Grüne fordern Obergrenze für Dispo-Zinsen
Angesichts dauerhaft hoher Dispo-Zinsen hat die Vorsitzende des Verbraucherausschusses im Bundestag, Renate Künast (Grüne), einen "gesetzlichen Dispozins-Deckel" gefordert. "Eine gesetzliche Regelung ist längst überfällig und Bundesminister Maas muss hier endlich handeln", sagte Künast der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Der EZB-Leitzins liege derzeit bei einem Rekordtief von 0,05 Prozent, betonte Künast. "Da kann es nicht angehen, dass einige Banken noch immer bis zu 14,25 Prozent Zinsen berechnen, wenn ein Dispo in Anspruch genommen wird."
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Vor dem Hintergrund der aktuellen Piloten-Streikwelle fordert Lufthansa-Passage-Vorstand Karl Ulrich Garnadt eine Bündelung von Tarifverhandlungen in volkswirtschaftlich sensiblen Verkehrsbereichen. Garnadt sagte im Interview mit der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post: "Wir respektieren natürlich das Streikrecht. Es gibt aber in der Verkehrswirtschaft Bereiche, die so sensibel sind, dass Streiks dort der gesamten Volkswirtschaft massiv schaden. Die Luftfahrt ist in einer globalisierten Wirtschaftswelt eine nicht zu ersetzende Infrastruktur. Wir brauchen neue Ansätze, die beispielsweise vorsehen, dass die unterschiedlichen Gewerkschaften ihre Tarifauseinandersetzungen in einem gemeinsam verabredeten Zeitkorridor bündeln. Dann kann es nur noch eine von Streiks bedrohte Periode pro Tarifrunde geben."