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5. Essener Wissenschaftssommer: FOM Hochschule lädt zu Veranstaltungen ein

Wissenschaft hautnah erleben, verständlich, kritisch und spannend – das
ist der Wissenschaftssommer. In diesem Jahr findet die fünfte Version in
Essen statt. Die Initiative „Wissenschaftsstadt Essen“ präsentiert vom 12.
bis 17. Juni eine vielfältige Wissenschaftsszene. So bunt wie die
Forschung an sich ist, ist auch das Programm: von Summercamp, Tag der
offenen Tür, Live-Experimenten und spannenden Vorträgen ist alles dabei.
Die FOM Hochschule in Essen beteiligt sich mit drei abwechslungsreichen
Veranstaltungen am Wissenschaftssommer.

15. Juni, 18 bis 20 Uhr: „Sprachmodelle wie ChatGPT & Co. – Was steckt
dahinter?“
Mit diesem Vortrag startet die FOM in den Wissenschaftssommer: Prof. Dr.
Karsten Lübke ist Professor für allgemeine Betriebswirtschaftslehre an der
FOM und blickt auf die technologische Perspektive von Sprachmodellen. Die
Begriffe ChatGPT und künstliche Intelligenz sind schon seit einiger Zeit
keine Fremdwörter mehr – sie verändern jetzt schon das Lernen und Lehren
an Schulen und Hochschulen und haben ebenso Einfluss auf unser
Berufsleben. Prof. Dr. Lübke geht in seinem Vortrag auf Perspektiven und
auch Herausforderungen ein.
Die Anmeldung ist kostenfrei.

16. Juni, 14.30 bis 18 Uhr: „Open Campus – Make Science”
Wie funktioniert eigentlich ein 3D-Drucker? Und was genau ist Urban
Gardening? Vor allem Kinder und Jugendliche sind eingeladen, Antworten auf
diese und viele andere Fragen beim „Open Campus – Make Science“-Event zu
entdecken. Die FOM Hochschule, die Universität Duisburg-Essen, das zdi-
Zentrum DU. MINT Duisburg-Niederrhein und zdi-Zentrum MINT-Netzwerk Essen
laden an unterschiedlichen Ständen zum Mitmachen und Erleben ein. Den
Abschluss ab 16:30 Uhr bildet ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Nadine Pratt
zum Thema „Umweltschutz durch Kreislaufwirtschaft“.
Es ist keine Anmeldung erforderlich.

17. Juni, 11 bis 11.45 Uhr: „Cyber Sicherheit – Schutzmaßnahmen und
zukünftige Herausforderungen“
Cyber Sicherheit ist ebenso ein aktuelles Thema wie künstliche
Intelligenz. In Zeiten der Digitalisierung wird auch die Sicherheit von
Daten immer wichtiger. So widmet sich der Vortrag von Oliver Mathews den
möglichen Herausforderungen und auch Schutzmaßnahmen durch Hard- oder
Software. Seine Ausführungen demonstriert er während des Vortrags mit
kleinen Tipps für das Lösen von Problemen.
Der Vortrag findet im Rahmen des Open Campus an der FOM in Essen statt.
Die Anmeldung ist kostenfrei.

Kompakt:

15. Juni: „Sprachmodelle wie ChatGPT & Co. – Was steckt dahinter?“
18 Uhr, mit Anmeldung

16. Juni: „Open Campus – Make Science”
14.30 Uhr, ohne Anmeldung

17. Juni: „Cyber Sicherheit – Schutzmaßnahmen und zukünftige
Herausforderungen“
11 Uhr, mit Anmeldung

Alle Veranstaltungen finden hier statt:
FOM Hochschulzentrum Essen
Herkulesstraße 32
45127 Essen

Kostenfreie Anmeldung zu den Veranstaltungen unter:
https://www.fom.de/veranstaltungen.

Das gesamte Programm des 5. Essener Wissenschaftssommers ist hier
veröffentlicht:
https://www.wissenschaftsstadt-essen.de/sommer.

Originalpublikation:
https://www.fom.de/de/presse/2023/mai/fom-hochschule-laedt-zu-
veranstaltungen-ein.html

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Unternehmensgründer leiden unter Energiekrise und Ukraine-Kriegsfolgen

Das Jahr 2022 markiert in vielerlei Hinsicht einen Einschnitt – so auch
beim Gründungsgeschehen in Deutschland. Um 7 Prozent ging die Zahl der
Unternehmensgründungen laut einer gemeinsamen Untersuchung von
Creditreform und dem ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische
Wirtschaftsforschung im Vergleich zum Vorjahr zurück.

In den Jahren 2020 und 2021 hatten sich die Gründerzahlen bei knapp
176.000 neuen Unternehmen eingependelt – trotz Corona-Pandemie und dadurch
bedingten wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Für das Jahr 2022 gehen
Creditreform und das ZEW von nur knapp 163.000 Gründungen aus. Dieses
vorläufige Ergebnis korrespondiert in etwa mit der
Gewerbeanzeigenstatistik des Statistischen Bundesamtes von Januar 2023.
Demnach sank die Zahl der neu angemeldeten Gewerbe um 5 Prozent gegenüber
dem Vorjahr.

„Wir sehen ganz deutlich, dass Faktoren wie steigende Energiekosten, die
hohe Inflation und unterbrochene oder verzögerte Lieferprozesse von
Materialen und Vorprodukten das Gründungsgeschehen stark beeinflussen“,
sagt Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung.
Davon sind so gut wie alle Branchen betroffen. Besonders im Verarbeitenden
Gewerbe und im Hightech-Bereich schreckten viele aufgrund der
Rahmenbedingungen vor einer Gründung zurück. Einziger Gewinner der
Krisensituation ist der Bereich „Energieversorgung“. Die steigende
Sensibilität für Energiekosten sorgte in diesen Branchen nicht nur für
eine hohe Nachfrage, sondern führte auch zu deutlich mehr
Unternehmensgründungen. 2022 wurden etwa 150 Prozent des Niveaus von 2015
erreicht – das waren 2022 rund 2.300 Gründungen.

Gründungsgeschehen in Deutschland von 2015 bis 2022

Neben aktuellen Ereignissen belastet die langfristige demografische
Entwicklung das Gründungsgeschehen. „Die zunehmende Verschärfung des
Fachkräftemangels steigert auf der einen Seite die Kosten einer Gründung,
auf der anderen macht sie unselbstständige Arbeitsverhältnisse
attraktiver. Die Bereitschaft, ein – im Verhältnis zur Festanstellung –
riskantes Gründungsprojekt anzugehen, sinkt“, sagt Dr. Sandra Gottschalk,
Senior Researcher im ZEW-Forschungsbereich „Innovationsökonomik und
Unternehmensdynamik“ und Autorin der Untersuchung.

Die Zahlen von Creditreform und dem ZEW zeigen deutlich, dass der Anteil
jüngerer Gründer abnimmt. Die 30- bis 39-Jährigen stellen mit knapp 30
Prozent die größte Gruppe. Um die Jahrtausendwende lag ihr Anteil
allerdings noch bei mehr als 40 Prozent. Ebenfalls sinkend, wenn auch
weniger stark, ist der Anteil der 20- bis 29-jährigen Gründer, während der
Anteil der 50- bis 59-jährigen Gründer im gleichen Zeitraum von zehn auf
inzwischen knapp 20 Prozent gestiegen ist. Auch die Anteile der 60- bis
65-Jährigen und der über 65-Jährigen am Gründungsgeschehen haben sich
vergrößert.

Entwicklung der Altersstruktur von Gründern im Jahr der Gründung

Als mögliche Gründe für diese Entwicklung vermutet Sandra Gottschalk zum
einen, dass ältere Menschen zunehmend länger gesund bleiben und zum
anderen im Mittel vermögender sind als frühere Kohorten älterer Menschen.
Die heutigen Ü-60-Gründer setzen ihr Kapital häufig als sogenannte
„Founding Angels“, also als Privatinvestoren ein, um Start-ups finanziell
zu unterstützen und ihre Berufserfahrung einzubringen. Damit schließen sie
einen kleinen Teil der Finanzierungslücke, mit der Gründer vielfach
konfrontiert sind.

Banken sind vielfach zurückhaltend, weil sie das Risiko scheuen. Junge
Unternehmen, die Innovationen vorantreiben und das Potenzial haben,
schnell zu wachsen, werden deshalb eher von Risikokapitalgebern
finanziert. „Vor diesem Hintergrund wird es spannend sein, was aus den
geplanten neuen Finanzierungsregeln für Start-ups wird, die die
Bundesregierung angekündigt hat“, sagt Patrik-Ludwig Hantzsch. „Es bleibt
abzuwarten, ob sie den Zugang zum Kapitalmarkt verbessern – und wieder
mehr Gründungen in Deutschland ermöglichen.“

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Dresdner Uniklinikum bietet Patientinnen und Patienten mit dem „rauchfrei ticket“ den ersten Schritt weg vom Rauchen

Im ersten Jahr seiner Mitgliedschaft im „Deutschen Netz Rauchfreier
Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen“ (DNRfK e.V.) hat das
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden seine Aktivitäten deutlich
ausgebaut. Ein wichtiges Element ist die Etablierung des „rauchfrei
ticket“. In diesem Rahmen wird mit den stationär aufgenommenen
Patientinnen und Patienten über das Rauchen gesprochen, deren Rauchstatus
erfasst und zu Möglichkeiten gesprochen, das Rauchen aufzugeben. Eine in
diesem Rahmen ausgefüllte Anmeldung – das „rauchfrei ticket“ – ebnet den
Weg zu einer individuellen und professionellen Rauchstoppberatung am
Telefon.

Nachdem in einem ersten Schritt Mitarbeitende des Uniklinikums als interne
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren für diese Erstgespräche geschult
wurden, weisen Zahlen, die das Uniklinikum zum Internationalen
Weltnichtrauchertag am heutigen Mittwoch (31. Mai 2023) präsentiert, einen
positiven Trend aus: Seit Januar meldeten sich 87 im Uniklinikum
behandelte Patientinnen und Patienten für das „rauchfrei ticket“ an. Unter
den insgesamt 42 deutschen Krankenhäusern, die sich dem DNRfK
angeschlossen haben, nimmt das Uniklinikum mit dieser Zahl einen
Spitzenplatz ein.

„Der Konsum von Tabak ist statistisch gesehen das bedeutendste
Gesundheitsrisiko sowie die häufigste Ursache frühzeitiger Sterblichkeit.
Deshalb ist es so wichtig, Rauchende zu bewegen, den Tabakkonsum zu
reduzieren oder besser ganz aufzugeben“, sagt Prof. Michael Albrecht:
„Erfolgversprechender als weiter ausgebaute Verbote oder unmittelbarer
Druck sind nach unserer Überzeugung individuelle Angebote, die es den
Menschen ermöglichen, ihre Nikotinabhängigkeit zu beenden“, so der
Medizinische Vorstand des Dresdner Uniklinikums weiter.

Patientinnen und Patienten, die mit dem Rauchen aufhören möchten, finden
im Dresdner Uniklinikum künftig immer mehr geschulte Mitarbeitende, die
sie bei den ersten Schritten in ein rauchfreies Leben unterstützen. Damit
möglichst viele Personen vor allem aus dem ärztlichen Dienst und der
Pflege die Erstgespräche mit Rauchenden führen können, wurden in einem
ersten Schritt Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet. Sie
sorgen dafür, dass das „rauchfrei ticket“ auf allen Stationen des
Uniklinikums präsent ist, in dem sie einige der dort Tätigen dafür
schulen, Patientinnen und Patienten auf die Themen Tabakkonsum,
Rauchstatus sowie Rauchstopp anzusprechen und darüber hinaus die
Vorgehensweise des „rauchfrei ticket“ zu erläutern. Wecken sie bei diesen
Motivationsgesprächen das Interesse der Rauchenden für eine weitergehende
telefonische Beratung, nehmen sie die ausgefüllten Anmeldungen entgegen
und leiten so die individuelle und professionelle Rauchstoppberatung am
Telefon ein, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
(BZgA) organisiert wird.

„Mit dem zunehmend an Fahrt gewinnenden ‚rauchfrei ticket‘-Projekt gehen
wir einen weiteren Schritt auf unserem Weg zur Zertifizierung als
‚Rauchfreies Krankenhaus‘. Dabei sind wir inzwischen auf einem guten Weg,
die Erstberatung rauchender Patientinnen und Patienten flächendeckend im
Universitätsklinikum zu etablieren“, sagt Prof. Dirk Koschel. Der Leiter
des Bereichs Pneumologie der Medizinischen Klinik I ist zugleich
Projektverantwortlicher für alle Maßnahmen im Rahmen der Rauchfrei-
Strategie und der daran geknüpften Zertifizierungen des „Deutschen Netz
Rauchfreier Krankenhäuser & Gesundheitseinrichtungen“. In einem ersten
Schritt ist es gelungen, als Modell die Medizinische Klinik I zu
zertifizieren, so dass mit den weiteren Aktivitäten nun die Zertifizierung
des gesamten Uniklinikums angestrebt wird.

Das „rauchfrei ticket“ hilft bei der Aufgabe des Tabakkonsums

Das „rauchfrei ticket“ ist ein Angebot der BZgA. Damit fördert diese
Institution bundesweit die Trainings und Umsetzung des Konzepts des
„rauchfrei ticket“ in Gesundheitseinrichtungen. Der DNRfK e.V. unterstützt
die Initiative, indem es deren Implementierung in Kliniken und weiteren
Einrichtungen im Gesundheitswesen anbietet. Die im Rahmen des „rauchfrei
ticket“ angebotene professionelle Telefonberatung von Patientinnen und
Patienten hilft ihnen evidenzbasiert bei der Vorbereitung, Umsetzung und
Stabilisierung des Rauchstopps. Die Wirksamkeit der proaktiven
Telefonberatung konnte in zahlreichen Studien nachgewiesen werden und ist
von nationalen und internationalen Leitlinien empfohlen.

Für das Angebot des „rauchfrei tickets“ am Dresdner Uniklinikum sind in
den beiden vergangenen Jahren bereits erste Mitarbeitende des Klinikums
unterschiedlicher medizinischer Fachgebiete und Berufsgruppen als
Multiplikatorinnen und Multiplikatoren ausgebildet worden, zu denen in den
ersten Monaten dieses Jahres 15 weitere hinzugekommen sind. Im Juni läuft
nun die nächste Schulung von zehn zusätzlichen Expertinnen und Experten.
Damit werden es voraussichtlich 30 Personen sein, die weitere Klinikums-
Mitarbeitende darin schulen werden, Erstgespräche zum „rauchfrei ticket“
zu führen. Wie groß der Bedarf an solchen Erstberatungen ist, zeigen die
Zahlen der vergangenen Monate, in denen sich die wachsende Anzahl der
geschulten Mitarbeitenden niederschlägt: Seit Januar meldeten sich bereits
87 Personen für das „rauchfrei ticket“ an. Eine Erhebung des DNRfK e.V.
ergab, dass das Dresdner Uniklinikum damit einen Spitzenplatz unter den
insgesamt 42 deutschen Krankenhäusern einnimmt, die sich diesem Netzwerk
angeschlossen haben.

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RWI/ISL-Containerumschlag-Index: Belebung des Welthandels

Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist nach der aktuellen Schnellschätzung im April gegenüber
dem Vormonat auf saisonbereinigt 121,2 Punkte gestiegen. Damit verstärkt
sich der Zuwachs des Containerumschlags leicht.

Das Wichtigste in Kürze:

• Der Containerumschlag-Index des RWI – Leibniz-Institut für
Wirtschaftsforschung und des Instituts für Seeverkehrswirtschaft und
Logistik (ISL) ist saisonbereinigt im April auf 121,2 Punkte gegenüber dem
Vormonat (revidiert 119,2) gestiegen.

• In den chinesischen Häfen wurde der Containerumschlag sogar noch stärker
ausgeweitet. Der Index erhöhte sich im April auf 138,9 Punkte gegenüber
135,3 Punkten im März.

• In den europäischen Häfen scheint sich der Containerumschlag allmählich
zu stabilisieren. Der Nordrange-Index wichtiger kontinentaleuropäischer
Häfen an der Nordsee ist im April gegenüber dem Vormonat von 94,9 auf 96,4
gestiegen. Eine grundlegende Trendwende bedeutet dies aber noch nicht. Die
Trendkomponente des Nordrange-Index ist nach wie vor abwärtsgerichtet.

• Der RWI/ISL-Containerumschlag-Index für Mai 2023 wird am 29. Juni 2023
veröffentlicht.

Zur Entwicklung des Containerumschlag-Index sagt RWI-Konjunkturchef
Torsten Schmidt: „Der weltweite Containerumschlag hat sich nach einem
schwachen Start ins Jahr etwas belebt. In Europa bleibt der
Containerumschlag aber nach wie vor hinter den übrigen Weltregionen
zurück. Die hohe Inflation und die gestiegenen Zinsen dämpfen weiterhin
die Nachfrage nach internationalen Produkten.“

Wissenschaftliche Ansprechpartner:
Prof. Dr. Torsten Schmidt, Tel.: (0201) 8149-287

Originalpublikation:
https://www.rwi-
essen.de/presse/wissenschaftskommunikation/pressemitteilungen/detail/rwi-
isl-containerumschlag-index-belebung-des-welthandels

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