
bestätigen, dass Bakterien Elektronen aus Wasserstoff nutzen und mehr
Chemikalien produzieren können als bisher bekannt.

Mikrobielle Elektrosynthese ist vor dem Hintergrund von Klimawandel und
Energiewende eine vielversprechende Technologie: Sie kann Kohlendioxid
binden, als Treibstoff nutzbares Ethanol und andere organische
Verbindungen produzieren und so überschüssige Elektrizität speichern.
Dennoch konnte die Technologie, die bereits seit über einem Jahrzehnt
bekannt ist, bisher keinen nennenswerten Durchbruch erzielen.

Laut Miriam Rosenbaum, Leiterin des Biotechnikums am Leibniz-HKI, liegt
das vor allem daran, dass „die Biologie hinter dem Prozess bisher als eine
Art Black Box betrachtet wurde“. Die Biochemikerin, die den Lehrstuhl für
Synthetische Biotechnologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
innehat, widmet sich schon seit langem der Frage, was genau bei der
Mikrobiellen Elektrosynthese (MES) passiert.

Genau hierbei ist ihrem Team nun ein Durchbruch gelungen: Die Forschenden
konnten zeigen, dass Bakterien die durch elektrischen Strom zugeführten
Elektronen nicht direkt aufnehmen, sondern stattdessen den daraus
gebildeten Wasserstoff nutzen. Dies wurde zwar als eine Möglichkeit lange
vermutet, aber bisher hatte niemand den experimentellen Beweis erbracht.
Sie fanden außerdem heraus, dass mit der Methode noch mehr nützliche
Chemikalien produziert werden können als bisher angenommen und sie
optimierten den Prozess für möglichst hohe Erträge.

Kontrollierte Bedingungen

Bei der MES wird an eine wässrige Nährlösung mit Mikroorganismen Strom
angelegt, gleichzeitig wird Kohlendioxid zugeführt. Die Mikroorganismen
nutzen die Elektrizität und den Kohlenstoff, um organische Verbindungen
wie Ethanol oder Acetat zu produzieren. Dafür nutzen sie die zugeführten
Elektronen – doch wie, das war bisher unklar.

„Es gab eine Studie, die davon ausging, dass die Mikroben die Elektronen
direkt nutzen“, sagt Rosenbaum. Bewiesen wurde diese Hypothese jedoch
nicht. Rosenbaum hielt es für wahrscheinlicher, dass die Mikroorganismen
Wasserstoff für ihre Biosynthese nutzen. Denn beim Anlegen von Strom und
Kohlendioxid passiert das, was auch bei einer klassischen Elektrolyse
passiert: Wasser wird aufgespalten in Wasserstoff und Sauerstoff.

„Bisher hat niemand wirklich den Wasserstoff direkt im System gemessen“,
erklärt Santiago Boto, Erstautor der Studie. Er hat den MES-Reaktor
deswegen so aufgebaut, dass er alle Parameter genau kontrollieren kann.
Dafür nutzt er eine Reinkultur mit dem Bakterium Clostridium ljungdahlii
in einer Reihe verschiedener Konzentrationen. Zudem kann er den
Stromzufluss kontrollieren und den an der Elektrode entstehenden
Wasserstoff sowie den aus der Flüssigkeit entweichenden Wasserstoff
mithilfe von Mikrosensoren messen.

„Mit unserem Design konnten wir mehrere Belege dafür sammeln, dass die
Bakterien Wasserstoff nutzen“, so Boto. War die Bakterienkonzentration im
Nährmedium so gewählt, dass diese einen Biofilm an der Kathode bildeten
und nur noch wenig Wasserstoff in der Elektrodenumgebung messbar war, war
die Aktivität der Bakterien deutlich reduziert. Das passierte auch, wenn
die Spannung nicht ausreichend hoch für eine Elektrolyse war. Nur wenn
Wasserstoff von der Elektrode ausgehend frei verfügbar für planktonische –
also frei schwimmende – Bakterien war, zeigten diese eine hohe Aktivität.

Neue Biosynthesewege aufgedeckt

Das Forschungsteam konnte auf diese Weise die Spannung und
Bakterienkonzentration für möglichst hohe Acetat-Erträge optimieren. „Wir
hatten die höchsten bisher erreichten Acetat-Werte für eine Bakterien-
Reinkultur“, so Boto. Als Nebenergebnis stellte er zudem fest, dass
Aminoverbindungen entstanden, die die Bakterien normalerweise nicht
produzieren. In Kooperation mit Falk Harnisch vom Umweltforschungszentrum
in Leipzig wurde in der Arbeit auch gezeigt, dass es zu bisher ebenfalls
nicht beschriebenen Reaktionen zwischen Nährmedium und Kathode kommt, die
den Syntheseprozess offenbar beschleunigen.

Das Team will die Prozesse nun noch weiter optimieren und die bisherigen
Befunde gezielt erforschen. „Aminoverbindungen sind für die chemische
Industrie sehr interessant, die von uns verwendeten Bakterien werden
außerdem bereits industriell verwendet. Wir haben damit vielleicht eine
neue Produktionsmethode für solche Chemikalien entdeckt“, so Boto.
Insgesamt sollen die Ergebnisse helfen, die MES wirtschaftlich lohnend zu
machen. „Ich gehe davon aus, dass wir in den kommenden Jahren einen
starken Aufschwung bei dieser Technologie erleben werden, wenn wir endlich
auch die Biologie in den Fokus nehmen“, so Rosenbaum. Das Biotechnikum
arbeitet daran mit und kooperiert mit Verfahrenstechnikern, um größere
Reaktoren für die MES zu entwickeln.

Die Studie wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft im Rahmen des
Schwerpunktprogramms eBiotech unterstützt.

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Den technischen Fortschritt vorantreiben: Forschende der Bergischen Uni entwickeln neuen Ansatz für dehnbare Elektronik

Dehnbare Elektronik wird immer nachgefragter und prägt den technischen
Fortschritt unserer Zeit mit. Ob in der Robotik, Unterhaltungselektronik,
Sportwissenschaft oder Biomedizin – mit flexiblen elektronischen Systemen
lassen sich neue Anwendungsfelder erschließen. Wissenschaftler*innen der
Bergischen Universität Wuppertal ist es nun gelungen, einen neuartigen
Designansatz für die dafür benötigten Bauelemente zu entwickeln.

Schon heute gibt es beispielsweise elektrisch leitfähige Wundauflagen, mit
denen sich Körperfunktionen von Patient*innen überwachen lassen – ohne
deren Bewegungsfreiheit einzuschränken – und die so dazu beitragen, die
Heilung von Verletzungen zu beschleunigen. Das Potenzial dehnbarer
Elektronik ist noch längst nicht ausgeschöpft. Die Herausforderung bei der
Entwicklung solcher Systeme besteht darin, dass konventionelle
elektronische Bauelemente und Leitermaterialien unter den großen Dehnungen
in der Anwendung versagen würden. Wissenschaftler*innen forschen daher an
immer neuen, ausgeklügelten Designs für die Dehnbarkeit der in den
Systemen verbauten Verbundwerkstoffe.

Auch an der Bergischen Universität Wuppertal beschäftigen sich Forschende
mit dem Thema. In einem jüngst abgeschlossenen Projekt arbeiteten
fakultätsübergreifend Mitarbeitende aus den Fachgebieten für Großflächige
Optoelektronik und für Computergestützte Modellierung in der
Produktentwicklung zusammen.

Risse sorgen für Entlastung

Unter Leitung von Prof. Dr.-Ing. Patrick Görrn entwickelte das Team der
Optoelektronik einen neuartigen Designansatz für dehnbare
Verbundwerkstoffe, der darauf basiert, ein Muster von stabilisierten
Oberflächenrissen auszunutzen: Wenn die Struktur verformt wird, weiten
sich die Risse und entlasten so einen Teil des Materials, damit die
empfindlichen leitfähigen Metallschichten und Bauteile vor großen
Verformungen geschützt werden.

Wie genau die Rissausbildung und die Dehnungsentlastung in diesen
Strukturen funktioniert und wie zuverlässig diese Mechanismen sind wurde
wiederum mit Hilfe numerischer Simulationen von den Wuppertaler
Kolleg*innen aus dem Bereich der Computergestützten Modellierung unter
Leitung von Dr.-Ing. Jana Wilmers untersucht. Die Erforschung des
mechanischen Verhaltens und der jeweiligen Struktureigenschaften der
Materialien in den Verbundwerkstoffen macht die Entwicklung von Strukturen
mit maßgeschneiderten Eigenschaften möglich.

Grenzen ausgelotet

„Wir haben digitale Repräsentationen der Strukturen geschaffen, die es uns
erlauben, verschiedene Werkstoff-Kombinationen und geometrische Designs
effizient und ressourcensparend zu untersuchen und die Grenzen der extrem
belastbaren und hoch dehnbaren Strukturen auszuloten“, erklärt Dr.
Wilmers. Die fakultätsübergreifende Zusammenarbeit von Forschenden der
Bergischen Universität ebnet so den Weg für die Entwicklung
hochfunktioneller dehnbarer elektronischer Systeme mit anpassbaren
Eigenschaften und großer funktionaler Oberfläche. Auf den Punkt gebracht:
beste Voraussetzung dafür, flexible Elektronik zukünftig noch besser zu
machen und neue innovative Anwendungsbereiche zu erschließen.

Das Forschungsprojekt „Modellierung und Untersuchung der mechanischen
Eigenschaften von grenzflächen-strukturierten Mehrschichtkompositen unter
großen Deformationen“ wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
über knapp zweinhalb Jahre mit 200.645 Euro gefördert.

Infobox: Zusammenarbeit
Das Fachgebiet für Computergestützte Modellierung in der
Produktentwicklung gehört zur Fakultät für Maschinenbau und
Sicherheitstechnik. Der Bereich der Großflächigen Optoelektronik ist in
der Fakultät für Elektrotechnik, Informationstechnik und Medientechnik
angesiedelt.

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